Askator

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    Askator

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About Askator

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  • Birthday February 26
  • RP Name:Jarl Fynn Jarvind
  • RP Volk:Nordmarer
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  1. Letztlich ist jede Gruppe selbst dafür verantwortlich, wie sie ihre Grundstücke handhaben. Die Vor- und Nachteile eines einzelnen/einiger weniger Claimer sind bekannt. Wenn man eben Pech hat und man die Nachteile hart zu spüren bekommt, ist es eben das: Pech. Man ist das Risiko wissend eingegangen und zahlt den Preis. Abseits davon ist ein Anheben der Grundstückspreise aus zwei Gründen (aus meiner Sicht) sinnfrei: 1. Was Seron sagt 2. Auch ambitionierte kleine Spielergruppen haben dadurch massive Probleme, ihre Ideen umzusetzen. Dadurch werden alle gezwungen, sich größeren Gruppen anzuschließen und kleinere werden quasi ausgeschlossen. Es stimmt zwar, dass man mit ausreichendem KnowHow recht schnell die Preise für ein GS zusammen bekommt, aber in Windholm z.B. ist es nicht selten, dass wir für ein Haus gleich 20k hinlegen müssen. Und um an die zu kommen, sind wir zumeist auf die Hilfe anderer Großgruppen angewiesen, da wir nicht alle Berufe auf Lv100 haben. Genau das wäre umso stärker, wenn die GS-Preise angehoben werden. Das treibt die Kleinen in die absolute Abhängigkeit der Großen. Das ist frustrierend und nicht im geringsten ein Anreiz, weiterzuspielen.
  2. Die nördlichste Siedlung Lyrias sucht weitere Mitbürger! Windholm liegt an der nordwestlichen Küste Lyrias, in einer Region mit dichten Wäldern, steilen Bergen und dem ewig heulenden Wind. Das immerkalte Wetter hat uns hart und unnachgiebig gemacht, und wir sind stolz darauf, die Tücken der Gegend jeden Tag aufs Neue zu meistern. Wir sind ein Volk von Seefahrern - Wir lieben die Kälte, den schneidenden Wind und die raue Umarmung des Meeres. Und wir wissen die Wärme eines prasselnden Feuers daheim, einen Humpen Met und eine gute Geschichte zu schätzen. Unsere geistliche Führung bilden die Druiden der Galdrar. Sie predigen einen festen Band zur Natur, die uns umgibt, in all ihren Formen. So gibt es die Druiden des Stammes, des Asch- und Sturmzweiges, sowie die einiger weiterer, kleinerer Zweige. Ihre arkanen Fähigkeiten sind in der Region unübertroffen. Unsere weltliche Führung besteht aus dem Jarl des Hauses Jarvind und dem Stadtrat. Nach außen vertritt unsere Interessen der Jarl mit eisernem Willen und dem Stolz des wahren Nordens. Nach innen lenken er und die treuen Männer und Frauen des Stadtrates unsere Geschicke und mehren unseren Wohlstand. In der weiten Welt standen wir lange Zeit allein da. Raubend versengten wir die Küsten und hinterließen nichts als Bitterkeit und Abscheu. In einer Welt, in der einzelne immer mehr die Geschicke aller beeinflussen können, muss Windholm sich Gehör verschaffen. Daher gründeten wir mit den Steingeborenen von Vorrngard den Froststahl-Bund, zum Schutze des Nordens und seiner Interessen. Seither sind diese Steingeborenen zu unseren engsten Verbündeten geworden. Du willst hier oben Fuß fassen? Dann komm her und genieße Feuer, Met und Wind, und eine gute Geschichte. Die Tore stehen offen! XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Wir bieten > Hilfe, Tipps und Tricks für schöneres Bauen > Einen Vorbauserver > Lokales & globales RP > Eine starke Gemeinschaft > Met (Ja, das muss explizit erwähnt sein!) Wir erwarten > Geistige Reife > Durchhaltevermögen > Ein dickes Fell (Es ist wirklich rattig kalt hier oben) Haben wir dein Interesse geweckt? Dann melde dich bei mir (Askator) per PN im Forum, Ingame oder im TS!
  3. Wie gehen diese Gildendetektive denn vor? Von dem Sucherkristall weiß ich bereits, der Magie und Magier anzeigt, sollte sich etwas in der Nähe befinden. Das arkane Siegel eines Gildenmagiers mag bestimmt auch hilfreich sein, aber auf der Suche nach Wildmagiern wohl eher weniger...
