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  1. Beschreibung des Wohnturmes Anık Önnarnı Realtalk-Vorwort: Ich bitte explizit die Spielleitung, sowohl den gewählten Namen, als auch den Inhalt unter 《Die angeschwemmte Wesenheit》 zu zensieren (=bewerten). Falls gewünscht, werde ich den Namen dann ändern bzw. Umbauten auf dem Server vornehmen. Gerne kann auch ein rp-licher Rahmen dafür, was das angeschwemmte Wesen sein darf, gesetzt und kundgetan werden. Das Degerlundinstitut ist ggf. herzlich eingeladen, sich an der Untersuchung des Objektes zu beteiligen. Lage Die kleine Siedlung Anık Önnarnı (IPA: [ˈɑ.nɯq.ˈɵ.nːɑ.ɴɯ]) geht auf einen alten Wachturm an der südlichen Küste der Drachenklauenbucht zurück, der im Verlauf der Zeit seine Funktion als Wehranlage einbüßte, dafür aber allmählich von den hier ureingeborenen Nomaden zu einem Wohnturm ausgebaut wurde. Zu Beginn der vierten Epoche, als der Turm von den Nomaden wiederaufgebaut wurde, ließen sich zudem einige aus der verlorenen Welt fliehende Meeresalven in Anık Önnarnı nieder. Unter Einfluss der Meeresalven wurde der Turm weiter ausgebaut, und um einen Seitenturm erweitert, in dem eine alchemische Schmiede unterkam. 《Galerie》 《Wirtschaftliches》 Neben dem Fischfang und Transhumanz zur Nahrungsversorgung werden auf den Feldern direkt am Wohnturm Berberitzen gezüchtet, und u.A. zu Marmelade und festem Berberitzenbrot (analog zu Quittenbrot) verarbeitet, die zuverlässig vorm Skorbut schützen. Die Einwohner sammeln den giftigen Saft der in der Umgebung natürlicherweise in größerer Zahl wachsenden Lackbäume, und nutzen diesen, um Gebrauchs- und Zierobjekte aus Holz und Metall zu lackieren. Diese Lackwaren sind das Hauptexportgut von Anık Önnarnı. Häufig wird der Lack angefärbt, insbesondere in hell/feuerrot, wein-/dunkelrot, blaugrün und einem beinahe weißen Grau. Abseits dieses Exportgutes ist Anık Önnarnı im überregionalen Handel nahezu bedeutungslos. In der alchemischen Schmiede der Meeresalven werden neben normalen Metallen insbesondere auch Perlmutt und Korallen verschmiedet, im Wesentlichen zu Schmuck und Amuletten, je nach Verfügbarkeit der nötigen, zum Teil recht teuren Zutaten auch zu Waffen. Es handelt sich nicht um die einzige meeresalvische Schmiede dieser Art in der Welt, und die von Anık Önnarnı ist nicht von bemerkenswertem Ruf, dient aber dennoch ebenfalls teilweise dem Export. 《Gesellschaft und Politik》 Neben den alteingesessenen Nomaden, die traditionell in einer nur flach hierarchischen, halbsesshaften Gesellschaft leben, und den Großteil der (saisonalen) Bevölkerung stellen, leben einige Meeresalven und verschiedene Gefallene dauerhaft in Anık Önnarnı. Die Vorfahren der hiesigen Meeresalven, und einige der älteren noch lebenden, betätigten sich in der 3. Epoche und zu Beginn der 4. als Söldner, insbesondere als Sicherheitsdienstleister für die organisierte Flucht ins heutige Lyria. Durch den göttlichen Vertrag und den in der vierten Epoche zeitweise eingekehrten Frieden wurden sie in dieser Funktion obsolet, hielten aber durch ihr alchemisches Geheimwissen und ihre militärische Macht ihre Position als de-facto-Adel in Anık Önnarnı. Dieser meeresalvische Militäradel ergriff sodann nur zu bereitwillig das Angebot des Ordens der Altira, sich in dessen Dienst der Jagd auf gefährliche Kreaturen und Schwarzmagier, sowie allgemeiner Schutzdienste zu betätigen, und hat daher nunmehr eine Funktion als Küstenwache im Einflussgebiet des Ordens angenommen. Durch den Bund mit dem Orden der Altira wurde Anık Önnarnı zudem explizit magiergildentreu, wo die Siedlung zuvor neutral gewesen war. 《Die angeschwemmte Wesenheit》 Im Jahr 37E4: ⹂Es war ein kühler, nebliger und verregneter Herbstmorgen, als einige der schon früh aufgestandenen Fischer aufgeregt am Strand herumeilten, und eine kleine Traube um eine angeschwemmte Absonderlichkeit bildeten. Im feuchten Sand, selbst sandig-verdreckt, lag ein dunkel geschupptes, schleimiges Wesen, mit einem knotigen, etwa kürbisgroßen Leib, von dem sieben ebenso knotige, sich verzweigende Fangarme oder Wurzeln ausgingen, die schlaff bis in die leise platschenden Ebbenwellen hingen. Die Fischer wussten, wie ein Oktopus aussah, und dies war keiner. Da war zum einen der Mund -- das Wesen hatte eine Art Rüssel mittig auf seinem Leib, an dessen Ende mehrere Reihen fingerartiger, fleischig-bleicher Lappen eine groteske Rose bildeten, in deren Mitte ein leise röchelnd glucksender Schlund lag, statt eines Schnabels, wie ihn ein Oktopus trägt. Zu anderen war es geschützt von frühnachtblauen, hier und da silberweiß gepunkteten Schuppen, seinen Armen fehlten Saugnäpfe, und auf beiden Seiten des knorrigen, harten Leibes hatte es je ein riesiges, wie bei einer Schlange von einer klaren Schuppe geschütztes Auge, viel größer als das jedes Kraken. Diese, noch lebendigen Augen waren es auch, die die Fischer am meisten faszinierten. Sie glommen, ja leuchteten, in einem sonderbaren Grün: verästelte, äderige Spiralmuster pulsierten darin hell auf, nur um dann bis ins beinahe Schwarze an Leuchtkraft zu verlieren, und einem jeden der Fischer war, als gelte ihm allein der Blick des Auges. Einer, der schon einmal bis in den hohen Norden seegefahren war, fühlte sich von der Farbe an die Polarlichter, die er dort gesehen hatte, erinnert -- womit allerdings die anderen nicht wirklich viel anzufangen vermochten. Einig waren sie sich, dass das Ding wohl bald sterben würde, und soweit keine Gefahr war. So trugen sie es auf Stöcken zu den Fischtrockengestellen am Turm, und hängten es mit etwas Sicherheitsabstand dort auf. Doch es starb nicht. Schon in der ersten Nacht krallte es sich mit seinen Armen am Turm so fest, dass es keiner mehr entfernen konnte, ohne den Einsturz des Turmes zu riskieren, und so ließ man es, in der Hoffnung, dass es bald stürbe. Doch es starb nicht. Es lebte, wuchs und wuchs, und wollte weder sterben noch loslassen. Stattdessen schien es so manchem zuzurufen, auch wenn niemand je wahrhaft einen weiteren Ton von ihm vernahm als das leise Glucksen aus seinem Schlund. Besonders den Verlorenen, Waisen und Gefallenen schienen seine unverstandenen Rufe zu gelten, und es ging von ihm ein sonderbarer Trost und eine klärende Ruhe aus, die auch die Handwerker bald zu schätzen wussten, denen es so leichter fiel, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Die leise Kunde von diesem Wesen zog so manchen Gefallenen an, selbst wider die gleißende Südsonne, so dass heute in den dunklen Wäldern um Anık Önnarnı etliche gefallene Asketen hausen, die bei Nacht hervorkommen, um einen Stillen Gottesdienst für das immerwache, sanft-leuchtende Auge des Turmes zu feiern.” In jüngerer Vergangenheit wurde eine gildenmagische Forschungsexpedition unter Leitung des Ordens der Altira nach Anık Önnarnı entsandt, um das Auge zu untersuchen, so dass nun ein paar Gildenmagier hier stationiert sind. Diese konnten bereits feststellen, dass es sich nicht um ein Schattenwesen handelt, auch wenn sich das genauere Wesen des Dings noch immer ihrem Verständnis entzieht.
