Kraut

CB von Nox "Schlitzohr" Teleri

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Posted (edited)

Name: Nox Teleri

 

Alias: „Schlitzohr“


Geschlecht: Männlich


Volk: Hochalven


Geburtsjahr: 12. Jahr der 4. Epoche (38 Jahre)


Größe: 1,95m


Haarfarbe: Silber


Augenfarbe: Olivgrün


Heimat: Wuchs auf in der Karawane seiner Familie, welche quer durch Mittellyria zieht


Wohnort: Atmora, eine Siedlung im Osten Lyrias


Stellung: Charmanter Scharlatan


Handwerk: Kunst der Unterhaltung


Eltern: Kiovar & Eilidiel Teleri


Geschwister: Zwei Brüder (Nándor & Niwe Teleri) eine Schwester (Nirveli Teleri)


Glaube: Poheran – Der Weisende


Das Aussehen:

 

 

Nox  trägt eine einfache, braune Tunika und einen langen Mantel aus tiefgrünem Stoff.

Um den Hals trägt er einen dunkelgrünen Schal und an beiden Händen braune Halbhandschuhe. Außerdem trägt er eine Hose aus feinen Leinen.

Kapuzen, Hüte oder Helme sieht man auf seinen Kopf eher selten.

Man erkennt also schon von weitem, dass es sich hierbei nicht um einen einfachen Handwerker oder gar einen Krieger handelt.

 

 

Nox  ist nicht viel größer als seine Artgenossen, auch wenn er etwas schmächtiger ist als die meisten anderen. Dennoch sind seine Bewegungen sehr rasch und elegant. Besonders seine flinken Finger verliert man leicht aus den Augen.

 

 

Das kurze, silberne Haar ist meistens ungekämmt und das linke Ohr weist eine auffällige Kerbe auf.

In dem schmalen, jugendlichen Gesicht sitzt neben zwei großen, grünen Augen oft ein selbstsicheres lächeln.

 

 


Der Charakter:

 

 

Nox ist ein perfektionistischer Künstler, der stets versucht sein Publikum mit neuen Ideen und Attraktionen zu beeindrucken. So hat er sich mit der Zeit eine Vielzahl von Talenten angeeignet, von Seiltanzen über Kartenlegen bis hin zu Schwertschlucken. Einige dieser Fähigkeiten beherrscht er besser als andere, trotzdem kann man ihn als eine Art Multitalent bezeichnen.

Das Theater ist hierbei seine größte Leidenschaft. Er hat eine große Vorliebe für das Drama und auch wenn sein Schauspieltalent zu wünschen übrig lässt, so hofft er eines Tages sich selbst in einem Theaterstück zu verewigen. Tatsächlich nutzt er den Großteil seiner Freizeit um sich mit den lyrianischen Theaterskripten und Libretti zu beschäftigen.

 

 

Für Nox muss alles genau nach Plan ablaufen, sollte eine seiner Vorführungen also mal nicht seiner Vision entsprechen, so ist er selbst noch Wochen später sehr verstimmt.

Normalerweise zeigt er sich als selbstsicher mit einem dicken Fell und einem freundlichen Lächeln, doch wird er in Wirklichkeit schnell beleidigt und gilt obendrein als äußerst nachtragend.

Trotzdem greift Nox nur selten zu Gewalt und zieht es vor die Drecksarbeit von anderen erledigen zu lassen.

 

 

Als Krieger taugt dieser Alve überhaupt nichts. Zwar besitzt er Arme, kräftig genug um ein Schwert zu heben oder einen Bogen zu spannen, doch wurde er nie in einer der Kampfkünste ausgebildet. Auch würde er nie selber in den Kampf ziehen, es sei denn, seine Schwester ist in Gefahr.

Im Angesicht einer echten Bedrohung wird er zum Feigling, der lieber ein sicheres Versteck sucht, anstatt zu kämpfen.
 

Er gilt als außerdem als recht redegewandt und beinahe etwas hinterlistig. Schon öfters hat er seine Überzeugungskraft genutzt um Verwirrung zu stiften oder „weniger ehrliche Geschäfte“ zu betreiben, was ihm zusammen mit der auffälligen Kerbe im Ohr den Spitznamen „Schlitzohr“ einhandelte.


