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  1. Hallihallo liebe Lyria-Community! An so einem schönen späten Freitagabend, wollte ich mich auch mal "endlich" vorstellen. Ich bin Endyas, 18 Jahre alt, sitze gerade mitten in meinen Abiturprüfungen und zocke dennoch seit Anfang der Woche sogar relativ aktiv auf dem Server. Ich bin hauptsächlich am Bau und am RP hier auf Lyria interessiert, aber ich freue mich auch sehr auf spannende Events, wie den aufkommenden Bogenschießwettbewerb, und später vielleicht auch auf direktes PvP. (Da halte ich mich aber erstmal lieber raus und baue mein Leben hier auf... ). Sonst noch was zu sagen? Ich freue mich auf jeden Fall euch alle kennenzulernen! ^^/ Beste Grüße aus den Tiefen der Nacht! Endyas
  2. Name: Ydena Jaspis Rasse: Zwerg Volk: Grausteinzwerg Wohnort: Grünmoor - Provinz von Eisengrat Heimat: Die Hallen Borondirs Stellung: Leiterin der Untersuchungen im Grünmoor Glauben: Als Grausteinzwerg ehrt Ydena den Stein, der im Zentrum der zwergischen Kultur steht. In Borondir lernte sie durch die Beerdigung ihrer Urgroßmutter die Traditionen der Bestattung kennen. Sie glaubt daher auch daran, dass Zwerge in den Stein zurückkehren, sobald sie versterben und bestattet werden, um in der Zukunft erneut aus ihm hervor zu gehen. Jedoch bringt sie diese Ehrung nicht sonderlich zum Ausdruck, da sie sich vorwiegend mit sich selbst und ihren Untersuchungen beschäftigt. Im angetrunkenen Zustand bereut und bedauert sie dies manchmal. Handwerk: Ydena ist Agrarwissenschaftlerin. Sie untersucht die Bodenbeschaffenheiten verschiedener Umgebungen auf ihre Eignung zur landwirtschaftlichen Nutzung. Charakter: Ydena Jaspis ist eine recht zurückgezogene Zwergin, die sich vorwiegend ihren Untersuchungen verschworen hat. Diese führt sie im Sinne ihres Volkes, um den Anbau von Nahrung zu optimieren und die Wahrscheinlichkeiten auf potentielle Hungersnöte bestmöglich auszumerzen. Sie kann es absolut nicht ausstehen, bei ihrer Arbeit unterbrochen zu werden. Für gewöhnlich redet sie ausschließlich, wenn sie Material und Arbeiter beim König unter dem Eisengrat beantragt, ihre Helfer in ihre Aufgaben einweist oder über ihre Ergebnisse Bericht erstattet. Die Geschehnisse in der Welt interessieren sie nicht im Mindesten. Die Menschen, Zwerge, Elfen und Orks im Rest der Welt sollen sich doch bekriegen und abschlachten wie sie wollten, solange sie ihre Finger von Eisengrat ließen und sie in Ruhe ihren Projekten nachgehen konnte. Sollte das nicht der Fall sein, so ist Ydena der Meinung, man solle die Eingreifer kurzerhand in die Luft sprengen, damit sie endlich Ruhe geben würden. Ganz abgesehen davon, dass Orks – diese barbarischen Gestalten – sich gefälligst von ihren Untersuchungseinrichtungen fernzuhalten haben. Es ist schwierig sie zu Alkohol zu verführen, aber nach dem ersten Rum folgen schnell ein zweiter, ein dritter, und so weiter, bis sie hoffnungslos betrunken ist und man sie von einer ganz anderen Seite erlebt, wie sie über belanglose Themen spricht. So zum Beispiel, wie schön es doch wäre ein Vogel zu sein oder durch die Welt zu reisen und allerlei Menschen kennzulernen. Aussehen: Ydena hat langes, gewelltes, kastanienbraunes Haar, welches sie stets im Pferdeschwanz trägt. Ihre minzgrünen Augen schauen unter einem Seitenpony hervor, der je nach Position ihr rechtes Auge verdeckt. Ihr Taint hat einen hellbraunen Ton und sie ist aus pragmatischen Gründen die meiste Zeit in ein weißes Hemd, graue Hosen und einen braunen Mantel gekleidet, wozu sie außerdem einen dunkelgrünen Schal trägt. Geschichte: "Dunkelmeister hier... Dunkelmeister da..." Ydena stapfte aus der Bibliothek Borondirs. "Hatte dieses Gör denn nichts besseres zu tun, als mich bei meinen Untersuchungen zu unterbrechen? Und was war das überhaupt für eine lächerliche Frisur?" Einige Bücher unter den Arm geklemmt ging sie durch die Straßen in Richtung Heim, wo ihre Familie sie bereits erwartete. 92 Jahre alt war sie bereits, hatte jedoch nicht geheiratet und lebte immernoch im Haus ihrer Eltern, welche Landwirte waren. "Wo warst du schon wieder so lange Ydena?! Du verschwindest immer einfach so, ohne mal wenigstens Bescheid zu sagen!", schreite sie ihre Mutter an. "Halt die Fresse, Alte! Ich hab zu tun! Wer denkst du, sorgt dafür, dass die Ernte so großzügig ausfällt?" Überrumpelt vom Ausdruck "Alte", stand Ydenas Mutter stillschweigend vor dem Esstisch und starrte ihrer Tochter hinterher, wie sie die Treppe hinauf in ihre Kammer verschwand. "Bromm, was machen wir mit dieser Missgestalt von einem Kind denn bloß?!", rief die Mutter zum Kamin hinüber, während sie erregt vor Wut auf ihren Ehemann zu stapfte, der es sich im Sessel gemütlich gemacht hatte und an seiner Pfeife zog. "Das Kind hat keinen Funken Respekt vor mir und du rührst nicht einen Finger!", schrie sie ihn wütend an. Der Mann winkte ab. "Wenn sie der Meinung ist, dass sie den Ertrag hier macht, soll sie doch schauen, wie sie ohne uns auskommt." Ydenas Mutter schaute verblüfft. Dann wurde sie rot vor Wut. "IHR SEID JA ALLE WAHNSINNIG GEWORDEN!" Sie riss sich den Kittel vom Leib, warf ihn auf den Esstisch und verschwand aus dem Haus. "Was machen die denn so einen unerträglichen Krach da unten...?" Ydena versuchte verzweifelt zu lesen, doch das Beben der Stimme ihrer Mutter ließ ihr keine Chance dazu. Dann hörte sie, wie die Eingangstür zuknallte und es angenehm still wurde. "Endlich..." Sie seufzte und las einige Zeilen im 'Wissen der Agr'Norm', bis sie erneut – diesmal von ihrem Vater – unterbrochen wurde. Bromm hatte die Tür geöffnet und war hineingetreten. "Es reicht Ydena. Ich werde dich nicht länger unter meinem Dach ertragen. Noch bevor deine Mutter heimkehrt hast du das Haus verlassen." Seine Stimme war bestimmend. "Achso ihr wollt mich rausschmeißen? Gut. Schaut doch zu wie ihr diesen Fehler ausgleichen wollt. Und wehe, ich muss in den nächsten Monaten zu einer von euren verdammten Beerdigungen kommen.", erwiderte Ydena zischend. Sie stand auf, nahm eine Tasche, in die sie einige Unterlagen und ihre Ersparnisse schmiss. "Da du mich nun ja so umgehend los werden musstest, kannst du ja auch so zuvorkommend und väterlich sein, dich wenigstens darum zu kümmern, dass die Bücher wieder dorthin kommen, wo sie hingehören." Und mit diesen letzten Worten an ihren Vater nahm sie ihren Mantel und die Tasche, verließ das Haus und kam jedenfalls nie wieder. Ydena blieb nicht in den Hallen Borondirs. Sie hielt es dort kaum aus. Überall redeten die Zwerge über den Dunkelmeister und hier und da tratschten sie immernoch über König Dwalon. Einige Monate lang zog sie durch die Lande und ernährte sich von Beeren und anderen Früchten. Ihre Zeit auf Wanderschaft machte ihr deutlich, wie angenehm es Zuhause doch auch war, jedoch verbat sie es sich selbst, flehend in ihr Elternhaus zurückzukehren. Die Vorkommnisse bildeten einen perfekten Schnitt für einen Neuanfang als anerkannte Botanikerin und Agrarwissenschaftlerin in einer neuen Stadt, irgendwo weit weg von Familie und Zwangsbekanntschaften. Bald erreichte sie Nimeria, wo sie von einer entstehenden Zwergenstadt unter dem Eisengrat hörte. Sie entschied sich, dass es es zumindest wert war diesen Ort zu besichtigen. Womöglich würde es gerade an einem Ort wie diesem die perfekten Umstände geben, um Arbeit in ihrem Bereich zu finden.
  3. Hallo zusammen, werte Community! Nachdem die drei Grazien vom Eisengrat es so schön vorgemacht haben, gebe ich euch nun auch ein bisschen von der Person hinter dem Zwerg mit der großen Nase preis IRL heiße ich Felix, werde dieses Jahr im Sommer 25 und bin angehender Grundschullehrer, aktuell in meinem letzten Mastersemester. Ich halte mich selbst für einen umgänglichen Menschen und bin je nach Uhrzeit und Stimmung sowohl furchtbarem rumgealbere, als auch philosophischen Diskussionen nicht abgeneigt. Neben Minecraft spiele ich diverse andere Computerspiele, lese leidenschaftlich gern und viel - eigentlich alles, was mir in die Finger kommt - und betreibe außerdem mit einigen Mitbürgern aus Eisengrat Pen & Paper, größtenteils im DSA-Universum und System. Wo wir grade bei Mitbürgern sind: Der größte Teil der Eisengratbewohner gehört zu einer Community, mit der ich vorher schon auf einem anderen Minecraft-Mittelalter-RPG-Server gespielt habe. Nachdem dessen Betreib eingestellt wurde, haben wir einfach trotzdem weiter zusammengespielt - nur halt andere Spiele. Als Miki auf euren schönen Server hier gestoßen ist, haben wir hier eine neue Minecraftheimat gefunden und hoffen auf viel, viel Spaß mit Klötzen und Roleplay: Das wir alle sehr motiviert sind, hat der ein oder andere ja schon gesehen Das sollte an dieser Stelle erstmal reichen - wer mehr wissen möchte, kann mich ja mal anschreiben oder darauf warten, dass man mich zufällig im TS trifft (obwohl wir zur Zeit meist im TS unserer Eisengratcommunity rumhängen). Auf viele Stunden gemeinsamen Spielspaßes! Lem Loktem alias Loleffekt alias Felix
  4. Hallo liebe Leuts, Da sich so viele aus Eisengrat schon vorgestellt haben, dachte ich mir, dass ich das auch einfach mal tue. Ich bin Miki - Ingame eher bekannt unter dem Namen Ikimombra - und bin 20 Jahre alt. Ich studiere Kunst und bin deshalb ein kleines Maleräffchen. Ich spiele gerne Minecraft und Klavier, man kann mich allerdings auch mit einigen Dingen von der Außenwelt außerhalb meines Fensters (Höhö Windows *badumtz*) begeistern. Ich tendiere auch dazu schlechte Witze zu erzählen, das müsst ihr wohl ertragen. c: Nach Lyria kam ich, weil ich zufällig nach einem Minecraft Mittelalter RPG Server gesucht habe und schließlich hier rauf gestoßen bin. Jetzt bin ich an einem wahnsinns Projekt verwickelt, welches mich hoffentlich ein paar Monate oder mehr fesseln wird. Also, auf ein freudiges Miteinander - Man sieht sich bestimmt Ingame! Liebe Grüße, Miki / Ikimombra / Ikim
  5. Name der Stadt: Hallen unter dem Eisengrat (Name auf Karte: Eisengrat) Lage der Stadt: -11000 68 592 Ortsvorstand: Lem_Loktem (König unter dem Eisengrat ) Bewohner (Stand 29.03.2016): Fredericus Galivar _Maxera_ IIEvyII http://www.lyriaserver.de/index.php/topic/3459-charaktervorstellung-evy-glaer/ Tsuro Shiroki_Raasu Crimson_High BerthNerd TreesaABK xXTyraelXx FrontFreak Barzar Sonnenfisch Aroka_Zwergnawa http://www.lyriaserver.de/index.php/topic/3262-charaktervorstellung-aroka-zwergnawa/ MorniaBergserker http://www.lyriaserver.de/index.php/topic/3246-charaktervorstellung-mornia-bergserker/ Ikimombra http://www.lyriaserver.de/index.php/topic/3343-charaktervorstellung-ikimombra/ xAlpha Lirann_del_Puck Silem_ICIV Lem_Loktem http://www.lyriaserver.de/index.php/topic/3240-charaktervorstellung-lem-loktem/ Geschichte des Ortes: Der Eisengrat war schon seit einiger Zeit im Blick König Dwalons von Borondir, als dieser Lem Loktem damit beauftragte, dort eine neue Kolonie der Zwerge zu gründen, damit jeder Zwerg einen Rückzugsort hätte, falls Borondir fallen sollte, wie es Unterberg einst tat. Anfänglich nur ein kleiner Stützpunkt, der mit vielerlei Missständen wie umherstreifenden Söldnerbanden zu kämpfen hatte, beherbergt der Ort mittlerweile viele weitere Zwerge und hat nun die Größe einer Siedlung erreicht. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde außerdem eine Höhle der Fanera-Elfen gefunden, die sich letztendlich den Zwergen angeschlossen haben. Noch ist viel zu tun, doch die ersten Hallen sind errichten und die diplomatische Maschinerie läuft auf Hochtouren - Bald schon werden die Hallen unter dem Eisengrat im Glanz des Friedens und des Wohlstands blühen und ein stetig wachsendes Denkmal an den Stein versinnbildlichen (Eine genauere Chronik zu den Anfängen der Stadt findet sich in den verlinkten Charakterbeschreibungen).
