Lizard

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  • Birthday 08/07/1995
  • RP Name:Sigismund Buchenbach
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  1. Schatten Schatten huschten durch die weiten, leeren Hallen ließen sich nur aus dem Augenwinkel blicken, verschwanden wie durch Zauberhand bei direktem Hinsehen. Sie verfolgten ihn, er konnte es spüren. Seine Schritte beschleunigten sich, immer weiter die langen Hallen des ihm einst heimischen Schlosses entlang. Doch da wo sonst Wärme, Lärm und Geschäftigkeit gewesen war, da war jetzt nichts als Leere und unendliche Schatten. Die Briefe lagen wie eine Spur vor ihm, so nah, so nah und doch unerreicht. Zerfielen zu Staub, wenn er sie erreichte, lösten sich auf in weitere Schatten die ihn jagten. Das grauenvolle Gefühl eines unerkannten Jägers, der hinter ihm lauerte wurde immer stärker und der Kopf des Jungen drehte sich ruckartig, nur um nichts weiter als endlose Gänge hinter sich zu sehen. Unentfliehbare, endlose Gänge und Schatten in den Augenwinkeln. Er atmete immer schneller, sein Herz begann zu rasen. Schneller, immer schneller mussten die Beine ihn voran tragen um die Briefe, die Wahrheit und Lösung zu erreichen und den Schatten der Vergangenheit zu entfliehen. Schneller immer schneller rannte er, die Säulen der Hallen verschwommen in seinem Blickfeld, nur die immer weiter zerfallende Spur aus Briefen hatte er fest im Blick. Schatten, in den Augenwinkeln… Sie nahmen Formen an. Gesichter, Mienen die er nie wieder zu sehen gehofft hatte, wutverzerrt, voller Enttäuschung jagten sie ihm auf seiner endlosen Flucht hinterher. Die Luft begann kälter zu werden, immer kälter, Rauchwolken stiegen vom gehetzten Atem des Jungen auf. Und da, inmitten der Kälte sah er ihn, eine Silhouette die die schattenhaften Briefe fallen ließ, auf der Flucht vor ihm, wie er vor den Schatten floh. Er biss die Zähne zusammen und hetzte weiter hinein in die nun klirrende Kälte, seine Lungen kurz vor dem Zerbersten. Warf sich nach vorn, auf die schattenhafte Gestalt, riss ihr die Kapuze vom Kopf und sah… Nichts. Schwärze und totale Leere, eine ungreifbare Gefahr, die sich hämisch lachend zwischen seinen Fingern auflöste. Der Junge ballte die Fäuste, voller Wut, denn er war stehen geblieben, hatte seine wilde Hatz unterbrechen müssen und den Bestien der Vergangenheit so erlaubt aufzuschließen, ihn einzuholen. So sah er sie zum ersten Mal direkt, sie brauchte sich nicht mehr zu verstecken, diese Wand aus Schemen und Schwärze, aus Schatten des Hasses, die er hinter sich zurückgelassen hatte. Und er glaubte Gesichter zu erkennen in der wirbelnden Masse. Vater?... Nein, ich habe dich nicht... Die Kälte war nun unerträglich, Dunkelheit begann ihn zu verschlingen. Meister?...Glaubt mir, es war das Beste für alle! Glaubt mir doch!... Auch der letzte Fleck Licht war nun verschlungen worden und ließ ihn mit einem letzten Gesicht vor Augen zurück, welches immer näher kam, ihm die Sicht raubte. Von Tyre?...Nein, nicht auch du…Verschwinde, du bist tot!... NEIN!! Ein Krachen erfüllte den Raum als der Armbrustbolzen die Kommode am anderen Ende der Schlafkammer des Ratsmeisters zertrümmerte und auf seinem Flug das schattenhafte Gesicht vor Buchenbachs innerem Auge durchstieß und vertrieb. Der Patrizier saß kerzengerade in seinem Bett, von Schweiß gebadet, obwohl es angenehm kühl war in seinem Raum. Er warf die Armbrust, sonst unter dem Kissen, nun in seiner Hand, von sich und legte seinen Kopf in die Hände. Er spürte wie sie ihm entglitt… die so hart erkämpfte Kontrolle… Und das galt es zu vermeiden. Er hatte sich genug verteidigt- Nun war es Zeit für einen Gegenangriff.