Persönliche Rituale und Traditionen sind ihm sehr wichtig, so betet Nox unter anderen jeden Morgen zu Poheran, auf das er ihn durchs Ungewisse geleiten und ihn schützen möge. So war es Sitte in seiner Familie gewesen und der Alve fühlt sich einfach ein bisschen sicherer.


Die Geschichte:

 

 

Die Teleri Familie ist eine alte Familie von Gauklern und Künstlern. Mit ihren bunt bemalten Wagen reisen sie durchs Land und bringen Freude zu Jung und Alt. Schon seit Generationen üben sie sich in der Kunst der Unterhaltung und als im 12. Jahr der 4. Epoche Nox Teleri geboren wurde, war es nur eine Frage der Zeit bis er seinen Namen gerecht werden würde.

Nox ist der dritte Sohn Kiovars, ein geschickter Kartenleger der für seine unheimlich treffenden Vorhersagen berüchtigt ist. Er lehrte Nox schon früh seinem Handwerk in der Hoffnung, dass sein Sohn in die Fußstapfen seines alten Herrn treten würde
Kiovars Frau Eilidiel ist eine Schlangenfrau mit atemberaubender Gelenkigkeit. Sie galt als äußerst fürsorglich und selbst jetzt ist sie immer noch eine Heilige in Nox’ Augen.

Nox hat auch zwei Brüder, die Zwillinge Nándor & Niwe, zwei Akrobaten die man auch „fliegende Alven“ nennt aufgrund ihrer beeindruckenden Hochseilakte. Sie sind ein paar Jahre älter als Nox und abgesehen von dem üblichen Necken und Zanken unter Geschwistern könnten sie sich nicht besser verstehen. Da die Teleri-Familie immer weiter zog, war es schwer für Nox Freundschaften zu schmieden, doch Nándor & Niwe waren stets für ihn da.
Nun habe ich schon seine Eltern und seine Brüder erwähnt und es gibt noch viele Mitglieder der Teleri-Familie, die ich aus Zeitgründen unerwähnt lassen muss, doch will ich noch auf Nox‘ Schwester zu sprechen kommen, bevor ich euch mehr von „Schlitzohr“ erzähle.

Nirveli Teleri ist ihr Name. Sie ist um einige Jahre jünger als Nox und als großer Bruder hat er sich schon früh verpflichtet gefühlt sie zu beschützen. Auch wenn Nox jetzt nicht mehr so viel Kontakt zu seiner Familie pflegt, so betet er doch regelmäßig zu Poheran für Schutz für seine Schwester.

Der schmächtige Alvenjunge mit dem silbernen Haar und einer ungewöhnlichen Vorliebe für die Farbe Grün würde schon bald zu einem gesunden, jungen Mann heranwachsen. Mittlerweile hatte er sich so einige Talente angeeignet, doch wollte ihn keins so richtig gefallen. Weder Seiltanzen noch Schwertschlucken schien ihm „Richtig“. Jeder in der Familie war wie geschaffen für seine oder ihre Rolle, doch kam sich Nox fehl am Platz vor.

Eines Tages schlug die Teleri-Familie ihr Lager in einer größeren Stadt auf. Während die anderen ihre Schauakte übten und den Festplatz schmückten, um dort ihr Publikum zu empfangen, erkundete Nox die Stadt auf eigene Faust. Immer seiner Nase nach fand er schließlich das Stadttheater. Heimlich schlich er sich in die laufende Vorstellung und mit Kindes-gleicher Begeisterung beobachtete er das Schauspiel auf der Bühne. Das Drama, der Konflikt, die Komödie, die Jungfrau in Nöten und der Held in schimmernder Rüstung. Nox hatte endlich etwas gefunden, was seiner Vorstellung von Unterhaltung entsprach. Er beschloss hier und jetzt selber ein großer Schauspieler zu werden, so wie die Männer in den bunten Kostümen unten auf der Bühne.
Noch am selben Abend erzählte er seinen Vater davon, doch dieser war nicht ganz so begeistert von der Idee wie sein Sohn.
Es gab keine Schauspieler in der Familie der Teleri. Das Publikum, auf das sich die Familie ausgerichtet hatte, wollte einfache Unterhaltung, wie zum Beispiel zwei Alven die sich gegenseitig durch die Luft schleuderten.
Nox würde fortgehen müssen, als einer der ersten Teleri seit langem. Das konnte Kiovar nicht zulassen. Er befahl seinen Sohn sich die Idee aus dem Kopf zu schlagen und stattdessen seinen Vater stolz zu machen, indem er seine Wahrsager Fähigkeiten verbesserte.