  4. Eine Frage bzgl. Magischer/Religiöser Institutionen: Welche gibt es? Die Magiergilde ist ja bereits bekannt. Gibt es auch eine Art Inquisition? Wenn ja, was macht sie? Verteidigt sie "nur" den Glauben oder ist sie mehr eine arkane Inquisition, die als Armee der Gilde fungiert?
  5. Servus allerseits! Bei mir kam durch Zufall folgende Frage auf: Ist der Weiterverkauf von Büchern eines anderen Spielers erlaubt? Um das zu veranschaulichen: Spieler A schreibt ein Buch und verkauft die "Kopie des Originals" für 800 Dukaten -> Spieler B kauft eine Original-Kopie -> Spieler B verkauft "Kopien einer Kopie" für 900 Dukaten weiter. Ist dies erlaubt? Auf der einen Seite ist es natürlich "normales" Marktverhalten, eine Ware aufzukaufen und teurer weiterzuverkaufen. Auf der anderen Seite ist es Gewinnmache mit der geistigen Arbeit eines anderen, wofür man im RL ja das Urheberrecht hat. Im Lyria-Regelwerk habe ich dazu nichts gefunden, weshalb die Frage ungeklärt weiter bei mir bestehen bleibt. Danke für die Aufmerksamkeit und im Voraus für die Aufklärung ^^ LG Askator
  6. Auch Windholm entsendet seine Glückwunsche! Sieht wirklich sehr beeindruckend aus! LG
  7. Heyho. Ich bin in dieser sowie der nächsten Woche recht stark in der Arbeit eingebunden, weshalb ich voraussichtlich nicht die Zeit finden werde, um auf lyria zu spielen. Bis in 2 Wochen spätestens also o/
  8. Hauswache von Windholm zu Vorrngard Die See lag ruhig unter dem hohen Rundturm Kieselgaus. Sanft schlugen die eisigen Wellen an das Gemäuer. Als wäre dem Meer gar nicht bewusst, was an seinen Ufern auf Lhynt geschehen ist. Fynn Jarvind seufzte und wandte sich wieder dem Rat zu. Er war mit zwei Gesandten zur Burg Kieselgau gereist, um sich mit Dugrim II. Grollhammer wegen der Enthauptung Niedamir van Brings in Aldarith zu beraten. Der Gildenmagier hatte gegen das örtliche Gesetz verstoßen, als er einen Feuerblitz auf einen Ordensritter geworfen hatte. Die Kunde über dieses Ereignis hatte sich schneller in der Welt verbreitet als ein Feuer auf einem trockenen Heuboden. Mit als erste war es den Herren des Froststahl-Bundes zu Ohren gekommen, die das Ganze am liebsten still und leise vergessen lassen wollten. Doch das war ihnen nicht vergönnt. Deshalb hatten sie sich heute getroffen: Sie mussten darauf reagieren. “... können wir nicht zulassen, dass die Galdrar gefährdet werden. Wir sind ohnehin nicht angesehen in der weiten Welt. Inquisitoren dürfen im Norden niemals ihren Platz finden”, die Stimme Kaelis’, des obersten Stammesdruiden, klang erregt. Dugrim schüttelte den Kopf. “Sie haben hier keinen Platz. Da gibt es nichts zu finden.” Fynn schaltete sich wieder in die Unterredung ein. “Nichtsdestotrotz stehen wir hier vor einem gewaltigen Problem! Euch braucht es kaum zu kümmern, immerhin habt ihr das Glück, bisweilen die Gilde erfolgreich aus euren Landen verbannt halten zu können. Windholm ist im Bewusstsein der Gilde angekommen. Sie wissen, dass wir einen Haufen von Wi…” Kaelis räusperte sich laut. “... Von Magiekundigen haben, die nicht von der Gilde ausgebildet wurden”, fuhr der Jarl fort. “Diese Sache wird sie ihre Haltung uns gegenüber noch einmal überdenken lassen. Noch reichen ihnen Styrwynds regelmäßigen Botschaften, aber es könnte bald der Tag kommen, an dem ihnen das Wort eines meiner Getreuen nicht mehr ausreicht.” Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. “Eure Kleinrederei bringt uns nicht weiter. Der Bund könnte einen erheblichen Teil seiner Verteidigungskraft verlieren.” Dugrim setzte zu einer Antwort an, schwieg dann aber doch einige Augenblicke. Sein Kommandant nahm ihm die Antwort ab. “Das wäre fatal. Vorrngard wird das nicht zulassen, Hoheit.” “Ich könnte meine Alchemisten beauftragen, den Herren der Magiergilde unsere… Grüße zu überbringen”, sagte Alberon mit einem so beiläufigen Tonfall, als entbeine er nebenher ein Hühnchen. Der Hochalv war vom Windholmer Stadtrat dem Jarl mitgeschickt worden und hatte dafür gewiss eine schöne Stange Geld gezahlt. Das bisherige Treffen über hatte er sich allerdings stumm verhalten, auf seinem Stuhl sitzend und der Unterredung anteilslos zuhörend. Dass er jetzt das Wort ergriff, brachte ihm die überraschten Blicke der Zwerge ein. Der Jarl schüttelte energisch den Kopf. “Nennt mir bitte einen einzigen Weg, der nicht noch mehr Augen auf uns lenkt”, brummte er, während er Alberon misstrauisch beäugte. Er konnte den Herren der Alchemisten nicht leiden. Irgendetwas Zwielichtiges war an ihm, etwas Unvertrautes. Dugrims Stimme klang nun auch grimmig. Es gefiel ihm nicht, das war ihm anzuhören. Aber doch sprach er aus, was allen bewusst war. “Wie es aussieht, müssen wir uns nach Gleichgesinnten umsehen.” Er ließ eine Pause durch den Saal gehen. “Und ich wüsste da auch schon jemanden.” Fynn nickte langsam, zögernd. “Ihr meint…” Rasch trat der letzte Anwesende nach vorn. Er trug einen schwarzen Mantel über einem weinroten Hemd. Fynn kannte ihn nicht, wusste lediglich, dass er gelegentlich in Kieselgau hauste. Der Mann beugte sich nach vorn und flüsterte seinem Herren so leise etwas ins Ohr, dass man gar nichts von einem Gespräch mitbekommen hätte, hätte man nicht die Bewegung seiner Lippen gesehen. Die Stimme des Kromgar klang interessiert, fast schon wieder zufrieden. “Nun... als eine gewisse Erweiterung des gegebenen Plans, lässt sich dies sicherlich einrichten. Ja - Ich denke das ist angebracht.” Fynn fragte gar nicht, was der Mann ihm zugeflüstert hatte. Er würde es schon noch erfahren. Und wenn es so verfänglich war, wie er befürchtete, war es am besten, wenn niemand sonst davon wusste. Der Kommandant Kieselgaus nickte dann und beäugte den Bogen Papier vor ihm. “Nun dann. Gehen wir zum nächsten Punkt über: Das Gold.” Auf dem Gesicht des Jarls von Windholm zeigte sich eine sorgenvolle Falte zwischen den Augen. Das Gold…
  9. Um das Problem mit der möglichen Beleuchtung einmal zu veranschaulichen: Dies müsste einmal genauer erläutert werden, bitte. Mit dieser Flag müssten wir Schnee außerhalb unserer Region farmen, immerhin bleibt er ja innerhalb nicht mehr liegen. Das täten wir natürlich möglichst nahe unserer Grenzen - So weit laufen will ja keiner. Es blieben also keine hässlichen Ebenen vom Farmen zurück. Das, was zurückbliebe, wäre zu vergleichen mit den noch nicht geladenen Nord-Regionen, in denen ebenfalls kein Schnee liegen geblieben ist (aber bleiben würde, wenn sich dort wer aufhält). Nach meiner Erfahrung dürfte diese Flag (ebenso wie die ice_form - Flag) nicht großartig an der Serverperformance ziehen. Nicht wesentlich mehr zumindest, als die greet- und farewell-flag, die ja bereits in den Stadtregionen genutzt wird. LG Askator
  10. Die snow_fall flag ist tatsächlich unfassbar hilfreich. Effektiv Schnee freihalten geht nur über Lichtlevel. Der entsprechende Radius ist aber sehr gering (ab 11 und darunter bleibt schnee liegen), sodass Schnee schnell doch wieder liegen bleibt. Wenn man den Anspruch hat, schöne straßenbeleuchtung einzusetzen, dann hat man zwangsläufig eingeschneite Straßen. Am effektivsten ist es, Fackeln oder glowstone direkt auf einen block über der Straße zu bauen - nur schön ist das eben nicht. Daher unser Wunsch nach dieser flag. Wir könnten damit die elendige schaufelarbeit ersparen, schöne beleuchtungen einsetzen und zudem die Straßen, auch mit schneehaufen und weiterem dekorieren. Eine weitere flag, die für uns interessant wäre, wäre die ice_form. Wenn sich Eis nicht bilden würde, könnte man halb eingefrorene Flüsse, sowie verschiedene gletscherformationen bauen.