  2. Ich bin mir nicht sicher ob da etwas gegen spräche, aber um für das bloße Herstellen von Farbe weniger Aufwand betreiben zu müssen, wäre es doch eine schöne Sache die Witherrosen bei einem NPC kaufen zu können- Die geben schwarzen Farbstoff und haben außerdem eine schöne Textur.
  3. Zu den meisten Sachen hier kann ich leider keine qualifizierte Meinung abgeben, bzw. habe keine Lust mich zu streiten, hier bei der 7 allerdings möchte ich auch mal einhaken. Es ist, für mich und viele andere auch, eine recht unangenehme Sache Unmengen an Aufwand und Geldmitteln in das Beschaffen von Baumaterialien zu stecken, wobei das doch eigentlich gar nicht sein müsste. Es existieren mit Granatorb und Customrezepten recht gute Lösungen um einige, ansonsten schwer zugänglich zu machenden, Items und Blöcke auf dem Server nutzen zu können, was an sich eine gute Sache ist. Allerdings ist es, meiner Meinung nach, eher kontraproduktiv Blöcke und Baumaterialien, welche weder ein Luxusgut, noch eine Ausnahme, sondern eine vollkommen herkömmliche Sache in den Meisten Bauten darstellen sollen, zu derart hohen Preisen anzubieten, dass es sich nur für die wohlhabendsten Spieler lohnt regelmäßig mit ihnen zu bauen- Und selbst dann gibt es im Texturepack Alternativen die zwar häufig nicht so gut passen, aber unverhältnismäßig weniger Aufwand benötigen. Ein Beispiel: Ich möchte einen Fischmarkt bauen und nutze dafür auf dem Bauserver rund 30 Fischkörbe, welche im Customrezept jeweils 16 Fische kosten, womit ich im Gesamten bei 480 Fischen und momentan im Schnitt wenns gut läuft bei gut 11.500 Dukaten bin. Jetzt habe ich meine Fischkörbe gesetzt, muss aber noch damit rechnen, dass ich gern Endstäbe aufhängen würde, um in den Marktständen keine Fackeln oder Feuerschalen setzen zu müssen- Denn brennende Marktstände mag niemand. Rechnet man noch Mal pro Stand einen bis zwei Endstäbe, macht 18 Stäbe, also 3 Granatorbs, oder, bei momentanen Preisen, rund 6.000 Dukaten. Nehmen wir an ich möchte noch ein Haus auf den Markt bauen und baue es zum Teil aus dunklen Prismarinziegeln (Die sind nicht im Ansatz so ein großes Ding wie andere Sachen, sollen aber trotzdem nicht unerwähnt bleiben), was noch ein Mal einen Granatorb a 2000 Dukaten ausmacht. Schlussendlich zahle ich für meinen schönen Fischmarkt also 19.500 Dukaten... Ohne die Grundstückskosten (Welche vollkommen im Rahmen liegen) und die Preise für das übrige Material mitzuberechnen. Sagen wir also ich habe das Geld nicht so dicke sitzen, dass ich es dafür ausgeben könnte und gebe mich mit den anderen, weniger passenden, Lösungen des TPs zufrieden. Tropenholzkisten für die Körbe, Cobble statt Prsimarin, keine Endrods, sondern Fackeln. Preis: So gut wie nichts. Ich denke das Problem ist sichtbar. Das Texturepack von Verbannter ist hervorragend, das kann man nicht anders sagen, also wäre es doch eine Verschwendung einige der "Gebrauchsblöcke" (Also Beacons, Diamantblöck usw. ausgenommen), einfach auf Grund der zu hohen Kosten für zu wenig Nutzen, viel weniger in Bauten auf dem Server benutzt zu sehen. Eine einfache Lösung dafür wäre wohl ganz einfach die Preise in Diebesgilde und Customrezepten herunterzuschrauben. Auch wenn man 15 anstatt 3 Endrods für einen Granatorb bekommt und ein Fischkorb nicht 16 sondern einen Fisch kostet, bricht sich niemand einen Zacken aus der Krone und viele Spieler wären wohl gewillter eine größere Vielfalt an Blöcken in ihren Bauten zu nutzen. Sagt mir gerne wenn ihr dabei etwas anders seht, oder meine Meinung teilt. LG vom Lizard