Doch Nox war stur und leichtsinnig zu der Zeit und er lief von Zuhause fort. Bevor er abreiste jedoch, verabschiedete er sich von seiner geliebten Schwester. Sie würde jetzt ohne seinen Schutz auskommen müssen, doch versprach er jeden Tag für sie zu beten.


Schon bald musste der Alve feststellen, dass es keineswegs einfach ist sich in der großen weiten Welt zu behaupten. Seine Gauklerkunststücke brachten ihn zwar gerade genug Geld ein, dass er nicht verhungerte, doch um eine Schauspielschule zu besuchen würde er mehr Geld benötigen.

Also ging er in die Lehre bei einem Handelsmann. Dieser zögerte zunächst einen ungebildeten Hochalven aufzunehmen, aber da grade Hochsaison war und Hilfe karg stellte er ihn ein. Sein neuer Meister lehrte Nox sogar
rudimentäres Lesen und Schreiben, wenn auch nur mit großer Mühe. Der Teleri-Junge machte sich alle Mühe seinen neuen Beruf zu behalten, damit er genug Geld zusammen kriegen konnte, um eine Schauspielschule zu besuchen. Es stellte sich heraus, dass er, als Hochalve doch einen gewissen Charme spielen lassen konnte, etwas was ihm mit der Zeit immer leichter viel.
Sein Chef bemerkte das Talent des Alven und ging sogar soweit, dass er ihn einen Ohrring gab, wie ihn viele Händler in der Region trugen.

Nox war aber nicht der ehrliche Händler, für den ihn sein Chef hielt. Oft nutzte er seine Überzeugungskraft und seine Redegewandtheit um den Kunden einen Bären aufzubinden. Zunächst glaubte Nox dass das eine gute Strategie sei, doch schon bald kehrten die Kunden verärgert zu ihm zurück. So begann er damit den Kunden ihr Geld zurückzugeben, welches er jedoch zur selben Zeit anderen Leuten abknöpfte. Auch dieser Plan deckte ihn nicht für lange.
Als Nox schließlich eines Abends, von seinen Kunden verprügelt in die Stube seines Chefs stürzte und ihm seine Arbeitsweise beichtete, so riss dieser ihm den Ohrring aus dem Ohr und jagte den Alven hinaus.

Mehr verärgert als schämend zog Nox wieder los. Er hatte noch lange nicht genug Geld zusammen und mit der großen Kerbe, die nun sein linkes Ohr zeichnete, würde er in dieser Gegend keine Arbeit bekommen.
So zog er erneut los.
Mit dem Wagen seines nun ehemaligen Herren.

Nox begann seine als Händler gesammelte Erfahrung zu nutzen, um den bäuerlichen Volk auf dem Lande allen möglichen Kram anzudrehen, den er entweder am Wegesrand fand oder durch Tauschhandel erwarb. Ständig verfolgt von seinem Ruf als Scharlatan blieb letztendlich der Spitzname „Schlitzohr“ hängen.

Zwar war Nox ein stolzer Kerl, der niemals zugegeben hätte, dass seine kühnen Pläne als Schauspieler herauszukommen gescheitert sind, doch mied er seine Familie. Er würde es nicht wagen seinen Vater in die Augen zu sehen ehe er ein erfolgreicher Künstler geworden ist.

Wenn seine Reisen mal in größere Städte führten, so nutzte er die Gelegenheit in der örtlichen Bibliothek mehr über das lyrianische Theater zu lernen.
Auch seine Gaukler Fähigkeiten übte er noch ab und zu um ein paar extra Dukaten zu verdienen.

