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Faergon

CB Kontrolleur
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About Faergon

  • Rank
    Archivar

Profil Infos

  • Geschlecht
    männlich
  • Wohnort
    Liliath, Traumwald
  • Ingame
    Faergon
  • RP Rasse
    Elf
  • RP Name
    Fürst Faergon Golwenor, Thalar
  • RP Beruf
    Bürgermeister Liliaths
  1. Hier wurde wohl etwas Kies gefarmt, bitte resetten: /tppos 9834 76 -5117 /tppos 9830 70 -5168 /tppos 9935 78 -5186 Danke!
  2. Ich melde mich hier auch mal zu Wort: Die Absage war weder persönlich gemeint noch irgendwie böswillig. Ich, so wie die anderen CB-Kontrolleure ebenso, sind einfach von einem wie auch immer gearteten Witz/Troll ausgegangen. Eine CB ist nun einmal die Beschreibung eines Charakters, den ein Spieler verkörpert. Es gibt nun mal dafür nur die 4 bekannten Rassen, nur zu diesen gibt es ja auch Unterforen bei den CBs. Ein Schwein findet sich dort einfach nicht. Ihr wart Euch doch sicherlich im Klaren, dass das schwierig wird, sowas durchzubekommen. Wieso habt Ihr nicht vorher einmal gefragt, ob sowas überhaupt möglich wäre? So verfehlt es nun einfach den Sinn einer Charakterbeschreibung. Wie oben schon geschrieben: Gerne könnt Ihr Bertha einmal im "Palast der Mitte" vorstellen, aber bitte nutzt dafür doch nicht die CBs. Abschließend möchte ich mich dennoch entschuldigen, wenn die Ablehnung etwas harsch herübergekommen sein sollte. Dennoch stehe ich weiterhin hinter der Aussage und Ablehnung. Gruß Faergon
  3. Das Altadelshaus der Golwenor Fürst Faergon Golwenor Thalar Bürgermeister Liliaths Sohn von Elanorel Golwenor, geb. Arvellon, und Arasson Golwenor Vergangene Zeiten Faergon saß im nicht öffentlichen Bereich der Bibliothek Liliaths im Ellanor. Vor ihm lagen Stapel voller Dokumente, alter, aber tadellos gepflegter, Bücher sowie ein großes Pergament mit einem Stammbaum. Eine schon fast abgebrannte Kerze spendete dem Elfen Licht, während er vor sich hinmurmelnd die Dokumente durchblätterte. Hinter sich hörte er die Doppeltür mit einem leisen Krächzen aufschwingen, drehte sich jedoch nicht um. „Faergon, durchsuchst Du wieder eure Familiengeheimnisse?“, fragte der hereintretende, ältere Elf. Als dieser die Kerze erblickte, sprach er sorgenvoll: „Wie lange sitzt Du hier schon?“ „Aglaron, ich schätze es, dass Du so besorgt bist. Doch diesmal ist es wirklich wichtig.“, antwortete Faergon dem obersten Bibliothekar, welcher über viele Jahre und fast tägliche Besuche der Bibliothek ein guter Freund geworden war. Der Bürgermeister Liliaths zögerte kurz, bevor er weitersprach: „Nun, gewiss tut es auch gut, all das hier zu lesen. Dennoch, eigentlich suche ich die wichtigsten Dokumente, um davon Abschriften zu erstellen. Für König Navendiel.“ Der Bibliothekar trat an den Tisch heran und betrachtete die Schriften. „Elon Navendiel? Wieso sollte unser König etwas über deine Abstammung lesen wollen?“, fragte Aglaron sichtlich verwundert den, nun in einem dicken Buch blätternden, Elfen neben ihm. „Er hat mir den Titel des Thalar angeboten.“, antwortete Faergon. Sein Versuch, seinen Stolz darüber zu bedecken, scheiterte kläglich. Aglaron stand für eine kurze Zeit sprachlos neben dem Bürgermeister, keine Antwort herausbringend. „Hochadel? Bei Melendra, Herr … Faergon, meine ich. Meine herzlichsten Glückwünsche. Das hast Du Dir wahrlich verdient. Ich bin ja gespannt, wie viele Elfen in Liliath erst dann davon erfahren werden, dass die Familie Golwenor dem Adel angehört.“, berappelte sich der alte Elf lachend. Faergon schaute fragend zu ihm hoch, zweifelnd, ob dieser alles ernst meinte: „Nun, danke sehr. Wie Du ja weißt, so ein Adelstitel ist schön und gut, aber nicht wirklich wichtig. Doch, Hochadel, der Titel eines Thalar. Das ist eine unfassbare Ehrung, die man nicht so einfach dahingeworfen bekommt, für die man etwas leisten muss. Und, ist Dir klar, wo wir hier leben? Liliath ist eine wunderbare Stadt, aber für unser Königreich oder gar Lyria kaum von Bedeutung. Dieser Titel wird nicht nur mir verliehen, sondern ist auch eine Anerkennung Liliaths.“ „Ja, das ist wohl wahr. Sag' jedoch, hat man in der königlichen Bibliothek in Elandriel denn keine Nachweise über den Adelsstand deiner Familie, Faergon? Immerhin kommt unser Gründer aus Elandriel, regelmäßig sind wir dort, es lebt sogar Ionel dort.“, stellte Alaron eine Frage, die auch Faergon schon durch den Kopf geschossen war. „Ich habe mich dort erkundigt, doch man konnte kaum etwas finden, nur einige unbedeutende Dokumente und Erwähnungen. Ich weiß nicht, wieso dort ansonsten nichts vorliegt. Doch, wenn ich an die Geschichten meines Vaters denke, kann ich mir vorstellen, was passiert sein könnte.“, erläuterte der Bürgermeister Liliaths seine Kenntnisse. Der Elf neben ihm runzelte die Stirn und blickte sein Gegenüber erwartungsvoll an. „Ich denke, als Alagon mit Frau und Sohn, gemeinsam mit den weiteren Elfen, damals Elandriel verließ, hat er der Bibliothek einen Besuch abgestattet und die Dokumente mitgenommen. Nach den Geschichten über ihn wollte er wohl möglichst wenig seiner Vergangenheit zurücklassen. Und vom damaligen Königshaus hielt er wohl auch nicht allzu viel. Aber vor allem gibt es in Elandriel wohl keine so kompetenten und peniblen Bibliothekare wie in Liliath“, fuhr Faergon fort, beim letzten Satz wissend lächelnd. (Rechtsklick -> View Image) Geschichte der Golwenor Ein großer Schritt Die Geschichte des Hauses Golwenor reicht weit in die Vergangenheit zurück. Seit wann dem Haus der Adelsstatus zuerkannt ist und worin dies begründet liegt, ist unbekannt. Die erhaltenen Aufzeichnungen reichen nur zurück zu Alagon Golwenor, welcher wohl in der ehemaligen Elfenhauptstadt Tala'thar im Jahr 89 n.d.E. geboren wurde und früh nach Elandriel ging. Über dessen Eltern ist kaum etwas bekannt, gerade einmal die Namen: Calardan und Tatharel. Alagon Golwenor jedoch lebte gemeinsam mit seiner Frau Annúeth und dem gemeinsamen Sohn Esgaron in Elandriel. Dort besaß er eine bekannte Schreibstube, war ein gefragter Schreiber für wichtige Dokumente und ein hoch angesehener Bürger der Stadt. Mit dem Königshaus und der Regierung unzufrieden, in Befürchtung unruhiger Zeiten und unter der Hektik der großen Stadt leidend, traf der Elf mit seiner Familie die Entscheidung, Elandriel verlassen zu wollen. Viele mit der Familie bekannte Elfen, aber auch andere, sich Frieden und einen Neuanfang herbeisehnende, Bürger schlossen sich Alagon an. Schreiber und Jäger, Priester und Handwerker waren unter denen, die im Sommer des Jahres 175 n.d.E. Elandriel verließen. Die Gruppe wanderte monatelang umher, ehe sie auf einer Lichtung im tiefsten Traumwald ein neues Zuhause fand. Der Legende nach zeigte sich die Göttin Melendra selbst Alagon Golwenor in einer Vision und zeigte ihm den Weg zur Lichtung, auf der hoch erhaben der Baum Ellanor, entstanden aus einem Samen des Fia'Moir, stand. Dort begründete Alagon Golwenor die Stadt Liliath, die in den folgenden Jahren langsam wuchs. Der erste Bürgermeister Liliaths, heute mit einer Statue geehrt, hat für sich und seine Familie die Stellung als Oberhaupt des Ortes erarbeitet und beispielsweise aufgrund des Aufbaus von Handelsbeziehungen mit Elandriel weiter gefestigt. Sein Adelsrang dagegen war schon damals wenigen bekannt und er machte dies auch nie zur Grundlage seines Anspruches auf die Führung Liliaths. Die Gründung Liliaths Das Geschenk einer Göttin Folglich führten die Nachkommen Alagon Golwenors sein Vermächtnis als Bürgermeister der Stadt Liliath fort. Die Geschichte dieses Ortes sollte nun, über Generationen hinweg, eng mit dem der Familie Golwenor verbunden sein. Der Sohn Alagons, Esgaron Golwenor, führte noch zu Lebzeiten seines Vaters die Jäger Liliaths an und wurde später der zweite Bürgermeister über die Elfen des Traumwaldes. In Andenken an seinen Vater und dessen Taten, prägt noch heute die unter Esgaron Golwenor erbaute Statue des Begründers Liliaths, den Stadtplatz. Auch ließ der Sohn Alagons zwischen Hafen und Ort eine Burg erbauen, um die Händler auf diesem Weg zu schützen. Unter Esgaron Golwenor etablierte sich die Jagd in Liliath als wichtigster Wirtschaftszweig und Lieferant zur Versorgung der Stadt. Dem Glauben an die Göttin Melendra beipflichtend, ließ man ein Heiligtum zu Ehren Askers, des Schutzheiligen der Jäger, errichten. Das wichtigste Ereignis in der Amtszeit des zweiten Bürgermeister Liliaths sollte jedoch etwas unabhängig elfischen Einflusses sein und schon am ersten Tag der Zeit Esgarons als Bürgermeister geschehen und sich später fortsetzen. Der große Baum, an dessen Fuß sich die Elfen aus Elandriel einst niedergelassen hatten, öffnete sich bei der Beerdigung Alagon Golwenors und ließ die Elfen hineintreten. Einer Legende nach traf Melendra die Entscheidung, Alagon Golwenor und seinen Nachfahren die Verantwortung über den Ellanor, aus dem Samen des von Melendra gesegneten Fia'Moir hervorgegangen, aufzutragen und dafür die Magie dieses Baumes den Elfen zum Wohle zu schenken. Jahre später öffnete sich der Ellanor den Elfen unter Esgaron Golwenor noch weiter. Der Ellanor als Herzstück der Stadt Liliath wird auf immer mit zweiten Bürgermeister der Stadt verbunden sein, der dieses Geschenk annahm und schützte. Über Trauer, Stille, Hoffnung und Vertrauen Von Fortschritt und Unheil In der Nachfolge Esgaron Golwenors wurde sein ältestes Kind, Revenil Golwenor, Bürgermeisterin Liliaths. In dieser Zeit setzte sich die Bürgermeisterfamilie vor allem für die Erhaltung und die Erfassung neuen Wissens ein. Revenil Golwenor ließ im Ellanor eine große Bibliothek einrichten und dort Dokumente, Bücher, Karten und Pergamente unterbringen und sammeln. Nachdem ihr Mann Taeron früh bei einem Unfall starb, verbrachte sie viel Zeit in der Bibliothek und zog sich mehr und mehr zurück, auch noch Jahrzehnte später. Ihrer Zeit waren viele der einfacheren Einwohner Liliaths unzufrieden mit der verwitweten Bürgermeisterin, was ihrem Bruder jedoch gelang mit seiner Geselligkeit auszugleichen. Doch vor allem die Priester und Weisen Liliaths wussten ihren Einsatz zu schätzen und ihr großes Vermächtnis ist unbestritten. Revenil Golwenor ermöglichte ebenso die Gründung der bekannten Schreibstube Liliaths und ihrer berühmten Zeitschrift, dem Liliather Nachrichtenblatt. Auch betätigte sie sich selbst als Historikerin, die einige der bisherigen Ereignisse Liliaths und darüberhinaus niederschrieb und verwahrte. Im Jahre 323 n.d.E. ereilte Liliath jedoch eine Katastrophe. Im Herbst begann es tage- und wochenlang in Strömen zu regnen, woraufhin sich Schlamm von den Hügeln löste und in Wellen die Stadt traf. An diesem Tage sollten viele Elfen Liliaths ihr Leben verlieren und nur durch die Entscheidung Revenils, die Bevölkerung in den Ellanor zu evakuieren, konnten weitere Tote verhindert werden. Folgend waren die nächsten Jahre geprägt von Trauer und es sollte einige Zeit dauern, ehe das Leben in Liliath wieder seinen normalen Lauf leben sollte. Nur wenige Jahre nach dieser Katastrophe sollte Revenil Golwenor aus dem Leben scheiden. Da ihr Mann früh starb, hinterließ sie keinen direkten Erben. Somit trat ihr Bruder Galon das Amt als nächster Bürgermeister an. Er errichtete das Theater Liliaths und förderte die Kunst und Kultur. Jedoch starb er bereits nach sieben Jahren als Bürgermeister, als Melendra sich ihm annahm. Finstere Kreaturen Die Ruhe und Geborgenheit des abgelegenen Ortes Liliath sollte nach dem Tod Galon Golwenors erst einmal ein Ende finden. Nibeneth Golwenor sollte die Stadt durch eine der schrecklichsten Zeiten führen, die diese je erlebt hatte und die in insbesondere in ihrer langen Dauer unübertroffen bleiben sollte. Einige Jahre nach ihrem Amtsantritt bemerkten die Elfen Liliaths eine grundlegende Veränderung des Traumwaldes, welchen von nun an eine finstere Atmosphäre beherrschen sollte. Nachdem im Jahre 349 aufgrund von starken Regenfällen die Nahrungsvorräte knapp wurden und sich letzlich ihr Ende fanden, woraufhin einige Elfen gar den Hungertod starben, versuchte eine kleine Gruppierung, die Bürgermeisterin zu ermorden. Der Anschlag schlug fehl, kostete jedoch das Leben eines ihrer Berater. Die Hinrichtung der Aufrührer und Mörder sollte in der Historie Liliaths einmalig bleiben. Nachdem riesige Spinnen westlich Liliaths gesichtet worden waren, von denen man als „Ihingril“ sprach, befahl Nibeneth Golwenor den Aufbau einer dauerhaften, präsenten Stadtgarde zum Schutz Liliaths. Unter den Jägern der Ortschaft ließ man einige als Späher um Liliath abstellen, welche von nun an jegliche nahende Gefahr oder besondere Ereignisse melden sollten. Auch bemerkte man, dass der Verfall des Traumwaldes voranschritt, die Tiere bestimmte Umgebungen mieden und den Wald teilweise verließen. Immer wieder fand man Stellen, an denen Pflanzen gar verrotet und vertrocknet waren, ohne dass man sich dies aufgrund von Wetterereignissen erklären konnte. Damit man dies weiter erforschen und gegen die Veränderung des Waldes vorgehen konnte, suchte man in der Bevölkerung nach talentierten Elfen, welche willens waren, die Lichtmagie zu erlernen. Ein begabter Lichtmagier, welcher vor wenigen Jahrzehnten nach Liliath gezogen war, sollte diese ausbilden. Knapp zwei Jahrzehnte blieb es ruhig und man entdeckte keine weiteren der