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Charakterbeschreibung - Applonia Nicoletta Tanaru

ApploniaAvendria Mensch MrsErdbeerfisch

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2 Antworten in diesem Thema

#1 MrsErdbeerfisch

MrsErdbeerfisch

    Lehrling

  • Lyrianer
  • PIP
  • 4 Beiträge
  • Ingame:MrsErdbeerfisch
  • RP Rasse:Mensch
  • RP Beruf:Bergfrau

Geschrieben 08 November 2018 - 20:19

Charakterbeschreibung

*~°~*Applonia Nicoletta Tanaru *~°~*

 

Name: Applonia Nicoletta Tanaru (geborene Kowahl)

Geschlecht: weiblich

Rasse: Mensch

Geburtsdatum: im 11 Monat des Jahres 475 - 28 Jahre alt

Haarfarbe: hellbraun

Augenfarbe: grün

Größe: 1,72 m

Eltern: Janco Kowahl und Estana Kowahl

Geschwister: 4 Schwestern

Wohnort: Avendria

Heimat: Fuchsberge

Glauben: sie wurde im Glauben an die Götter erzogen

Handwerk: Bergarbeiterin und Baumeisterin



Aussehen:

Applonia ist schlank und von durchschnittlicher Größe. Dank ihrer Arbeit ist sie für eine Frau zwar sehr kräftig, jedoch keinesfalls unästhetisch. Mit ihrem geschmeidigen Gang und der aufrechten Haltung sieht man ihr lediglich an, dass sie harte Arbeit gewöhnt ist. Ihre langen, hellbraunen Haare trägt sie meist zu einem Zopf gebunden und die grünen Augen haben stets einen freundlichen, offenen Blick. Ihr Kleid ist schlicht und in Naturtönen gehalten. Auch wenn man ihm die Beanspruchung durch die Arbeit ansieht, ist es immer gepflegt und man erkennt die gute Machart. Was Applonia sich nie nehmen lässt, ist jeden Morgen ein paar der wunderschönen violetten Blumen zu pflücken, die in ihrem Garten wachsen, um sie sich in ihr Haar zu flechten.



Charakter :

Applonia Nicoletta Kowahl ist für ihre Frohnatur bekannt. Sie ist in bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, wurde jedoch stets in ihrer Neugierde auf die Welt unterstützt. Als Bodenständiges, ehrliches und fleißiges Mädchen wird sie von allen schnell ins Herz geschlossen. Auch wenn die Gutgläubigkeit ihr manchmal zum Verhängnis wird, verliert sie sie nie und sieht immer das Gute in den Menschen. Ihre Wurzeln wird sie nie vergessen, denn die Bande zu ihrer Familie sind stark und machen einen nicht geringen Teil ihres Wesens aus. Auch die Vorliebe Applonias für Handwerkliche Tätigkeiten wird akzeptiert und schnell wird das Geschick des Mädchens erkannt.

Als erwachsene Frau zeichnet sie sich schließlich durch einen starken Willen, viel Geschick und ein großes Herz aus. Die Momente, in denen sie die Geduld verliert, beschränken sich auf Begegnungen mit Menschen, die offensichtlich unehrlich oder hinterlistig sind. Abgesehen davon ist sie stets ausgeglichen und selbstbewusst.

In ihrem späteren Leben lernt sie außerdem, große Verantwortung zu tragen. Ihre große Leidenschaft ist und bleibt die Kunst des Handwerks, doch sie ist sich ihrer Pflichten stets bewusst und kommt ihnen gewissenhaft nach. Sie wird ein Stützpfeiler der Gesellschaft Avendrias, den niemand mehr vermissen möchte. Mit ihrer und der Hilfe ihres Mannes wächst in der kleinen Siedlung der Wohlstand und die Zufriedenheit, und ihre Künste als Bauherrin sind in weitem Umkreis bekannt.