  6. Name: Evylin "Randir" Glaer ("Die Reisende") Rasse: Fanera-Elfe Wohnort/Heimat: Aegas-Feleg, Fürstentum zu Füßen des Eisengrat Stellung: Herrin über Aegas-Feleg Glaube: Lorn Trak'ul'a – Der Älteste der Waldelfen Handwerk: Druidin (Alteibenbiegerin) Charakter: Evylin ist wahrliche eine Vorzeige-Fanera-Elfe. Sie hat eine gar legendäre Geduld und ist meist gelassen und ruhig. Und hat eine ausgesprochen große Vorliebe für Personen, Orte und Gegenstände, denen eine einfache aber natürliche Schönheit innewohnt, weshalb sie recht oft auf Reisen ist. Außerdem hat sie eine Schwäche für Tanz und Gesang. Bei ihren bisherigen Erfahrungen mit Menschen begegnete sie ihnen bisher mit stillem Amüsement, wie man sie etwa unbeholfenen Kindern angedeihen lässt, während sie gegenüber Zwergen eine Verbindung durch die gemeinsame Liebe für Stein' und Juwel' spürt. Generell ist sie Fremden eher misstrauisch eingestellt, gleichwohl Jeder in ihren Hallen als Willkommen gilt. Es ist gar nicht so leicht, sie zu verärgern oder zu beleidigen, doch wenn es erst einmal soweit gekommen ist, dauert es sehr lange, bis sie die Tat verzeiht oder davon absieht, Rache an jemandem zu nehmen, der ihnen oder den Ihren ein Leid zugefügt hat. Gleichsam schließt sie nur zögerlich Freundschaften, insbesondere mit Nichtelfen, doch halten solche Freundschaften oft ein Leben lang. Wie man an dem Beispiel einer ganzen Horde Grausteinzwergen unschwer erkennen kann. Wenn es zum Kampf kommt, greift sie zumeist auf ihren Bogen zurück, wobei sie auch im Schwertkampf gleichermaßen ihren "Elf" steht. Darüber hinaus ist sie total verrückt nach Elfennektar. Aussehen: Die Herrin über Aegas-Feleg ist eine junge, hübsche Fanera-Elfe die erst 9 Jahrzehnte zählt. Evylin wächst ca. 169 cm in die Höhe und wiegt 55 kg. Sie ist sehr gut durch ihre schönen langen roten Haare zu erkennen, welche in leichten Wellen bis zu ihrem Gesäß reichen. Auch trägt sie eine goldene Spange in ihrem Haar. Typisch für eine Fanera-Elfe schimmert ihre makellose Haut leicht Porzellanfarben, was bei Sonnenlicht sehr deutlich zu sehen ist. Von der Statue wirkt sie sehr graziös, durch ihr hohes Geschick, das typisch für Elfen ist, setzt sie elegant einen Fuß vor den anderen. Trotz des sportlichen Erscheinungsbildes, fehlen ihr keinesfalls die weiblichen Rundungen, auch wenn diese bei Elfen nicht ganz so üppig ausfallen mögen, wie es bei Menschen der Fall wäre. Ihre großen grünen Augen, welche von schön geschwungenen, langen Wimpern geziert sind, mögen einen Freund warm, aber einen Fremden zurückhaltend mustern. Gekleidet ist die junge Druidin in das traditionelle weiße Druidengewand, auf dessen Vorderseite ein Mond abgebildet ist. Geschichte: Der Morgen lag kalt im Tal, das Gras war noch feucht vom Tau und die Nässe blieb an Evys Schuhen haften als sie durch das Grün zu den Pferden ging, die nahe ihres Lagers an einen Baum gebunden waren. Sie schwang sich mit Leichtigkeit in den Sattel ihres Rappen. "Nun kommt schon mein Herr! Unser Ziel ist nur noch einen Tagesritt entfernt!" rief sie gut gelaunt ihrem Begleitschutz zu, was ihr jedoch nur einen genervten Blick einbrachte. "Wird auch langsam mal Zeit!" Sie waren nun schon seit Jahren unterwegs und besuchten, fernab von ihrer Heimat, Siedlungen und Städte verschiedener Völker um Handelsbeziehungen zu knüpfen und Bündnisse zu schließen. Auf ihrer langen Reise trafen sie auch auf die ein oder andere interessante Person. Wie einen alten, weisen Druiden der sich ihnen für einige Monate anschloss und die junge Botschafterin in das alte Wissen der Magie des Waldes einführte und so manchen Zauber lehrte. Sie trafen aber auch auf Gruppierungen die ihnen nicht wohlgesonnen waren und denen sie sich mit Waffengewalt entledigen mussten. Eine lange und beschwerliche Reise die nun endlich ihrem Ende entgegen ging. Als sie am frühen Abend den Wald betraten, der die Grenze zu ihrer Heimat kennzeichnete, beschlich die beiden Reisenden ein ungutes Gefühl. "Hier stimmt etwas nicht! Die wachhabenden Waldläufer müssten uns schon längst bemerkt und begrüßt haben..." sprach die junge Elfe. Ihr Begleiter nickte nur stumm und deutete ihr an weiter zu reiten. Mit wachsamem Blick drangen sie immer tiefer in den Wald ein. Kein Tier war zu sehen, kein Geräusch zu hören. Wo normalerweise sanftes Vogelgezwitscher und lautes Kinderlachen waltete, herrschte nur noch drückende Stille und Leere. 'Wo sind sie nur', fragte sie sich. Als sie jedoch ihre Waldhöhle betraten empfing sie ein grauenhaftes Bild. Ein Bild der Zerstörung, des Chaos' und des Todes. Auf der Suche nach Überlebenden, welches jedoch vergebens war, fand die Elfe den leblosen Körper eines kleinen Mädchens. Ihre verkrampften Hände klammerten sich an eine Puppe die sie hielt und ihr leerer Blick starrte voller Grauen gen die Decke. Evy schloss die Augen des Kindes und mit Tränen in ihren eigenen schwor sie sich, denjenigen zu finden, der dieses Grauen zu verantworten hat. Sie würde nicht eher Ruhen, bis sie den Kopf dieser ehrlosen Kreatur in ihren Händen halten würde. Als sie wieder aus der Höhle trat, zogen dunkle Wolken auf, die die Sonne verdeckten und ein kühler Windhauch umwehte sie, während sie im Regen stand und in den Himmel blickte. Er weinte, wie auch sie weinte. Der Zorn wich der Trauer und Verzweiflung als sie auf ihre Knie fiel und ihr Gesicht in ihren Händen barg. Für Stunden blieb sie in dieser Position und gab sich ihrer Verzweiflung hin, bis ihr Begleiter auf sie zu kam und sie aus ihrer Lethargie riss. Es drangen Geräusche vom nahegelegenen Berg. In der Hoffnung doch einige Überlebende der ihren zu finden, machten sie sich auf den Weg dorthin. Allerdings wurde diese wieder zerstört als sie sahen, wer ihnen aus dem Berg entgegen schritt. Es war eine Horde von Grausteinzwergen, angeführt von Lem Loktem, der ihr von dem Besuch in Borondir bekannt war. Wie diese jedoch dort hinkamen und was weiter geschehen ist, steht in einer anderen Geschichte geschrieben.