Ihingril, bis diese Händler aus dem Süden überfielen, welche auf dem Weg nach Elandriel waren. Späher aus Liliath griffen ein und vertrieben die riesigen Spinnen, konnten jedoch nicht alle Händler retten. Infolgedessen begann ein Krieg, welcher jahrzehntelang das Leben in Liliath prägen sollte. Die Bürgermeisterin und ihre Berater ließen die Späher weiter aussenden und Ballisten in der Baumkrone des Ellanor errichten. Der Sohn Nibeneth Golwenors, Hadlathon, führte die Kämpfer Liliath im Kampf gegen die Ihingril an und zerstörte in vielen Schlachten Nester der Spinnen. Derweil wurde im Ellanor eine Magierakademie eingerichtet, um der schrecklichen Kreaturen Herr zu werden. Nachdem seine Mutter starb, übernahm Hadlathon Golwenor die Führung Liliaths. In seiner Zeit als Bürgermeister ließ er den Wachturm Minas Calad westlich Liliaths errichten. Als gnadenloser und mutiger Krieger gegen die Ihingril machte er sich einen Namen, trotz hoher Verluste auf der Seite der Elfen Liliaths. In der letzten Schlacht, bei der man die mutmaßlich letzten Spinnen vernichtete, fand sein Leben ein Ende. Auf den sechsten Bürgermeister Liliaths folgte dessen Schwester, da Hadlathon nach dem Tod seiner Frau bei der Geburt auch seine Tochter aufgrund einer Krankheit verlor. Der Tod Hadlathon Golwenors Von Freude und Trauer Nelil Golwenors Amtszeit ließ die Elfen Liliaths den Schmerz und die Verluste der vergangenen Zeit vergessen. Mit ihren vielen und ausschweifenden Festen kehrte die Lebensfreude in die Stadt im Traumwald zurück. Viele neue Feiertage fanden Einzug in die Kalender der Einwohner und der klare und dankbare Glaube an Melendra kehrte infolge jahrelanger guter Ernten zurück. Auch wurde unter Nelil Golwenor ein prunkvoller Festsaal im Ellanor eingerichtet. Des Weiteren war sie eine begabte Jägerin, die die Falkenjagd in Liliath etablierte. Unter ihr fanden sich zwei bekannte Züchter in Liliath ein und die Falken des Traumwaldes wurden Teil eines sehr guten und effizienten Nachrichtensystem im Traumwald und darüber hinaus. Nach circa zwangig Jahren als Oberhaupt des Ortes fand sie den Tod und ihr Sohn Arasson Golwenor trat das Amt als achter Bürgermeister Liliaths an. Liliath nahm unter ihm, was für die Stadt in ihrer Geschichte einmalig war, geflohene rytarische Sklaven aus Hammerwacht auf, welche ihren Peinigern entfliehen konnten. Diese fanden für knapp ein Jahr Zuflucht, ehe sie sicher in die Länder des Königreichs der Rytarer gebracht werden konnten. Einige ruhige Jahre gingen ins Land und Liliath florierte. Doch als ein Feuer, dessen Ursache bis heute nicht aufgeklärt werden konnte, die Hafenanlagen niederbrannte, zogen die Elfen Liliaths sich wieder aus der Welt zurück. Der Handel über See fand sein Ende und Waren wurden nur noch mit nahen Händlern, beispielsweise in Elandriel, gehandelt. Im Zuge dessen blieb die Burg in der Nähe des ehemaligen Hafens leer und verfiel. Mehr als zwei Jahrzehnte später sollte Liliath ein Unglück ereilen, wovon man gedacht hatte, dies sei besiegt und überwinden, vor langer Zeit. Die riesigen Spinnen des Traumwaldes, die Ihingril, kehrten zurück und überfielen die Jagdgemeinschaft Liliaths. Dabei zog sich auch der Bürgermeister Arasson Golwenor eine Verletzung zu und starb schließlich am Gift. Nachdem dessen ältester Sohn noch am Totenbett die Nachfolge als Bürgermeister ablehnte und stattdessen seinen Bruder Faergon vorschlug, sollte Zweiter ab nun Oberhaupt Liliaths sein. In Anbetracht der erneuten Gefahr durch die Ihingril ließ Faergon Golwenor den Wachturm Minas Calad im Westen neu besetzen, die Spinnen sollten jedoch erstmal nicht wiederkehren. Doch eine viel größere Gefahr bedrohte Lyria, als der falsche Kaiser Balrik, einen großen Krieg führte und unter Anderem alle Adelsgeschlechter auslöschen wollte. Da die Golwenor seit Generationen ihren Adelsstatus geheim hielten und nur wenige davon wussten, ist unklar, ob Liliath deshalb Ziel eines Angriffs der Truppen Balriks wurde oder aus einem anderen Grund. Der Bürgermeister ordnete, nach den ersten Meldungen der Späher, die Evakuierung in den Ellanor an. Die Elfen, die es nicht rechtzeitig schafften, wurden von den fremden Soldaten abgeschlachtet. Letztlich konnte man jedoch mithilfe der Windlanzen, der Balisten in der Baumkrone, der Kräfte der Lichtmagier Liliaths sowie des Mutes der Stadtwachen und Jäger den Angriff abwehren und somit wohl auch das Leben der Adelsfamilie Golwenor bewahren. Wenige Jahre später schlossen sich nach langer Überlegung die Kämpfer Liliaths unter ihrem Bürgermeister der Armee Elandriels gegen den falschen Kaiser an und trugen mit zum Ende des Krieges und Balriks bei. Obwohl man sich danach wieder in den vertrauten Traumwald zurückzog und unter sich blieb, entschied man sich doch, auch darüberhinaus für den Frieden auf Lyria sich einzusetzen. So unterstützte man die elfische Armee im Kampf gegen die Diebesgilde mit Waffen sowie verschiedenen Waren und sendete wenige Jahre später eine Delegation nach Wolfsruh, welche dort an den Schlachten gegen die Dämonen teilnahm. Angesichts all der Toten, die diese Kriege und Kämpfe gekostet hatten, kam Liliath lange Zeit nicht vollkommen aus der Trauer hinaus. Doch, trotz alltäglicher Spannungen und möglicher Gefahren in ganz Lyria, blickt man hoffnungsvoll in die Zukunft. Familie väterlicherseits Alagon Golwenor (Ururururgroßvater) geboren 89, gestorben 234 n.d.E. Alagon Golwenor ist im Jahr 89 in der ehemaligen Elfenhauptstadt Tala'thar geboren worden. In jungem Alter zog er in die neu gegründete Stadt Elandriel, um sich dort am Aufbau der zukünftigen Hauptstadt zu beteiligen. Seine bekannte Schreibstube ließ ihn sich einen guten Ruf aufbauen. Als geschätzter Bürger holten sich auch die Mächtigeren in Elandriel Rat dieses klugen Mannes. Alagon heiratete die Elfin Annúth Tolben und bekam von ihr im Jahr 150 n.d.E. den gemeinsamen Sohn Esgaron geschenkt. Aufgrund seiner Unzufriedenheit mit dem damaligen Königshaus verließ der ungewöhnlich rebellische Elf, dem man dies aber selten ansah, mit weiteren Elfen Elandriel, um im Traumwald neu anzufangen. Als ihm der Erzählung nach eine Vision Melendras selbst erschien, welche die Gruppe zum Ellanor führte, löste dies in dem wenig gläubigen Elfen ein neues Verständnis der Welt und eine große Dankbarkeit und Ehrung der Göttin der Elemente aus. Mit diplomatischen Geschick und großer Strahlkraft konnte er Liliath aufbauen und den Handel mit Elandriel beginnen. Im Alter von 145 Jahren starb der Begründer Liliaths. Annúeth Golwenor, geb. Tolben (Ururururgroßmutter) geboren 104, gestorben 242 n.d.E. Annúeth Golwenor ist, als gebürtige Tolben, als Tochter eines bekannten Händlers in der Stadt Tala'thar geboren. Sie half ihren Eltern oft bei den Geschäften aus und entdeckte früh ihre Begabung für das Schreiben. Nachdem ihre Familie im Zuge des Aufbaus der späteren Haupstadt der Elfen nach Elandriel zog, um dort die Geschäfte auszudehnen und früh präsent zu sein, lernte sie dort den, ebenfalls aus Tala'thar stammenden Schreiber Alagon Golwenor kennen. Ihr gemeinsames Interesse an Pergament und Literatur führte sie zueinander. Stets war sie an der Seite ihres Mannes und stand ihm mit Rat zur Seite. So ist es wenig verwunderlich, dass sie einen nicht zu verachtenden Einfluss auf die Entwicklung Liliaths hatte, wenn auch sie weniger Anerkennung dafür bekam, als sie verdiente. Esgaron Golwenor (Urururgroßvater) geboren 150, gestorben 284 n.d.E. Geboren in Elandriel als Sohn einer bekannten und vermögenden Familie wuchs Esgaron Golwenor gut behütet auf. Trotz des Wunsches seines Vaters, sich in dessen Schreibstube zu betätigen und diesem Handwerk nachzugehen, entschied sich der Elf früh, Jäger zu werden. Dies führte er auch in Liliath fort und so ernannte sein Vater ihn zum Anführer der Jäger des Ortes, deren Jagden er stets selbst begleitete. Der ehrgeizige, aber oft auch hitzköpfige, Elf heiratete Lengil Edruitphen und wurde Vater einer Tochter und eines Sohnes. Er wird als sehr gläubiger Bürgermeister in der Erinnerung bleiben, der die Verehrung des Schutzheiligen Askers etablierte und die große Gabe Melendras annahm. Esgaron Golwenor starb im Jahre 284 n.d.E. eines natürlichen Todes. Lengil Golwenor, geb. Edruitphen (Urururgroßmutter) geboren 152, gestorben 293 n.d.E. Lengil Golwenor kam in Elandriel als gebürtige Edruitphen zur Welt. Ihre Mutter war eine Priesterin der Melendra, während ihr Vater als Zimmermann arbeitete. Sie folgte ihrer Mutter in der Berufung als Priesterin und trug als Frau Esgaron Golwenors in Liliath später mit zur Bedeutung des Glaubens an Melendra für die Stadt im Traumwald bei. Sie wurde, obwohl sie die Frau des Bürgermeisters war, stets als sehr nah am einfacheren Volk angesehen und war den Erzählungen nach wohl auch trinkfester als die meisten Elfen des Ortes. Ihr ist auch zu verdanken, dass die Ehrung der Göttin der Elemente den einfachen Leuten nähergebracht wurde. Nach dem Tod ihres Ehemannes stand sie noch neun Jahre ihrer Tochter Revenil zur Seite, ehe das Alter auch von ihr seinen Tribut forderte. Galon Golwenor (Ururgroßvater) geboren 208, gestorben 334 n.d.E. Aufgewachsen als zweites Kind hatte Galon Golwenor es nicht immer leicht. So widmete er sich schon früh der Kunst, besonders der Musik. Er erlernte die Harfe und versuchte sich später an dem Erschaffen von steinernen Skulpturen. Doch auch in den Gasthäusern und auf den Plätzen Liliaths war er oft zu sehen und gesellte sich zur Bevölkerung. So stand er auch seiner Schwester Revenil, mit der er sich stets gut verstand, in ihrer Zeit als Bürgermeisterin zur Seite. Mit seiner Ehefrau Mýlil hatte er zwei Töchter, Nibeneth und Cilel. Mýlil Golwenor, geb. Deremil (Ururgroßmutter) geboren 203, gestorben 331 n.d.E. Mýlil Golwenor stammt ursprünglich aus einer kleinen Siedlung in der Nähe Elandriels. Ihre Eltern zogen mit ihr aufgrund schlechter Ernten und fehlender Arbeit kurzzeitig an den Stadtrand Elandriels und später nach Liliath. Dort lernte Mýlil ihren zukünftigen Mann Galon kennen. Sie kümmerte sich liebevoll um die gemeinsamen Kinder. Doch die familiäre und lebenslustige Elfe fand auch viel Gefallen an Gesang und Schauspiel. Lhinor Golwenor, geb. Amarthon (Urgroßvater) geboren 249, gestorben 407 n.d.E. In Liliath als Sohn einer Handwerkerfamilie geboren und aufgewachsen, nahm er eine Lehre als Tischler auf. Als seine Eltern sich im Alter zurückzogen, übernahm er die Tischlerei und machte sie auch bei Händlern von außerhalb bekannt, da er gerne exotische Hölzer einkaufte und verarbeitete. Sein Fleiß und Ehrgeiz ließen ihn die Tischlerei, welche bis heute existiert, ausbauen und ihr einen sehr guten Ruf erarbeiten. Er heiratete die zukünftige Bürgermeisterin Nibeneth Golwenor, mit der er zwei Kinder hatte. Nach den Toden seiner Frau uns seines Sohnes, stand er noch einige Jahre seiner Tochter Nelil Golwenor bei den Amtsgeschäften bei. Nibeneth Golwenor (Urgroßmutter) geboren 244, gestorben 392 n.d.E. In ihrer Kindheit kümmerte sich Nibeneth oft um ihre Schwester Cilel und erarbeitete sich schon früh einen guten Ruf unter den Jägern Liliaths. Der kämpferischen und rhetorisch geschickten Anführerin kam es auch nie in den Sinn trotz all der Krisen und Vorwürfe ihr gegenüber aufzugeben. Sie tat stets alles, um die Bewohner Liliaths zu schützen. Doch, nachdem ein Mordanschlag auf sie scheiterte, zögerte sie keinen Augenblick, die Veranwortlichen hinrichten zu lassen, was ihr einen respektvollen, aber auch gefürchteten, Ruf einbrachte. Tinnuon Golwenor, geb. Gornor (Großvater) geboren 307, gestorben 381 n.d.E. Der Sohn einer Lichtmagierin und eines Priesters der Melendra wuchs gut behütet in Liliath auf. Seiner Mutter folgend, ließ er sich in der Lichtmagie ausbilden und wurde Zeit seines Lebens der Anführer der Liliather Magier. Er war ein sehr besonnener und ruhiger Elf, der für sein großes Wissen sehr geschätzt war. So unterstützte er seine Frau Nelil Golwenor als Berater und vertrat sie auch, wenn diese längere Zeit auf Reisen oder der Jagd war. Gemeinsam hatte das Ehepaar ein Kind, den Sohn Arasson. Nelil Golwenor (Großmutter) geboren 309, gestorben 420 n.d.E. Die passionierte Jägerin war stets eine sehr gesellige Elfe, die besonders die Feste und den Alkohol zu schätzen wusste. Sie spielte selbst die Geige und versuchte sich am Gesang, wenn auch dies besonders ihren Mann nicht immer erfreute. Dank guter Ernten konnte sie Liliath kulturell bereichern, auch wenn sie in der Verwaltung wenig begabt war und dies deshalb ihrem Mann Tinnuon überließ. Das Ende ihres Lebens ereilte sie bei ihrer größten Leidenschaft, dem Jagen, als sie bei einem Unfall einen Hang sehr unglücklich hinunterstürzte. Arasson Golwenor (Vater) geboren 372, gestorben 476 n.d.E. Arasson Golwenor ist im Jahre 372 n.d.E. als Sohn Tinnuon Golwenors, geb. Gornor und der Bürgermeisterin Nelil Golwenor in Liliath geboren worden. Der große Jäger war stets eine angesehene Führungsfigur. In einer einmaligen Begebenheit in der Geschichte des Ortes nahm er einst einige geflohene, rytarische Sklaven auf und zeigte dabei seine große Güte. Er war ebenso ein liebevoller Ehemann und Vater dreier Kinder. Sein Leben endete jedoch jäh, als er und einige weitere Jäger überraschend von Ihingril angegriffen wurden. Die Taten, die er vollbrachte, sollten