  4. Wenn der Rat der Völker sich auflöst:
  5. Die Händlerverbindungen von Aldarith reagierten auf die Auswirkungen der Entscheidungen ihrer heimischen und fremder Politiker höchst entsetzt und überrascht. Nach einigen kurzfristig zusammengerufenen Treffen entschloss man sich die unabhängigen Händler zu warnen um weiteren Schaden zu begrenzen. --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- *Der West-Lyrianische-Handelsbund ist ein Zusammenschluss von eigenständigen Händlern, Vereinigungen, sowie Staaten, gelegen auf Lyrias westlicher Seite. Diese profitieren von gegenseitigen Vorteilen, gesenkten Zöllen und geteilten Informationen*
  6. Man kennt sie, die Magiergilde:
  7. Der Wind der Veränderung Der Falke mit der kleinen Schriftrolle am Bein landet auf dem Fenstersims. Der Mann mit dem großen roten Hut nimmt dem Tier das Schreiben ab und beginnt das Protokoll zu lesen. Unter der Hutkrempe beginnen die Adern auf seiner Stirn anzuschwellen, zu pulsieren. Seine Brauen ziehen sich zusammen, seine Augen werden klein, die Hand beginnt zu zittern. Leichtes Kerzenflackern erhellt den Raum. „Lang genug hat es auf sich warten lassen… Aber genug ist schlussendlich genug.“ Der Saal ist hell erleuchtet, als einige Tage später debattiert wird. Nach der Rede des Ratsmeisters sind vier Arme in die Höhe gestreckt; alle signalisieren ihre Zustimmung. „So ist es beschlossen. Die Frechheiten, Zeitverschwendungen und Nötigungen der „Welt“ werden dem Stadtrat keine Zeit mehr stehlen. Wir haben eigene Probleme, Eigenes, um das sich gekümmert werden muss.“ Boten der Stadtoffiziellen laufen aus um anzuschlagen was beschlossen wurde, verkünden es schreiend in den Gassen und Straßen, damit auch jeder hört, wie die Welt sich nun ändert.
  8. "Die Sperber haben euch also eine Falschinformation herausgegeben... Habe ich das richtig verstanden ?" Buchenbach trommelt ungeduldig mit den Fingern auf den Tisch des Hinterzimmers. Kerzenschein erhellte den Raum mit nur kleinen Fenstern und warf Shatten auf die Bücherregale an den Wänden. Der Mann ihm gegenüber blickte wortesuchend in die Luft und wollte gerade sprechen. "Euch ist klar, dass die Sperber der direkten Kontrolle des Stadtrates unterstehen, alles sehen und hören und, am wichtigsten, noch nie einen so massiven Fehler gemacht haben ?" "Ja, Ratsmeister. Dennoch kam der Hinweis von einem hohen Offiziellen der Sperber, Name und Rang durch Geheimhaltung wie immer nicht genannt, aber mit den offiziellen Siegeln." Buchenbach trommelt auf den Tisch. Die Sperber, der Geheimdienst Aldariths, die Augen und Ohren des Stadtrates innerhalb und außerhalb der Stadt würden einen Fehler dieser Größe niemals zulassen, da war Buchenbach sich vollkommen sicher. Etwas anderes musste dahinter stecken, insbesondere da der Köder einer gewesen war den der Orden offensichtlich schlucken würde, etwas das selbst ein relativ Außenstehender deduzieren konnte. "Von was genau war die Rede, Bruder ?" "Eine große Gruppe von Häschern der Magiergilde sollte laut Informationen der Sperber im Geheimen an den Docks landen, genau die Einsatztruppe die wir seit dem Vorfall auf dem Kathedralenplatz erwartet haben. Während des Anschlags war ein Großaufgebot von uns an den Docks. Wir... Wir bemerkten erst dass es eine Finte war, als die Glocken schon Alarm läuteten." Der Patrizier