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Vallira

Gefahr aus der Tiefe

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Weit im Meer, östlich von Lyria zeugen die Spitzen von den brachialen Gewalten aus früher Vorzeit, tote Berge welche sich einst feuerspuckend aus dem Boden Avaens hervorgruben. Seit Urzeiten schweigen sie, sind kalt und leer, aber ihre Brüder tief unten lodern vor Neid auf ihren Aufstieg. Über Jahrhunderte hinderten sie die Götter der Kreaturen vor dem Aufstieg doch nun ist niemand da um sie zu stoppen. Kein Gott und kein Gebet würde ihnen das verwehren was ihr Brüder bereits besaßen. Und so begann es. Zuerst brachten sie Avaen zum Beben. Zu Beginn leicht, dann immer stärker, bis irgendwann der Grund des Meeres selbst aufbrach und die sonst so dunkle See in unheilvolles Rotes Licht tauchte. Mit dem Licht kam der Dampf, der Rauch und der Tod. Nach und nach starb alles Leben was es wagte sich dem Licht zu nähern, später alles was nicht schnell genug floh. Die Risse im Leib Avaens spien flüssiges Gestein und Qualm, welcher sich selbst Unterwasser hielt und schließlich die Oberfläche erreichte. Nun Stieg diese unheilvolle Säule immer weiter und weiter gen der Domäne der Götter entgegen, ihnen trotzend wo auch immer sie ihr Auge auf ihre Welt werfen wollten. Der einzelnen folgte bald eine zweite, dann eine dritte, bis schließlich der gesamte Himmel im Osten Lyrias tief schwarz war. Dem schwarzen Himmel voraus eilten die nächsten Todesboten dieses kataklysmischen Ereignisses, das Wasser. Wellen, welche zunächst nur Mannsgroß waren, wuchsen zu Größen an, welche kein Mann oder Alv je gesehen hat. Die Beben reichten bis an die ersten Ausläufer Lyrias, die Wellen trafen den Osten Lyrias bis weit die Flüsse herauf. Was der Pechschwarze Himmel bringen wird wissen nur die Götter selbst.

 

OOC: Tagsüber ist es passiert.

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Die Schönheit des Meeres ist das Reich der Meeresalven. 

Hier im Gebiet des Arthosmoor in einem kleinen Dorf Namens Moorostaue, im Osten Lyrias, lebt Demnaru Sorfluss. Seine Haut, braungebrannt von der  reflektierenden Sonne auf dem Meer und seinem schlanken Körper, welches gezierter von seinem blonden Haar die eleganz einer Alve widerspiegelt, ist in diesem Dorf nichts besonderes. Denn in Moorostaue lebt das Volk der Meeresalven. 

Auch am heutigen sonnigen Tag scheint alles Normal. Demnaru Sorfluss trug gerade eine schwere Kiste, gefüllt mit dem Köstlichsten Fisch aus dem Süßgewässern, welche im Arthosmoor stets in Massen vorhanden seien und somit sich zur Hauptnahrung des Dorfes entwickelten, zu dem am Pier gelegenen Schiff. Dieses Schiff sollte den begehrten Fisch nach Aramat liefern, ein scheinbar weiter Weg doch für ein Schiff von Meeresalven erbaut, war kein Weg zu weit und kein Gewässer zu gefährlich. Die Meeresalven sind bekannt für Ihren guten Schiffbau und ein jedes dieser stets begehrt von anderen Völkern. 

Am Pier tobten gerade ein paar Kinder herum, als die Glocke des Dorfes ertönte. Dieses Läuten klang allerdings anders als der gewohnte Glockenklang welcher bei Hochzeiten oder wiederkehr der Seefahrer ertönte. Die Glocke wurde öfters schnell hintereinander geläutet. Ein Läuten welches man so in Moorostaue zuvor noch nie hörte. Demnaru merkte sofort: Dieses Läuten warnte vor Gefahr. Er stellte schnell seine Kiste ab und sah sich um. Kinder hörten auf zu toben. Die Arbeiter legten ihrer Werkzeuge nieder. Die Türen von den Häusern öffneten sich und verwirrte Bewohner starrten richtung Dorfmitte. Demnaru, welcher am ende des Piers stand übermannte ein mulmiges Gefühl. Von hinten schrie die Schiffsbesatzung des Schiffes und Demnaru welcher die Worte nicht verstand, drehte sich zu dieser um. So etwas hatte er zuvor noch nie gesehen. Das Wasser verschwand. Wieder schrie die Schiffsbesatzung des Schiffes: „Alle sofort aufs Schiff!“. Demnaru drehte sich wieder Richtung des Dorfes und sieht sein Volk welches sich nun in richtung der Schiffe bewegte. Er stand allerdings wie angewurzelt neben seiner Kiste, weiter starrend richtung der Dorfmitte. Er sieht Meeresalven welche mit scheinbar all ihrem hab und gut in den Armen richtung der Schiffe rennen und andere welche in voller Panik sich durchs Volk drängeln. Er erblickt Kinder die einfach in mitte dessen stehen und scheinbar verzweifelt Ihre Eltern suchen. Trotz der vielen Rufe und dem lauten knallen von Türen verbreitete sich eine Stille. Es war das gewohnte Meeresrauschen was er nicht mehr vernahm. Ein gewohntes vertrautes Geräusch welches Ihm immer das gefühl von Sicherheit und Freiheit  vermittelte. Er drehte sich wieder in Richtung des Schiffes und wurde durch den Anblick aus seiner Starre gerissen. Hinter dem Schiff erblickte er eine riesige Welle, eine wahrhaftige Flut. In diesem Augenblick wurde er von hinten Geschubst: „Lauf!“. Demnaru rannte ohne sich umzuschauen los zum Schiff. Zum glück stand er schon recht nahe dran. Die Schiffsbesatzung begann gerade abzulegen, als Demnaru und noch ein paar weitere Bewohner des Dorfes das Schiff erreichten. 

Selbst wenn die Schiffsbesatzung noch warten wollen würde, war dies nicht möglich da das Wasser das Schiff hinaus riss aufs Meer. Es schien als ob der Kapitän keine kontrolle über das Schiff hatte. Er riss das ruder weiter rum und steuerte nun direkt auf die Welle zu. Es geschah alles in wenigen Minuten doch für Demnaru fühlte es sich wie eine ewigkeit des Grauens an. Überall knarrte das Holz des Schiffes und die Anweisungen die Segel zu richten, die Taue zu halten und alle unter Deck zu befördern klangen durcheinander. Einige wenige Schiffsbesatzung Mitglieder packten sich die verwirrten Dorfbewohner, darunter auch Demnaru und geleiteten sie unter Deck. Von nun an  hieß es abwarten und zu den Göttern beten, diese Grausamkeit zu überstehen. 

