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Charakterbeschreibung Q_Man4


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Qs410

Qs410

    Lehrling

  • Lyrianer
  • PIP
  • 2 Beiträge
  • Ingame:Q_Man4

Geschrieben 12 März 2018 - 16:10

CB Q_Man4

Name: Tarantino Birkenlurch
Geschlecht: Männlich
Rasse: Mensch
Geburtsdatum: 5. Monat des Jahres 474
Haarfarbe: Kastanienbraun
Augenfarbe: Braun
Eltern: Tagliano Birkenlurch (Vater), Mechthild Birkenlurch (Mutter)
Geschwister: keine
Wohnort: Schnellwasser
Heimat: Thronheim
Stellung: Handwerker und Beamter Schnellwassers
Glaube: Ariane, Göttin der Vernunft, denn sie steht den Ärmsten bei und lehrt Mitgefühl und Nächstenliebe
Aussehen:
Seine haselnussbraunen Augen geben seinem Gesicht etwas mildes und gütiges. Dunkelbraune Haare hängen oft in sein Gesicht. In der Freizeit trägt er schlichte Kleidung in unauffälligen erdigen Tönen aus Leine, robuste Lederstiefel schützen die Füße und geben ihm guten Halt. Er achtet stets darauf, dass die Stoffe nicht zerschlissen oder gar fleckig oder schmutzig aussehen. Da er bei der Bürgerwehr beitrat ist er bei besonderen Anlässen in einer verzierten Rüstung zu sehen. Ein samtenes blaues Kreuz prangt dabei an der geschnürten verstärkten Lederbrustplatte, ein brauner Gurt ist darüber geschnallt. Ein schlichter grauer Lederumhang ziert seinen Rücken. Golden bemalte Schnallen geben der grauen Hose etwas Farbe. Schulterpolster geben seinem Äußerem etwas elitäres. Durch die harte körperliche Arbeit hat er einen robusten Körperbau und kann Mengen verschlingen ohne Fett anzusetzen.

Charakter:
Oft in der Taverne anzutreffen speißt er mit Bekannten, so wirkt er sehr gesellig und gesprächig. Dabei muss sein Gegenüber oft erkennen, wie trinkfest Tarantino ist. Ein hoher Pegel kaschiert seine manchmal seltsam wirkende Art, unpassende Aussagen oder langsame Denkensart, daraus resultierend, dass seine Mutter während der Schwangerschaft nicht nur gelegentlich Alkohol zu sich nahm. Er hat einen Blick für Feinheiten, Form und Struktur, was er in seinem Beruf als Handwerker auslebt. Das Praktische ist ihm dabei jedoch oft wichtiger als Schönheit, den diese liegt wie bekanntlich im Auge des Betrachters. Trotz gelegentlicher denklicher Aussetzer, wie er es nannte, liegt ihm rechnen sehr gut und bringt ihn eine gewollte Herausforderung. Da er sich erinnert, wie er als Kind agierte, dreist stahl und betrog, ist er heute sehr skeptisch Fremden gegenüber und erstmal misstrauisch. Jedoch lässt er sich von ein paar freundlichen Gesprächen schnell vom guten Charakter der Leute überzeugen, er glaubt sehr an das Gute in jedem. Das ist auch der Grund, weshalb er zu Ariane betet, denn er empfindet Nächstenliebe und Mitgefühl als äußerst wichtiges Gut. Er ist zum Glück kein sentimentaler Typ, denn sonst wäre er oft betrübt, seine Eltern nicht mehr zu sehen oder so verarmt aufwuchs. Wissbegierigkeit und Lernfähigkeit zeichnen ihn aus, auch wenn er gelegentlich ein paar Anläufe mehr als andere braucht, gibt er nicht vorschnell auf und versucht sich so lange daran, bis er verstanden hat.