jedoch noch über seinen Tod hinaus ihre Wirkung behalten. Geschichte der Arvellon Bescheidene Anfänge Die Aufzeichnungen der Familie Arvellon reichen bis in das Jahr 64 n.d.E. zurück, in welchem wohl Nengeleth Arvellon in Tala'thar, der Hauptstadt der Elfen, geboren wurde. Die Familie verkaufte auf dem Markt der Stadt Gemüse von den eigenen, kleinen Feldern außerhalb Tala'thars. Nengeleth Arvellon übernahm diese Geschäfte von ihren Eltern und konnte mit viel Geduld und Ehrgeiz andere Bauern davon überzeugen, deren Erzeugnisse ihr zu verkaufen, wodurch sie den Erfolg ihres Marktstandes über die Zeit immer mehr steigerte. Gemeinsam mit ihrem Mann baute sie ihr Geschäft weiter aus und band schon früh die gemeinsamen Kinder ein. Am Ende ihres Lebens war aus dem kleinen Hof der Familie ein Geschäft mit drei angestellten Arbeitern und einem guten Ruf in Tala'thar geworden. Der Hof der Arvellon wuchs auch in den folgenden Jahren und Jahrzehnten weiter. Noch zu Lebzeiten Nengeleths übernahmen Gawon Arvellon und seine Frau das Geschäft der Familie. Obwohl Elandriel als neue Haupstadt der Elfen gegründet wurde und so die Bevölkerung Tala'thars nach und nach geringer wurde, blieb man der Stadt treu. Gezwungenermaßen baute man so auch die Handelsbeziehungen aus, wohingegen der eigene Hof nach und nach schrumpfte. Eines Herbsttages im Jahre 177 n.d.E. jedoch zerstörte ein Feuer jäh die Träume der Familie. Der größte Teil des Hofs brannte des Nachts fast bis auf die Grundmauern nieder. Die Ernte war hinüber und auch viele Waren wurden vernichtet und waren nicht mehr zu verkaufen. Lange versuchten Gawon und Cestil das Geschäft wieder aufzubauen, doch nachdem man früh die Arbeiter entlassen musste, erkannte man, dass der Hof nicht wieder zu errichten war, da man dafür nicht das Geld hatte. So entschlossen sie sich letzlich, den Bestrebungen vieler anderer Elfen zu folgen und sich ebenso nach Elandriel aufzumachen. In Elandriel jedoch schlug die zwischenzeitliche Hoffnung schnell in Enttäuschung um. Mit wenig Geld übrig sollte sich die Zukunft schwierig gestalten. Lebend in einem kleinen Zimmer einer einfachen Herberge, suchte man nach Arbeit. Anfangs sich mit Gelegenheitsarbeiten herumschlagend, fanden Gawon und Cestil glücklicherweise nach einiger Zeit eine Anstellung bei einem lokalen Händler, wo sie die Lagerbestände und die Bücher verwalteten. Dieser Händler bot ihnen auch ein Zimmer an, was sie dankbar annahmen. Und immer den Traum eines wieder eigenen Geschäfts im Kopf, arbeiteten sie jahrzehntelang hart und stiegen in der Gunst ihres Herren auf. Im Aufschwung Auch die Kinder Gawon und Cestils arbeiteten für den Händler, zu welchem die Familie ein enges Verhältnis aufbauten. Nachdem bereits seine Frau verschieden war, ereilte im Jahre 212 n.d.E. den kinderlosen Kaufmann der Tod. Mit großer Verwunderung stellte man fest, dass dieser in seinem Testament all seine Besitztümer der Familie Arvellon vermacht hatte. Gawon und Cestil nahmen dieses Vermächtnis gemeinsam mit ihren Kindern an und so war ihr Traum doch noch in Erfüllung gegangen. Man konnte ein Verwaltungsgebäude und zwei kleinere Lagerhäuser sein Eigen nennen und beschäftigte mehrere Arbeiter. Im Alter zogen sich Gawon und Cestil letzlich aus dem Handelsgeschäft zurück und überließen dies ihren Kindern Ingil und Garanon. In den folgenden Jahren wurde die Familie immer bekannter und ihr Handelsgeschäft gefragter. Der Handel mit verschiedensten Tüchern und Stoffen entwickelte sich zum Kerngeschäft. Garanon Arvellon übernimmt die Führung des Familiengeschäftes, während seine Schwester sich im Besonderen um die Buchhaltung kümmert. Man konnte den Handel weit über die Grenzen Elandriels hinaus ausweiten und sich einen guten Namen machen. Auch an der Lieferung von Materialien und Ressourcen zum Bau der Verik-Hochburg war die Familie Arvellon beteiligt. Einen Rückschlag musste man verkraften, als Ingil Arvellon auf einer Handelsreise mit wertvoller Ware überfallen wurde und dabei starb. In den nachfolgenden Jahren ging das Geschäft spürbar zurück. Man drohte, in der Versenkung zu versinken, ehe Rawel Arvellon, die Tochter von Garanon und dessen Frau Fereth, gemeinsam mit ihrem Vater den Einstieg in das Bergbaugeschäft wagte. Zunächst belieferte man Schmieden in Elandriel und Umgebung und konnte so die Verluste vorheriger Jahre wieder ausgleichen. Als ein Bergwerk nahe Elandriel geschlossen werden sollte, wagte die Familie Arvellon den Kauf dieser Eisenmine. Dies sollte sich als lohnende Investion erweisen und einige Jahre später auch Aufträge der Krone nach sich ziehen. Der Niedergang Unter Rawel Arvellon erreichte die Bekanntheit der Familie und ihr Handelswesen ihren Höhepunkt. Der Name Arvellon war im vierten Jahrhundert n.d.E. auch über die Grenzen des elfischen Reiches bekannt, in einigen Städten entstanden Außenposten und lange, ausgeprägte Handelsreisen prägten die Zeit. Vor allem der Bergbau wurde zur Geschäftsgrundlage der Arvellon und viele Stammkunden sollten von den Lieferungen abhängig sein. Doch eines Tages im Jahr 382 n.d.E. sollte der Einfluss der Familie ein Ende finden. Nachdem Akelei Olodir zum König ernannt wurde, trat die Trägheit und Zurückgezogenheit im elfischen Reich hervor. Aufträge durch die Krone blieben aus, viele Stammkunden zogen sich zurück. Der größte Schicksalsschlag war jedoch der Einsturz der größten Mine der Arvellon, dessen Ursache bis heute ungeklärt ist. Viele Arbeiter verloren ihr Leben und das Bergwerk hätte nur mit enormen Kosten wieder eröffnet werden können. Lugon Arvellon, Sohn Rawels, versuchte sein Bestes, den Niedergang aufzuhalten, doch scheiterte er. Viele Arbeiter mussten entlassen werden, Außenposten aufgegeben und verkauft werden. So blieb nur noch der kleine lokale Handel mit Stoffen, der Ursprung des Handelsgeschäfts. Der Name Arvellon war einst weit bekannt, doch sollte er bald in Vergessenheit geraten. Mit dem Tod Lugons, dessen Geschwister sich schon lange vom Familiengewerbe losgesagt hatten, endete das Handelsgeschäft der Arvellon endgültig. Seine Töchter fanden jeweils ihren eigenen Platz in der elfischen Gesellschaft und führten das Werk ihres Vaters nicht mehr fort. Elanorel Arvellon suchte und fand Geborgenheit in der Stadt Liliath, ihre Schwester Engrenil an der Seite eines Jägers, ihres Mannes Amínor, außerhalb Elandriels. Familie mütterlicherseits Nengeleth Arvellon (Ururururgroßmutter) geboren 43, gestorben 168 n.d.E. Nengeleth Arvellon wurde als Tochter zweier einfacher Bauern geboren. Schon früh half sie auf den Feldern und auf dem Markt in Tala'thar. Von einem mit der Familie befreundeten Schreiber lernte sie, im Gegensatz zu ihren Eltern, die Grundlagen des Lesens und Schreibens. Schon in recht jungen Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann Angon Míresgal kennen und lieben. Mit Ehrgeiz und Fleiß baute sie das Familiengeschäft aus, doch fand sie auch stets die Zeit, für ihre beiden Kinder zu sorgen. Angon Arvellon, geb. Míresgal (Ururururgroßvater) geboren 46, gestorben 178 n.d.E. Aus einer kleinen Tischlerfamilie entstammend sollte Angon sich dem Handwerk nicht verwehren. So lernte er dieses gemeinsam mit seinem älteren Bruder in der Tischlerei der Familie Míresgal, welche vom älteren Sohn übernommen werden sollte, während Angon in die Familie der Arvellon einheiratete. Auch auf deren Hof konnte er seine Fähigkeiten einbringen, wobei er vor allem auch sich um die Kinder Gawon und Gedil kümmerte. Angon war trotz seines fehlenden Wissens und Verhandlungsgeschick ein stets hilfsbereiter und liebenswürdiger Elf und Vater. Cestil Arvellon, geb. Laergolben (Urururgroßmutter) geboren 104, gestorben 248 n.d.E. Aus einfachen Verhältnissen stammend, schlug Cestil sich, ebenso wie ihr Vater, mit Gelegenheitsarbeiten durch. Nachdem ihre Mutter bei ihrer Geburt gestorben war, fand ihr Vater frühzeitig den bis heute ungeklärten Tod auf der Straße. In Gawon fand Cestil ihre große Liebe, nachdem dieser sie von der Straße geholt hatte und sich um sie kümmerte, ihr Lesen und Schreiben beibrachte. Sie war vielleicht keine allzu kluge Elfin, doch stets unermüdlich und arbeitsfreudig. Ihre große Leidenschaft war der Gesang, welchen sie jedoch nie vollends ausleben konnte. Gawon Arvellon (Urururgroßvater) geboren 101, gestorben 253 n.d.E. Von stets froher Natur sollte der Brand des Hofes der Familie Arvellon in Tala'thar und die ungewisse Zukunft in Elandriel Gawons Gemüt einen starken Dämpfer verpassen. Schon früh lernte er, Bücher zu führen und Handel zu treiben. Oft verbrachte er auch abends Zeit in Gasthäusern. Stets arbeitete er hart und gab nie die Hoffnung auf, seinen Kindern und seiner Frau eine gute Zukunft bieten zu können. Fereth Arvellon, geb. Dúben (Ururgroßmutter) geboren 178, gestorben 326 n.d.E. Einer bürgerlichen Familie entstammend, fand Fereth Dúben ihren Platz in der Verwaltung eines größeren Händlers Elandriels. Ihr Auftreten war geprägt von Fröhlichkeit und Gutmütigkeit und so war sie auch stets an der Seite ihres späteren Ehegatten Garanon, den sie in schlechten Zeiten aufzumuntern wusste. Da ihr Mann lange arbeitete und wenig Zeit für die Familie fand, war Fereth oftmals alleine für die gemeinsame Tochter Rawel da, was ihr Zeit lebens zu Schaffen machte, sie jedoch immer für sich behielt. Garanon Arvellon (Ururgroßvater) geboren 181, gestorben 323 n.d.E. Garanon Arvellon war stets ein fröhlicher und selbstbewusster Elf. Schon sehr früh wurde er in das familiäre Geschäft eingebunden. Über die Zeit baute sich der charismatische Elf Kontakte auf und arrangierte Aufträge. Gemeinsam mit seiner Frau Fereth hatte er eine Tochter, um die er sich jedoch recht selten kümmerte, da er meist sehr lange arbeitete und für sie keine Zeit hatte. Der Tod seiner Schwester, zu der er immer eine innige Beziehung hatte, bei einem Überfall brach ihn innerlich und so zog er sich danach immer weiter zurück. Aufgrund von Fürsorge durch Frau und Kind fand er jedoch den Weg zurück und lebte noch lange Zeit glücklich, ehe er im hohen Alter starb. Rawel Arvellon (Urgroßmutter) geboren 243, gestorben 392 n.d.E. Rawel Arvellon war stets in ihre Arbeit versunken, voller Ehrgeiz, das Handelsgewerbe der Familie voranzutreiben und doch wagte sie es auch, neue Wege zu beschreiten und konsequent zu verfolgen. Dies ließ sie jedoch auch mal überreagieren und so ließ sie auch mal ihren Frust an der Familie ab. Trotz allem liebte sie ihren Mann und ihre drei Kinder und sorgte gut für sie. Abseits ihrer Arbeit im Handelsgeschäft fand sie nur selten Platz für ihre Leidenschaft, die Lennor Arvellon, geb. Thín (Urgroßvater) geboren 239, gestorben 395 n.d.E. Als ältester Sohn eines Schmiedes erlernte Lennor ebenso dieses Handwerk und sollte später das Geschäft von seinem Vater übernehmen. Dies verweigerte er jedoch, da er in die Familie Arvellon einheiratete. Im Streit gingen sie auseinander, obwohl sein Bruder an seiner statt dem Vater nachfolgte. Lennor war gegenüber seinen Kindern sehr liebevoll und stets fröhlich. Auch konnte er mit seinem handwerklichen Wissen seiner Frau im Handelsgeschäft beratend zur Seite stehen. Ìdhil Arvellon, geb. Heleg (Großmutter) geboren 313, gestorben 442 n.d.E. Ìdhil heiratete ihren Mann recht früh, als sie noch nicht lange das Handwerk des Goldschmiedens von ihren Eltern erlernt hatte. Später vertrat sie ihren Gatten oft bei Gesprächen und Reisen, wo insbesondere ihre charismatische Natur zur Geltung kam, sie jedoch auch auf die harte Weise lernte, sich zu wehren. Und doch hatte die liebende Mutter zweier Kinder stets ein Lächeln auf den Lippen, egal wie schlecht es eigentlich stand. Lugon Arvellon (Großvater) geboren 302, gestorben 443 n.d.E. Nachdem Lugon lange im Familiengeschäft seinen Teil dazu beigetragen hatte, die Stammkunden zu halten und sich im Bergbau zu halten, übernahm er letztlich die Leitung der Unternehmung von seiner Mutter, in einer Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs. Er stemmte sich lange gegen das Unvermeidliche, musste jedoch die schmerzhafte Entscheidung treffen, alle Außenposten und alle Minen zu verkaufen oder stillzulegen, nachdem es ein Unglück gegeben hatte. So zog er sich auch immer weiter in sich zurück und sein einst fröhlicher Charakter wandelte sich. Der leidenschaftliche Künstler verlor sich immer mehr in den Wirren des Handelschaos und fand kaum noch Zeit für seine Familie, ehe ihn aufgrund der vielen Arbeit sein Leben verließ. Elanorel Golwenor, geb. Arvellon (Mutter) geboren 383 n.d.E. Geboren als Tochter Lugon und Ídhil Arvellons sollten sie und ihre ältere Schwester Engrenil eigentlich das Familiengeschäft übernehmen. Beide hatten daran jedoch wenig Interesse, dazu verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der früher sehr wohlhabenden Familie immer weiter. Elanorel widmete sich lieber der Natur und deren Heilkraft. So verließ sie auch Elandriel in Richtung Liliath, um dort neu zu beginnen, nachdem sie im Streit mit ihren Eltern gegangen war. Sie heiratete den Bürgermeister Liliaths, Arasson Golwenor, und bekam mit ihm zwei Söhne und eine Tochter, um die sie sich liebevoll kümmerte. Der Tod ihres Gatten traf Elanorel sehr, doch steht sie nun trotzig an der Seite ihrer Kinder. Gerne verweilt sie an den wundersamen Orten des Traumwaldes und genießt die Schönheit der Natur.