Nach einer gefühlten ewigkeit ertönte von oben jubel und ein mitglied der Schiffsbesatzung öffnete die Luke und verkündete sichtlich erleichtert:„Wir haben es überstanden”. Am Deck des Schiffes angelangt, erblickte Demnaru eine beruhigt See. Das Meer welches ihm immer Sicherheit und Freiheit vermittelte. Doch in diesem Moment verspürte er nur Trauer. Ein anderer Dorfbewohner fing an hektisch zu rufen:„Wir müssen zum Dorf zurückkehren! Wir müssen ihnen Helfen” Die Schiffsbesatzung und die einigen wenigen Dorfbewohner waren sich einig: Sie mussten nach Überlebenden im Dorf suchen. 

Es dauerte nicht lang bis sie auf größere Mengen Treibgut stießen. Schnell erkannten alle das es sich hierbei um Einrichtung mancher Häuser und auch anderen Teilen ihres Dorfes handelte. Sie sahen schon das Ufer von weiten, ein Anblick von Zerstörung und Schlamm. Als Sie das Ufer erreichten, kamen Ihnen die ersten überlebenden Dorfbewohner entgegen. Ein moment der Hoffnung. Der Kapitän lässt die Überlebenden schnell aufs Schiff bringen und ordnete an sie vollständig mit Nahrung, Kleidung und Heilmitteln zu versorgen. Nun versammelte man sich am Deck und lauschten deren Bericht:

Eine junge Meeresalve fing an:„ Die Flut gelang bis weit ins Land hinein, einige von uns konnten sich weiter Inlands retten doch viele wurden Opfer der Flut.”Sie senkten den Kopf. Ein etwas Älterer Meeresalve neben ihr legte seine Hand auf ihre Schulter und fuhr fort:„ Die meisten stelzen der Häuser sind weggebrochen und das Dorf von Schlamm überdeckt. Die Flut gelang bis zu unseren Fischerseen.” Seine Stimme klingt immer Trauriger als er weiter spricht:„ Alles ist versalzen und die Fische sind Tot”

Man hört die Leute voller Sorge alle Leise reden, als der Kapitän das Wort übernimmt:„ Ein teil der Schiffsbesatzung wird hier mit einigen Gütern weiter nach überlebenden suchen. Der Rest kommt nun mit nach Aramat um den Rat der Völker  zu berichten und hilfe anzufordern”.

So macht sich das Schiff nun auf nach Aramat.

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~oOo~ Insel Hyalmire im Spitzenmeer ~ Handelshaven Laurea ~oOo~

 

„Schnell bringt Holz! Das Tor wird den Wassermassen nicht stand halten! Bretter! Stützbalken! Was auch immer ihr findet! Beeilung!“

Des Hafenmeister Targon Morgans Stimme donnerte durch das Hauptwarenlager des Handelshafen Laurea.

„Aye!“ brüllte eine Hand voll Hafenarbeiter und eilig taten sie wie ihnen geheißen.

Nur Sekunden später krachte eine weitere gewaltige Welle gegen das Tor des Hauptlagers und ließ das Holz bedrohlich knarzen.

Das Wasser stand dem Hafenmeister bereits im Gang bis zu den Knien und er wusste, das die Sandsäcke, das Eindringen das Wasser nicht mehr lange würden verhindern können, wenn die Springflut nicht allmählich abflaute.

„Meister Morgan, was ist mit Adept Delval? Kann er nicht mit seiner Erdmagie das Tor schließlich?“ rief einer der Matrosen dem Hafenmeister zu.

„Nein! Er sichert die Behausungen der Gefallenen, wir sind auf uns gestellt!“ brüllte der Normarer zurück.

Eine weitere Welle krachte gegen das Tor und die Hafenmauer. Doch diesmal hielten die Riegel des Tores dem Wasser nicht stand und ein gewaltiger Schwall Wasser drückte sich durch das Tor ins Hauptlager.

Die Wucht der Welle riss Targon von den Füssen. Nur mühselig kam er wieder auf die Beine.

„WO BLEIBEN DIE BALKEN?!“ brüllte er und versuchte sich zum Tor vor zu kämpfen, bevor die nächste Welle in den Gang hineinschlagen würde, dicht gefolgt von 3 seiner Männer. Mit vereinten Kräften versuchten sie das Tor wieder zu schließen, doch das Wasser stand ihnen nun weit bis über die Knie.

Targon erhaschte einen kurzen Blick auf dem Himmel eher er das Tor zudrückte. Er war so schwarz wie in einer mondlosen Nacht, obwohl der Tag die Mittagszeit kaum überschritten hatte.

Regen peitschte erbarmungslos auf das Land nieder und der Wind blies, als wollte er die gesamte Insel hinfort fegen.

„Targon, wie sieht es aus hier bei euch?“ es war die Stimme des Herrn von Laurea Darion Arandur. Targon blickte sich um und sah seinen alten Freund auf sie zu warten. Gefolgt von 4 Männern, die 2 weitere Stützbalken brachten.

„Wir müssen das Tor besser sichern, sonst hält es dem Wassermassen nicht stand! Was is mit den Bürgern?“ brüllte er durch das Tosen des Unwetters so laut er konnte zurück.

„Aye! Borgard und Hendrik haben sie ins Innere des Berges geführt!“ rief Darion. Zusammen mit Targon warf er sich gegen das Tor, doch eine weitere Welle machte all ihre Mühe zunichte. Das Tor riss auf und ein weiterer Schwall Salzwasser riss sie von den Füßen und spülte sie ein Stück in den Gang hinein.

„Das schaffen wir nicht! Gegen diese Wassermassen kommen wir nicht an!“ rief einer der Hafenarbeiter.

Targon verzog das Gesicht, doch er kam nicht dazu etwas zu sagen denn plötzlich drang der Klang einer Glocke durch das Sturmgetöse an sein Ohr.

Targon legte die Hände an die Ohren um das Signal zu verstehen.

„Eine Flutwelle…“ sagte er und blickte Darion entgeistert an. „Wir müssen weg von hier… mit dem geborstenen Tor is das Lager verloren!“ sagt er. Darion nickte. Targon griff einen der Männer die ihm eben noch geholfen hatten das Tor zu zu stemmen beim Arm.