  2. Teil 1: Der Mann aus den Dünen Der Großteil der Einheimischen kannte den Mann, der in der Wüste lebte bereits. Schließlich war er dort geboren worden, dort aufgewachsen, hatte den Großteil seines Lebens im kleinen Oasenstädtchen verbracht, bis er eines Tages seine Werkstatt an einen Vetter gab, seine Sachen packte und in eine uralte Tempelruine in den Dünen zog. Einen halben Tagesmarsch von der Stadt entfernt lag sie und so sah man den Mann noch immer regelmäßig an den Markttagen auf dem Bazar, wo er Getreide und Fleisch kaufte und für gewöhnlich auch eine Predigt hielt. An diesem Markttag war der Bazar brechend voll, Hühner liefen gackernd zwischen den Beinen der Händler und Kunden umher, die Luft war mal erfüllt von edlem Öl oder Parfüm, mal vom betörenden Duft von gebratenem Fleisch, aber ab und an auch von den stinkenden Ausdünstungen der Nutztiere, oder der Nebenprodukten der Gerbereien. Man sah alles an Schichten und Berufungen am Markttag auf dem Bazar, Viehtreiber und Nomaden, reiche sowie arme Händler, Stadtwächter, Plünderer und sogar einige Ritter in glänzenden Rüstungen. Viele Händler von Außerhalb waren mit den Karawanen angereist und suchten nach den besten Abnehmern für ihre Güter und die einheimischen Handwerker frohlockten im Angesicht der möglichen Geschäfte. Wer schon lang hier in der Oase lebte und aufmerksam war erkannte den Mann auch an diesem Tag, wie er sich seinen Weg durch die Menschenmengen auf dem Bazar bahnte, seine Besorgungen erledigte und sich dann mit einem Lächeln eine Kiste des Hufschmieds lieh und begann zu predigen, woraufhin sich zügig eine kleine Menschentraube um ihn bildete. Insbesondere die Jungen hörten ihm zu, die Akademiker von der Gilde der Magier ganz besonders häufig. Mit Bewunderung in den Augen sahen sie zu diesem Mann auf, der selbst nicht so viel älter war als sie selbst. Sie waren es auch die ihm in die Wüste gefolgt waren, um asketisch im alten Tempel mit den Göttern zu leben und so seine Anhängerschaft ausmachten. “...Und der Sechste, der Höchste sprach, dass kein Sterblicher je mehr Leid und Not kennen soll, wenn sich nur auf seine Lehre besonnen wird und seine Kinder die die göttliche Stärke in sich tragen ihre armen, ungesegneten Brüder und Schwestern führen können! Und er sprach, dass niemals Macht ohne Besonnenheit stehen soll, niemals Kraft ohne Verstand!...” Der Mann predigte ohne Glaubensbuch aus dem er rezitierte, ohne geschriebene Gebote und ohne das Wort eines Hohepriesters dem er folgen konnte, all seine Worte stammten von ihm und ihm allein, wie es so schien. So packte er auch an diesem Markttag seine Besorgungen zusammen und machte sich auf den Marsch zurück durch die Dünen, in die Wüste und es folgten ihm wieder Neue, um als seine Anhänger Erleuchtung zu finden. Die Oasenstadt war nicht groß und der Bazar machte sie aus und doch wollten auch Händler beten und sich den Segen der hohen Herren einholen. So stand auch hier, in diesem kleinen Örtchen ein Tempel. Auch dessen Priester lebten schon lang hier, in der Oase und auch sie waren aufmerksame Beobachter geworden und hatten den Mann gesehen und zu hassen gelernt. Er stahl den Handwerkern und Gelehrten die Lehrlinge, den Müttern ihre Söhne und dem Tempel seine Gläubigen, wenn er mit seinen ketzerischen Predigten immer Weitere in die weite Wüste führte. Der Pastor sah dem Mann auch an diesem Tag hinterher, wie er mit seinen Jüngern in der sirrenden Luft über den Sanddünen verschwand und sein Gefühl an diesem Tag war ein anderes als für gewöhnlich, denn er wusste sehr wohl was geschehen würde. Der Alte nehm einen Zug an seiner Wasserpfeife und sah hinab in den Hauptraum seines Tempels, wo gerade Neuankömmlinge ihre Gebetsteppiche auslegten und zu beten begannen. Er blies den kalten Rauch in die Luft über ihm und lachte, denn er wusste sehr wohl was geschehen würde.
  3. Der Wind der Veränderung Der Falke mit der kleinen Schriftrolle am Bein landet auf dem Fenstersims. Der Mann mit dem großen roten Hut nimmt dem Tier das Schreiben ab und beginnt das Protokoll zu lesen. Unter der Hutkrempe beginnen die Adern auf seiner Stirn anzuschwellen, zu pulsieren. Seine Brauen ziehen sich zusammen, seine Augen werden klein, die Hand beginnt zu zittern. Leichtes Kerzenflackern erhellt den Raum. „Lang genug hat es auf sich warten lassen… Aber genug ist schlussendlich genug.“ Der Saal ist hell erleuchtet, als einige Tage später debattiert wird. Nach der Rede des Ratsmeisters sind vier Arme in die Höhe gestreckt; alle signalisieren ihre Zustimmung. „So ist es beschlossen. Die Frechheiten, Zeitverschwendungen und Nötigungen der „Welt“ werden dem Stadtrat keine Zeit mehr stehlen. Wir haben eigene Probleme, Eigenes, um das sich gekümmert werden muss.“ Boten der Stadtoffiziellen laufen aus um anzuschlagen was beschlossen wurde, verkünden es schreiend in den Gassen und Straßen, damit auch jeder hört, wie die Welt sich nun ändert.
  4. Federlass Ein Sturm zieht auf. Die harmoniebedürftige Atmosphäre über Aramat zieht sich zusammen und entlädt sich in lautes Grollen. Der Wind hört auf Atem zu sein und wird zur Stimme Schweren Schrittes stampft Azkapur zurück in sein Ratshaus. “Wie konnte es nur so weit kommen? Ein Rat der Völker sollte für die Völker handeln und keine Bühne zur Selbstdarstellung sein”, murmelt er mehr zu sich selbst, während er die Treppen hinauf zu seiner Kammer erklimmt. Mit einem kräftigen Ruck stößt er die Tür auf, was seine ahnungslose Sekretärin Silrun zusammenzucken lässt. “Was zum-” entfährt es ihr, als auch schon Azkapur sie unterbricht: “Silrun! Hol den Siegelhammer heraus. Heute werden noch Entscheidungen getroffen!”. Ohne auch nur einen Blick auf die Nordmarerin zu werfen, schreitet er direkt in seine Kammer in der Vanorian und Roktasch bereits auf ihn warten. Für einen Moment hält Silrun inne und wundert sich über den hereingebrochenen Wirbelwind, um anschließend wieder mit üblicher Gelassenheit dem nächsten Auftrag Kupferbarts nachzugehen. “Reine Selbstdarstellerei! Das ist passiert, ihr habts doch auch gesehen! Es begann mit dem Versprechen sofort eine Lösung zu finden für das akute Leiden im Osten, doch was hat der Rat beschlossen? Eine Kommission, welche erst nächste Woche überhaupt zu einem Ergebnis kommt, während das Volk stirbt. Was für ein trauriger Tag für alle Kinder Avaens.” erklärt Azkapur mit enttäuschter Mine. Roktasch stimmt direkt drauf ein: “Das war ja nicht anders zu erwarten! Dieser Rat taugt einfach nichts, denn dort ist sich jeder selbst der Nächste! Diese ganze Bürokratie und die internen Streitigkeiten machen den Rat handlungsunfähig; das ists”. Beschwichtigend wirft Vanorian ein: “Nun zweifelsohne müssen wir agieren. Ohne große Diskussion muss Nahrung und Erste-Hilfe entsendet werden. Da sind Sachschäden eher eine Nebensache.” Azkapur schüttelt abermals den Kopf und murrt: “Und wegen solchen Nebensachen entschließt man sich erstmal nichts zu tun! Wahnsinn! Faktisch hat der Rat sich selbst den Gnadenstoß gegeben. Aramat wird sich nicht opfern und auch nicht mit in den Abgrund gezogen werden. Wir sind raus! Das Stimmrecht wird nicht länger ruhen, sondern wir werden uns von der Entscheidungslosigkeit komplett distanzieren.” Die Schwere des Beschlusses war beinahe spürbar, fast schon so schien es, erschwert sie jedes Wort der Drei. Mit dem Öffnen der Tür tritt Silrun mitsamt Siegelhammer in die Szenerie hinein und reicht ihn dem Bürgermeister mit dem ewig mürrischen Grinsen. “Und so endet es. Ein halbes Jahrhundert der Kooperation und des Zusammenhalts; Verloren in einem halben Jahrzehnt.” führt Roktasch mit einer tiefen Verbitterung an im Anblick des Siegelhammers. Doch mit steinharter Stimme entgegnet ihm Azkapur während er nach dem Hammer greift: “Nein. Und so möge es beginnen! Aus der Asche des Scheiterns liegt es an uns den Spieß umzukehren. Die Schwachen mögen scheitern, doch die Aufrichtigen werden den Pfad, den uns die Götter geebnet haben, weiter beschreiten.” Seine linke Pranke umschließt den Siegelhammer Aramats fester, welchen er schwind schultert, während er mit seiner Rechten das Wachs vorbereitet. “Ran an den Schinken; Vanorian und Roktasch holt eure Schreibfedern, es werden Entscheidungen getroffen.”
