Marius_Waldenhof

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    Marius_Waldenhof

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  1. Die Hetzjagd Es war ein sonniger Markttag in Khorinis. Durch die Instandsetzungsarbeiten, herrscht ein regelrechtes Durcheinander und Gedränge in der Stadt. Ein kleines Mädchen, Gritta ihr Name, schaffte es, vom Armenviertel außerhalb der Mauer, sich in der Masse an den Wachen hinein zu stehlen. Der Hauptgasse nach! Meinte Mutter. ,ging ihr durch den Kopf, als sie versuchte sich zu orientieren. Gritta sah die Kuppel des Tempels und folgte nun weiter den Angaben und Orientierungspunkten, welche ihre Mutter ihr gab. Nach einiger Zeit und vielen Umwegen im dichten Gedränge erreichte sie ihr Ziel. Ein Duft von Kräutern und ekelhaften Elixieren durchzog ihre Nase. Sie stellt sich an den Tresen. Sie kam mit ihren Händen gerade bis zur Kante. Und rief: “Ich brauche Medizin für meine Mutter!” Ein alter Mann in einer grünen mit Gold verzierten Robe beugte sich über die Kante. “Oh! Kleines, ich habe dich gar nicht bemerkt! Wonach verlangt es denn deiner Mutter?” “Sie ist ganz warm und hustet nur noch!”, erwiderte Gritta mit zitternder Stimme. Man konnte ihre Angst deutlich hören. “Nun, so wollen wir keine Zeit verstreichen lassen!” antwortete der Greis mit aufmunternder Stimme. Es dauerte nicht lange, und er reichte der kleinen eine merkwürdige Paste. “Drei Löffel am Tage! Nicht mehr und keinen weniger.” Noch nicht ganz fertig gesprochen rannte Gritta mit dem Töpfchen fest an ihre Brust geklammert aus der Apotheke. Der Greis eilte hinaus und rief; “Haltet sie, Dieb! Wache! Haltet das Mädchen mit den roten Haaren!” Gritta indes blickte zum Himmel um wieder ihre Orientierung zu finden. Mit dem Töpfchen rannte das Mädchen durch das dichte Gedränge. Die Wachen stießen ihrerseits den Pöble zur Seite, als wären sie nicht da. “Da! bei der Schneiderei!” rief einer. Grittas Herz raste förmlich. Die Tränen standen ihr in den Augen. Ich muss zu Mutter! Gritta rannte, als gäbe es kein Morgen. Sie wich so gut sie konnte allem aus was im Weg war. Drängte sich zwischen Beinen hindurch, wich Marktkarren aus und rannte unter Kühen hindurch. “Schnappt sie!” hörte sie im ganzen Durcheinander. Eine der Wachen stand plötzlich vor ihr. “Ich hab sie!”, rief er und griff nach ihr. Doch schon war Gritta zwischen seinen Beinen Hindurch. Ein kleiner Knabe, ein Spielkamerad, sah das Ganze und band sich ein rotes Tuch, welches er gerade aus einer Kiste entwendete um den Kopf. Sein Plan schien aufzugehen. Die Wachen verfolgten nun auch Ihn. “Los! Da rennt sie!”, schallte es neben Ihr “Nein, hier!”, rief ein Anderer. Hinter Ihr schepperte die Rüstung einer Wache, welche beim Versuch Gritta zu greifen auf den Boden stürzte. Als Gritta dann beim Torhaus ankam, hörte sie im Hintergrund; “Da beim Tor!” Und schon Standen die Wachen bereit, um die kleine falls sie denn käme, zu ergreifen. Die Massen stauten sich. Plötzlich erschallte es vom nahe gelegenen Brunnen “Ich hab sie!" Ein Moment der Unachtsamkeit und die Gelegenheit für Gritta. "Moment!..Das ist sie nicht!”, fügte die Wache entsetzt an! Und schon war Gritta draußen. Eine der Wachen erblickte Gritta, wie sie das Tor passierte. Er jedoch rief; “Sie muss hier irgendwo sein!” Gritta rannte geradewegs zu Ihrer Mutter, welche in einer Hütte, am Boden auf einem Tuch lag. “Hier Mutter, Medizin!” keuchte Gritta mit tränenden Augen erleichtert.