  4. Charakterbeschreibung des Faergon Golwenor Fürst Faergon Golwenor Thalar Bürgermeister Liliaths Sohn von Elanorel Golwenor, geb. Arvellon, und Arasson Golwenor Steckbrief Name: Fürst Faergon Golwenor, Thalar Geschlecht: männlich Rasse: Elf Geburtsdatum: Zwölfter Tag des siebten Monat des Jahres 423 n.d.E. Haarfarbe: blond Augenfarbe: grün Größe: 1,92 m Eltern: Arasson Golwenor (Vater, verstorben), Elanorel Golwenor (Mutter, gebürtige Arvellon) Geschwister: Belegon Golwenor (älterer Bruder, der mit seiner Frau Gethil und Tochter Agoreth ebenfalls in Liliath lebt), Ionel Golwenor (jüngere Schwester, die mit ihrem Mann Hathon in Elandriel lebt) Ehefrau: Inweth Golwenor (gebürtige Bereneth) Kinder: Fanion Golwenor (Sohn), Arthien Golwenor (Tochter) Handwerk: Jagd Stellung: Bürgermeister Liliaths Wohnort: Liliath (Traumwald) Heimat: Liliath (Traumwald) Glauben: Melendra, die Göttin der Anmut und Asker, der Schutzheilige der Jäger Aussehen Faergon Golwenor ist ein mit 1,92 Körpergröße durchschnittlich groß gewachsener Elf mittleren Alters. Aufgrund seiner recht dünnen Statur und wenig muskulösem Körperbau überraschen Faergons sehnige Arme, welche durch das regelmäßige Jagen mit seinem Langbogen geprägt sind. Trotz der körperlichen Anstrengung der Jagd sind seine Hände davon unbeeindruckt und viel filigraner, als man es denken würde. Die Haut des Elfen ist sehr blass, selbst für jemanden seines Volkes, sodass er manchmal sogar leicht kränklich scheint, auch wenn dies nicht der Fall ist. Seine langen, blonden Haare trägt der Bürgermeister Liliaths offen. Faergons Gesichtszüge sind schmal, aber sanft, und strahlen eine besondere Ruhe, aber auch eine große Ernsthaftigkeit aus. Selbstverständlich treten seine spitzen, langen Ohren deutlich hervor, jedoch sind seine smaragdgrünen, tiefen Augen das, was den Meisten zuerst auffällt. Seiner Stellung und seiner Eitelkeit angemessen trägt Faergon zumeist eine dunkelblaue, lange Robe, welche ihm ein sehr begabter Schneider in Elandriel herstellte. Der feine Stoff ist sanft und fein, dennoch reißfest und überraschend wasserresistent. Die Robe wird von einer silbernen Brosche in Form des Ellanor geschlossen und ist verziert mit goldenen Elementen. Er trägt seinen silbernen Ehering, in dem ein leicht leuchtender Smaragd eingeschlossen. Um den Hals hängen zwei Ketten, eine kleine, unscheinbare Kette mit einem Kelch, dem Zeichen der Melendra sowie eine silberne Kette mit einem Amulett, in welchem das Abbild des Ellanor eingraviert ist und welches Faergon als Bürgermeister Liliaths ausweist. Wenn Faergon die Jagd Liliaths begleitet, in der Natur unterwegs oder auf Reisen ist, so kleidet er sich in einen grünen Mantel mit Kappe, welcher ihn vor allem im Wald gut tarnt. Dabei trägt er einen Gürtel mit Phiolen, gefüllt mit verschiedensten Flüssigkeiten und Tinte, eine Wasserflasche und Kräuter aus dem Traumwald. Des Weiteren gehören Pergament und Feder zu Faergons steten Begleitern. Unterwegs im Wald oder auf Reisen, weiß Faergon Golwenor sich auch zu schützen und Wild zu jagen. Dazu trägt er einen Langbogen aus einem exotischen Holz, angeblich aus dem fernen Westen Lyrias, welcher fein geschnitzt ist und mit verschiedenen Motiven des Waldes versehen ist. Auf seinem Rücken trägt er einen Köcher mit einigen, durch eine spezielle Befiederung, besonders ausgeglichenen und leisen Pfeilen, welche die Jäger Liliaths über Generationen hinweg entwickelt hatten. Um erlegte Tiere aufschneiden und verarbeiten zu können, nutzt der Bürgermeister Liliaths ein kleines Jagdmesser. Charakter und Fähigkeiten Faergon gilt den Elfen Liliaths als besonnener und wissbegieriger Elf. So verbringt er viel Zeit bei seinen Büchern, welche aus den verschiedensten Teilen Lyrias stammen, und baute sich so mit der Zeit seine eigene, kleine Bibliothek auf. Man sieht ihn daher oft am Abend mit einem Buch vor dem Kamin sitzen und lesen. Dabei interessiert er sich besonders für alte Erzählungen und Dokumente, die die Geschichte Lyrias aufzeigen und in die Vergangenheit blicken lassen. Doch auch Gedichte oder Romane finden ihren Weg in seine Sammlung. Faergon verfasst auch selbst einige Bücher. So schreibt er bekannte Legenden, welche sich die Elfen in Liliath erzählen, auf oder beschreibt die Historie des Ortes. Auch wenn seine Frau Inweth ihn schon oft dafür tadelte, sich zu sehr zurückzuziehen, so ist die Literatur doch seine große Leidenschaft, was die Bibliothekare Liliath regelmäßig leidlich zu spüren bekommen, wenn sie nach Büchern suchen, durch die Reihen eilen oder die Regale neu ordnen müssen. Daneben ist der Bürgermeister Liliaths interessiert in der Musik. Früh erlernte er die Harfe zu spielen und gerne lauscht er den Musikstücken und Gesängen der Musiker der Stadt, welche er auch zu Festen auftreten lässt. Faergon gilt als freundlicher und verwanwortungsbewusster Elf und Bürgermeister, doch ist er in Anbetracht seiner Stellung auch sehr eitel und manchmal gar arrogant. Doch trotz des Stolzes auf sein Amt, gibt er seinen adligen Status nur wenigen, vertrauten Freunden bekannt. Dass er ein Fürst ist, ist für ihn nur ein geerbter Titel ohne weitere Bedeutung oder gar Herrschaftsanspruch. Wie auch Alagon Golwenor sich nicht aufgrund seines Adelstitels zum Anführer der ersten Elfen Liliaths machte, so nutzt auch Faergon diesen nicht als Grundlage, sich über Andere zu stellen. Während er sich um die Bewohner Liliaths sorgt, schaut er auf weniger gebildete Fremde eher herab. Geselligkeit ist für Faergon jedoch nichts Alltägliches und er meidet zumeist die Gasthäuser der Stadt. Dem Alkohol eher abgeneigt, genießt der Elf doch gerne einmal den edlen Rotwein aus Liliaths. Fremden gegenüber ist er zumeist misstrauisch, kaschiert dies aber mit oberflächlicher Höflichkeit. Dennoch ist Faergon auch schnell reizbar, wenn ihm etwas nicht passt oder jemand ihm unfreundlich begegnet. Auch ist der Elf ein präziser und gewissenhafter Planer, der die Dinge genau vorbereitet und in die Zukunft blickt. Treffen ihn Umstände jedoch unvorbereitet, so ist er leicht aus der Fassung zu bringen und orientierungslos. Auch ist Faergon ein sehr familiärer Elf, was jedoch auch eine Schwäche ist. Bis heute ist er noch nicht vollkommen über den schrecklichen Tod seines Vaters hinweggekommen. Neben den Büchern gilt Faergons Interesse auch der Natur. Als Jäger sorgt er mit für die Versorgung, jedoch unter Schonung der Lebewesen des Traumwaldes. Er spürt eine besondere Verbindung zu den Bäumen, Pflanzen sowie Tieren und sorgt für den Erhalt der Magie des Waldes, auch wenn er nur schwache Lichtmagie beherrscht. So ist er auch geschult im Fährtenlesen und hat eine gute Orientierung. Durch seine Mutter ist er mit Kräutern und der Heilung zumindest etwas vertraut und kann kleine Wunden heilen. Aufgrund seiner Tätigkeit als Jäger ist Faergon Golwenor begabt im Umgang mit dem Bogen, was ihm schon von Kindesbeinen an gelehrt wurde. Seine Augen sind gut geschult, so mustert er stets jegliche Bewegung unauffällig und aufmerksam. Seinem Blick kann sich wenig entziehen. Hingegen ist er im Nahkampf völlig unbegabt, ist nicht muskulös und hat keinerlei Kampfausbildung hinter sich. Das Reiten lernte er in Ansätzen, sodass er zumindest sich auf einem Pferd halten und dies halbwegs unter Kontrolle halten kann. Faergon zeigt eine realistische Weltsicht, begegnet dabei negativen, kriegerischen und den Frieden bedrohenden Ereignissen mit zunehmender Sorge. Wenn auch sich vor allem Liliaths und sein Handeln auf den Traumwald und die Elfen des Ortes beschränkt, so ist ihm auch der Rest Lyrias, erschaffen von der Gottmutter Aleria, nicht vollkommen egal. Doch schätzt er die Geborgenheit und Abgeschiedenheit Liliaths und möchte dies nicht durch unüberlegte Handlungen oder Einmischung in die Intrigen und Kämpfe größerer Mächte auf's Spiel setzen. Glauben Faergon verehrt die Göttin der Anmut und der Elemente, Melendra. Er gedenkt ihr, die sich für die Natur und Wälder, die Pflanzen und Tiere Lyrias einsetzt. Durch den Glauben an sie schöpft Faergon Kraft und das Gewissen, in seinem Streben, die Natur zu schützen und mit ihr in Einklang zu leben, das Richtige zu tun. Um seinem Glauben Ausdruck zu verleihen, besucht Faergon, wie viele der Elfen in Liliath, regelmäßig den Gebetsort im Kloster zum Gedenken der Göttin. Der Sage nach ist der große Baum Liliaths, der Ellanor, ebenso von Melendra gesegnet, wie dies bei dem Fia´Moir der Fall ist, da er aus einem Samen des riesigen Baumes in Elandriel hervorging. Somit sehen die Elfen des Ortes Melendra als die Schöpferin ihrer Heimat an und verehren sie als wichtigste Gottheit. Um ihr für ihre Gaben und ihren Schutz Liliaths zu danken, wird Melendra auf allen Festen der Stadt gedenkt und zu ihr gesprochen. Daneben ist der Schutzheilige Asker auch ein wichtiger Bestandteil des Glaubens in Liliath und insbesondere des Glaubens Faergons. Aufgrund der langen Jagdtradition ist er ein wichtiger Begleiter. Vor jeder Jagd wird um seinen Beistand gebeten. Geschichte Kapitel I - Kindheit und Jugend Das Licht der Welt „Schau ihn Dir doch mal an, Arasson. So klein und unschuldig.“, beschrieb Elanorel Golwenor ihren neu geborenen Sohn Faergon, welchen sie in den Händen hielt und betrachtete. „Ja, noch. Sobald sein Bruder ihm beigebracht hat, wie man den Nachbarn am besten einen Streich spielt, erinnere ich Dich an deine Worte.“, antwortete ihr Mann befürchtend. Nach einem bösen Blick Elanorels, berichtigte sich Arasson, als er herantrat: „Nur ein Spaß. Ich freue mich so sehr wie Du über unseren kleinen Faergon hier.“ Ihren Neugeborenen im Arm schaukelnd, spazierten die glücklichen Eltern, den älteren Sohn hinter sich herschleppend, durch die Stadt, vorbei an Marktständen, Geschäften und über Plätze. Der Geruch frischen Brotes und der Duft von Trauben zogen durch die Straßen. Bürger Liliaths grüßten den Bürgermeister und seine Frau und Nachbarskinder nahmen Belegon zum Spielen mit. Ein leichter Wind wehte durch Liliath und entlockte Faergon ein Kichern. Lächeln sahen sich Elanorel und Arasson an, während die Mittagssonne des Sommers in diesem Jahre 423 n.d.E. auf sie schien. „Arasson! Hast Du kurz Zeit?“, kam der Anführer der Stadtgarde auf die Familie zu. Mit einem entschuldigenden Blick zu seiner Frau antwortete Arasson: „Ja, ich komme schon.“ Schnell gab er Elanorel noch einen Kuss und strich über die Stirn Faergons: „Tut mir leid. Morgen machen wir einen wirklichen Spaziergang, ohne Unterbrechung.“ „Ja, ja. Das werden wir ja sehen, Du viel beschäftigter Mann.“, seufzte seine Frau, als Arasson schon davoneilte, einen letzten Blick auf seinen neugeborenen Sohn erhaschend. Eine Geschichte aus alter Zeit Das Feuer prasselte im Kamin des Hauses der Golwenor und von draußen erklang leise pfeifend der Wind. In der Dunkelheit der Nacht sah man aus dem Fenster verschiedenste Lichtpunkte aus anderen Wohnhäusern oder Laternen. In den Sesseln des Wohnzimmers saßen Elanorel und Belegon, während Faergon auf einem Teppich direkt am Feuer Platz genommen hatte. Der Vater der beiden Kinder versorgte gerade den Kamin mit neuem Holz. „Wenn Ihr beide jetzt mal still seid, erzähle ich Euch auch die Geschichte.“, stellte ihre Mutter Faergon und Belegon ihre Forderung. Die beiden Kinder verstummten schnell und lauschten aufmerksam der nun folgenden Erzählung. „Ich möchte Euch die Geschichte von der Gründung unserer Stadt Liliath erzählen. Wie Euer Vater Euch sicher schon erzählt hat, hat Euer Vorfahr Alagon Golwenor Liliath im Jahr 176 gegründet. Doch, dass wir heute hier so gut leben können, verdanken wir auch unserer Göttin Melendra. Einst segnete sie den Fia'Moir in Elandriel, unserer Hauptstadt. Ein Samen dieses göttlich geweihten Baums wurde vom Wind in den Traumwald getragen, auf die Lichtung, wo heute unsere Stadt Liliath liegt.“, begann Elanorel, ehe sie von ihrem ältesten Sohn unterbrochen wurde: „Also ist der Ellanor wie ein Kind des Fia'Moir?“ „So könnte man sagen, ja. Der Sohn seines Vaters.“, war die Antwort seiner Mutter, welche ihr Erzählung unbeirrt fortführte: „Der Ellanor wuchs zu einem übergroßen Baum heran und, als unser Gründer aufbrach, eine neue Stadt zu gründen, wies ihm Melendra selbst in einer Vision den Weg hier hin.“ „Was war das denn für eine Vision?“, erkundigte sich Faergon neugierig, woraufhin sich Arasson einmischte: „Darüber gibt es viele Legenden. Wie genau es war, weiß man nicht. Leider hat Arasson dies nie selbst niedergeschrieben. Mal erzählt man sich von der Göttin selbst, welche vor ihn trat, mal von einem Traum Arassons, mal von einem Bild des Ellanor in einem Wasserkelch. Was wirklich stimmt, wird man wohl nie erfahren.“ „Dass Alagon und die Elfen damals aber von Melendra zum Schutze des Traumwaldes und des Ellanor auserwählt wurden, steht jedoch ausßer Zweifel.“, übernahm Alagons Frau wieder das Wort: „Der Ellanor ist durchströmt von einer besonderen Magie, derer selbst unsere besten Lichtmagier noch nicht vollständig auf den Grund gekommen sind. Sie sagen, es sei, als hätte der Baum ein eigenes Bewusstsein und eine eigene Magie schütze ihn. Als könne er zwischen Freund und Feind unterscheiden. Das ist das Wirken Melendras.“ Draußen erloschen nach und nach die Lichter der anderen Häuser und die Dunkelheit vertrieb das Licht endgültig. „So, und nun aber ab ins Bett, Ihr Beiden! Es ist schon spät genug!“, dirigierte Elanorel Golwenor die beiden Kinder, welche widerwillig den Anweisungen folgten. Auf dem Rücken eines Pferdes „Und dein Vater hat Dir das wirklich erlaubt?“, fragte der Pferdezüchter Liliaths den elfjährigen Faergon, welcher an einem sommerlichen Morgen erwartungsvoll vor ihm stand. Die drei Kinder, Faergon, sein bester Freund Goron und dessen kleine Schwester, waren zu Eluon gekommen und hatten ihn gebeten, auf seinen Pferden reiten zu dürfen. In gutmütiger Eile hatte er zugesagt, doch waren ihm nun Zweifel gekommen. „Ja, Vater hat gesagt, als Golwenor muss ich zumindest mal auf einem Pferd gesessen haben. Und ich soll am besten jetzt schon anfangen.“, war die doch unglaubwürdig klingende Antwort Faergons. Stirnrunzelnd und der, für einen Elfjährigen doch sympatisch vorgetragengen, Lüge bewusst, konnte der ältere Pferdezüchter den drei Kindern doch nichts abschlagen: „Nun, wenn dem so ist. Aber, wehe Ihr macht nicht, was ich Euch sage. Wenn Ihr irgendetwas Blödsinniges tut oder meine Anweisungen ignoriert, dann war's das. Verstanden?“ Energisches Nicken ließ Eluon die Kinder in den Stall führen. Dort erwarteten sie drei beeindruckende Pferde, eines braun-gescheckt, die anderen beiden braun mit weißen Punkten. „Khalari, welche ursprünglich von den Inseln vor der Küste stammen. Sehr geduldige und tolle Tiere, aber auch sehr pflegebedürftig. Solange Ihr sie nicht ärgert, sollten sie Euch nichts tun.