„LOS RAUS HIER! Durch die Tunnel! ZUM BERG!!“

In dem Augenblick hechtet Darion Arandur an ihm vorbei zum Aufgang des Hafenhaupthauses.

„Die Männer sind noch oben im Leuchtturm! Geht ihr vor! Ich hole sie!“

„Das ist WAHNSINN!“ brüllte Targon.

Als Darion die Stufen hinaufrannte bot sich ihm ein Bild der Zerstörung. Die Fensterscheiben waren zersplittert, Mobiliar umgestürzt und allerlei Trümmer flogen durch die Luft.

Er kämpfte sich vor bis zur Tür, als er sie erreichte sah er, die Überreste, die der Sturm und das Wasser von den Marktständen übrig gelassen hatte… kaum mehr ein paar Stofffetzen, an wenigen Holzsterben zeugten von den Ständen, an denen am Morgen noch Fisch und Muscheln zum Kauf angeboten worden waren.

Gerade als er hinaus laufen wollte holte ihn Targon ein.

„Darion bleib hier! Du kannst ihnen nicht helfen!“ brüllte er.

„Doch!“ brüllte Darion zurück und warf sich hinaus gegen den Wind.

„VERFLUCHTER ARANDUR!“ brüllte Targon.

In diesem Moment erblickte Darion eine gigantische Wasserwand die vom Süden her auf die Insel zurollte…

„Astal sei uns gnädig….“ wisperte er. In dem Moment packte in Targon und zog ihn zurück. Doch noch bevor er etwas dagegen tun konnte, spürte er einen entsetzlichen Schmerz. Das letzte Geräusch das er vernahm bevor ihm schwarz vor Augen wurde, war das widerliche Geräusch brechender Knochen….

 

Stunden später….

 

Als Darion Arandur wieder zu Bewusstsein kam lag er in einem Bett in einem kleinen Raum der nur von einer einzelnen kleinen Öllampe erhellt wurde.

Sein Körper fühlte sich entsetzlich an. Man hatte ihm einen Verband um den Kopf angelegt und seinen rechten Arm an seiner Seite festgebunden…

Er blickte zur Seite und erkannte matt die Silhouette von Targon.

„Wie schlimm ist es...“ fragte er angestrengt.

Targon beugte sich zu ihm rüber.

„Hast ganz schön was abgekommen, aber das wird schon du alter Haudegen!“ antwortete er.

„Nicht ich! Der Hafen? Du Eselskopf!“

Targons Blick wurde finster.

„Den hast‘s schlimm erwischt, Aye… Die Schiffe sind an der Hafenmauer zerschellt… was mit der Eugenius passiert ist wissen wir nicht, sie ist einfach fort…“

„Habt ihr die Männer aus dem Turm geholt?“ fragte Darion.

„Dazu blieb keine Zeit…. Als die Welle die Insel erreichte, hat sie den Turm, die Marktstände und alles was dort auf dem Plateau war fort gerissen… und überschwemmt…Wie viele Seelen wir verloren haben, lässt sich noch nicht erahnen...“

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1. Monat im Jahre 55 - Nordost-Lyria - Sundholm - Eickelburg

Seelenuhig findet in der Handelsmetropole der Alltag statt. Kutschen rollen mit wertvollen Gütern Torein-Toraus, auf dem noch frischen Marktplatz tummeln sich einfache Bürger und Kaufleute, verschiedenste Handwerker gehen ihren Berufen nach und Magistrat Eickelburgs hielt vor kurzem eine Versammlung.

Der Schein, der Sicherheit, der sich in nur wenigen Momenten verflüchtigen würde, war schon in diesem Moment nicht mehr zu trauen. Das erste, das diesen Anschein zerbröckeln lässt sind verschiedenste Vögel, die die Stadt kurzzeitig in einen Schleier einhüllen. Den meisten war klar, dass etwas nicht stimmen würde, ihnen war aber nicht klar, welche großen Schaden jene Sache anrichten könne. Die ersten rannten zu ihren Häusern - zu ihrer Familie. Sie ließen sofort alles stehen und liegen und flüchteten vor dem Unbekannten. Mag es ein erneuter Angriff der Schattenwesen sein? Sie wussten es nicht …  Dann - Ein lautes donnerndes Geräusch war überall auf der Insel zu hören. Viele Wellen von Beben erschütterten Eickelburg. Erst schwach - dann immer stärker. Der Boden tat sich an sämtlichen schwachen Stellen auf und riss vorerst nur Blumentöpfe und Äste zu Boden. Die Erschütterung vermochte nicht aufzuhören, bis auch die letzte Fenster der Eickelburger Wohnhäuser zerschmettert waren.

Eine Stille kehrte wenige Sekunden nach dem Erdbeben in der Stadt ein. Diese Geräuschlosigkeite sollte aber nicht lange anhalten. Sämtliche Leute, die nun wieder aus ihren Häusern kamen riefen nun. Einige Mitglieder aus der Stadtwache kamen aus dem Süden und riefen “Die Südmauer, sie konnte ihm nicht standhalten!” Ein Fischer kam auf den Marktplatz gerannt und rief sogleich “Die Flut! Eine Flut kommt!” Sekunden später riss eine gewaltige Welle alles, was in ihren Weg kam auseinander. Bäume, Schiffe und Boote, Felder und die einzige Verbindung zwischen Sundholm und dem Festland - Die nördliche Brücke.

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Das Chaos hielt auch weitere Stunden nach der Flut noch an. Manche hielten dieses Unglück für eine Strafe der Götter. Andere für einen Angriffsversuch der Schattenwesen. Was nun passieren sollte lag allein in der Hand des Magistrats.

Edited by Vloid

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Dunkler Himmel in der Ferne

 

“Und die Vorräte?“, erkundigte sich Faergon Arveldir. „Die Lager waren glücklicherweise ausreichend gefüllt. Nicht so sehr, wie oftmals die Jahre davor, aber es wird reichen. Hauptsache das neue Jahr bringt nicht noch schlechtere Ernten.“, antwortete der ältere Hochalve dem Stadtherrn. „Wohl wahr. Wohl wahr. Sagt, wie sieht es eigentlich mit…“, setzte der Herrscher Alymnors an, wurde jedoch jäh durch viele Rufe unterbrochen.Eine Wache, die auf der Mauer des zweiten Rings stand, winkte den Stadtherrn und seinen Begleiter hoch.
Schnell erklommen die beiden die Mauer. Die Soldatin zeigte nach Osten zum Horizont.„Bei Asthal.“, murmelte Faergon. Weit im Osten, doch deutlich sichtbar, färbte sich der Himmel, mitten am helligten Tag, tiefschwarz. „Was im Namen der Götter ist das?“, fragte die Stadtwache ungläubig.

