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[Wettbewerb] Leben unter Bäumen


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9 Antworten in diesem Thema

#1 Seron95

Seron95

    Hofmeister Elandriels

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Geschrieben 31 Mai 2018 - 22:13

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Wettbewerb für alle Elfen!

 

Aufrgund fallender Grundstückspreise, die wohl auf die Abwesenheit von Blaubeermuffins zurückzuführen ist, verlangt der König nach neuen Nachbarn.

Wir wollen Spielern, die Elandriel intensiver in ihrem RP einbinden wollen, die Chance geben, auch vor Ort ein Haus ihr eigen nennen zu können.

Deshalb verlosen wir in folgendem Wettbewerb 1-3 Wohnhäuser in der elfischen Hauptstadt.

(Dies ist abhängig von der Anzahl an Bewerbungen sowie deren Qualität)

 

Nun seid ihr also gefragt. Ihr wollt ein Haus in der zweitschönsten Stadt Lyrias?*

Wir sagen, überzeugt uns!

Ob nun eine Geschichte, ein Theaterstück, eine Fanart oder ein Tanz.
Euch sind "kaum" Grenzen gesetzt, was die Kreativität angeht.

Allerdings soll natürlich euer RP-Charakter Inhalt dieser Bewerbung sein.

Wie nehme ich denn nun teil?

Einfach euer "Projekt" ausschließlich in diesem Beitrag posten.

Pro Person ist nur ein Projekt erlaubt.

Natürlich könnt ihr auch mit bis zu 3 Personen teilnehmen, zusammenwohnen müsst ihr dann allerdings trotzdem :P

 

Einsendeschluss ist der 30.06.18.

Die Ergebnisse werden dann voraussichtlich in der darauf folgenden Woche veröffentlicht.

 

Wir, von den Elfen, wünschen euch also schonmal viel Spaß und gutes Gelingen!

Bei Fragen stehen Tami und Seron euch gerne zur Verfügung.

 

 

*nach Jarikswall


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#2 Vloid

Vloid

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Geschrieben 31 Mai 2018 - 22:17

Vloidi will auch Häuser in den anderen Hauptstädten :c


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BewohnerSchriftführer, Botschafter und Diplomat von Edoras
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#3 Konsti33

Konsti33

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Geschrieben 01 Juni 2018 - 08:34

Soll man da wenn man jezt z.B eine Geschichte macht, eine Geschichte über dem Charakter machen? Und warum werden die Ergebnissse in einer woche veröffentliicht wenn doch erst in einem Monat Einsendeschluss ist?


Bearbeitet von Konsti33, 01 Juni 2018 - 08:44 .


#4 Seron95

Seron95

    Hofmeister Elandriels

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Geschrieben 01 Juni 2018 - 09:13

Du kannst machen was du willst. Es sollte nur als Thema den Grund haben, warum grade du ein Haus verdienst, und Inhalt sollte dein RP-Charakter sein. Wenn du also ein Youtube Video von dir bei einem Harlem-Shake machst, bringt das relativ wenig, da das halt nichts mit deinem RP zu tun hat.

Zu Punkt 2: "in der darauf folgenden Woche"


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#5 Konsti33

Konsti33

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Geschrieben 01 Juni 2018 - 19:20

OK verstanden. Vielen Dank.

#6 Faergon

Faergon

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Geschrieben 29 Juni 2018 - 15:18

12. Tag des 4. Monats 445 n.d.E., Liliath

„Vater, darf ich nicht doch mitkommen? Bitte, bitte!“, schallte es durch das ganze Haus. Faergons Schwester Ionel redete auf ihren Vater ein, seit Stunden. „Du bist doch noch so klein und viel zu jung für solch eine Reise. Du bleibst hier zu Hause und passt auf deine Mutter und Belegon auf.“, erwiderte Arasson Golwenor. „Ich schaff das! Bitte, Vater! Ich will doch den Fia´Moir sehen!“, erklärte die siebenjährige Ionel selbstbewusst.

Faergon, zehn Jahre älter als seine Schwester, sollte seine erste Reise nach Elandriel unternehmen, gemeinsam mit seinem Vater und einigen anderen Elfen aus Liliath. Er kannte die Legende, nach der der Ellanor vom Fia´Moir aus Elandriel abstamme und wollte diesen riesigen Baum in Elandriel mit seinen eigenen Augen erblicken. Sein älterer Bruder hatte diese Reise schon vor ein paar Jahren unternommen und nun sollte Faergon es ihm gleichtun.

„Essen ist fertig“, kam es aus der Küche. Faergon blickte von seinem Buch über die Historie Elandriels auf und machte sich auf den Weg die Treppe hinunter. Ihm folgte sein Vater und seine Schwester, die wie eine Klette an Arasson klebte. Als sie nach unten kamen, gesellte sich auch Belegon zu ihnen, welcher gerade durch die Tür ins Haus kam. „So, ich hoffe, Ihr habt etwas Hunger mitgebracht.“, teilte Elanorel der Familie hoffend mit. „Aber natürlich, Schatz. Das sieht wieder toll aus.“, meinte Arasson fröhlich. „Danke sehr, nur das Beste für meine Lieben. Und jetzt, worauf wartet Ihr noch?“, war die Antwort.