  5. In diesem Thread werden alle RP-Fragen die ihr so habt geklärt :) Unten werden die Fragen aufgeschrieben und anschließend werden die Antworten dort eingebettet. Falls ihr selber eine Frage habt, schaut im Wiki nach, ob dort vielleicht schon die Antwort zu finden ist! Falls nicht, setzt eure Frage hier drunter. Sobald eine Frage beantwortet wurde, dürft ihr euren Beitrag NICHT nochmal editieren! Die gestellten Fragen: Gilden und Gruppen Wikilink Wäre es grundsätzlich möglich, die Außenstellen der Magiergilde in der eigenen Stadt anzusiedeln? Welche magischen und religiösen Institutionen gibt es? Wie gehen diese Gildendetektive denn vor? Ist es für wilde Magier möglich dessen Aura so stark zu verschleiern, dass andere diese nicht wahrnehmen können? Glauben und Götter Wikilink Was haben die Götter genau mit dem verdorbenen Land gemacht? Ist es erlaubt einen Lokalglauben zu haben? Weiß man, wie die Götter aussehen bzw. gibt es irgendwelche Vorstellungen? Wie ist der Fünfgötterglaube organisiert? Was passiert nach dem Tod? Woher weiß man, dass Arthos und Asthal miteinander Verwandt sind? Lore Wikilink Wird es in der neuen Welt Drachen geben? Wie ist das Reich "eingeteilt" und wie wird es regiert? Gibt es eine Aufteilung in Regionen oder etwas Ähnliches? Ist die Welt vor dem Vertrag der Götter eine komplett andere oder die selbe nur anders geformt? Sind Sklaverei und Schwarze Magie erlaubt? Wie sieht es eigentlich mit Sprachen aus? Wie kann man sich diese Flucht nach Lyria vorstellen? Genauere Fragen zur Sklaverei und zur Schuldsklaverei Wie sieht die Allgemeinbildung des durchschnittlichen Lyrianers aus? Ist diese allgemeine Sprache auch die Sprache, die die Götter in der ersten Epoche lehrten? Ist die Amts-/Glaubenssprache Latein? Heißt der Kontinent Lyria oder Lyren? Kam es zu Aufständen bei den Gefallenen durch die schlechte Behandlung nach dem erstmaligen Einsatz von Samerium? Gab es Konsequenzen für die Magiergilde nach dem gescheiterten Experiment im J349 der 3E.? Hat sich niemand für das Wohl der Gefallenen eingesetzt beim Bau von Aramat? Wie steht es um die Beschaffenheit der Welt? Wie kann man sich die Grenze zum verdorbenen Land vorstellen? Wie kann man sich Leviathane vorstellen? Magie Wikilink Was kann man sich unter einem Magischen Siegel vorstellen? Wie ist das, wenn man Erfindungen macht von nützlichen, magischen Gegenständen? Gibt es Orte an denen Magie besonders stark ist? Gibt neben den magischen Schriftrollen auch Bücher, welche mit der Runenschrift geschrieben wurden? Wo genau findet man magische Kristalle? Gibt es im Untergund bestimmte Erze oder müssen diese extern hergestellt werden? Wie genau funktioniert Nekromantie, wenn überhaupt? Wie viele Formen der Magie kann man meistern? Völker Wikilink Gibt es rassenspezifische Oberhäupter ? Oder kann jeder sein eigenes Reich gründen? Gäbe es da eine Möglichkeit, einen Gefallenen oder deren Nachkommen von dem Stigma zu befreien? Gibt es Sonnenbrillen für Gefallene? Fragen zum Stigma der Gefallenen Wird es einen Ausgleich für den Adel als Gefallener geben? Wird der Adelstitel auch automatisch allen neu geborenen aberkannt wenn ein Elternteil ein Gefallener ist? Verändert sich der Charakter von Gefallenen die ihre Erinnerung verloren haben und wie sehr beeinflusst das die Identität der Person? Darf eine Adels-CB nur von einem Spieler verwendet werden, oder dürfen auch weitere Spieler sie nutzen? Zählen als "Ahnen" bei einer Adels-CB direkte Vorfahren oder auch Angehörige eines Familienarms, der mittlerweile ausgestorben ist? Inwiefern ist das Leiden der Gefallenen definiert? Haben die Gefallenen eine bessere Sicht im Dunklen? Darf ein Charakter auch das höchstalter seiner Rasse überschreiten? Erhält man stets den zur Rasse gehörigen Adelstitel oder können auch welche von anderen Rassen übernommen werden? Rat der Völker Kann man sich von Aramat und dem Rat der Völker lossagen? Wird der Rat der Völker irgendwann neugewählt? Was würde passieren, wenn sich eine Spielerkonförderation dazu entscheiden würde Aramat den Krieg zu erklären? Samerium, Schattenwesen und die Verderbnis Haben die Schattenwesen eine Art Gott (oder ein anderes mächtiges Wesen) als Anführer oder werden sie wie die anderen Völker von wechselnden Königen angeführt? Inwiefern verändert die Verderbnis die Landstriche, die sie befallen hat? Sterben einfach alle Tiere, Pflanzen etc, die mit ihr in Berührung gekommen oder werden sie "zu Schatten ihrer selbst"? Besteht die Gefahr oder die Möglichkeit auf Lyria auf das Göttergift zu stoßen und sich zu infizieren? Wie sieht das Samerium aus? Was für Eigenschaften hat es? Kann man davon ausgehen, dass im Reich der Schattenwesen auch Wesen existieren die Sachen erschaffen können? Werden Gefallene von Schattenwesen gemieden? Wie steht es um die Beschaffenheit von Samerium? Wie zeichnet sich die Verwandlung durch Samerium in einen Gefallenen konkret aus? Sonstiges Woher weiß man wie viele (bzw. was für) Soldaten eine Stadt hat oder wie groß das Militär einer Stadt ist? Wird es eine ungefähre Festlegung von Reisezeiten/Entfernungen geben? Wie sieht es mit der Anzahl der Bewohner von Städten aus? Wie stark sind Kanonen und Schwarzpulver? Ist militärische Forschung vorgesehen? Wie funktioniert Alchemie in der Welt? Ist es erlaubt, Ingame-Bücher über Chronik-Ereignisse zu verfassen? Muss in einer Stadtchronik dann auch das Jahr 50 als Zeitpunkt des Erwerbs dieser Rechte angegeben sein? Wie wird das Datum aufgeschrieben? Gibt es verschiedene Varianten oder eine offizielle? Wie komme ich am besten in ein Rp rein? Oder wie finde ich am besten ein? Kann man einen Geweihten aus dem Totenreich spielen? Ist es möglich Spielercharaktere zu töten? Hat Aramat eine Flagge? Gibt es die vier Jahreszeiten ebenfalls auf Lyria?