„Kommt es näher?“, mutmaßte Faergons Begleiter. „Scheint so. Oder?“, sprach Faergon und so blickten die drei einige Zeit ungläubig nach Osten, ehe der Herr der Stadt wieder das Wort ergriff. „Wache, gebt der Heerführerin Bescheid. Alle sollen in Alarmbereitschaft versetzt werden. Keine Ahnung, was das ist, was da auf uns zu kommt, doch ich möchte halbwegs vorbereitet…“. Und so plötzlich, wie die Dunkelheit aufgezogen war, war sie auch wieder weg. „Vergesst, was ich gesagt habe.“, murmelte Faergon gerade noch verständlich.

Stirnrunzelnd stieg er die wieder herunter. Die Bewohner, die sich zu Dutzenden versammelt hatten, wollten Antworten. Doch diesmal war ihr Herrscher genauso ratlos wie sie. Und so sollten bald Nachrichten gen Osten gelangen, um den Geschehnissen nachzugehen und Kunde einzuholen.

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Aufräumarbeiten

Pampige Sandbrocken spritzten von den Hufen, als die Truppe bei Sonnenuntergang die Küste entlang galoppierte, die sich östlich vom Augland erstreckt.
Der Strand vor ihnen glich einem Trümmerfeld, gekennterte Schiffe lagen wie gestrandete Wale da, ihre Eingeweide, bestehend aus Kisten, Fässern, Säcken, quollen aufgedunsen aus dem Inneren heraus. Vor dem hölzernen Aas versammelte sich die Horde.
"Seht die Fracht durch und beladet nur die Büffel.", rief der Kriegsschamane durch die Stoffe über seinem Gesicht.
"Alle auf Pferden reiten mit mir weiter! Mahan ist uns wohl gesonnen, die Fluten haben uns eine Menge Geschenke gebracht, wir müssen sie nur einsammeln!", den mit Federn geschmückten Stab, auf dessen Ende der obere Schädelteil einer Schlange in der Größe eines Kinderkopfes saß, hochhaltend.
Einige Krieger machten sich daran, die Ladung durchzusehen.
"Was machen wir, wenn wir welche finden, die noch atmen?", fragte einer, während er eine blasse Leiche zwischen aufgerissenen Säcken heraus zerrte, um den Inhalt zu durchsuchen.
"Kinder bringt ihr mit nach Rakash zu den Heilern, den Rest lasst einfach liegen. Nehmen zu viel Platz weg, ich will mehr davon", er nickte in Richtung der Fracht.
"Auf, auf, ihr Aasgeier!", mit einem Druck in die Seite des Wüstenläufers gallopierte er los.
Die Krieger donnerten hinterher, folgten dem lachenden Alben und dem Klappern des Schlangenschädels.

Edited by Aela

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Aufzeichnungen des Chronisten Mirdains Sebastian Schwarzhammer:

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Spoiler

Das steinerne Grab.

 

Eine Stadt gebaut in Fels und Stein mit mächtigen Säulen gesichert gegen alle Einflüsse von außen. Der Eingang eine einzige großer Verteidigungsanlage, von einem Tor gesichert das so manche Armee trotzen würde. Die Gänge Tief in die Erde geschlagen und verzweigt wie die Wurzeln eines Baumes. Geschützt von Wasser, Sturm und Feuer doch das sich die Mutter Erde selbst gegen die Steingeborenen wendet. Wäre ihnen nie in den Sinn gekommen.

 

Es begann mit einem leichten zittern kaum merklich, die Wände und Säulen schienen die ersten Schwingungen abzufedern. Die Bewohner selbst merkten kaum etwas, manch einer ließ kurz von seinem Tagwerk ab. Machte dann aber Schulter zuckend weiter. Dieser Moment hielt aber nur kurz an, schon begann es wie ein leichtes Raunen ging es durch die Gänge. So wie das Raunen begann so verstummten alles und jeder, selbst die alten hatten so ein Geräusch noch nie gehört. Das Raunen wurde und zu einem immer lauter werdenden Knirschen, ein ohrenbetäubender Lärm. Die kunstvoll verzierten Wände und Böden schienen als würden sie ihr Erbauer verschlingen wollen. Alles bebte einzelne Blöcke lösten sich aus den Wänden, Decken und Säulen der Haupthalle, brachen dann krachend nieder und begruben alles unter sich was nicht entfliehen konnte. In der Vorratskammer begrub eine einstürzende Wand die meisten Kisten und Fässer. Schreie der Bewohner mischten sich mit dem Knirschen zu einer Symphonie des Todes. Es gab kein entkommen, selbst die Wachen am Tor schafften es nicht das Tor nach draußen zu öffnen. Passgenau errichten, hatte es sich nun durch verschoben Mauerblöcke verkeilt und hielt die die es schützen sollten gefangen in ihren steinernen Grab.

 

Doch so schnell und unerwartet wie alles begann verstummte das knirschen und beben wieder, die Erde beruhigte sich und selbst die Schreie verstummten für einen Moment. Die überlebenden von dem Steinstaub total verdreckt begannen sobald sie den ersten Schock überstanden hatten, damit die Schutt- und Steinhaufen nach verschütteten zu durchwühlen. Von dem tiefen Treppengang der zu den großen Eisenschmelzen und zu den Minen führten, stürmten die Minenarbeiter nach oben. Sie waren voll Dreck und kreidebleich und schrien nur entsetzt: „DIE MINEN“

 

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Die Folgen einer verheerenden Flut

 

Die Sonne versank allmählich hinter den sicheren Mauern Khorinis, als Hauptmann Winterblut durch das Tor ritt. Das Pferd voller Schmutz, durchgenässt. Man konnte spüren wie erschöpft es war. Als sie die Pforten der Stadtwache passierte, rief sie ihren Untergebenen zu “Eine Katastrophe, die Felder sind unbrauchbar und die Schlammmassen machen das passieren der Wege nahezu unmöglich. Nehmt euch meines Pferdes an, ich werde unverzüglich einen Bericht für den Vogt verfassen!”. Mit diesen Worten eilte sie in die Schreibstube und begann ihren Bericht zu schreiben.

