Zuckertorte

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    Zuckertorte

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  • Birthday 05/14/2001
  • RP Name:Varis van Valdren
  • RP Volk:Fahlländer
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  1. Name des Charakters: Varis van Valdren Geschlecht: Männlich Volk: Fahlländer Geburtsjahr: 4. Epoche Jahr 21 (29 Jahre) Größe: 1,78 m Haarfarbe: Schwarz Augenfarbe: Gelb Heinat: Ein Dorf der Gefallenen in der Nähe von Aramat Wohnort: Atmora Stellung: Hüter der klagenden Türme Handwerk: Alchemie; Magie, vor allem die Schule der Illusion Eltern: Antus van Valdren; Katarina van Valdren Geschwister: Carlia van Valdren Glaube: Eli, Gottheit der Diebe Aussehen: Mein Aussehen? Ihr ehrt mich mit dieser Frage, ich werde euch meine Gestalt gerne näher beschreiben. Vorerst nehme ich an, dass euch meine verblasste Haut und diese geisterhaften Male nicht entfallen sind. Nun, es ist wohl nichts besonderes mehr heutzutage einen Gefallenen zu sehen, obwohl mich immer noch Leute ansehen als würde ich ihre Seele verschlingen wollen. Ich habe Pechschwarzes Haar und habe sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Meine Augen mögen ein bisschen Eingefallen sein, doch stets laufe ich mit einem freundlichen Blick und einem sanften Lächeln durch die Straßen der lyrianischen Städte. Ich kleide mich Schlicht und trage eine schwarze Robe mit einigen Roten Akzenten. Mein Stigma zieht sich in von der linken bis zur Rechten Schulter. Zudem trage ich das Siegel der Magiergilde. Das Siegel befindet sich direkt über meine Male auf meinem Nacken und formt ein Auge. So sehr ich die Sonne auch liebe, als Gefallener bin ich dazu verdammt sie zu fürchten und trage daher immer Notfalls eine Kapuze. Aber verlasst euch nicht darauf, dass diese Beschreibung immer zutreffen mag, denn ich liebe es mich zu verkleiden… Charakter: Noch eine intime Frage? Ihr scheint ja wirklich von mir besessen zu sein! Aber ich werde sie euch nicht verwehren, nein im Gegenteil, nichts bereitet mir mehr Freude als mit Menschen über ihre Persönlichkeit zu sprechen. Ihr müsst verstehen, ich habe mich seit langem in die magische Schule der Illusion vernarrt. Ich liebe es Leuten Realität und Worte im Munde zu verdrehen. Natürlich ist dies nicht die beste Herangehensweise um Freunde zu finden, doch wie die Götter es wollten gehöre ich zu den wenigen Gefallenen, die die Nähe der Lyrianer suchen und ihnen ihre Geheimnisse entlocken möchten. Darum nehme ich es in Kauf aufgeschlossen und freundlich meinem Gegenüber zu sein, doch wenn die Zeit reif ist und ich mir ein Bild gemacht habe, schrecke ich nicht davor zurück sie in die Irre zu führen. Einst redete ich es einer Verlobten aus, ihren Bräutigam zu heiraten und stattdessen ihrer wahren Liebe zu folgen. Ein anderes Mal lief ich in den Wäldern einem Wanderer über den Weg, welcher mich nach dem Weg fragte. Ich schickte ihn in die Richtung eines Wolfsrudels, welchem ich zuvor entkommen bin. Ich sehe für jeden Menschen ein Schicksal, welchem ich helfen möchte es zu erfüllen, jene die sich diesem Schicksal verwehren, helfe ich mit Hilfe meiner Illusionen wieder auf den richtigen Pfad. Wollt ihr, dass ich euer Schicksal deute? Geschichte: Ihr seid ziemlich dreist mich das zu fragen. Neugierige Katzen verbrennen sich die Tatzen, wisst ihr? Aber was soll's, inzwischen wisst ihr ja sowieso fasst alles über mich, also lasst uns das Bild vollenden. Wir schreiben das Jahr 21 der 4. Epoche. Geboren in einem Dorf unweit den heutigen Höhlensystemen, welche von den Gefallenen behaust werden. Ich erinnere mich nur noch schwach an diese Zeit, aber ich weiß das wir in einer bescheiden Behausung lebten, wobei mein Vater seinen Lebensunterhalt als Metzger verdiente. Ich werde niemals den Geruch vom aufgeschlitzten Kadaver der Tiere vergessen. Ich