  7. Name: Ikimombra Rasse: Zwerg Volk: Graustein-Zwergin und zunehmenderweise freie Zwergin Wohnort: Die Hallen von Eisengrat Heimat: Borondir Stellung: Fischerin und Abenteuerin aus Eisengrat Glaube: Verehrt den Stein, der im Mittelpunkt in allen wichtigen Dingen steht - Sie ist außerdem der Überzeugung, dass man nur durch Handwerk und harte Arbeit dem Stein huldigen kann. Handwerk: Fischer Charakter: Ikimombra ist eine sehr junge Zwergin, die mit ihrem zarten Alter von 43 Jahren begonnen hat als eigenständige Fischerin unter dem Hause der Zwergnawas zu arbeiten. Wo beim Fischen keine Geduld und Konzentration fehlt, wirkt sie in ihrer sozialen Umgebung sehr aufbrausend und temperamentvoll: Da sie in einer Taverne groß geworden ist, enthält sie sich nicht vor bei Schlägereien mit zu mischen oder kein Blatt vorm Mund zu halten, wenn mal jemand über ihren Fang des Tages herzieht. Dementsprechend versucht Ikimombra Probleme mit ihrer hitzigen Redensweise oder gar ihren Fäusten zu lösen, wobei das meist in die Hose geht. Trotz ihrer Angehörigkeit zu den Graustein-Zwergen, die sich bevorzugt in ihren sicheren Hallen unter der Erde zurückziehen, begibt sich Ikimombra gerne auf Reisen, um neue Orte zu entdecken und spannende Dinge zu erleben. Meistens sucht sie neue Orte zum Angeln, um seltene Fische zu fangen, die sie in der Taverne anbieten kann. Fremden gegenüber nähert sie sich allerdings mit Vorsicht. Sollten diese Fremde es jedoch wagen, ihre Freunde und Ihresgleichen anzugreifen, ziemt sie sich nicht jene sowohl verbal als auch physikalisch in Grund und Boden zu stampfen. Im Töten sieht sie keine Notwendigkeit, doch wenn ein Ausnahmezustand besteht, greift auch sie zu den Waffen, um das zu beschützen was ihr wichtig ist. Aussehen: Ikimombra hat einen normal braunen Hautteint - diesen verdankt sie ihren Reisen - jedoch glänzt ihre Haut aus dubiosen Gründen ein wenig. Sie hat lange dunkelbraun-kupferne Haare, die ihren ganzen Rücken bedecken und neugierige grüne Augen. Sie besitzt zu dem einen leichten Kinnflaum. Gekleidet in verhältnismäßig einfachen Kleidungen, die aus einem ranzigen blauen Hemd, einer Lederweste und ein paar dunklen Hosen mit Knieschützern besteht, fallen vor allem die Matsch durchtrieften Stiefel auf, aus denen manchmal Algen hängen. Meistens trägt sie Fisch bei sich ebenso wie eine Angelrute. Geschichte: "Ikim', pass auf - gleich mach ich... den größten Fang ...den du .. jemals GESEHEN hast - das garantiere ich dir!" Sichtlich angestrengt zerrte die etwas kräftige Zwergendame an ihrer Angelrute, während sie versucht sich mit aller Macht gegen die unsichtbare Kraft zu stemmen. Ein unwissender Wanderer würde glatt denken, dass es sich um einen schlechten Pantomime-Akt handelt, denn es sah so aus, als würde sie mit einer unsichtbaren Person Tauziehen spielen. Dabei war heute ein ganz besonderer Tag: Es war Ikimombras zwölfter Geburtstag und um diesen zu zelebrieren nahm ihre Mutter, Brondra Wasserschreck, sie zu einem ganz besonderen Angelausflug mit. Ihrem Namen machte sie jedenfalls alle Ehre; Es sind Gerüchte im Gange, dass sie schon mal einen gigantischen Karpfen mit bloßen Händen gefangen, oder kleine Fische mit ihren langen roten Haaren geangelt hätte. Etwas weiter weg von Borondir gab es einen kleinen See, von dem man glaubt, dass dort große und seltene Fische darin leben. Allerdings gab es auch Gerüchte von anderen Zwergen, dass viele Fischer verschwunden seien in Kombination mit einem merkwürdigen Fisch. Brondra jedoch glaubte nur, dass diese Fischer zu unvorsichtig waren, weshalb sie ihrer Tochter zeigen wollte, dass sie auch diesem See ihre wertvollen Schätze entlocken kann. Spannend und mitfiebernd schaute Ikimombra ihrer Mutter zu, wie sie mit der Angelrute rang. Jeder einzelne Muskel war angespannt. Sie war sich nicht mal sicher, ob an ihren Wangen Schweißperlen runter liefen oder ihr das trübe Wasser ins Gesicht spritzte. Jedenfalls hatte sie trotz der Anstrengung ein siegessicheres Grinsen im Gesicht, was Ikimombra ein sehr aufgeregtes Gefühl gab. Alles schien normal von statten zu gehen, doch dann geschah etwas Eigenartiges. Mit einem plötzlichen Ruck wurde Brondra ins Wasser gezogen. Erschrocken riss sie die Augen auf, verwundert, woher diese enorme Kraft kam. Ein weiterer Ruck. Diesmal war Brondra vorbereitet und gab nicht nach, obwohl sie dennoch ein paar Schritte mehr ins Wasser gezogen wurde. Doch dann wurde sie vom Boden gerissen und ehe sie sich versah, befand sie sich meterhoch in der Luft und erkannte gleichzeitig ihre missliche Lage. Ikimombra schaute erschrocken auf ihre Mutter, die ihren Kopf in ihre Richtung drehte und sie anlächelte. Ihre Lippen formten einpaar Worte, die Ikimombra unter dem Tosen des Gewässers nicht mehr verstehen konnte, als augenblicklich ein gigantischer Fisch wie aus dem Nichts mit einer riesigen Wasserfontäne auftauchte, sein riesiges Maul aufsperrte und ihre Mutter mit einem Mal verschlang. Ikimombra japste auf und rannte etwas unbeholfen auf das Wasser zu, doch bevor sie überhaupt in die Nähe kam, tauchte der Gigant wieder ab und stieß sie mit einer starken Wassermasse zurück. Etwas benommen und völlig durchnässt, wankte Ikimombra langsam wieder zum See. "M-mama?", fing sie an mit einem Zittern in der Stimme zu wimmern. "Mama, h-hör auf, das ist nicht lustig ... Mama?" Keine Antwort. "Mama? Lass uns nach Hause gehen!" Immer noch keine Antwort. Das Wasser beruhigt sich langsam und schlägt nur noch kleine Wellen vor sich hin. In Ikimombras Gesicht breitet sich ein Ausdruck des Entsetzens aus und sie fing an panisch auf das Wasser einzuschlagen. "MAAAMAAAAAAAAAAA!", fing sie lautstark an zu schreien, während ihre Tränen wie Bächer die Wangen hinunter liefen und im See verendeten. Es vergingen einige Stunden, die Sonne stand schon tief und die Schatten der Bäume zogen lange Furchen durch den Wald. Ikimombra irrte ziellos umher, hungernd und frierend, und suchte nach Hilfe. Eins wusste sie ganz genau: Ihre Mutter würde niemals einfach so aufgeben, dafür war sie viel zu ehrgeizig und stark. Doch wo sollte sie anfangen? Der Wald war groß, sie hatte selbst keine Ahnung, wo sie sich gerade befand und das allerschlimmste ist, dass sie sehr weit weg von ihrem zu Hause war. Dadurch, dass sich der Tag auch gerade dem Ende zuneigte, wurde es auch zunehmend kälter und vor allem dunkler. Völlig entkräftet sank Ikimombra zu Boden und weinte erschüttert über das Geschehene, als sie spürte, wie ihr jemand die Hand auf die Schulter legte. Sie drehte sich um und erblickte eine Zwergendame. Der kleine Hoffnungsfunken in ihren Augen erlosch bei dem Anblick der Zwergin; es handelte sich leider nicht um ihre Mutter, dennoch grub Ikimombra ihr Gesicht in die Brust der Zwergenfrau und weinte sich aus. Die erwiderte Umarmung der Zwergin war warm und tröstend und sie roch wundervoll nach gebackenenen Kartoffeln, was ihr ein wohliges Gefühl gab. Die Zwergin wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. "Was ist los Kleines? Wo sind deine Eltern?" "Ich .. ich suche meine Mama ..", fing Ikimombra schniefend an. "Hast du meine Mama gesehen?" Die Zwergin sah sich kurz um und schüttelte darauf hin den Kopf. Doch als sie sah, wie sich Ikimombras Augen mit Tränen füllten, nahm sie sie schnell an die Hand und sagte: "Komm, wir bringen dich erstmal nach Hause. Vielleicht wartet deine Mama dort auf dich." Auf dem Weg nach Borondir brachte Ikimombra einiges über die Zwergendame in Erfahrung. Es handelte sich um die Gastwirtin Aroka Zwergnawa, die in einem sehr bekannten Schänke Borondirs arbeitete und gerade von einem Spaziergang nach Hause gehen wollte, als sie Ikimombra über dem Weg lief. Schließlich kamen sie in dem kleinen, aber verhältnismäßig ruhigem Gasthaus an. Während Ikimombras Blicke durch die warme Stube wanderten, kniete sich Aroka zu ihr runter. "Warte hier einen Augenblick, ja? Ich muss eben mit meinem Großvater sprechen." Ikimombra nickte, setzte sich auf einen kleinen Schemel und mümmelte einige gebackene Kartoffeln, die sie von Aroka bekam. Sie sah, wie die Wirtin mit einem älteren Herren sprach, der einige sehr überraschte und nachdenkliche Mienen zog, während er ihr einige Blicke zu warf. Etwas besorgt stieg Ikimombra vom Schemel, stolperte zu dem Greis hin und zupfte an seiner langen Robe. "I-Ich heiße Ikimombra!" Sie schaute in ein getrübtes aber waches Augenpaar, was nur von Weisheit strotzte, weshalb sie wieder verlegen auf den Boden schaute. Er streichelte ihr den Kopf und lachte. Das war der Moment, an dem die Familie Zwergnawa beschloss, Ikimombra bei sich aufzunehmen. Von da an zog Aroka sie wie ihre eigene Tochter groß. Sie brachte Ikimombra bei, wie man im Gasthaus arbeitet, mit Geld um geht und vor allem, wie man sich gegenüber anderen Gästen verhält. Nachdem Großvater Zamnil zum Stein zurück gekehrt ist, fühlte sie sich noch mehr verpflichtet ihrer Mutter unter die Arme zu greifen. Mit der Zeit entwickelte sich Ikimombras ungestümes Wesen, sie wurde lebendiger und zunehmend auch temperamentvoller besonders im Umgang mit einigen gewissen Stammgästen. Dennoch bekam sie immer mehr das Bedürfnis, den Berg zu verlassen. Irgendwas zieht sie hinaus in die weite Welt, die Sehnsucht nach der Ferne war unerklärlich. Jedes mal, wenn sie für die Taverne einige Dinge von außerhalb sammeln musste, zog sie es jedes mal wieder zurück ans Wasser, wohlwissend, dass jenes Wasser ihrer leiblichen Mutter möglicherweise das Leben genommen hat. Und trotzdem gefiel es ihr draußen in der freien Natur an einem ruhigen Gewässer zu fischen. Für Ikimombra wurde das Fischen sehr schnell mehr als nur ein Handwerk um eine Nahrungsknappheit zu verhindern, viel mehr war es ein spannendes Erlebnis, denn jeder Fisch war ein eigener Kampf und aus jedem Kampf entstand der Wille, diesen auch zu gewinnen. Als eines Tages Ikimombra die Schänke wieder verlassen wollte um fischen zu gehen, rief Aroka sie nochmal zu sich. Die Wirtin lächelte sie an. „Ikim‘, mein Schatz? Was hälst du davon, wenn ...“, Aroka legte eine Denkpause ein. „ ... wenn du für uns Fische angeln gehst? Die Kartoffeln von Tsuron sind zwar ganz lecker, aber wir könnten unsere Speisekart-“ Ohne zu zögern umarmte sie ihre Ziehmutter und schmiegte sich dicht an ihre wohlduftenden Haare an. "Ja, ja und nochmals ja! Mama, du bist die beste!", platzte es förmlich aus ihr heraus und sie gab Aroka einen Kuss auf die Wange. Sie stürmte zur Tür hinaus, allerdings drehte sie sich nochmal um und gab der Wirtin ein siegessicheres Grinsen. "Mama, ich werde dir den größten Fisch fangen, den du jemals gesehen hast - das garantiere ich dir!" Einige Monate vergingen und in dieser Zeit veränderte sich die Situation in Borondir gewaltig. Obwohl Ikimombra ihre Zeit oft im Freien verbrachte, gingen die Gerüchte und Tuscheleien der Zwerge nicht an ihr vorbei, schließlich hört man in einer Schänke oft genug den neuesten Tratsch und Klatsch. "Der König interessiert sich nicht für das Volk." "Er will nur das Geld." "Er ist schon längst verstorben!" Ikimombra zuckte zusammen. Das Wasser wurde unruhig bei ihrer ruckartigen Bewegung und schlug leichte Wellen auf der Oberfläche. Selbst in der ruhigen Natur hallten die Stimmen in ihrem Kopf, so als würde sie in der Taverne sitzen und den dumpfen Gesprächen im Hintergrund lauschen. Sie atmete langsam aus und rückte ihre Angel zurecht. Es sind nur Gerüchte und es gibt auch keinen Grund, warum eine Unruhe entstehen sollte. Schließlich war König Dwalon ein gerechter Herrscher, er sah sehr weise aus, hatte auch einen langen, grauen Bart ... Jedenfalls nur aus Erzählungen. Plötzlich spürte Ikimombra ein leichtes ziehen an ihrer Angel. Blitzartig ergriff sie die Rute und obwohl bei diesem Zug ein großer Widerstand war, schaffte sie es den Fang an Land zu ziehen ... ... und bekam mit voller Wucht einen alten, matschigen Stiefel ins Gesicht. Völlig entnervt warf sie den Stiefel zu Boden und packte ihre Sachen. Heute ist kein guter Tag zum fischen, möglicherweise verbessert sich ihre Laune und vor allem Konzentration am darauf folgenden Tag. Sie wollte gerade umdrehen, als sie überraschenderweise Aroka sah, wie sie außer Atem auf das Ufer zu lief. "Mama! Was machst du denn hier? Besonders so spät? Ist die Schänke zu?" "Ikim', mein Schatz, ich muss dir etwas wichtiges erzählen", fing Aroka an, während sie gleichzeitig nach Luft schnappte. Der See war tatsächlich etwas weiter weg von Borondir. "Ich habe gerade mit Lem geredet. Wir waren in der Schänke und haben ein wenig über den Berg gequatscht, wie die Situation gerade ist und- was hast du da im Gesicht? " Ikimombra winkte ab. "Nicht so wichtig. Was ist los? Ist irgendwas passiert?", fragte sie während sie versuchte unaufällig den Schlamm aus dem Gesicht zu wischen. Die deutlich aufgewühlte Wirtin schüttelte den Kopf. "Es ist so, Ikim .... Wir haben darüber geredet ... also weißt du ...", Aroka überlegte, wie sie ihre Gedanken in Worte fasste. "Wir wollen den Berg verlassen. Also mit wir meine ich Onkel Lem, Onkel Tsuron, Opa, ich und einige andere. Wir wollen eine Zwergensiedlung gründen und du weißt, dass ich nicht ohne dich gehen werde, Ikim'. Und junges Fräulein, ich werde gehen und werde dich auch mitnehmen, damit das klar ist!" Allerdings war der strenge Unterton überflüssig gewesen, denn in Ikimombras Gesicht breitete sich ein Ausdruck von großer Euphorie aus. Auf Reisen gehen, neue Dinge erkunden! Was hat sie sich gewünscht, all das außerhalb der Grenzen Borondirs zu tun. Wer weiß, auf was für Zwerge sie treffen oder neue Dinge sehen, jedenfalls fürchtete sie sich nicht davor, all das zu finden. Ikimombra umarmte ihre Ziehmutter und auch Aroka drückte ihre Tochter an sich.. "Heißt das, dass du mitkommen willst?" "Natürlich, ich gehe dahin, wohin du gehst! Wir sind doch eine Familie!" Sie lächelte Aroka an. "Und wer weiß, vielleicht finde ich diesen großen Fisch, der meine Mutter verschluckt hat." Sie verharrten noch für einen kurzen Moment, dann fragte Ikimombra: "Wann wollen wir denn eigentlich aufbrechen?" Aroka erschrak und nahm ihre Tochter bei der Hand. "Ich vergaß! Wir wollen noch heute Nacht aufbrechen. Wir müssen sofort los, die Anderen warten schon auf uns!" Und so trafen sich alle Beteiligten am Tor und waren bereit zum Aufbruch. Im Tosen des Klingensturms, der wie ein aufkommender Donner immer lauter wurde, begannen sie ihre Reise ins Unbekannte in der Hoffnung ein neues und vielleicht sogar besseres Leben zu beginnen.