“, stellte Eluon den Kindern die Pferde vor. Nachdem er den jungen Elfen hinaufgeholfen hatte, ließ er die Khalari hinaustreten und im Schritt hinüber zur Weide gehen, wo sie selbst die Zügel in die Hand nahmen. Ungestüm und ungeschickt stellten sie sich zwar an, doch die ruhigen Pferde warfen sie nicht ab. Eluon brachte ihnen einige Bewegungen und die Grundlagen des Reitens bei. Als sie sich zurück zum Stall aufmachten, erblickte die aus dem Wald kommende Mutter Faergons die Kinder und den Pferdezüchter. „Faergon, was ist das denn hier? Eluon?“, kam sie wütend auf sie zu. „Mutter, Eluon hat uns das Reiten beigebracht.“, antwortete Faergon mit kindlicher Naivität und ergänzte: „Bitte sei nicht so wütend. Er hat gut auf uns aufgepasst und die Pferde sind echt lieb.“ Elanorel beruhigte sich und ihr Blick wurde freundlicher. „War es so, Eluon?“, erkundigte sie sich auch beim älteren Elfen. „Ja, die Kinder haben sich wirklich gut angestellt. Besonders Euer Sohn hat ein Talent für's Reiten.“ In den folgenden Jahren sollte Faergon öfter beim Pferdezüchter vorbeischauen und zumindest die Grundlagen im Umgang mit Pferden lernen. Später nahm er auch seine kleine Schwester Ionel mit, welche zwar aufgrund ihres Alters nicht selbst ritt, doch begeistert ihrem Bruder zusah und mit den Khalari spielte. Von Neugier und Schrecken Ein leichter Nebel lag an diesem Nachmittag im Frühling 435 n.d.E. über Liliath. Faergon und sein bester Freund Goron waren vormittags durch den Ort geeilt, hatten gespielt und sich in der Bäckerei ein Brot erbettelt. Nun waren sie in der Bibliothek im Ellanor, auf der Suche nach spannenden Geschichten und Legenden. Hatte ihnen einer der Bibliothekare, der recht junge Aglaron, erst noch Geschichten für Kinder empfohlen, konnten sie ihn überzeugen, dass sie selbst suchen durften. So ließ er sie allein, doch beäugte er sie einige Regale weg weiterhin kritisch. „Faergon, schau mal hier.“, machte Goron auf seine neueste Entdeckung aufmerksam. In der Hand hielt er ein dunkel gebundenes Buch mit roter Inschrift. „Ihingril?“, erblickte Faergon den geschwungenen Titel. „Im Jahr 352 tauchten riesige Spinnen westlich von Liliath auf, schwarz wie die tiefste Nacht, mit glühenden roten Augen und großen Klauen. Oder hier: Sie haben jedoch kein normales, rotes Blut. Stattdessen ist ihr Blut schwarz.“, las Goron einige Stellen vor. „Was sind das für Wesen? Goron, glaubst Du wirklich, dass sie wirklich alle getötet wurden?“, flüsterte Faergon, nachdem die beiden Kinder, das Buch geschickt vor Aglaron verdeckend, dieses überflogen und in Teilen gelesen hatten. „Ich weiß es nicht. Aber es sind ja seit langer Zeit keine mehr aufgetaucht. Und selbst wenn, die Jäger würden uns sicher beschützen.“, antwortete Goron. „Ich finde das irgendwie seltsam. Was sind das denn für Tiere? So groß und schrecklich? Und so grausam... Du hast es doch gelesen, sie haben so viele Elfen getötet. Was, wenn sie wirklich wiederkommen?“, mutmaßte Faergon ängstlich und zitternd. „Faergon, jetzt spinnst Du aber!“, empörte sich sein Freund, als Aglaron auf sie zu kam. „Alles in Ordnung? Was lest Ihr denn da?“, fragte der Bibliothekar besorgt. „Nur etwas über Melendra.“, reagierte Goron schnell, nachdem er das Buch über die Ihingril unter dem Tisch verschwinden ließ und stattdessen ein Kinderbuch über die Göttin der Anmut vor sich legte. „Dann ist ja gut. Ich wollte Euch aber auch noch sagen, dass es bald dunkel wird. Ich kenne das ja, hier merkt man gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Eure Eltern wollen sicher, dass Ihr bald nach Hause kommt.“, riet Aglaron ihnen. Faergon und Goron stimmten zu, sich auf den Heimweg machen zu wollen. Nachdem der Bibliothekar aus dem Sichtfeld verschwunden war, legten sie das geheimnissvolle Buch wieder zurück und ebenso all die anderen Werke, welche sie den Tag lang gelesen hatten. Im Schein der letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne kam Faergon nach Hause, die Erzählungen über die Ihingril nicht aus dem Kopf bekommend. Ein guter Schuss „Ruhig bleiben, mein Sohn“, flüsterte Arasson Golwenor Faergon zu. Der 16jährige hielt seinen Bogen in der Hand und nahm gerade einen Pfeil aus dem Köcher. Die beiden standen, gemeinsam mit Faergons Bruder Belegon, auf einer Lichtung im Traumwald nahe Liliath. Vom Reh vor ihnen aufgrund ihrer grünen Mäntel unentdeckt, hockten sie im Unterholz und warteten darauf, dass Faergon sein erstes Wild erlegte. Sein Bruder sprach Faergon mit seinem Blick Mut zu und Arasson bedeutete seinem jüngeren Sohn, auf das Reh zu zielen. Faergon legte den Pfeil auf die Sehne, trat dabei jedoch unglücklich auf einen Ast. Dies hörend, wendete das Reh den Elfen den Kopf zu und flüchtete im Schreck. Arasson fluchte lauter als er wollte, doch der Pfeil Faergons verließ die Sehne des Langbogens. Nach einem kurzen Schnauben fiel das Wild zu Boden, der Pfeil hatte es tödlich getroffen. „Bei Asker, guter Schuss, mein Sohn.“, stellte Arasson beeindruckt fest. „Gut reagiert. Ich dachte schon, das wäre es gewesen. Bin stolz auf Dich, kleiner Bruder.“, lobte ihn auch Belegon. Vater und Bruder zeigten Faergon danach, wie man den Pfeil aus dem erlegten Reh entfern, es häutet und verarbeitet. Zu Hause angekommen zeigte sich Elanorel Golwenor beeindruckt von der Beute und das folgende Abendessen sollte den Erfolg der Jagd angemessen widerspiegeln. Unter Jägern „Tapfere Jäger, Liliaths! Das Jahr war hart und die Ernte schlecht. Der Kornspeicher und die Lager sind wenig gefüllt. So kommt es mehr als sonst auf den Erfolg der Beleg Faras an.“, leitete Arasson seine Rede vor der Jagdgemeinschaft Liliaths zur sogenannten ersten „Großen Jagd“ ein. Er stand auf einer Empore auf dem Stadtplatz, neben ihm sein Sohn Belegon und die oberste Jägerin Thennil, sowie etwas abseits Faergon und Goron. „Auf diese Jagd werden uns ebenso zwei neue Jäger begleiten.“, erklärte der Bürgermeister Liliaths und ließ Goron und Faergon hervortreten, ehe er fortfuhr: „ Goron Mírdan und, worauf ich besonders stolz bin, mein Zweitgeborener Faergon! Ich bin fest überzeugt, dass sie ihren Beitrag leisten und mit zum Erfolg der Jagd beitragen werden. Mit dem Segen Melendras und der Unterstützung Askers werden wir mit vollen Händen zurückkehren! Und nun, lasst uns aufbrechen!“ Während die Jäger sich bereit machten und in Richtung Westen zum Rande der Lichtung, auf welcher sich Liliath befindet, aufbrachen, klärte Arasson mit Thennil die letzten Details. Faergon und Goron, Bögen und Köcher geschultert sowie in dunkelgrüne Mäntel gekleidet, folgten Belegon zu den anderen Jägern Liliaths. Als auch Thennil und Arasson zu der Gemeinschaft stießen, machten sich die Elfen auf den Weg nach Nordwesten. Mit ihren braun-grünen Mänteln und den von Pferden gezogenen Karren hinter sich schienen sie mehr wie herumziehende Vagabunden. Doch dies scherte sie wenig, denn mit ihren Mänteln und ihrer Leichtfüßigkeit blieben die Elfen unbemerkt, sofern sie sich fernab ihrer Karren befanden. Auf einer kleinen Lichtung weit im Nordwesten des Traumwaldes schlugen die Jäger ihr Lager auf, einige Zelte, die Karren und Lagerfeuer. Über den Tag zogen sie in alle Himmelsrichtungen in kleinen Gruppen davon, um Wild zu jagen. Mit mäßigem Erfolg konnte man einige Rehe sowie einige kleinere Tiere erlegen, welche im Lager mit verschiedenen, heimischen Kräutern, haltbar gemacht wurden. Am nächsten Morgen zog die Gruppe weiter nach Südwesten, um die Jagdgründe nicht zu sehr zu belasten. Glücklicherweise sollte die Jagd in dieser Umgebung von mehr Erfolg gekrönt sein. Letzlich waren die Karren voll beladen und am Abend saß man an den Lagerfeuern gemeinsam zusammen und dankte Melendra und Asker für die erfolgreiche Jagd. „Weißt Du, mein Sohn.“, sprach Arasson zu Faergon: „Ich bin wirklich stolz auf Dich. Du hast Dich gut geschlagen. Nun bist Du ein wahrer Jäger Liliaths, ein wahrer Faron.“ „Danke, Vater.“, antwortete Faergon lächelnd. Am nächsten Tag zogen die Jäger Liliaths feierlich in die Stadt ein. Froh über den Erfolg der ersten Beleg Faras war die Versorgung erstmal gesichert. Weitere der großen Jagdreisen sollten in der nächsten Zeit stattfinden und so zeigte Melendra den Elfen Liliaths wieder einmal ihre Gutmütigkeit. Im Schatten des Fia'Moir „Willkommen in Elandriel, meine Kinder!“, eröffnete ihr Vater Ionel und Faergon. Die drei Elfen standen an diesem Abend des Jahres 445 n.d.E. vor der Hauptstadt der Elfen, während die Sonne langsam am Horizont verschwand. Von Weitem erblickten sie schon den großen Fia'Moir im Zentrum der Stadt. Die Straßen, durch welche sie gemeinsam mit vier weiteren Elfen, Händlern aus Liliath, gingen, waren erhellt durch Laternen und Lichtschein aus den Gebäuden. Die junge Ionel, welche ihre Mutter nur widerwillig hatte mitkommen lassen, schaute sich staunend um und konnte gerade noch abgehalten werden, sich in den Gassen zu verlieren. „Ionel, morgen präsentiere ich Dir und deinem Bruder unsere wundervolle Haupstadt. Wir gehen überall hin, wo Du möchtest. Doch es ist schon spät. Jetzt suchen wir uns aber eine Herberge und morgen zeige ich Euch die Stadt.“, verkündete Arasson. „Idhrenil, kümmere Dich bitte um die Karren. Morgen könnt Ihr dann auf den Markt gehen. Wir werden schon mal in die Gaststätte gehen, ich werde mich auch um Zimmer für Euch kümmern.“, wies Liliaths Bürgermeister die Händlerin an. Nickend antwortete die Elfe: „Ja. Wir sorgen dafür. Wir sehen uns dann morgen!“ So suchten die drei Golwenor ein Gasthaus nahe des Fia'Moir auf, wo sie ein warmes Abendessen bekamen sowie Zimmer für sich und die vier anderen Elfen Liliaths. Noch einige Zeit fragte Ionel neugierig den Wirt aus, welcher, da glücklicherweise an diesem Abend wenig los war, ihr Rede und Antwort stand. Am nächsten Tag begrüßte die strahlende Morgensonne Arasson Golwenor und seine Kinder Ionel und Faergon. „So, Kinder. Dann will ich Euch mal unser wunderschönes Elandriel zeigen.“, eröffnete Arasson, als sie aus der Tür der Herberge hinaustraten. Vorbeigehend an einer geschlossenen Kutsche, kamen sie zum Hafen der Stadt, wo eine Wache Faergons Fragen zur Schiffahrt bereitwillig beantwortete. Nachdem sie am Markt der Stadt für Ionel eine Holzfigur des Fia'Moir gekauft hatten, machten sie sich auf zum Vorbild des geschnitzten Werkes. Ehrfurcht gebietend erhob sich der Fia'Moir vor ihnen. Die Wurzeln des riesigen Baumes spannten sich über das Wasser, die große Krone verdeckte den Himmel und hinterließ einen weiten Schatten. Laub und Ranken suchten sich ihren Weg nach unten und einige Elfen betraten und verließen den Fia'Moir. Staunend blickte Ionel den Baum an und lange verbrachte Arasson damit seinen Kindern den Fia'Moir zu zeigen und von dessen Geschichte zu erzählen. Nach einem guten Mittagessen in der „Taverne zum grünen Specht“ und einem ausgedehnten Besuch des „Haus des Wissens“ schliefen sie erschöpft in ihren Betten in der Unterkunft ein. Am nächsten Tag zeigte Arasson seinen Kindern weitere Sehenswürdigkeiten Elandriels, ehe sie am frühen Nachmittag gemeinsam mit den vier Händlern aus Liliath wieder nach Hause aufbrachen. Leben unter Bäumen Kapitel II - Fest im Leben Mysteriöse Fremde Ein warmer Frühlingstag im Jahre 457 n.d.E. sollte eine Reisegruppe der besonderen Art Liliath erreichen. Auf seinem Weg durch die Stadt erblickte Faergon, zwei Berater seines Vaters, welche durch die Straßen eilten. Während einer der Beiden sich weiter auf die Suche nach dem Bürgermeister machte, gab der Andere die Nachricht an Faergon: „Herr Golwenor, wir haben soeben von den Spähern erfahren, dass sich eine kleine Reisegruppe nähert, dem Anschein nach menschliche Händler.“ „Und, wieso so ein Aufruhr? Es kommen doch immer wieder Händler zu uns.“, setzte Faergon an, wurde jedoch schnell wieder unterbrochen: „ Die Eryntirn melden, dass sie vom Weg aus dem Osten her kommen. Sie sollen wohl über einen kleinen Pfad auf den Ostweg, in der Nähe der Ruinen des Hafens, gelangt sein. Wo genau sie herkamen wissen wir noch nicht.“ „Nun, dann werden wir sie mal freundlich begrüßen.“, gab sich Faergon selbstbewusst, ergänzte aber: „Dennoch, lasst einige Wachen und Jäger im Hintergrund Stellung beziehen. Man weiß ja nie.“ Der Elf nickte dem Sohn des Bürgermeisters zu und eilte davon, während Faergon sich auf zur östlichen Stadtgrenze aufmachte, bald gefolgt von seinem älteren Bruder Belegon. Als die beiden Brüder sich den letzten Häusern im Osten Liliaths annäherten, erblickten sie schon die Reisenden. Im Unterholz wachend, gaben die Eryntirn ein Zeichen der Beruhigung bezüglich der Fremden. Anscheinend waren diese kaum oder gar nicht bewaffnet und wohl mit friedlichen Absichten nach Liliath gekommen. „Seid gegrüßt, Fremde! Willkommen in der wundervollen Stadt Liliath im Traumwald!“, ging Faergon auf die Gruppe zu. „Vielen Dank für die Begrüßung. Wir sind reisende Händler und haben von diesem Ort hier gehört, an welchem wir möglicherweise auf großes Interesse für unsere besonderen Waren stoßen. Doch mögt Ihr Euch nicht vorstellen?“, antwortete ein älterer Mensch, wohl der Anführer der Gruppe, welcher etwas hervortrat. „Oh, natürlich, entschuldigt meine Unhöflichkeit. Mein Name ist Faergon Golwenor und neben mir steht mein Bruder Belegon. Wir sind die Söhne des Bürgermeisters.“, erwiderte Faergon leicht verunsichert: „Doch sagt, woher kommt Ihr? Es ist nun etwas ungewöhnlich, dass Reisende über den Weg im Osten zu uns kommen.“ Der fremde Händler schien für einen kurzen Moment ertappt, doch Faergon tat dies schnell als eine Fehldeutung ab. Nach kurzen Zaudern erklärte der Anführer der Reisenden: „Wir kommen aus dem weit entfernten Westen Lyrias, aus dem Königreich Thronheim. Mit einem Schiff segelten wir an den Küsten des Kaiserreiches entlang und besuchten viele Städte, um dort zu handeln. Bald schon hörten wir auch von einer kleinen Stadt im Traumwald und so sind wir nun hier angekommen.“ „Nun, so freuen wir uns natürlich darüber, dass Ihr einen solch weiten Weg auf Euch genommen habt. Es wäre uns eine Ehre, Euch die Stadt und den Markt zeigen zu können und mehr über die Dinge zu erfahren, die Ihr handelt.