Aela

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    ArishaSarin

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  1. Kleine Anmerkung, super schön gepixelt! :D
  2. Ich find den Vorschlag eigentlich echt toll.. Weil der Bauer muss Massen Farmen um ein paar Dukaten zu machen, Edelsteine, Gold, Eisen, das alles ist schon Mal viel mehr wert, zusätzlich verkaufen Bergmänner noch Granatorbs und bekommen daraus Profit dazu.. Ich weiß nur nicht genau, woraus die XP kommen sollen, schließlich farmt man ja auf Masse.. Es müsste also ein sehr kleiner Anteil sein, der erst in der Menge ins Gewicht fällt.. Würde aber auch niemanden weh tun, wenn Bauern und Holzfäller sich auch am Schwarzmarkt Dinge kaufen könnten oder bisschen Geld dazu bekommen finde ich :D
  3. 48 der 4 E. - Azra Nördlich der Schwarzwaldküste Durch die Baumkronen brach die Mittagssonne hindurch, ließ den Waldboden fleckig und bunt erscheinen. Der Duft von feuchtem Moos hing in der Luft und der Klang der Singvögel begleitete ihren Marsch. Mikael stapfte seit geraumer Zeit mit einem nachdenklichen und frustrierten Gesichtsausdruck, bis er zu sprechen begann. „Herrin, wie soll es weiter gehen?“ Azra lächelte aufmunternd und klopfte auf den wenig gefüllten Münzbeutel an ihrem Gürtel, welcher dabei hell klimperte. „Erstmal machen wir einfach so weiter wie bisher. Heiler werden überall gebraucht“. „Bitte nehmt das nicht böse auf, aber Ihr seid keine Lichtmagierin, keine richtige Heilerin.“ Die Albin schnaufte. „Was denn sonst, wenn keine Heilerin? Ich rette Leben, ich schiene gebrochene Beine, ich schneide totes Fleisch ab, ich ziehe schwarze Zähne und renke Gelenke wieder ein.“ Mikael hatte keine Nerven für eine Diskussion mit der aufbrausenden Schamanin. „In Ordnung, Ihr seid eine Heilerin. Trotzdem. Wie soll es weiter gehen? Wir ziehen von Bauernkaff zu Bauernkaff, verdienen uns die paar Münzen. Und entweder werde ich auch krank und wir verrecken beide, oder nur Ihr und ich verscharre Euch in irgendeinem Loch.“ „Dann wärt Ihr frei“, Azra grinste ihn kurz an. „Meine Frau und Kinder aber nicht. Ihre einzige Chance ist, wenn ich mit Euch zurückkehre. Sonst werde ich sie nie wieder sehen." „Vielleicht besser so. Familie ist.. Nun.. Lassen wir das“ Mikael schwieg und so setzten sie jeder in seinen eigenen Gedanken den ungewissen Weg nach Norden fort. Als die Sonne an Kraft verlor und die Vögel zu ihren Nestern zurück kehrten hatten sie die dichten Wälder verlassen und offenes Grasland erstreckte sich vor ihnen. Die Abendluft hörbar einatmend und sich streckend begann Azra die Stille zu brechen. „Du hast ja recht“. Der bärtige Nordmarer blickte auf, die Stirn in Falten gelegt. „Womit?“, entgegnete er nur knapp. „Wir können so nicht weitermachen.“ Mikael nickte und machte dabei ein zustimmendes brummendes Geräusch. „Wenn ich wieder krank werde, und das ist eigentlich kein wenn, sondern ein wann.. Also.. Ich fühle es in meinen Lungen, es lauert da tief in mir drinnen. Mit jedem Atemzug spüre ich es. Dann werden wir alles was wir uns angespart haben ausgeben müssen um nicht zu verhungern. So komm ich nie an eine Armee oder an Reichtum oder Macht. An nichts, womit ich eine Heilung erzielen könnte. An nichts, womit ich zurückkehren könnte.“ Der Mann ließ sie schweigend ihren Monolog fortsetzen. „Ich möchte etwas versuchen. Aber ich weiß nicht, ob ich es schaffe, du weißt, ich konnte meine Ausbildung im Tempel nicht abschließen.“ „Was habt Ihr da eigentlich genau gelernt? Ich mein, ich weiß, dass Ihr Anhänger von Gal Nazrim seid. Dass Ihr mit dem Totengott Tauschhandel betreibt, ein Bein für ein Leben, ein Leben für zwei.“, dabei machte Mikael mit seiner Hand und zwei leicht ausgestreckten Fingern eine kreisende Bewegung, was so viel wie etcetera bedeutete. Azra lachte kurz auf. „So simpel ist es nicht“. Sie blieb an einer prächtigen Eiche stehen und ließ sich daran zu Boden gleiten, stütze ihren Rücken an der aufgewärmten Rinde. Ihr Begleiter stellte den schweren Ledersack in das Gras und tat es ihr gleich. „Besonders interessiert hat mich immer schon die Nekromantie. Totes wieder lebendig machen, das versuchte mir meine Mentorin beizubringen. Sie sagte, ich habe es in mir, aber du kennst mich. Ich war frustriert, als ich es nicht auf Anhieb schaffte. Ich wurde wütend.“ „Kann ich mir gar nicht vorstellen, Ihr seid doch ein sanftes Lämmchen“, witzelte der Bärtige. „Jaja, ich weiß, ich bin die aufgehende Sonne“. Mikael setzte ein ernstes Gesicht auf und deutete ein Lächeln an. „Manchmal schon. Und dann braut sich von einer Sekunde auf die Nächste ein Gewitter zusammen und Blitze treffen die, die Euch bedingungslos folgen.“ Azra fuhr sich mit der Hand durch die schneeweißen Haare mit den zahlreichen geflochtenen Strähnen. „Ja.. Manchmal überkommt mich einfach diese unbändige Wut. Ich weiß nicht einmal, worauf ich so zornig bin“ Der Mann schnaufte kurz. „Ich hab da so eine Ahnung“. Die Schamanin blickte ihn fragend an. „Nicht so wichtig. Lasst uns eine Kleinigkeit essen, wir brauchen noch viel Kraft für den weiteren Marsch.“ Die junge Frau lehnte sich nach vor und fixierte ihn dabei weiter. „Was meintest du? Sprich schon.“ Unschlüssig kramte er in dem Ledersack bevor er ihr eine Antwort gab. „Eure Mutter ist..“, er überlegte und reichte ihr dabei ein fransiges Stück Brot. Azra kam ihm zuvor: „Schwierig. Ich weiß.“ „Das war nicht das Wort, dass ich im Kopf hatte.“ Einen großen Bissen nehmend sah sie auf, deutete ihm, fortzufahren. „Nun.. Ihr seid der Sonnenschein oder ein Gewittersturm.. Aber sie ist der eisige Winter. Kalt, gefühllos, hinterhältig.“ Als die Albin heruntergeschluckt hatte ließ sie seine Worte noch sacken. „Du bist ihr Sklave. Natürlich ist sie so zu dir. Zu mir ist sie“, Mikael unterbrach sie: „Liebevoll, mütterlich, umsorgend?“. Azra murrte. „Nein.. Ich meine, sie war immer.. Sie hat nie.. Also sie hat uns nie schlecht behandelt, sie war immer gerecht zu uns. Sie wollte uns fördern, das beste aus uns heraus holen. Wollte dass wir Rakash gut dienen.“ „Jaja, alles für Rakash.“, er hatte einen verächtlichen Tonfall angenommen. Die Schamanin kniff die Augen zusammen. „Was ist falsch daran?“. Mikael erhob die Stimme: „Das ist doch Gehirnwäsche! Ihr seid ein Individuum, ein fühlendes Wesen. Ihr solltet machen, was für Euch das beste ist, nicht für diesen Haufen Wilde“. Er zog plötzlich die Augenbrauen hoch, das letzte Wort war ihm scheinbar rausgerutscht. Azra ließ es unkommentiert. „Verzeiht, ich wollte nicht..“ Beide aßen schweigend ihr Brot. Das lange Gras und die wilden Blumen wogen im sanften Wind. Hier und da stach ein Baum aus der Ebene hervor und streckte seine Äste gen Himmel. Als Mikael die Brösel von seinen Händen wischte setzte er wieder am Gespräch an. „Also.. Eure Ausbildung in der Nekromantie. Ihr wurdet sauer, weil Ihr versagt hattet, was ist dann passiert?“ „Ich wütete herum, warf den toten Streuner vom Tisch, verursachte eine riesen Sauerei. Danach wurde ich aus dem Lehrsaal geworfen. Also ging ich in die Bibliothek und klaute einige Bücher.“, dabei nickte sie in Richtung des Lederbeutels. „Und Ihr wurdet nicht herabgestuft in eine niedere Kaste?“. Azra schüttelte den Kopf. „Nein, meine Mutter bürgte für mich. Ihr liegt eben doch etwas an mir“, sie lächelte den Nordmarer an. Dieser zuckte kurz mit den Schultern. „Oder sie wollte nicht, dass Ihr Schande über sie bringt und ihrem Stand schadet“ Die Schamanin seufzte. „Wie auch immer, ich durfte zu den Pyromanten wechseln, wo sie ein gutes Wort für mich einlegte. Sie meinte, für so ein hitziges Gemüt war dieses Element eher geeignet. Ich tat das mindeste was gefordert war und las mich wann immer ich Zeit fand in die Bücher der Nekromantie ein. Ich übte heimlich an..“, sie stockte und blickte Mikael in die Augen. „An Sklaven?“, es war keine Überraschung in seiner Tonlage zu hören. „Unter anderem.“, suchend betrachtete sie seine Gesichtszüge. Seine Nasenlöcher weiteten sich kurz beim tiefen Einatmen. „Auch wenn ihr das gerne von uns glauben würdet, wir sind nicht dumm.. Nicht alle von uns. Glaubt Ihr, wir haben nicht hinterfragt, warum Eure Mutter immer wieder neue Sklaven kaufte?“ Die Schamanin erhob sich, und blinzelte der fast versunkenen Sonne entgegen. „Lass uns weitergehen. Am Horizont erkennt man schon Rauchschwaden.“ „Eine warme Suppe und ein richtiges Bett..“, beflügelt schulterte der Bärtige den schweren Beutel und stapfte ihr hinterher. 32 der 4 E. - Friedrich Festung Seitenhain Ein Blaukehlchen tänzelte auf den Burgzinnen, plusterte im Balz sein Gefieder auf, die kritischen Blicke einiger weniger auffällig gefärbten Vögel klebten auf ihm. "Spannung halten. Genau, bisschen höher noch", wies der Mann mit dem stattlichen Bauch den Jungen an, welchem die Arme unter der Anstrengung zitterten. Die Pfeilspitze verharrte auf dem zwitschernden Tier. "Los jetzt", die Geduld des Mannes neigte sich dem Ende zu. Friedrich pochte mittlerweile jede Muskelfaser, alles in ihm sträubte sich jedoch dagegen, das Vögelchen zu töten. Dem Bogen sinken zu lassen traute er sich nicht, wollte er seinen strengen Vater nicht wieder enttäuschen und verärgern. Mit einigen flatternden Flügelschlägen war das Ziel aus seinem Sichtfeld verschwunden, der Junge atmete erleichtert auf und entspannte die Bogensehne. Zufriedenheit durchströmte den Körper des Kindes, aufzusehen wagte er hingegen nicht. "Ich bin nicht sicher, ob du verweichlicht oder unfähig bist.". Friedrich hielt den Atem an und starrte verängstigt einen verästelten Riss im Gemäuer an. „Du übst den restlichen Tag an den Übungspuppen und wir versuchen es morgen wieder. Und den Tag danach. Solange, bis du keine Enttäuschung mehr für mich bist. Verstanden?“ Der kleine Junge mit den braunen Locken nickte ohne Widerrede und sein Vater entfernte sich mit schweren Schritten. Einige Minuten verharrte er und ruhte seine schmerzenden Muskeln aus, dann spannte er erneut die Bogensehne und visierte eine der Strohattrappen an. Sirrend schoss der Pfeil los und verfehlte sein Ziel um einen ganzen Schritt. Die Metallspitze machte einen hohlen Klang, als sie gegen die massive Steinmauer traf. Friedrich ließ frustriert den Bogen sinken. Es würde ein langer Tag werden.