  6. Aramat in Geiselhaft des Rats Nachrichten von "Die Stimme" Der Rat bekämpft die Wahrheit Nach den Anschlägen, den Übergriffen und den Morden scheint der Rat nun einzuknicken. Der schlimmste Albtraum aller Bürger Avaens wird wahr! Der Rat der Völker unter der Führung vom Ratsherren Thehedir und der Geweihten Miadan scheint nun vor den feigen und niederträchtigen Extremisten die weiße Fahne zu hissen. Vor einigen Tagen hat der Rat nun die Zensur aller öffentlichen Schriften beschlossen und will unseren werten Lesern verbieten über die neuesten Geschehnisse bescheid zu wissen. Unter dem Deckmantel von "Hetze und Feindlichkeiten" soll der Rat nun bestimmen dürfen, was die Bevölkerung lesen darf und was nicht. Wenn es den feinen Ratsherren in ihren edlen Gewänden nun nicht länger passt, dass wir die Probleme unserer Stadt beim Namen nennen und auf große Fehler hinweisen, so wird der Rat fortan nicht länger gegen die Probleme angehen, sondern gegen die Zeitungen! Ein wahrer Skandal, eine Schande und eine große Niederlage für alle die sich eine bessere, offene Zukunft gewünscht haben. Erneut zeigt der Rat sich seine eigenen Schwächen auf und wirkt ohnmächtig im Angesicht der Herausforderungen. Unserer ehrenwerter Bürgermeister hat sich für die nächste Ratssitzung angekündigt und wird hoffentlich den morschen Laden zu Gunsten Aramats aufräumen, so kann man nur noch auf ihn hoffen, dass Azkapur Kupferbart unser aller Zukunft rettet! Vloidarion Aurelian de Varaness ist zusammengeklappt Mehr und mehr scheint der Rat zu schwächeln! Nicht nur geistig, wie das letztere Zensur-Gesetz zeigt, sondern auch in Form körperlicher Schwäche. So ist Ratsmitglied Vloidarion Aurelian de Varaness nach der Ratssitzung zusammengebrochen. Sein aktueller Zustand ist noch unbekannt und es werden uns keine Informationen mitgeteilt, ob nun die Zensur schon zu einer Sperre ausgeweitet wurde? Leider kann man bisher nur schlimmes vermuten. Ebenfalls ist es noch unbekannt, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Zusammenbruch des Ratsmitglieds und der schlechten Regierungsführung gibt oder ob andere niederträchtige Gruppierungen wieder aus dem Dunklen zugeschlagen haben, wie sie es bereits beim Ratsfall taten. Trotz aller Widerstände, werden wir weiterhin die Wahrheit verkünden, also verfolgen sie weitere Einzelheiten weiterhin bei uns und bleiben dran! Wir bleiben unbeugsam! Wie auch andere Verlage, so rufen wir zu einem Aufbegehren gegen die Ungerechtigkeit auf. Vor dem Ratsgebäude wird die weltfremde Verwaltung daran erinnert, wer wirklich die Macht im Herzen Avaens besitzt! Das aufrechte Volk von Aramat! Bürger! Schließt euch den Reihen der Aufrechten an! Protest für die Freiheit unserer Stadt! Wahrheit und Freiheit werden sich niemals den Unterdrückern beugen, also kämpfen wir den Kampf der Gerechten und lehnen uns gegen die Zensoren aus der Ratshalle auf.Weder die niederträchtigen Elemente unserer Gesellschaft, noch die unterwanderten Herren und Damen im Rat werden uns in die Schranken weisen, niemals! -Die Stimme
  7. Ein Sturm zieht auf (Dieser Text dient als Reaktion auf den RP-Text: Massaker in Graudorf) Es war Mittags, doch es gab nur wenig Sonnenschein. In der Ferne zogen dunkle Wolken auf, man sah den Regen und hörte das Gewitter immer näher kommen. Trotz dessen waren die Straßen Aldariths, wie so oft voller Menschen. Ein Tor öffnete sich, langsam und quietschend schoben zwei muskulöse Ritter das massive Burgtor beiseite. Halb geöffnet stoppten die Ritter, wie auch das Tor. Ein kleiner Trupp aus 5 Männern trat hinaus. Ganz vorn vorraus lief Zacharias Adalbrecht, gehüllt in seine edle Rüstung, neben ihm zu jeder Seite jeweils ein Ordensritter in voller Montur, dahinter zwei leicht bewaffnete Tempelgardisten. Der kleine Trupp, offensichtlich als Geleitschutz für Adalbrecht gedacht, bewegte sich schnell durch die Gassen in Richtung Kathedrale. Die Menschen in den Straßen grüßten die vorbeilaufenden Ritter und dankten ihnen, sowie den Göttern. Doch für die Ritter war keine Zeit für jeglichen Segen und förmliche Grüße, sie hatten es eilig. Nach wenigen Minuten erreichten sie den Vorplatz der Kathedrale, welcher aufgrund des aufziehenden Sturmes, vergleichsweise leer war. Ein kurzes Nicken zur Wache am Tor und schon war die Eskorte am Ziel angekommen, zumindest fast. Die Kathedrale war gefüllt mit Gläubigen, sie sprachen hektische Gebete. Vor allem Asthal wurde aufgrund des bevorstehenden Unwetters angebetet, wie es des öfteren der Fall war. Doch dieser Sturm war anders. Zügig begab sich die Eskorte zur großen Treppe, vorbei an all den glanzvollen Statuen und meisterhaft gebauten Kuppeln. Die Kathedrale als Meisterwerk der Baukunst gibt genug Grund zum staunen. Doch Zacharias eilte die Stufen hinauf… viele Stufen, bis hoch unter das Dach der Kathedrale. Nun standen sie vor den Türen, welche hinein in das Herz des Ordens führten. Der Großteil aller Unterlagen des Ordens, Wertschätze und Relikte, darunter heilige Schriften , wurden hier gelagert. So ist die Kathedrale, neben der Argosfeste, wohl der am besten geschützte Ort des Ordens - Aus gutem Grund. Während Zacharias zielstrebig den großen Raum betrat, wandte sich der Geleitschutz nach kurzem Handzeichen ab und begab sich die Trepper hinunter. Vorbei an vielen seiner Brüder, unzähligen Tischen und umso mehr Papieren und Büchern, lief Zacharias auf eine weitere Tür zu - Hinein in einen weiteren, kleineren Raum… abgeschottet und etwas duster. Ein mittelgroßer Nordmarer gehüllt in weißem Gewand trat zu Zacharias und übergab ihn einen Brief: “Es ist bestätigt”. Zacharias überflog den Brief, denn er wusste bereits was er zu bedeuten hatte, er hatte bis zuletzt auf das Gegenteil gehofft… aber es stimmte: “Also ist es wahr.. nun gehen sie also zum Angriff über” Er hielt kurz inne und überlegte für eine Weile, doch er wurde nur noch wütender: “Dieses Pack… nicht einmal ihr eigenes Gesindel haben sie unter Kontrolle… Gotteslästerer! - Ketzer, allesamt…” Er beginnt im Raum auf und ab zu laufen:” Hah, sollen sie sich nur alle gegenseitig umbringen, mir ist es Recht… Doch ich werde diesen letzten Fleck gesegnetes Land nicht korrumpieren lassen von einer Gruppe aus ehrlosen Schattendienern” Zacharias gibt dem Schreiber am Tisch vor ihm ein Zeichen, woraufhin er sich eine Feder nimmt und ein Blatt Papier ausbreitet:”Wir werden unsere Heimat zu schützen wissen - Durae leite mich… - Hört mir genau zu Vhort, verfasst einen Brief an den Rat der Stadt, es geht um die Sicherheit dieser Metropole und all ihrer Bewohner. Veranlasse außerdem ein Gespräch mit Löwenmähne, die Stadtwache muss informiert werden. Schicke Hohensee einen Brief, es ist von höchster Dringlichkeit, die Inselwacht ist betroffen. Erledige das, und zwar schnell!” Er wendet sich von Vhort ab und blickt in Richtung Tür, bei der inzwischen ein Ordensgardist, genannt Eoin, und ein Priester, namentlich Mirtek, aufnahmebereit stehen:” Eoin, gehe zur Argosfeste und veranlasse den sofortigen Abbruch der Vorbereitungen für die Wettkämpfe, ein Jeder hat sich beim nächsten Sonnenaufgang im großen Saal einzufinden. Mirtek, du wirst dich mit deinen Brüdern darum kümmern, Predigten im unteren Teil der Stadt abzuhalten, sie sollen um den Segen und Schutz der Götter wissen. Nun geht” Die beiden Ordensbrüder öffnen die Türen und beginnen ihrer Aufgabe nachzugehen. Ein kurzes, leises quietschen und die Türen haben sich erneut geschlossen. “Ein Sturm zieht auf Bruder”, aus einer dunklen Ecke des Raumes tritt ein etwas älterer Mann hervor - Basilius Torunsson - Er beginnt seine Hand zu heben und flüstert einige unverständliche Worte. Seine Hand beginnt währenddessen mit steigender Höhe immer heller zu leuchten… in einem klaren und vollkommenen Licht. “Doch die Götter sind mit uns”.