war ihm Tagelang ausgesetzt, da mein Vater meine Hilfe beanspruchte. Ich mag zwar erst 11 Jahre gewesen sein, doch mit der Zeit wurde ich besser darin Sehnen, Eingeweide und Knochen vom Fleisch zu trennen. Ja, fast hatte ich sogar gefallen daran... Viele Kinder träumen davon eines Tages ein Ritter oder Held zu werden, mit Schwert und Lanze Schurken und Bestien nieder zu strecken. Auch ich hatte solche Träume, doch das Samerium vergiftete die Körper meiner Ahnen und ließ ihre, wie auch meine Muskeln schwach werden. So schwach, das ich niemals ein richtiges Schwert in den Armen halten könnte. Vielleicht brachte mir das Messer deswegen Vergnügen, weil es mir das Gefühl einer Klinge näher brachte? Meine Freizeit verbrachte ich oft mit Carlia, meiner jüngeren Schwester. Sie war anders wie ich, trotz unserem Schicksals als Gefallene, ließ sie sich von der Sonne nicht aufhalten. Sie klettere während den Sonnenuntergängen auf die Bäume oder pflückte Blumen für Mutter, welche sie am Markt verkaufte. Für eine Fahlländerin war sie kräftig und ausdauernd, im Gegensatz zu mir. Jedoch hatte ich eindeutig den überlegeneren Verstand. Ich spielte ihr oft Streiche, machte sie zum Narren, wie man es unter Geschwistern so tut, wobei wir aber beide am Ende aber immer in Gelächter ausbrachen. Und so vergingen ein paar weitere Jahre. Aus dem wenigen Geld das ich mir durch die Arbeit in der Fleischerei verdient habe, kaufte ich mir Bücher. Ich vermochte zu dieser Zeit zwar nicht zu lesen, doch ich brachte sie zu jemanden der es konnte und schenkte sie ihm. Das war die Bedingung dafür, dass er mir selbst das Lesen beibrachte. Ich war 15 als ich die einfache Schrift zu lesen vermochte, doch mein neues sollte ungenutzt Talent bleiben. Vater beanspruchte meine Arbeitskraft Tag und Nacht, seine Aufträge wurden immer größer, so groß, dass auch Carlia nicht verschont blieb. Dann, nach einigen Monaten geschah etwas außergewöhnliches. Magier der Gilde kamen zu uns. Sie wollten auf eine Expedition aufbrechen und wollten sich sich bei uns Vorräte besorgen, die Wucherpreise der Hauptstadt meiden. Als mein Vater mich zu den Magiern schickte um ihnen ihren Vorrat zu übergeben, sollte sich mein Schicksal ändern. In dem Moment einem der Magier, einem bärtigem, braunhaarigen Mann in blauer Kapuzenrobe gegenübertrat, fing der Stein an seinen Amulett an in saphirblauen Licht zu pulsieren. Der Magier faste mir mit geweiteten Augen an die Schultern und gratulierte mir. Ich war verwirrt und fragte ihm danach, wovon er sprach. Er deutete auf sein Amulett und sprach davon, das es Magisches Potenzial erkennen könne. In diesem Moment war ich überwältigt, dies war meine Chance aus meinem Leben etwas zu machen. Der Magier gab sich als Barbas zu erkennen, ein Lehrmeister in der Magiergilde Aramats. Er sagte mir, er würde meine Ankunft in der Gilde erwarten, sobald er von seiner Expedition zurückkehrt. Ich redete mit Vater, welcher der Idee zuerst ablehnend gegenüberstand. Schließlich müssten wir dafür in die Hauptstadt ziehen, was wir uns nicht leisten konnten. Seine Meinung änderte sich, als unser Dorf Kund erreichte, dass die für unsere Jäger der Jagdgrund nun tabu war und weiteres Jagen als Wilderei bestraft wurde. Ohne Jäger, kein Fleisch. Ohne Fleisch, keine Arbeit für Vater. Ohne Arbeit für Vater, keinen Grund weiter im Dorf zu verweilen. Es dauerte einige Wochen bis wir uns in der Hauptstadt eingelebt hatten. Noch nie habe ich so große Häuser gesehen. Rassen aller Völker an einem Ort versammelt. Bunte Farben und Gerüche aller Art, all dies glich mir damals einem Wunderland. Eine Illusion wie sich herausstellte, denn dieses Bild sollte nicht lange verweilen. Die Bewohner Aramats hatten keinen Platz für Gefallene. Sie fürchteten uns, also brachten sie uns in die Höhlen. Dieser dunkler Ort mag zwar abschreckend wirken, doch