Geschichte:
474
"Äpfel zu verkaufen, die frischesten Thronheims, ganz ohne Gewürm!", schrie ein Händler, einige Frauen besahen sie skeptisch in den Händen. Die am Boden liegende Dirne presste mit zusammen gebissenen Zähnen, die bummelnden Leute nahmen keinerlei Notiz an der Gebährenden. "Nehmt drei Fische für den Preis für zwei, drei Fische, ob Forelle oder Zander!". Die Schmerzensschreie übertönten sogar die Marktschreier. Ein altes Ehepaar erbarmte sich und kniete sich neben die Schwangere. "Berthilde, hilf mir auf die Beine, meine Knie, oje oje.. Meine armen Knie", sagte der Greis mit zittriger tiefer Stimme. Die beleibte Berthilde zog ihn mühelos hoch, als wöge er nichts. Mit einem hölzernen Stock klapperte der Mann davon, kehrte nach wenigen Minuten, er war unerwartet schnell unterwegs, fast hätte man meinen können, der lange graue Bart würde im Wind hinterher ihm her wehen, zurück mit einem Körblein. Fluchend kniete er sich wieder neben die Gebährende, legte ihr nasse Waschlappen auf die Stirn und hielt ihr eine Pfeife vor die Nase, die er geschickt anzündete. Die verzweifelte Frau nahm einen tiefen Zug und dann noch einen und noch einen. Die Schreie der Frau verstummten bis ein wenig später weit höhere schrillere vom Neugeborenen einsetzten.
475
"Wenn du nichtsnutziger erbärmlicher Säufer nicht so viel Zeit in der Taverne verbracht hättest, könntest du uns vielleicht noch ernähren!", brüllte ihn Mechthild an, während sie das weinende Baby im Arm schaukelte. "Ich war zufällig am Feld arbeiten, als du den Balg geworfen hast, und wo warst du da wieder mal? Ach zufällig wieder am Marktplatz, neue Töpfe kaufen? Oder noch ein neues Zierdeckchen? Wir haben ja noch nicht genug Scheiß hier rumliegen!", rief der verärgerte Tagliano zurück, bis ihm erwähnte Töpfe um die Ohren flogen.
478
"Tarantinoooooo?", hallte es durch die abendlichen Straßen, während die Grillen ihr Konzert zum Besten gaben. Der kleine Bub huschte hinter einer Ecke hervor und lief zu seiner Mutter. Hand in Hand spazierten sie Heim und er erzählte brabbelnd von seinen Abenteuern, während er sein Großschwert, einen morschen Ast, hinter sich herzog.
Das Wasser lief ihm im Mund zusammen, während die Suppe köchelte. Viel Inhalt hatte sie nicht, aber immerhin schmeckte sie nach etwas und machte ein wenig satt. Während der Wartezeit spielte der Kleine mit dem Stroh des Stalles, in dem sie seit einigen Monaten wohnen durften. Sie aßen wieder einmal in Zweisammkeit, was ihnen auch lieber war. Tagliano neigte dazu, schnell wütend zu werden, wenn er etwas getrunken hat, und Mechthild konnte sich ihre bissigen provozierenden Kommentare selten verkneifen. Und so blieb mehr Suppe für Mutter und Kind. Sie hatten nicht viel, aber immerhin einander und ein Dach über dem Kopf. Das knisternde Feuer vor dem Stall breitete seine wohlige Wärme aus und der kleine Krieger schmatzte laut beim essen, während sein treues Schwert neben ihm im Heu steckte. Sie lächelte ihn an, Kohlstückchen klebten an seiner Wange und Nasenspitze. Als es ihr auffiel musst sie so heftig lachen, dass sie die Hälfte ihrer Schüssel verschüttete. Das war es wert, sie waren nie so glücklich wie in diesem Moment.
479
Die tröstenden Umarmungen für seine Mutter wurden seltener, da ihre Weinausbrüche abebbten. Sie schien sich mittlerweile damit abgefunden zu haben. Womit verstand Tarantino noch nicht, er wusste nur, dass sie in der Nacht arbeiten musste, in der Früh traurig und mit ein paar Dukaten zurück kam, manchmal brachte sie noch einige blaue Flecken mit. Vielleicht arbeitet sie an einer Baustelle, dachte das Kind, schließlich war sie immer sehr erschöpft und an einer Baustelle hat man mit gefährlichen Dingen zu tun, da bekommt man bestimmt schon mal ein blaues Auge. Dass bei Baustätten ein kurzes zerschlissenes Kleid unpassend wäre, das kam ihn noch nicht in den Sinn. Aber sie mussten dort sehr nett sein, so viel wusste der Bub, denn manchmal brachte sie Papa etwas zu trinken mit. Also musste es reichlich davon für die Arbeiter geben.
484
Die Suppen waren dank Tarantino immer reichhaltiger, und hin und wieder grillten sie sich sogar Fleisch ab. Satt wurde er meistens, da er immer öfter alleine aß. Wo seine Eltern ständig waren, fragte er gar nicht mehr. Er hatte es satt, er war kein kleines Kind mehr und dennoch logen sie ihn immer noch an. Mittlerweile verstand er. Wusste, sein Vater war nichts als ein Säufer, der jedes Mal, wenn sie in ein Dorf weiter zogen, mit Betrügereien und Glücksspiel andere wie ihn abzockte und sich seinen Pegel damit hochhielt. Für mehr reichte das Geld auch nicht, und für mehr würde er es auch nicht verwenden. Seinem nichtsnutzigen Sohn etwas kaufen? Oder der prostituierten Frau, die ihn jede Nacht mit fremden betrog? Nein, ein kühles Blondes war die Münzen schon eher wert. Die gute Beziehung zu seiner Mutter lag schon Jahre zurück, er sah sie ja kaum und sie hatte sich verändert. Wirkte kühl und distanziert. Seis drum, er kam gut alleine zurecht, bettelte und klaute wie die anderen Straßenkinder. Kleine Gauner allesamt, mit großen Kulleraugen und einem unschuldigen Lächeln.
Der Wagen war einfach zu verlockend. Wie er da stand, der Besitzer saß mit dem Rücken zu ihm im Biergarten und stopfte sich gierig die Knödel in den Mund. Neugierig hob der Junge die Plane an und kroch darunter, ertastete versteckt im Dunkeln die Waren ab. Stoffballen, Teppiche? Weich auf jeden Fall, fühlte sich gut an. Eine rauhe Oberfläche, holzig. Eine Kiste womöglich. Da, ein Deckel. Er hob ihn an und erfühlte den Inhalt. Kleine hölzerne Gegenstände, aber glatt und interessant geformt. Ein.. Pferd oder Hund? Während der Junge die Spielzeuge konzentriert abtastete, kehrte der Kutschner mit einem Mann plaudernd zurück, welcher sich auf die Plane setzte, während der andere am Kutschbock Platz nahm, die Zügel in die Hand nahm und fuhr ritt. Erstarrt vor Angst traute sich der Knabe kaum zu atmen. Man wird ihn erwischen. Keinen Mucks, keine Bewegung. So flach wie möglich drückte er sich zwischen die Stoffballen und wartete ab.