  4. (Mit * gekennzeichnete Worte sind im Glossar am Ende übersetzt) 1. Die Naturgeister Im Glauben der Wüstenstämme von Rakash wurde anfangs der Bestienvater als niederer Gott angebetet, ebenso wie die ihm unterstehenden Naturgeister. Deren Anzahl varierte von Sippe zu Sippe, und viele Ortschaften hatten eigene, die nur lokal bekannt waren. Die wichtigsten, für die in jedem größeren Dorf ein eigener Schrein aufgestellt ist, sind hier aufgelistet: 2. Der Glaube Von Verrat, Aufstieg und Wahnsinn Folgende Geschichte wird von den Schamanen festgehalten und seit Generationen weitergegeben. Kurzzusammenfassung: Hira, die Wanderin, wurde machthungrig und wollte zur niederen Göttin aufsteigen, indem sie den Platz des Bestienvaters einnimmt. Für ihren Hochmut wurde sie von diesem bestraft und für tausende Jahre verbannt. Also trickste sie die Traumweberin aus, bekam einen Tonkrug voller Schlafgift, damit versetzte sie stattdessen den Bestienvater in einen tausendjährigen Schlummer. Lef-fira wurde dafür verantwortlich gemacht,verbannt und Hira nahm den Platz des niederen Gottes ein. Nach und nach Wahnsinnig geworden wollte die nun selbst ernannte Jägerin die alten Götter töten und damit zur hohen Göttin aufsteigen. Die Wüstenvölker sollen ihr hierfür Samerium bringen, mit dem sie ihren Speer benetzen will und die Jagd beginnen kann. Ausführliche Fassung: Vor dem Götterkrieg Nomadische Wüstenstämme besiedelten das Dünenmeer, einige zogen plündernd durch das Land und bildeten die Grundlage für die spätere Stadt Tar Salief, die in der ganzen Wüste für ihre Brutalität bekannt war. Andere waren von friedlicher Natur und auf Handwerk und Handel spezialisiert, diese Stämme schlossen sich später zur Stadt Lahak zusammen. Einige weitere Sippen zogen missionierend von Dorf zu Dorf und trugen die Kunde der Naturgeister zu den Nomaden, sie bezeichneten sich selbst als Seher und suchten nach magisch begabten Kindern, welchen sie zu Schamanen ausbildeten. Später wurden sie sesshaft und besiedelten die Stadt Narass, welche sich auf Magie und Glauben stütze und den prächtigsten Tempel hervorbrachte. Die Nomaden des Dünenmeeres waren sehr esoterisch und schamanisch veranlagt und durch den gemeinschaftlichen Konsum von bewusstseinserweiternden Pilzen und Kräutern sahen sie in manchen Tieren Naturgeister, welche sich im späteren Verlauf zu ihren Göttern mauserten. Es gab immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Stämmen, aber auch Handel und Austausch. Im Laufe der Geschichte vereinigten sich die Stämme unter der Führung von je einem Vorsteher der drei größten Sippen, die Grundlage für das Dreigestirn und Kastensystem war gelegt. Nach zahlreichen Überfällen gegen die Meeresalven der Küsten schlossen sie nach hohen Verlusten auf beiden Seiten ein Handelsbündnis und sie wurden über Generationen zu Verbündeten. Im Tempel von Narass tauchte ein Artefakt auf, ein makellos glatter weißer runder Stein, welcher auf Magie in der unmittelbaren Umgebung reagierte und zu leuchten begann. Niemand prüfte nach, wer dieses Artefakt in den Tempel brachte, die Seher waren aus ihren Visionen überzeugt, es sei das Auge Hiras, ihre direkte Verbindung zu den Naturgeistern. Berührten die Schamanen dieses, konnten sie für kurze Zeit durch das verbleibende Auge Hiras blicken und sahen, was sie sah. Eine Sonnenfinsternis verdunkelte den Himmel und kündigte den Sehern großes Unheil an. Die "Befreiten" J415 der 2.E wurde Karkas vom Samerium getroffen und Gefallene entstanden daraus. Nachdem sie die ersten Monate nach dem zweiten Götterkrieg eingesperrt wurden und ihnen hauptsächlich Angst und Abscheu entgegen gebracht wurde, formte sich bei vielen dieser Gefallenen Missgunst und Wut. Nicht nur auf die Menschen, Alven und Steingeborenen. Auch auf die Götter. Sie hörten, sie seien aus dem Gift entstanden, dass diese vernichten sollte, daraus resultierend säte der Keim einer neuen Auffassung in einem weißhaarigen Alben. Ihre Brüder, die Schattenwesen, verwandelten und befreiten sie aus der von den Göttern manipulierten Hülle und schafften es beinahe, die Götter zu töten. Beweis genug für ihn: die Gefallenen wurden von dem Schattenwesen verschont. Aus diesem Grund fürchteten die restlichen Völker sie. Dieser Alb nannte sich und seine Anhänger daher "die Befreiten". Der charismatische Gefallene erhielt er bei vielen seiner Art mehr und mehr Zustimmung, Hoffnung auf ein besseres Leben keimte in ihnen auf. Sie sahen "den Befreiten" als ihren Anführer, folgten ihm und seinen Worten blind. Nachdem die Gefangenschaft beendet wurde, waren sie nicht bereit, als Bettler ihr Dasein zu Fristen. "Der Befreite" und seine Gefolgschaft verließen Karkas. Sie trafen halb verdurstet und mit schweren Verbrennungen der Haut in Lahaks Umland ein. Der friedliche Nomadenstamm nahm die Gefallenen auf und versorgte deren Wunden. Die Gruppe berichtete vom unausweichlichen Ende der Götter durch Samerium und ihrer eigenen Wahrheit, durch dieses befreit worden zu sein. Befreit aus ihrer alten Hülle, aus ihren von den Göttern benebelten Köpfen. Sie sahen nun klar und konnten auch die restlichen Völker in die Klarheit führen. Von halluzinogenen Stoffen beeinflusst bestätigten die Seher die Erzählung der Befreiten, ihre Visionen von den Naturgeistern deckten sich. Hira, inzwischen die Jägerin, wetterte genauso stark gegen die alten Götter wie die angekommenen Gefallenen. Das Stammes Oberhaupt von Lahak berichtete der kriegerischen Sippe von Tar Salief von der Kunde. Dieser ließ Reiter nach Karkas reisen und die Nachricht verbreiten, dass im Dünenmeer eine Zuflucht für jeden Gefallenen sei. Immer mehr verzweifelte dieses Volkes trafen ein. Hira zeigte sich in einer Vision dem "Befreiten" und berichtete diesem von den Veränderungen der Naturgeister und ihren zukünftigen Plänen, die Götter zu töten, sollten die Befreiten ihr Samerium bringen. Der Wandel Da die Gefallenen keinerlei Erinnerung an früher hatten, nahmen sie schnell die Kultur des schamanischen Wüstenvolks an, dank ihrer überdurchschnittlich hohen Anzahl an magiebegabten nahm sich der Stamm aus Narass besonders den Gefallenen an und bildete diese zu Schamanen aus. In der Kultur der Wüstenvölker des goldenen Dünenmeers sind Magie und der Glauben eng verwoben, somit wurde die Schamanenkaste über die Generationen von Gefallenen dominiert. In späteren Epochen schrieb man ihnen sogar eine besondere Verbindung zu den Naturgeistern zu. Die Sippe aus Narass pilgerte durch das Dünenmeer und verbreitete den Glauben. Die alten Götter wurden nun nach und nach von den meisten Stämmen abgelehnt und sie beteten nur die Naturgeister unter Hira der Jägerin an. Wer sich nicht Hira und den Naturgeistern zu-, und von den alten Göttern abwenden wollte, wurde verfolgt und bestraft. Die Flucht Nachdem die Verderbnis Karkas schluckte und sich langsam durch das Dünenmeer walzte baten die Seher die Naturgeister um Hilfe und Klarheit. In einer Vision sah eine von ihnen einen Stern, der vom Himmel fiel. Sie war überzeugt, Hira habe den Himmelskörper mit dem Speer für ihr Volk heruntergeholt, sie mussten ihn finden. Kurz darauf überfielen die Krieger Tar Saliefs einige verbündete Häfen der Meeresalven und raubten deren Schiffe für die Flucht. Viele der Alven, vorallem die einen Vorteil in der neuen Welt bringen würden, bekamen einen rettenden Platz für die Überfahrt. Die, die Widerstand leisteten oder sich nicht den Regeln der Stämme beugten wurden über Bord geworfen. Viele Krieger blieben zurück, um sich der Verderbnis entgegen zu stellen und ihren Liebsten eine sichere Flucht zu ermöglichen. Die Krieger von Tar Salief waren aufgesplittet, der Blutmondstamm, die Elefanten Reiter, waren nicht bereit, ohne ihre Tiere zu fliehen. Sie überfielen indes eine kleine Handelsstadt an der Küste, raubten Männer, Frauen und Kindern die Möglichkeit zur Flucht, damit ihre Tiere die Überfahrt schaffen konnten. Das Auge Hiras wurde von der Schamanenkaste eisern bewacht, diese bildete die Spitze der Flotte, mit dem Auftrag, den gefallenen Stern zu finden. Sie waren bereit, alle zu opfern und solange zu Segeln, bis sie verhungerten oder der Ort gefunden wurde. Neue Heimat Auf einer Wüsteninsel fanden die Stämme des Dünenmeers eine neue Heimat. Die Seher tauften sie aufgrund der auffälligen Form und der vorangegangenen Vision "Rakash". Abgeleitet von "Rak' na Kash*", was in der alten Gelehrtensprache "Gefallener Stern" bedeutete. Die Verderbnis erreichte diesen nie und so wurde ihr Glauben noch mehr gefestigt, ihre Naturgeister retteten und leiteten sie. Unter der Führung des Dreigestirns wurde eine zentrale Stadt im Herzen der Insel errichtet, welche symbolisch als Hauptstadt ebenfalls "Rakash" getauft wurde. Einige Stämme besiedelten das Umland, so entstanden verteilt kleinere Städte und Dörfer unter einer gemeinsamen Führung. 