Geschichte:

Erste Sonnenstrahlen fielen durch kleine Lücken zwischen den Brettern einer Behausung. Die niedrige Kate am Rande des Dorfes Fuchsberge war alles andere als luxuriös. Doch der sorgfältig gepflegte Garten mit wunderschönen Wildblumen und reichlich Gemüse, sowie das gepflegte und geschmückte Häuschen ließen die Liebe der Bewohner für ihre Heimstatt schon auf den ersten Blick erkennen.

Einer dieser Sonnenstrahlen fiel direkt auf das Gesicht der schlafenden Applonia. Blinzelnd schlug sie die Augen auf. Sofort setzte sie sich auf und schaute sich um. Ihre Schwestern um sie herum schliefen noch tief und fest. Doch die Vorhänge zur Schlafstatt ihrer Eltern waren bereits geöffnet. Geschwind warf Applonia das Tageskleid über, wusch sich das Gesicht an der Schale mit Wasser, welche schon bereit stand und lief nach draußen. Unten am Fluss war ihre Mutter mit anderen Frauen des Dorfes und füllte das klare, kalte Wasser in Eimer. An einem normalen Tag wäre Applonia zu ihr gelaufen und hätte ihr geholfen, so wie sie es jeden Tag tat. Doch der, den sie heute suchte, stand am kleinen Marktplatz. Er hatte sie schon entdeckt und lächelte ihr entgegen. Ihr Vater hielt in der einen Hand eine Laterne, in der anderen eine Spitzhacke.

Auf diesen Tag hatte sie seit Monaten, wenn nicht sogar schon seit Jahren, gewartet. Heute würde ihr Vater sie mitnehmen in die Minen. Natürlich war es traditionell so, dass die Söhne das Handwerk des Vaters erlernten und die Frauen sich um den Haushalt, die Kleidung und die Kinder kümmerten. Doch in dieser Familie war alles ein wenig anders. Fünf Töchter hatte Estana ihrem Mann geschenkt. Eine hübscher als die andere. Doch einen Sohn blieb sie ihm schuldig. Das machte ihm allerdings nichts aus, denn in seiner jüngsten Tochter hatte er schließlich alle Eigenschaften gefunden, welche er sich von einem Sohn gewünscht hatte. Applonia war furchtlos, abenteuerlustig und hatte stets ein freundliches Gemüt. Durch ihre direkte und doch fröhliche Art hatte jeder im Dorf sie schnell ins Herz geschlossen. Schon als Kind hatte sie zwar stets die Aufgaben erfüllt, welche von ihr erwartet wurden. Sie hatte die Hütte ausgekehrt, das Geschirr und die Wäsche gewaschen und im Garten mitgeholfen. Doch sobald ihre Arbeit erledigt war, lief sie los und fragte allen im Dorf Löcher in den Bauch. Welche Farbe musste das erhitzte Metall haben um mühelos geformt zu werden? Woran erkennt der Bauer, dass das Getreide reif zur Ernte war? Wieso musste das Holz teilweise Jahrelang lagern, ehe es verarbeitet wurde? Würde es nicht nach all der Zeit morsch werden? Und heute war es endlich soweit, dass sie ihrem Vater all die Fragen zu seinem Handwerk stellen konnte die ihr einfallen würden. Mutter hatte lange Zeit eingewandt, sie sei zu jung und die Minen seien kein Ort für ein Mädchen. Doch schließlich hatte sie resigniert. Sie wusste, wie unstillbar neugierig das Mädchen war, und es kam ihr falsch vor, dem Vater- Tochtergespann die Freude zu verderben. So stimmte sie also zu.

Vater und Tochter hatte seit jeher ein starkes Band verbunden. Sie kommunizierten ohne Worte. Hackten sie gemeinsam Holz oder musste etwas am Haus repariert werden, arbeiteten sie als Team Hand in Hand.