  8. ...ich mich noch gar nicht vorgestellt hab D: Hey ho, hier bin ich bekannt als Aroka Zwergnawa, aber geläufiger findet man mich unter Aroka Shinawa und 21 Jahre alt ^-^ Ich bin durch mein Stamm-TS auf euch gestoßen und hab schon einige von euch kennenlernen dürfen. Mir gefällt das RP hier sehr und wie man hier Kontakte knüpft. Die Berufe sind alle cool gemacht und bin auf das neue Levelsystem gespannt. Wenn man mich erstmal kennenlernt, merkt man schnell, dass ich meinem alter in mancher Hinsicht nicht gerecht werde, weil ich kaum ernst bleiben kann. Findet gerne selbst heraus, ob euch das stört. Ich bin für so gut wie alle Fragen offen, ob ich sie beantworte ist eine andere Sache. Also das war's ersteinmal von mir. Frohes Zocken und ein geselliges Miteinander <3
  9. Name: Aroka Zwergnawa Rasse: Zwerg Volk: Graustein-Zwerg Wohnort: Die erhabenen Hallen von Eisengrat Heimat: Die Hallen von Borondir Stellung: Gastwirtin und Schlüsselmeisterin Glauben: Der Stein ist der Mittelpunkt der zwergischen Kultur; als Graustein-Zwerg verleiht Aroka durch das Erschaffen der Hallen unter dem Eisengrat ihrer Verehrung des Steins Ausdruck Handwerk: Koch, angehende Braumeisterin, Gastwirtschaft (Verpflegung der Gäste und Zuteilung der Schlafräume), Schlüsselmeister (Verwaltet Zugriff auf Kisten, Türe/Tore und Grundstücke) Charakter: Durch ihre Arbeit in der Schänke ist die mittlerweile 63 Jahre alte Aroka sehr Emphatisch und kann außerdem schnell beurteilen, ob man einer Person vertrauen kann oder nicht. Sie hat für jeden ein offenes Ohr und versucht einen guten Rat zu geben oder hört einfach nur zu. Manchmal hinterfragt sie die Dinge auch zu sehr, was nicht immer gut ankommt, ihr aber keiner übel nimmt. Da sie Ikimombra bei sich aufnahm, hat Aroka in ihren jungen Jahren Mutterinstinkte entwickelt und behütet sie wie ihre eigene Tochter. Sie hat immer wieder das Bedürfnis, Mitbewohnern des Berges ein paar Kartoffeln zu zuschmeißen mit dem Satz: „Hab immer genug Essen bei dir!“ Leider ist Aroka oft ziemlich schusselig und vergisst Sachen, räumt einfach Dinge um oder lässt Dinge fallen. Oft hört man von ihren Freunden „Mensch Aro!“, was aber keiner böse meint und mit Humor aufgefasst wird. Um sich zu entspannen geht Aroka gerne ein paar Steine Abbauen. Sie findet das monotone Geräusch, wenn die Spitzhacke auf das Gestein trifft, beruhigend. Doch nach einer kurzen Verschnaufpause, kann sie sich wieder in das Getümmel der Schänke werfen. Alles im allem kann man sagen, dass sie ihr Bestes gibt, dem König und seinem Königreich gebührend zu dienen. Aussehen: Die Liebe zum Kochen und dem Feuer hat Aroka auf die Idee gebracht, ihre langen grauen Haare mit Mohnblumenextrakt rot zu färben. Dies lässt sie natürlich von den Grausteinszwergen abheben, aber es unterstreicht ihr Wesen. Außerdem leuchten ihre für Grausteinzwergen typisch grünen Augen noch heller und ihre eh schon graue Haut scheint blasser. Auf einer kleinen Reise mit dem Lieferanten, hat sie bei einer Menschen-Gastwirtin ein Dirndl gesehen, welches sie sich Daheim nachgeschneidert hat. Es ist magenta, mit einer weißer Schürze und weißen Ärmeln. Geschichte: Geboren und aufgewachsen ist Aroka in Borondir. Ihre Eltern starben bei einem Bergbauunfall, bei dem sie von Kies erschlagen wurden. Dies war der Grund, warum sie seit ihrem dritten Lebensjahr bei ihrem Großvater Zamnil Zwergnawa wohnte. Schon früh hatte Zamnil seine Enkelin in seinem Gasthaus arbeiten lassen. Sie erlernte von ihm das Kochen und das Versorgen von Gästen. Sein Lieblingstier war der Fink, weshalb er das Gasthaus "Finkentränke" nannte. Abgesehen von Kneipenschlägereien und Betrunkenen - die Aroka ihre ganze Lebensgeschichte und Sorgen erzählten, sich dann zum Dank auf ihre Theke erbrachen - ist sie wohlbehütet aufgewachsen. Einer der Stammgäste war Tsuron Tiefenfeuer. „Wie kommt es, dass du mittlerweile Jahr um Jahr fast jeden Tag bei uns zu Gast bist?“ „Naja...“, Tsuron schaut in seinen Krug. „Hier schmeckt der Zwergenmet nicht nach Pisse.“ Beide lachten laut. Aroka schaute zu ihrem Großvater und rief: „ Ich geh mal Spazieren!“ Es wurde spät und Dunkel in dem Wald vor dem großen Sumpf. Aroka war auf dem Heimweg, als sie eine kleine Zwergin weinend auf dem Boden kniend sah. Sie weinte bitterlich und war ganz nass und verdreckt. Aroka ging auf sie zu, kniete sich herunter und legte eine Hand auf ihre Schulter. Ohne groß nachzudenken, grub dieses Mädchen ihr Gesicht in Arokas Brust und weinte. Behutsam streichelt Aroka ihren Kopf. Zurück zuhause mit dem Kind an der Hand, stand Aroka in der Tür, wo Zamnil sie ausfragte. Als die beiden älteren Zwerge am diskutieren waren, meldete sich die Kleine zu Wort: „I-ich heiße Ikimombra...“, und schaute wieder verschüchtert auf den Boden. Zamnil und Aroka beschlossen, dass Ikimombra bei ihnen wohnen und aufwachsen sollte. Sie half bei als Zimmermädchen und war oft unten in der Schänke. Einige Male passierte es auch, dass sie bei einer Schlägerei mitmachte oder gar anzettelte. Obwohl Ikimombra tatkräftig mithalf, fragte sie Aroka oft, ob sie angeln gehen könne. Aroka wurde immer mehr bewusst, dass Ikimombra nicht für das Gastwirtsleben geschaffen ist. „Ikim‘, mein Schatz? Was hälst du davon, wenn...“, Aroka legte eine Denkpause ein. „... wenn du für uns Fische angeln gehst? Die Kartoffeln von Tsuron sind zwar ganz lecker, aber wir könnten unsere Speisekart-.“ Ikimombra schlang ihre Arme um sie und drückte sie ganz fest. „Ja, ja und nochmals ja!!!“ Von dortan ist Ikimombra die hauseigene Fischerin. Doch leider sollte es nicht für immer friedlich bleiben. Borondir verfiel in Unruhe. Wie für ein Gasthaus mit Schenke üblich, kannte Aroka alle Gerüchte, die umherirrten. Aroka kam mit zwei Steinkrügen an einen Tisch und Gesprächsfetzen drangen an ihr Ohr: “Der König soll längst verstorben sein!” “Red doch keinen Stuss! Kadrin hatte erst vor kurzem eine Audienz bei ihm… doch er war sichtlich desinteressiert. Kadrin ist nicht der Einzige, der dies behauptet...” Beide verstummten, als sie Aroka’s Anwesenheit bemerkten. Dies passierte ihr immer öfter. Zwerge tuschelten und flüsterten. Hielten inne, wenn sich ihnen jemand näherte. Doch eines blieb gleich: Das Thema war die Unfähigkeit des Königs Dwalon! Natürlich lies dies weder Zamnil, noch Aroka Abends ruhen. “Mein Kind… komm bitte zu mir.”, rief Zamnil sanft. Aroka trat ins Wohnzimmer und setzte sich zu ihm. “Du machst dir Sorgen, nicht wahr Großvater?” Zamnil nickte sanft. “Ich-”, er hielt inne, als würde er es bereuen. Doch entschlossen schüttelte er den Kopf und fuhr fort: “Ich werde zurück in den Stein übergehen!” Aroka riss ihre Augen auf und Tränen schossen hervor, doch bevor sie antworten konnte, erklärte ihr Großvater weiter: “Ich vermisse deine Großmutter, meinen Sohn und auch deine Mutter. Selbst der dümmste Zwerg müsste mitbekommen haben, dass dieser Berg dem Untergang geweiht ist. Es werden sich Gruppen bilden, Intrigen werden gesponnen. Dies wird keine schöne Zeit für uns und wer weiß, was danach geschieht… Ich bin alt. Fast so alt wie unser König. Doch du, mein wundervolles Kind, hast noch viele Jahre vor dir und ein Mädchen, auf das du achtgeben musst. Ich möchte dir meinen Todeswunsch offenbaren: Geh fort mit Ikim‘ aus Borondir!” Schweigen. Durcheinander und mit Tränen in den Augen fing Aroka Sätze an, doch beendete sie nicht. Ihr Großvater übernahm und erklärte ihr, dass sie entweder in eine andere Stadt gehen oder etwas Eigenes aufbauen solle, da diese Stadt Tote fordern würde. “ICH KANN DICH NICHT EINFACH STERBEN LASSEN!”, brach es aus Aroka vor. Zamnil streichelte sanft ihre Wange und nahm ein Fläschchen hervor. “Dies ist ein Gift, das mich ruhig einschlafen lässt. Mach dir keine Sorgen mein Kind. Der Stein hat seinen Plan für dich und die kleine Ikim‘´. Doch bitte sag ihr erstmal nichts...” Nach Stunden von Diskussionen und vielen Tränen ließ Aroka sich auf seine Bitte ein und saß neben ihm am Bett. “Du wirst auch sicher keine Schmerzen haben?” “Nein.” “Ich werde bei dir bleiben!” “Danke. Du hast den selben Sturkopf wie mein Sohn!”, lächelte Zamnil. Aroka küsste ihn auf die Stirn und schloss ihre Augen, als sie ihre Stirn gegen seine hielt. “Vater hat den ja schließlich von dir, haha… Du weißt, dass die Leute dich vermissen werden… vorallem Lem, da du ihm kein Bier mehr spendieren wirst, wenn ich ihn auffordere zu zahlen!” Aroka lachte laut und trat ein Stück zurück. Ihr Auge erblickte das tote Gesicht von ihrem Großvater. Mit einem Lächeln auf seinem Gesicht. Es vergingen Tage. Die Fragen nach Zamnils Todesursache verstummten und alles lief wie bisher. Lem Loktem betrat die Schenke und setzte sich betrübt an einen Tisch und wurde mit einem Zwergenmet bedient. Später winkte ihr Lem zu. „Aroka, bring mir bitte noch einen Krug von deinem goldenen!