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Treue dem Rat des Volkes...


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#1 Thalizia

Thalizia

    Schurke

  • Lyrianer
  • PIP
  • 33 Beiträge
  • Ingame:Thalizia
  • RP Rasse:Rytarer
  • RP Name:Fürstin Thalizia Telvirea zu Laodamae
  • RP Beruf:Reißzahn im Rat des Volkes

Geschrieben 12 Juli 2018 - 23:02

Treue dem Rat des Volkes...

 

 

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Leise knisterte das Feuer im Kamin des Hauses der Fürstin Thalizia Telvirea in Gor. Der würzige Duft des

glimmenden Fichtenholz hatte sich mit dem leicht süßlichen Duft von Bienenwachskerzen vermischt. Die Fürstin

saß in einem bequemen Sessel aus brauen Leder und blickte gedankenverloren in die Flammen.

Sie nippte lustlos an ihrem Becher Apfelmet und stellte ihn dann auf einem kleinen Beistelltisch ab.

Neben dem Becher gestapelt lagen 10 schmale in Leder gebundene Bücher. Die Fürstin beugte

sich leicht vor und nahm das zu oberst liegende Buch auf ihren Schoss.

Sie fuhr langsam mit dem Finger die goldenen Lettern nach, die in das weiche Leder geprägt worden waren.

Vor ihrem geistigen Auge ließ sie die Geschehnisse der 1. Ratssitzung auf der Spitze des Tempels Revue passieren.

Nicht im Traum hätte sie sich ausgemalt, dass das Richten über einen Reißzahn, eine der ersten Amtshandlungen

des Rates werden würde.

Immer wieder hatte sie das Bild des verbrannten, sich am Boden windenden Aslan Nikanor vor Augen.

Doch so sehr sie sich auch bemühte, sie empfand für den halbtoten Löwenrytarer kein Mitleid.

Ganz im Gegenteil.

Thalizia blickt wieder auf und sah in die Flammen des Kaminfeuers. Nach einem kurzen Moment blickte sie wieder

auf das Buch hinab und ihre Augen lasen die goldenen Lettern auf dem Umschlag: „Treueschwur des Reißzahn:

Aslan Nikanor zu Ostia“ Sie spürte wie die Wut tief in ihrer Magengegend erneut zu brodeln begann. Zuerst hatte

das Oberhaupt von Ostia während der Rytarerversammlung gedroht alle Sympathisanten des Dorfes Bärenfels

anzugreifen. Dann hatte er Nimari den Tod gewünscht. Und nun die neuerlichen Vorwürfe der Zwerge, die keinen

Zweifel darauf ließen, dass Alsan auf Blut aus war.

Hatten die Rytarer mit dem Überfall der Dämonen nicht schon genug Leid zu erdulden? Rytarer waren aus den

Landstichen rund um Wolfshain evakuiert worden und bangten darum, ob sie in ihre Heimat je zurückkehren

würden. Kämpfer an der Front in Wolfsruh riskierten täglich ihr Leben. Frauen beweinten ihre bereits gefallen

Männer, Söhne oder Brüder… Und ein Ende des Kampfes war noch nicht in Sicht. War das alles noch nicht genug?

„Verräter!“ zischte sie mit zusammengebissenen Zähnen. „Elender Verräter!“

Thalizia zittere vor Wut, Tränen standen in ihren Augen, ihr Herz pochte wie wild. Sie blickte

auf und schaute wieder in die Flammen.

Sie packte das Buch auf ihrem Schoss, stand auf, trat an den Kamin und wollte es mit aller Kraftins Feuer

schleudern. Sie hatte bereits den Arm über dem Kopf erhoben… doch die Stimme der Vernunft ließ sie inne

halten. Noch war Aslan nicht Verurteilt worden.

Mit einem Wutschrei machte sie ihrem Ärger Luft. Sie wirbelte herum und pfefferte das Buch mit aller Gewalt an

die Wand zu ihrer rechten, wo es hinabfiel und in einem Haufen Dreckwäsche landete.

Sofort waren Schritte auf dem Flur zu vernehmen und ein junger Rytarer in der Wächterrüstung  Laodamaes öffnete

die Tür.

„Fürstin Thalizia, ist etwas geschehen?!“

Die Fürstin stand schnaubend im Raum. Eilte dann zu einem Schrank und griff nach einer  blauen Ledertasche.

„Alles Bestens, Ignatius!“ erwiderte sie ohne den jungen Fuchsrytarer anzublicken.

„Ihr seht aufgebracht aus…“ zögerlich trat der Wächter einen Schritt in das Zimmer hinein und blickte sich um.

Die Fürstin ging zu dem Stapel Bücher auf dem Beistelltisch hinüber und verstaute die 9 verbliebenen Bücher darin.

„Das täuscht.“ entgegnete sie knapp. „Weck Tarlon, Samdir, Telena und Darian auf. Sie sollen die Pferde bereit

machen! Wir brechen auf!“ Ignatius sah die Fürstin mit großen Augen an.

„Herrin es ist bereits weit nach Mitternacht… wollt ihr nicht bis zum Morgen warten?“ fragte er.

„Nein! Die Angelegenheiten des Rates dulden keinen weiteren Aufschub! Die Unterzeichnung der Treueschwüre

soll so schnelle wie möglich erfolgen!“ die Fürstin schwang die Tasche über ihre Schulter und griff nach einem

kleinen Beutel der neben ihrer Kleidertruhe gestanden hatte.

Sie kam zu Ignatius hinüber, warf sich ihren Mantel über die Schultern und trat an ihm vorbei auf den Flur hinaus.

„Unser erstes Ziel wird uns zu Flameran Sehnenfluch nach Finsterwald führen! Beeil dich! Ich erwarte euch im

Hof!“


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