3. Wildmagie Die Schamanenkaste bildet Magier gemäß ihrer Stärken aus, jedes Element der Magie ist in einen für sich stehenden Bereich mit eigenem Naturgeist aufgeteilt und jede Form der Magie ist erlaubt und respektiert. Zusätzlich gibt es noch die Untergruppierung der Kriegsschamanen, welche nicht nur in dieser Kaste sondern auch in der Kriegerkaste eine Grundausbildung sowie den Zusatz "Strategie und Führung" erhalten. Die lernenden Schamanen sind im Lushrak*, dem großen Tempel, untergebracht, wo ihnen ein eigener Kodex indoktriniert wird. Der Sinn der Magiergilde, die Magie in ein streng geregeltes Korsett zu zwängen und somit Zwischenfälle zu reduzieren und den Ruf zu schützen oder gar die Verfolgung der Magier zu verhindern ist den oberen Schamanen durchaus bewusst. Aus folgenden Gründen ist der Magiergilde der Zutritt auf Rakash trotzdem verwehrt: -Die Schamanen sind der Überzeugung, Magie dürfen nur jene ausüben, die eine Verbindung zu den Naturgeistern haben, da sie deren Willen ausführen soll, Magie ist also für Rakasher etwas hoch spirituelles. -Sich der Magiergilde und ihren Devisen zu unterwerfen ist hier keine Option, da die Magie der Schamanen selten den Regeln der Gilde entspricht, ja sogar für sehr unethische, verwerfliche Zwecke genutzt wird. -Kontrolle und Eingreifen Außenstehender wird strikt abgelehnt. Nahe der Grenzbrücke auf dem Festland vor Rakash befindet sich ein Magiergildenaußenposten. Dieser wird von registrierten Magiern des Auglandes geführt, welche ein Abkommen mit Rakash getroffen haben und die Existenz der Wildmagier auf der Insel verschleiern. Das Artefakt im Tempel, das Auge Hiras getauft, stellt eine Erklärung für magische Auren auf der Insel dar. Als ihr Heiligstes darf es von keinem fremden Magier durch deren Anwesenheit beschmutzt werden, der Tempel ist nur über eine bewachte Brücke zu erreichen und nur Schamanen oder Abgesandten des Dreigestirns dürfen diesen betreten. Die Wirkungsweise des Artefaktes funktioniert auf zwei Weisen. Einerseits beginnt es im Umfeld von magischer Aura zu leuchten, je mehr magische Energie, umso heller erstrahlt es. Anderseits ist dieses Artefakt ein kaputter Hellsichtstein, welcher bei Berührung Orte zeigt. Jedoch ist diese Funktion disfunktional und es kann nicht beeinflusst werden, welcher Ort für einige Sekunden vor dem geistigen Auge aufflimmert. Einige Splitter lösten sich über Generationen und wurden in Talismane eingearbeitet, welche jedoch nur die Wirkungsweise des Leuchtens, nicht der Hellsicht aufweisen. Berührung des Artefakt ist nur den obersten Schamanen vorbehalten, diese glauben, es löst eine Vision aus, und man sieht durch das verbleibende Auge Hiras. 4. Die Grenzbrücke Vorderwacht bietet den wichtigsten Übergang nach Rakash und ist stark befestigt. In den anfänglichen Scharmützeln mit dem Augland wurde diese zerstört und wieder aufgebaut, wechselte im Besitz der beiden Parteien hin und her. Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrages ist die Brücke zweigeteilt, die eine Hälfte in der Hand des Auglandes, die andere in der von Rakash, welche ungehindert passieren dürfen. Die Tore von Vorderwacht bleiben den meisten Besuchern verschlossen, betreten werden kann die Insel nur mit einer Genehmigung. Zusätzlich sind als Sicherheitsvorkehrung zwischen den beiden Toren Talismane eingelassen, welche bei magischer Aura zu leuchten beginnen. 5. Kastensystem Derzeitiges Dreigestirn: Casimir Mudir, der oberste Gelehrte -Uralve Gal Arazh, der oberste Krieger - Nomade Seherin Dhalia, die oberste Schamanin- Albin Regiert wird Rakash von je einem Vorsteher der drei obersten Kasten, Krieger, Gelehrte und Schamanen, das Dreiestirn genannt. Darunter gliedern sich die Handwerker ein, gefolgt von den einfachen Arbeitern. Tagelöhner bilden die unterste Kaste, in diese auch in Missgunst gefallene Rakasher fallen. Frondienstler sind von Raubzügen mitgebrachte Sklaven, welche für das Gemeinwohl Rakashs schuften und nur bei außergewöhnlicher Leistung aufsteigen können. 6. Kultur/Wissenswertes -In Rakash gilt der Konsum von Alkohol als verpönt, da dieser den Geist der Sterblichen träge und schwach macht. Bewusstseinserweiterte Substanzen wie das Seherkraut und halluzinogene Pilze sind dafür sehr weit verbreitet und akzeptiert, sogar erwünscht. -Lesen und Schreiben ist den oberen Kasten und höherrangigen der unteren vorenthalten. Das einfache Volk kennt nur einige simple Runen, die die wichtigsten Verständigungen abdecken. In der Abgeschiedenheit des goldenen Dünenmeeres entwickelte sich unter den Gelehrten eine Subsprache, einige Worte davon werden noch heute verwendet. -Das Ahnenfeuer, ein großer Scheiterhaufen, auf dem die Leichen verbrannt werden, leitet die Verabschiedung von Verstorbenen Rakashern ein. Anschließend wird aus der Asche und rituell geschlachtetem Vieh der Ahnenschmaus gekocht, ein Eintopf, aus dem alle Anwesenden essen. Die Leute aus Rakash glauben, damit ginge ein Teil des Verstorbenen, seiner Kraft und Energie in sie über und könne durch sie weiter leben. Geburten werden bei Sonnenaufgang mit dem Fest der Morgenröte gefeiert. -Verletzungen und Krankheiten werden in Lazaretten von Schamanen versorgt. Sollte sich der Verdacht auf eine Krankheit, welche das Allgemeinwohl bedrohen könnte und nicht heilbar erscheint, erhärten, wird derjenige verbannt und mit der Rune für Seuche im Gesicht gebrandmarkt. -Zu Tieren sind Rakasher respektvoll, Vieh wird mit einem gezielten Speerstich durch das Herz oder einem kraftvollen einzigen Axfhieb getötet. Krieger werden oft von Hyänen begleitet, ihre feinen Nasen, ihr scharfer Verstand und die stärksten Kiefer aller Landraubtiere machen sie zu idealen Kampfgefährten. In die Schlacht reiten Rakasher auf den agilen schnellen Wüstenläufern oder den schwerfälligeren kraftvollen Steppenbüffeln, welche auch gute Lastentiere sind. Eine sehr viel kleinere Anzahl von Elefanten befindet sich ebenfalls im Besitz des Wüstenvolkes, diese zeichnen sich durch hohe Lernfähigkeit und ihrer schier grenzenlosen Kraft aus und gehören zu den wertvollsten Gütern der Insel. -Das kulturelle Zentrum der Stadt bildet der Lushrak*, das heiligste auf Rakash, der große Tempel. Vor dem Auge Hira werden Opfergaben in Form von Giften dargelegt, in der Hoffnung, auch ohne Samerium ihre Jagd einleiten zu können -Im achten Lebensjahr werden die Kinder von den Familien getrennt und innerhalb der fünftägigen Prüfung, der Kehin*, die Stärken und Schwächen des Nachwuchses heraus kristallisiert. Je nach Ergebnis werden sie in die passende Kaste eingeordnet, somit erhalten sie die ideale Förderung um Rakash optimal zu dienen. Ausgebildet wird in Lehrräumen gemäß des Schwerpunktes, von Kampfhallen bis zu Werkstätten. Die Kaste wird die neue Familie für die Kinder, ein starker Zusammenhalt und Stolz auf ihre Arbeit, ihren Beitrag für Rakash, und eine Entfremdung der alten Familie und Kaste prägt ihre Kindheit bis ins Erwachsenenalter. 