“ „Was machst du denn für ein griesgrämiges Gesicht?“ wollte Aroka wissen. „Hast du einen Splitter ins Auge bekommen oder was ist los?“ „Ach, ich bin das alles nur Leid“, antwortete Lem müde und griff nach seinem Met. „Was alles? Du musst dich schon genauer ausdrücken, wenn du dich bei mir ausweinen willst.“ Lem schaute empört auf. „Ich will mich nicht…“ „Schon gut.“ Aroka winkte ab. „Was also ist los?“ „Ich bin es leid, wie mein Vater mich behandelt. Wie meine Brüder auf mich herabsehen. Die ständigen Intrigen und vor allem die Ungewissheit, was als nächstes passieren wird. Ich meine, du bist Wirtin: Die Leute kommen zu dir, betrinken sich und erzählen dann was sie bedrückt. Du musst doch bemerkt haben, wie sich die Stimmung in der Stadt verändert – und das nicht zum Besseren.“ Aroka nickte nachdenklich. „Das ist nicht von der Hand zu weisen. Viele sind unglücklich mit der jetzigen Situation. Mh… ich frage mich… aber nein, das ist wohl eine blöde Idee.“ „Was? Was ist eine blöde Idee?“ Lem grinste verschmitzt: „Du musst dich schon genauer ausdrücken, wenn du mir einen Rat geben willst.“ „Ha!“, schnaufte Aroka belustigt, „Bei dir muss man ständig aufpassen was man sagt, sonst verwendest du meine eigenen Worte gegen mich. Also gut, hör zu: Hast du mal darüber nachgedacht, Borondil zu verlassen?“ „Borondil verlassen?“ Lem machte ein erschrockenes Gesicht. „Ja, einfach weggehen, irgendwo anders etwas Neues anfangen, etwas Eigenes.“ „Ich weiß ja nicht…“ „In Eisenfeste soll es Arbeit geben, vielleicht auch in Nimeria. Du könntest dich als Steinmetz verdingen und später ein eigenes Geschäft eröffnen.“ „Aber Borondil verlassen? Dem Stein den Rücken kehren?“ Lem schüttelte entschieden den Kopf. „Nein, das kommt nicht in Frage. Auch wenn ich nicht mit dem einverstanden bin, was mein Vater und Gronald machen, bin ich doch immer noch unserer Familie verpflichtet. Ohne mich würde unser Geschäft nicht halb so gut laufen.“ Aroka zuckte mit ihren Schultern. „Es ist deine Entscheidung – ich habe dir nur mitgeteilt, was ich an deiner Stelle tun würde. Tatsächlich denke ich selbst darüber nach, die Stadt zu verlassen. Es gehen Gerüchte um, schlimme Gerüchte. In einer Stadt, die in Aufruhr ist, kann man kein Geld verdienen. Und indem man sich mit dir unterhält und seine anderen Kunden missachtet, übrigens auch nicht. Also entschuldige mich jetzt.“ Aroka verschwand und kümmerte sich hastig um ihre Gäste. „OPA, ZIEH DEINE HOSE WIEDER AN!“, rief ein Gast aus der hintersten Ecke. Zwerge versuchten den halbnackten Silem den 94. einzufangen und ihm seine Hose aus der Hand zu reißen, um sie ihn wieder an zu ziehen. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Lem stürzte hinein. Er setzte sich an die Theke und rief nach Aroka. „Na? Wieder ein Krug Zwer-.“ Lem hatte abgewunken und begann sofort zu sprechen: „Aroka, du kennst die Leute hier... Welchen Leuten würdest du dein Leben anvertrauen?“ Aroka nahm ihr Kinn in die Hand und überlegte. „Außer dir... mhm.. Auf jeden Fall Ikim‘, wir sind eine Familie und stehen für einander ein. Außerdem ist sie ziemlich stark geworden, haha. Dann wäre da noch Opa. Obwohl er sehr verpeilt ist, hat er unter ernsten Umständen einen klaren Durchblick. Er kann sehr weise sein. Und Tsuron ist einer meiner besten Freunde. Wie sieht es denn bei dir aus?“ „Gute Frage... ich vertraue der Familie Ungräber. Sie sind jahrelange Geschäftspartner und Freunde meiner Familie. Doch ich bin mir sicher, dass sie nicht die Machenschaften meines Vaters unterstützen werden. Ich habe Kondrum auch nicht bei der Versammlung gesehen!“ „Das sind gute Einwände und Kondrum war die ganze Zeit hier, aber warum fragst du danach?“ Lem richtetet sich auf: „Kannst du bitte die eben genannten Zwerge zusammenrufen? Ich habe etwas Wichtiges mit euch zu besprechen!“ Sichtlich irritiert ging Aroka im Kopf die Leute durch: „Ikim‘ ist beim Fischen, aber ansonsten sind alle hier. Soll ich die Schänke schließen?“ „Ja, bitte“ Mit ein paar Worten und Pöbeleien schaffte es Aroka, alle unerwünschten Gäste hinaus zu befördern, versammelte Tsuron, Silem, Kondrum und Lem an einem Tisch und ging hinter die Theke, um den Abwasch fertig zu reinigen. Lem stand auf und ergriff das Wort: „Ich sehe eure fragenden Gesichter, doch möchte ich euch zuerst eine Frage stellen: Wie sehr seht ihr Borondir noch als Heimatstadt?“ Stille. Jeder war in Gedanken versunken. Tsuron meldete sich als erstes zu Wort: „Wir sind hier geboren und leben hier. Die Frage ist doch völlig wirr!“ Silem schüttelt sein Kopf und seine Augen klarten auf: „Tsuron, es hat sich aber viel verändert. Ist es das Zuhause, wie du es kennst?“ Wieder Stille. „Worum geht es denn überhaupt?“, warf Kondrum ein. „Nunja... ich hatte eine Audienz bei dem König. Er soll in einen Hinterhalt geraten, geplant von meinem Vater. Chaos wird folgen. Sein Wunsch war es, dass ich mit mir Vertrauten Zwergen ein neues Königreich erschaffe!“ Ein Steinkrug flog knapp an Lem’s Kopf vorbei und zersprang an der Wand hinter ihm. „ACHJA! WENN ICH SAGE „Komm, lass und aus Borondir gehen!“ SAGST DU „Bööh, nääh. Ist mir zu unsicher, fününü!“, ABER WENN DER KÖÖÖÖNIG DAS VERLANGT, DANN IST DAS NATÜRLICH WICHTIG!“ Aroka holte einen weiteren Krug hervor und zielte erneut auf Lems Kopf. Sich schützend hinter seinen Händen versteckend versuchte Lem Aroka zu beruhigen, doch diese fing nur an zu grinsen. „Ich weiß, ich weiß. Du hast viele Gedanken, die du ordnen musst. Fahr fort!“ Sichtlich erleichtert atmete Lem durch und erklärte den anderen seinen Plan, einer Karte Dwalons zu folgen und am gekennzeichneten Ort ein neues Königreich zu erschaffen. Und wieder trat Schweigen ein. Silem nickte zuerst, dann Tsuron, dann... Kondrum schüttelte seinen Kopf. „Ich werde nicht mitgehen. Ich bin viel zu lange hier und habe ein festes Bündnis mit der Loktem Familie. Außerdem würde meine Frau sich nicht darauf einlassen.“ „Schade... aber ich verstehe dich. Ich vertraue dir, dass du das Besprochene für dich behältst. Noch heute Nacht werden wir aufbrechen. Aroka? Hol Ikim‘ und packe deine Sachen! Wir treffen uns alle am Tor und ziehen los!“ Mit etwas Zögern standen alle auf und machten sich fertig. Am Wasser angekommen, erwartete Aroka eher eine Diskusion, warum Ikim‘ nicht den Berg verlassen will, doch sie war sehr glücklich über diese Neuigkeiten. „Wer weiß? Eventuell finde ich dort den Wal, der meine Mama verschluckt hat!“, lächelt Ikimombra Aroka an. Aroka streichelte ihre Wange und ging mit ihr zurück. Später am Abend trafen sich alle am besagten Tor. Aroka hat ihr Pferd Susi zur Verfügung gestellt. „Wartet auf mich!“, rief eine Stimme von Hinten. Es war Mornia Bergserker, die schweren Atems angerannt kam. „Kondrum schickt mich mit euch! Ich erkläre euch alles auf dem Weg. Wir müssen los!“ Aus weiter Entfernung waren Gefechtsgeräusche und Schreie zu hören. Dies war der Startschuss für unsere Truppe.