“, schlug Faergon vor. So führte er die Gruppe durch die Stadt, ein mulmiges Gefühl ob deren seltsamer Geschichte verspürend, weshalb er auf Vieles nicht näher einging und es vor allem vermied, sie auch nur einen Fuß in den Ellanor setzen zu lassen. Auch während die Fremden auf dem Markt Geschäfte machten, ließ Faergon sie nicht aus den Augen. Arasson Golwenor ordnete ebenso an, nach dem angeblichen Schiff suchen zu lassen. Überraschenderweise fand Faergon unter all dem Krempel und vorgeblichen Artefakten doch etwas Besonderes. Er erwarb nach gründlicher Prüfung ein exotisches Holz, was angeblich nur sehr selten in den Wäldern nahe Thronheim zu finden war. Nach Faergons Einschätzung sollte sich dies für einen Bogen sehr gut eignen. Schon am Nachmittag des nächsten Tages sollten sich die fremden Händler wieder auf den Weg machen. Sie wollten über den Nordwestweg nach Elandriel gelangen, ihr Schiff dagegen habe sich schon auf dem Seeweg dorthin in Bewegung gesetzt. So verschwand diese mysteriöse Gruppe so schnell und irgendwie verdächtig, wie sie gekommen war. Ein besonderer Bogen „Gathrodon? Seid Ihr da?“, machte sich Faergon bemerkbar, nachdem er den Bogner nicht an seiner Arbeitsstelle antreffen konnte. Auf diese Frage folgte eine kurze Stille, ehe eine Stimme von der Rückseite des Gebäudes erklang: „Keine Panik, ich bin sofort für Euch da, werter Herr.“ Der Bogner Liliaths, mit einigen Hölzern im Arm, eilte an die Vorderseite des Hauses. „Herr Golwenor, wie schön Euch zu sehen! Welche glückliche Fügung lässt Euch mich beehren? Wie kann ich Euch zu Diensten sein?“, sprach Gathrodon unterwürfig. „Ihr erinnert Euch sicherlich an die menschlichen Händler, die letztens Liliath besuchten? Ich habe bei Ihnen ein besonderes Holz erworben, das wohl für einen Bogen gut geeignet wäre.“, antwortete Faergon, geschmeichelt vom Auftreten seines Gegenübers. „Lasst mich mal sehen, Herr.“, forderte der Bogner das Holz, welches Faergon ihm aushändigte. Gathrodon inspizierte dieses, dehnte es, klopfte daran und testete es in vielerlei Hinsicht. „Ich muss ehrlich sein. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Dieses Holz, so wunderbar dehnbar und doch beständig. Dazu so unfassbar leicht. Daraus lässt sich ein Bogen fertigen, den man in Liliath noch nie gesehen hat.“, schwärmte der ältere Elf, ehe er dem Sohn des Bürgermeisters ein Angebot machte: „Wie Ihr sicherlich wisst, habe ich eine hohe Reputation hier in Liliath und mein Talent ist wohl bekannt, wie ich wohl ohne Überheblichkeit sagen kann. Aus diesem Holz könnte ich einen wunderbaren Langbogen für Euch fertigen, so denn der Preis stimmt.“. „Das Geld lasst nicht Eure Sorge sein, Gathrodon. Ihr werdet großzügig entlohnt werden.“, versicherte Faergon lachend. So gingen die beiden Elfen die Details durch und besprachen, welche Motive den Bogen zieren sollten. Einige Tage später sollte Faergon den Bogner erneut aufsuchen und seinen neuen Bogen in der Hand halten: Ein wunderbar ausgeglichener Langbogen mit heller Maserung und geschwungenen Enden, der die Sehne perfekt umfasst. Darauf verschiedenste, fein geschnizte Motive, wie ein Abbild des Ellanor, ein Wasserkelch oder ein prachtvoller Hirsch. Eine folgenreiche Begegnung Im Jahre 458 n.d.E. führte Faergon eine große Handelsreise aus Liliath nach Elandriel an. Begleitet von knapp einem Dutzend Elfen machte er sich auf in die Hauptstadt des elfischen Volkes. Faergon sollte, als Stellvertreter seines Vaters, Gespräche mit Persönlichkeiten des Reiches führen. Nach wenigen Tagen traf man am Zielort ein, an welchem sich seine Begleiter eigenständig aufmachten, ihren Geschäften nachzugehen. Faergon selbst machte sich auf die Suche nach einer Herberge, die ihm die anderen Elfen genannt hatten. Angekommen dort gab der Jäger aus Liliath sein Pferd an einen Bediensteten ab, welcher dieses zum Stall führte. Plötzlich erklang Lärm aus einem nahen Gebäude, offensichtlich ebenfalls ein Gasthaus, welcher auf einen lautstarken Streit schließen ließ. Eine rothaarige Elfe in einfachen Kleidern stolperte aus einer Seitentür der heruntergekommenen Taverne. Ihr folgte ein großer, kräftiger Elf, der sie dem Anschein nach gestoßen hatte. „Du sollst die Gäste bedienen, nicht sie provozieren! Mir doch egal, wie sie Dich behandeln oder wer angefangen hat. Lass Dich hier bloß nicht mehr blicken!“, schrie dieser die Elfe an. Am Boden liegend wich sie seinem Tritt aus und trat ihrerseits gegen sein Schienbein, was den Angreifer aufschrien ließ. Nach kurzem Erschrecken eilte Faergon zum Geschehen hin, um Schlimmeres zu verhindern. Doch noch bevor er den Angreifer sprechen konnte, war dieser wieder durch die Tür verschwunden. So half Faergon der Elfe auf, welche ihn dankbar anblickte. „Den hätte ich auch noch selbst geschafft.“, merkte sie schnippisch an, ehe sie hinzufügte: „Dennoch, danke. Wirklich.“. Nachdem ein lautes Gespräch aus dem Gebäude zu vernehmen war, schlug Faergon vor, die Unterhaltung in der Herberge fortzusetzen. „Wie ist denn Euer Name, mein Retter?“, fragte die Elfe, welche trotz ihrer ärmlichen Kleidung anmutig und unaufhaltsam schien, mit etwas ironischem Unterton. „Faergon Golwenor, Sohn des Bürgermeisters von Liliath. Ich bin für wichtige Gespräche hier.“, antwortete der Elf aus Liliath betont stolz. „Und, wie heißt Ihr?“, fügte er an. „Inweth Bereneth, ursprünglich aus einem kleinen Dorf westlich Elandriels.“, erwiderte sie. Mittlerweile standen die Beiden vor der Herberge, die sie daraufhin betraten und sich hinsetzten. Noch lange unterhielten sich Faergon und Inweth miteinander. Inweth erzählte, dass ihre Mutter bei ihrer Geburt und ihr Vater vor einigen Monaten bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Seitdem schlug sie sich in Elandriel mit verschiedenen Arbeiten durch. In der Taverne hatte Inweth Streit mit einem Gast gehabt, der sie belästigt hatte, woraufhin der Besitzer sie hinausgestoßen hatte, ehe Faergon eingeschritten war. Hingegen berichtete ihr Gegenüber ihr von Liliath und dem Traumwald sowie dem Anlass seiner Reise nach Elandriel. Die Nacht war bereits angebrochen, einige Stunden waren vergangen. „Kann ich Euch irgendwie Hilfe anbieten, Euch etwas Geld geben?“, bot Faergon, die Kleider Inweths musternd, an. „Ihr habt mich heute bereits vor diesem Scheusal gerettet, mir zugehört und mir wunderbare Geschichten erzählt. Ich danke Euch sehr, doch ich komme allein zurecht und erarbeite mir mein Geld selbst.“, antwortete die Elfe entschieden, keine Widerworte zulassend. „Macht es gut, Faergon. Vielen Dank.“, kündigte Inweth ihren Abschied an. „Isul'arad-avala!“, sprach Faergon. „Isul'arad-ettela!“, erwiderte Inweth lächelnd, ehe sie die Herberge verließ. Überraschendes Wiedersehen Einige Monate gingen ins Land, in denen Faergon die rothaarige Elfe aus Elandriel nicht mehr aus dem Kopf ging. Er fragte sich immer wieder, wie es Inweth wohl gehe, ob sie sich wirklich so gut durschlagen konnte, wie sie selbst behauptete. Doch eines Tages erreichte eine ungewöhnliche Besucherin Liliath von Norden aus, wie die Eryntirn meldeten. Aus Neugier, wer dies wohl war, machte sich Faergon auf durch die Feldern der Stadt, um ihr entgegenzukommen. Von Weitem sah er bereits die langen, offenen Haare Inweth. Im Gegensatz zu ihrem ersten Treffen war sie in feinere Kleider gewandet und trug einige Habseligkeiten bei sich. Als sie den Sohn des Bürgermeisters erblickte, lächelte sie ihn an und winkte. Die beiden Elfen saßen schon bald zusammen und Inweth erzählte davon, wie sie in Elandriel durch einen glücklichen Zufall zu etwas Geld gekommen war. Als ein Kaufmann bestohlen worden war, stoppte sie den flüchtenden Dieb. Aus Dankbarkeit erhielt sie vom Bestohlenen einen für sie beträchtlichen Betrag Dukaten, von dem sie sich neu einkleidete und weitere Besorgungen machte. Doch letzlich wollte sie Elandriel und ihrem schwierigen Alltag dort entkommen und entschied sich daher, sich auf den Weg nach Liliath zu machen. Noch lange spazierten die Beiden an diesem Tag durch die Stadt, viele Orte zeigte Faergon Inweth und viele Geschichten und Legenden erzählte er ihr. Inweth fand schon bald in Liliath eine neue Heimat und ging bei einer Heilerin in die Lehre. Sie lernte schnell und wurde gut in die Gemeinschaft augenommen. Über die Zeit kamen Faergon und Inweth sich immer näher, sodass sie bereits einige Jahres später, 463 n.d.E., den heiligen Bund der Ehe schlossen. Schicksalsschlag An einem nebligen Herbsttag des Jahres 476 n.d.E. sollte eine Gefahr wieder ihr grausames Gesicht zeigen, die fast achtzig Jahre als ausgelöscht galt. Auf einer Jagd, angeführt vom Bürgermeister Arasson Golwenor, tauchten plötzlich einige riesige Spinnen, pechschwarz mit rot leuchtenden Augen, auf. Diese Ihingril griffen die Faron mit ihren großen Klauen an und nutzten ihre Überlegenheit ob der geringen Anzahl der Jäger gnadenlos aus. Mehre Elfen fielen ihnen zum Opfer. Und doch schienen Pfeile ihnen kaum etwas auszumachen und so blieb nur die Flucht. Während man nach Liliath eilte, konnte eine der Ihingril Arasson erwischen und verletzen. Doch Faergon und sein Bruder Belegon stützten ihren Vater, sodass ihnen die Flucht gelang. Nahe Liliath schlug man die Spinnen mit Hilfe weiterer Jäger, der Stadtwache sowie einiger Eryntirn und Lichtmagier zurück. Die Wunde des Bürgermeisters offenbarte bei ihrer Untersuchung jedoch eine schreckliche Nachricht. Das Gift der Ihingril hatte in seinen Körper gefunden und war bereits zu weit ausgebreitet, als dass man es noch entfernen könnte. So sollte Arasson Golwenor in wenigen Tagen seinen Tod finden. Zuerst kämpfte und rang er noch, doch am nächsten Tag schien er, das Schicksal angenommen zu haben. So sammelte sich Arasson Golwenor am Todesbett, nur noch sehr leise und heiser sprechend, um seine Söhne einzuweihen, was mit Liliath geschehen solle: „Ich habe Euch stets versucht, die Verantwortung unserer Familie für Liliath beizubringen. Wir haben nicht aufgrund eines aussagelosen Titels Liliath dort hin geführt, wo es nun ist, sondern weil wir Golwenor stets das Wohl dieser Stadt und seiner Bewohner im Blick hatten. Und ich möchte, dass dies auch so bleiben wird. Irgendwann musste dieser Tag kommen. Dass er so früh kommt, damit hatte ich nicht gerechnet und doch verlangt Melendra meine O'dim zu sich und ich werde mich dem bereitwillig hingeben. Belegon, ich möchte, dass Du, als mein ältester Sohn, mir in meinem Amt nachfolgst.“ Belegon, der mit dieser Entscheidung gerechnet hatte und sich vorher schon Gedanken gemacht hatte, räusperte sich und sprach: „Vater, es tut mir sehr leid, ich habe mir ausführlich darüber Gedanken gemacht, doch kann ich dies nicht annehmen. Ich bin nicht dafür geeignet, soviel Verantwortung zu übernehmen. Stattdessen sollte Faergon diese Aufgabe übernehmen.“ Verwundert blickten Arasson als auch Faergon Belegon an. „Bist Du dir wirklich sicher, Belegon?“, fragte der Sterbende seinen ältesten Sohn, welcher still nickte. „Faergon, wirst Du die Elfen Liliaths leiten und schützen, die Traditionen ehren sowie den Traumwald und seine Geschöpfe behüten? Als Liliaths neunter Bürgermeister?“, wendete sich Arasson an seinen zweiten Sohn. „Ja, Vater. Ich werde Dich stolz machen.“, erwiderte Faergon. „Die Zeit ist gekommen. Elanorel, meine geliebte Frau, ich werde immer an Dich denken. Und Belegon und Faergon, ich liebe Euch, wie auch Eure Schwester und meine Enkel. Mein Leben war ein gutes Leben und nun schließe ich damit ab. Passt auf Euch auf und lasst Melendra mit mir sein.“, hauchte Arasson. So schloss er die Augen und starb. „Das wird sie gewiss sein.“, flüsterte Faergon, ehe die Tränen über sein Gesicht rollten. Ein Brief Bedeutende Aufgaben Feierlich hatten sich die Elfen Liliaths einige Tage nach der Beerdigung Arasson Golwenors zusammengefunden. Es sollte der neue Bürgermeister vereidigt werden, um Liliath besonders nach dem schrecklichen Angriff der Ihingril zu führen. So übergab Elanorel Golwenor die silberne Kette mit dem Abbild des Ellanors, welche zuvor bereits alle acht Bürgermeister Liliaths getragen hatten, an den obersten Priester Liliaths. Dieser trat vor Faergon und bedeutete ihm, sich niederzuknien. „Faergon Golwenor, Sohn unseres verstorbenen Bürgermeisters Arasson Golwenor, von dem Ihr auserkoren wurdet, seine Nachfolge anzutreten, seid Ihr willens, die Stadt Liliath und ihre Bevölkerung zu führen und zu schützen? Euer Leben in den Dienst der Elfen dieses Ortes zu stellen? Den Traumwald und seine Geschöpfe zu behüten und zu bewahren? Melendra zu dienen und zu danken?“, sprach er mit klarer Stimme. „Ja, ich bin willens, dies zu tun.“, antwortete Faergon mit etwas zittriger Stimme. „Schwört Ihr bei Melendra stets das Wohl des Traumwaldes, Liliaths und seiner Bewohner im Sinn zu haben und Euch dafür einzusetzen? Schwört Ihr dem großen Amt des Bürgermeisters Liliaths und dessen Historie entsprechend zu handeln und den Taten Eurer Vorgänger nachzueifern?“, fuhr der Priester fort. „Ja, ich schwöre.“, bejahte Faergon, woraufhin ihm die silberne Kette umgelegt wurde. „So sei es, Bürgermeister Faergon Golwenor!“, sprach der Diener Melendras laut. Damit erhob sich Faergon vor den Elfen der Stadt, große Herausforderungen im Blick. Kapitel III - Mit großer Verantwortung Des Todes Grausamkeit „Herr Golwenor!“, hörte der Bürgermeister Liliaths eine Stimme rufen, als er gerade aus dem Ellanor nach draußen trat, wo ihn die Mittagssonne eines schönen Tages im Jahr 485 n.d.E. blendete. Ein Späher Liliaths stürmte auf ihn und die oberste Jägerin Thennils, welche den Bürgermeister begleitete, zu, das Grauen ins Gesicht geschrieben. „Wir werden angegriffen! Truppen Balriks nähern sich, es hat wohl schon einige Eryntirn erwischt. Ich konnte gerade so entkommen. Sie sind bald hier!“, sprach er aufgeregt. „Wir müssen die Bevölkerung in den Ellanor bringen. Bitte gib schnell Bescheid, den Alarm zu läuten.“, wies Faergon den Späher an, welcher nickte und davoneilte. „Thennil, sammle die Faron und gib den Eryntirn ein Zeichen, sich östlich im Wald zu sammeln, bereit loszuschlagen. Die Windlanzen müssen bemannt und bereit gemacht werden.“, gab der Bürgermeister Anweisung an die Elfe neben ihm. „Ja, Faergon.“, erwiderte Thennil und machte sich auf den Weg. „In den Ellanor! Wir werden angegriffen! Zieht Euch sofort in den Ellanor zurück!“, schrie Faergon so laut er konnte, woraufhin sich langsam die Elfen in Bewegung setzen und seine Anweisungen weitergegeben wurden. Kurz darauf erklang auch der Alarm der Stadt. Eine Stadtwache, die gerade die Bevölkerung anwies, kam in Faergons Richtung und er sah in ein bekanntes Gesicht. „Enedon! Sammle die Stadgarde und die Lichtmagier hinter dem Tor. Schnell!