  2. Der rote Strom Es war ein regnerischer Morgen, als ein kleiner Karren, und etwa acht, in Kutten und Lumpen gehüllte Personen, sich von Norden her Richtung Goldmark begaben. “Nur noch über den Fluss meine Brüder!”, informierte der Karrenführer den kleinen Tross. Als sie dem Weg folgend auf die Überquerung trafen, hielt die Gruppe an. “Ich dachte es sei nur eine Brücke?!” meinte eine der Verhüllten. “Das dachte ich auch!”, erwiderte der Karrenführer entsetzt. Sie blickten auf ein moderat ausgebautes Brückentorhaus. “Brüder, Schwestern, fasst Mut. Wir sind immerhin ein angemessener Haufen, wir kommen da ohne Probleme durch.” versuchte er weiter die Gruppe anzufachen. “Seht! das Tor ist sogar offen!”, beschwichtigte er seinen Tross. Sie sahen das halb offen stehende Tor und lediglich zwei Wachsoldaten. Beim Tor angekommen wurde die Gruppe angewiesen anzuhalten. “Die Grenzen zur Goldmark sind auf Geheiß des Ordens geschlossen! Was ist Euer Begehr?” erkundigte sich die Wache, während sie den Tross musterte. “Wir sind einfache Händler aus dem Norden.”, wurde erwidert. “Wohlan. Zeigt mir Eure Papiere und die Waren!”, befahl die Wache während sich die Zweite neben den Karren und in die Gruppe stellte. Der Tross wurde sichtlich nervöser. Einige griffen langsam unter die Karrendecke oder unter die Kutte. Währenddessen winkte der Wachsoldat den am Brückenkopf kampierenden Rittern unauffällig zu. Der Karrenführer zitterte mit der Stimme; “Papiere? nun äh, Papiere..” Dabei griff er sich unter die Kutte und zog einen Dolch hervor. Der Tross tat es ihm gleich und alle griffen nach ihren Waffen. “Hier hast du deine Papiere!”, rief er und der Tross überwältigte die überraschten Wachen. Einer der Ritter sah gerade wie einer der Banditen auf einer Wache kauerte und den Dolch aus dessen Hals zog. Es dauerte keine Sekunde, als schon der erste Kopf rollte. Die Banditen waren keine Herausforderung für die schwer gepanzerten Ritterbrüder. Die, die noch rechtzeitig die Flucht ergriffen wurden kurzerhand von Pfeilen durchbohrt. Keiner der Banditen schaffte es von der Brücke runter. Einer der Ritterbrüder rief einen Knappen herbei. “Informiere den Großkomtur!” befahl er und der Knappe eilte fort. “Nun, wir brauchen zwei neue Wachen.”, meinte der Ritter, während er seine Klinge reinigte und zurück zum Tor schritt. “Bauern taugen nichts als Wachen! Das sind jetzt diese Woche schon drei tote Bauern und ..ach was weiß ich wie viele Banditen.”, beschwerte er sich weiter. Dabei winkte er mit der Hand und zwei Knappen eilten herbei und begannen die Brücke zu räumen. Das Blut lief durch den Regen wie ein Strom von der Brücke hinunter in den Fluss, während die Knappen Leichen, Extremitäten und alle Waren einfach in den Fluss warfen.
  3. Rechtens Hauptmann - Verurteilt und gerichtet - Kapitel 2/2 Wir schreiben das Jahr 45 der IV. Epoche “Großmeister! Eine Nachricht vom Ordensviertel der Stadt hat uns ereilt!”, ruft der Bote Artorias Blackfallen, welcher gerade im Falkenturm der Burg Trelis die eingehenden Nachrichten entgegen nahm und nun im Eingang zum Burgfried steht. Er vernimmt ein schweres Rüstungsklappern welches aus dem Gang in seine Richtung kommt. Ein schwer gerüsteter Ordensritter mit einer rötlichen Gesichtsmaske tritt vor ihn und spricht mit ruhiger Stimme: “Der Großmeister ist nicht zugegen.”, und entnimmt im selben Atemzug dem Boten den Brief. Dieser wiederum kniet respektvoll nieder “Großkomtur von Waldenhof, der Brief stammt aus Khorinis.”, meint der Bote beiläufig. “Hab Dank Artorias, du kannst verfügen.”, bedankt sich Marius und winkt ihn fort. Normalen Schrittes, während er den Brief liest, begibt sich Marius ins Arbeitszimmer des Großmeisters. “Großmeister, Khorinis...wir müssen einschreiten!” und wirft den Brief auf den Tisch. Rhobar überfliegt diesen und stellt fest: “Ah… so schlimm ist die Lage…” “Ich dachte mir bereits, dass die Aufnahme der Arthosten, die Unruhen in der Stadt noch weiter anfachen könnten.”,behauptet der Großkomtur. “Marius, ich vertraue dir diese Angelegenheit an. Für Arthos! Möge er dein Schwert leiten!”, befiehlt Rhobar. “Sehrwohl Großmeister!”, bestätigt Marius während er sich vor Rhobar verbeugt. Eilig wendet Marius sich ab und sucht die besten Kämpfer. Spät