  10. Name: Mornia Bergserker Rasse Zwerg Volk: Graustein-Zwerg Wohnort: Die erhabenen Hallen von Eisengrat Heimat: Die Hallen von Borondir Stellung: Bestatterin der Hallen von Eisengrat Glauben: Mornia ehrt den Stein, wie ihr Vormund Kondrum Ungräber es sie gelehrt hat. Handwerk: Bestatter Charakter: Da ihre Familie aus weiterhin ungeklärten Gründen verstarb, wuchs Mornia Bergserker bereits als Säugling bis zum Alter von 42 Jahren unter der Obhut des Bestatters Kondrum Ungräber auf. Dieser weiste sie in die Arbeit und die Lebensweisen der zwergischen Bestatter ein. Mornia genießt es im Geschäft die Laufburschenaufgaben zu verrichten, was ihre Redegewandtheit fördert und zum Ausdruck bringt, da sie hierbei Kunden oft tröstet und die Beziehungen zu Lieferanten pflegt. Mornia zeigt nur geringes Interesse am Kämpfen und Bekriegen und erkennt diese für gewöhnlich als unnötiges Blutvergießen. Dennoch hat sie eine gleichgültige Einstellung gegenüber dem Tod und würde nicht zögern zu morden, wenn sie dies als notwendig erachten sollte. Ihren Überzeugungen würde Mornia stets treu bleiben. Todesfurcht kennt sie nicht, da sie im Sinne Kondrums den Tod als ein unabwendbares natürliches Ereignis der lebenden Wesen ansieht. Dennoch erfreut sie sich jeden Tag aufs Neue am Leben und gönnt sich des öfteren ein Bier im Finkenkrug. Aussehen: Da Mornia ihr ganzes Leben in den Hallen Borondirs und besonders häufig in düsteren Krypten verbrachte, ist ihre Haut besonders blass. Ihre Augen sind blass-smaragdgrün – was sie Kondrums Aussage nach von ihrer Mutter hat – und ihre dunkelgrauen Haare sind vor der Brust zu einem Zopf zusammengeschnürt. Mornia ist stets in die Roben des Bestatters eingekleidet, die Kondrum ihr zum Abschied schenkte. Geschichte: Es war ein später Nachmittag im Laden, Kondrum – mein Vormund und Ziehvater – hatte bereits vor einer Stunde Feierabend gemacht und war zur Finkentränke gegangen, um ein gutes Zwergenbier zu trinken. Kunden hatten wir heute gar keine. Zwergen starben schließlich recht selten, sofern gerade kein Krieg war. Für gewöhnlich hätte ich Kondrum an einem solchen Nachmittag in die Finkentränke begleitet, doch heute blieb ich zurück, um den Laden zu fegen und ein gutes Buch zu lesen. Ich saß gerade auf den Stufen vor dem Laden und las, als einige Zwergenfrauen vorbeispazierten. „König Dwalons Macht scheint zu schwinden...“, flüsterte die eine. „Ich hörte er sei alt und schwach geworden...“, erwiderte die andere darauf. In letzter Zeit hört man immer öfter Gespräche dergleichen und einige unserer vertrauten Lieferanten sprachen auch bereits mit mir darüber. Ich wechselte stets recht schnell das Thema. Mir gefällt der Gedanke nicht, dass König Dwalon an Ansehen und Respekt verliert. Kondrum erwähnte das Thema noch mit keinem Wort. Jedoch zweifle ich daran, dass er noch nichts davon mitbekommen hat. Vermutlich wittert er eine aufkommende Gefahr. Ebenso wie ich. Ich hatte gerade das Gefühl der Lösung des Mysteriums näher zu kommen, als ein großer Schatten meine Gedanken unterbrach. Ich schaute auf, um Kondrum zu erblicken. „Du kommst recht früh. Ich dachte du würdest erst in einigen Stunden heimkehren.“ Ich blickte ihn verwundert an. Kondrum ging nicht auf meine Anmerkung ein. Er blickte mich eindringlich an, wie er es nur selten tat. Ich schaute ihn fragend an. „Was ist passiert…?“ Auch darauf antwortete er nicht. Er wendete seinen Blick ab und trat an mir vorbei und ging in das Büro. Ich blickte ihm einen Moment noch verwundert hinterher. Dann entschied ich mich, ihm zu folgen. „Kondrum?“ Ich blickte über die Türschwelle. Kondrum kniete am Boden. Er hatte den Schreibtisch verschoben und eine Steinplatte vom Boden entfernt, unter der eine flache Holztruhe hervorkam. Er nahm sie heraus und staubte sie mit der Hand etwas ab. Dann stand er auf. „Komm hierher, Mornia. Ich will dir etwas geben.“ Ich trat näher, sodass ich ihm gegenüber stand. Er öffnete die Kiste. Darin befand sich eine violett-graue Robe – ähnlich seiner eigenen. Die Robe der zwergischen Bestatter. „Das wollte ich dir eigentlich überreichen, wenn du 50 Jahre alt wirst und ein passendes Alter für eine Bestatterin der Zwerge erreicht hast. Leider kann es nicht mehr solange warten, da du nun Borondir mit einer Gruppe junger Zwerge – angeführt von Lem Loktem – verlassen wirst.“ Ich blickte Kondrum an. Sein Blick war todernst. Bei dieser Robe handelte es sich um sein Abschiedsgeschenk. Wir würden uns wahrscheinlich nie wieder sehen. Ich nickte entschlossen. „Gut. Ich übergebe dir hiermit die Verantwortung den Zwergen im Tode ihren ewig währenden Frieden im Stein zu schenken.“ „Hiermit nehme ich die Verantwortung an, Bestatterin der Zwerge zu sein und sie in den Stein zurückkehren zu lassen, sollten sie ihren letzten Atemzug getan haben.“ Und mit diesen Worten nahm ich die Robe an mich. Kondrum lächelte mich sanft an. „Du bist wirklich groß geworden.“ „Ich werde euch vermissen...“, flüsterte ich und blickte zu Boden. Er legte seine große Hand auf meinen Kopf. „Ich weiß.“ Wir verblieben einen kurzen Moment in Stille. Ich atmete einmal tief ein und aus und blickte wieder zu ihm auf. „Wieviel Zeit habe ich noch?“ „In einer Stunde sollst du am Tor sein.“ „Dann gehe ich sofort meine Sachen packen!“ Ich wollte gerade gehen, als ich feststellte, dass ich Kondrum vermutlich nicht mehr sehen würde. Also wendete ich mich erneut zu ihm. „Richte Eliza meinen Dank für die Zeit aus. Ich werde eines Tages im Stein wieder zu euch stoßen, wenn ich die Verantwortung der Bestatter an einen geeigneten Zwergen weitergegeben habe! Ich werde kommen, selbst wenn es viele Billionen von Jahren dauern wird!“ Und damit rannte ich davon, um ein wenig Essen und einen Trinkschlauch sowie ein gutes Buch zusammenzupacken. Ich kleidete mich in die Robe ein und verließ mein Zimmer mit dem Gepäck. Weder Kondrum noch Eliza waren im Haus vorzufinden. Die Fackeln im Laden waren gelöscht worden und es lag eine unangenehme Stille über ihm. Die beiden waren bereits gegangen. Wohin genau werde ich niemals erfahren, jedoch ist es sicher, dass Kondrum in Borondir bleiben wird, um seine Pflichten als Bestatter zu erfüllen. Ich hoffe nur, dass sie eines Tages ein Bestatter in den Stein zurückführen wird. Ich verließ den Laden und lief die Allee hinunter zur Hauptstraße. Als ich auf diese stieß wurde ich jedoch von einem schockierenden Anblick aufgehalten. Eine Horde bewaffneter Zwerge marschierte gerade die Hauptstraße hinauf zum Thronsaal. Es war also tatsächlich mehr dahinter. Ich entschied mich, anstatt gegen den Strom zu laufen, zurück in die Gassen und Nebenstraßen zu kehren und einen anderen Weg zum Tor zu gehen. Es war nicht mehr viel Zeit, also begann ich zu rennen. Es dauerte nicht lange bis ich das Tor und eine Gruppe junge Zwerge – darunter Aroka Zwergnawa, die Wirtin der Finkentränke, und Lem, dritter Sohn der Adelsfamilie Loktem. „Wartet auf mich!“, rief ich ihnen schweren Atems hinterher. „Kondrum schickt mich mit euch! Ich erkläre euch alles auf dem Weg. Wir müssen los!“ Aus der Entfernung erklang bereits erstes Klirren der Klingen. Es war keine Zeit zu verlieren. Wir mussten sofort aufbrechen.
  11. Name: Lem Loktem Rasse: Zwerg Volk: Graustein-Zwerg Wohnort: Die erhabenen Hallen von Eisengrat Heimat: Die Hallen von Borondir Stellung: König unter dem Eisengrat Glauben: Der Stein ist der Mittelpunkt der zwergischen Kultur; als Graustein-Zwerg verleiht Lem durch das Erschaffen der Hallen unter dem Eisengrat seiner Verehrung des Steins Ausdruck Handwerk: Steinmetzkunst Charakter: Lem Loktem ist mit gerademal 74 Jahren noch ein recht junger Zwerg. Aufgrund seiner Erziehung ist er es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen und setzt sich mit seinem ganzen Wesen für das Wohl seines Volkes ein. Lem ist kein großer Krieger – dafür war in seinem bisherigen Leben kein Platz – und löst Konflikte lieber auf diplomatische Art. Er ist der Ansicht, dass Handel und Frieden dem Wachstum seines Reiches eher dienlich sind, als sinnloses Blutvergießen. Fremden gegenüber – auch Vertretern anderer Rassen - ist er zunächst sehr aufgeschlossen und freundlich eingestellt. Er ist darauf bedacht, das Protokoll zu wahren und stets sehr höflich. Einem guten Bier mit Freunden oder Abgesandten aus anderen Städten ist er nie abgeneigt, als Vertreter seines Standes kennt er aber seine Grenzen und schlägt nie über die Strenge. Sollte sich herausstellen, dass Aggressoren seinen Schutzbefohlenen Böses wollen, kann er ein unerbittlicher Feind sein, der alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen wird, um die Bedrohung abzuwenden. Dabei hält er ebenso große Stücke auf die Worte seines Beraterstabs und setzt Vertrauen in ihre Fähigkeiten auf dem jeweiligen Spezialgebiet, wie er auch auf die Abmachungen mit seinen Bündnispartnern vertraut. Lem huldigt dem Stein, indem er gemeinsam mit seinem Volk an der Erschaffung der Hallen unter dem Berg Eisengrat mitwirkt. Er plant nicht nur, sondern legt als Graustein-Zwerg, der die Traditionen hochhält, trotz seines Standes selbst auch Hand mit an und bringt den Fels in Form. Aussehen: Lem hat den heimatlichen Berg von Borondir bis zur Gründung von Eisengrat kaum verlassen und deswegen eine relativ blassbraune Haut. Buschige Augenbrauen überschatten blassgrüne Augen und eine königlich markante Nase. Sein dunkelbraunes Haar reicht am Rücken über seine Schultern hinaus und endet vorne in einem zusammen geschnürten Bart, der auf seiner Brust von einer Goldbrosche gehalten wird. Als Zeichen seiner Angehörigkeit zum Volk der Grausteinzwerge dient ein in Stein gefasster Edelstein in seiner Gürtelschnalle. Ein blauer Mantel mit Goldborte und ein schlichter Stirnreif aus Gold und Rubinen sind Ausdruck seiner Königswürde. Geschichte: Der Stein – so heißt es unter den Zwergen – ist geduldig. Er liegt und währt ewig. Die Alten sprechen davon, dem Stein nachzueifern. Auf den geeigneten Zeitpunkt zu warten. Seit Monaten schon gab König Dwalon von Borondir keine Audienzen mehr. Wer es dennoch schaffte, zu ihm vorzudringen, musste feststellen, dass der König nicht gewillt war, den Bittstellern sein Gehör zu schenken oder ihnen gar Antworten zu geben. Unter den adeligen Fürsten der Stadt schwirrten die Gerüchte: „Der König sinniert über eine wichtige politische Entscheidung.