  8. Lage: 7720 54 5113 Bewohner: Schankwirt Haug aus Grünstedh (genutzte CB: Borkenbart) Schankwirtin Marga, Haugs Angetraute (genutzte CB: Myriell) Blut und Lavendel Die Tage auf dem Landgut begannen seit Jahren stets gleich. Mit der Sonne aufstehen, zum Hühnerstall, die Pferde und Schweine füttern, dann Frühstück und raus aufs Feld. Doch an diesem Morgen war es anders. Haug roch einen Gestank in der Luft als er sich den Ställen näherte, welcher nicht von den Tieren stammte. Es roch etwa wie es am Schlachttag riecht, wenn die Körper zum ausbluten nach draußen gehangen werden, aber nicht genau so. Nein, der Blutgeruch stammte nicht von Tieren, das war Menschenblut. Haug packte eine Mistgabel von der Wand der Scheune und wagte sich weiter um das Haus herum. Fliegen begannen in der Luft herumzusurren, der Gestank wurde schlimmer. Ein Entsetzensschrei zerriss den Scheinfrieden des Morgens in Lhynts Landen, zerrte auch den letzten verschlafenen Knecht aus den Federn hervor. "...und die Tiere werden seitdem komisch, Meister." brummelte der Schankwirt in seinen Bart. "Haben Schaum vorm Mund und glasige Augn, sehn aus als wärn sie schon gestorben, aber laufen tun sie trotzdem." Der Jäger lehnte sich an eine Wand und kniff die Augen zusammen. "Jetzt redest du Nonsens Haug, es gibt keine Tiere die Wahnsinn bei anderen Viechern verursachen... Wie viele hat es schon erwischt?" "Drei meiner Knechte, das Dienstmädchen und eben den wohlgeborenen Herren aus der Stadt. Spricht sich langsam rum die Sache, ruiniert mir das Geschäft, also bitte ohne viel Tamtam und Getöse, ja Meister ?" "Selbstredend... Die Sache wird sich in Kürze erledigt haben. Bereiteste mir ein Zimmer vor und eine gute Pfanne zum Abendbrot, ja?" Der Jäger machte sich auf zum gehen. Haug überlegte noch kurz und rief ihm dann hinterher. "Eh, Meister! Was glaubst du was es für ein Biest ist?" "N Bär ists wohl, ein ganz verschlagener." Angekommen im Unterholz bewegte sich der Jäger auf leisen Sohlen fort, die Armbrust im Anschlag. Haug hatte zwar an manchen Stellen gesponnen, aber mit einem hatte er recht gehabt, der Wald war seltsam geworden. Nur selten tschilpte ein Vogel, größere Tiere sah er gar keine. Im Unterholz raschelte es und der Jäger drehte sich reflexartig um, sah aber nichts bis auf einen schnell huschenden Schatten. Das war kein Bär... dem war er sich nun sicher. Er schlich weiter durchs Gehölz, auf der Suche nach einer Lichtung, um das Biest aus seinem Versteck zu holen. Es knackte und er horchte... Nichts, dann ein ekelhaftes Schmatzen. Der Jäger sah an sich herunter und starrte auf eine krallenbewehrte Hand, die aus seinem Wams ragte. Einige Tage später hatte Haugs Frau ihn überreden können das Problem nicht weiter zu verstecken. Ein Knecht wurde losgeschickt Gesuche an den schwarzen Brettern der umliegenden Niederlassungen und sogar in der großen Stadt anzubringen, es musste etwas getan werden. Der Hinterhof der Taverne Schweinestall hinter dem Hauptgebäude Die Felder rund um die Taverne Gerätescheune Großer Ofen in der Küche Die Stube inmitten des Landgutes Das beste Zimmer der Herberge Treppenhaus Flur inmitten des Hauses Schmiede hinter dem Hauptgebäude Teufelseiche an der Wegekreuzung
  9. ___________ Vorgeschichte Er ___________ Demian. Er öffnete die Tür, ein verführerisches Lächeln auf den Lippen. Ich senkte den Kopf, versuchte nicht zu erröten und trat schließlich ein. Er schloss die Tür indem er sich über mich beugte und mich so an diese drückte. Mit seinen Armen versperrte er mir rechts und links den Weg. Er war so nah. Ein paar Strähnen hatten sich aus seinem locker gebundenen Zopf gelöst und hingen ihm ins Gesicht. Das ist zu nah. Er weiß ganz genau was er tut. Mit einer Leichtigkeit löste er sich von mir, drehte sich um, nahm meine Hand und zog mich in die wohlig warme Stube. Der Kamin brannte und es lagen einige Felle auf dem Boden. Wir setzten uns und sogleich legte er seinen starken Arm über meine Schulter. Mit dem anderen Arm schloss er mich ein und ich verlor mich in der Nähe zu ihm. Meinen Kopf an seine Brust gelehnt war plötzlich alles andere nicht mehr von Bedeutung; er hielt mich fest und meine Gedanken flogen in die Weite die nun um uns herum zu existieren schien. Wir verharrten so eine kleine Ewigkeit, schließlich hob er mein Kinn leicht an, sodass wir uns in die Augen sahen. Seinen Arm noch immer über meiner Schulter versprach er mir, dass ich alles für ihn wäre. Sacht berührten sich unsere Lippen, wir wollten füreinander da sein, wir wollten einander. Der Kuss wurde leidenschaftlicher, inniger. Er ließ sich nach hinten auf den Rücken sinken und zog mich noch in dieser Bewegung über sich. Ich will dich. Ich will alles für dich sein. Wir liebten uns und ich vergaß den … Er drehte mich, sodass er über mir war und während er mit einer Hand meine beiden Arme über meinem Kopf festhielt griff er schnell mit der anderen an den Lederriemen an meinem Oberschenkel. Er konnte ihn nicht gesehen haben. Das Lederband saß zu weit oben unter meinem Rock. Wie hätte er das bemerken sollen. Mit einem unwiderstehlichen und provokanten Lächeln holte er den Dolch hervor und fragte „Meine Kleine, was wolltest du denn damit?“ Er wusste es. Woher wusste er das. Ich spürte wie sich die Angst in mir breitmachte. Er wandte seinen Blick nicht von mir ab. „Hab keine Angst, ich bin sicher du wolltest nur spielen.“ Er klemmte sich den Dolch zwischen die Zähne und riss mein Hemd auf, bevor er ihn wieder in die Hand nahm und langsam mit der Klinge meinen Oberkörper entlang glitt, ganz vorsichtig. Er würde mich nicht töten. Plötzlich spürte ich einen Schmerz, wie Nadelstiche, ich stöhnte, blickte an mir herab. Noch immer hielt er meine Arme fest und grinste mich an. Er hatte mir einen feinen Schnitt zugefügt, von den Rippen bis zur Hüfte. Ich atmete schwer. „Meine Kleine, du musst mir vertrauen. Du bist alles für mich.“ ___________
  10. Lage: Westküste der Insel Lhynt Portpunkt: -7170 71 -4430 Der Ratsmeister: Sigismund Buchenbach (DukeLizard) Der Stadtrat: Erehir Lhugarion (CrocoAce) Aidreth ain Forlinvach (Havald_Carn) Yartos Steinbeiß (_Yata_) Korhil Löwenmähne (richi2309) Galhiir Lobarad (Brombeerfisch) Hector Hohensee (Erik_2000) Sigismund Buchenbach (DukeLizard) Mürrisch zerrte der Alte ein Buch hervor. Er hustete, denn viel Staub war aufgewirbelt worden. Es war an der Zeit weiter aufzuzeichnen was geschehen war und gerade geschah. Er tunkte seine Feder in ein kleines Fässchen Tinte, wollte gerade ansetzen zu schreiben, überlegte es sich dann anders und öffnete das Fenster einen Spalt breit. Sonnenlicht lugte hinein und er konnte zum ersten Mal an diesem Tag den Himmel sehen. Durch die rußbedeckten Fensterscheiben des Archives war das sonst nicht möglich. Er lehnte sich auf das Fensterbrett und beobachtete die Wolken. Er war aufgewachsen, erwachsen und alt geworden in diversen Gemäuern. Von Türmen, über Verliese hin zu Scheunen und schließlich diesem Archiv, er hatte alles einmal gesehen.. Und doch sah er sein gesamtes Leben lang nichts. Nichts von der Welt. Nur Bücher, Karten, Akten, immer wieder und wieder. Er seufzte und beobachtete die Schwalben im Liebestanz. Die Kathedrale musste bald fertiggestellt sein… Anlässlich dessen könnte er ja vielleicht etwas nach draußen kommen… Ja, ja das wäre doch etwas. Er starrte in den Himmel. Könnte er sein Leben erneut Leben würde er alles ändern. Heiraten. Zur See fahren. Leben. Der Alte seufzte, schlug das Buch zu, las den Titel: “Die Chronik der Hafenmetropole Aldarith”, schlug es wieder auf. “Nun…nein, genug tagträumen. Ich bin ein Mann des Tatsächlichen, keiner für das Eventuelle. Wo war ich?...”