  11. Die Schneeflag weiter als Beispiel: Es ist ja nicht im geringsten ausgeschlossen, dass schnee im Norden liegt. Ganz im Gegenteil! Die Flag würde nur für die entsprechende Siedlungsregion gelten, also liegt überall außerhalb standardmäßig Schnee. Zudem ermutigt die Flag, eigenhöndisch mit Schnee zu arbeiten und so schönere Straßen zu gestalten. Ohne diese Flag ist es eher abschreckend - Immerhin muss man jeden Tag mindestens 10 Mal die Straßen freischaufeln. Und bei einer gewissen größe kann man im Grunde kontinuierlich Schnee schippen. Man kann es natürlich auch lassen, aber dann gibt es keine sichtbaren Straßen - Was auch wieder unrealistisch wäre :) Yartos' Einwand verstehe ich offen gestanden nicht wirklich: Inwiefern verändern diese Flags die Karte Lyrias? Wie gesagt gelten sie in meinem Vorschlag nur in der Stadtregion. Und eine Stadt verändert sie Karte ja so oder so, mit oder ohne Flag.
  12. Heyho! Bei uns in Windholm ist durch den ständigen Schneefall, und die damit verbundenen Straßenräumarbeiten, eine Idee entstanden: Wie wäre es, wenn man im Siedlungsgebiet einfach deaktivieren könnte, dass Schnee liegen bleibt? Möglich wäre das mithilfe der snow_fall Flag. - Diese Idee ließe sich aber natürlich viel weiter spannen. Daher dieser Beitrag :) Die Grundidee ist simpel: Die /stadt verwalten -GUI wird um einen Reiter erweitert, in dem man verschiedene Flags auswählen kann. Diese kann man dann, für eine entsprechende Dukatensumme, aktivieren oder deaktivieren. Dafür interessante Flags wären u.A: snow_fall, snow_melt, ice_form, ice_melt, frosted_ice_melt, mushroom_growth, mycelium_spread, vine_growth Ob das so einfach zu integrieren ist, weiß ich allerdings nicht. Konstruktives Feedback und Ergänzungen gern gesehen :) LG Askator
  13. Es war ein schöner Tag. Die Sonne wärmte die Haut, der Himmel war strahlend blau und klar und es ging ein leichter Wind. In der Unterstadt Windholms herrschte bereits zu dieser frühen Tageszeit, die Sonne war vor kaum zwei Stunden hinter den Bergen aufgestiegen, geschäftiges Treiben. Auf dem Ratsplatz hatten die Fischer, Weber und der Schmiedejunge bereits ihre Wägen aufgestellt und boten etwas müde ihre Waren feil. Aus einer Seitenstraße hörte man das Gelächter der Gaukler, die einige Kinder unterhielten. Der Jarlssohn verließ das Rathaus etwas zerknirscht. Die ganze Nacht hatte die Sitzung gedauert und letzten Endes war nichts dabei herausgekommen. Sechs Stunden hitziger Diskussion hatten zu nichts geführt. Man war sich immer noch nicht einig, wie mit der Entscheidung des Jarls umzugehen war. Harratir, amtierender Jarl Windholms, wollte zum ersten des achten Monats, 51, seinen Thron an seinen Sohn abgeben. Rorek würde gewiss einen guten Anführer seiner Familie abgeben, doch interessierte er sich nicht im Geringsten für die Belange des Rates. Diesen hatte stets sein jüngerer Bruder Fynn übernommen. Er unterstützte Rorek uneingeschränkt, doch den restlichen Rat konnte er nicht zur Ruhe bewegen. Einige befürchteten eine Blockade ausgehandelter Bündnisse. Andere eine Fehde mit den Alchemisten. Und die meisten wollten einfach einen Machtzuwachs der Jarvind verhindern. Gerade bei letzterem konnte Fynn nur den Kopf schütteln. – Was wäre daran denn so schlimm? Fynn drückte den dicken Wälzer an seine Brust und machte sich in Richtung Oberstadt auf. Er hatte sich eine ordentliche Mütze Schlaf verdient. Für den Weg über die Treppe war er zu erschöpft und da er das Geld hatte, entschied er sich für den Lastenaufzug am Fjord. Der Fahrmann schüttelte sogar abwehrend den Kopf. „Wie käme ich dazu, von einem Jarvind Geld anzunehmen, Herr? Ihr beehrt mich mit eurem Besuch. Nur zu, nur zu!