“, „Ihn interessiert nur noch das Gold“, „Er ist alt!“, „Er ist schwach!“ und vor allem: „Er hat keinen Erben…“ Der Thron der Zwerge, Jahrtausende lang so fest wie das Gestein, aus dem er geschnitten worden war, wankte. Der städtische Adel stritt sich auf den Ratsversammlungen, Intrigen wurden geschmiedet, neue Bündnisse geschlossen und alte bekräftigt - oder auch gebrochen, ganz wie es das politische Kalkül zu verlangen schien. Das Leben in Borondir war unruhig geworden – eine Ahnung von zukünftigem Chaos waberte wie Minengas durch die Gänge und Hallen der Stadt. Lem Loktem, dritter Sohn von Ulbarth Loktem, saß in einer Taverne und genehmigte sich einen Krug Zwergenmet. Er hatte den Tag damit verbracht, einen besonders vielversprechenden Felsen in eine Statue seines Urahns, Silem den 94., zu verwandeln und zögerte nun, ins väterliche Anwesen zurückzukehren. Zuhause würde er sich nur die Vorhaltungen seines Vaters anhören müssen: „Wo bist du gewesen? Der Stein kann warten. Es gibt jetzt Wichtigeres!“ und vor allem: „Deine Brüder…“ Lem hatte es so satt, ständig mit seinen älteren Brüdern verglichen zu werden. Gronald, Ulbarths Erstgeborener, würde den Haushalt übernehmen, falls ihrem Vater etwas zustoßen sollte. Er begleitete Ulbarth auf alle Ratssitzungen, wurde dort wichtigen Persönlichkeiten vorgestellt und erhielt die bestmögliche Vorbereitung auf seine Rolle als Vorsteher der Familie Loktem – und unter der Hand auch als möglicher Nachfolger auf den Thron von Borondir – auch wenn Vater dies bisher noch niemandem außerhalb seines Kreises engster Verbündeten offen vorgeschlagen hatte. Sein anderer Bruder, Tholgrimm, verbrachte seine gesamte Zeit auf dem Übungsplatz der Axtkämpfer. Vater war der Ansicht, ein anständiger Loktem muss kämpfen und potenziellen Feinden mit einem Schlag den Schädel spalten können. Er, Lem, hingegen, verbrachte seine Tage lieber damit, die Arbeit der Steinmetze im Familienbetrieb zu überwachen oder neue Handelspartner ausfindig zu machen und alte Beziehungen weiter auszubauen, denen ihr Haus seinen Reichtum und auch seine Stellung in der Stadt verdankte. Beides hatte er unaufgefordert übernommen, seit der Stadtrat immer häufiger tagte und die Aufmerksamkeit seines Vaters beanspruchte; und verdammt noch eins, er machte seine Arbeit wirklich gut! Dennoch hatte sein Vater nichts als Verachtung für ihn übrig – wenn er schon seinen Bruder nicht bei ihren Intrigen im Rat unterstützte, sollte er sich zumindest mit dem Kriegerhandwerk beschäftigen. Lem seufzte und wollte einen weiteren Zug aus seinem Becher nehmen, aber dieser war schon wieder leer. Er winkte der Besitzerin der Taverne zu. „Aroka, bring mir bitte noch einen Krug von deinem goldenen!“ Während Lem auf sein Getränk wartete, beobachtete er die anderen Gäste im Schankraum. An einem Tisch in der Ecke saß Tsuron Tiefenfeuer, der Sohn eines der wichtigsten Nahrungslieferanten der Stadt. Seiner Miene nach zu urteilen, ging es ihm nicht besser als Lem. Er nickte ihm kurz zu. Bergleute, Schmelzer und Schmiede, Steinmetze und andere Handwerker saßen in Grüppchen zusammen und unterhielten sich mit gedämpften Stimmen. Schließlich kam sein Met. „Was machst du denn für ein griesgrämiges Gesicht?“ wollte Aroka wissen. „Hast du einen Splitter ins Auge bekommen oder was ist los?“ „Ach, ich bin das alles nur leid“, antwortete Lem müde und griff nach seinem Bier. „Was alles? Du musst dich schon genauer ausdrücken, wenn du dich bei mir ausweinen willst.“ Lem schaute empört auf. „Ich will mich nicht…“ „Schon gut.“ Die Wirtin winkte ab. „Was also ist los?“ „Ich bin es leid, wie mein Vater mich behandelt. Wie meine Brüder auf mich herabsehen. Die ständigen Intrigen und vor allem die Ungewissheit, was als nächstes passieren wird. Ich meine, du bist Wirtin: Die Leute kommen zu dir, betrinken sich und erzählen dann was sie bedrückt. Du musst doch bemerkt haben, wie sich die Stimmung in der Stadt verändert – und das nicht zum Besseren.“ Aroka nickte nachdenklich. „Das ist nicht von der Hand zu weisen. Viele sind unglücklich mit der jetzigen Situation. Mh… ich frage mich… aber nein, das ist wohl eine blöde Idee.“ „Was? Was ist eine blöde Idee?“ Lem grinste verschmitzt: „Du musst dich schon genauer ausdrücken, wenn du mir einen Rat geben willst.“ „Ha!“, schnaufte Aroka belustigt, „Bei dir muss man ständig aufpassen was man sagt, sonst verwendest du meine eigenen Worte gegen mich. Also gut, hör zu: Hast du mal darüber nachgedacht, Borondir zu verlassen?“ „Borondir verlassen?“ Lem machte ein erschrockenes Gesicht. „Ja, einfach weggehen, irgendwo anders etwas Neues anfangen, etwas Eigenes.“ „Ich weiß ja nicht…“ „In Eisenfeste soll es Arbeit geben, vielleicht auch in Nimeria. Du könntest dich als Steinmetz verdingen und später ein eigenes Geschäft eröffnen.“ „Aber Borondir verlassen? Dem Stein den Rücken kehren?“ Lem schüttelte entschieden den Kopf. „Nein, das kommt nicht in Frage. Auch wenn ich nicht mit dem einverstanden bin, was mein Vater und Gronald machen, bin ich doch immer noch unserer Familie verpflichtet. Ohne mich würde unser Geschäft nicht halb so gut laufen.“ Aroka zuckte mit ihren Schultern. „Es ist deine Entscheidung – ich habe dir nur mitgeteilt, was ich an deiner Stelle tun würde. Tatsächlich denke ich selbst darüber nach, die Stadt zu verlassen. Es gehen Gerüchte um, schlimme Gerüchte. In einer Stadt, die in Aufruhr ist, kann man kein Geld verdienen. Und indem man sich mit dir unterhält und seine anderen Kunden missachtet, übrigens auch nicht. Also entschuldige mich jetzt.“ Lem blickte der davonrauschenden Aroka nachdenklich hinterher. Die Familie verraten und einfach verschwinden? Nein, das war wirklich keine Option. Einige Zeit saß er einfach nur da und grübelte vor sich hin. Schließlich war sein Krug geleert und er sah keinen sinnvollen Grund mehr, sein Nachhausekommen noch weiter hinauszuzögern. Er bezahlte die Zeche und machte sich dann auf den Weg. Im Anwesen der Familie Loktem herrschte große Betriebsamkeit. Lem war durch den Dienstboteneingang hereingekommen, um den missbilligenden Blicken seines Vaters zu entgehen und musste sich nun durch aufgeregt durcheinanderrennende Bedienstete schlängeln. „Friga, was ist denn hier los?“, fragte er eine vorbeihuschende Dienstmagd. „Warum sind alle so aufgeregt?“ „Es sind wichtige Persönlichkeiten im Haus, Herr.“, war die atemlose Antwort. „Sie besprechen sich im Versammlungszimmer mit Eurem Vater und flüstern und tuscheln. Uns wurde es verboten, den Trakt zu betreten.“ Lem runzelte die Stirn. Das klang nach einer weiteren Intrige, nach noch mehr Geheimnissen und Verdruss. „Danke, Friga.“ Er zögerte und hub dann noch einmal an: „Sag mal, hast du je daran gedacht, den Berg zu verlassen?“ „Den Berg verlassen Herr?“ „Ja. Aus der Stadt zu ziehen. Borondir den Rücken zu kehren und woanders neu anzufangen.“ Nachdenklich wiegte die Magd ihren Kopf hin und her. „Mh… Manchmal, Herr. Meine Mutter versucht seit einer Weile mich dazu zu überreden, nach Eisenfeste zu ziehen. Sie hat eine Schwester dort. Hin und wieder glaube ich, sie hat recht. Was man so alles auf der Straße hört, kann einem schon Angst machen. Aber dann wieder denke ich: Der Berg ist dein Zuhause, er war es immer und wird es immer sein. Was kann mir hier schon passieren?“ „Ja, das kann ich nachvollziehen.“ Lem nickte bekräftigend. „Danke, dass du deine Gedanken mit mir geteilt hast.“ „Gerne, Herr.“ Lem wandte sich ab und betrat den großen, gewundenen Flur der heimatlichen Hallen. Kunstvolle Steinschnitzereien verzierten den Fels, aus dem der Gang geschlagen worden war. Szenen aus dem Leben in Borondir, verschlungene Ornamente, die Gesichter seiner Ahnen – kein Zweifel, die Loktems waren Grausteinzwerge. Der Weg zu seinen Gemächern führte ihn auch am Versammlungszimmer vorbei. Die Tür war nur angelehnt und dumpfes Gemurmel drang aus dem Raum. Lem beschloss, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und stellte sich auf die Zehenspitzen. Vorsichtig setzte er einen Fuß vor den anderen und war schon fast an der Tür vorbei geschlichen, als die Gespräche verstummten und eine laute Stimme ertönte. Alarmiert blickte Lem zur Tür, aber niemand schien ihn bemerkt zu haben. Dann erkannte er, dass es sein Vater war, der das Wort an die Versammelten richtete. „Lange genug haben wir gewartet, haben König Dwalon die Gelegenheit gegeben, seinen Aufgaben nachzukommen. Aber er hat sein Volk vergessen, sitzt dort in seinem Thron und rührt keinen Finger zum Wohle der Stadt. Ich sage euch, es ist an der Zeit, etwas zu tun! Dwalin ist zu schwach geworden, um über die Zwerge Borondirs zu herrschen und unser Volk zusammenzuhalten. Immer mehr verlassen den heimatlichen Berg. Wir müssen etwas dagegen unternehmen, ja es ist geradezu unsere Pflicht als Fürsten der Stadt, diesem Verfall der Traditionen Einhalt zu gebieten.“ Lems Magen zog sich zusammen. Es beunruhigte ihn, seinen Vater solche Worte sprechen zu hören. Das grenzte fast schon an Hochverrat. Noch dazu seine Worte über die Traditionen der Zwerge. Sein Vater war es doch, der seit Monaten schon keinen Stein mehr angerührt und behauen hatte, sondern mit seinem Bruder ständig neue Pläne schmiedete. Andere Stimmen huben zum Sprechen an, aber die seines Vaters schnitt ihnen die Worte ab. „Die Zeit des Planens ist vorbei – nun ist der Tag gekommen, an dem es zu Handeln heißt. Ich fordere euch alle dazu auf, die Bündnisse einzuhalten, die wir in den letzten Wochen geschmiedet haben. Jetzt ist der richtige Augenblick gekommen, Dwalon den Unfähigen von seinem Thron zu zerren und durch einen würdigen Nachfolger zu ersetzen. Ihr alle habt es versprochen, habt das Schicksal eurer Familien mit der meinigen Verknüpft. Darum schickt nach euren Soldaten. Ihre Äxte werden heute Nacht gebraucht und wenn die Sonne morgen früh über den Gipfel scheint und die Hänge des Bergs in ihr rosa Licht taucht, hat Borondir einen neuen König: Meinen erstgeborenen Sohn, Gronald Loktem!“ Lärm brandete auf, im Versammlungszimmer. Die Stimmen der anderen Anwesenden erhoben sich und schließlich fiel eine nach der anderen ein in den Chor derjenigen, die Gronalds Namen skandierten: „Lang leben König Gronald! Lang lebe König Gronald!