kratzt sich am Kinn. "Dennoch, Herr, trägt der Orden an diesem Unglück keine Schuld. Selbst wenn am Kathedralenplatz nur noch das Mindestmaß an Ordensleuten vorhanden war, müssen die Attentäter Einsicht in die Wachpläne gehabt und diese Aktion mit interner Hilfe geplant haben. Der oberste Ordensgardist vermutet einen Spion in den Reihen von Aldariths Elite." "Wer Schuld daran trägt, das soll sich noch zeigen. Richte deinem Herren aus, dass ich ein persönliches Treffen mit ihm wünsche. Wegtreten." Die Tür knallte ins Schloss als der Ordensritter die Kammer verließ. Buchenbach ließ sich davon jedoch nicht aus seinen Gedanken hervorholen. Diesen ganzen Aufwand.. Die Sperber, der Hafenmeister, der Wachplan des Ordens, die Attentäter.. Das machte sich keiner für rassistische Propaganda. Nicht in einer Stadt wie Aldarith, wo die Gefallenen seit Jahrzehnten als gleichwertige Arbeiter und Bürger gesehen wurden, Randgruppen würden hier vielleicht auf die Stimmung aufspringen- Aber die Mitte der Gesellschaft bliebe unverändert, gerade weil sie zu nicht unwesentlichem Teil aus Gefallenen besteht. Nein, diesen Aufwand macht man sich nicht für Propaganda und Hetze, nicht für Handelsgespräche mit einer Kleinstadt am Ende der Welt. Buchenbach dachte an die vielen Feinde die der Stadtrat in Aldarith hatte, solche die einen politischen Wechsel nur zu gern sehen würden, ihn aber bisher nie erreichen konnten. Auch er als Ratsmeister sollte den Verhandlungen an jenem Abend beiwohnen, war jedoch kurzfristig verhindert... Wie es scheint ein weiteres Mal, dass seine Intuition ihm das Leben rettete. Buchenbach geht ein paar Schritte und sieht aus dem kleinen Fenster des Kellerraums hinaus auf die Pfützen auf der Straße. Dieser Anschlag ist politischer Natur, nicht ideologischer, das liegt für ihn auf der Hand. Und wenn seine Vermutung richtig ist, dann ist auch schon klar, wo zu Suchen begonnen werden muss.
  9. Lage: 7720 54 5113 Bewohner: Schankwirt Haug aus Grünstedh (genutzte CB: Borkenbart) Schankwirtin Marga, Haugs Angetraute (genutzte CB: Myriell) Blut und Lavendel Die Tage auf dem Landgut begannen seit Jahren stets gleich. Mit der Sonne aufstehen, zum Hühnerstall, die Pferde und Schweine füttern, dann Frühstück und raus aufs Feld. Doch an diesem Morgen war es anders. Haug roch einen Gestank in der Luft als er sich den Ställen näherte, welcher nicht von den Tieren stammte. Es roch etwa wie es am Schlachttag riecht, wenn die Körper zum ausbluten nach draußen gehangen werden, aber nicht genau so. Nein, der Blutgeruch stammte nicht von Tieren, das war Menschenblut. Haug packte eine Mistgabel von der Wand der Scheune und wagte sich weiter um das Haus herum. Fliegen begannen in der Luft herumzusurren, der Gestank wurde schlimmer. Ein Entsetzensschrei zerriss den Scheinfrieden des Morgens in Lhynts Landen, zerrte auch den letzten verschlafenen Knecht aus den Federn hervor. "...und die Tiere werden seitdem komisch, Meister." brummelte der Schankwirt in seinen Bart. "Haben Schaum vorm Mund und glasige Augn, sehn aus als wärn sie schon gestorben, aber laufen tun sie trotzdem." Der Jäger lehnte sich an eine Wand und kniff die Augen zusammen. "Jetzt redest du Nonsens Haug, es gibt keine Tiere die Wahnsinn bei anderen Viechern verursachen... Wie viele hat es schon erwischt?" "Drei meiner Knechte, das Dienstmädchen und eben den wohlgeborenen Herren aus der Stadt. Spricht sich langsam rum die Sache, ruiniert mir