Und so machten sie sich auch heute einträchtig auf den Weg. Es wurde nicht viel gesprochen. Doch insgeheim fragte der Vater sich, ob er das richtige tat. Er selbst hatte das Handwerk von einem befreundeten Zwerg gelernt. Sein Heimatdorf hatte in der Nähe Hammerwachts gelegen, so war es nicht verwunderlich, dass der Kontakt zu Zwergen etwas ganz alltägliches war. Als Kind hatte er sich mit einem der Zwerge ganz besonders angefreundet. Dieser war es, der Janco die Liebe des Bergmannes zu seiner Arbeit nahe gebracht hatte. Janco lernte also nicht nur, dass die Minenarbeit nötig war um die Erze für den alltäglichen Gebrauch zu erhalten. Sondern ihm wurde auch die Faszination für die unterschiedlichsten Eigenschaften der Metalle und für den Glanz der Edelsteine beigebracht. Die Schächte, die Janco schließlich in seiner neuen Heimat hatte entstehen lassen, waren nicht nur schlichte, zweckmäßige Gänge, wie bei den meisten seiner Rasse. Es waren ausgeklügelte Stollensysteme mit umfangreich ausgearbeiteten Belüftungsschächten. Doch war all dies wirklich etwas für seine Tochter? Er liebte sie abgöttisch, er würde es sich nie verzeihen, wenn ihr etwas zustoßen würde. Doch ein Blick in ihre strahlenden Augen, die die pure Freude ausstrahlten, belehrte ihn eines Besseren. In diesen Augen wollte er keine Enttäuschung sehen.

So kamen sie an der Mine an. In den folgenden Tagen und Wochen erklärte er ihr alles, was sie wissen musste. Geduldig und aufmerksam lauschte sie seinen Erläuterungen über die Gefahren, die Arbeit und die Erze. Sein Augenmerk lag dabei auf den Materialien, die Beschaffenheit des Gesteins und der Bergung der wertvollen Ausbeute. Dieses Wissen sog sie in sich auf und konnte es kaum erwarten, anstatt einer Laterne endlich eine Spitzhacke in die Hand zu bekommen. Doch ihr eigenes Augenmerk lag noch viel mehr bei der Schönheit der Mine selbst. Sie war mehr als sie sein musste. Die Gänge höher als sie für Menschen sein mussten, die tragenden Pfeiler nicht nur Holzstämme, die so gerade eben die Last des Gesteins tragen konnten sondern hochwertig zusammengezimmert und äußerst solide gebaut. Und die Luft war besser, als sie erwartet hatte, denn in regelmäßigen Abständen waren Belüftungsschächte, die für einen guten Luftaustausch sorgten. Die Komplexität beeindruckte sie.

Als ihr Vater dann der Meinung war, mehr Theorie könne er ihr nicht beibringen, ohne sie auch praktische Erfahrungen sammeln zu lassen, ließ er beim Schmied eine Spitzhacke anfertigen, welche ihrer Körpergröße und Kraft angemessen war. Natürlich würde sie damit nicht so effektiv arbeiten können wie ein kräftiger Mann mit einer normalen Spitzhacke, jedoch erschien es ihm sinnvoll, sie langsam an die Arbeit heranzuführen. Diese Entscheidung war goldrichtig. Die Hacke war nicht zu schwer, als dass das Mädchen sie schwingen konnte, doch groß und robust genug, um den Stein zu bearbeiten. Es war harte Arbeit, härter als alles, was sie bisher geleistet hatte. Doch mit der Zeit wurde Applonia kräftiger, geschickter und genauer in ihrer Arbeit.

Sie wusste, ihre Schwestern zu Hause kümmerten sich gut um die tägliche Arbeit und es erschien ihr gut und richtig, den Vater beim Broterwerb zu unterstützen, denn genau das tat sie. Es war nicht länger die Träumerei eines Mädchens, es war ein wichtiger Zuverdienst für die Familie.