 

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Spoiler

Geehrter Herr Vogt Kuno von Reichswaldau,

 

wie angeordnet untersucht die städtische Miliz auf Hochdruck die Schäden der Sturmflut, welche gegen Mittag auf die Goldmark traf. Schwer betroffen sind der Hafen, sowie die nördlichen Felder nahegelegen am Fluss und Alles was sich an der östlichen Küste erstreckt.

Die ersten Untersuchungen zeigten, dass die angelegten Schiffe schwere Schäden erlitten als sie gegen die Kaimauern gestoßen wurden, folgende Schäden wurden bisher festgestellt:

Eines unserer Handelsschiffe liegt auf Grund, da unsere Gewässer aber seicht sind, kann alles was nicht weggespült wurde noch geborgen werden.Das Schiff aus Mora Sul wurde am Bug stark beschädigt, ist allerdings noch seetauglich. Alle weiteren Schiffe befanden sich zum Zeitpunkt der Katastrophe auf See und wurden gar nicht oder nur leicht beschädigt.

Das Fischerdorf am Hafen wurde komplett verschlammt, die Häuser und Werkstätten sind unbrauchbar. Auch der Stadtgraben wurde nahezu aufgefüllt und muss erneut ausgehoben werden. Die Instandstellung wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

Ebenso sind die oben genannten Ländereien nach der Sturmflut stark verschlammt und somit unbrauchbar. Wie sich das auf die nächste Ernte auswirkt, wird noch untersucht.

Die Verluste innerhalb der Bevölkerung sind noch nicht ganz klar. Einige leicht verletzte Personen haben sich bisher bei der Stadtwache gemeldet. Wenige schwerer Verletzte Personen wurden noch nahe des Hafens aufgefunden. Todesfälle sind bis zum jetzigen Zeitpunkt keine zu vermerken.

Eine Abschrift des Berichtes wurde auch an den ehrenwerten Großmeister Rhobar von Ardea gesendet.

 

Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind, folgt ein genauer Bericht.

Hochachtungsvoll,

Ellyn Winterblut, Hauptmann der Stadtwache

Untergangsbilder quellen aus Wolken,
die tief und schwer auf das Unten gesenkt.
Schütten ihr Unheil mit höllischem Fauchen
auf alles und jedes, vom Zorne gelenkt.
 
Sturmwinde blasen als eisige Rächer
die Winde vom Meer aufs bedrängte Land.
Erbost und grimmig rollen die Brecher
- alles verliert seinen festen Stand.

Ihren Mantel aus unheilvollem Dröhnen
wirft die Flut tosend aufs Land.
Schon mancher, der wagte, Elemente zu versöhnen,
 hat ihre dunklen Energien verkannt.

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Edited by Zacher

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Die Wellen glätten

Eine Gastwirtschaft, irgendwo im Osten Lyrias.

Aye, wie ich dat doch sach': die Sdurmflud had dem Dorf nix angedan!", donnerte ein stämmiger Mann mit von der See braun gebrannter Haut seinen Krug krachend auf das Holz des Tisches. Selbst bei dem regen Treiben in der Gaststube und begleitendem Geräuschpegel fuhren einige andere Gäste zu dem Tisch des Mittlländers herum - stören tat sich der Seemann aber nur an seinem unbedacht verschüttetem Gerstensaft.

Sich seinem Auftreten wesentlich bewusster, entgegnete der Alve seinem Gegenüber Worte der Beschwichtigung: „Richard, jetzt bleib bitte ruhig. Ich habe einen Ruf zu wahren." Der feiner gekleidete Mann strich sich dabei ein paar freie Strähnen zurecht und winkte die anderen Anwesenden beschwichtigend ab. „Ich bin natürlich froh, dass du die Sache unbeschadet überstanden hast. Aber das ganze Dorf? Da bin ich bei dem, was man aus Khorinis oder Eickelburg hört, doch skeptisch - gelinde gesagt.", erläuterte er diplomatisch. „Und deine Liebe für Branntwein..."

Ja ja, bist'n ganz plietscher, Barnil; schieb's wieder auffe Schnapsnase, wat?", unterbrach Richard den Alven genervt, verzichtete jedoch darauf, dabei den Rest seines Trunkes in der Umgebung zu verteilen. „Würdstu mich mal in ruh' erzählen lassen, heh? Had ja allet seinen Grund!", warf er Barnil beim letzten Zug seines Kruges engegen, bevor er diesen leer zum Alven hinüber schob . „So, un' jedzd gibsdu ers'mal 'ne neuye Runde aus."

Kurze Zeit später und mit neuem Erzählwasser an seiner Seite erzählte Richard dann auch seine Geschichte...

Dat war früh am Morgen, die Flud sollde bald kommen un' wir hadden alle Hände voll damid zu dun, dat Salz für deine Lieferung an Bord zu laden. Najah, un' dann lach da einfach ein Kerl am Sdrand, aber so'n komischer. Weddergegärbde Haud, läng'res Haar, sonnen Mandel gegen Sdurm. Ziemlich groß. Dachd'n ersd der wär' dod - werd'n ja manchmal welche angespühld, die armen Schweine.", schilderte der Mittelländer den Morgen des Unglückstages bevor er einen kräftigen Schluck nahm.
Dann had der sich aufgerappeld und - ich war da nich sdrunz  - had uns nach edwat Schnappes gefragd." Kurz pausierte er, gespannt, ob sich sein Gesprächspartner  das Gesagte anzweifeln wollte, nahm dessen Schweigen und musternden Blick dann aber als Zeichen, weiter zu machen.
Had dann inner Taverne ers'mal wat zu drinken und essen bekommen. Umsonsd, ich konnds kaum glauben.", er nahm noch einen Zug, „Der had dem ald'n Wird nur gesachd, dass er ihm späder noch 'nen Gefall'n tün würd'. Müssde 'n riesiger Gefallen sein, dachden wir bei bei der Menge, die der gesoff'n had, bei den Fünf. Dann war'n war wieder beim Schiff, wollden ja noch in See sdechen."
Der Fremde... der had sich dann späder einfach am Sdrand auf 'nen Sdein gehockd un' dat Meer beobachded. Die Sdunde bis wir ferdig war'n un' dann noch weider.", setzte er seine Erzählung mit einem Kopfschütteln fort, ehe ihn Barnil unterbrach.