das Geschäft, also bitte ohne viel Tamtam und Getöse, ja Meister ?" "Selbstredend... Die Sache wird sich in Kürze erledigt haben. Bereiteste mir ein Zimmer vor und eine gute Pfanne zum Abendbrot, ja?" Der Jäger machte sich auf zum gehen. Haug überlegte noch kurz und rief ihm dann hinterher. "Eh, Meister! Was glaubst du was es für ein Biest ist?" "N Bär ists wohl, ein ganz verschlagener." Angekommen im Unterholz bewegte sich der Jäger auf leisen Sohlen fort, die Armbrust im Anschlag. Haug hatte zwar an manchen Stellen gesponnen, aber mit einem hatte er recht gehabt, der Wald war seltsam geworden. Nur selten tschilpte ein Vogel, größere Tiere sah er gar keine. Im Unterholz raschelte es und der Jäger drehte sich reflexartig um, sah aber nichts bis auf einen schnell huschenden Schatten. Das war kein Bär... dem war er sich nun sicher. Er schlich weiter durchs Gehölz, auf der Suche nach einer Lichtung, um das Biest aus seinem Versteck zu holen. Es knackte und er horchte... Nichts, dann ein ekelhaftes Schmatzen. Der Jäger sah an sich herunter und starrte auf eine krallenbewehrte Hand, die aus seinem Wams ragte. Einige Tage später hatte Haugs Frau ihn überreden können das Problem nicht weiter zu verstecken. Ein Knecht wurde losgeschickt Gesuche an den schwarzen Brettern der umliegenden Niederlassungen und sogar in der großen Stadt anzubringen, es musste etwas getan werden. Der Hinterhof der Taverne Schweinestall hinter dem Hauptgebäude Die Felder rund um die Taverne Gerätescheune Großer Ofen in der Küche Die Stube inmitten des Landgutes Das beste Zimmer der Herberge Treppenhaus Flur inmitten des Hauses Schmiede hinter dem Hauptgebäude Teufelseiche an der Wegekreuzung
  10. Lage: Westküste der Insel Lhynt Portpunkt: -7170 71 -4430 Der Ratsmeister: Sigismund Buchenbach (DukeLizard) Der Stadtrat: Erehir Lhugarion (CrocoAce) Aidreth ain Forlinvach (Havald_Carn) Yartos Steinbeiß (_Yata_) Korhil Löwenmähne (richi2309) Galhiir Lobarad (Brombeerfisch) Hector Hohensee (Erik_2000) Sigismund Buchenbach (DukeLizard) Mürrisch zerrte der Alte ein Buch hervor. Er hustete, denn viel Staub war aufgewirbelt worden. Es war an der Zeit weiter aufzuzeichnen was geschehen war und gerade geschah. Er tunkte seine Feder in ein kleines Fässchen Tinte, wollte gerade ansetzen zu schreiben, überlegte es sich dann anders und öffnete das Fenster einen Spalt breit. Sonnenlicht lugte hinein und er konnte zum ersten Mal an diesem Tag den Himmel sehen. Durch die rußbedeckten Fensterscheiben des Archives war das sonst nicht möglich. Er lehnte sich auf das Fensterbrett und beobachtete die Wolken. Er war aufgewachsen, erwachsen und alt geworden in diversen Gemäuern. Von Türmen, über Verliese hin zu Scheunen und schließlich diesem Archiv, er hatte alles einmal gesehen.. Und doch sah er sein gesamtes Leben lang nichts. Nichts von der Welt. Nur Bücher, Karten, Akten, immer wieder und wieder. Er seufzte und beobachtete die Schwalben im Liebestanz. Die Kathedrale musste bald fertiggestellt sein… Anlässlich dessen könnte er ja vielleicht etwas nach draußen kommen… Ja, ja das wäre doch etwas. Er starrte in den Himmel. Könnte er sein Leben erneut Leben würde er alles ändern. Heiraten. Zur See fahren. Leben. Der Alte seufzte, schlug das Buch zu, las den Titel: “Die Chronik der Hafenmetropole Aldarith”, schlug es wieder auf. “Nun…nein, genug tagträumen. Ich bin ein Mann des Tatsächlichen, keiner für das Eventuelle. Wo war ich?...”