  11. Name: Graf Sismán vom Kliff Rasse: Mittelländer Größe: 196cm Alter: 72 Jahre alt, geb. 366J 3E Augenfarbe: gräulich, früher braun Haarfarbe: weiß Eltern: Vater: Graf Kinfried vom Kliff (331J 3E- 386J 3E) Mutter: Gräfin Friede vom Kliff, geboren Lofren von Gerspan (339J 3E- 372J 3E) Geschwister: Graf Falk vom Kliff (358J 3E- 386J 3E), Freifrau Maria von der Klám, geboren vom Kliff (363J 3E- /) Ehepartner: Gräfin Silva vom Kliff, geboren vom Buchenbach von Dursteyn (374J 3E- /) Nachkommen: Freifrau Ellen von Fendarn (3J 4E- /), Juncker Jürg vom Kliff (16J 4E- /) Tätigkeit: Fahrender Ritter Stellung: Edelmann Heimat: Bastion am Kliff, im Herzogtum Dursteyn Wohnort: Ländereien der Insel Lhynt Glaube: Alte Glaubenslehre Dursteyns, sehr religiös, hat sich ehrenhaften und selbstlosen Taten verschrieben Skin: Charakter: Wenn man einen menschgewordenen Inbegriff von Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit, Ehrenhaftigkeit und unbrechbarem Willen nennen sollte, so wäre der alte Graf vom Kliff eine gute Wahl. Noch in der alten Welt geboren und aufgewachsen, gehört Sismán gewiss bereits zur altgedienten und erfahrenen Generation, sieht sich selbst aber in keinem Fall als altes Eisen. Noch immer befolgt er dieselben Übungen die ihm in seiner Jugend gezeigt wurden, noch immer lebt er fromm und bescheiden, noch immer trägt er seine Rüstung mit den Farben seines Geschlechts mit Stolz in den Kampf. Sismán ist ein warmherziger Mann, ein guter Vater, welcher sich nicht viel aus Reichtümern und selbst Besitz an sich macht- Die beachtlichen Mengen an Land und sein Heim in der neuen Welt, eine Trutzburg, lässt er in der Verwaltung seiner Frau und seines Sohnes, dem dortigen Juncker, während der alte Ritter die meiste Zeit des Jahres mit seinem Knappen in der Welt umher zieht und einzig gegen Kost und Logis die Probleme der Bevölkerung bekämpft. In den Wintermonaten zieht es den alten Grafen mittlerweile nach Hause, eine mit den Jahren stärker werdende Müdigkeit, welche wohl auch dem Alter geschuldet ist. Im Alltag ist der Graf viel auf dem Pferderücken unterwegs, häufig allein mit seinem Knappen, selten in Gesellschaft anderer Wanderer, in deren seltener Gegenwart er dafür um so mehr zu erzählen hat. Wo er auch hinkommt, in Tavernen, auf Marktplätzen und rund ums heimelige Lagerfeuer, kleben die Leute geradezu an seinen Lippen um den Geschichten zu lauschen, die der Alte zu erzählen hat. Neben dem Erzählen von diversen Geschichten und Märchen, manche wahrer als andere, ist sein zweites Talent, wie es sich für einen Ritter gehört, das Führen von Waffen aller Art. Schwer bepackt sind sein Streitross und sein Lastenesel stets, so müssen sie doch neben dem kleinen Hausstand des Ritters auch noch sein großes Arsenal an verschiedenartigsten Waffen und Rüstungsteilen transportieren. Die besagte Rüstung ist aus einem dunklen Stahl geschmiedet, fein gearbeitete Platten, welche bei nahezu jeder Bewegung nahtlos ineinander greifen und Angriffe unmöglich werden lassen- Ein wahres Meisterstück der Schmiedekunst, welches ein Vermögen gekostet haben muss. Über der Rüstung trägt Sismán einen Wappenrock in den Farben seines Hauses, in der alten Welt einst Gesetz für jeden Ritter, heute nur noch Erinnerung und Gewohnheit. Über Sismán: Das Dursteyn des späteren dritten Jahrhunderts der dritten Epoche war eine vergleichsweise ruhige Umgebung um seine Kinder großzuziehen. Der Herzog hatte mithilfe einiger taktischer Geniestreiche in der ersten Hälfte des Jahrhunderts einen gewaltigen Krieg gegen das benachbarte Königreich Feineck gewonnen und diesem so große Stücke Land und Wohlstand abgenommen, dass das Herzogtum Dursteyn für eine gute Weile lang unbezwingbar schien und somit genügend Zeit für den Wiederaufbau der doch sehr angeschlagenen Ressourcen zu Verfügung hatte. Nach außen hin wurde die noch immer unzählbare Größe der Truppen Dursteyns propagiert um die Sicherheit des Reiches zu wahren, doch in Wahrheit hatte man Trotz des Sieges unerwartet hohe Verluste eingefahren. In dieser Nachkriegsepoche, in der sowohl Geld als auch Land im Überfluss vorhanden waren und es einzig an Zeit und Männern fehlte, kam der Sohn des Grafen Kinfried vom Kliff zur Welt. Der Ritter vom Kliff war ein Nachkomme einer langen Dynastie von hochtalentierten Reiterkriegern, der für seine selbstlosen Dienste im Krieg gegen Feineck von seinem Herren, dem Herzog, in den Grafenstand erhoben wurde und die Ländereien rund um die Bastion am Kliff erhielt. Der Junge, Sismán sollte er heißen, so entschied seine Mutter, wuchs als jüngstes von drei Kindern in der privilegierten Umgebung der feudalen Adeligen auf und somit fehlte es ihm an nichts. Er und sein Bruder wurden ab ihren Kindertagen zu Rittern ausgebildet, im sowohl Umgang mit dem Schwert, als auch mit den Manieren geschult und auf ein Leben als Elite der Gesellschaft vorbereitet. Ihre Welt war in Ordnung- Bis die Kunde von der Ankunft der Verderbnis auf Oredan auch das weit östlich gelegene Dursteyn erreichte und ein Zerwürfnis im Volk auslöste. Nachbar wandte sich gegen Nachbar, eine Rebellion stieg auf um sich mit der Macht des Herzogs zu messen. In dieser finstersten Stunde kam er um das Volk zu erlösen und den Streit zu schlichten, der Sohn des Herzogs, eine Lichtgestalt. Man sagte sich, die Götter hätten das Leid der Menschen erblickt und dem kranken Fürstensohn neues Leben eingehaucht, auf dass er sein Volk retten könne. Auch Sismán sah damals voller Ehrfurcht zum neuen Herzog auf und stellte sich an der Seite seiner Familie ohne zu Zögern in dessen Dienst und somit in den Dienst der Götter. Während der Flucht von Oredan, welche in Dursteyn tatsächlich kurz vor dem Ende geschah, starben sowohl Sismáns Vater als auch dessen Bruder im Kampf gegen die annahenden Schattenwesen, welche als Vorboten der Verderbnis Unheil brachten. Als neues Oberhaupt seiner Sippe in Lyria angekommen erbat Sismán nach einigen Jahren der Hilfe beim Aufbau einer neuen Grundlage seinen Lohn für den Dienst unter dem Volke Dursteyns- Eine Heimstatt für sich und seine Frau und Kinder, welche ihm vom einstigen Fürsten Dursteyns, nun einflussreicher Händler, zur eigenen Verwaltung überlassen wurde. Es hielt ihn nicht lang dort, zu viel war in der Vergangenheit geschehen, das ihn unruhig machte, zu viel Leid und Unrecht sah er in der Welt. Und so machte der Graf sich, kurz nachdem seine Kinder zu Erwachsenen wurden, wieder auf, legte sein Gut in die Hände seiner geliebten Frau und seines Sohnes, der nun Juncker sein sollte und verließ sein Stück Land auf der Insel Lhynt für die meiste Zeit des Jahres. Die folgenden, nunmehr über dreißig Jahre lebte er das Leben eines Wanderers, sah so gut wie alles von der neuen Welt, ihren Bewohnern, Gebräuchen und Landschaften. Mittlerweile sind die Knochen des Ritters alt, insbesondere wenn der Winter kommt, ein Umstand der es ihm immer öfter als angenehmer erscheinen lässt, manche Nacht nicht im Sattel sondern am Lagerfeuer, manchen Tag nicht auf der Jagd nach Monströsitäten und Banditen, sondern unter einem Apfelbaum zu verbringen. Doch selbst an diesen Tagen, wenn er dem Kampf das Erzählen einer Geschichte aus seinem Leben vorzieht, wird jeder seiner Zuhörer ein jugendliches Glimmen in seinen Augen erspähen können und sehen, dass Sismán vom Kliff eine wahrlich ruhelose Seele ist.