abends begeben sich acht schwer gepanzerte Ordensritter geführt von Marius zur Stadt. Diese durchreiten das Stadttor im Dunkeln. Eine Wache hält sie an und fragt: “Wer seyt Ihr?” “Marius von Waldenhof”, erwidert der Großkomtur. Ehrfürchtig tritt der Wachsoldat mit gesenktem Haupt zur Seite. “Tretet ein min Herr.”, meint er noch mit zitternder Stimme. Der kleine Trupp reitet geradewegs Richtung Stadtwache. Die diffuse Beleuchtung der wenigen Straßenlaternen macht den Auftritt des Gefolges noch einschüchternder. Einige Fenster werden verschlossen und in den Vorgärten der Tavernen wird es still, als die Ritter vorbei reiten. Bei der Stadtwache angekommen steigen alle ab. “Wartet!” ,befiehlt Marius mit einer kleinen, kaum merkbaren Handgeste. Er begibt sich ins gegenüberliegende Gasthaus “Zum betrunkenen Biber”. Drinnen angekommen herrscht heiteres Treiben. Die betrunkenen Gäste scheinen den Großkomtur nicht zu bemerken. “Aah, Yshran mein Freund” meint Marius als er sich zu einer in dunklen Roben gekleideten Person setzt. “Hast du alles vorbereitet?” erkundigt sich Marius. Die vermummte Person nickt. “Es ist wahrlich der Hauptmann, welcher die Fäden führt. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen”, flüstert Yshran, während er sich über den Tisch beugt. “Gut, dann beginnt es..”, meint Marius zufrieden und haut mit der Handfläche auf den Tisch. Die beiden erheben sich sogleich. Marius legt dem Wirt einen Lederbeutel auf die Theke und ruft: "Eine Runde für alle!" Der Saal bricht in Jubel und Gegröle aus. “Deroves, sorge dafür das niemand den Saal verlässt!”, befiehlt Marius dem Wirt. Einige Augenblicke später öffnet sich die Tür und der Großkomtur schreitet mit einer, anscheinend wie ein Priester aussehender, Person zum restlichen Gefolge. “Zwei kommen mit!” befiehlt Marius leise “Der Rest bleibt hier und hält uns den Rücken frei.” Wieder eine kleine Handgeste aber diesmal zu Yshran, die eindeutig signalisiert, dass er Ihm folgen soll. Die kleine Gruppe schreitet durch den Haupteingang der Stadtwache und kann ohne Widerworte der Wachen passieren. “Gute Arbeit!” meint Marius zu Yshran. Währenddessen hören die oben gesellig versammelten Stadtwachen, etwa sechs an der Zahl, und der Hauptmann ein langsames stampfen und klappern scheinbar schwer gerüsteten Personen. Das gesellige Treiben verstummte und alle blickten zur Eingangstür. Der Hauptmann begann zu brüllen: “Warum können Ordensritter einfach dieses Gebäude betreten, ohne aufgehalten zu werden!” Daraufhin öffnete sich die Eingangstür, und zwei Ritter betraten gefolgt von Marius und Yshran den Saal. Keiner der dortigen Männer wagte sich auch nur zu bewegen. Alle starrten Marius an, welcher einen Ritter zur Seite schob und Richtung Hauptmann marschierte. Gregor schrie mit Furcht erfüllter Stimme: “Tötet sie! Macht se nieder!” Zwei der Wachen, beides Wachtmeister, erhoben sich. Jedoch noch bevor sie sich von ihrem Platz entfernen konnten wurde einer von einem Feuerball verkohlt und der Andere durch eine Klinge an den Tisch genagelt. Der Hauptmann, der gerade zwei seiner treuen Recken sterben sah, fühlte wie es ihm den Atem nahm. Ebenso fühlte sich sein Hals plötzlich kalt an. Er griff danach und erkannte sein eigen Blut an den Händen. Während Marius seelenruhig sein Schwert an Gregors Robe reinigte und wieder in die Scheide zurück steckte. Der Hauptmann griff verzweifelt nach Marius Waffenrock, um sich zu halten. Dieser jedoch fragte kalt in die Runde: “Sind noch Fragen offen?” und stieß den ohnehin sterbenden Hauptmann von sich, auf den Boden. Marius wendete sich ab und ging Richtung Tür. Er blickt Richtung seiner Gefolgsleute “Ihr wisst was zu tun ist.” Die beiden Antworten ruhig: “jawohl Großkomtur” Marius verlässt den Saal und schließt die Tür hinter sich ab. Man hört bereits die ersten Schreie aus der Tür hallen. Langsamen Schrittes begibt sich Marius die Treppe hinunter in den Empfangsbereich. Eine der Wachen kriecht auf Knien flehend zu Marius, hält sich an seinem Mantel und bettelt: “Großkomtur lasst sie leben! Mein Bruder ist da oben!” Marius blickt dem jungen Wachsoldaten, wohl kaum fünfzehn Jahre alt, ins Gesicht und bemerkt mit ruhiger Stimme: “Das hättet ihr euch früher überlegen sollen Junge.” Den Satz noch