  11. Die Ratten “...Dennoch gelang es ihm mir…” der Ordensritter blickte zu Boden und knirschte mit den Zähnen “...durch Schurkerei und Hinterlist zu entwischen, Herr.” Der oberste Ordensgardist blickte von oben auf den Ritter herab und musterte ihn etwas abschätzig. “Sehr enttäuschend, gerade von dir.” “Doch dazu später.” Der hochgewachsene Gardist kratzte sich am Bart. “Mir war bewusst, dass unser Land mit Ratten infiziert worden ist, dass sie kriechen und krabbeln in den Schatten, denken sie sind versteckt vor unseren Augen… Aber wie fett diese Ratten sind, das war mir nicht bewusst- Immerhin in diesem Punkt hast du uns weiter gebracht, Perzival.” Er winkte einen Hofdiener der Festung heran. “Berichte dem Sekretär, er solle ein Treffen mit Hector Hohensee und Sigismund Buchenbach arrangieren, die Lage ist ernst, es ist dringlich.” Der Diener nickte und zog sich mit einem Schwall von Verneigungen zurück. Zacharias Adalbrecht setzte sich auf seinen Lehnstuhl und murmelte. “So wollen wir ein Feuer starten, dass alles Ungeziefer aus dem Land treibt- Es wird Zeit…” Wenige Tage zuvor: Er wischte über den Boden und zerrieb den Schmutz zwischen seinen Fingern, roch daran… Ja, eine Spur, ganz eindeutig. Er blicke an seinen Gürtel- Kein blaues Leuchten, seit Tagen nicht. Eine Spur Enttäuschung war in seinen Augen zu sehen und doch hatte er eine Spur, Immerhin. Er schob sich weiter voran, durch das dichte Unterholz hindurch- Wie ein Pferd samt Reiter hier hindurch geritten sein sollte verstand er bis jetzt nicht genau. Seit mehreren Wochen schon war er nun in der Wildnis Lhynts unterwegs, auf der Spur eines Mannes dem die schweren Verbrechen der Hexerei und Ketzerei nachgesagt wurden. Drei lange Wochen in der Nässe und Kälte des dunklen Urwaldes, der noch immer große Teile der Insel bedeckte. Vor ihm wurde es heller, eine Lichtung erschien, auf ihr eine Hütte, es begann nach Verwesung zu stinken. “Endlich hab ich dich.” knurrte er. Er blickte an seinen Gürtel. Ein schwaches blaues Leuchten erfüllte das Dickicht mit Licht und sein Herz mit Aufregung. Er bewegte sich lautlos durch das Unterholz um die Hütte herum, erfasste mit seinem aufmerksamen Blick jedes Detail auf der Lichtung. Rostiges Werkzeug stand an die Wand des Schuppens angelehnt, das Dach war löchrig, der Schornstein eingefallen. Hinter der Hütte angekommen fand er den Ursprung des Gestanks- Ein Pferdekadaver, nicht alt, aber auch nicht mehr wirklich frisch. Das Fleisch fehlte an einigen Stellen, sauber mit einem Messer herausgetrennt, wie er erkennen konnte. “So füttert der Ketzer sich also…” Er blickte an sich herunter, ging alles durch: An seiner Rechten die Rauchbomben, die Granaten, die kleine Armbrust, die Schutzrunen. Der Gurt mit den alchemischen Fläschchen an seiner Brust. An seiner Linken die zwei Dolche, die resistenten Handfesseln und der Feuerstein mit dem Schlageisen an seinem Handgelenk. Und schließlich der runenbeschlagene Zweihänder auf seinem Rücken. Es war alles da. Er löste eines der alchemischen Fläschchen vom Gurt ab und kippte den Inhalt in einem Zug. Das Zeug brannte wie Feuer in seiner Kehle, stahl ihm kurz den Atem, ließ sein Herz langsamer schlagen… immer langsamer, bis sich selbst die Welt um ihn herum etwas langsamer zu drehen schien. Er betrat schleichend die Lichtung, drückte sich neben dem toten Pferd an die Hüttenwand und