“, er winkte Fynn, auf den Aufzug zu steigen. Dann klapste er dem eingespannten Pferd auf die Seite, das sich daraufhin langsam trottend in Bewegung setzte und den Aufzug nach oben zog. Oben angekommen stieg Fynn gleich der Duft frischen Brotes in die Nase. Er lächelte. Vor dem Schlafen noch ein guter Happen konnte nicht schaden. Gelassen ging er über den Seitenweg zur Hauptstraße. Mit einem Mal wurden die Menschen zahlreicher. Ein regelrechter Strom bewegte sich in Richtung des Jarlsplatzes. Überraschte Rufe drangen von dort zum Jarlssohn herüber. Neugier packte ihn und er drückte das Buch wieder enger an sich. Er schob die immer dichter werdende Menge zur Seite, dich sich bereitwillig vor dem Adligen teilte. Fynn spürte die stechenden, ablehnenden Blicke. Was war geschehen? „Aus dem Weg!“, schrie eine schnarrende Stimme auf der anderen Seite des Platzes. Dann war die Menge plötzlich hinter ihm. Fynn drehte sich kurz überrascht um und erkannte, dass die Leute gut Zehn Schritte Abstand zur Mitte des Platzes hielten. Dort, am Brunnen kauernd, lag ein junger Mann. Sein dunkelblondes Haar lag blutverklebt über seiner Schulter. Er zitterte heftig und gab unregelmäßig abgehackte, gurgelnde Laute von sich. Über ihm gebeugt saß ein weiterer, in einer hellbraunen Kutte gekleideter Druide. Er flüsterte etwas, kleine Ranken brachen durch das Kopfsteinpflaster, berührten den liegenden Mann. Dann keuchte er noch einmal und erschlaffte. Der Druide ließ den Kopf hängen und stand auf. Dann drehte er sich zur Seite und erblickte Fynn. Scheinbar wusste er nicht recht, was er davon halten sollte. Jedenfalls blickte er dem Jarlssohn mit einer Mischung aus Bedauern, Frustration und Ablehnung an. Dann erst erkannte Fynn den Mann, der da tot am Brunnenrand lag, das Gesicht und den Hals vom eigenen Blut besudelt. Die dunkelblauen, fahlen Augen glichen beinahe seinen eigenen. Sein Bruder, Rorek Jarvind, der Erbe des Hauses, war tot.
  14. Askator

    Fynn Jarvind

    Steckbrief Name – Fynn Jarvind Geschlecht - Männlich Volk - Nordmarer Geburtsjahr – 10. Monat des Jahres 22, 4. Epoche Größe – 1,93m Haarfarbe - Dunkelblond Augenfarbe - Blau Heimat - Windholm Wohnort – Windholm, Leviathanfeste Familie – Haus Jarvind Eltern – Harratir Jarvind & Lif Jarvind (vormals Iswald) Geschwister – † Rorek Jarvind (geb. 18, 4. Epoche, verst. 51, 4. Epoche), Maer Jarvind (geb. 21, 4. Epoche) Frau – Anna Jarvind (geb. 22, 4. Epoche) Kinder – Fafnir Jarvind (geb. 41, 4. Epoche), Svana (geb. 41, 4. Epoche) Stellung – Jarl von Windholm, Stadtrat Handwerk – Stadtrat, Krieger Glauben – Galdrar-Glauben von Windholm Aussehen Fynn ist ein großgewachsener Nordmarer. Die meisten Menschen überragt er um mindestens einen Kopf. Die dunkelblauen, tiefliegenden Augen sind für seine Familie üblich. Sein hageres Gesicht hat er jedoch von seiner Mutter Lif. Er hat zwar keine ausgesprochen hohen Wangenknochen, aber seine hageren Wangen lassen sie höher erscheinen. Er hat, in letzter Zeit zumeist einen Strich formende, beinahe graue Lippen und eine große, wenngleich nicht dicke Nase. Die Seiten trägt er kahl, das übrige dunkelblonde Haar hängt ihm in einen Zopf auf den Rücken. Er pflegt sowohl sein Haupthaar, als auch seinen Vollbart und legt, gerade wegen seines Standes, großen Wert auf sein Äußeres. Das spiegelt auch seine restliche Kleidung wider: Er trägt oftmals ein Wams in Grau und Blau oder Türkis, den Farben seiner Familie. Dazu trägt er eine maßgeschneiderte Hose in unterschiedlichen Grautönen und feine Lederstiefel. Zudem trägt er manchmal einen Weichleder- oder Fellüberwurf, den er mit einer goldenen Brosche befestigt. Nach dem Mord an seinem Bruder geht er mit Kettenhemd und Schwert an der Seite auf die Straße und, zum Missfallen einiger Ratsmitglieder, zu Versammlungen des Stadtrates. Charakter Fynn ist ein Staatsmann. Zumindest würde die gehobene Gesellschaft einer weniger rauen Gegend ihn so bezeichnen. Er ist kühl und besonnen und denkt lieber