er schonte unsere fragilen Körper vor der Sonne und schützte uns zudem vor den verächtlichen Blicken der Städler. Eines Tages schließlich hatte ich die Gelegenheit die Magiergilde aufzusuchen, begleitet von Mutter und Carlia. Ich weiß noch als ich die großen Türme das erste mal erblickte. Sie erheben sich über den gesamten östlichen Bezirk, abgeschottet vom Lärm, der Unruhe der Stadt. „Das ist der Ort an dem Wunder wahr werden“ sagte ich mir damals. Und Wunder sollten geschehen. Barbas erwartete uns und brachte mich und Carlia in einen Raum, an welchem unser magisches Geschick getestet werden sollte. Die Ergebnisse waren überraschend. Mein Potenzial zum Wirken von Magie überstieg das meiner Schwester bei weitem, sogar das der meisten Gefallenen. Jedoch scheiterte ich an jeglichen Heil- und Zerstörungszaubern, welche mir die Magier versuchten beizubringen. Ganz im Gegenteil zu der Beschwörungs- und Illusionszaubern. Es war viel leichter für mich die Natur dieser Magie zu verstehen, es schien fast so, als hätte ich ein Talent dafür. Die Magier entschieden sich dafür mich aufzunehmen und boten mir die Erstausbildung an. Ich willigte überglücklich ein und während die Monate verstrichen, lernte ich mehr und mehr über die arkanen Mächte der Magie. Meine Mutter sah Sinn in alldem, sie meinte das mir die Götter im Gegenzug für meinen gebrechlichen Körper all dieses Potenzial verliehen haben. Wer weiß, vielleicht hatte sie recht und es war Schicksal, dass mir dieses Geschenk zu Teil wurde. Doch mein Schicksalspfad sollte sich verdunkeln. Ich spazierte in den Straßen der Hauptstadt, als ich darüber nachdachte, wie sich die Dinge entwickelten. Ich stand nur noch wenige Tage vor dem Abschluss meiner Erstausbildung. Für viele ein Grund zur Freude, doch mein Vater erkrankte schwer und war nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Das Geld, welche für meine weitere Ausbildung angespart wurde, wurde nun zu seinem Notgroschen, welches in den Taschen der gierigen Ärzte Aramats verschwand. Vermutlich waren es Betrüger, denn sein Zustand verbesserte sich nicht. Für mich hatte das schwere Konsequenzen, denn wenn ich meinen Abschluss vollendet habe und von der Magiergilde zum wohle meiner Familie austrete, würden sie meine Kräfte versiegeln. All die Tage, Wochen und Monate des Studiums für nichts? Nein, ich würde nicht zulassen, dass sie mich meiner Kräfte berauben, dass sie mein angeborenes Potenzial vernichten, mein Geburtsrecht! Ich würde fliehen müssen, ehe sie die Magie in mir versiegeln könnten, doch ich würde die Gelegenheit ausnutzen und so viel Wissen wie möglich mitgehen lassen. Mein Ziel war das große Archiv der Gilde. Dort würde ich finden was ich brauche, also spähte ich den Wächtern des Archives nach und prägte mir ihre Patroullien ein. Schließlich kam der Tag der großen Feier, an dem ich und viele andere Absolventen als Magier ausgezeichnet wurden. Dies sollte auch der Tag sein, an dem ich die Gilde verraten sollte und ein Leben als Wildmagier führen sollte. Als ich nach dem Aussehen meines Erkennungssiegels gefragt wurde, wählte ich das Auge der Sonne. Sowohl Sonne und Auge hatten eine tiefere Bedeutung für mich. Die Sonne im Morgengrauen spendete mit Tag für Tag Trost und erleichterte mir meine Entscheidung. Das Auge hingegen, es mag zwar albern klingen, doch seitdem ich der Gilde beitrat, fühle ich mich beobachtet. In Zukunft würden mich weitere Augen verfolgen, daher dachte ich, dass ich ebenfalls ein zusätzliches gebrauchen könnte, am besten hinter meinem Rücken. Lacht nur, doch ich könnte schwören, dass es mir bereits mehrere Male die Haut gerettet hat. Nun denn, ich schweife ab. Meine Lehrmeister wussten vom Schicksalsschlag meiner Familie, ließen mir jedoch diesen Tag des Triumphs. Das sollte meine Chance sein, denn während die anderen feiern, würde ich in das Archiv