  12. Name: Oswald (vom) Buchenbach von Dursteyn Rufname: Kaleigh, der Fuchs (Ingame-RP-Name: Kaleigh) Rasse: Mittelländer Größe: 181cm Alter: unbekannt, daher auf 17 Jahre geschätzt Augenfarbe: samtgrün Haarfarbe: graublond Eltern: Vater: unbekannt Mutter: unbekannt Adoptivvater: Sigismund Buchenbach Geschwister: keine Leiblichen "Blutsgeschwister": Leith, Jaira, Dorn, Elle, Kürschner Tätigkeit: Taugenichts, Lebemann, Meisterdieb, Narr Stellung: Patriziersohn Heimat: Hafenmetropole Aldarith Wohnort: Hafenmetropole Aldarith Glaube: Der Ordensglaube Aldariths, mit Fokus auf Eli (Sehr religiös ist er allerdings nicht wirklich) Skin: Charakter: Kaleigh wird nicht ohne Grund von Vielen "Der Fuchs" genannt. Sein ganzes Leben über schon geht er Probleme, wie Schnapsideen mit einer beachtlichen Gerissenheit und Bauernschläue an, wodurch er seinen Kopf schon so manches Mal aus der Schlinge ziehen konnte. Sowohl im Körperlichen als auch im Geistigen ist er eine flinke, sehr wendige Persönlichkeit, die es sowohl versteht grazil auf leisen Sohlen zu wandeln, als auch mit ehrlicher Fröhlichkeit und Leidenschaft in diversen Wirtshäusern den schönen Dingen des Lebens zu frönen. Als Straßenkind geboren und aufgewachsen, weiß er sehr wohl was es heißt zwischen Kriminellen und Bettlern jeden Tag ums Überleben zu kämpfen. Dementsprechend gering ist sein Moralverständnis ausgeprägt, wenn es um Besitzverhältnisse geht- Er lernte früh lautlos zu stehlen, erst für den Magen, später dann fürs Auge. Gerade in späterer Zeit, als er von der Straße weg, immer weiter hinein in die Welt des Geschäfts und des organisierten Verbrechens in Aldarith geriet, steckte er seine Ansprüche ein wenig höher. Feine Stoffe, weiches Leder, volle Gerüche, glitzernde Steine, gutes Essen, und kunstvolle Waffen haben es ihm seit dem angetan. Seine Kleidung repräsentiert exakt diese Liebe, nur wenige gibt es die sich derart extravagant und hochwertig kleiden. Viele verschnörkelte goldene Stickereien zieren die samtenen Jacken und Umhänge des Fuchses, Edelsteine seinen Hals und Ringe mit dicken Klunkern die Finger. Die meisten hüten sich dennoch ihn bestehlen zu wollen, denn auch seinen Säbel aus den fernen Ländern der Nomaden der alten Welt stellt er stets am Gürtel zur Schau und wer ihn kennt weiß, dass er damit umzugehen weiß und sich nicht scheut die Waffe zu ziehen. Wer in etwa weiß wer da vor ihm steht wird sich in einem Streit ganz unabhängig von dieser Tatsache lieber selbst in die Klinge stürzen als den jungen Mann ernsthaft zu verletzen- Der Tod ist in Aldariths Mauern häufig schöner als Buchenbachs Zorn auf sich lasten zu wissen. Kaleigh mag wie ein typischer Herumtreiber wirken, dem außer sich selbst alles und jeder egal ist- Was zu einem gewissen Grad sogar der Wahrheit entspricht. Wenn er jemandem treu ist, dann sind es selten die, die das meiste für ihn taten, sondern eher die zu denen er sich am meisten hingezogen fühlt, was ein Gefühl ist, dass er selbst nicht so wirklich versteht. Seine Blutsgeschwister und seinen Adoptivvater sieht er als seine Familie, deren Wohl und Ehre er selbst mit dem Tod schützen würde. Über Kaleigh: Kaleigh kam namenlos als ungewolltes Blag einer Bettlerin und einer ihrer bereits vergessenen Liebschaften in den schmutzigen Gassen des Hafens zur Welt und wurde wenige Tage nach seiner Geburt als unnütz zu stopfendes Maul abgetan und im Straßengraben zum sterben zurückgelassen. Inmitten von Schmutz und Abwasser, nichts gesehen von der Welt bis auf dunkle, graue und dreckige Hinterhöfe hätte sein Leben hier bereits enden sollen, als eines der vielen Opfer des explosionsartigen Bevölkerungswachstums einer florierenden Handelsmacht, doch das tat es nicht. Drei Kinder lasen ihn auf, wie er da im Graben lag und nahmen ihn mit ihn ihren Unterschlupf. Sie waren nicht viel älter als er, vielleicht sieben oder acht Winter und vielleicht gerade deshalb zeigten gerade sie die Menschlichkeit, die vielen der älteren Elenden verloren gegangen war. Leith, Kürschner und Elle beschlossen den Säugling aufzunehmen und gaben ihm den Namen Kaleigh. Als Kind auf der Straße zu leben hatte seine Vor- und Nachteile, das schloss Kaleigh als er älter wurde und Erfahrungen sammeln konnte. Almosen bekam man auf jeden Fall mehr als ein gestandener Mann und auch der Magen der gefüllt werden musste war kleiner, die Gier der anderen dafür um so größer. Und so blieb die kleine "Familie" nie lang in einem Unterschlupf und war regelmäßig gezwungen vor Gewalt zu fliehen. Im Lauf der Jahre lernte er lautlos zu laufen, geschickt in Taschen und auf Marktstände zu greifen, Schlösser zu knacken und vor allem zu schnorren. Die Kinder wurden mit der Zeit immer mehr, Jaira, die so alt war wie Kaleigh und der kleine Dorn schlossen sich ihnen an. Vom Bettlerkönig, von dem überall in der Unterwelt hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde, bekamen sie lange Zeit nichts mit, bis ihr Anführer Leith an einem Tag mit üblen Verletzungen in das Nachtlager kam und verkündete, dass sie nun ebenfalls für besagten König arbeiten würden- Kostenlos, versteht sich. Kaleigh war damals eigentlich zu klein um genau zu verstehen was da vor sich ging, den Bettlerkönig sah er trotzdem fortan als einen Teufel und ein Vorbild zugleich und schwor sich einmal seinen Platz einzunehmen. Einige Jahre zogen ins Land und die Diebstähle der Bande wurden immer gewagter, sie alle begannen Gefallen an edlen Dingen zu finden und stahlen solche mit Vorliebe, ganz gleich dem Risiko. Oft gingen die Einbrüche und Überfälle gut- Ein Mal nicht. Und so fand sich Kaleigh nach einem missglückten Einbruch in ein Lagerhaus, dessen Besitzer er nicht kannte angekettet in einer Zelle wieder. Kaleigh wartete, lange. Sehr lange. Der Magen hing ihm bereits in den Kniekehlen und er dachte er müsse verhungern, als die Tür sich öffnete und ein Mann in strahlend blauen Kleidern die Zelle mit schnellem Schritt betrat und sich vor ihn stellte. Sigismund Buchenbach sah nicht erfreut darüber aus einen seiner eigenen Leute nachdem man ihn bestehlen wollte als Täter vor sich sitzen zu haben. "Was mach ich mit dir...?" er lief in der Zelle auf und ab. "Mich bestehlen zu wollen war eine große Dummheit, das weißt du..." "Aber einen Dieb von deinem Kaliber will ich nicht wegen einer solchen Kleinigkeit umnieten müssen..." Buchenbach kratzte sich am Bart und schien in Gedanken versunken, er drehte sich um und blickte dem jungen Mann direkt ins Gesicht, woraufhin er sich etwas verwirrt zu entspannen schien und seine Züge weichen wurden. "Nein, viel lieber wüsste ich dich in einen wie Dich, einen der aus Nichts einen Anfang geschaffen hat in einer für mich vorteilhafteren Position. Mit anderen Worten: Ich habe eine Aufgabe für dich- Was sagst du ?"...