Während all der Zeit vergaß sie nie die Wichtigkeit der Statik. Im Gegenteil, sie konstruierte die Stützpfeiler mindestens genauso geschickt wie ihr Vater. Und schließlich, sie war erst 28, übertraf sie ihren Vater in Einfallsreichtum und Geschick, sodass die Stollen selbst noch robuster wurden und sie sich in Bereiche wagen konnten, die er bisher gemieden hatte, da ihm der Berg selbst, an dieser Stelle zu instabil vorgekommen war.

Das größte Problem jedoch war das Material. Das Holz bezogen sie vom ortsansässigen Holzfäller. Es war gut abgelagert und vorbereitet. Doch Applonia war nicht zur Gänze zufrieden. Sie hatte von einem Schreiner in einer nahe gelegenen Siedlung gehört, der eine Möglichkeit gefunden haben soll, Holz durch bestimmte Öle und Substanzen härter und widerstandsfähiger zu machen. Sie überzeugte ihren Vater, die Arbeit einen Tag ruhen zu lassen, um diesen Schreiner zu besuchen.

Sie liehen sich das Pferdegespann eines Nachbarn und fuhren los. Der Weg war nicht weit und Applonia genoss die kleine Reise in vollen Zügen. Die letzten Jahre hatte sie meist Stein und Erz vor der Nase gehabt, was ja nicht schlecht war, nun jedoch sog sie den Duft des Waldes, der feuchten Erde und die Wärme der Sonne über sich in sich auf. Sie war glücklich. Als sie ankamen, wurde ihnen nach einer kurzen Frage über ihr Begehr das Tor geöffnet. Den Schreiner müssten sie schon selbst suchen, gab die Wache schmunzelnd Auskunft, wo genau er sei, das wisse man nie so genau. Im Zweifel wäre es sogar möglich, dass er mit seinem Floß einen kleinen Ausflug mache. Applonia und Janco schauten sich ratlos an. An einem normalen Arbeitstag einen Ausflug machen? So etwas war ihnen völlig fremd und es erschien ihnen eigenartig, dass ein Meister seines Faches eine so lasche Einstellung zu seiner Arbeit haben könnte. Doch sie betraten Avendria. Applonia blieb wie erstarrt stehen. Natürlich hatte sie davon gehört, dass die Siedlung unterirdisch sei. Was sie nicht erwartet hatte, war diese Weitläufigkeit. Anstatt niedriger Gänge, in denen Behausungen geschlagen waren, wie sie es sich vorgestellt hatte, sah sie eine hohe Decke, weite Flächen und sogar Pflanzen vermochten hier zu wachsen! Vater und Tochter sahen sich staunend um, während sie dem Weg zum Marktplatz folgten. Hier versprachen sie sich die größte Chance, zu erfahren wo der Schreiner sich aufhielt. Dort erwartete sie die nächste Überraschung. Ein Baum, so groß wie sie noch keinen gesehen hatten, überspannte den kompletten Platz. Zwischen seinen mächtigen Wurzeln lagen verstreut einige Marktstände. Zu diesen gingen sie nun. Angehöriger jeder Rasse waren hier vertreten. Eine Zwergenfrau bot Tonzeug an, am nächsten Stand war eine Rytarerin, welche Gemüse feilbot. Hier und da war sogar ein Elf zu sehen. Freundlich sprach sie einen der Marktbesucher an und fragte nach dem Schreiner. „Mandu suchst du?“, antwortete die Frau. „Nun, zuletzt gesehen habe ich ihn drüben vor seinem Haus. Folge dem Weg dort, es ist nicht zu verfehlen.“