einmal zu oft über einen Satz nach, als einmal zu wenig. Er vertritt Windholm nach außen mit Härte und Beständigkeit, aber gleichzeitig auch mit einer Offenheit, die seiner Familie lange Zeit fehlte. Im Stadtrat von Windholm tritt er für sein Haus und die erneute Ausweitung damit verbundener Befugnisse ein. Gerade bei den neuerlich zu Macht gekommenen Ratsmitgliedern, wie dem Zunftherrn, macht ihn das unbeliebt. Zudem ist er sich bewusst, dass seine feudalistische Einstellung auf wenig Gegenliebe, gerade bei der jungen Bevölkerung Windholms, stößt. Daher treibt er sein Vorhaben langsam voran, macht hier und dort kleine Vorschläge, anstatt einmal mit einem großen zu scheitern. Dem Volk gegenüber vertritt er eine starke, wohlhabende Richtung. Er verspricht anhaltenden Wohlstand, sowie dauerhafte Sicherheit in Bündnissen und einer starken Führung. Das deckt sich zwar mit seinem Vorgehen im Rat, aber gewiss nicht in der Art, wie es sich das gemeine Volk vorstellt. Am wichtigsten ist Fynn seine Familie. Für jeden einzelnen seiner Ahnen hat er große Bewunderung übrig und kann stundenlang aus dem Leben des einen oder des anderen erzählen. Seinen Großvater, Hagar, jedoch verachtet er. Zwar war es sein Vater Harratir, der einen Großteil der Macht der Jarvind an den Stadtrat abtrat, doch hatte Hagar sie erst in diese missliche Lage gebracht. Hätte er nicht die Tore Windholms versperrt, alte Verbündete fallen gelassen und nicht zuletzt das Volk gegen sich aufgebracht, wäre es nie so weit gekommen, da ist sich Fynn sicher. Am liebsten ist ihm sein eigener Familienzweig. Seine Frau Anna liebt er in tiefster Ergebenheit und um seine beiden Kinder kümmert er sich mit der unbeholfenen Hingabe eines jungen Vaters. In seiner Tochter sieht er die Hoffnung seiner Familie. Seit einigen Jahren wird Svana vom Sturmzweig ausgebildet und manchmal hört er im Zirkel raunen, Kaera sei wieder auferstanden. Zu seinen Geschwistern pflegt er eine innige Beziehung. Oder besser gesagt pflegte. Sein Bruder, der ihm immer am nächsten war, wurde ermordet. Seitdem ist Fynn nachdenklich und misstrauisch geworden. Für ihn ist offenkundig, dass Rorek ermordet wurde. Und er hat sich geschworen, seinen Bruder zu rächen. Im gemeinen Volk hat Fynn seitdem aber gehörig an Rückhalt verloren. Sein Vater wollte zum ersten Tag des sechsten Monats des Jahres 51 den Jarlsthron an seinen Sohn weitergeben. Das wäre eigentlich Rorek gewesen, wenn er nicht umgekommen wäre. Da nun Fynn seinen Platz einnahm, glauben selbstverständlich nicht wenige, dass er seinen eigenen Bruder hat ermorden lassen. Solche Vorwürfe weist er aber mit einer Vehemenz ab, die nur von gekränktem Stolz und tiefer Trauer herrühren kann. Darüber hinaus sei gesagt, dass er die Kriegskunst zwar im Jugendalter erlernt, aber nie gemeistert hat. Er kann sich verteidigen und das reicht ihm bereits. Mit Dreki, der Ahnenwaffe seines Hauses, kann er gut genug umgehen, um sich bei einem Kampf nicht zu blamieren. Wenngleich er das Langschwert eindeutig vorzieht. Ein kräftiger Steingeborener oder ein kampfgestählter Mensch wäre ihm aber zweifelsohne überlegen. Ein magisches Talent besitzt er, anders als die meisten seiner Ahnen, nicht. Die zahlreichen Volksfeste Windholms besucht er mit freudiger Aufregung. Obwohl er am Trinken nicht halb so viel Gefallen findet, wie am Essen. Nur selten trinkt er einen über den Durst. Sein Leibgericht aber ist Windholmer Alletrijn, ausgehöhltes Brot mit einem Eintopf. Der Koch der Leviathanfeste hat sogar eine ganz besondere Variante ersonnen, die Fynn besser schmeckt, als jede Suppe, jeder Braten und jedes Bankett. Der Glauben Fynn glaubt streng an die Lehren der Galdrar. Auch wenn ihm der Sturmzweig, aufgrund der Geschichte seines Hauses, am nächsten ist, verehrt und respektiert er sämtliche Druidenzweige. Er ist ein