nicht zu Ende gesprochen tritt er den Jüngling von sich weg. Wenige Augenblicke später erschallt ein fünfmaliges Klopfen von der obigen Tür. Marius drückt dem Jüngling den Schlüssel in seine Hand und befiehlt mit lauter Stimme: “Mach die Tür auf! Such deinen Bruder wenn du ihn noch erkennst.” Der Wachsoldat rennt schluchzend hinauf und öffnet die Tür. Er erblickt ein wahres Gemetzel zwischen Yshran und den Rittern, welche blutverschmiert sind an der Tür stehen. Sie stoßen den Jüngling zur Seite und begeben sich zu Marius in den Empfangsbereich. Marius befiehlt den verbleibenden Unteroffizieren, sie sollen alle verfügbaren Wachen herbringen. Als nach einigen Minuten die Meisten Wachen versammelt sind, beginnt Marius: “Die Inquisition der schwarzen Rose hat euren Hauptmann und dessen Gefolge als Ketzer und Verräter eingestuft, und diese auch ihrer gerechten Strafe zugeführt.” Während der Ansage hört man den Jüngling mit Leib und Seele schluchzen. “Er hat ihn wohl gefunden.” bemerkt Marius kaum hörbar. “Wie dem auch sei. Frank Bayard wird von nun an der Hauptmann der Stadtwache sein. Ich fordere blinden Gehorsam, oder das Spektakel von heute Abend wird sich wiederholen. Habt ihr das alle verstanden?” Ein zögerliches und misstrauisches “Jawohl” ging durch die Menge. Frank wiederholte mit erzürnter Stimme: “Habt ihr das verstanden?” “Jawohl, Hauptmann!” schrie es zurück, jedoch konnte man den Missmut immer noch heraushören. “Hauptmann Bayard, Ich überlasse dir die Sicherheit der Stadt. Möge Arthos dich leiten!”, meint Marius. Er und Yshran verlassen das Gebäude. Draußen angekommen verlässt nun auch Yshran das Gefolge in die Dunkelheit. “Brüder, zwei tapfere Recken sollen Bayard für die nächsten Tage unterstützen.” erkundigt sich Marius. Sogleich marschieren zwei Ritterbrüder Richtung Stadtwache und in den Vorhof. “Das Werk ist vollbracht. Lasst uns heimkehren solange es noch dunkel ist.” befiehlt der Großkomtur den noch verbleibenden Ritterbrüdern.
  4. Rechtens Hauptmann - Vom Weg abgekommen - Kapitel 1/2 Wir schreiben das Jahr 44 der IV. Epoche ___ In der Handelsstadt Khorinis lebt Gregor Weyber, Hauptmann der Stadtwache. Von Statur kräftig gebaut, und trotzdem einen kleinen Bierbauch angetrunken, brüstet sich Gregor als stärkster und schönster Mann in Khorinis. Seine Eitelkeit wird wohl nur durch seine Arroganz und Selbstüberschätzung übertroffen. Sein Auftreten ist stets gepflegt und aufgeblasen mit seinen treuen Leibeswachen. An welchem Ort er auch auftritt, so wird er begleitet von seinen treuen Wachtmeistern, welche ihn aufs Höchste verehren. Gregor ist nun seit vier Jahren Anführer der städtischen Miliz, und langsam steigt ihm seine Stellung zu Kopf. “Als mächtigste Person der Stadt, so solle man mich sehen!”, meint Gregor heroisch zu seinen treuen Anhängern. “Als mächtigste Person der Stadt vermag nur der Vogt sich zu bezeichnen”, meint ein Wachtmeister mit verschüchterter Stimme. “Es sei, lasset uns eben den Vogt einschüchtern. Wen sollte er denn Anklagen? Unsereins ist das Gesetz!”, erwidert Gregor mit lauter und bestimmter Stimme. “Herrschen wir den Vogt, so gehöret uns die Stadt”, bemerkt er noch beiläufig und aus dem Bauch heraus lachend. Jubelnd und auf den Beschluss anstoßend setzen die Stadtwachen ihr Saufgelage fort. Am nächsten Morgen begeben sich Gregor, seine beiden selbsternannten Leibeswachen und zwei weitere Offiziere zum Rathaus. Dort angekommen besetzen sie kurzerhand das Gebäude. Mit seinem gezogenen Schwert marschiert der Hauptmann voller Überzeugung ins Zimmer der Vogtes und bedroht diesen aufs Schärfste. “Deine Lebzeit für meine Macht!”, droht Gregor dem Vogt, während das Schwert des Vogtes Kehle berührt. Gelassen ruft der Vogt nach seinen Wachen, jedoch erscheint niemand. “Deine zum Schutze abgestellten gehörn mir. Ich bin Hauptmann! Ich bin das Gesetz! Und du fortan mein Eigen.” Verstört blickt der Vogt in Gregors Augen, dieser droht: “Erwäge es nicht die Stadt zu verlassen oder den Orden zur Hilf’ zu bitten. Mein’ Leute werden stets auf dich Acht gebn’.”, daraufhin steckt Gregor sein Schwert zurück in die Scheide und verlässt den Raum. Kurz darauf betritt ein Offizier der Stadtwache den Raum. Dieser durchsucht sämtlichen noch offenen Briefverkehr