Nach dem Gebet zur Göttin Melendra fing die Familie mit dem Essen an. „Mutter, darf ich bitte mit Vater und Faergon mitkommen? Bitte.“, startete Ionel einen erneuten Versuch. „Du weißt doch ganz genau, dass Du noch zu klein bist. Du bleibst zu Hause. Tut mir leid, aber noch ist nicht die Zeit. In ein paar Jahren darfst Du auch mitkommen.“, war die zu erwartende Antwort. Noch während ihre Satzes unterbrach Ionel aber schon ihre Mutter. „Ich will jetzt nach Elandriel und nicht in ein paar Jahren. Du erzählst immer so toll von Elandriel und ich will das auch sehen.“, setzte das Betteln und Bitten wieder ein. Zusammen mit den glänzenden, leuchtenden Augen gab es wohl kaum jemanden, der Ionels Wunsch noch ablehnen könnte, doch ihre Mutter machte sich wirklich Sorgen um sie. „Was ist denn, wenn Dir doch was passiert? Du könntest Dich verletzen oder verloren gehen. Elandriel ist eine wirklich große Stadt.“, sagte Elanorel wirklich aufrichtig zu ihr.

„Mutter, wir passen schon auf sie auf. Ich bleibe bei ihr und habe immer ein Auge auf sie. Ich verspreche es Dir.“, schaltete sich Faergon überraschend ein und wurde mit einem Lächeln seiner Schwester sofort belohnt. „Elanorel, mach Dir doch nicht solche Sorgen. Faergon und ich sind doch immer bei ihr. Was soll denn passieren?“, pflichtete nun doch auch Arasson bei. Auf „Nun, wenn Ihr meint und Du das wirklich willst.“, folgte ein lautes „Ja! Danke, Mutter!“ und auch ein verschwörerisches Grinsen zu Faergon konnte sich Ionel nicht verkneifen.

 

13. Tag des 4. Monats 445 n.d.E., Liliath

Am nächsten Tag, früh am Morgen, trafen sich die Drei der Familie Golwenor, Faergon, Ionel und ihr Vater Arasson, mit vier weiteren Elfen aus Liliath. Die Sonne schob sich gerade erst hinter morgendlichen Wolken hervor und ein erster Strahl traf die Gruppe, welche auf dem örtlichen Marktplatz zusammentraf, um zur Reise nach Elandriel aufzubrechen. „Idhrenil, ist alles bereit?“, fragte Arasson die hochgewachsene Elfe, welche den Warenkauf und die Organisation für die Reise übernommen hatte. Die Händlerin war auf jeder Reise nach Elandriel dabei, um verschiedenste Waren aus Liliath in der Hauptstadt der Elfen zu verkaufen und dort, neue Waren einzukaufen. „Ja, Arasson. Die Karren stehen dort drüben und sind schon beladen.“, erwiderte die Elfe, während sie dem Bürgermeister diese zeigte. „Dann mal los.“, gab Arasson gut gelaunt das Signal zum Aufbruch, während die Begleiter Idhrenils Ionels Anwesenheit etwas ungläubig zur Kenntnis nahmen und Faergon fragend anblickten. Dieser zuckte jedoch nur belustigt mit den Schultern und folgte seinem Vater zu den Karren.

 

14. Tag des 4. Monats 445 n.d.E., Elandriel

Am Himmel waren noch die letzten Zeichen der Sonne zu sehen, die sich langsam schlafen legte. Es schien, als gebe sie ihr letztes Lächeln des Tages der Elfengruppe, welche dem Weg nach Elandriel von Süden aus folgte und zum Tagesende die Hauptstadt der Elfen erreichte. „Meine lieben Kinder, das hier ist unsere wunderschöne Hauptstadt, Elandriel!“, erklärte Arasson Golwenor stolz und blickte in die fröhlichen Gesichter seiner Kinder. „Ist das...“, fragte Ionel, als sie den riesigen Baum in der Dämmerung erkannte, „ist das der Fia´Moir?“. „Ja, das ist er. Gesegnet von Melendra, Vater des Ellanor und Heim unseres Königs.“, war die väterliche Antwort. „Wunderschön.“, meinte nun auch Faergon nach langem Schweigen. „Jetzt suchen wir uns aber eine Herberge und morgen zeige ich Euch die Stadt.“, empfahl Arasson seinen Kindern und fügte für die vier Begleiter hinzu: „Idhrenil, kümmere Dich bitte um die Karren. Morgen könnt Ihr dann auf den Markt gehen. Wir werden schon mal in die Gaststätte gehen, ich werde mich auch um Zimmer für Euch kümmern.“ Nickend antwortete die Elfe: „Ja. Wir sorgen dafür. Wir sehen uns dann morgen!“