einbrechen und eines ihrer Bücher stehlen. Rote Sonnenstrahlen zogen über den Abendhimmel Aramats und färbten diesen in einer ungewöhnlich schönen Art und Weise. Mein Plan war es auf den Sonnenuntergang zu warten und dann in das Archiv zu schleichen. Wenn der letzte Sonnenstrahl am Horizont verschwindet, würde sich die Halle des Archives in Finsternis hüllen, dank ihrer verdunkelten Fenster. Mithilfe von Illusionen konnte ich einen Weg an den Wächtern vorbei finden, doch gerade als ich vor dem Schrank, der das Wissen enthielt auf das ich es so abgesehen hatte, schien ein elementares Licht über mich und durchfuhr meinen Körper. Barbas hatte mich entdeckt. Sein Gesicht war von Enttäuschung überzogen und ich wusste er würde versuchen mich aufzuhalten. Ich flehte ihn an mich gehen zu lassen, er als mein Meister müsste doch verstehen weswegen ich das tue. „Verlasst die Gilde Varis“ sagte er, „Kehrt nie wieder zurück, oder ich werde euch eigenhändig zum Erzmagier zerren“. Diese Worte aus seinem Mund zu hören... Es zerfraß mich, doch die Gier nach dem Wissen war stärker als seine Drohungen. Ich riss eines der Bücher aus dem Regal und rannte davon. Hinter mir hörte ich ihn nach mir rufen. Sein Geschrei durch hallte das Archiv und weckte die Aufmerksamkeit der Wächter. Ich weiß nicht ob es Glück war oder Barbas, welcher es nicht übers Herz brachte mich aufzuhalten, doch ich schaffte es aus dem Archiv und rannte über die Gärten zum südöstlichen Tor der Stadt. Ich stand vor einem großen geschlossenem Fallgitter und die Magier waren mir auf den Versen. Ich geriet in Panik und dachte, das nun alles zum Scheitern verurteilt war. Aber wie aus dem nichts griff mich eine Hand und zerrte mich in einen Busch. Ehe ich einen Laut herausbringen konnte, wurde mir der Mund mit flacher Hand verdeckt, während meine Ohren ein leises zischen vernahmen. Ich befolgte das Zeichen und schwieg. Die Schritte der Magier kamen näher und ihre wütenden Stimmen lauter. „Seid unbesorgt, sie sehen uns nicht“ flüsterte mir eine sanfte Stimme ins Ohr. Und tatsächlich, nach etlichem Suchen und Fluchen zogen die Magier ab und suchten entlang der Mauer weiter. Als die Gefahr vorbei war, krochen wir aus unserem Versteck heraus und ich sah wer mich vor meinem Unheil bewahrte. Es war ein kleines Mädchen, in einfachen Stofffetzen gehüllt, mit tiefen dunklen Augen. Ich dankte ihr für ihre Güte und streckte ihr meine Hand aus. Sie schüttelte den Kopf, nahm meine Hand und legte ihre Hand auf meine. „Ihr tätet euch nicht gut daran, den Tod eines einfachen Diebes zu sterben.“ sagte sie. Nehmt dies an und denkt an mich, wann immer ihr im Schatten wandelt.“ Sie ließ meine Hand wieder los, in ihr fand ich eine Münze mit dem Bildnis einer jungen, hübschen Frau. Dann verschwand sie, so schnell wie sie aufgetaucht war. Für einige Momente stand ich nur verdutzt da, bis ich durch den Schrei einer Krähe wieder zu mir kam. Noch nie hatte ich eine der gleiche Begegnung. Was hatte es mit ihrer Warnung auf sich und wozu diese eigenartige Münze? Ich habe das nicht vielen erzählt, doch ich denke das ich eine Begegnung mit einem Anbeter Eli's, oder mit der Gottheit selbst hatte. Rettete sie mich weil ich das Wissen der Magiergilde stahl? Sah sie deswegen etwas in mir, was es Wert war nicht vorzeitig sterben zu lassen? Fragen dieser Art stellte ich mir seither fast jeden Tag. Nicht nur wegen meiner Flucht vor der Gilde, sondern auch mit dem, was ich ihnen entwendet habe. Das Buch, es hatte einen äußerst merkwürdigen Titel. „Schicksal“. Mehr zierte den Einband nicht. Als ich es öffnete, waren die Seiten leer und meine Moral zerstört. Damals dachte ich zunächst, es handle sich um ein versiegeltes Buch, ein letzter Schachzug der Magier, Dieben eins auszuwischen, doch ich irrte mich. Mir fiel es erst auf, als ich das Buch in den Mondschein warf, doch je