und wird diesen von nun an kontrollieren. Angefangen mit dem Vogt beherrscht Gregor nach einem halben Jahr die ganze Stadt Khorinis. Nach außen hin und für den Orden nicht sichtbar versucht er die gewöhnlichen Stadtwachen und Bürger unter sich zu vereinen. Jedoch gelingt dies nur sehr schleppend. Die meisten Bürger und somit auch die milizionäre Stadtwache von Khorinis sind strenge Arthosgläubige, welche den harschen Umgang der Offiziere mit den Bürgern nicht als rechtens betrachten. An einem verregneten Markttag sitzt Gregor wie gewöhnlich in seinem Arbeitszimmer in der Stadtwache und gönnt sich eine Flasche Wein. Angetrunken blickt er zum Fenster hinaus und ihm fährt die Wollust durch den Körper. ”Ein Weib, ich brauche ein Weib”, denkt er sich und macht sich hastig bereit um in der Stadt ein geeignetes Opfer zu finden. Im Aufenthaltsraum der Offiziere angekommen fordert er zwei bereits im Bier versunkene Wachtmeister auf: “Lasset uns ein paar Weiber holen.” Die beiden erheben sich torkelnd vom Tisch und grölen: “Jawooohl.” Vom Regen wenig gestört, begeben sich die drei zum naheliegenden Markt am Nordtor der Stadt. Es ist ein Bauernmarkt der umliegenden Gehöfte. Aufgrund des Regens ist nicht viel los auf den nassen Straßen. Dies kommt den versoffenen Wachen recht. Eine alte Bäuerin, welche gerade mit Ihrer Tochter den Marktstand abbauen möchte, erblickt die drei Gesellen, welche schnurstracks auf sie zu marschieren. Hastig greift sie nach ihrer Tochter und fleht sie mit hastigen Blicken Richtung Wachen an: “Verstecke dich Liebes! Rasch!” Und stößt Sie von sich, in Richtung eines anderen Standes. Bei der Bäuerin angekommen fragt Gregor dreist und unhöflich wie immer: “Wo magst du dein entzückendes Töchterlein zu verbergen, altes Weib. Wir habens schon erblicket.” Die alte Frau erwidert angewidert: “Ah! der versoffene Sauhaufen von Nichtsnutzen wolle wieder Unruhe stiften. Mein’ Tochter verweilet auf dem Hof.”, während Sie gerade ein Seil des Standes löst. Da greift Gregor sie mit seinen durchnässten Lederhandschuhen beim Hals und würgt bis ein Krächzen aus ihr fährt. Im selben Moment hört man beim Händler nebenan, welcher gerade möglichst ehrgeizig mit einem Laienbruder des Ritterordens der schwarzen Rose marktet, ein weibliches “Oh nein!”. Die beiden Wachtmeister begeben sich zum Stand nebenan und finden die junge Magd versteckt unter dem Tisch, hinter einem Leinentuch.“Lasst mich in Ruh’!”, schreit die von Angst erfüllte Magd, welche unter dem Tisch hervor gezerrt wird. Die Alte blickt Gregor verzweifelt in seine Augen. Dieser blickt selbstzufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück. “Was habe mein’ Tochter getan, dass man sie mitnehmen müsse?”, fragt die Alte krächzend. Zappelnd und um Hilfe schreiend schleifen die beiden Wachtmeister die Magd zu Gregor. “Hier mein Hauptmann.”, und werfen sie zu Boden in den Dreck. “Das Gör habet’ mich nicht rechtens gegrüsset. Es solle bestraft werden.”, schnauzt er zur Alten. “Komm, ich werd’ dir Gehorsam beibringen!”, meint Gregor selbstzufrieden und packt die Magd am Schopf und schleift sie Richtung Stadtwache. “So tuet doch etwas!”, schreit die Alte und blickt in alle Gesichter auf dem Markt. Die Wachtmeister blicken zu den beiden Milizsoldaten, welche durch die Schreie zum Platz geeilt sind und rufen: “Anhier gibet’ es nichts zu erblicken. Alles ist rechtens!” Mit einer Handgeste verweisen sie die Beiden. Ein weiterer Milizionär, welcher am Torhaus steht, wagt es nicht auch nur einen Ton von sich zu geben. Der Laienbruder, wohl als einziger eilt zur alten Dame, welche zusammengebrochen ist und ruft den sich abgewandten Milizlern: “Das ist nicht Recht! Dafür möge Arthos euch richten!” Die Beiden von sich überzeugten Wachtmeister bekunden mit lediglichem Handheben ihr Desinteresse und gehen zur Stadtwache. Großmeister Rhobar von Ardea sitzt gerade in seinem Arbeitszimmer in der Ordensburg, vertieft in den Verwaltungsdokumenten der Burg. ...gezeichnet..Großmeister Rhobar von Ardea. Erfreut faltet er den Brief, stößt ihn in dem Umschlag und versiegelt diesen. Seine linke Hand greift den nächsten ungeöffneten Brief und die Rechte legt den Abgeschlossenen auf einen Stapel. “Ungehorsam in der Stadt Khorinis” Fast schon