Während ihre Begleiter sich an einen befreundeten Händler in Elandriel wandten und dort die Karren unterstellten, gingen die Mitglieder der Familie Golwenor in eine Gaststätte nahe des Fia´Moir, in welcher sich Arasson um die Zimmer kümmerte und ein warmes Abendessen bezahlte. Der Wirt war noch einige Zeit mit den neugierigen Fragen Ionels beschäftigt. Glücklicherweise war an diesem Abend nicht viel los und so hielten sich die Beschwerden der anderen Gäste in Grenzen. Und so war selbst Ionel noch wach, als Idhrenil und die anderen drei Elfen eintrafen, aßen und schließlich zu Bett gingen. Doch auch Faergon hörte den Gesprächen in dem Wirtshaus aufmerksam zu und freute sich bereits darauf, am nächsten Tag, die Stadt zu erkunden.

 

15. Tag des 4. Monats 445 n.d.E., Elandriel

Strahlende Sonne begrüßte Ionel, Faergon und Arasson Golwenor am folgenden Morgen. Ihre Begleiter waren schon längst auf den Beinen, doch die Drei hatten es genossen, auszuschlafen. „So, Kinder. Dann will ich Euch mal Elandriel zeigen.“, eröffnete Arasson, als sie aus der Tür der Herberge hinaustraten.

Mit Blick auf den Fia´Moir führte Arasson seine beiden Kinder zum Hafenbecken der Stadt. Schiffe waren in der Ferne zu erkennen und der riesige Baum warf seinen Schatten auf das Wasser. Ein paar Fischer standen an der Kaimauer und Leute gingen gut gelaunt die Straßen entlang. Karren rollten in Richtung eines Lagerhauses und eine geschlossene Kutsche ward auf dem Weg Richtung des Fia´Moir. „Vater, wer fährt da denn in der Kutsche? Und wieso möchte er nicht gesehen werden?“, fragte Faergon neugierig. „Nun, möglicherweise ist es ein Adliger, der nicht belästigt werden möchte. Oder er trifft sich mit dem König oder einem Vertreter des Königreichs und man soll nicht wissen, wer er ist oder dass er hier ist.“, antwortete Arasson mit einem leicht ironischen Unterton.

Am Hafen vorbeigehend gelangte ein großes Schiff ins Blickfeld Faergons. Es hatte dunkelgrüne Segel und es war das Zeichen des Königreich Elandriels erkennbar. Das Schiff legte gerade an und dementsprechend waren hastiges Herumlaufen und lautes Rufen die Folge. „Wer tut es sich denn an, auf einem Schiff zu arbeiten? Keine Ruhe, wenig Platz und dann noch dieses Schwanken.“, erkundete sich Faergon bei seinem Vater. „Nun, es wird nicht schlecht bezahlt und mit dem Schwanken kommen manche Leute wirklich besser klar. Außerdem ist man ja nur eine bestimmte Zeit auf See und kommt dann wieder zu seiner Familie.“, antwortete eine herankommende Wache, die Faergons Frage gehört hatte. „Ich habe auch einige Zeit auf einem Schiff verbracht. Es ist nicht gemütlich, aber so schlimm ist es nun auch nicht. Und das Gefühl der Freiheit, gerade auf hoher See, ist unbeschreiblich. Was tut Ihr denn hier und woher seid Ihr?“, ergänzte der Mann. „Vielen Dank für Eure Erklärung. Wir sind aus Liliath und unsere Leute handeln in Elandriel. Und ich wollte meinen Kindern unsere wundervolle Hauptstadt zeigen.“, beantwortete Arasson freundlich die Frage. „Ich hoffe, die Stadt gefällt Euch. Hier gibt es viel zu sehen.“, erwiderte die Wache. „Ja, es ist toll hier.“, meinte Ionel fröhlich. „So, ich muss nun wieder meine Runden drehen. Habt noch eine schöne Zeit hier!“, beendete der Wächter die Unterhaltung. „Macht es gut!“, anwortete Arasson, bevor der Elf sich wieder auf den Weg machte.

Nur kurze Zeit später gelangte die Gruppe in eine größere Ansammlung von Elfen. „Hört her, liebe Leut'! Wir bringen Euch die besten Waren aus dem wunderschönen Liliath! Wein, Leder, Schnitzereien und Geweihe. Allerfeinste Waren! Beeilt Euch, bevor nichts mehr da ist!“, hörte man Idhrenils Stimme schon von Weitem. Hinzu mischten sich die Rufe anderer Händler, welche verschiedenste Dinge anboten, von Edelsteinen über besonderes Holz bis hin zu teuren Stoffen. Eine kleine Holzfigur des Fia´Moir erhaschte die Aufmerksamkeit Ionels. „Vater, siehst Du die Figur da, vom Fia´Moir?“, fragte sie und näherte sich dabei einem Stand, dessen Händler sie schon registierte und ihr daraufhin die Figur zeigte. Nach kurzer Zeit und Lobpreisungen des Händlers kam auch Arasson wieder zu Wort: „Ja, wir kaufen diese Figur. Wirklich tolle Arbeit.“. Der Händler überreichte Ionel die Figur und das Mädchen lachte ihren Vater an: „Danke, Vater!“.