länger ich auf die leeren Seiten starrte, desto klarer wurde ein Bild. Ich verbrachte fast die ganze Nacht damit das Buch zu entziffern, seinen Sinn zu deuten. Aber ich war ermüdet und konnte meine Augen komm offenhalten, es dauerte nur wenige Minuten bis ich langsam zusammensackte. Dann, kurz bevor ich meine Augen schloss schoss ein Lichtblitz aus dem Buch. Für einen Moment war ich wie betäubt. Ich spürte meine Finger nicht, hörte nur ein schrilles Quietschen im Ohr und meine Augen waren geblendet. Auf einmal sah ich dann wieder etwas, aber es war nicht die Lichtung auf der ich mich versteckte. Es war eine Reihenfolge von Bildern, Orte die so detailliert waren, dass es sich nicht um einen Traum handeln konnte. Ein Lagerfeuer im Wald, Eine Taverne nahe der Nordgrenze, ein modriger Kerker einer Kaserne und viele weitere Bilder von Orten, die ich nie zuvor gesehen habe. Jedes dieser Bilder brannte sich in mein Gedächtnis ein, doch eines vergesse ich bis heute nicht. Eine Gruppe von Türmen, Wind weht durch ihre Lücken und erzeugt ein Ton, das dem heulen von Gespenstern ähnelt, welches nur von den Geräuschen eines Sumpfes übertönt wird. Als ich wieder zu mir kam war es bereits Morgengrauen. Ich setzte mich nur langsam auf, das Buch in meinen Armen umschlossen, dann hörte ich sie. Die Magier haben meine Fährte aufgenommen und waren bereits auf den Weg zu mir, nur wenige Meter entfernt. Ich wusste sie würden einen Siegelstein benutzen um mich aufzuspüren, doch ich hatte keine andere Wahl als zu laufen. Ob ein Magier, ein Gebildeter in den arkanen Künsten geschult, ebenfalls die selbe Jagddurst wie die eines Bluthundes empfinden kann? Ich weiß nur, dass ich mich in diesem Moment wie Beute fühlte. Hilflos ausgeliefert, nur eine Frage der Zeit bis sie mich einholen würden. Dennoch rannte ich durch durch das Unterholz. Äste und Blätter prallten gegen mein Gesicht, manche hatten Dornen und rissen mir Haut und Kleider vom Leib, ich lief weiter. Meine Lungen brannten und Schweiß rann mir von der Stirn. Dann spürte ich eine große Hitzewelle hinter mir, als ich mich umdrehte sah ich einen lodernden Feuerball welcher hinter meinen Beinen explodierte und schwer verbrannte. Ich wurde noch einige Meter weiter weg geschleudert und prallte wie ein Mehlsack auf den Waldboden auf. Meine Sicht war durch Blut getrübt und der Schwindel machte es mir nur schwer bei Bewusst sein zu bleiben, doch es reichte um die Silhouette des Pyromanten zu erkennen, welcher bereits seinen nächsten Zauber aussprach. Weitere Magier traten hinter den Bäumen hervor und ich war mir sicher, dass ich sterben würde. Ich schloss meine Augen und hielt die Münze fest in meine Hand, in der Hoffnung die mysteriöse Gestalt würde erneut kommen um mich zu retten. Das nächste was ich hörte war das Geräusch von gespaltenem Fleisch, wie ich es so oft in meiner Kindheit hörte. Ich öffnete meine Augen, der Pyromant war von einem Speer durchbohrt worden, welcher unmittelbar aus dem Boden schoss. Der Speer erhob sich höher und aus der Erde stieg sich eine skellettierte Leiche, welche von Morast und verrotteten Innereien überzogen war. Der Magier versuchte zu sprechen, schaffte es nach jedoch nur ein gurgelnden Laut aus seinem Blutgefülltem Mund zu bringen. „Nekromant!“ schrie ein anderer, kurz bevor ein in Schwarz gehüllter Alve ihm die Kehle durchtrennte. Ich vernahm nicht mehr viel, doch sah wie Zauber gewirkt wurden und hörte die Schreie der Lebenden und das Knistern des Feuers, welches die Leichen zerfraß. Im Handumdrehen war alles wider vorbei, ich versuchte bei Bewusstsein zu bleiben, als die Verhüllten Gestalten sich mir näherten, doch es brauchte nur einen gut gesetzten Magentritt um mich außer Gefecht zu setzen. Das nächste an was ich mich erinnern kann, ist wie ich von einer Schar düsterer Gestalten an einem Baum gefesselt wurde. „So jung und schon Feind der Gilde?