energisch öffnet Rhobar den Umschlag mit einem kleinen Messer, faltet hastig den Brief auf: “...Hauptmann Gregor Weyber ist…zudem ungehobelt...besoffene Offiziere...vermute Aufwiegelung der Stadt gegen den Orden...Verschleppung einer Magd...würgen einer hilflosen alten Dame...Gezeichnet Dorian Wagner, Laienbruder.” Fast schon fassungslos fällt Rhobar in seinen Stuhl zurück, den Brief noch in seiner rechten Hand haltend. Nach einigen Augenblicken erhebt er sich und eilt aus seinem Zimmer in den nahegelegenen Kapitelsaal, wo sich gerade einige Ritterbrüder am Tisch unterhalten. “Ich benötige drei von euch!” Pflichtbewusst erheben sich drei der Brüder und folgen Rhobar in den Versammlungssaal. “Ihr seid auserwählt um in der Stadt Khorinis einigen Ungereimtheiten nachzugehen.”, befiehlt Rhobar den Rittern und platziert den erhaltenen Brief auf dem Tisch. ”Jawohl Großmeister”, erwidern die Drei und beginnen ihr Unterfangen vorzubereiten. Am darauffolgenden Tag begeben sich die Ritterbrüder in voller Rüstung in die Stadt Khorinis. Als sie auf das verschlossene Tor zureiten ruft schon eine Stadtwache: “Verzieht euch! Ihr seid hier nid’ erwünscht!” Verdutzt blicken sich die Ritter an. “Du irrst! Wir sind Ritterbrüder des Ordens. Wir wollen nach dem Rechten sehn’! Öffne unverzüglich die Pforte du Narr! Es sei denn, du mögest den morgigen Tag nicht erblicken.”, ruft einer der Ritter. Murrend, der offensichtlichen Übermacht des Ordens wissend, lässt er das Tor öffnen. Im Schritt durchreitet das Unterfangen die Stadttore. Beim Ordensviertel der Stadt angekommen, bemerken sie diverse Bekanntmachungen an den Holztoren festgenagelt. Rasend reißt einer der drei die Schriften ab und wendet sich der Gasse zu. Plötzlich schlägt ein Kieselstein am Helm eines Bruders ein. Der Getroffene fällt vom Schock direkt zu Boden. Hastig helfen die Andern’ dem Getroffenen auf die Beine. “Wer wagt es sich gegen den Orden zu erheben!”, brüllt einer der Brüder. “Das Volke zu Khorinis”, ruft es aus den Reihen der Bevölkerung hervor, welche sich um die Ritter versammelt. Da fliegt schon der nächste Stein in Richtung der Ritter. Da packt einer von ihnen seinen Schild vom Pferd und wehrt den Wurf erfolgreich ab. Eilig ziehen sich die Ritterbrüder in das hinter ihnen liegende Ordensviertel zurück, bevor der Mob noch weiteres Unheil über sie bringt. Hastig verbarrikadieren sie das Tor hinter sich. “Was ist denn bloß in die gefahren? Hat Arthos sie denn verlassen?”, fragt einer. Zeitgleich eilen zwei Sariantbrüder des Ordens, welche sich gerade im Viertel befanden, zu den Rittern und leisten tatkräftige Unterstützung bei der Verriegelung des Tores. Wüste Beleidigungen schallen durch die Bretterverkleidung, während der Mob versucht das Tor aufzubrechen. Als das Tor stand zu halten scheint, begibt sich einer der Ritter zum Falkenturm und entsendet einen hastig geschriebenen Brief: “Wurden angegriffen, Arthos hat sie verlassen, Viertel wird belagert, schickt Hilfe”...
  5. Name: Marius von Waldenhof Geschlecht: männlich Rasse: Mensch - Mittelländer Geburtsdatum: Im Jahr 19 der 4.Epoche – 31 Jahre alt. Haarfarbe: Braun Augenfarbe: Grün Größe: 1,82m Eltern: Tiberius von Waldenhof - verstorben Yennifer von Waldenhof - verstorben Geschwister: keine Stellung: Grosskomtur des Ritterordens der schwarzen Rose Inquisitor der schwarzen Rose Wohnort: Trelis Heimat: Trelis Glauben: Arthos Handwerk: Verwalter Charakter: Marius von Waldenhof ist ein sehr gläubiger Mensch. Als fanatischer Anhänger von Arthos dem Richter ist er überzeugt ein direktes Werkzeug zu dessen Gerechtigkeitsfindung zu sein. Zudem sieht er die «niederen Götter» als Häresie an, und beseitigt all jene, welche den «falschen Glauben» vermitteln oder sich gegen den Orden auflehnen. Durch seine Taten sieht er seine Seele als beschmutzt, und jeden Abend schließt er sich in der Kapelle ein, um sich selbst zu kasteien und sich rein zu waschen. Marius ist trotzdem eine sehr ehrbare Person. Seine Versprechen gelten als bindend und wurden von seiner Seite noch nie gebrochen. Dies erwartet er aber auch von seinem Gegenüber. Falls dies nicht der Fall sein sollte, pflegt Marius sein Schwert nicht nur aus Langeweile. Er versteht es die Situationen richtig einzuschätzen und pragmatische