7. Wirtschaft Die bergige Wüsteninsel beherbergt viele Minen, Sklaven schlagen unermüdlich neue Gänge in den Stein. Verbunden mit dem großen Bergwerk fördern diese Gold und Edelsteine, welche beinah ausschließlich für den Export verwendet werden, ebenso wie die glänzenden Perlen aus dem Meer. Rakash beherbergt einige Glasereien und exportiert exotische Früchte, Gewürze, Tee, Tabak und Brennereien stellen Luxusgüter wie Palmenschnaps, Dattelwein und Orangenlikör her. Auch Lebendgut wird verschifft, exotische Tiere wie bunte Paradisvögel mit schönen Gesängen erfreuen den Adel mancher Städte. Zusätzlich werden allerlei geplünderte Waren von Überfällen angeboten. Plündertrupps sind mit kleinen wendigen Schiffsverbänden in den Meeren unterwegs und sammeln Waren sowie Sklaven. Importiert werden verschiedene Holzarten, Waffen, Fleisch, alchemistische Zutaten sowie seltenes Material für Talismane wie Zähne, Federn, Knochen und Klauen von verschiedenen Kreaturen. Auch Schiffe, Kriegsgeräte oder komplizierte Mechanismen, oder die Erbauer dieser, werden nach Rakash geschafft. 8. Militär und Verurteilungen Es gibt keine Stadtwache, die Kriegerkaste kümmert sich um die Einhaltung und Durchsetzung der Gesetze, sind aber auch für den Schutz der Stadt und die Verteidigung zuständig. Zusätzlich führen Truppen Plünderungen durch und verschaffen Rakash so Rohstoffe und Frondienstler. Plünderungstrupps werden immer von Kriegsschamanen begleitet, um göttlichen Beistand der Naturgeister zu gewährleisten, den Schriftverkehr mit Rakash aufrecht zu erhalten und werden als zerstörerische Kraft oder zur Heilung der Truppen eingesetzt. Exekutionen werden von Kriegsschamanen, Pyrah zugewandt, durchgeführt, sollten diese ehrenvoll geschehen. Bei einigen Verbrechen wird der schnelle Tod nicht gewährt und die Soldaten nageln Verurteilte an die Außenmauer, damit diese von Geiern bei lebendigem Leib gefressen werden. 9. Orte (wird aktualisiert) Rakash, die Hauptstadt der Insel. Aufgeteilt in die Minenstadt- das ärmliche Arbeitsviertel, und die Oberstadt zwischen dem Palast und Tempel. Der Sitz des Dreigestirns (in Arbeit..) Hersveit ist vorallem auf Handwerk und den Weinanbau spezialisiert. Außerdem kommen gut organisierte Söldnertruppen aus dieser befestigten Bergstadt. (weitere folgen) 10. Glossar Gal: Geier Nazrim: Todbringend Arazh: Krieg Mak: Oase Jahzira: Wegkreuzung Rak: Aufstieg Rak'na: Fall/Gefallen Kash: Stern Lush: Götter Lef: Traum Fira: weben Kra: beenden/vernichten
  5. Find die Zeitung klasse, ein paar Themen hätte ich etwas knapper gehalten, aber sehr schön mit Neuigkeiten aus allen Ecken Lyrias versehen, gefällt mir :)
  6. Kleiner Aufruf, in 6 Tagen endet der Wettbewerb! Wir hoffen auf ein paar Einsendungen und freuen uns sehr aufs lesen :)
  7. Wir hatten ja schon Mal ein Gespräch im TS, trotzdem noch Mal ein herzlich willkommen :)
  8. Aufräumarbeiten Pampige Sandbrocken spritzten von den Hufen, als die Truppe bei Sonnenuntergang die Küste entlang galoppierte, die sich östlich vom Augland erstreckt. Der Strand vor ihnen glich einem Trümmerfeld, gekennterte Schiffe lagen wie gestrandete Wale da, ihre Eingeweide, bestehend aus Kisten, Fässern, Säcken, quollen aufgedunsen aus dem Inneren heraus. Vor dem hölzernen Aas versammelte sich die Horde. "Seht die Fracht durch und beladet nur die Büffel.", rief der Kriegsschamane durch die Stoffe über seinem Gesicht. "Alle auf Pferden reiten mit mir weiter! Mahan ist uns wohl gesonnen, die Fluten haben uns eine Menge Geschenke gebracht, wir müssen sie nur einsammeln!", den mit Federn geschmückten Stab, auf dessen Ende der obere Schädelteil einer Schlange in der Größe eines Kinderkopfes saß, hochhaltend. Einige Krieger machten sich daran, die Ladung durchzusehen. "Was machen wir, wenn wir welche finden, die noch atmen?", fragte einer, während er eine blasse Leiche zwischen aufgerissenen Säcken heraus zerrte, um den Inhalt zu durchsuchen. "Kinder bringt ihr mit nach Rakash zu den Heilern, den Rest lasst einfach liegen. Nehmen zu viel Platz weg, ich will mehr davon", er nickte in Richtung der Fracht. "Auf, auf, ihr Aasgeier!", mit einem Druck in die Seite des Wüstenläufers gallopierte er los. Die Krieger donnerten hinterher, folgten dem lachenden Alben und dem Klappern des Schlangenschädels.
  9. Rakash, Besprechung des Dreigestirns im Palast "Wer?", fragte der Geier von Rakash. "Moerwen von Vatheas", wiederholte der Bote. "Er begleitete die Kriegsschamanin Arisha Sarin nach Aldarith." Gal Arazh winkte mit der Hand ab. "Jaja, die Sache mit den geschändeten Schreinen, ich erinnere mich" "Das solltet Ihr auch, das ist keine Kleinigkeit, Gal.", tadelte die Seherin Dhalia. "Unsere Götter sind erzürnt." "Ich weiß, ich weiß.", entgegnete der Nomade genervt. "Dann schickt ein paar Truppen nach Aldarith." Casimir Mudir, der Vorsteher der Gelehrtenkaste, lehnte sich nach vorn, stütze sein Kinn auf die gefalteten Hände. "Das könnte als Kriegshandlung missverstanden werden." Die Augen des Geiers wurden zu schmalen Schlitzen. "Dann schickt einen Brief voraus, dass unsere Krieger zur Unterstützung gesandt werden und unter dem Kommando derer Armeen stehen. Offiziell zumindest." "Und was sollen die dann dort machen? Die Stadt ist riesig. Es gibt derzeit keine Hinweise, wohin dieses Pack mit den Entführten geflüchtet ist.", wandte Casimir ein. "Nicht immer ist Gewalt die Lösung, auch wenn das die Welt wäre, die Ihr gerne hättet.", ergänzte die Seherin. "Vielleicht bieten wir ein Lösegeld an, ein paar Sklaven dazu?", dabei blickte sie grob in die Richtung des Gelehrten. Dieser nickte zustimmend. "Wäre vermutlich das vernünftigste, vielleicht kommen sie so aus ihren Löchern gekrochen. Wir wissen noch nicht einmal was sie wollen." "Außer uns Gefallenen zu schaden", die blinde Albin lächelte bitter. Gal Arazhs Gesicht zierte ein Grinsen. "Dann 50 Sklaven", das letzte Wort sprach er mit einem listigen Tonfall aus. "Ist Sklaverei in den meisten Städten nicht verboten?", fragte Casimir skeptisch. "Ebenso wie Entführung", entgegnete Dhalia. "Es ist einen Versuch wert." "Ich sehe schon, ich bin überstimmt.", seufzte der Gelehrte. "Dann werde ich die Frondienstler zusammen trommeln lassen." Süffisant schmunzelnd schüttelte der Geier den Kopf. "Nicht nötig." Verwirrt runzelte Casimir die Stirn. Die Seherin nickte verstehend. "Eure Idee ist gut, Gal. Ich glaube jedoch nicht, dass sie den Köder schlucken werden. Aber wir müssen es zumindest versuchen." "Die Entführung eines Rakashers darf nicht ungestraft bleiben", Gal Arazh erhob sich. Casimir tat es ihm gleich. "Und.. wie war noch gleich Euer Name?", richtete er seine Worte an den Boten. "Vran, mein Herr". "Gut, Vran. Speist, ruht Euch aus, und morgen reitet Ihr wieder los.", nun an die beiden anderen des Dreigestirns gerichtet: "Ich gebe den Schreiberlingen den Auftrag. Und ich werde Aldarith kontaktieren, irgendwelche Einwände?". Der Geier schüttelte den Kopf, die Seherin verneinte ebenfalls. Mit zischender Stimme fügt sie hinzu: "Erkundigt Euch auch nach dem Stand der Untersuchungen, ich will wissen, wer von der Deligation unsere Schreine entweiht hat." Boten ritten über die Grenzbrücke, in den Satteltaschen Aushänge zum Verteilen.
  10. DatHolzkopf nein nicht alle alten Spieler würden sich freuen, sondern alte Spieler die an PvP interessiert sind oder es gut finden um das eigene Geld fürchten zu müssen! :D ich kann beiden Seiten Argumente abgewinnen, aber wie gesagt, ich sehe eher dass viele Leute dann um 5 in der Früh extra on kommen um die weg zu bringen, was keinen Mehrwert bringt.. Wenn die Münzen alternativ als Glücksdrops fallen gelassen werden wie Pantheon vorschlägt fände ich es hingegen klasse
  11. Ich hab zum Münzhändler ehrlich gesagt kaum eine Meinung, er ist mir schlichtweg egal, wenn ich Geld im Darkroom machen wollen würde, dann würde ich das System umgehen und um Uhrzeiten umtauschen gehen, wo kaum jemand da ist, die Livemap anstarrend, was den Händler wiederum unnütz macht.. Einen Mehrwert sehe ich vorallem für PvPler, die vielleicht dann dort campen und uns etwas weniger beim Bauen umklaschen.. diese Hoffnung hätte ich zumindest, da die meisten aber vermutlich die selbe Umgehungstaktik wie ich anwenden werden, bleibt es vermutlich eine Hoffnung und es ändert sich am PvP nichts, und für viele wird die Geldbeschaffung einfach mühsamer.. ich schließe mich daher Zachers Meinung an, er hat es sehr schön auf den Punkt gebracht..