“ fragte mich einer von ihnen. Ich schwieg ihn an. „Du hast uns eine Menge Ärger bereitet, weißt du? Beinahe hätten die Gildenmagier unser Lager entdeckt. Wir hatten Glück, dass sie so versessen darauf waren dich zu rösten. Das gab uns genug Zeit um unseren Hinterhalt vorzubereiten.“ „Dann stehe ich wohl in eurer Schuld. Mein Name ist Varis, wie lautet eurer Nam-“ „Markar“ unterbrach er mich. „Außerderm gebe ich einen feuchten Dreck auf eure Entschuldigung. Ich würde viel lieber hören, was ihr zu diesem Buch zu sagen habt“ Er warf das Buch, für welches ich mein Leben riskiert hatte zu Boden. Es war ruiniert, mit Asche und Brandstellen überzogen. Es muss wohl einen Großteil des Feuerballs abbekommen haben. Ein Wunder dass es nicht vollständig verbrannt ist. „Schicksal. Das ist das einzige Wort das wir aus dem Einband entziffern konnten. Ich nehme an ihr habt es gelesen? Sagt uns alles was ihr wisst.“ Ich erzählte ihnen von meiner Flucht aus dem Archiv und wie ich in den Wald flüchtete. Es viel ihnen jedoch schwer zu glauben, dass das Buch nur aus leeren Seiten bestand, hätten aber jedoch auch schon von magischen Büchern dieser Art gehört. Markar wandte sich von mir ab und unterhielt sich mit den anderen Wildmagiern. Dann drehte er sich zu mir um. „So seltsam wie eure Beschreibungen auch sind. Die Pyromanten hätten euch nicht bis hierhin verfolgt wenn ihr nicht hättes wichtiges gestohlen hättet. Das Buch war mit Sicherheit etwas einzigartiges. Zu Schade dass ihr es zerstört habt. Wir hätten sicherlich einen nutzen davon gehabt. Doch die Frage ist, haben wir einen Nutzen von euch?“ Ich sah ihn sprachlos an und versuchte ein Wort heraus zu bekommen, doch meine Kehle war trocken und ich spürte, dass nichts gutes geschehen würde. Markar verdrehte die Augen und zückte einen Dolch aus seiner Robe, welche er mir sogleich an die Kehle hielt. „Ihr wart in der Gilde nicht wahr? Sagt mir. Wie hätten wir einen größeren Nutzen von euch? Ein neues Versuchskaninchen? Ein frischer untoter Sklave? Oder einfach nur ein wenig Vergnügen darin finden euch hier und jetzt ausbluten zu lassen?“ Dann entwendete er den Dolch wieder. „Oder ihr treten unseren Reihen bei. Werdet einer von uns. Ein Wildmagier. Ihr habt euch bereits bewiesen, nicht jeder hätte Leihe hätte es geschafft der Gilde auf dieser Art eins auszuwischen. Denkt über meine Worte nach. Allein erwartet uns ein Leben der Angst und Sorge, allzeit in Furcht davor gefangen zu werden.“ Doch zusammen sind wir stärker als sie!“ Er deutete die Leichen der Magier. „Nun denn Varis. Für welches Schicksal entscheidet ihr euch? Ihr könnt euch sicherlich denken wie ich mich entschieden habe, sonst würdet ihr in diesem Moment wahrscheinlich mit einer massakrierten Leichnam sprechen, eine absurde Vorstellung... Ich verbrachte die kommenden Jahre als Wildmagier und lernte unter ihnen und hatte das Gefühl, dass ich hier hingehörte. Frei von Regeln und niederträchtigen Blicken. Mein Glaube bestärkte sich, denn die Erfahrungen die ich mit den Wildmagiern machte, die Bilder die ich sah, sie glichen den Visionen des Buches, welches ich vor all den Jahren hatte. Seid jener Nacht, habe ich im immer den selben Traum mit den gleichen Bildern. Auf diese Weise vergesse ich sie nicht. Es ist beinahe wie ein Fluch. Ich war 25 als ich mein Handwerk endlich gemeistert hatte. Es hat unzählige Versuchsobjekte gebraucht. Ich habe mit Ratten angefangen, sie tagtäglich meinen Willen folgen lassen. Dann tastete ich mich an größere Testsubjekte heran. Katzen, Hunde, Pferde, am Ende war es egal was ich in die Hände bekam, solange es ein funktionierendes Gehirn hatte. Schließlich konnte ich auch die Denkweisen humanoider Kreaturen wie Goblins und Trolle enträtzeln und auch diese dann nach meinem Willen folgen lassen, zumindest bis sie sabbernd und leichenstarr