Lösungen zu bringen. Als Inquisitor von Rhobar von Ardea und gleichzeitigem Großkomtur des Ritterordens umgibt sich Marius mit vielen Menschen. Jedoch kennt lediglich der Innere Rat des Ordens sein wahres Gesicht. So ist Marius in der naheliegenden Stadt Khorinis auch unter dem Namen «der Schatten» bekannt, da er in der Öffentlichkeit stets gerüstet und maskiert unterwegs ist. Trotz seiner nach außen wirkenden Düsterkeit, erfreut sich Marius an guten Weinen und guter Musik. Um diesen Gelüsten zu frönen muss er sich jedoch nach Khorinis begeben, wo er meist gefürchtet, oder sogar geächtet wird. Nicht selten leeren sich Tavernen oder Plätze, wenn Marius in seiner Rüstung auftritt. So passiert es oft, dass Künstler eine ungewollte Privatvorstellung für Marius und seine Wachen abhalten. Aussehen: Marius ist mit seinen 1.82 Metern ein eher grosser Mensch. Seine Haare sind braun und sehr kurz geschnitten. Unter seinen eigentlich dichten, braunen Augenbrauen schillern seine grünen Augen. Wobei bei der rechten Braue auf Grund einer Narbe die Hälfte fehlt. Sein Bart wird täglich glattrasiert. Durch seinen Beruf und die täglichen Trainingsstunden hat Marius einen gut trainierten Körperbau. Sein Rücken ist von der Selbstkasteiung mit zahllosen Narben übersät. Auch an seiner linken Wade klafft eine grosse Narbe, welche Ihm von einem Häretiker bei einer Hausdurchsuchung zugefügt wurde. Wenn Marius dienstlich unterwegs ist trägt er stets seine Rüstung und die Maske. Dabei trägt er ein dünnes, schwarzes Wams, darüber ein Kettenhemd, welches sich bis zu den Oberschenkeln erstreckt. Als nächste Schicht eine dunkelbraune, knielange Robe mit Kapuze, welche über mit schwarzen Rosen bestickt ist. Über der Robe Trägt Marius vereinzelt leichte Plattenrüstungsteile, welche mit Goldornamenten verziert sind. Sein linker Arm wie auch die Hände sind komplett gerüstet. Das Rüstzeug wird mit schwarzen Lederbänden festgehalten. Die Beine sind ebenfalls mit leichter Plattenrüstung geschützt, darunter auch wieder ein schwarzes Wams. Sein linkes Wadenbein ist umschlungen von einer Kette mit lauter Metallspitzen. Er trägt einen schwarzen Gurt, welcher zweimal um die Hüfte reicht mit der goldenen Inschrift «Möge Arthos mir Kraft verleihen um in seinem Namen Gerechtigkeit zu bringen, die Sünder zu bestrafen und die verlorenen auf den rechten Weg zu bringen». An diesem Gurt ist auch seine Schwertscheide befestigt. Ebenfalls aus schwarzem Leder, ca. 1,2m lang und mit Gold verziert. Das Schwert selbst hat einen braunen, breiten Griff mit einem goldenen Knauf und dem RsR Signet. Das wichtigste Merkmal bleibt jedoch seine Maske, oder besser gesagt sein Helmvisier. Das langgezogene Visier ist im Grundsatz weinrot eingefärbt und hat ein Kreuz als sehschlitz. Die vertikale Öffnung beginnt etwa in der Mitte der Stirn und geht bis zum unteren Ende. Quer dazu die Öffnung des Sehschlitzes. Das Ganze umrahmt von ebenfalls goldenen Verzierungen und der Inschrift «Ritter der schwarzen Rose» Geschichte: Kindheit: Wir schreiben das Jahr 19 der 4.Epoche. In der Burg Trelis welche sich südöstlich von Aspio und im Norden von Nebelflut befindet wird Marius im Haus des Großkomtur Tiberius von Waldenhof geboren. Bei der Geburt kam seine Mutter Yennifer durch zu hohen Blutverlust ums Leben. Sein Vater gab ihm für den Rest seines Lebens die Schuld am Tode seiner geliebten Frau. Als Großkomtur zeigte Tiberius keinerlei Schwäche gegenüber seinen Ordensbrüdern. Auch Marius wurde nie in Schutz genommen und stets für jeden kleinen Fehler von seinem Vater gezüchtigt. Dies ging sogar so weit, dass Marius mit neun Jahren, bei einer Züchtigung durch die Gürtelschnalle einen Teil seiner Augenbraue verlor. Täglich betete Marius zu Arthos, er möge ihm den rechten Weg weisen und seinen Vater mit Stolz erfüllen. Tiberius war bewusst, dass sein Sohn sein Nachfolger sein wird. Auf Grund dessen nahm er den kleinen Jungen so oft wie möglich zur Arbeit mit. So wuchs der Junge in stetiger Züchtigung und Demut heran. Er kannte nie etwas Anderes als das Ordensleben. Jugend: Mit den fortschreitenden Jahren und den grausamen Erziehungsmethoden seines Vaters begann die gleiche Grausamkeit in Marius aufzublühen. Nachts ging er unerkannt in die sich im Osten