Es war schon bereits nach Mittag geworden und die Familie machte sich auf den Weg zur „Taverne zum grünen Specht“, um ein kleines Mahl zu sich zu nehmen. Danach sollte Arasson seinem Sohn ein „Geheimnis“ zeigen, einen Ort voller Schätze. So gelangte die Gruppe zum „Haus des Wissens“, welches viele Bücher enthielt, die in der Bibliothek Liliaths, in welcher Faergon selbst viel Zeit verbrachte, nicht vorhanden waren. Und so schwanden die Stunden des Tages, in denen Faergon über Elandriel, Könige und Kriege las und Arasson seiner Tochter Geschichten und Sagen aus alter Zeit vorlas. So zeigte auch bald der Mond sein Antlitz und die sieben Elfen verbrachten ihre letzte Nach in Elandriel.

 

16. Tag des 4. Monats 445 n.d.E., Elandriel

Den nächsten Vormittag verbachte Arasson damit, seinen Kindern all die weiteren Sehenswürdigkeiten Elandriels zu zeigen. Man besuchte die Anbetungstätte und huldigte dort Melendra, schaute sich auf dem Festplatz um und betrachtete die Arbeit der Elfen in der Schmiede, der Tischlerei oder bei der Kontrolle der neu angekommenen Waren. Doch ein Haus zog besonders Ionels Aufmerksamkeit auf sich. Durch ein Fenster sah man eine kleine, leuchtende Blume. „Eine blaue Orchidee! Wie bei uns zu Hause!“, bemerkte Ionel. „Du hast recht. Vielleicht lebt hier ja jemand, der in letzter Zeit in Liliath zu Besuch war und dort die Blume gekauft hat. Nun müssen wir uns aber mit den Anderen treffen, damit wir wieder aufbrechen können.“, war die Antwort Arassons.

Und so fand man Idhrenil und ihre 3 Begleiter bei den beiden, nun mit anderen Waren, beladenen Karren wieder. Die vier Elfen hatten wohl gutes Geld beim Verkauf machen können und hatten selbst Waren eingekauft, um diese in Liliath an die Handwerker weiterzuverkaufen. Als die Familie zu ihnen stieß, holte Idhrenil zwei Dinge hervor. Sie gab Faergon ein Buch und Ionel erhielt eine kleine Kette. „Nur zwei kleine Geschenke. Damit Ihr etwas habt, was Euch an Eure erste Reise nach Elandriel erinnert.“, fügte sie hinzu. „Wirklich großzügig von Dir, Idhrenil. Ich hoffe, Ihr konntet erfolgreiche Geschäfte abschließen. Dann machen wir uns mal auf den Weg.“, meinte Arasson und auch seine Kinder bedankten sich. So machten sich die Elfen wieder auf, nach Liliath zurückzukehren.

 

24. Tag des 3. Monats 502 n.d.E., Liliath

„Richte ihr meine Grüße aus und sag ihr, dass ich sie auch bald noch besuche. Und vergiss nicht, ihr unser Geschenk zu geben.“, meint Belegon Golwenor zu seinem Bruder Faergon. „Ich bin ja nicht alt und vergesslich. Das bekomme ich wohl noch auf die Reihe.“, erwidert der Bürgermeister Liliaths lachend. Die beiden Elfen stehen im Flur des Hauses von Faergon, vor dessen Tür bereits zwei Elfen warten. „So, ich muss jetzt los. Rythil und Angolon treten mir sonst gleich noch die Tür ein.“, setzt Faergon zur Verabschiedung ein. „Was ist denn mit Dir los? So fröhlich bist Du im Moment ja selten.“, fragt sein Bruder ihn. „Nun, in Anbetracht der derzeitigen Lage. Wer weiß, vielleicht ist es auch nur Zynismus. Aber nein, ich freue mich einfach darauf, mal wieder nach Elandriel zu reisen. Ich war schon lange nicht mehr bei Ionel und möchte auch mal wieder, unsere Hauptstadt sehen. Die Zeit bleibt ja auch nicht stehen und Elandriel ist stets im Wandel. Wie dem auch sei, ich muss los. Wo ist denn meine liebe Frau?“, antwortet Faergon.

Daraufhin tritt Inweth durch die Tür. „Schatz, ich glaube, Du solltest dich mal sputen. Fanion und Arthien sind auch bereits da und warten.“, erläutert sie. „Ja, passt gut auf Liliath auf.“, instruiert Faergon seinen Bruder und seine Frau. Mit einer Umarmung verabschiedet er sich von Belegon und mit einem Kuss von seiner Frau: „Bis in ein paar Tagen!“.