äußerst abergläubischer Mensch. Zwar würde er offenkundigste, unwirklichste Lüge durchschauen, doch ansonsten glaubt er alles, was die Druiden prophezeien. Gerade wegen seines tief verwurzelten Aberglaubens trägt er einen Goldarmreif mit Silberintarsien am Arm über der Kleidung. Darunter, am Oberarm knapp unter der Schulter, trägt er zwei enge hölzerne Armreife, einen aus Esche, den anderen aus Eiche. Im Winter wählt er zudem einen Birkenring. Sein Aberglaube sorgt auch für eine zurückhaltende Vorsicht gegenüber dichten Wäldern, dunklen Höhlen und der weiten See. All das meidet er, solange er keinen Druiden bei sich hat. An den religiösen Festen nimmt er in aufrichtiger Frömmigkeit teil und bietet auch große Opfergaben für die Geister der Natur, wie den Waldschrat, dar. Die Geschichte Fynn wurde im Jahr 22 der vierten Epoche als drittes Kind geboren. Als Sohn des Jarlserben Harratir und seiner ebenfalls adligen Frau Lif wuchs er in besten Verhältnissen auf. Früh lernte er beim Hausschreiber Dreov das Lesen und Schreiben, sowie einfaches Rechnen. Er fand großes Gefallen an den zahlreichen Geschichten, die in der Festungsbibliothek zu finden waren und lauschte gebannt den Erzählungen des alten Schreibers. Sehr früh wurde er in die gesamte Geschichte seiner Familie unterrichtet, woher auch seine Begeisterung und sein Stolz für sein Blut herrührt. Gleichzeitig wuchs daraus aber auch Verständnis für die kalte, unnahbare Art seines Großvaters Hagar. Hagar war ein gebrochener Mann, der seine Heimat und einen Großteil seiner Familie an die Verderbnis verloren hatte. Einige behaupteten sogar, sein Verstand wäre auch im alten Lyren geblieben. Tatsächlich lag der Grund für seine Ablehnung gegenüber Fynn und seiner Geschwister aber woanders. Die Ehe Harratirs und Lifs hatte Hagar nie gutgeheißen und alles, was aus ihr erwuchs, lehnte er grundlegend ab. So auch seine eigenen Enkel. Neben dem Stolz auf seine Familie und der Selbstverständlichkeit zu herrschen entwickelte sich bei Fynn eine tiefe Abneigung gegen Hagar. Er macht ihn für den Machtverlust seiner Familie verantwortlich. Bis zu Fynns zwölften Lebensjahr war Windholm abgeschottet. Es gab keine Verbündeten, sondern nur zahllose Feinde und Fremde, die man mit Stahl und Feuer begrüßte, falls sie sich in den Norden verirrten. Nach einigen Jahren wurde der Unmut der Bevölkerung darüber immer lauter. Schließlich entmachtete Fynns Vater Hagar und stimmte der Gründung eines Rates zu. Dadurch verloren die Jarvind einen Großteil ihrer einstigen Macht; durften aber ihre Leben behalten. Daher respektiert und achtet Fynn seinen Vater für diese Entscheidung. Als Fynn vierzehn wurde, beschloss sein Vater, dass es an der Zeit für eine militärische Ausbildung sei. Er wurde von Helgrind, dem Hauswachmeister der Jarvind im Schwert- und Lanzenkampf, sowie dem Bogenschießen ausgebildet. In keinem tat Fynn sich besonders hervor. Er eiferte zwar seinem großen Bruder Rorek, der ein kräftiger Krieger geworden war, nach, doch erreichte er seine Fertigkeit nie. Nach einigen Jahren gab Fynn die Ausbildung auf. Er konnte sich notfalls verteidigen, das reichte ihm. Stattdessen wandte er sich wieder an Dreov. Von ihm lernte er grundlegende Staatskunst, wichtige Verträge und die Bräuche und Sitten verschiedener Nachbarn. Daran fand er großes Gefallen. Nachdem Dreov sein Talent für Rhetorik erkannte, unterwies er ihn im Argumentieren. Harratir war zuerst wenig begeistert davon, doch als sein Ältester daran nicht das geringste Interesse zeigte, war er dankbar, dass immerhin einer seiner Söhne den Stadtrat nach ihm lenken konnte. Bereits in früher Kindheit freundete er sich mit Anna an, einem Mädchen das ebenfalls in der Leviathanfeste lebte. Ihre Eltern waren angesehene Galdrar-Druiden, die im direkten Dienst der Jarvind standen. Mit 19 bat er um