Könnten bitte wir zu dem Teil kommen, an dem die Flut nicht das Dorf zerstört?", warf der Alve wesentlich unhöflicher als typisch ein.

Ich hadde ja gesachd, wir haben auffe Flud gewarded, um abzulechen. Nun, die kam hald nicht.", setzte Richard wieder an seiner Geschichte an nachdem er die Unterbrechung zur Befeuchtung seiner Kehle genutzt hatte.
Als wir uns laud wunderden, deuydede der Fremde nur aufs Meer gen Osden. Die schwarzen Wolken sdanden bis oben zum Himmel und dat Wasser lief immer weider vom Sdrand ab. Sowat hassu noch nichd gesehen. Dann hadder uns gesacht, dat sich bald dat Meer mederhoch aufbäumen würde." Ein weiterer Schluck. "Sind dann nadürlich schnell hoch un' hab'n dem Vocht bescheidgegeben; der haddann alle Leuyde schnell in die Burch holen lassen. Wir wollden noch schnell das Schiff wieder endlad'n, aber dat lach dann schon aufm Grund un' drohde zu kendern - also hab'n wir's gelassen un' sind auch hoch." Ein kräftiger Zug an dessen Ende Richard einen ernsten Blick aufsetzte.

Wir konnden die Fludfrond vom Burchfried aus sehen; haushoch war die Welle, die da auf Orsded zukam. Ich dachd nur an mein Heim un' dann an die armen Seel'n, die jedzd draußen auffer See waren.... Jedenfalls rief dannn wer, dat da jemand noch am Sdrand wär': unser Angespühlder von vorher. Der wolld wohl nichd weider, dachd' ich da. Ha, da denkd man, man kennd die Weld un' dann dat!"

Und dann was? Die Flut ist mir-nichts-dir-nichts verschwunden? Ja, klar.", bohrte Barnil bei Richards gekonnten Trinkpause ungeduldig nach.

Obsdu dat glaubsd oder nichd, aber wat genauso wundersamet geschah wirklich:

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Hüfdhoch im Wasser sdehend had der Fremde plödzlich die Hände gehob'n un' irgendwat geschrie'n. Dann wurd's richdich sdürmisch draußen und seine Hände fingen an, immer heller zu leuychden bis die Welle dann da war... dann hadder sie nach vorn' gehob'n un', nun, dann hielt dat irgendwie die Flud auf - die is einfach zu den Seiden vom Dorf die Küsde lang gepreschd. Dat Leuychden wurd' dabei auch immer heller, bisma nix mehr aut der Richdung sehen konnt'.
Ersd ein paar Minuden späder konnd'n wir wieder wat sehen, da war die  See wieder ruhich und der Mordskerl irgendwie wech. Wenn dat kein Wunder der Gödder war, dann weit ich auch nichd.
", beendete Richard seine Geschichte und setzte, vom Erzählten selbst wieder mitgerissen, seinen Krug zum Leermachen an.

Der alvische Kaufmann starrte den Mittelländer nur ungläubig an und versuchte zu entschlüsseln, ob ihm gerade ein Bär auf gebunden werden sollte.
Das kann nicht dein Ernst sein; du willst mich doch über's Ohr hauen! Ein kurz vorher Angespühlter soll aus heiterem Himmel das Dorf gerettet haben?! Die Geschichte glaubt dir doch keiner!", schäumte es nur aus Barnil heraus.

Nunja, dat is' jedenfalls auch die Geschichde, wie deine Lieferung Salz von Bord ging - dat Schiff is dann beim Einsedzen der normalen Flud gekennderd.", sagte der Seemann am Bart kratzend.

..."

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Wild und ungestüm wütete der Sturm durch das Tal des Drachenbeckens und der Horizont färbte sich unheilvoll schwarz. Ein Steingeborener stand  am Lufthafen von Aspio mit starrem Blick in Richtung des schwarzen Verderben im Osten. “Herr! Alle Luftschiffe und Ballons sind gesichert im Hangar”, sagte ein junger Alve der sein Gesicht schützte während er Ingrimm den Bericht abgab. “Schäden?”, fragte der Stingeborene grimmig, “Zwei Luftschiffe haben Schäden und drei der Ballons haben sich verheddert und sind in die Brauerei gekracht.”, sagte der Alve, der mit zusammengekniffenen Augen versuchte, im Wind Ingrimm zu erkennen.

 Herr, lasst uns hinein gehen… es wird immer schlimmer!” “ Wo ist der Herzog?” “Äh.. ich glaube, er ist mit einigen Soldaten gen Khorinis geritten, um sich ein Bild der Lage zu machen.”

“Der Idiot, bei Durae…” “Wie bitte?” “Rein mit uns, Bursche!” Ingrimm trat dem Alven gegen das Knie und beide gingen in den Hangar.

Wildes Geschrei der Mechaniker und mechanische Geräusche erfüllten den Hanger. Ingrimm sah sich um, ging dann zum Hauptingenieur und sprach ihn an an: “Eisenbruch! Wie lange bis die Maschinen wieder fliegen können?” “ Ja, Meister.. wenn wir durchmachen zwei bis drei Tage… aber wenn der Sturm anhält, brauchen wir mit den Dingern eh nicht vor die Tür.” “ Zwei.” “Wah?” “Zwei Tage werdet ihr brauchen. Bei der Ehre unserer Schmiede-Kaste der Arinngards..”, sagte Ingrimm in ernstem Ton  und sah wie der Stolz den Steingeborenen Ingenieur einholte. “Zu Befehl! Männer, lasst dem alten Knacker hier heut zeigen, dass wir Brüder der Kaste sind! Auf Arinngard!“ Ein Gebrüll erfüllte den Hangar und die Handwerker, Schmiede und Ingenieure klopften ihre Werkzeuge johlend gegen einander. Zufrieden grinste Ingrimm kaum merklich und begab sich in das Tal. “Jetzt muss ich den Nichtsnutz Ross finden…”


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Nach einigen Stunden erreichten einigen Reiter die Erhöhung westlich der Goldmark und sahen mit Entsetzen Richtung Osten zum Meer. 

Der Sturm hatte schon Bäume entwurzelt und Wagen umgeschmissen und in der Weite sah man wie das Meer tosend sich gen Khorinis seine Arme wand wie ein Kraken.