So tritt Faergon aus der Tür und macht sich mit seinen beiden Kindern Arthien und Fanion sowie den beiden anderen Elfen, welche zum Händler Maewon gehören, auf den Weg zu ebendiesem. „Wisst Ihr,“, beginnt Faergon die Unterhaltung an seine Kinder gewandt, „es freut mich, dass Ihr beide mitkommt. Auch wenn Ihr erwachsen seid, fühlt es sich irgendwie an, als wärt Ihr noch klein. Und Eure Tante freut sich sicher auch, wenn ich nicht alleine komme.“

Die sechs-köpfige Elfengruppe macht sich somit auf den Weg in die Hauptstadt Elandriel. Die Sonne zeigt bereits ihr Antlitz am Himmel und Vogelzwitschern erfüllt den Traumwald. Die Reise vergeht ohne große Ereignisse und so kommt man gut gelaunt in Elandriel an.

 

25. Tag des 3. Monats 502 n.d.E., Elandriel

Ein Klopfen unterbricht Ionel und Hathon beim abendlichen Essen. Verwundert steht die Elfe auf und geht zur Tür. Als sie diese öffnet, wandelt sich ihr Gesichtsausdruck in ein ehrliches Lächeln. „Faergon! Schön, dass Du da bist. Komm doch rein.“, begrüßt sie ihren Bruder, während sie ihn umarmt, „Arthien und Fanion, Ihr seid ja auch mitgekommen. Ist das lang her, dass ich Euch zuletzt sah. Ich freue mich, dass Ihr auch da seid!“. Die Elfen treten ein und Ionel schließt die Tür hinter ihnen.

Auch Hathon begrüßt die Elfen und so wird das Essen um drei Personen ergänzt. „Wie ist die Lage in Liliath?“, beginnt Ionel das Gespräch. „Nun, alles friedlich soweit. Die Ernte war letztes Jahr wieder sehr gut und ertragreich. Es gibt keine großen Streitereien. Liliath scheint wie das Gegenstück zur eigentlichen Welt. Ruhe und Geborgenheit, wie sie es sonst kaum auf Lyria gibt.“, ist Faergons Antwort. „Freut mich, zu hören. Davon kann man hier kaum reden. Hektik, soweit das Auge reicht. Und dann noch die Sache mit Wolfshain. Eine ganze Armee hat sich dorthin aufgemacht.“, bestätigt Ionel ihres Bruders Kenntnisse.

„Ja, ich weiß. Wir haben auch Versorgungsgüter nach Wolfsruh geschickt. Ich hoffe, dass man mit vereinten Kräften der Lage dort Herr werden kann. Doch, ich hoffe, es geht Euch abseits davon gut hier.“, wechselt Faergon das Thema. „Ja, abseits dessen ist es wirklich schön hier. Uns geht es gut.“, antwortet Hathon ihm.

Die drei Elfen verbringen die Nacht in den Gästezimmern Ionel und Hathons nach stundenlangen Gesprächen bis in die Nacht. Die Sonne ist schon lange nicht mehr zu sehen, als sie in ihren Betten zur Ruhe kommen und sich von der Reise erholen.

 

26. Tag des 3. Monats 502 n.d.E., Elandriel

Am nächsten Tag macht Faergon sich alleine auf den Weg, Elandriel und die Veränderungen der letzten Jahre zu entdecken. Die Arbeiter an den Schiffen und im Hafen sind so fleißig und in aller Eile wie eh und je. Karren suchen sich ihren Weg durch die Elfen, welche die Straßen der Stadt füllen und die Stadtwache dreht in aller Ruhe ihre Runden.

So schlendert der Elf durch die Wege Elandriels und betrachtet aufmerksam die Elfen der Stadt. Angekommen an einem alten, verlassenen Haus bleibt er stehen. Das Gebäude scheint verlassen, überwuchert mit Ranken und bestehend aus schon leicht rissigem Stein. Ein Fenster ist zerstört und das Holz sieht morsch aus. Vor dem Haus haben sich wilde Blumen und Unkraut breit gemacht.

In diesem Moment erkennt Faergon, vor welchem Haus er steht. Auf seiner ersten Reise nach Elandriel, mit siebzehn Jahren, stand er an der gleichen Stelle, gemeinsam mit seinem Vater und seiner kleinen Schwester Ionel. Damals hatte Ionel hinter einem Fenster eine blaue Orchidee erkannt, welche nun nicht mehr da war. Vielleicht ist es Zeit, dass dort wieder eine blaue Orchidee blüht, eine Blume aus dem Traumwald, aus Liliath.


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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Faergon Golwenor, Bürgermeister von Liliath ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Das ist Liliath.