486
Der hölzerne Hund hielt stets Wache über seine wenigen Wertsachen, während der Knabe seinen Tätigkeiten nach ging. Zwei Jahre ist es bereits her, seit er in Schnellwasser als blinder Passagier ankam. Nach ein paar Nächten auf der Straße, fand er auch schon eine erste Arbeitsgelegenheit. Er half den Baumeistern, in der Stadt, wo er nur konnte, schleppte an Baustellen Materialien hin und her, brachte den Arbeitern Wasser und schaute den Baumeistern oft über die Schultern. Der Junge erwies sich als sehr wissbegierig und hartnäckig beim lernen, besonders im Rechnen konnte er ihm bald unterstützen und schien ehrlich Interesse an der Arbeit zu haben. Das Kontrollieren der Menge des Baumaterials und der benötigten Anzahl zählte schon bald zu seinen Aufgaben.

494
Taratantino knallte den leeren Krug auf den Tisch, ein triumphierendes Lächeln zierte sein Gesicht während die Männer um ihn herum gröllten und mit den Fäusten trommelten. Sein Kontrahent übergab sich röchelnd neben dem Tisch. "Normal trinke ich nicht gegen Frauen, aber ich hab mal eine Aussnahme gemacht", stichelte er. Der Soldat wischte sich den Speichel aus dem Mundwinkel und funkelte ihn böse an. Seine Kumpanen der Stadtwache schienen die Provokation lustiger zu finden, als er. Gröhlendes Lachen der angetrunkenen Männer umfing die beiden.
495
Wer hätte gedacht, dass sie beste Freunde werden würden. Seit damals hatte er zwar nie wieder ein Wetttrinken gegen Tarantino gewagt, aber mittlerweile kann er wenigstens über den Humor lachen. Durch ihn trat Tarantino der Bürgerwehr bei, für die Stadtwache bereitete ihn seine Stelle beim Baumeister zu viel Freude. Ein paar Abende schlüpft er regelmäßig in die Rüstung und patrollierte nächtens oder steht bei Anlässen mit den anderen Stramm um Präsenz zu zeigen, nichts wofür er eine langwierige Ausbildung wie seine Freunde bei der Stadtwache bräuchte oder gar in der Kriegskunst unterrichtet worden wäre. Ein netter kleiner Zuverdienst, damit seine Kinder es mal besser haben werden als er es aus seiner Kindheit kannte.
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#2 Vallira

Vallira

    Geschichtenerzähler

  • CB Kontrolleur
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  • 211 Beiträge
  • WohnortNRW
  • Ingame:Vallira
  • RP Rasse:Rytarer
  • RP Name:Vallira Ferens
  • RP Beruf:Priesterin der Melendra

Geschrieben 12 März 2018 - 16:13

Also schön Umgesetzt. Vorallem die Tätigkeit der Mutter bei Nacht. Und mit den Jahressprünge bekommt man eine neue Ansicht wie es für den Jungen ablief. Also vor ich wieder ein Roman schreibe.

 

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Erstabnahme:

Angenommen

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Bearbeitet von Vallira, 12 März 2018 - 19:20 .


#3 Seron95

Seron95

    Hofmeister Elandriels

  • Moderator
  • 1.172 Beiträge
  • WohnortJarikswall
  • Ingame:Seron95
  • RP Rasse:Elf
  • RP Name:Serondir Celebras

Geschrieben 15 März 2018 - 11:57

Zweitabnahme:

Angenommen





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