  12. Ich verstehe natürlich, dass die Performance unabdingbar ist.. Aber das weitere Reduzieren des Tierlimits bringt ein paar Probleme mit sich, für die ich gerne ein paar Lösungsansätze vorschlagen/suchen würde.. ich hoffe ich habe nichts verpeilt, falls doch berichtigt mich gern :) Problem Bauprojekte: Das Bücher Update.. Hach ist das schön, durch die Lesepulte bekommt man richtig Lust eine beeindruckende Bibliothek zu bauen, Bücher zu schreiben und zu sammeln.. Nur wenn ich ehrlich bin würden wir die Bibliothek fertig bekommen wie Kronnos seine Zwergenhallen.. Bei Mapreset.. Fast genauso mühsam zeigt sich das Farmen von Wolle.. Einerseits massig weiße zum craften, anderseits bunte für Dächer, Teppiche, Banner, Zelte, Shulkerkisten, noch mehr Dächer.. Wir brauchen also Wolle in allen erdenklichen Farben in größeren Mengen.. da aber nur ein kleiner Teil um mich herum geladen bleibt bringen mir mehr Farmen nichts.. und so sitze ich wenn ich es richtig bedacht habe mit meinen 5 Schafen einen halben Tag halb AFK herum, nur damit ich eine einzige Farbe farmen kann.. Problem Wirtschaft: (Falls noch aktuell) die Münzdrops der Monster fehlen für viele als Einnahmequelle und der Verkauf von Werkzeugen als übrig gebliebe Möglichkeit wird durch diese Änderung weiter eingeschränkt.. einige Rezepte benötigen Tierdrops.. ergo benötigt man noch mehr unspaßiges ausartendes stumpfes farmen, wo man rum sitzt und wartet, dass die Tiere sich wieder vermehren lassen und auswachsen.. Ich sehe keinerlei Mehrwert, den Prozess noch weiter in die Länge zu ziehen und sehe den Spielspaß dadurch schon recht beschnitten.. Natürlich ist das keine bewusste Entscheidung gewesen sondern aus Performance Gründen notwendig.. Aber eine Lösung um das Problem abzufedern wäre sehr wünschenswert, ein paar Vorschläge meinerseits, un vielleicht hat ja jemand klügere Ideen hinzuzufügen :) -Alternative vegetarische Rezepte für Dekoartikel und/oder Craftingrezepte -Werkzeug für signifikant mehr Tierdrop (auch auf einer Schere für Wolle möglich?) -Ein NPC, der diese Materialien (Bunte Wolle, Leder,..) verkauft oder eintauscht -Belohnung für Tagesquests
  13. Wir waren zwar nur kurz auf Besuch, daher kann ich zum Programm selbst nicht viel sagen (Außer dass der Auftakt schön organisiert gewirkt hat!), aber wir haben auf eigene Faust die Stadt erkundet und angesehen, und können daher zumindest zur Bauweise ein Kompliment da lassen. Eine wirklich sehr imposante Stadt und liebevoll eingerichtet! :)
  14. Aela

    [CB] Arisha Sarin

    Arisha Sarin Kriegsschamanin Anhänger Pyrahs (Vielen Dank an Verbannter für dieses wunderschöne Bild!) Name des Charakters: Arisha Sarin Geschlecht: weiblich Volk: Gefallene - Albin Geburtsjahr: 375 der 3E. (zur Zeit 65 Jahre) Größe: 1,82m Haarfarbe: Pechschwarz Augenfarbe: Gelb Heimat: Die Insel Rakash Wohnort: Tempel Lushrak Stellung: Kriegsschamanin Pyrahs Handwerk: Wilde Magierin in Feuermagie und Heilkunst Eltern: Marla und Azad Sarin Kinder von 8 Jahren werden in Kasten untergebracht und verlieren häufig den Kontakt zu den Eltern. So auch Arisha, die Schamanenkaste ist seitdem ihre Familie. Zu Ranah Khamriga, ihre Mentorin, hatte Arisha aufgesehen und diese als Mutterersatz gesehen. Geschwister: Als älteste Schwester hat sie ihre jüngeren Geschwisterchen nie kennengelernt, da diese erst geboren wurden, nachdem Arisha in der Schamanenkaste unter kam. Kinder: Jamal, 41, Schamanenkaste Karim, 32, Gelehrtenkaste Azra, 32, verbannt Yara, 21, Handwerkskaste Glaube: Im Glauben der Wüstenstämme von Rakash werden Naturgeister angebetet, Arisha als Feuermagierin ist Anhängerin Pyrahs. Genauere Ausführungen sind im nachstehenden Link zu finden. Übersicht über Rakash, spirituell und kulturell: Link Aussehen: Als Albin, noch dazu unter der sengenden Wüstensonne, bewegt sie sich meist vermummt und bis auf die gelben Augen vollständig bedeckt. Eine bräunlich-rote Kapuze mit Überwurf über den Rücken und Oberkörper schützt ihre Lichtempfindliche Haut, endet in lange Fransen, die im heißen Wind wehen. Darunter hüllt sie sich in eine dünne Robe, an den Schultern braun und grau getupft wie das Fell einer Hyäne, vom Torso abwärts beige und eierschalenfarben. Vorne endet die Robe knapp unterhalb der Hüfte, hintenrum zieht sie sich spitz bis knapp über den Boden. Die Hände und Füße sind von dünnen schwarzen Wickelstoffen verdeckt, mit Stiefel bis unter das Knie ist sie gut an das sandige Terrant angepasst. Nächtens, in geschlossenen Räumen oder an sehr bewölkten Tagen legt Arisha ihren Überwurf ab und ihre schmächtige Statur mit viel zu kleinen Händen für so eine große Frau zeigt sich überdeutlich. Als Kriegsschamanin trägt sie eine typisch rakashe Kluft, mit Talismanen, Federn und Knöchlein behangen, einige Säckchen am Gürtel vollgepackt mit Ingredienzien,Tinkturen und Kräutern. Der Oberkörper wird von knappen figurbetonten Leinenstoffen in lichten Braun dürftig bedeckt, die Schultern sind ausgespart und rechts von einem Überwurf aus Hyänenfell dekoriert. Ihr brauner Rock wird vorne von einem grün und orange gestreiften Lendentuch verziert. Um ihren Hals baumelt ein Lederband gespickt mit Reißzähnen unterschiedlicher Größen und Formen. Die Haare sind tiefschwarz, zu Filzlocken geformt, einige Haarbündel enden in Goldperlen. Eine einzelne Strähne, purpur eingefärbt und in eine schimmernde Perle eingefädelt, umrahmt die linke Gesichtshälfte. Um ihre Mentorin in Ehren zu halten färbt sie diese immer noch in der außergewöhnlichen Farbe. Als Albin stechen lange spitze Ohren heraus, die mit Ohrringen und Federn geschmückt sind. Als Kind Pyrahs zieren ihre Haut neben dem Stigma etliche Brandnarben aller Variationen, denn als solches experimentierte sie von Klein auf mit dem Feuer. In ihrem Gesicht sind alte Male einiger dieser schief gegangenen Zauber ebenso zu sehen wie verheilte Schnittwunden aus zahlreichen Übungskämpfen und Raubzügen. Diese auffällige Makel verleihen ihrem zierlichen Gesicht etwas raues und grobes. Die Augen sind mit Ruß betont, das Gelb der Iris wirkt dadurch intensiver und stechender. Charakter: Arisha Sarin ist eine stolze Albin, denn sie ist mit dem Göttergift gesegnet. Nicht nur befähigt und bewilligt sie dieses zu ihren magischen Kräften, besonders erfüllt sie die tiefe Verbindung zu den Göttern mit Ehrfurcht. Äußerst neugierig zeigt sie sich gegenüber fremder Kulturen und Gebräuchen, auch wenn sie diese eher betrachtet, als würde sie Makaken in der Savanne beobachten, wie sie sich gegenseitig Läuse aus dem Fell picken. Böse Zungen könnten sie als hochmütig bezeichnen, sie selbst ist der Meinung, wer sich bewährt und so viel Erfahrung angesammelt hat, sollte mit mehr Respekt und Demut behandelt werden, als solche, die sich erst beweisen müssen. Titel und Status auf den Erfolgen der Eltern oder Ehepartners zu stützen ist für sie und die Rakasher unverständlich, nur selbst errungenen Taten zollt sie Respekt. Arishas Gemüt kann schnell von berechnend kühl zu aufbrausend und unüberlegt kippen. Die Schamanin wird auf Außenstehende seltsam und schrullig wirken, denn mit den fremden Gebräuchen ist sie zwar teilweise vertraut, verharrt aber stur auf denen der ihrer Kultur. Eher würde sie sich ihre mühevoll gefilzten Locken abschneiden, als demütig einen Knicks zu vollführen. Trotzdem akzeptiert und respektiert sie ein jedes Lebewesen, solange es einem höheren Zweck dienlich ist, und sei es als Sklave in den Minen von Rakash. Aufgrund ihrer 4 Kinder, die sie die ersten Jahre derer Leben aufgezogen hat, könnte ein liebevoller Charakter erwartet werden, doch liegt der Grund nicht im Wunsch, Mutter zu sein oder gar Liebe zu den Vätern. Um Rakash zu stärken setzte sie die Kinder in die Welt, denn das Göttergift musste weiter gegeben werden. Sie behandelte diese niemals schlecht oder als wären sie ungewollt, aber mit einer Strenge und Disziplin. Früh mussten diese lernen, bestmöglich der übergeordneten Gemeinschaft zu dienen. Freude im Leben bereitet ihr vorallem der Genuss von gutem Essen, Wasserpfeife und Kaffee. Auch im Glücksspiel findet sie einen Reiz und Drogen, ausschließlich bewusstseinsverändernden Substanzen, ist sie nicht abgeneigt. Halluzinogene Kräuter erweitern ihren Horizont und lassen Arisha sich ihren Göttern näher fühlen und mit ihnen in Kontakt treten, als Schamanin hat sie stets ein Bündel des Seherkrauts dabei. An Luxus, unsinnigem Firlefanz, findet sie keinerlei Gefallen, sie steht über dem Drang von Elstern, glitzernden Tand zu sammeln. Als Kriegsschamanin begleitet sie seit vielen Jahren rakasher Truppen bei Plünderungen, dabei zeigt sie sich nicht als unnötig grausam oder sadistisch, doch sieht sie Gewalt seit jeher als notwendiges Mittel zum Zweck an. Was aber nicht bedeutet, dass sie dem Schwert immer der Feder Vorrang gibt. Geschichte: Kurzübersicht über die Kultur Rakashs: Eine neue Familie 383 der 3.E Dicke Krokodilstränen tropften dem kleinen Mädchen vom Kinn, sie umklammerte den Rockzipfel ihrer Mutter fester: "Aber.. aber ich will bei euch bleiben!”