Geschichten im Forum:


Bücher:

  • Magisches Artefakt (Elfische Legenden-Wettbewerb)
  • Andre von Garsul

#7 Konsti33

Konsti33

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Geschrieben 29 Juni 2018 - 19:24

Der Marsch nach Wolfsruh



Der Abend kehrt in der Kaserne nahe Elandriels ein. Die Soldaten unterbrechen ihre Tätigkeiten um ihr Abendessen einzunehmen. Nur einige Leute offenbar die höheren Offiziere der Kaserne bleiben sitzen und führen ihr Gespräch fort unter ihnen die oberste Generälin Ciiriel Corax, Offizier Konstantin Waldeszorn und einige andere Offiziere und Hauptmänner.

Die Gesichter sehen angespannt aus und als das Gespräch beendet ist laufen die Offiziere rasch zum Essensraum. Einzig die Generälin bleibt mit angespannter Miene sitzen. Im Offizierssaloon ist die Stimmung bedrückt alle wissen das dies ihr möglicherweise ihr letztes Essen in dieser Kaserne sein könnte.

Als am nächsten Morgen der Hahn krähte war schon alles für den Einsatz vorbereitet Soldaten aus den Vasallen Elandriels waren gekommen um sich der Delegation anzuschließen. Die Gesichter der Soldaten sahen ernst aus, nirgends war ein einziges Geräusch unter den Elfen zu hören, als mit stolzer Miene die oberste Generälin ein improvisiert gebautes Rednerpult betrat und verkündete: „Soldaten und Soldatinnen, wir werden am heutigen Tage nach Wolfsruh marschieren um dort den Rytarern zu helfen, die aus ihrer Heimstadt vertrieben wurden!" Sie legte eine kurze Pause ein um ihrer Stimme Nachdruck zu verleihen. Dann fuhr sie fort.

Dort werden wir uns gemeinsam mit den Rytarischen Streitkräften vorbereiten um die Dämonenstadt Wolfshain wieder zu säubern und ihren rechtmäßigen Bewohnern zurückzugeben.

Alle Kämpfer waren nun nach dieser Rede hochmotiviert den Rytarern zu helfen, jeglicher Zweifel wurde verdrängt als die Delegation gen Südwesten marschierte, die ranghöheren Soldaten zu Pferd und der Rest zu Fuß. Geschätzt wurde die Einheit auf ungefähr 300 Kämpfer aus allen Regionen des elfischen Reichs, mit einem Ziel: Wolfsruh.

Die Truppen hatten binnen zweieinhalb Wochen ein Drittel des Weges geschafft. Sie liefen durch den Traumwald, vorbei an verschneiten Gebirgen und wateten durch den Sumpf sodass ihnen der Schlamm bis kurz vor die Knie reichte. Das Ganze war ein einziger Gewaltmarsch. Einige Monde später erreichten sie die ehemalige Elfensiedlung Rabenwacht. Die Siedlung bot ein erschreckendes Bild, natürlich war den Soldaten klar gewesen das die Siedlung bei einem Angriff von riesigen Spinnen einiges hatte ertragen müssen, aber dass sie so heruntergekommen war das hätten auch sie nicht erwartet.

Die Straßen waren verhangen durch Netze von Zwergengröße, einige mumifizierte Leichname lagen auf den Wegen und Zerstörte Häuser standen neben den Straßen. Es war so schwierig sich durch das Netzdickicht hin durchzukämpfen das die Generälin schließlich den Rückzug anordnet und einen Weg befahl der um die Geisterstadt führen sollte.

Der Weg ging weiter. Manchmal wurde das schnell aufgebaute Nachtlager von Einheimischen oder Monstern angegriffen aber die Verteidiger konnten sie ohne weitere Verluste entweder vertreiben oder Töten. Sie liefen durch dicht bewaldete Flächen und überquerten mit behelfsmäßigen Flößen kleinere Flüsse und Seen.

Doch das schlimmste war noch nicht vorbei, noch müssten sie an der von Dämonen verseuchten Stadt Wolfshain vorbei ohne Aufmerksamkeit zu erregen.

Am nächsten Morgen wurde wieder alles eingepackt und man bereitete sich auf den letzten Abschnitt der Strecke vor. Die Späher die vorausgeschickt worden waren um das Gebiet auszukundschaften hatten geschätzt das es ungefähr noch 5 Tage bis Wolfsruh brauchen würde. Man konnte den Soldaten sichtlich ansehen das sie am Ende ihrer Kräfte waren. Einige hatten gerade noch die Kraft eine Rüstung zu tragen. Dennoch setzten sie ihren Weg fort.

Dieses Mal führte der Weg über sanfte Graslandschaften, Wiesen, Felder und Flüsse. Die Soldaten marschierten tapfer weiter, ihr Ziel stets vor Augen. Durch die harte Führung hatten sie innerhalb 7 Tagen in hohem Bogen Wolfshain umrundet.