“Das ist grauenhaft! Was sollen wir unternehmen, Wolf?” Das Mitglied der Eiskalten Garde sah zu Rowen Rivaas de Mathis, der mit Kalten blick auf der Goldmark verblieb. “Herr?” Rowen sah zu ihm. “Nur zu fünft werden wir wohl kaum etwas unternehmen können. Und dies sind auch nicht unsere Belange..”, sagte Rowen kühl. “Herr?! Aber die Leute?” Der Gardist wies auf einige Bauern, die versuchten, im Westen Zuflucht in der Nähe der  Ordensburg Trelis zu suchen. Kalt sah Rowen zu den Flüchtenden. “Wie schon gesagt: nicht unsere Belange… “ “Herr?!” “Gebt mir eure Abzeichen… und wehe ihr sagt ein Wort, dass ihr aus Aspio stammt… und in einer Stunde reitet ihr gen Aspio.” “Zu befehl, Wolf!” Drei der Gardisten ritten los - Rowen sah ihnen noch nach. “Wir reiten heim… wir müssen uns vorbereiten.”

Die zwei Reiter ritten durch den noch stärker werden Sturm wieder nach Westen.

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Im Jahre 55, der 4ten Epoche.


 

Gegen 13:30 ertönte der erste gewaltige Knall. Ohrenbetäubend brach er über die Welt von Avaen. Als die Bürger unseres Städtchen diesen erhörten, rannten sie aufgeregt an die Mauern des Hafen. Diese guckten alle erschrocken in Richtung des Meeres. 

 

Sie sahen wie sich das Wasser des Meeres in glänzend Rotes Licht tauchte. Es herrschte viel getümmel auf dem Marktplatz und an den Mauern, viele Spekulationen und Theorien kamen auf. 

Nach einiger Zeit legte sich die aufregung, doch dann kam schon der zweite Knall und alles fing von vorne an… Kinder fingen an zu weinen, Gebäude wackelten, der Boden riss leicht, ebenso die Mauer des Hafen, Schilder fielen auf den Boden der Stadt und am Horizont sah man nur wie die Vulkane eruptierten und wie flüssiges Gestein in das Meer floss.

Die Schallwellen lösten erst kleine, dann immer größere Wellen aus die immer bedrohlicher für die Stadt wurden. Panik brach aus und viele der Bewohner rannten aufgeschreckt los… teilweise wurden Leute überrannt und sind auch in der Menschenmenge gestorben da sie zertreten wurden. Die Wellen kamen immer näher und wurden mit jeder Sekunde größer und gewaltiger… 

 

Die Wellen verschlangen schon das erste Schiff… nicht lange hat es gedauert bis auch der Leuchtturm der Rivercastle die ersten Schäden nahm… der Turm nahm mit der Zeit immer mehr Schaden, bis er letztendlich auch von den bestianischen Wellen auseinander gerissen und verschlungen wurde.

Ebenfalls dauerte es nicht lange bis die ersten wellen die Mauer des Hafen von Rivercastle erreichten. Eines der Zwei Schiffe vor den Mauern wurde komplett zerstört und es gibt nichts mehr zu retten… das Zweite Schiff, wurde mit einer Rohen Gewalt. wie sie nur von den Göttern stammen kann, in die steinernen Mauern des Hafen reingedrückt. Die Mauer fiel Stück für Stück auseinander, Brocken der Mauer fielen ins Wasser… Die Risse zogen sich durch die ganze Mauer.

Die Wellen überschwemmte auch die Kanalisation der Rivercastle, die Abflüsse schossen Meterweit das Wasser in die Luft, Obdachlose und Verbrecher die in der Kanalisation Wohnten, sind ertrunken…

Auch die Kirche wurde nicht von der Rohen Gewalt der Götter verschont. Die Tür konnte dem gewaltigen Druck der Wellen nicht standhalten und die Halle wurde überschwemmt, die Leute die in der Kirche beteten wurden einfach verschlungen und sind ertrunken, lediglich die Leute die oben bei der Orgel standen haben es überstanden…

Die Schenke wurde auch Teils zerstört… Der Wirt konnte es rechtzeitig nach oben schaffen.

 

Der Marktplatz wurde komplett zerstört und überschwemmt… Die Wellen auf dem Marktplatz haben viele Opfer gefordert…

Ohne unsere Hafenmauern wäre es alles wahrscheinlich noch viel schlimmer gekommen.


Nach einiger Zeit floss das Wasser zurück und hinterließ nichts als Chaos und Leichen… nun war es die Aufgabe die Schäden zu reparieren und die Leichen zu Entsorgen. Doch ohne Hilfe wird das wohl nichts...

 

 

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Gleißend breitet es sich aus und verschlingt alles Stück um Stück. Keine Gnade und kein Halt auf seinem Wege der Zerstörung schreitet es hinfort und bahnt sich seinen Weg. Der hohe Schatten schwingt umher und folgt ihm unentwegt; sein Ende ist besiegelt.

Mit schnellen Bewegungen wischt Roktasch den vergossenen Wein schnell vom Tisch, während Vanorian versucht die Unterlagen vor weiteren Schäden zu bewahren. Azkapur hingegen lacht unentwegt über die hitzköpfige Natur seines Neffens. “Die heiße Esche der Kupferbärte brennt stark in Dir, Roktasch. Doch sollten eher die Feinde Aramats in Wein ersaufen und nicht unsere Arbeit. Thahaha!” spottet Azkapurs raue Stimme ehe sie sich in ein schrilles Gelächter verwandelt. Ohne seine schnellen Wischbewegungen zu unterbrechen, gibt Roktasch angespannt zurück: “Ja ja, das kann doch mal passieren. Viel wichtiger ist doch, dass etwas getan werden muss!”. “Das ist uns allen doch bewusst, nur ist die viel wichtigere Frage, wie wir genau vorgehen sollten” fügt Vanorian bei. Stille kehrt ein, einzig die Wischgeräusche von Roktasch sind zu vernehmen, während Vanorian und Azkapur die vorliegenden Berichte anstarren, als befinden sich mystische Hieroglyphen auf dem Pergament.