Janco und Applonia folgten der Anweisung und gelangten an ein stattliches Haus, kunstvoller gestaltet als alle anderen, die sie bisher in Avendria gesehen hatten. Davor waren einige Holzstücke auf Böcken gelegt und ein hoch gewachsener Mann hatte sich über sie gebeugt. Schon von weitem war zu sehen, wie er völlig in seiner Arbeit versunken war und das Holz vor sich mit Bedacht und Sorgfalt bearbeitete. Die fließenden Bewegungen seiner Hände und das Spiel der Muskeln, welche sich unter seinem Hemd abzeichneten übten auf Applonia fast schon eine hypnotische Wirkung aus. Was sie aber völlig aus der Fassung brachte, waren die Augen des Mannes, als er der Besucher gewahr wurde. Er richtete sich auf und blickte den Fremden offen und freundlich entgegen. Es waren Augen, wie es sie wohl kein zweites Mal geben konnte, das eine tiefgrün, das andere strahlend blau. Augen, in denen man versinken konnte. „Heda!“ rief er, und der Applonia erwachte aus ihrer Trance. Schnell rief sie sich zur Ordnung und schalt sich insgeheim eine Närrin, sich so aus dem Konzept gebracht haben zu lassen. Ihr Vater hatte von dem kurzen Moment natürlich nichts mitbekommen. Er grüßte den Mann und stellte sich und seine Tochter vor. Es stellte sich heraus, dass Mandu Tanaru nicht nur Schreiner war, sondern auch der Bürgermeister des Ortes. Janco und Mandu tauschten die üblichen Höflichkeiten aus, ehe das Gespräch schließlich zu ihrem Anliegen gelenkt wurde. Da war Mandu völlig in seinem Element. Neugierig betrachtete er Applonia, als diese ihm erklärte, was sie mit dem Holz vorhabe. Schnell hatte er erfasst, was gebraucht wurde und verstand die Wichtigkeit des Anliegens. Er zeigte den beiden Proben des Holzes von denen sie gehört hatten und demonstrierte die Stärke des Materials. Am Ende einigten sie sich auf einen Preis für die Erste Lieferung um das Holz zu testen. Als sie sich auf den Rückweg machten, bemerkte Applonia gar nicht den Blick Mandus, welcher ihr folgte bis sie nicht mehr zu sehen war.

In den Tagen danach erwischte Applonia sich immer wieder dabei, wie ihre Gedanken zurück zu Mandu schweiften. Zu seiner Frohnatur, der Leidenschaft für seinen Beruf und nicht zuletzt zu seinen Augen. Auch Janco bemerkte, dass seine Tochter nicht bei der Sache war und begann sich zu Sorgen. Jedoch vermutete er, dass ihr nach ihrer Reise die Stollen zu eng und zu dunkel geworden waren. Er erinnerte sich an ihren zufriedenen Gesichtsausdruck, als sie nach Avendria gereist waren. Um ihr eine Freude zu machen, schlug er ihr also vor, sie könne den Preis für die folgenden Lieferungen selbst verhandeln und schickte sie erneut zur Siedlung unter dem Berg. Dankbar nahm seine Tochter an, jedoch aus einem anderen Grund als dem, den er vermutete.

In Applonia jedoch herrschte nicht nur Glück. Nie hatte sie sich etwas aus den Jungen und später Männern des Dorfes gemacht. Ihre Eltern hatten es bereits aufgegeben, ihr geeignete Männer vorzuschlagen. Insgeheim waren sie sogar selbst der Meinung, dass der Eine, der richtig war für ihre fröhliche, stets hilfsbereite und doch eigensinnige Tochter einfach noch nicht dabei gewesen ist.

Nun jedoch fühlte sie sich ernüchtert. Der Zauber des ersten Moments hatte sich etwas gelegt. Was war Mandu für ein Mensch, hatte sie sich nur vom ersten Eindruck blenden lassen und vor allem: was dachte er wohl über sie?