lugte durch einen Spalt ins Innere. Da saß er. Zusammengekauert über ein Buch gebeugt, Formeln murmelnd. Die Tür würde er nicht nutzen, der Mann war zwar Ketzer, aber dumm, das war er ganz sicher nicht, er hatte sich gewiss abgesichert. Er würde ihn nach draußen treiben müssen, das war klar. Ein paar Schritte zurück, den Abstand eingeschätzt, dann der Wurf. Die Rauchbombe flog perfekt durch den Spalt im Dach und zerbarst im Inneren. Wie erwartet flog die Tür auf und der Alte rannte hustend auf die Lichtung. Im Krieg gibt es keinen Kodex, keine Gnade, schon gar nicht zwischen Jäger und Beute. Er griff sofort an. Bevor er überhaupt wusste was geschah, hatte der Magier schon einen Bolzen im Bein stecken, hob dann aber trotzdem reflexartig seine magische Deckung und wehrte so gerade noch einen Feuerblitz aus der Linken des Hexenjägers ab. Eine schnelle Handbewegung und ein darauf folgender Erdwall rettete ihn vor einem tödlichen Schwung mit dem Zweihänder. Eine weitere Handbewegung und ein Windstoß fegte den Jäger von den Beinen und warf ihn zurück, gegen die Hütte, nahm ihm den Atem. Er hatte ihn unterschätzt... Der Alte war ein wirklicher Meister der Elemente, das war ihm nun klar, als messerscharfe Fragmente aus Steinen in die Luft stiegen und auf ihn zuschossen, bereit sein Herz zu durchbohren. Blaues Leuchten vom Kristall an seinem Gürtel, heller als Tageslicht. Im Letzten Moment hob er sein Schwert wie zum Block, die Runen darauf begannen zu glühen und die Steinscherben zerfielen im Flug zu Staub. Er sprang auf, tauchte unter einem Felsen hindurch, zerschlug mit dem Schwert einen scharfen Windstoß und stand schließlich vor dem Magier, sein Gesicht wenige Fingerbreit von dessen Gesicht entfernt. Seine runenbesetzte Klinge steckte in der Brust des alten Mannes, Blut begann zu tropfen, dann zu fließen und schließlich zu strömen und das Leben in den alten Augen des Ketzers erlosch auf immer. Der Jäger ließ sich erschöpft fallen, begann sein Schwert zu reinigen, als die Wirkung des Gebräus nachließ spürte er stechend die Wunden. Jemand betrat die Lichtung, Überraschung in seinen Augen. Die Männer blickten sich an, man kannte sich. “Das war meine Beute.” merkte der Neuankömmling trocken an. Der Hexenjäger sprang auf die Beine, ignorierte den Schmerz in der Brust und hob sein Schwert. Sie begannen sich zu umkreisen, den toten Wildmagier zwischen ihnen. “Manchmal kommt man eben zu spät… So ist das Leben.” hörte er sich eine abgedroschene Phrase rezitieren. Sie umkreisten sich, überlegten wie man beginnt, wo man Lücken findet, beobachteten sich ganz genau. Lange ging das so, bis der Hexenjäger erneut das Wort ergriff. “Ich will diesen Streit nicht beginnen- Und du tätest gut daran es ebenfalls nicht zu wollen.” Der Häscher der Magiergilde überlegte kurz, blieb dann stehen und schaute seinem Gegenüber in die Augen. “Abgemacht. Was brauchst du um deine Obersten zu überzeugen ?” “Den Kopf, zumindest.” “Trifft sich, ich brauche nur das Siegel” Man zog die Dolche, trennte Körperteile ab und stand sich dann gegenüber. Der Häscher machte sich auf die Lichtung zu verlassen, stoppte dann genau neben dem Jäger. Er zögerte, sprach dann aber doch. “Was ist nur aus uns geworden, Perzival ?” Er kämpfte mit den Tränen. “Der eine wurde Jäger… Der andere Ratte… Bruder.” erwiderte Perzival von Isenhart und ließ eine Ratte entkommen.