“, befahl er dem Elfen, ehe er sich selbst aufmachte, seine Familie zu suchen. Glücklicherweise traf Faergon Inweth und die Kinder, sowie seinen Bruder Belegon an. Die Elfen gelangten gemeinsam zum Ellanor. Mittlerweile hörte man deutlich schwere Schritte aus dem Wald im Westen und immer noch eilten Elfen durch die Straßen, um Schutz im Ellanor zu suchen. Zielstrebig fanden die feindlichen Truppen ihren Weg zum großen Baum Liliaths, wobei einige Soldaten ausschweiften, um die Gassen und Häuser zu durchsuchen. Der Kommandant rief lautstark Anweisungen, während sich vereinzelte Todesschreie vom Lärm abhebten. Faergon tat einen letzten Blick aus dem Tor und gab angesichts der sich nähernden Feinde schwermütig den Befehl, das Tor zu schließen. Gerade als er etwas zurücktrat und die Stadtgarde hinter dem Tor eng Position bezog, zerrissen die kreischenden Windlanzen die Luft, welche aus der Baumkrone auf die Truppen Balriks abgefeuert wurden. Sein Bruder Belegon näherte sich Faergon und flüsterte ihm fragend zu: „Sie sind hier, um unsere Familie auszulöschen, Faergon. Balrik will jeden Adligen Lyrias tot sehen.“. „ Vielleicht aber auch ist jede Stadt, die auf Seiten der Königreiche steht, ihm ein Dorn im Auge. Ich bezweifle, dass Balrik auch nur irgendwo Unterlagen zu unserer Familie gefunden hat. Wenn sind höchstens welche in Elandriel zu finden und dort kommt er nicht heran. Was zählt ist, dass wir seine Soldaten vertreiben. Der Ellanor wird ihre Rammen nicht durchkommen lassen, zumindest einige Zeit. Doch anscheinend sind auch einige Magier unter den Soldaten. Wir werden ob ihrer Zahl wohl oder übel nach einiger Zeit den Kampf nach draußen tragen müssen.“, anwortete Faergon zerknirscht. Rammen schlugen gegen das Tor, Pfeile hagelten auf die Angreifer nieder, Schreie durchbrachen das Chaos. Bald gab man Faergon bekannt, dass die Lichtmagier und der Ellanor Balriks Magiern nicht mehr lange standhalten konnten. So ließ Faergon das Tor öffnen und ein grausamer Kampf begann. Unter hohen Verlusten konnten die Stadtwachen den Feind langsam zurückdrängen, ehe die Eryntirn von Osten aus mit wenigen, doch verheerenden, Pfeilhageln die Moral des Feindes brachen. Die Soldaten des falschen Kaisers flohen und doch blieben auch auf Seiten Liliaths viele Tote zurück. Fast siebzig Seelen hatte Melendra zu sich geholt. Die Eryntirn hatten einige Verluste erlitten, über die Hälfte der Elfen der Stadtgarde hatten ihr Leben gelassen. Zivlisten waren in den Gassen und außerhalb der Stadt ermordet worden. Eltern verloren ihre Kinder und Kinder ihre Eltern. Ein Tagebucheintrag Keine Wahl Viele Jahre wütete der schreckliche Krieg gegen den falschen Kaiser nun schon, viele Menschen, Zwerge, Rytarer und Elfen hatten ihre Leben gelassen. Nachdem die sogenannte „Allianz der Aufrechten“ der großen Adelsfamilien Draconus, Bierbart, von Thronheim, Dämmerklaue und Navendiell ab dem Jahr 484 n.d.E. den Kampf gegen Balrik suchten, sollte Liliath sich sieben Jahre später zum, damals noch nicht absehbaren, Ende des Krieges dem Heer Elandriels anschließen. So stand Faergon Golwenor auf dem großen Platz Liliaths und sprach laut zu den Bewohnern der Stadt: „Meine Freunde, Elfen Liliaths! Viele Jahre terrorisiert Balrik Tiefenfaust bereits Lyia, unzählige Leben haben seine Gräuel gekostet und unermessliches Leiden ausgelöst. Wir selbst haben dies spüren müssen. Doch nun scheint ein Ende des Krieges erreichbar, der falsche Kaiser erleidet immer mehr Niederlagen. Er kann geschlagen werden. Unser König hat auch uns um Unterstützung gebeten. Und ja, ich bin mir bewusst, dass dies in der Geschichte Liliaths beispiellos ist. Doch wir können jetzt unseren Teil dazu beitragen, Lyria von diesem Monster zu befreien, das uns Familienmitglieder, Freunde und Bekannte geraubt hat. Ich werde niemanden zwingen und es ist ebenso klar, dass auch dieser Kampf Leben kosten wird. Dennoch bleibt uns keine Wahl, wenn wir sicher gehen wollen, dass sich solch ein Angriff auf unsere Stadt nicht wiederholt. Daher fordere ich jeden, der mit einer Waffe umgehen kann, auf: Folgt mir! Zieht mit mir und an der Seite unseres Königs gegen Balrik Tiefenfaust!“ Der Schrecken des Krieges Lärm und Chaos beherrschten die Kulisse. Das Scheppern der Rüstungen, das Stöhnen der Soldaten, das Surren der Pfeile, die Schreie der Sterbenden. Auf einem Hügel hatten sich die Jäger Liliaths gemeinsam mit den Schützen des Reiches Elandriels positioniert. Sie ließen Pfeilhagel um Pfeilhagel auf den Feind niederregnen, der doch in seiner Zahl kaum weniger zu werden schien. An der linken Flanke, etwas weiter zurückgezogen, hatten die Elfen der Stadtgarde Liliaths Stellung bezogen. Je mehr Kämpfer des Königs fielen, desto weiter rückten die Wachen nach vorne. Faergon nahm Pfeil um Pfeil aus seinem Köcher, spannte seinen Bogen und ließ ein Geschoss davonschnellen. Plötzlich eröffnete auch der Feind das Feuer auf die elfischen Bogenschützen. Um Faergon schlugen Geschosse in Körper ein und löschten Leben aus. Ein Pfeil streifte die Schulter des Bürgermeisters und Blut trat hervor, während neben ihm ein Faron zusammensackte. An der Front rückten die Truppen des falschen Kaisers spürbar vor und setzen der Stadtgarde Liliaths zu. Immer mehr lichteten sich die Reihen und vom Hügel aus musste Faergon zusehen, wie das Banner der Stadt Liliaths zu Boden fiel. Durch die so entstandene Lücke preschte die Kavallerie Balriks hervor, unaufhaltsam auf die Bogenschützen zugaloppierend. Verheerend stießen die Reiter in den Pulk der Schützen hinein, Lanzen stießen in Körper und Schwerter enthaupteten Elfen. Ein Pferd stieß Faergon um, woraufhin er zu Boden ging. Als der Soldat über ihm sein Schwert auf Faergon niedergehen lassen wollte, fiel auch dieser. Thennil hatte ihm ein Schwert eines anderen feindlichen Soldaten in die Brust gerammt und hielt nun Faergon die Hand hin, welche er dankbar annahm und so aufstand. „Danke, Thennil.“, sprach er leise, was die Elfe mit einem Nicken erwiderte. Nun erblickte Faergon, wie elfische Soldaten die Lücke in der Frontlinie geschlossen hatten und nun auf die verbliebene feindliche Reiterei eindrangen und diese vernichtend schlugen. In der Ferne war zu erkennen, wie die Truppen Balriks den Rückzug antraten und hinter dem Horizont verschwanden. Faergon und Thennil sowie einige weitere Elfen Liliaths und die verbliebenen Bogenschützen Elandriels standen auf dem Hügel, umringt von toten Körpern. Man hatte die Schlacht gewonnen, doch nur unter hohen Verlusten. Faergon und seine Mitstreiter hatten Freunde und Bekannte verloren, deren Seelen Melendra nun zu sich holte. Und es sollten ihnen noch weitere folgen, ehe Balrik Tiefenfaus geschlagen war. Ins Ungewisse Unterlagen durchblätternd saß Faergon, an einem warmen Tag im Jahre 503 n.d.E., in der Baumkrone des Ellanor, hinaus in den Himmel und auf die Stadt blickend. „Faergon?“, räusperte sich jemand hinter dem Bürgermeister, woraufhin hin sich der Angesprochene erhob. „Gwedhon, schön, dass Du gekommen bist. Ich habe eine Aufgabe für Dich.“, leitete Faergon sein Gesuch ein. Sein Gegenüber nickte etwas verwundert, sagte jedoch nichts, sodass der Bürgermeister fortfuhr: „Wie Dir ja auch zu Ohren gekommen ist, haben Dämonen Wolfshain überrannt. Sie müssen aufgehalten werden, dazu entsteht in Wolfsruh ein Lager. Auch Soldaten Elandriels ziehen nach Wolfsruh. Diese Kreaturen, die in Wolfshain aufgetaucht sind...“ Kurz schluckte der Elf, ehe er weitersprach: „Nicht auszumalen, was passiert, wenn sie von dort aus sich ausbreiten in Lyria. Die Armeen der Völker Lyrias brauchen jede Hilfe und Versorgung, besonders, wenn die Belagerung Wolfshains länger andauern sollte. Ich möchte, dass Du und neun weitere Elfen Liliaths sich nach Wolfsruh aufmachen. Ihr werdet Hilfsgüter mitnehmen und mir von dort berichten.“ „Wen soll ich mitnehmen?“, fragte Gwedhon überrascht. „Das bleibt Dir überlassen. Suche die besten Kandidaten. Und bedenke, Ihr seid nicht als Soldaten dort. Ihr sollt nicht kämpfen, sondern im Lager dort Hilfe leisten. Ich lasse bereits die Versorgungsgüter bereit legen.“, erwiderte der Bürgemeister. „Wir leben in unsicheren Zeiten, Faergon. Diese Dämonen. Das behagt mir gar nicht.“, äußerte Gwedhon seine Bedenken. „Ich weiß, ich weiß. Mir auch nicht. Doch, nun suche Dir deine Begleiter. In zwei Tagen brecht Ihr auf.“, beendete Faergon das Gespräch. „Ja, Faergon.“, antwortete Gwedhon, nickte und ging. „Hoffentlich geht das Ganze gut aus.“, sprach der Bürgermeister Liliaths leise zu sich selbst. Zu wenig Hoffnung - Die erste Schlacht – Die Befreiung Wolfhains – Was bleibt
  5. Erstabnahme: Abgelehnt Steckbrief: Es fehlt "Geschwister". Theos ist erst vor wenigen Jahren aufgetaucht. Wieso verehrt er ihn und wie war sein Glaube zuvor? Bitte näher begründen. Das Handwerk muss auch in der Geschichte begründet sein. Aussehen: "verziert mit zahlreichen Bären" ? Wie sieht seine Kleidung, abseits des Kettenhemdes, aus? Charakter: Zu kurz (123/200 Wörter). Beschreibe noch weitere Eigenschaften, auch Schwächen. Geschichte: Zu kurz (324/500 Wörter). "schuf Bündnisse" Inwiefern? Ist er jahrelang umhergereist, auch mit seiner Frau? Wie hat er sich versorgt? Womit hat er Geld verdient? Hat das Kind die Geburt überstanden? "Exil" Wann ist er denn verbannt worden?^^ "Gruppe von Schiffbrüchigen das Leben rettete, bekam er wieder Lust" 1. Wie hat er das getan? 2. Wieso bekommt man dann Lust, zu reisen, wenn man sieht, wie Menschen fast gestorben sind auf einer Seereise? "Goldader" Wie konnte er diese ohne jegliche Erfahrung im Bergbau finden? Wie konnte er das Gold alleine abbauen? Wie genau versorgt er sich? Hat er Untertanen? Womit "verdient" er Geld? Melde Dich per PN bei mir, wenn Du die CB überarbeitet hast.
  6. Erstabnahme: Abgelehnt Steckbrief: Bitte einen richtigen Nachnamen angeben. "Sohn des Olgoram" zählt nicht. Gleiches gilt für die Eltern und Geschwister. ("nicht zwergischer Beiname" geht so auch nicht, entweder für alle ein Beiname oder kein Beiname) Dem Geburtsjahr bitte noch den Monat anfügen. "alle sieben Götter" Es gibt jedoch acht. Wieso ist der Geburtsort ein anderer als die Heimat? Er ist doch auch in Hammerwacht aufgewachsen, das ist dann auch seine Heimat. Verständnisfrage: Hohenfels ist aber nicht Hohenstein, oder? Was das Handwerk "regeltechnisch" (also die ingame-Klasse) ist, ist hier völlig irrelevant. Wesenszüge/Charakter: "Gemüt so unverkennbar zwergisch" Inwiefern? Die einzigen zwergischen Attribute sind "Gesellig, handwerklich geschickt, Gierig" und ich kann keines davon hier erkennen. "wie durchaus viele seines Volkes" s.o. Erscheinungsbild/Aussehen: "Bart ist typisch für einen Zwergen üppig und bauchlang" s.o. Beschreibe doch noch etwas die Statur, Frisur etc. Herkunft und Vergangenheit/Geschichte: Wie genau wollen sie zu Dritt eine zerstörte Mine sinnvoll betreiben und davon leben? "Wasserkunst" soll was sein? Woher hat er die Kenntnisse darüber? Wieso geht er einfach mit Fremden mit in deren Siedlung? Das kann ich ohne weitere Erklärung so nicht durchgehen lassen. Melde Dich per PN bei mir, wenn Du die CB überarbeitet hast.
  7. Erstabnahme: Abgelehnt Steckbrief: Ich würde Dir zu einem anderen Vornamen raten. Dain ist doch recht bekannt und ich finde es eigentlich schade, wenn man dann eben nicht an deinen Charakter, sondern an Mittelerde denkt. Bleibt letzlich aber Dir überlassen. Auf Lyria gelten unsere realen Monatsnamen nicht. Mach aus "Januar" bitte "1. Monat". Zwerge sind maximal 1,52m groß. "Tavernen-Leiter" nennt sich auch Wirt. Außerdem: Bitte auch in der Geschichte darstellen. Das Handwerk muss auch in der Geschichte begründet sein. Charakter: "liebherziger" Was soll das für ein Wort sein? "verlor ich den Glauben an die Hoffnung" Irgendwie passt das nicht ganz zu seinen anderen Eigenschaften. Erwähne doch vielleicht noch eine negative Eigenschaft. So fehlen etwas die Schwächen des Charakters. Aussehen: Wenn schon Ich-Perspektive, dann bitte überall. Mit 40 Jahren ist er auf keinen Fall ein "älterer" Zwerg, ganz im Gegenteil. Wie kann der Bart "stark zerzaust" und "geflochten" sein? Führe die Beschreibung seiner Kleidung doch noch etwas aus. Geschichte: Absätze. Bitte! Dass die ganze Stadt vernichtet wurde, halte ich für ausgeschlossen. Dafür bräuchte es wohl Kräfte, über die Du in der CB nicht bestimmen kannst. Dass einfach so eine ganze Stadt zerstört wird, würde nicht wirklich für zwergische Baukunst sprechen. Selbst wenn die Stadt zerstört würde, wieso sollten sich die Überlebenden aufteilen und auf eigene Faust fliehen? Wenn Hammerwacht nicht direkt nebenan liegt, glaube ich nicht, dass er die Reise überlebt als 12jähriger und ohne jegliche Erfahrung in der Natur. Wo und wie ist er denn zu dem Magier gekommen? Wie alt ist er da? Der Magier wird ihn sicherlich nicht nur für das Entstauben der Bücher anstellen, das ist doch recht wenig für eine wirkliche Arbeit über ein Jahr. Erst recht lohnt es sich für diesen doch überhaupt nicht, ihm auch noch ein Zimmer zur Verfügung zu stellen. Wie versorgt sich der Magier überhaupt? Wie verdient er Geld? "alle Bücher der Bibliothek" -> Nur zur Sicherheit: Das geht aber nur, wenn die Bibliothek wirklich sehr klein ist. Bitte nicht übertreiben. Der Magier ist aber ein Mensch, oder? Er wird mit siebzehn weder ein wirklich guter Magier noch fähig sein, selbst Schüler zu unterrichten. Dazu die Frage: Woher kommen diese Schüler überhaupt? (Gleiches gilt auch für seine Schüler, die dann wieder welche unterrichten) Es gibt keine abgesteckten Länder einer Rasse, in den allermeisten Städten leben auch die Rassen miteinander. Wieso sollten sie ihm auch ein Pferd geben? Und wie sollen sie mit ihm kämpfen können, wenn ihnen ein Pferd fehlt? Sie werden ja sicher nicht ihm ein Pferd geben und selbst auf einem gemeinsam reiten. Das muss Dir doch auch wirklich auffallen: Wieso sollte man einem Fremden ein Haus schenken? Und wieso macht er sich nicht auf zurück? Und wieso ist es für ihn ungewohnt, oberirdisch zu leben? Er lebte doch auch bei dem Magier wohl oberirdisch, oder? Und selbst wenn nicht: Er war jahrelang auf Reisen. "Stadt der gemischten Rassen" Da die Bevölkerung der allermeisten Städte aus verschiedenen Rassen besteht, würde ich Euch raten, einen andere Beschreibung zu finden.^^ Allgemeines: Bitte alles gleich formatieren (Abschnitt Aussehen, "Mardred" und "Ich bin"). Bitte keine modernen Begriffe wie "Jobs" nutzen. Schau' doch noch einmal über Rechtschreibung & Co. hinüber, teilweise fehlen Worte etc. Dazu werden Worte wie "Jägerkluft" oder "Mineneingang" zusammen und nicht auseinander geschrieben. Bitte beachte, dass dein Charakter nicht zu stark wird. Er ist kein unglaublich starker Magier, kann dazu noch kämpfen, mit 17 Schüler ausbilden etc. Das geht einfach nicht. Geh' da noch mal in Dich und überlege, was wirklich sein muss und was vielleicht übertrieben ist. Melde Dich per PN, wenn Du die CB überarbeitet hast.