Wenn man wie Nox ein Leben als Betrüger lebt, so muss man damit rechnen, dass all die Lügen und leeren Versprechungen einen eines Tages einholen.
Und so saß Nox an einen Herbstmorgen an seinem Lagerfeuer, als sich eine Bande von zwielichtigen Gestalten nährte.

„Schlitzohr!“, rief der Kerl mit den breitesten Schultern und den miesesten Grinsen.

„Du hast einen Fehler gemacht hier wieder vorbeizukommen, du dreckiges Spitzohr.“

Der schlaksige Bursche neben ihm zückte ein Messer.

Sichtlich nervös stand Nox auf, panisch suchten seine Augen nach einem möglichen Fluchtweg, doch schien er umzingelt.
„K-kann ich euch helfen, werter Reisender? Ich habe alles von Zaubertränken bis zu wunderbar gearbeiteten Waffen!“

„Dein letzter Kunde war nicht sonderlich zufrieden mit dem Messer, dass du im verkauft hast, Schlitzohr. Du hast behauptet, es sei unkaputtbar, doch zerbrach die Klinge, sobald er es aus dem Heft zog. Jetzt sind wir hier um dir zu zeigen, wie ein gutes Messer funktionieren sollte.“

Die Söldner lachten spöttisch, als das Lagerfeuer plötzlich in die Höhe schoss und begann über die Wiese zu kriechen.

„He, was geht hier vor?!“

Das Feuer wuchs und wuchs, Nox glaubte seinen Augen kaum, als das Feuer eine beinahe dämonische Gestalt annahm. Von Furcht gepackt nahmen die Schurken ihre Beine in die Hand und suchten das Weite.

Erleichtert und verwirrt beobachtete Nox wie das Feuer wieder auf seine natürliche Größe zurückschrumpfte, als er hinter sich eine Stimme vernahm.

„Schlitzohr nennt man euch also?“

Erschrocken drehte sich Nox um und fand sich Angesicht zu Angesicht mit einem Fahlländer in schwarzen, rot-akzentuierten Gewändern feiner Machart.
Sich fassend machte Nox eine leichte Verbeugung.

N-Nox Teleri, zu euren Diensten. Bin ich richtig in der Annahme das ihr verantwortlich für dieses Schauspiel wart?“

Der Kinn-bärtige Mann lachte kurz und nickte.

„In der Tat, Illusionen wie diese sind mein Handwerk.“, er erwidert die Verbeugung.

Varis van Valdren.“

„Ihr habt mir mein Leben gerettet, was ist euer Preis? Ich habe Dukaten, wenn auch nicht viele. Ich-, der Fahlländer unterbrach ihn.

„Ich sehe für jeden Menschen ein Schicksal, Herr Teleri, und ich helfe jenen die vom Pfad ihres Schicksals abkommen. Nun erwarte ich keineswegs Geld von euch, nein, ich will eure Dienste beanspruchen, welche ihr mir soeben versprochen habt.
Es ist sowohl euer Schicksal, als auch meins. Ihr helft mir und ich helfe euch, eine Hand wäscht die andere, so wird mit der Zeit ein angemessener Preis gezahlt.“


Varis streckte seine Hand aus, bereit um den Vertrag zu besiegeln.
Nox zögerte für einen Moment.

„Auf mein Angebot zu verzichten, wäre ein großer Fehler. Ich biete nicht nur eine Unterkunft, sondern Erfolg und Ein Publikum. Nox, komme nicht vom Pfad deines Schicksals ab.“

Einen kurzen Moment überlegte Nox noch, doch dann nahm er das Angebot an.


Was danach geschah weiß niemand wirklich. Zeugen berichten davon wie er ein in Nebelflut ein Boot bestieg, zusammen mit einem Schwarz-Rot gekleideten Fahlländer. Angeblich fuhren sie in die Richtung der undruchdringlichen Sümpfe des Ostens, wer weiß mit welchen Ziel.

Edited by Kraut

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Erstabnahme:

        Angenommen

Edited by Scriptorium

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