Die Freude der ausgemergelten Truppen war groß als sie die Zelte und Felder des Militärstützpunktes Wolfsruh sahen. Von der Ferne konnte man die Banner sehen die im Wind wehten und Kinder die Fangen spielten. Gegen Abend standen alle Regimenter wieder in Reih und Glied um in die Rytarerstadt einzuziehen. Es war ein fantastischer Anblick als 300 neue Soldaten in Formation durch das Tor marschierten.

Worauf sie überschwänglich von den Rytarern begrüßt wurden. Die Generälen ging mit dem Verwalter des Lagers, anscheinend hatten sie etwas wichtiges zu besprechen.

Die Soldaten zerstreuten sich, einige tauschten mit Wolfshainer Soldaten Geschichten aus. Wieder andere bauten ein Zeltlager auf wo sie dann direkt einschliefen.

Konstantin verließ die Truppen und streifte durch die Stadt. Er war beeindruckt von den Häusern der Stadt aber sie waren seiner Meinung nach bei weitem nicht so schön wie in Elandriel.

In Gedanken versunken dachte er sich: "Ich hoffe das dieser Krieg bald ein Ende findet, ich will endlich wieder nach Elandriel und wer weiß vielleicht finde ich ein schönes Haus in dem ich meine freien Tage verbringen kann?!?" dann schlenderte er gemütlich zurück zu den Soldaten die gerade mit dem Aufbauen eines Lagers beschäftigt waren.

#8 Dugrim

Dugrim

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Geschrieben 29 Juni 2018 - 22:58

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“Wissen ist Macht”

Die Zitadelle von Sagaroth, eine ehrwürdige Einrichtung, welches nahezu das gesamte Wissen der Steingeist lehrt und sich aneignet, gespeist von dem Bücherhaufen und ihren daraus erschlossenen Studien gib es wohl möglich keinen Platz auf dieser Welt, welcher mehr Weisheit an einem Ort versammelt als in Sagaroth. Die Zitadelle führt ihre Maester in die entlegensten Ländereien des Kontinents, von Thronheim, über den verschneiten Norden, bis hin in die Heimat der Zwerge - Hammerwacht.

Unzählige Außenposten, welche das viele Wissen und die macht der Herren von Steingeist lehren und predigen, verhalfen dem einflussreichen Geschlechter jener Zwerge zu unsaglicher Würde. Doch, selbst wenn die altehrwürdigen Festungen und Anlagen ein breites Netz dieser Welt abdecken, so gibt es weiterhin Orte, welche sich nicht an jenen Lehren, gegeben von den Steingeist und der Zitadelle von Sagaroth ergötzen können.

Einer solcher Ort lässt sich in den Landen der Elfen, um genauer zu sein, deren prächtig geschmückter Hauptstadt - Elandriel. Die Elfen, welche ihre Lebenszeit mit Perfektion und nahezu ewiger Jugend erfahren, sind nicht im Genuss eines jenen Außenpostens. Ob jemals Kontakt bestand und wie dieser verlief, ist ungewiss, da viele Papiere durch eine Art Sturm, aus dem Archiv im großen Bücherhaufen von Sagaroth verschollen gegangen sind.

Doch der mächtige Herr derer von Steingeist, Clanoberhaupt und unumstrittener Anführer seiner Untertanen, griff eine jene Idee wieder auf, in solch schweren Zeiten sei es wichtig Beziehungen zu pflegen. So veranlasste er es, das man Kunde nach Elandriel bringe, mit der Anfrage, eine Botschaft von Steingeist zu errichten, welche ebenfalls einen Abgesandten von Hammerwacht als permanenten Botschafter der Regierung für Elandriel, mit sich bringt. Weitere Steingeist Gelehrte würden unter der Führung eines gehobenen Gelehrten der Zitadelle dort Quartier beziehen und einen Bezugspunkt zu Steingeist und zum Reich der Zwerge bieten, zudem können auf Anfrage schwer aufzufindende Schriften und Lehren angefordert und gelehrt werden, ansonsten gehen die Weisen Herren der Zitadelle ihrem Handwerk nach, und beschäftigen sich mit lokal günstig vorzunehmende Studien.

 

[Teilnehmer - Gromschild & DukeLizard als Steingeist] 

 

 

Hintergrundinformation 

Wir sind die Führung von Steingeist und würden

dies gerne in das "Elandriel-Rollenspiel" mehr einbringen.


Bearbeitet von Gromschild, 30 Juni 2018 - 21:26 .

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"Altehrwürdig, selbstbewusst, ergeben und mindestens genauso konservativ wie sein Bart lang und sein Schatz groß ist.." 