  8. Erstabnahme: Angenommen Wirklich schön und ausführlich geschrieben!
  9. Erstabnahme: Abgelehnt Steckbrief: "Siedler" ist keine Stellung. Wie ist sein Stand in der Stadt? Welchen Beruf übt er aktuell aus. Darum geht es hier. Hinweis: Du darfst andere Spielerstädte (hier: Avendria) nur vorkommen lassen, wenn das Dir erlaubt wurde. Beachte dies bitte. Erscheinungsbild/Charakter: "frühen Jahren" -> Er ist erst 23. Bitte bedenke, dass man nicht als Kind Holzfällen erlernen kann (alleine aufgrund fehlender Kraft). (siehe auch unten bei Geschichte) "nur mit seinen Freunden redet" -> Ist doch etwas drastisch, nicht? Mit keinem Fremden reden zu können, wäre wohl doch sehr hinderlich.^^ (ebenso: "verlässt den Platz wo man ihn angetroffen hat") "weswegen er gut t die Stadt Drachenfels, das Dorf Avendria und Eickelburg." ? Aussehen: "da Grüne Augen sehr selten in vor kamen" 1. fehlt da etwas und 2. bitte keine allgemeingültigen, angeblichen Fakten beschreiben (wenn es auf das hinausläuft, was ich denke). Was genau soll eine "Lederverzierung" sein? Geschichte: "Litt ganz Lyria unter dem Krieg, welcher sich zwischen dem falschen Kaiser Balrik Tiefenfaust und den fünf Adelshäusern" Da fehlt wohl noch etwas. "Er sagte mir das die Mama etwas länger weg wäre aber sie abends wiederkommen würde." 1. Bitte auch hier in der Er-/Sie-Perspektive bleiben. 2. Und als sie am Abend nicht wiederkam, hat ihn das, auch wenn erst 3 Jahre alt, nicht verwundert? "da er dachte das er Informationen dadurch bekommen könnte" Wovon Informationen? "denn er dachte das Drachenfels als nächstes drankommen könne" 1. Wieso interessiert ihn Drachenfels? 2. Wieso sollte Balrik seine eigene Stadt angreifen? Mit 10 Jahren wird er noch keinen wirklichen, ausgewachsenen Baum fällen können. Erst recht nicht wird er das ohne Hilfe und ohne Aufsicht machen können. Und selbst wenn, dass seinen Vater das nicht kümmert, ist einfach unglaubwürdig. Wenn ein elfjähriges Kind über Tage verschwindet, ist das alles, aber nicht normal. Er wird sich erstens schwer versorgen können, aber gut, vor allem jedoch würde er doch dringend gesucht werden und der Vater würde sich unglaubliche Sorgen machen. Ich halte es doch für recht ausgeschlossen, dass Wildschweine einen gestürzten Menschen bewusst angreifen, töten und ihn fressen. Mit 11 Jahren wird er nicht einfach mit anderen eine Schenke eröffnen. Da wird er eher in ein Waisenhaus kommen. Wieso genau zieht er nach Eickelburg? So ohne Erklärung kann ich das nicht durchgehen lassen. Allgemeines: An sich sehe ich recht wenig Rechtschreibfehler, dennoch muss ich eines sagen: "hellgrün" (oder "Wildschwein") z.B. ist ein Wort, das schreibt man nicht auseinander. Bei Dir klingt es so, als sei der Vater eigentlich ganz in Ordnung und, gerade nach dem Tod der Mutter, besorgt, jedoch beschreibst Du Ereignisse, bei denen ich eher denke, der Vater hätte gar keine Gefühle, es wäre ihm alles egal und er hätte schwere psychische Probleme (ohne das bewerten zu wollen). Das passt einfach nicht zusammen. Einiges ist bei Dir doch recht unrealistisch und unlogisch. Schau', dass deine Geschichte etwas in sich schlüssiger wird und die Ereignisse verständlicher werden. Melde Dich per PN bei mir, wenn Du die CB überarbeitet hast.
  10. Erstabnahme: Angenommen Schön geschrieben!
  11. Erstabnahme: Abgelehnt Ich weiß nicht, was das Ganze soll, aber ich würde Dich bitten, sowas wenn schon am 1. April im Offtopic zu posten.
  12. Um auch mal meinen Senf dazuzugeben: Es ist noch genug Platz da, genug zum Farmen etc. Wieso genau man jetzt einen Mapreset bräuchte, weiß ich nicht. So lange hier nicht alles vollgebaut ist, Rohstoffe nur noch schwer zu bekommen sind und "alle" Geschichten auserzählt sind, sehe ich keinen Grund dafür. Wie beim letzten Reset (auch wenn ich da noch nicht hier gespielt habe), wird dieser sicherlich nicht vorzeitig angekündigt oder gar per Umfrage oder so bestimmt. Sonst wäre hier lange tote Hose und ggf. auf der neuen Map somit noch weniger los. Eine neue Map und alles drum und dran zu erstellen kostet viel Arbeit und Zeit. Ob und wann man das macht, muss man sich genau überlegen und kann nicht einfach von einem Gefühl, dass man jetzt eine neue Map will, abhängig gemacht werden. Wieso genau möchtest Du denn einen Reset? Was genau sollte das bringen? Du kannst jederzeit auch auf der aktuellen Map was Neues aufbauen, eigene Geschichten erzählen etc. Dafür muss nicht alles zurückgesetzt werden. Und für zukünftige Vorschläge ein paar Tipps: Argumente steigern die Bedeutsamkeit deiner Vorschläge deutlich. "Ich glaube" zählt übrigens nicht als Argument. Allgemein ist ein Einzeiler doch recht kurz, um so weitreichende Entscheidungen zu fordern.
  13. Hätte Interesse an The Pillars of the Earth. PS: Echt coole Aktion von Dir!
  14. Ich muss hier einmal eine Lanze für Engarim & Co brechen! Wirklich schönes Event und tolle RP-Gespräche. Gôr ist auch wirklich wunderschön geworden (und wird ja auch noch weitergebaut)! Umso trauriger ist es, dass nur so wenige gekommen sind. Das war doch wirklich etwas schade. Mir gefallen diese "Tavernen-RP"-Events immer sehr und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Wer nicht da war, hat definitiv etwas verpasst! Das hier soll einfach mal eine Empfehlung an Andere sein, doch beim nächsten Mal auch vorbeizuschauen. Es lohnt sich definitv!
  15. „Ich bin froh, dass Ihr es geschafft habt. Zumindest Ihr.“, begrüßte Faergon Golwenor die Delegation um Gwedhon. „Herr Bürgermeister.“, nickte der Anführer der ausgesandten Gruppe ihm ohne viel Worte zu. „Ich kann verstehen, wie Ihr Euch fühlen müsst, auch wenn ich nicht in Eure Herzen sehen kann. Auch ich verlor gute Freunde und Mitstreiter im Kampf. Ihr habt Liliath, dem Königreich Elandriel und ganz Lyria einen großen Dienst geleistet.“, erklärte Faergon. „Ihr alle.“, ergänzte er mit Blick auf die Särge. Ein kurzer Moment der Stille legte sich über die Elfen aus Liliath. „Nun, kommt. Lasst uns schlafen gehen. Am Morgen brechen wir nach Hause auf.“, wies der Bürgermeister die Elfen an, woraufhin sie sich in das Zentrum der Stadt aufmachten. Leicher Regen fiel auf die Erde und tropfte klangvoll an die Fenster des Hauses Liliaths in Elandriel. Orelon war schon sehr früh aufgestanden und saß auf einer Bank im Haus, lustlos in einem Buch blätternd. „Schon so früh wach?“, fragte Faergon verwundert, als er von draußen mit einigen Besorgungen ins Haus kam. „Ich konnte nicht wieder einschlafen.“, war die knappe Antwort Orelons. „Ihr seid wieder zurück. Ihr habt Großes geleistet. Amaron, Maethil, Thalieth und Calardan werden von Melendra aufgenommen und umsorgt.“, sprach der Bürgermeister, nachdem er sich neben den jungen Elfen gesetzt hatte. „Vielleicht könnten sie noch leben. Wenn ich diese große Kreatur, welche Amaron erwischt hat, besser getroffen hätte. Oder Maethil...“, setzte Orelon an, wurde aber schnell von Faergon unterbrochen: „Dich trifft keine Schuld. Diese Dämonen sind grausame Geschöpfe. Du hättest nichts tun können. Doch sie sind besiegt, zumindest vorerst. Und Ihr seid zurück. Das ist, was jetzt zählt.“ „Sie liegen jetzt schon so lange in diesen Särgen. Wird Melendra sich denn wirklich noch ihrer annehmen?“, stellte Orelon die Frage, welche er sich die ganze Reise über nicht getraut hatte, auszusprechen. „Natürlich. Melendra misst uns an unseren Taten und nicht daran, wann wir beerdigt werden. Wir werden ihnen einen gebührenden Abschied bereiten.“, versprach Faergon. Bald erwachten auch die anderen Elfen aus Liliath und machten sich, nach einem kurzen Frühstück, bereit, die Reise in die Heimat anzutreten. Zwei der Elfen organisierten die untergestellten Pferde, Khalari aus Liliath, sowie den Wagen, auf welchem die Särge Platz fanden. Der Regen hatte sich inzwischen zu einem leichten Nieseln gewandelt und so verließen die sieben Elfen am späten Morgen Elandriel südwärts. Nachdem am Tag zuvor noch weitesgehende Stille geherrscht hatte, kehrte die Vorfreude in die Herzen der Elfen zurück. Gwedhon unterhielt sich mit Faergon über die Ereignisse der letzten Zeit in Liliath, andere wiederum erinnerten sich gemeinsam an die Erlebnisse der Reise. Zwei Elfen überlegten sich sogar bereits, wie sie die Geschichten aus Wolfsruh, besonders ihre eigenen Taten, ausschmücken könnten. Orelon hatte auf dem Karren neben der Elfe, welche die Pferde führte, Platz genommen und löcherte diese mit Fragen über die Orte, welche sie während ihrer Reise besucht hatten. Als die Sonne langsam den Himmel zu verlassen drohte, suchte sich die Gruppe einen Lagerplatz etwas abseits des Amrûn othlon, wie die Elfen Liliaths den großen Weg nannten, welcher von Elandriel aus nach Süden führte. Schon bald prasselte ein kleines Feuer und einige Zelte fanden darum ihren Platz. Die Pferde wurden gefüttert und die Elfen aßen gemeinsam. Man teilte die Wachen für die Nacht ein und legte sich zur Ruhe. Auch Orelon schloss die Augen, doch konnte er nicht schlafen. So lauschte er dem Gespräch, welches der Bürgermeister und Gwedhon nahe der letzten Glut des Lagerfeuers führten. „Faergon, hast Du schon mit den Familien von Amaron, Maethil und Thalieth gesprochen?“, fragte Gwedhon sein Gegenüber. „Ja, natürlich. Schon kurz, nachdem ich die Nachrichten von Dir erhalten hatte. Calardan hatte ja keine Familie mehr, wie Du weißt. Amaron und Maethils Eltern dagegen... Es ist keine schöne Aufgabe, jemandem die Nachricht zu überbringen, das sein Kind im Kampf gefallen ist.“, erklärte Faergon. Eine Antwort Gwedhons konnte Orelon nicht vernehmen und so fuhr Faergon mit gebrochener Stimme fort: „Doch am grausamsten hat das Schicksal wohl die Tochter Thalieths getroffen. Ihr Vater war ja schon vor einigen Jahren von uns gegangen und nun hat sie auch noch ihre Mutter verloren. Gwedhon, diese tiefen Augen, die einen anblicken. Sie verstand erst gar nicht, was passiert war, doch als dann eine Träne ihre Wange herunterlief. Das arme Mädchen. Man kann sich gar nicht ausmalen, was es für sie bedeuten muss, keine Eltern mehr zu haben.“ Faergon stockte. „Thalieth erzählte einmal von ihrer Schwester. Ist das Mädchen von ihrer Tante und ihrem Onkel aufgenommen worden?“, fragte Gwedhon leise. „Ja, wunderbare Elfen. Sie hatten sich ja schon um das Thalieths Tochter gekümmert, nachdem Ihr aufgebrochen wart. Ihnen war nie das Glück beschert, ein Kind zu bekommen und so werden sie sich gut um das Mädchen kümmern, da bin ich mir sicher.“, antwortete der Bürgermeister erleichtert. „Immerhin... Vier Tote. Vier Elfen, die von uns gegangen sind. Faergon, manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn ich sie gestoppt hätte. Wenn wir uns nicht an den Schlachten beteiligt hätten. Dann könnten sie vielleicht noch leben.“, sprach Gwedhon stockend. „Hör' auf, Dir Vorwürfe zu machen. Jeder hat für sich selbst die Entscheidung getroffen. Ihr habt für Liliath, Elandriel und ganz Lyria gekämpft und ward siegreich. Ihr habt Euren Teil dazu beigetragen, die Dämonen in Wolfshain zu besiegen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn diese Kreaturen durchgebrochen wären. Gwedhon, Du hast nichts falsch gemacht.“, erwiderte Faergon eindringlich. Weiter konnte Orelon nur noch die Beiden flüstern hören, doch verstand nicht, was sie sagten. Bald legten sie sich ebenso zur Ruhe und so schlief auch er ein. Je näher die Elfen Liliath kamen, desto schneller trugen ihre Füße sie. Am Abend des dritten Tages, seit sie Elandriel verlassen hatten, erreichten sie ihre Heimat. Die Späher im Traumwald hatten sie schon lange vor ihrem Erreichen der Stadt erblickt und so meldeten die Eryntirn schnell die Ankunft der nach Wolfsruh Entsandten. Sie eilten über die Wege durch die Felder Liliaths, während bereits die rote Abendsonne den Himmel beherrschte. Schon bevor sie sich dem Kloster auch nur nähern konnten, kamen ihnen die Elfen Liliaths entgegen. Es schien, als wäre kaum jemand dem Aufruf nicht gefolgt, die Wiederkehrer zu empfangen. Und so fanden Familien wieder zueinander und Liebende sahen sich endlich wieder. Orelon wurde von seinen Eltern glücklich in die Arme geschlossen und unter Freudentränen befragt. Und an all den glücklichen Familien vorbei bahnten sich einige Elfen den Weg zum Karren. Väter und Mütter, Ehemänner und Ehefrauen, Brüder und Schwestern. All sie blickten still und trauernd auf die Särge der Gefallenen. Und etwas im Hintergund stand die Tochter Thalieths, neben ihr Onkel und Tante, und ihre Augen ließen eine Träne, die Wange hinunterkullern. Noch am gleichen Abend fand man sich im Kloster zusammen, um der Toten zu gedenken, für sie zu beten und sie zu beerdigen. Ihre Särge wurden in die Gräber gelegt und der oberste Priester Liliaths sprach mit kräftiger und mitfühlender Stimme zu den Anwesenden: „Mit Amaron Hithuben, Maethil Haerelben, Thalieth Anuben und Calardan Orelben sind vier Mitbürger, Verwandte, Freunde und Helden von uns gegangen. Sie haben eine Schlacht geschlagen weit ab der Heimat, um doch genau diese vor Schlimmen zu bewahren. Sie haben gegen Kreaturen gekämpft, deren Aussehen kaum einer sich vorzustellen vermag. Sie haben ihr Leben gegeben, um das Leben anderer zu erhalten. Darum beten wir zu unserer großen Göttin Melendra, auf dass sie die O'dim dieser aufnehmen werde. Auf dass sie sich ihrer annehme und ihre großen Taten anerkenne. Und so werden diese vier Elfen stets in unseren Köpfen und Herzen in Erinnerung verbleiben, als Helden, welche ihr Leben gaben für Liliath, Elandriel und ganz Lyria.“ So kniete der Priester vor den Gräbern nieder und legte auf jedem der Särge einen Wasserkelch ab. Die Familien der Toten folgten seinem Beispiel und beteten selbst stumm für die Gefallenen. Sie legten letzlich eine blaue Orchidee auf die Särge und blickten ein letztes Mal auf die Wappen Gôrs und Elandriels sowie auf das geschnitzte Bildnis des Ellanor, ehe Erde dies bedeckte. Schweigend blickte man hoch zum hellen Mond, ungewiss der Zukunft und ungewiss ob der vorerst abgewendeten Gefahr in Wolfshain. Und doch ward letzlich die Hoffnung. Denn die Hoffnung ist, was bleibt.
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