. Die schrullig wirkende weißhaarige Frau mit den eingeflochtenen Knöchlein in den Zöpfen lächelte sie milde an, meldete sich noch vor Arishas Mutter zu Wort. “Natürlich liebst du deine Eltern, und sie lieben dich, das wird sich durch nichts ändern. Aber du gehörst nicht hierher.” Kopfschüttelnd wollte das Kind protestieren, doch ihre Mutter Marla strich ihr sanft durch die schwarzen Haare. “Du wirst im Tempel einziehen, mein Schatz. Das ist großartig, du wirst den Göttern näher sein, als wir uns das vorstellen können!” Arisha drückte ihr Gesicht in den Stoff. “Ich scheiß auf die Götter, ich will nicht weg, ich will auch Schneiderin sein!”. Das vorhin so liebende Streicheln in ihrem Haar wurde plötzlich zu einem kräftigen zupacken und eine schallende Ohrfeige traf ihre Wange. Aus strengen Augen blickte Marla sie an. “Niemals wieder sprichst du so über die Götter”, ihre Gesichtszüge wurden wieder mild und freundlich, Nuancen von Traurigkeit ließen sie älter und kraftloser wirken. “Du bist gesegnet mein Kind, nimm das Geschenk an, dass dir die Götter gegeben haben. Mach uns stolz”. Ranah umfasste die kleine Kinderhand. “Lass mich dir dein neues Zuhause zeigen, der Tempel wird dir gefallen!” Sie zog die Symbole mit dem dicken Kohlestift nach und ließ nacheinander die Papierstücke mit den Runen für Stärke, Ehre und eisernem Willen von den züngelnden Flammen der zentralen einnehmenden Feuerschale verschlingen. "Ehrenhafter Pyrah, flammender Lichtbringer, gibt mir deinen Segen und trage meine Worte zu den Göttern." Ranah tat es ihr gleich und warf eigene Blätter hinzu, Arisha konnte nur ein einziges der Zeichen erkennen, es bedeutete über die Welt hinaus sehen. "Du solltest nicht von den Göttern fordern, sondern darum bitten", tadelte die Frau, während sie einige Blätter der Kräuter, die von der Decke hingen, auszupfte und ebenfalls in das zischende Feuer gleiten ließ. Ein scharfer Geruch füllte den Schrein aus und das Mädchen konnte fühlen wie sich ihre Pupillen stechend erweiterten. Einige Atemzüge später schwollen die Flammen an, formten zwei Flügel und streckten sie bis zur Decke empor. Der schrille Schrei des Falken pustete ihr heiße Luft entgegen, Glut prasselte auf die Haut des kleinen Gesichts ein. Ehrfurcht erfüllte ihr Herz, Angst ließ es wie wild pochen. Sie ließ sich auf die Knie fallen, neigte ihr Haupt zu Boden, legte die Stirn auf den orangenen Teppich. So verharrte sie. Erst als die sengende Hitze des Raumes verschwunden war wagte das Kind, sich aufzurichten. Ihre Mentorin saß inzwischen auf dem braunen Teppich neben ihr und lächelte sie freundlich an. "Hat er zu dir gesprochen?". Arisha schüttelte den Kopf, die zersausten fülligen Haare fielen ihr dabei in das Gesicht. "Das wird noch. Vielleicht solltest du ersteinmal etwas anderes erbitten?", sie zeichnete das Symbol für Verstehen auf ein frisches Blatt und hielt es dem Mädchen hin. Die angehende Schamanin blickte beschämt zu Boden, sie musste noch hart an sich arbeiten, ehe die Götter zu ihr sprachen. 384 der 3.E „Es ist die Farbe der Könige“, wiederholte der Alve, sichtbar verkniff er sich ein Schmunzeln. Rahna betrachtete mit gerunzelter Stirn ihr Spiegelbild in einem vollen Fass Wasser: „Und geht die Farbe der Könige wieder ab?“. „Natürlich.“, sein Gesichtsausdruck wirkte dabei alles andere als zuversichtlich. Purpurne Farbspritzer sprenkelten die weißen Zöpfe der geduldigen Schamanin, die Federn und eingeknüpften Knöchlein wurden ebenfalls von der umher gespritzen Farbe erwischt. Arisha starrte schuldbewusst zu Boden, schob die Glasscherben der zerstörten Phiolen mit der Schuhspitze hin und her. Die Frau seufzte und öffnete den Beutel an ihrem Gürtel, Münzen klirrten dabei . „Wie viel für die zerstörte Farbe?“. Der in bunte Tücher gehüllte Mann schüttelte den Kopf. „Bitte, steckt das weg. Ich bitte nur um ein paar gute Worte für meine Frau bei den Göttern, sie erwartet bald ein Kind und ich bete jeden Tag für die Gesundheit der beiden.“ Rahna nickte mit einem aufrichtigen Lächeln. „Ich werde heute Abend ein Opfer für euch darbieten, es wird ein gesundes starkes Kind.“ Der Händler beugte dankbar das Haupt, die Schamanin legte ihm Münzen hin und nahm zwei unversehrte Gläser voller Farbe aus dem Schrank. „Ich kann ja nicht herumlaufen wie eine bunte Tüpfelhyäne“, lachte sie und drehte sich zu Arisha um. Das Mädchen saß im Schneidersitz vor den zahlreichen Scherben und färbte sich die erste Strähne ihrer langen dunklen Haare ein, die Hände voller Farbe und Glassplitter. "Damit du nicht als einzige so komisch aussiehst", erklärte das Kind. "Tut mir leid", fügte sie leise werdend hinzu. Die Schamanin hockelte sich daneben, wischte die Finger des Mädchens ab und betrachtete dann die eigenen Hände. „Ich will mal hoffen, es geht tatsächlich wieder ab“, grinsend tupfte sie Arisha einen purpuren Punkt auf die Nase. 385 der 3.E Rot rann ihren Arm herab und tropfte auf den heißen Sand. Ihre Wut überlagerte den Schmerz. „Ich wurde für den Tempel auserwählt, warum soll ich kämpfen?“, fauchte sie den Soldaten voller Unverständnis an, die leicht brüchige Stimme bewies eine Prise Angst. „Heb es auf“, gab er nur knapp zurück, unbeeindruckt von der schmächtigen Lernenden aus der Schamanenkaste. Sie schüttelte den Kopf, zog die Augenbrauen trotzig zusammen. Mit der Spitze des Säbels stieß er in die Richtung des Mädchens, mit einem hellen Aufschrei taumelte sie zurück und fiel rücklings hin, strampelte von ihm weg. „Genug.“, ein breit gebauter Nomade betrat den Hof, ein metallener Schulterschutz und seidene Stoffe über der Rüstung zeugten von seinem hohen Rang. Der über Arisha stehende Soldat hing seinen Säbel an den Gürtel, deutete eine Verbeugung an und entfernte sich schnellen Schrittens in die Kaserne. „Mädchen, willst du wirklich in eine niedrigere Kaste?“, fragte er mit einer strengen Stimmlage. Er hob ihr Schwert auf. „Würdest du lieber zum Vieh auf die Weide oder in eine Schreinerei zum hobeln geschickt werden?“ Arisha raffte sich auf und hielt sich die Schnittwunde am Oberarm. „Nein, mein Herr.“ Mit dem Griff voran hielt er ihr die Waffe hin. „Deine Meisterin hat sich anders entschieden. Sie sieht zerstörerisches Potential in dir, du sollst Kriegsschamanin werden, keine Heilerin.”, mit auffordernder Stimme fügt er hinzu: “Die Verderbnis droht, du sollst dich mit verschlingendem Feuer und einer scharfen Klinge entgegen stellen. Tar Salief wird nicht fallen!“ Mit geweiteten Augen starrte sie ihn an. „Aber..“, setzte sie unsicher an. Der Mann ließ sie nicht zu Wort kommen: „Geh dir die Wunde verbinden und dann fängst du an zu kämpfen. Für Schwäche ist hier kein Platz“. Er warf das Schwert in den Sand und wandt sich ab. 386 der 3.E Zischend wie Säure waberte die Verderbnis zwischen den Beinen der Schattenwesen hindurch. Flackernd zeigten sich für Bruchteile einer Sekunde entstellte Fratzen mit gebleckten Zähnen im Nebel. Grollendes Knurren und das Zerbersten von allem in derem Weg drangen an die Ohren der ausgedünnten Armee. Stolze Bäume verdorrten in einem Wimpernschlag und brachen durch wie trockene Zweige, donnerten zu Boden. Die Gruppe der befremdlichen Wesen kam zum Stillstand, lauernd, abwartend. Das panische Tröten der Elefanten und drohende Brüllen der Löwen war lange verstummt. Nur noch die Stille einer verstorbenen Welt und der süßlich stechende Gestank nach Verwesung wehte den Männern und Frauen entgegen. Mit einem aufmunternden Lächeln machte Ranah ein paar Schritte auf das sich entfernende Schiff zu. Die Schuhe hatte sie ausgezogen, fühlte ein letztes Mal den warmen Sand zwischen ihren Zehen. Die Hand weit über den Kopf gestreckt winkte sie dem Mädchen zu. Dann wandt sie sich ab und reihte sich zu den Soldaten ein. Arisha hob zögerlich die Hand, dann rutschte sie zitternd zu Boden, kauerte sich zusammen und schlang die Arme um die Knie. Sie konnte nicht mitansehen, was gleich passieren würde, die zurück gebliebenen Krieger sicherten mit ihrem eigenen Leben den anderen Platz auf den Schiffen. “Wir werden im Kampf sterben, mit unseren Waffen in der Hand und dem Stolz in unseren Gesichtern! Zeigt ihnen keine Angst, sie haben keine Macht über unsere Seelen!”, die mutmachende Rede und das begleitende Grölen wurde von der Meeresbrise herangetragen. “Wir reiten zu unseren Göttern!”, brüllte eine Männerstimme, brach damit das Donnern von hunderten Hufen los. Arisha presste sich beide Hände über die Ohren und drückte die Augen zu. Die Todesschreie wurden fast vollständig gedämpft und nach wenigen Sekunden kehrte Stille ein. Die junge Kriegsschamanin ließ ihre Arme langsam auf die Planken sinken, lauschte mit leerem Blick den Möwen und gleichmäßigen Wellen, die den Anschein erweckten, es wäre ein Tag wie jeder andere. 