befindliche Stadt Khorinis, ein Pilgerort für alle Anhänger Arthos. Bei einigen Gesprächen die er belauschte entlarvte er einen Bund von Häretikern, welche sich gegen den Orden auflehnen wollten. Sofort berichtete Marius seinem Vater. Dieser zögerte keinen Augenblick und ging mit einem kleinen Gefolge, inklusive Marius, in die Stadt und löschte das Leben der Häretiker ohne mit der Wimper zu zucken aus. Die Gruppe war komplett vermummt um später nicht erkannt zu werden. Bei dem grausamen Blutbad stand Marius immer bei seinem Vater und hatte ein Lächeln auf dem Gesicht. Als die Gruppe den vermeintlichen Anführer in die Finger bekamen, begannen die Ordensritter mit jedem Mittel weitere Namen aus der Seele des Mannes zu quetschen. Das einzige was der Mann noch röchelte war «Tod dem Orden» bevor er an seinem eigenen Blut erstickte. Tiberius packte sich seinen immer noch lächelnden Jungen am Kragen und zerrte ihn in ein Zimmer nebenan, wo Marius dann mit einer Dornenpeitsche gezüchtigt wurde. Als Tiberius mit blutigen Händen aus dem Zimmer trat, blickten Ihn die Ritter entsetzt an. «Er hat zur Sperrstunde die Burg verlassen» meinte Tiberius bestimmt und verliess das Haus. Erwachsen: Einige Jahre Später, Marius war nun 24 Jahre alt, war eine grössere Gruppe erneut in der Stadt um eine Gruppe von Aufständischen, welche den heiligen Tempel zu Arthos entweihten zu richten. Dabei trug Marius bereits seinen markanten Helm, welcher Ihm zu seinem 20. Geburtstag überreicht wurde. Als Anerkennung und zur Erhebung in den Stand des Drapiers. Die Unternehmung unterstand Marius, der nun auch als Inquisitor eingesetzt wurde, da er einen unerschütterlichen Glauben an Arthos besitzt. Als die Inquisitionsgruppen der schwarzen Rose vor dem Tempel standen, begann in Marius das Blut förmlich zu kochen. Der Tempel war beschmiert und beschädigt. Zudem verbarrikadierten die Aufständischen den Eingang und bewarfen die Stadtwachen mit Steinen und sogar einige Magier warfen mit Feuerbällen auf die Wachen. Die Gruppe der Ordensritter teilte sich auf, sechs Mann mit Marius und neun Mann mit Tiberius. Tiberius Gruppe versuchte die Stadtwache zu unterstützen, während Marius sich den Geheimgang durch die Katakomben des Tempels zu Nutze machte. Im Tempel angekommen marschierte die Gruppe geradewegs auf die Aufständischen zu, welche von aussen durch den Orden und die Stadtwache abgelenkt war. Kein sich wehrender Aufständischer wurde verschont. Magier und sich ergebende sollten unversehrt bleiben. Das Blut der Niedergestreckten rann die weißen Treppen hinunter, als die Ritter die Barrikaden entfernten und die Leichen aus dem Tempel warfen. Den Überlebenden stand ein Prozess bevor, welcher der Ordensrechtsprechung unterlag. Die Magier wurden zwischenzeitlich vom Orden mit merkwürdigen Brandmalen versehen, um der Bevölkerung deren falsche Magie zu unterstreichen. Beim Prozess trat plötzlich eine vermummte Frau hervor und rammte Tiberius, welcher sich in der Reihe der Ordensritter befand, ein Messer in die ungeschützte Achsel. Dieser brach sofort zusammen. Marius, welcher neben Ihm stand, drehte sich zur Attentäterin und durchbohrte sie mit seinem Schwert und zog es zur Seite heraus. Er blickte schnaubend in die entsetzte Menschenmenge. Im Hintergrund sah er einige vermummte Gestalten in die dunklen Gassen verschwinden. Marius blickte zu seinem Vater, welcher den Siegelring in seine Richtung hielt. Der Orden versammelte sich verteidigend in einem Kreis um Tiberius, welcher in den Armen vom Großmeister Rhobar von Ardea lag. Marius kniete sich neben seinen Vater, nahm den Siegelring während er die andere Hand festhielt. Rhobar blickte ihm durchs Visier in die Augen und sagte «Großkomtur Marius von Waldenhof, bringe Gerechtigkeit über diese Stadt» währenddessen entglitt die Hand von Tiberius, welcher an seinem eigenen Blut erstickte. Marius erhob sich, und ließ alle noch zu richtenden Aufständischen ohne Prozess hinrichten. Er schrie «Dies wird allen Feinden des Ordens widerfahren, ihr könnt euch hier nirgends verstecken. Ich werde euch alle finden und eurer gerechten Strafe zuführen. Für Arthos!». Mit dieser und noch folgenden «Säuberungsaktionen» wird Marius in der Stadt Khorinis von den meisten Bewohnern gefürchtet.