  12. Gier Buchenbachs Gesicht wurde bleich als er die Worte aus dem Mund des angeketteten, ausgehungerten Mannes vernahm. "Sag das noch mal !" verlangte er, Aufregung in der Stimme. Der dürre Gefangene, von Horrek sein Name, zitterte und schwieg, woraufhin ihn ein riesiger Nordmarer mit dem stahlbekappten Stiefel in die Seite trat und wie ein Ochse schrie: "Nochmal sagen sollst du`s !" "A... Aus einem alten Grab..." Ein Husten schüttelte den Mann. "Im Norden, bei denen die sich selbst Zwerge nennen... Ich.. Ich hab`s nur gefunden, einfach so... mehr weiß ich nicht, ich schwöre es, bei allem was mir heilig ist !" Der Mann war den Tränen nahe. "Lass ihn, Brán." Buchenbach kratzte sich am Bart, während der Hüne grunzte und zurücktrat. Der Patrizier lief im Kerker auf und ab und drehte dann ab in Richtung Tür. "Ich glaube dir, von Horrek. Dennoch bist du mit deiner Dummheit in eine verdammte Scheiße hineingerutscht..." Buchenbach durchwühlte die Unterlagen in seinem Büro und fand schließlich die Zeichnung die er angefertigt hatte, als das kostbare Kleinod in seinen Besitz kam. Sehr genau hatte er es damals getroffen, unverwechselbar beinahe. Einen unverschämt hohen Einstiegspreis hatte er beim Auktionshaus angegeben und dennoch wurde sein Stück von einem Unbekannten ersteigert. Der Wert des Stücks lag trotzdem weit über dem was gezahlt worden war, das war ihm nun klar geworden. "Schicke Kunde an den Seemann und den Schlächter, sie sollen alles was in ihrer Macht steht tun um den Ring wieder zu finden... Es gibt kein Versagen." "Herr, welche Befugnisse sollen ihnen eingeräumt werden ?" "Alle." Er atmete tief durch und schaute aus dem Fenster auf den nächtlichen Hafenmarkt. "Ich kümmere mich persönlich um jede Komplikation. Mach ihnen das klar: Der Ring wird gefunden, egal was kommt! Verstanden ?" "Ja Herr, sofort Herr." Der kleine Sekretär verließ flink den Raum und machte sich auf den Weg zurückzuholen was verloren ging...
  13. Hier ein paar Bilder von Sigismund Buchenbachs altem Stadtanwesen in Aldariths Hafenviertel: Außenansicht mit Anbau und Turm Außenansicht vom Eingangstor aus Eingangsraum mit Bildnis von Buchenbach Flur im ersten Stockwerk Der kleine Speisesaal mit einem großen Fenster Die kleine, selten genutzte Küche des Hauses Das ebenfalls selten genutzte Schlafzimmer unter dem Dach Der Salon mit Kamin und Wandteppichen Buchenbachs Arbeitszimmer im Turm Wenn ihr Zeit und Lust habt die Stadt zu besichtigen, sagt einfach bescheid, wenn jemand da ist steht einer Führung meistens nichts im Wege, so dass auch das Innere der Häuser begutachtet werden kann.