“ Vor der Tür war Lem wie zu einer Steinsäule erstarrt stehen geblieben und wagte nicht, sich zu bewegen. Was er soeben gehört hatte, war ungeheuerlich. Niemals zuvor war so etwas in der Geschichte seines Volkes vorgekommen – es war einfach undenkbar. Ein Bruch mit den ältesten Traditionen. Einfach durch und durch unzwergisch. Ein Volk, ein Schicksal, ein König. Bis zu dessen Tod. So war es immer gewesen, seit der erste Zwerg aus dem Stein getreten war. Und nun warfen sein Vater und dessen Verbündete dies alles über den Haufen. Wagten einen Putsch. Wenn ihnen das gelang, würde es die Lebensweise seines Volkes bis auf die Grundfesten erschüttern. Nein, das konnte er nicht zulassen! Im Versammlungszimmer war das Rücken von Stühlen zu hören. Schritte kamen auf die Tür zu. Lem gelang es, sich aus seiner Erstarrung zu lösen und lief den Flur hinab, zum Eingangsportal. Er wollte schon hinausstürmen, da bemerkte er durch ein Fenster Bewegung vor der Tür. Ein Blick hindurch und sein Herz schlug noch schneller, so es dazu denn überhaupt in der Lage war. Was er vorhin nicht bemerkt hatte, da er durch den Dienstboteneingang gekommen war, wurde im Lampenschein der Außenbeleuchtung offenbar: Der gesamte Hof vor dem Anwesen seiner Familie war gefüllt mit grimmig dreinblickenden Söldnern seines Vaters, die erwartungsvoll mit den Äxten an ihrer Seite spielten. Dort zwischen ihnen erkannte er auch Tholgrimm, der einigen Kriegern Anweisungen zu geben schien. Es schien Lem keine gute Idee zu sein, einfach so dort hinaus zu spazieren. In einiger Entfernung waren wieder die Stimmen der Versammelten zu vernehmen. Noch befanden sie sich hinter einer der Biegungen des Flurs, doch die Geräusche kamen stetig näher. Lem bog in einen Seitengang ab und eilte zum Dienstbotenausgang, durch die Tür und hinaus auf die Gassen der Stadt. Er musste sich beeilen, musste König Dwalon warnen, bevor die Schergen seines Vaters ihn erreichten. Sein Ziel stand ihm klar vor Augen: Der Thronsaal von Borondir. Völlig außer Atem kam Lem vor den beiden Torwächtern Dwalons zum Stillstand. „Muss mit dem König sprechen…“ keuchte er. Die beiden sahen sich an, zuckten die Achseln und entschieden dann offenbar, dass Lem keine Bedrohung für den König der Zwerge darstellte, denn sie traten zur Seite und ließen ihn eintreten. König Dwalon saß zusammengesunken auf seinem Thron, seinen Blick auf einen Punkt irgendwo an der Wand gerichtet. Ehrfürchtig trat Lem näher an den Herrscher der Zwerge heran. „Mein König, ich bringe Euch beunruhigende Nachrichten.“ Dwalon ließ nicht erkennen, ob er seine Worte überhaupt wahrgenommen hatte. Sein Blick blieb weiterhin auf die Wand gerichtet. „Mein Herr?“ Keine Reaktion. „KÖNIG DWALON! Bitte ihr müsst mich anhören! Es sind Männer unterwegs, dich Euch stürzen und sich selbst den Thron aneignen wollen!“ Nichts. Tief holte Lem Luft und versuchte sich zu beruhigen. Es hatte keinen Sinn. Der König zeigte nicht durch eine einzige Bewegung, dass er verstanden hatte, was Lem ihm zu sagen gedachte. Aber er sollte im Nichts verenden, wenn er es nicht weiter versuchte, bis die aufständischen Adligen ihn aus diesem Raum zerrten. Lem ließ den Kopf hängen und seufzte. „Der Stein ist geduldig.“ „Er liegt und währt ewig.“ Überrascht sah Lem auf. König Dwalons Augen richteten sich fest auf seine eigenen. Sie waren tief und weit wie die Minen unter der Stadt und schienen bis auf den Grund von Lems Seele zu reichen. „Welches Geschick mag dafür verantwortlich sein, so viel Gram auf das Gesicht eines so jungen Zwerges zu zeichnen?“ Obwohl irgendwo in Lems Hinterkopf ein Stimmchen flüsterte, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen war, sich zu verneigen, schaffte er es nicht, seinen Blick von den durchdringenden Augen Dwalons abzuwenden. „Mein Vater hat sich mit einigen anderen Fürsten verschworen, Euren Thron zu ergreifen. Sie sind mit ihren Kriegern hierher unterwegs!“ „So habe ich also zu lange gezögert.“ König Dwalon erhob sich von seinem Thron und trat die Stufen zu Lem herab. Der erinnerte sich endlich an seine guten Manieren und setzte zu einer Verbeugung an, doch Dwalon hob die Hand. „Das ist nicht nötig, junger Freund. Wenn Euer Vater Erfolg hat, werde ich schon bald kein König mehr sein.“ „Aber wollt Ihr denn nichts dagegen unternehmen?“ Lem klang verwirrt. „Natürlich möchte ich nur ungern von aufgebrachten Kriegern bedrängt werden“, antwortete der König und seine Augen funkelten belustigt. Er stieß einmal kurz mit dem Stiel seiner Axt auf den Boden des Thronsaals und ein dumpfer Ton hallte durch den Raum. Vom Eingang des Saals schaute eine der Torwachen mit fragendem Blick herein. „Ischral, wärest du so freundlich und würdest die königliche Garde versammeln? Mir wurde grade zugetragen, dass einige ambitionierte Adlige mit ihren Truppen hier her unterwegs sind.“ Die Wache verneigte sich und verließ dann wieder den Thronsaal. Der König wandte sich Lem zu. „Das sollte uns ein wenig Zeit verschaffen.“ Lem blickte noch immer voller Unverständnis auf seinen Herrscher. „Habt ihr denn gar keine Angst?“ Ein Schatten huschte über Dwalons Gesicht und der König der Zwerge sah plötzlich sehr müde aus. „Doch junger Zwerg, das habe ich. Wenn es stimmt, was du sagst, entbrennt in eben diesem Augenblick ein Bürgerkrieg unter den Bewohnern Borondirs. Die Stadträte haben einen nicht unbedeutenden Einfluss auf die Bevölkerung. Es wird ein Riss durch meine Untertanen gehen und die Lager werden sich spalten. Viel Leid wird aus dieser Sache erwachsen.“ Dwalon sah wieder zu der Stelle an der Wand hinauf, die er bei Lems Eintreten so lange angestarrt hatte. „Wie es scheint, habe ich versagt.“ „Wie meint Ihr das?“, wollte Lem wissen. „Wobei habt ihr versagt?“ „Ich habe diesen Tag als eine mögliche Folge meines Handelns vorhergesehen, aber darauf gehofft, dass er viel später käme. Ich brauchte die Zeit um über eine wichtige Entscheidung nachzudenken.“ „Wie habt Ihr entschieden?“ Überrascht blickte der König zu Lem. „Eine gute Frage. Viele hätten zuerst nach dem Gegenstand meiner Überlegungen gefragt, aber Ihr wollt wissen, welche Konsequenzen sich ergeben. Offenbar versteht Ihr, Prioritäten zu setzen.“ Dwalon seufzte. „Als König ist es notwendig, das große Ganze im Auge zu behalten.“ Er stieg die Stufen zu seinem Thron hinauf und setzte sich wieder, die Arme auf die steinernen Lehnen gestützt. „Was wisst ihr über Unterberg, junger Zwerg?“ „Nun, jeder kennt die Geschichte vom Fall unserer ehemaligen Hauptstadt“, antwortete Lem. „Mein Urahn wird nicht müde davon zu berichten.“ Dwalon nickte bedächtig. „Oft sind es die Alten, die sich erinnern.“ Der König hielt kurz inne, als ob er seinen eigenen Worten lausche und irgendetwas daran schien ihn zu belustigen. Dann hub er erneut an: „Das Volk der Zwerge, junger Freund, unser Volk, ist im Schwinden begriffen. Gremrak Teufelsklaue hat mit seinem Angriff auf Unterberg nicht nur unsere Zahl verringert; viele sind auch in ihrem Glauben an die alten Traditionen erschüttert. So etwas darf nicht noch einmal geschehen.“ Der König musterte Lem. „Ihr habt mir bis jetzt nicht Euren Namen verraten.“ Lem wurde rot ob des Vergehens gegen die Anstandsformen und beeilte sich zu erwidern: „Lem Loktem, mein Herr. Dritter Sohn von Ulbarth Loktem.“ „Also dann, Lem Loktem, dritter Sohn von Ulbarth Loktem“, sprach der König und Lem konnte sich des Eindrucks nicht verwehren, dass dort in den Augen Dwalons für einen winzigen Moment der Schalk aufblitzte. „Bist du bereit deinem König zu dienen?“ „Natürlich, Herr!“ „Die Traditionen zu wahren?“ „Jederzeit!“ „Stets das Wohl unseres Volkes im Blick zu behalten?“ „Selbstverständlich!“ „Den Gefahren die vor dir liegen tapferen Auges entgegen zu sehen, obwohl dein Tod und der deiner Freunde dich mit annähernder Gewissheit erwarten?“ „Ich schwöre beim… Moment, was war das letzte?!“ Lems alarmierter Blick suchte den des Königs. Dwalon winkte ab. „Schon gut, ich wollte nur sehen, ob du mir noch zuhörst. Viele Zwerge haben die liederliche Angewohnheit, bei dieser Art von Gespräch irgendwann nicht mehr aufzupassen.“ „Dieser Art von Gespräch, Herr?“ „Ich schwöre dich grade auf deine Rolle als Herrscher eines neuen Zwergenreiches ein“, sprach Dwalon, als ob dies eine große Selbstverständlichkeit wäre. „Du sollst natürlich ausziehen und eine neue Kolonie gründen, sie zu Reichtum und Stabilität führen und so dafür sorgen, dass die Zwerge nie mehr ohne Heimat sind, zu der sie zurückkehren können, falls die Hallen von Borondir eines Tages das Schicksal von Unterberg teilen müssen.“ Lems Kinnlade fiel herab. „Ich, ein König?“ „Natürlich. Ihr seid so gut wie jeder andere für diese Aufgabe geeignet, habt aber außerdem die richtige Einstellung – und die passende Nase.“ Dwalon griff in ein Fach neben seinem Thron und holte ein kleines, verziertes Steinkästchen hervor, dass er Lem entgegenhielt. Lem griff danach, hatte aber Mühe seine zitternden Arme unter Kontrolle zu halten. „Was ist das?“ „In diesem Kästchen findest du eine Karte, die dir den Weg zu einem vielversprechenden Berg weisen wird. Ich habe bereits vor Jahren Späher ausgesandt, die solche Orte für mich finden sollten, an denen die Gründung einer Zwergenstadt möglich wäre.“ Der Herrscher von Borondir hielt kurz inne. „Zu diesem speziellen Platz hier habe ich sogar bereits einmal jemanden geschickt – allerdings kam nie eine Nachricht von dort zurück. Vielleicht könnt Ihr herausfinden, was mit meinem Gesandten geschehen ist.“ Lem konnte noch immer nicht begreifen, was grade geschah. Mehr aus einem Reflex heraus verneigte er sich tief. „Ich werde alles tun, damit diese Expedition ein Erfolg wird.“ „Dessen bin ich mir sicher“, erwiderte Dwalon. „Ach ja, fast hätte ich es vergessen: In dem Kästchen befindet sich außerdem eine Legitimationsurkunde und eine Krone – Ihr solltet allerdings davon absehen, diese bereits in der Stadt aufzusetzen. Das könnte zu Verwirrung führen. Und jetzt solltet Ihr Euch besser beeilen. Die Unruhen werden bald beginnen und Ihr müsst noch einiges vorbereiten. Sucht Euch einige Leute denen Ihr vertraut und nehmt sie mit auf Eure Reise – das ist mein Rat an Euch.“ Und mit diesen Worten versank Dwalon, der König der Zwerge von Borondir, wieder in die Betrachtung der Felswand, um über seinen königlichen Gedanken zu brüten. Lem Loktem hingegen versammelte noch in derselben Nacht eine Schar von Freunden um sich und brach auf, den Berg Eisengrat zu besiedeln.
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