~ Über Dugrim Gromschild


#9 Shadow_ccx

Shadow_ccx

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Geschrieben 30 Juni 2018 - 08:22

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Erinnerungen

Herondar saß schweigend am Frühstückstisch. Wie immer aß er im prächtigen Thronsaal der Burg Arxamata und auch heute, an diesem besonderen Trauertag, sah er genauso trübselig aus wie an jedem anderen normalen Tag im Jahr. Dieser kalte Stein und der zwanzigmeterlange Schwarzeichenholztisch, an welchem gegenüberliegenden Ende sein Sohn Nex distanziert sein Mahl einnahm, erschlugen ihn dieses Mal fast. Wie immer nach dem Frühstück schlurfte Herondar aus dem Thronsaal hinaus und schlug in Gedanken woanders den Weg zu den Gärten des protzigen Steinbaus ein. Ja, in den Gärten unter den Bäumen fühlte er sich wohl. Er setze sich auf eine Wurzel und dachte schlagartig an Eleria.
Sie hatte den Wald immer geliebt, er hatte sie immer an ihre Heimatstadt, Elandriel erinnert. Auch heute noch, an ihrem 11. Todestag, brachte Herondar es nicht über sich, an den Tag zu denken, an dem Eleria in ihrer kleinen Hütte nahe der Oase al Tarek friedlich verstorben war. Und so dachte Herondar stattdessen an die schönen Zeiten mit ihr in Elandriel. Er war jung gewesen, sehr jung. Nachdem er bei einem Bannermacher seinen Beruf wieder aufnehmen konnte, hatte er sich eine Bleibe gesucht. Gerade hatte Herondar ein Gasthaus entdeckt, da kam Eleria vorbei. Selber hatte Herondar bis zu diesem Tag nie an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt, aber als er sie sah, wusste er, dass Eleria die richtige für ihn war. Herondar lächelte, als er an Eleria dachte. Sie war für eine Elfe immer relativ klein und schlank gewesen, aber in punkto Schönheit hatte sie die meisten übertroffen. Ihr kantiges Gesicht und die schmalen Lippen hatten das Gesicht immer jung wirken lassen und die meerblauen Augen strahlten eine Ruhe und eine Neugier aus, die er immer bewundert hatte. Warum nur musste sie so früh sterben, warum nur musste es Krankheiten geben, die nichts als eine Plage waren und Angst, Qual, Tod und Trauer verbreiteten? Herondar kamen die Tränen, aufgrund dessen dachte er zurück an die Tage in Elandriel und an die Hochzeit, die sie beide bis zum Tode vereinte. Danach hatte er für sie ein Haus gekauft, ein kleines Häuschen nahe am Fia´Moir und abends hatten sie sich immer auf einen Baumstumpf im Garten gesetzt und zu dem großen Baum hinaufgeblickt.
Herondar fragte sich, was wohl passiert wäre, hätte Balrik der falsche Kaiser niemals den Thron bestiegen. Wahrscheinlich hätten er und Eleria noch viele Jahre glücklich in dem kleinen Hause gelebt und abends zum Fia’Moir geblickt. Eventuell hätten sie sogar Kinder bekommen, den Segen Melendras hatten sie ja gekriegt. Die Zeit hätte es gezeigt. Herondar vermisste diese Stadt. Wie sehr würde er gerne erneut durch die Gassen unter den Bäumen der Stadt wandeln, die Waldluft riechen und den Fia’Moir in seiner ganzen Pracht bewundern! Aber jetzt war es zu spät, die Zeit mit Eleria war abgelaufen. Er dachte an den Baum, der auf Elerias Grab gepflanzt worden war. Wie groß er jetzt wohl sein mochte? Tja…, er würde es nie erfahren. Genauso, wie er nie herausfände, ob das Haus in Elandriel überhaupt noch stand. Obwohl…Wenn ihn die Sehnsucht danach schon erdrückte. Falls das Haus noch stünde, könnte er es ja als Zweitwohnsitz nützen. Nein, das war Stuss…aber die Mittel und Zeit hatte er ja…! Herondar sprang auf, hastete die Treppen zum Schloss hinauf, keuchte und rief durch das ganze Schloss:„Nex! Pack deine Sachen, wir machen eine Reise!“

Bearbeitet von Shadow_ccx, 30 Juni 2018 - 16:04 .

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Gez. Herondar Arwyn,

Fürst von Arxamata, Herr der Nordwiesen, Bürgermeister der Stadt Eickelburg, unterstellt Gottfried Eusebius, dem Grafen von Eickelburg


#10 Seron95

Seron95

    Hofmeister Elandriels

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Geschrieben 04 Juli 2018 - 09:34

Soooo,

der Wettbewerb ist zuende und wir haben uns entschlossen allen 3 fleißigen Elfen für ihre Arbeit und Mühen zu belohnen!

Da wir aber einen klaren Sieger kühren wollten, geht das größte Haus mit "Dachterrasse" an Faergon!

Glückwunsch!

 

Desweiteren werden wir mal drüber nachdenken, wie und wo man eine Botschaft für andere Rassen in Elandriel unterbringen könnte.

Die Gewinner melden sich dann bitte bei Seron :)

 

Vielen Dank fürs Mitmachen!


  • Lunaia Schattenklaue, Shinililly, Faergon und einem anderen gefällt das



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