ihre Hand. Harratir hatte nichts einzuwenden, da er mit Rorek als Erben rechnete. Also heirateten Anna und Fynn im Winter desselben Jahres. Ein Jahr später bekommen sie Zwillinge: Fafnir und Svana. Fafnir ist ein Wildfang, der nur die Geschichten großer Schlachten und Kämpfer im Sinn hat. Tapsig eifert er ihnen mit Holzschwert und lachenden Kriegsrufen nach. Svana ist viel ruhiger. In ihr sieht Fynn die Zukunft seiner Familie. Als sie fünf Jahre alt war, nahm er sie mit an ein entlegenes Örtchen der Leviathanfeste: Kaeras Klippe. Am Familienschrein für die Sturmruferin spielte Svana an der Brüstung. Es war einer der wenigen windstillen Tage. Dann drehte sich das Kind lachend zu ihrem Vater um und pustete in seine Richtung. Überrascht musste Fynn einen Schritt zurück machen, um nicht umzufallen. Ein kräftiger Windstoß hatte ihn ins Straucheln gebracht. Tags darauf brachte er Svana zu den Druiden des Sturmzweigs. Diese bestätigten seinen Verdacht: Svana hatte Magie in sich. Seitdem wird sie von den Druiden ausgebildet. Und, so raunt es manchmal in Windholm, in einigen Jahren tritt sie das Erbe Kaeras an. Die jüngsten Ereignisse um seinen Bruder Rorek haben Fynn hart getroffen. Er und sein Bruder standen sich sehr nahe und die offenkundige Ermordung Roreks hat Fynn misstrauisch und nachdenklich werden lassen. Er versteht nicht, wer einen Grund hatte, Rorek zu töten, und erst recht nicht, worin dieser Grund besteht. Gerade deshalb lässt er seitdem große Vorsicht walten. Er geht zumeist mit Kettenhemd und Schwert auf die Straße und achtet genau darauf, dass niemand seinen Kindern zu nahekommt. Mit der Zeit mag sich dieser leichte Verfolgungswahn wieder legen, doch die große Frage bleibt: Wer hat Rorek umgebracht? Wer will die Jarvind tot sehen?
  15. Prolog Er riss die Augen auf. Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn. Ein Albtraum, mal wieder. Er blickte durch die vorhangverzogenen Fenster nach draußen, auf die weite See. Es stürmte, mal wieder. In Windholm stürmte es eigentlich dauernd. Und wenn es nicht donnerte, dann ging ein kräftiger Wind. Nur ein, zwei Tage im Jahr war es absolut windstill. Als hielte ein Riese den Atem an. Der junge Mann drehte sich zur Seite, schloss die Augen. Dann die andere Seite, auf den Rücken, wieder nach rechts. Dann seufzte er leise und stieg aus dem Bett. Mit einer Kerze in der Hand tappte er barfuß durch einen langen Korridor der Leviathanfeste, schloss eine schwere Tür auf und trat in den Raum dahinter. Es war ein wenig stickig hier. Vermutlich hatte der Hausschreiber Dreov wieder den ganzen Tag hier drin verbracht: Die Bibliothek. Zielsicher ging der junge Jarlssohn auf ein Regal zu. Er fuhr mit dem Finger einige Einbände entlang und zog dann ein unscheinbar wirkendes Buch heraus. Ein schmuckloser, heller Ledereinband, der gut drei Fingerbreit Papier zusammenhielt. Er setzte sich an den kleinen Tisch und schlug es auf… Der Jarlssohn konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wie oft hatte er diese Geschichte in Kindestagen gehört? Und wie oft hatte er sie seinen eigenen Kindern bereits erzählt? Gewiss dutzende Male. Er blätterte einige Seiten weiter, übersprang Erzählungen von Kalmirs Sohn Bjorn, der etliche Wale erlegt hatte und dem gebrechlichen Belind. Dann schlug er eine weitere Seite um und sein Lächeln kehrte zurück. In goldenen Lettern stand Der Erste Sturm auf dem Papier. Die Geschichte Kaeras und dem Pass von Ronar, die beeindruckendste und gleichzeitig tragischste Geschichte seiner Familie. Epilog Fynn schlug das Buch mit einem dumpfen Klang zu. Er blickte durch das hohe Fenster nach draußen. Das erste Licht des Tages kämpfte sich durch den wolkenverhangenen Himmel. Heut war ein Tag für Taten. Er stand auf, stellte das Buch zurück ins Regal und verließ die Bibliothek, aufrecht und erhaben.