Erst das erneute Erklingen von Vanorians alvischer Stimme sorgt für den Bruch des hypnotischen Banns: “Wir müssen helfen, das ist uns bewusst, aber ich vermag es kaum zu glauben, dass Aramat allein solch ein Kunststück verbringen kann. Ich schlage vor, dass wir uns mit den Gilden auseinandersetzen um herausfinden, was wir in der Lage sind an Hilfeleistungen zu entsenden. Wir müssen erst selbst herausfinden was möglich ist, ehe wir vage Versprechen von uns geben”. Daraufhin erwidert Azkapur: “Ihr mögt recht haben, ein Zwerg sollte stets wissen auf welchem Grund er steht, ehe er einen Schritt voraus tätigt.” Der Zwerg fährt sich mit seiner wuchtigen Hand durch den eingefetteten Bart und fügt an: “So soll es sein. Roktasch Du redet mit den Vertretern der Gilden und überprüft unsere Kapazitäten.” Vanorians Gesicht zeigt regelrechten Widerstand und seine Arme verschränkt er vor dem Brustkorb. Die beiden Zwerge wissen dies auch richtig zu deuten. Die Reste des Weins beseitigt, widmet sich Roktasch nun voll und ganz den beiden und antwortet beschwichtigend: “Sowas bedarf halt zwergisches Geschick, nehms Dir nicht zu Herzen.” “Zwergisches Geschick? Was soll denn das sein? Ihr wollt doch nicht euren Hammer mitnehmen, oder?” erwidert Vanorian spöttisch. Überrascht von der Antwort verfallen Azkapur und Roktasch in ein lautes, beinahe synchrones Gelächter. Nun selbst verwundert über die Synchronität der beiden Lachen, erinnert dieser Klang eher an das Gackern eines Chors voller Bergziegen und weiß nicht ob er dies als höhnische Antwort deuten soll oder nicht. Im Gleichklang endet auch das Gackern der beiden Zwerge, wobei Azkapur sich mit seiner Linken am Stuhl festhält und mit seiner rechten Hand abwinkt. “Nein, nein”- Er rümpft die Nase etwas stärker und führt weiter an: “-ich brauche dich hier Vanorian. Wir beide müssen eine neuen Plan schmieden. So wie es scheint ist ein weiterer Besuch beim Rat der Völker nicht verhinderbar, wenn wir dafür sorgen wollen, dass den Bürgern im Osten auch umfangreich geholfen wird, schließlich können wir diese Aufgabe nicht alleine bewältigen. So bring mir erst einmal die Unterlagen über den Rat, seine Mitglieder und welche Gäste angemeldet sind, damit wir uns eine Strategie erarbeiten können.” Etwas erstaunt über das geschilderte Vorhaben blicken sich Roktasch und Vanorian gegenseitig an und richten dann wieder den Blick auf den Bürgermeister. “Schaut mich nicht an! Wir wissen alle wie ungerne ich so etwas mache, aber wir wissen auch das es absolut notwendig ist, andernfalls sind wir auf uns alleine gestellt. Also, worauf wartet ihr? Los los! Wir haben noch viel zu erledigen, macht euch an die Arbeit!” verkündet Azkapur mit einem Kopfschütteln.

Wie vom Blitz getroffen sammeln beide ihre Dokumente ein und verlassen eilig die Kammer des Bürgermeisters. Nachdem Azkapur noch die lauten Schritte Roktasch auf der Treppe vernommen konnte, kehrt nun Ruhe wieder ein und der Bürgermeister schaut gedankenversunken aus seinem Fenster im Wissen über die kommenden Strapazen der nächsten Tage.


 

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Es war ein Tag wie jeder andere - Die Bauern waren gerade dabei, die Tiere zu füttern und der Bergmann, die Minen zu erforschen. Man würde vermuten, dass nichts spannendes geschehen sollte. Fast würde man sich wünschen, dass etwas passieren soll, was ihrem Alltag Schwung verliehe. Es wird jedoch in wenigen Augenblicken dazu kommen, dass die Bewohner Wolftals diesen Wunsch bereuen würden. Der Blick des Dorfvorstehers Ilion schweifte zu den Vögeln ab, die in einem Mal von den Bäumen flüchteten. Es war ein seltsamer Anblick für die Bewohner Wolfstals. Schon ab diesem Zeitpunkt bekamen einige Bewohner ein mulmiges Gefühl.  Aufgrund der ersten kleinen Beben die einige Vasen zerstört haben, wurden die meisten Bewohner des Dorfes in Panik versetzt und flüchteten in ihre Häuser. Es dauerte nicht lange, ehe das Beben stärker wurde und der Dorfvorsteher dafür sorgte, dass alle sich in ihre Häuser retten sollten. Nur dem Bergmann und spielenden Kinder am Meer konnte er nicht rechtzeitig erreichen.  Nun, als fast alle in ihren Häusern waren, kam das große Unheil über Wolfstal: Eine große Welle überflutete Wolfstal. Das Wasser floss in die Minen, riss die spielenden Kinder  und  die Tiere mit sich und zerstörte das Feld. Selbst wenn Wolfstal dieses Unheil überstehen sollte, dann würden sie vermutlich starke Schäden davontragen … schreiende Kinder, weinende Mütter. Eltern die nicht wussten, was zu tun war … Auch der Dorfvorsteher wusste nicht, was sie nun tun sollten. Es verging ein wenig Zeit und das Wasser floss zurück … Langsam, unsicher und verängstigt verließen die Bewohner ihre Häuser … Die Kinder, die am Meer spielten, waren nicht mehr aufzufinden. Auch der Bergmann verweilte nicht mehr unter den Bürgern. Die Tiere waren nahezu alle verstorben. Wege und Felder wurden bis auf das Äußerste zerstört. Wolfstal war abgeschottet und würde erst jetzt die Möglichkeit haben, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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An meinen Bruder, Gernot Tannhaus.
Ich weiß um die Wichtigkeit deiner Arbeit Bruder, doch die Umstände erfordern deine Rückkehr in deine Heimat. Wie du in deiner Position schon sicher gehört hast, wurde der Osten Lyrias von Flutwellen und Erdbeben heimgesucht. Auch Tannhaus wurde von besagter Welle getroffen. Sie traf uns vollkommen unvorbereitet zur Mittagsstunde und brachte Tod und Zerstörung. Die Häuser am Ufer wurden vollkommen zertrümmert und ins Meer gezogen, sammt der Bewohner. Der Steg und die Fischerboote sind der Flut ebenfalls zum Opfer gefallen. Zudem befürchtet Hauptmann Olgrimm das durch die Verletzten und das Chaos die Kreaturen des Waldes nach Tannhaus hingezogen werden könnten. Auch wenn wir die Goblins bisher abgewehrt bekommen haben, so sind Trolle ein komplett anderes Blatt.
Diesem Brief liegen einige Dukaten bei, die für eine Überfahrt und die Reise ausreichen sollten.

Wir erwarten deine baldige Rückkehr.

Wenzel von Tannhaus.

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