Sie erreichte Avendria und machte sich auf die Suche. Sie fand ihn außerhalb des Berges, an dem breiten Fluss, wie er sich gerade auf sein Floß setzen wollte. Sie begrüßten sich und er lud sie ein, ihm Gesellschaft zu leisten. Sie folgte der Einladung und setzte sich neben ihn. Ständig war sie sich der Nähe Mandus bewusst, während sie sich erst über Holz und seine Eigenschaften unterhielten, dann über den Bergbau und schließlich über Alles und Nichts. Sie vergaßen völlig die Zeit und als der Abend dämmerte, sattelte Mandu sein Pferd und begleitete Applonia nach Hause.

Seitdem kam er hin und wieder zu Besuch, zuerst unter dem Vorwand, geschäftliches klären zu wollen, später machte er Applonia offen den Hof. Beiden war nach und nach bewusst geworden, ihr Herz unwiederbringlich an den jeweils anderen verloren zu haben.

Irgendwann sprachen Janco und Estana ein Machtwort. So könne es nicht weitergehen sagten sie. Applonia erschrak und fürchtete das schlimmste. Es kam jedoch anders als sie dachte. Ihr Vater redete ihr ins Gewissen, denn er konnte nicht mehr mit ansehen, wie sie jedes Mal, wenn Mandu wieder fort ritt, in sich zusammen sank und nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Seine Bedingung lautete: entweder sahen sie sich nicht mehr, in der Hoffnung, sie würde ihn vergessen, oder Mandu solle sie endlich zur Frau nehmen. Dass Mandu ihn längst um die Hand seiner Tochter gefragt hatte, erzählte er ihr nicht. Es sollte ihre freie, unvoreingenommen Entscheidung sein.

Applonia fiel aus allen Wolken. Ihre Familie und Freunde hinter sich lassen, würde sie das schaffen? Doch der Gedanke an ein Leben mit Mandu erfüllte sie mit einem Gefühl von Glück, Hoffnung und Zufriedenheit, wie sie es nie in Worte fassen könnte. Und als Mandu ihr schließlich einen Heiratsantrag machte, dachte sie, sie müsse vor Glück platzen.

Applonia wurde also zur Frau des Bürgermeisters Avendrias. Ihre Familie sah sie häufig, fügte sich jedoch mühelos in die Gemeinschaft ein. War ihr Mann schon beliebt, wurde sie selbst regelrecht in die Familien aufgenommen. Da schon ihr Mann einige seltsame Marotten hatte, wurde über die Vorliebe seiner Frau für den Bergbau und schließlich auch über ihr neu aufkommendes Interesse für die Kunst des Bauens schmunzelnd hinweg gesehen. Als sie dann schlussendlich ihr Geschick für das Handwerk bewies und aus einfachen Gerüsten ganze Häuser entstehen ließ, wurde sie vollends als ernst zu nehmende Handwerkerin akzeptiert. Nach Jahren war nicht nur Mandu wegen seines Geschickes für Holz im weiten Umkreis bekannt, sondern auch seine Frau für ihre solide und kunstvolle Arbeit als Baumeisterin.


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#2 Yartos

Yartos

    Mythos

  • CB Kontrolleur
  • PIPPIPPIPPIP
  • 517 Beiträge
  • WohnortFalkenstein
  • Ingame:_Yata_
  • RP Rasse:Mensch
  • RP Name:Yartos von Atay
  • RP Beruf:Kassenwächter von Thronheim

Geschrieben 09 November 2018 - 22:17

Erstabnahme:

 

Angenommen



#3 Engarim Axtschlag

Engarim Axtschlag

    Geschichtenerzähler

  • Supporter
  • 269 Beiträge
  • WohnortMareth
  • Ingame:EngarimAxtschlag
  • RP Rasse:Zwerg
  • RP Name:Engarim Axtschlag

Geschrieben Heute, 17:49 Uhr

Angenommen


"Hab ich dir schon mal gesagt, was die Definition von Wahnsinn ist? Wahnsinn ist, wenn man exakt dieselbe Scheiße immer und immer wieder macht und erwartet, dass sich was ändert. [...]"

Vaas~



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