in der Ecke verkümmerten... Ich konnte mein ganzes magisches Potenzial in der Mentalmagie frei entfalten und schon bald war ich der beste unter den Reihen der Wildmagier. Jedoch vernachlässigte ich die anderen Schulen und versuche sie bis heute noch zu verstehen. Markar hingegen fühlte sich zunehmend zur Nekromantie hingezogen. Als unser Anführer befahl er uns immer wieder aufs neue Leichen zu beschaffen. Zumeist lauerten wir ahnungslosen Wanderern oder Händlern auf. Doch dies reichte für Markar nicht mehr aus. Er richtete seinen Blickwinkel einem Dorf von Holzfällern entgegen. Er war besessen davon, einen Knochen-Atronach zu erschaffen, einer der all unsere Feinde zerschmettern sollte. Solch ein Konstrukt würde jedoch eine enorme Anzahl an Leichen brauchen. Viele von uns waren gegen diesen Plan, doch Markar kannte Mittel jegliche Gegenstimmen im Keim zu ersticken... Ich war überrascht als es mich um Rat bat. „Keiner von uns versteht den menschlichen Verstand so gut wie ihr Varis. Überzeugt diese Feiglinge davon, dass ich das richtige tue!“. Sein Blick war durchgreifend und der Gestank von Tod hängte an seinen Kleidern. Ich wusste das Markar genauso wenig wie ich mich um den Schutz der anderen kümmerte. Ich durchschaute ihn und wusste das es Macht war, wonach es ihm dürstete. Ich kannte ihn nun lange genug um zu wissen, dass die Falsche Antwort sein Vertrauen in mir zerstören würde. Ich brauch euch wohl nicht zu erklären, warum man nicht mit dem Vertrauen eines Nekromanten spielt, nicht wahr? „Gewiss. Das Schicksal unseres Zirkels, sowie das der Dorfbewohner und auch eures, all jene sind mit dem Todeswerkzeug verbunden, welches ihr erschaffen werdet.“ Dem Anschein nach genügte ihm diese Antwort. Er grinste und kehrte mir den Rücken zu. „So haben es die Götter vorherbestimmt! Ich werde dieses Land erzittern lassen und jeden zermalmen der sich mir in den Weg stellt!“ Ich sah ihm hinterher, bis sein Gelächter im Nebel nicht mehr zu vernehmen war. Welch närrische Vorstellung von Schicksal. Seine Pläne waren zum Scheitern verursacht, wenn nicht durch seine eigene Arroganz, dann durch die Klinge eines anderen. Ich jedoch sah eine ganz eigene Bestimmung für Markar und seine Gefolgschaft. Wir warteten auf den Vollmond, er würde uns das wenige an Licht zur Verfügung stellen, welches wir bräuchten um unserer Werk zu vollrichten. Ich bin nicht stolz darauf was wir dort taten. Es war ein Blutbad. Markar befahl uns keinen von ihnen am Leben zu lassen. Ich selbst erdolchte dutzende von ihnen, bevor sich mir der Magen umdrehte. Der Gestank des Todes war überall und das Dorf glich einer einzig großen Blutlache. Markar machte immer noch nicht halt, vielmehr war er davon überzeugt weiter zu machen. Also bereiteten wir das Ritual vor. Als Sohn eines Metzgers könnt ihr euch denken was meine Aufgabe war. Während ich die Leichen vorbereitete erinnerte ich mich an meine Kindheit, wie unbeschwert ich damals lebte und versuchte herauszufinden, was mich nun hierher an diesen Ort der Totenschändung brachte. Ich fand keine Antwort. Wir waren kurz das Ritual zu beginnen. Die Knochen waren noch von Blut und Sehnen überzogen, doch es sollte für unser Vorhaben ausreichen. Markar kontrollierte alles gründlich und verlangte reinste Perfektion. Als der Mond dann genau über uns stand, fingen wir an. Wir sprachen die Riten aus und beschworen den Atronachen herbei. Es war ein erhebendes Gefühl, als sich die Knochen erhoben und sich zu einem gewaltigen Koloss aufbauten. Wir waren von seiner Größe begeistert, er war beinahe so groß wie das Haus des Dorfältesten, dessen Gebeine nun ein Teil unserer Kreatur war. Markars Augen funkelten. Er ließ keine Zeit verstreichen und gab seiner Schöpfung erste Befehle um seine Macht zu testen. Doch der Koloss rührte sich nicht und Markars Zorn wuchs. Urplötzlich überkam mich ein