48 der 4.E Arishas Gesicht zeugte von Gefühlskälte und Abscheu, als sie ihre Tochter fixierte. “Tu das nicht, bitte Mutter!”, flehte die junge Frau mit den weißen geflochtenen Zöpfen. “Es geht wieder weg, das ist nur etwas Husten”, versuchte sie verzweifelt zu beschwichtigen. “Du bist nicht mehr meine Tochter. Du hast deine Krankheit vertuscht, hast die ganze Gemeinschaft gefährdet”, gab die Kriegsschamanin gefasst zurück. “Sag das nicht, ich bin in deine Kaste gekommen, Mutter! Ich bin wie du, ich werde dich stolz machen. Verrate mich nicht, bitte!” Fäuste donnerten gegen die Türe, Arisha öffnete und ließ die ungeduldigen Männer herein. Soldaten mit vogelähnlichen Masken schritten von zwei Seiten auf das Mädchen zu. ihre Stimme wurde immer schriller: “Verbannt mich nicht, ich gehe freiwillig! Ich werde wieder gesund und komme zurück! Ich werde dir Ehre machen, ich bringe eine Armee mit!” Arisha schnaubte nur abfällig. “Als Verseuchte wirst du gar nichts mehr..” Die Gerüsteten zerrten die Tobende aus dem Haus, durch die ganze Stadt bis zur Grenzbrücke zum Festland. Am Weg dahin wichen alle Leute, als würden sie die Pest höchstselbst eskortieren. Sie hörten die Wellen gegen den Sandstein und das bewachsene Holz branden, als sie die Brücke erreichten. Die Soldaten hielten an und stießen die junge Frau zu Boden. Arisha sah in die Ferne, beobachtete die Patrouillen am Wehrgang. “Ich werde dir einen unserer Sklaven nachschicken, er bringt etwas zu essen für die ersten Tage und deine Utensilien mit.” “Bitte nicht!”, flehte die junge Frau, während ihr Kopf nieder gedrückt wurde. So sehr sie ihre Tochter dafür verachtete, Rakash gefährdet zu haben, sie konnte die Kennzeichnung nicht mitansehen und drehte sich um, während das glühende Eisen mit der Rune für Seuche in das Gesicht Azras mit einem zischenden Geräusch versenkt wurde. Die Soldaten verbannten die junge Frau, die Tore wurden hinter ihr verschlossen. Arisha sah von der Stadtmauer hinab mit Traurigkeit im Blick. „Rakash über allem.“, hauchte sie mit wässrigem Blick, während die Silhouette ihres Kindes im Wald verschwand. (Design von MangoCake) Der Überfall 52 der 4.E Der Überraschungsangriff ist nicht die Stärke der rakasher Truppen, denn das grollende Donnern der trabenden Hufe kündigen die Büffelreiter schon von weitem an. Ebenso das verräterische jaulende Lachen der Hyänen und die euphorischen Rufe der Krieger und Kriegerinnen. Arisha preschte als Kriegsschamanin auf dem schnelleren agileren Wüstenläufer an der Spitze der chaotischen Formation voran, vorbei an Koppeln, in denen Pferde nervös die Köpfe hoben. Als sie die wogenden Maisfelder durchquerten, trat eine Reihe provisorisch bewaffneter Männer in Arishas Sichtfeld, die sich schützend vor dem Dorf positionierten. Mistgabeln, Äxte, Sensen und Knüppel würden ihnen entgegengehalten, nicht wenige davon im zittrigen schweißnassen Händen. Die Kriegsschamanin hob eine Hand und drosselte ihr Pferd in gemächliches Traben, die behäbigen Büffel schnaubten und verlangsamten das Tempo. Sie zählte 13 Männer und 7 Greise, von den Frauen und Kindern war nichts zu sehen, das Dorf lag in angespannter Stille dar. Arisha langte in eine der Satteltaschen und umfasste etwas klirrendes. Sie zog eine lange Metallkette heraus, dessen Ende in eine Laterne eingefasst war. Die Kette wickelte sie um den Arm bis zu den Handgelenken und ließ sie zwischen der geschlossenen Hand hinab hängen, die Laterne baumelte darunter wie ein Pendel. "Mächtiger Pyrah, flammender Richter des Himmels, wüte mit uns", setzte sie an. Mit einer fließenden Bewegung zog sie eine Linie in der Luft, das Pendel folgte und der Docht entzündete sich. Aus der linken Hand ließ sie die Zügel gleiten als sie so nah an die Verteidiger gelangte, dass sie meinte, deren Angst riechen zu können. Das Pferd blieb aprupt stehen und schüttelte unruhig den Kopf, tippelte schnaubend auf der Stelle. Bevor sie in Reichweite der ausholenden Knüppel kam zeichnete die Linke ein schnelles Zeichen in die Luft, züngelnd schossen Flammen aus der Laterne und wurden mit einer ruckartige Bewegung nach vorn über die Männer ergossen wie ein Schwall Wasser. Schrille und krächzende Schreie dröhnten über die sanfte Hügellandschaft, brennende Männer warfen sich zu Boden oder jagdten davon, versengte Leichname glimmten im Sonnenlicht. Die unversehrten Bewaffneten, die an den äußeren Positionen standen spurteten auf Arisha zu, sie klopfte der Stute mit der linken Ferse in die Seite, sie machte schnellen Schrittens Platz für die heran preschende Horde Rakasher. Die spitz angefeilten Hörner der Büffel durchbohrten die Leiber der Verteidiger, ebenso wie die Speerspitzen der Soldaten, einige Köpfe wurden von scharfen Klingen des Körpers entledigt. Die Kriegsschamanin trabte indes gemächlich unter dem hölzernen Torbogen hindurch, welcher mit Kletterpflanzen verziert und mit einer Laterne behangen Fremde willkommen hieß. Girlanden waren zwischen den Häusern aufgespannt, ebenso wie Wäscheleinen, an denen verschiedenfarbene Stoffe im Wind wogen. "Ein wirklich hübsches Dorf", sagte sie zu ihrem Wüstenläufer, tätschelte dabei das grobe kurze Fell der Stute am Hals, feiner roter Staub umflirrte ihre Hand dabei. Die Tiere der Rakasher sind bemalt und geschmückt wie sie selbst, Runen und Verzierungen verschönern das Fell, verleihen den Pferden und Büffeln etwas befremdliches, dämonisches. Federn, Talismane, Knöchlein und Perlen sind in die Mähne und Schweif eingeknüpft und schützen die wertvollen Gefährten der Krieger. Ein steinerner Brunnen bildete die Mitte eines Platzes umringt von Pferdekarren und verwaisten Marktständen. Klopfen von zahlreichen Hufen auf Steinpflaster war von überall aus dem Dorf zu hören, Soldaten mit Hyänen an Leinen durchsuchten jeden Winkel nach den versteckten Leuten. Einige Reiter polterten den lachenden Aasfressern in die umliegenden Felder hinterher, folgten deren Fährten, schrille Schreie hallten zwischen den Häusern. Am anderen Ende des Platzes hatte sich eine Hyäne in das Bein einer verzweifelt kreischenden Frau verbissen und zerrte sie aus einem Karren voll Gemüse heraus. "Braves Mädchen!", rief die Schamanin dem Tier zu, ehe sie vom Pferderücken rutschte. Ein breit gebauter und ein kleiner zierlich wirkender junger Krieger eilten schnellen Schrittes hinzu, ehe die Frau zerfleischt wurde. "Lass was über, Rikka!", blaffte der ältere. Indes ging Arisha auf ein großes eindrucksvolles Haus zu, das zwischen der einfacheren Bauweise der restlichen Gebäude heraus stach. Sanft legte sie ihre mit Stoffen umwickelte Hand auf das helle glatte Holz der Eingangstür, den fein gearbeiteten metallenen Torklopfer in Form eines Hundekopfes beäugelnd. "Hübsch isse nich", krächzte der Jüngere, der eine unangenehm rauhe Stimme hatte. Die wimmernde Frau umklammerte ihr blutendes Bein. "Vermutlich überlebt sie die Überfahrt eh nicht", stimmte der Stämmigere zu. Ein schneller Stich in die Mitte des Brustkorbs beendete ihr Weinen und Flehen. Die Albin drückte die Türschnalle herab, nichts bewegte sich. "Männer, ich brauch hier Mal Eure Überzeugungskraft". Die Beiden bewegten sich weg vom Leichnam, der gierig vom Aasfresser Stück für Stück verschlungen wurde. Der Speer mit schimmernder roter Spitze wurde an die Hausmauer gelehnt, während der Größere eine Axt hoch hielt. "Überzeugend genug?". Arisha nickte mit einem Schmunzeln. Donnernd ging die Schneide wieder und wieder in das splitternde Holz, bis die Überreste der Tür nachgeben und aufschwangen. "Ich danke, und nun weiter an die Arbeit, wir müssen schließlich den Aufwand der Unternehmung hier decken", sprach die vermummte Frau gedämpft durch den Stoff, bevor sie das stille Haus betrat. Nach einigen Schritten blieb sie stehen und lauschte mit geschlossenen Augen. Nichts. Die freie Hand führte sie zum Gesicht, bahnte sich unter dem Mundschutz einen Weg zur den Lippen und Pfiff laut, kleine Krallen scharrten eilig über das Parkett und Rikka stand mit blutbeflecktem Gesicht neben ihr, sich mit der Zunge über das Maul leckend. "Na, hat's geschmeckt, meine Kleine?", fragte sie sanft. Mit einer Handbewegung deutete zu suchen, zielsicher schoss das getupfte Tier los. "Nur suchen!", rief Arisha ihr scharf hinterher. Währenddessen sah sie sich im großen Raum um, etliche ausgestellte Weinflaschen und Pfeifen zierten die Kommoden. Der abgestandene Geruch von Rauch haftete den schweren dunkelblauen Vorhängen an, am Boden verstreut vor den breiten Ledersesseln lagen Holzklötze mit unterschiedlichen Tiermotiven und ein geschnitztes Pferdchen. Arisha hockelte sich hin und betrachtete das schön gefertigte Spielzeug in der Hand, das hölzerne Ross war mit bunten Linien überzogen. Ein Lächeln umspielte ihr verdecktes Gesicht, eine Erinnerung an die eigenwilligen Zebras aus ihrer Heimat kam ihr in den Sinn. Nicht nur einmal hatte sie versucht, eines zu zureiten. "Störrische Biester", flüsterte sie und erhob sich. Ein schrilles nervös wirkendes Lachen und eine piepsige sich überschlagende Stimme vertrieben die Stille im Anwesen. Die Schamanin hielt die Laterne vor sich und ging schnellen Schrittes dem Lärm nach. Ihre Hyäne stand mit gefletschten Zähnen in der Mitte eines Schlafzimmers, eine große halb geöffnete Garderobe anstierend. Eine zittrige Frauenhand hielt ein Küchenmesser heraus, die Spitze auf das Tier gerichtet. "Nehmt unsere Wertsachen und geht!", presste die Menschenfrau heraus. Arisha näherte sich ihr und blickte in den Schrank hinein. Zwischen Pelzmänteln und Kleidern in allen nur erdenklichen Farben entdeckte sie ein ängstlichen Kindsgesicht. Arisha hockelte sich hin, stellte die Laterne auf den Boden, hielt dem kleinen Mädchen die bemalte Holzfigur entgegen und fuhr mit dem Finger die bunten Linien nach. "Hast du das gemacht?", fragte sie mit einer hellen freundlichen Stimme. Das Kind drückte sich weiter hinter die Kleidung und ihre