berauschendes Gefühl. Das brennende Verlangen nach Tatendrang, fast so wie die Euphorie die ich verspüre, wenn ich Illusionen wirke. Ich spürte es tief in meiner Brust. Die Zeit zum handeln war angebrochen. Ich wusste nicht genau was ich tat, doch Markars Gebrüll waren wie Rufe einer Sirene, welche nach dem Tod bettelte. Es war wie ein Instinkt. Ich streckte meine Hand nach Markar und wirkte einen Zauber. Es war einer der einfacheren Illusionen, dieser reichte doch für die Situation vollkommen aus. Ich habe Jahre mit dem Nekromanten verbracht und kannte seine Geisteszüge, zuzüglich seines momentanen Zustandes, Enttäuschung, Zorn und Scham. Es waren perfekte Bedingungen um ihn nach meinem Willen zu beugen. Ich ließ ihn Gelächter warnehmen, Stimmen die er kannte, die Stimmen seiner Loyalisten. Der Hohn der anderen, war es welchen Markar nicht ausstehen konnte. Er lief rot an und schrie den Koloss immer wieder an. „Tötet diese Verräter! Tut es, tötet sie alle!“ Als er komplett die Beherrschung verlor, zog er eine hob er eine Axt eines Holzfällers auf und schlug damit ein gewaltiges Stück Gerippe aus dem Bein des Riesen. Dieser bewegte seinen Kopf ruckartig gen Markar, packte ihn und riss seinen Körper in zwei. Wir starrten Markars Überreste entsetzt an. Der Mächtigste unter uns ist soeben gefallen. Sie waren geschockt, doch der Atronach kümmerte dies nicht und folgte dem Befehl seines Meisters und metzelte sich durch unsere Reihen. Einige versuchten ihn zu bekämpfen, wiederum andere suchten das Weite. Für einen Moment war ich wie Gelähmt und versuchte zu verarbeiten, was ich gerade getan hatte. Das Monster zerfleischte dutzende von ihnen, doch war es wirklich ein Fehler? Ist der Nekromant nicht unweigerlich mit dem Tod verbunden? Ist dies das Schicksal jener welche den Knochendiener erschufen? Als die Kreatur den Beschwörungskreis verließ, zerfiel er in seine Einzelteile. Dann kehrte Stille ein und wir sammelten uns um den Knochenhaufen. Wir blickten auf die Gebeine, die Toten, das Blut, Markar und auf uns selbst. Wir sprachen keine Worte miteinander. Wir wussten, dass dies das Ende unseres Zirkels war. Also gingen wir unserer Wege. Manche in Gruppen, manche allein. Es war nicht leicht das Geschehene zu verarbeiten. Schließlich habe ich Jahre mit diesen Menschen verbracht. Auch wenn Markar in seinen letzten Stunden, einem bösartigem Unmenschen glich, hatte mich sein Tod tief bestürzt. Ich überlegte mir, ob ich nicht zu meiner Familie zurückkehren sollte. Ihnen mithilfe meiner Neuen Kräfte ein besseres Leben bescheren konnte. Doch seit meiner Flucht her habe ich mir den Gedanken an eine Familie abgewöhnt. Ich empfand nichts mehr für sie. Ich zog für die nächsten Tage ziellos umher und durchstreifte das Land, doch eines hatte sich verändert. Meine Träume und die Visionen. Es fehlte eine. Es war das erste Bild, welches ich Nacht für Nacht in meinem Schlaf sah. Das Bild des Lagers, wo ich von den Wildmagiern aufgenommen wurde. Die Vision war verschwunden. Doch die restlichen Bilder tauchten dennoch jede Nacht auf. Ich versuchte zu begreifen, was dies zu bedeuten hatte. „Schicksal“. Auf einmal wurde mir alles klar. Das Buch muss so verzaubert worden sein, dass es eine Art Verbindung zu seinem Leser aufnahm. War es mein Schicksal diese Orte aufzusuchen? Würden die Träume dann endlich aufhören mich zu plagen? Ich kannte keine Antwort. Also blieb mir nur der Versuch. Von nun an hatte ich ein Ziel und davon gleich mehrere. Ich wanderte durch die Lande Lyrias, erlebte einzigartige Momente und traf manch einzigartige Personen, von denen mir manche nur Folge leisteten. Ich entkam noch jeder so gefährlichen Situation. War etwas höheres am Werk? Ein Gott oder sogar etwas mächtigeres als das? Ist es Schicksal? Ja, das muss es sein. Niemand kann sich seinem Schicksal entziehen. Weder ihr noch ich.