Mutter. Die Schamanin zog die Kapuze ab und den stoffenen Mundschutz nach unten, blickte mit schief gelegtem Kopf und einem Lächeln auf: "Du musst keine Angst haben, ich will dir nicht weh tun. Mein Name ist Arisha. Und wie heißt du, meine Kleine?" Die Mutter schob ihre freie Hand schützend vor ihre Tochter. "Unter den Dielen in der Speis ist unser Gold, und da drüben, da ist mein Schmuckkästchen", setzte sie mit brüchiger Stimme an und deutete mit dem Messer auf die dekorative Kommode neben dem breiten Bett, die orangene Bettwäsche wirkte samt und wertig. "Keine Sorge. Wir werden jeden Stein in diesem Dorf umdrehen. Wir nehmen alles mit, was sich zu Geld machen lässt, allen voran eure besonderen Pferde. Die Frage ist nur, seid ihr brav und macht was ich sage, oder wollt ihr mit diesem Dorf zu Asche werden?", mit der Linken zeichnete Arisha ein Zeichen in die Luft und schien demonstrativ Flammen aus der Laterne zu ziehen, welche sich zwischen ihren Fingern zu einem zuckende Ball formten. Die Augen der Mutter weiteten sich panisch und sie schüttelte willkürlich den Kopf. Die Kriegsschamanin öffnete die Hand und das Feuer verpuffte, der angenehme Duft von Rauch breitete sich im Raum aus. "Gut, also leg das lächerliche Messer auf den Boden und komm da raus, damit wir uns wie Erwachsene unterhalten können." Die Frau tat widerwillig wie befohlen. Ein ängstlicher Blick auf die blutbefleckte Hyäne bewog sie dazu, die Schranktür zu schließen, nachdem sie dem Kind ein paar unverständliche Dinge zugeflüstert hatte. Die Albin deutete mit dem Kopf Richtung Türe und folgte der Mutter hinaus in den Flur, welche sich im Schneckentempo fortbewegen zu schien. Arisha wurde ungeduldig, sie kannte die Verzögerungstaktiken zu genüge und hatte sie satt. Mit der freien Hand packte sie die Schnürung des Kleides der Frau und drückte sie vorwärts, sichtbar hatte diese Schwierigkeiten dabei nicht zu stolpern. Im Saloon angekommen schubste die Albin sie auf einen der Ledersessel und blieb vornübergebeugt vor ihr stehen, die Laterne vor deren Nase pendelnd. "Sklaverei oder Tod?", fragte Arisha mit einer kalten Strenge in der Stimme. "W.. Was? I..Ich bitte Euch, ich geb Euch alles was Ihr wollt, wir sind gut situiert, ich..". Flammen loderten in der schwingenden Laterne auf, der flackernde Schein tauchte das stellenweise verbrannte Gesicht Arishas in rötliches Licht, das Gelb ihrer Iris spiegelte das Feuer wider. "Sklaverei oder Tod?", wiederholte diese nur ohne Veränderung in Stimme oder Mimik. "N.. Nehmt mich mit oder tötet mich, es ist mir einerlei, aber lasst mein Kind in Ruhe, ich flehe Euch an!", ihre Stimme überschlug sich wieder und wirkte unangenehm schrill. Ein genervt es Seufzen wurde erwidert. "Störrische Sklaven verkaufen sich schlecht.", setzte die Albin an und besiegelte das Schicksal der Mutter mit ein paar Handbewegungen. Das Leder des Sessels war ausgezeichnet verarbeitet, hielt den sengenden Flammen überraschend lange Stand, ganz anders als der zerbrechliche Körper der Frau. Schwindel überkam Arisha, sie torkelte leicht benommen in die Küche und kramte in den Schränken. Das Nutzen ihrer Pyromantie und den Visionen vor dem Angriff laugten sie aus. Dunkelgrüne Glasflaschen standen aneinander gereiht in einem Fach. Sie hob eine mit zittriger Hand heraus und betrachtete skeptisch den Inhalt. Trüb setzten sich unten Segmente und Fasern ab, nach oben hin wurde die Flüssigkeit klarer. Arisha schüttelte das Gefäß und fummelte den Korken heraus. Forschend roch sie an der Flaschenöffnung. Erst als sie sicher war, keine Spur von Alkohol zu riechen nahm sie einen vorsichtigen Schluck. Marille. Sie leerte das Getränk binnen wenigen gierigen Schlucken und machte sich nach Atem ringend daran, weiter zu kramen. Eine Dose aus türkisem Porzellan erlangte ihre Aufmerksamkeit, sie hob neugierig den Deckel. Der Duft nach Minze und Zitronenmelisse stieg ihr in die Nase, sie betrachtete die spiraligen Bonbons und nahm schließlich eine Handvoll in den Mund. Sie rutschte den Rücken gegen den Schrank gepresst zu Boden, kauerte sich einige Momente hin, bis der Schwindel verflogen war. Die Schreie und Rufe aus dem Dorf wurden weniger, das Traben der Büffel hörte sich nicht mehr gehetzt sondern gemächlich an, Gelächter und Trommeln drang nach innen. Sie kaute an den Süßigkeiten und kehrte anschließend mit zufriedenem Gesichtsausdruck in das Schlafgemach zurück, Rikka lag gähnend vor dem Schrank, den breiten Kopf auf den Pfoten ruhend ließ die Türen nicht aus den Augen. Arisha hielt der Hyäne ein Bonbon vor sie Nase, welche vom Geruch angewidert sofort den Kopf anhob. "Du bist ein Banause!", lächelnd tätschelte sie den Kopf des Tieres, ehe sie die Schranktür öffnete und sich davor im Schneidersitz setzte. "Deine Mama hat mir ihre köstlichen Bonbons angeboten als wir uns unterhalten haben", log sie und hielt dem Kind die geöffnete Dose entgegen. Mit einem winzigen Schritt wagte es sich etwas hervor, einen Pelzmantel vor dem Körper haltend, als wäre es ein Schutzpanzer. Knackend ließ Arisha weitere Süßigkeiten verschwinden. "Sind wirklich gut!", bestätigte sie noch einmal mit freundlicher Stimme. Endlich klaubte das Mädchen zögerlich ein Stück heraus und stopfte es in den Mund. "Weißt du, deine Mama hat mir erzählt, wie gern du Pferde hast.", pokerte die Schamanin. Das Gesicht des Kindes hellte sich ein klein wenig auf und es nickte. "Ich darf aber keins haben, ich bin noch zu klein, hat Mama gesagt". Zustimmend nickte nun Arisha. "Weißt du, das sagen Mütter, die ihren Kindern nichts zu trauen. Sie glaubt, du kannst das gar nicht. Ich denke aber, du bist schon groß genug, oder?" Ein Stirnrunzeln verlieh der Kleinen Entschlossenheit. "Das kann ich wohl! Gerhardt hat mich schon mitgenommen zum Stall, ich hab die Pferde gefüttert und gestriegelt.. Und.. Und einmal da hat er mich beim Ausritt mitgenommen!", Die Angst und Vorbehalte schienen wie abgefallen, das Mädchen griff erneut in die Dose und setzte sich mittlerweile Angesicht zu Angesicht vor Arisha. "Das hab ich mir gleich gedacht als ich dich gesehen habe. Weißt du, ich spüre, ob jemand das gewisse Etwas in sich hat, einmal großes zu bewirken, so wie du." Stille, nur das knackende Kauen und das entspannte tiefe Atmen der eingeschlafenen Hyäne war zu hören. "Was willst du denn einmal werden?" Das Kind dachte keine Sekunde darüber nach: "Ich werde Mal die besten Pferde diesseits des Meeres züchten, noch bessere als die von Papa." "Das ist ein tolles Ziel!", Arisha klatschte leise in die Hände und lächelte bis über beide Ohren. Das Mädchen freute sich sichtlich über die Zustimmung. "Weißt du, was noch toller ist, als Pferde?", Eine kaum hörbare Nuance List intrigierte ihre Stimmlage. "Mh-mh", ein Kopfschütteln begleitete das verneinende Geräusch. "Elefanten!", die Schwarzhaarige hielt sich einen Arm wie einen Rüssel vor die Nase und machte ein Tröten nach, das Mädchen und sie fielen in ein ausgelassenes Lachen ein. "Würdest du die gerne sehen?" Das Mädchen staunte aus großen blauen Augen und nickte sofort. "Dann komm", setzte Arisha an, erhob sich und hielt ihr die Hand hin. Die kleinen Fingerchen legten sich in die ihre und sie gingen durch die Küche den Hinterausgang hinaus, damit die noch kokelnde Leiche ihrer Mutter den naiven Geist des Kindes nicht beunruhigte. "Behalt dir diesen Traum, kleines Mädchen. Mit Zielen und Ambitionen wirst du es in Rakash weit bringen". Die Umklammerung ihrer Hand wurde fester, das Kind drückte sich ängstlich an die Schamanin, als sie heraus traten und sie die bekannten Gesichter der Menschen ihres Dorfes sah, die am Hauptplatz aufgereiht standen. Metallene Halsringe, in deren Ösen dicke Ketten eingefädelt waren, die die Reihe miteinander verband, zierten deren angsterfülltes Erscheinungsbild. Menschen und Alven in ähnlich befremdlichen Gewändern wie die Arishas tummelten sich wie Ameisen, schleppten verschiedenste Dinge heran und verluden sie auf Karren. "Wo ist Mama?", fragte das Mädchen kaum hörbar, die Reihe Sklaven, bestehend aus Kindern, Frauen und einigen wenigen leicht verletzten Männern, anstarrend. Die Schamanin lächelte herzlich: "Die hatte keine Ambitionen, so wie du". Die Kapuze und den Gesichtsschutz wieder über die empfindliche Albenhaut ziehend traten die beiden aus dem Schatten des Hauses und gingen auf die anderen Bewohner zu. Das Mädchen blieb immer wieder abrupt stehen und wurde von Arisha weiter voran gezogen. Ein Nomade mit verwittertem Gesicht schnallte ihr ein Halsband um und die Schamanin führte sie in die Reihe, wo sie angekettet wurde. "Die Elefanten werden dir gefallen, das verspreche ich dir!", Die mit Stoffen bedeckten Finger strichen dem Kind sanft über die Wange, ehe sie zurück trat. "Das tollste hab ich dir noch vorenthalten!", Arisha hielt das bunt gestreifte Holzpferd kurz hoch. "Es gibt da auch Zebras, wie das hier." Das dumpfe Dröhnen im Takt von Trommeln ertönte, die Reihe setzte sich langsam in Bewegung. Die nackten Fußsohlen des Mädchens scharrten am Boden, als der Zug an der Kette zunahm. Entsetzt starrte sie die vermummte Frau an, die ihr freundlich zuwinkte, während sie immer weiter in die Ferne rückte.
  15. Super Erklärung, vielen Dank für die Arbeit :)