  13. Das populäre RP-FAQ wurde überarbeitet, damit es dem eigentlichen Zweck dient und die gestellten Fragen übersichtlich anzeigt. Dafür wurden alle Antworten ausgeblendet und stattdessen in die Fragen editiert. Alle Fragen die durchs Wiki schon beantwortet werden, wurden ebenfalls ausgeblendet. Im Startpost von EngarimAxtschlag befindet sich nun eine kategorisierte Liste aller gestellten Fragen, welche nun stets aktuell gehalten wird. Wenn ihr eine Frage stellt oder gestellt habt, dürft ihr diese nach der Beantwortung NICHT nochmal editieren! Zuwiderhandeln kann als Fälschungsversuch gewertet und bestraft werden! Zusätzlich wurde der Thread unter "Rund um den Server" angepinnt, damit dieser einfacher zu finden ist.
  14. Die Ratten “...Dennoch gelang es ihm mir…” der Ordensritter blickte zu Boden und knirschte mit den Zähnen “...durch Schurkerei und Hinterlist zu entwischen, Herr.” Der oberste Ordensgardist blickte von oben auf den Ritter herab und musterte ihn etwas abschätzig. “Sehr enttäuschend, gerade von dir.” “Doch dazu später.” Der hochgewachsene Gardist kratzte sich am Bart. “Mir war bewusst, dass unser Land mit Ratten infiziert worden ist, dass sie kriechen und krabbeln in den Schatten, denken sie sind versteckt vor unseren Augen… Aber wie fett diese Ratten sind, das war mir nicht bewusst- Immerhin in diesem Punkt hast du uns weiter gebracht, Perzival.” Er winkte einen Hofdiener der Festung heran. “Berichte dem Sekretär, er solle ein Treffen mit Hector Hohensee und Sigismund Buchenbach arrangieren, die Lage ist ernst, es ist dringlich.” Der Diener nickte und zog sich mit einem Schwall von Verneigungen zurück. Zacharias Adalbrecht setzte sich auf seinen Lehnstuhl und murmelte. “So wollen wir ein Feuer starten, dass alles Ungeziefer aus dem Land treibt- Es wird Zeit…” Wenige Tage zuvor: Er wischte über den Boden und zerrieb den Schmutz zwischen seinen Fingern, roch daran… Ja, eine Spur, ganz eindeutig. Er blicke an seinen Gürtel- Kein blaues Leuchten, seit Tagen nicht. Eine Spur Enttäuschung war in seinen Augen zu sehen und doch hatte er eine Spur, Immerhin. Er schob sich weiter voran, durch das dichte Unterholz hindurch- Wie ein Pferd samt Reiter hier hindurch geritten sein sollte verstand er bis jetzt nicht genau. Seit mehreren Wochen schon war er nun in der Wildnis Lhynts unterwegs, auf der Spur eines Mannes dem die schweren Verbrechen der Hexerei und Ketzerei nachgesagt wurden. Drei lange Wochen in der Nässe und Kälte des dunklen Urwaldes, der noch immer große Teile der Insel bedeckte. Vor ihm wurde es heller, eine Lichtung erschien, auf ihr eine Hütte, es begann nach Verwesung zu stinken. “Endlich hab ich dich.” knurrte er. Er blickte an seinen Gürtel. Ein schwaches blaues Leuchten erfüllte das Dickicht mit Licht und sein Herz mit Aufregung. Er bewegte sich lautlos durch das Unterholz um die Hütte herum, erfasste mit seinem aufmerksamen Blick jedes Detail auf der Lichtung. Rostiges Werkzeug stand an die Wand des Schuppens angelehnt, das Dach war löchrig, der Schornstein eingefallen. Hinter der Hütte angekommen fand er den Ursprung des Gestanks- Ein Pferdekadaver, nicht alt, aber auch nicht mehr wirklich frisch. Das Fleisch fehlte an einigen Stellen, sauber mit einem Messer herausgetrennt, wie er erkennen konnte. “So füttert der Ketzer sich also…” Er blickte an sich herunter, ging alles durch: An seiner Rechten die Rauchbomben, die Granaten, die kleine Armbrust, die Schutzrunen. Der Gurt mit den alchemischen Fläschchen an seiner Brust. An seiner Linken die zwei Dolche, die resistenten Handfesseln und der Feuerstein mit dem Schlageisen an seinem Handgelenk. Und schließlich der runenbeschlagene Zweihänder auf seinem Rücken. Es war alles da. Er löste eines der alchemischen Fläschchen vom Gurt ab und kippte den Inhalt in einem Zug. Das Zeug brannte wie Feuer in seiner Kehle, stahl ihm kurz den Atem, ließ sein Herz langsamer schlagen… immer langsamer, bis sich selbst die Welt um ihn herum etwas langsamer zu drehen schien. Er betrat schleichend die Lichtung, drückte sich neben dem toten Pferd an die Hüttenwand und lugte durch einen Spalt ins Innere. Da saß er. Zusammengekauert über ein Buch gebeugt, Formeln murmelnd. Die Tür würde er nicht nutzen, der Mann war zwar Ketzer, aber dumm, das war er ganz sicher nicht, er hatte sich gewiss abgesichert. Er würde ihn nach draußen treiben müssen, das war klar. Ein paar Schritte zurück, den Abstand eingeschätzt, dann der Wurf. Die Rauchbombe flog perfekt durch den Spalt im Dach und zerbarst im Inneren. Wie erwartet flog die Tür auf und der Alte rannte hustend auf die Lichtung. Im Krieg gibt es keinen Kodex, keine Gnade, schon gar nicht zwischen Jäger und Beute. Er griff sofort an. Bevor er überhaupt wusste was geschah, hatte der Magier schon einen Bolzen im Bein stecken, hob dann aber trotzdem reflexartig seine magische Deckung und wehrte so gerade noch einen Feuerblitz aus der Linken des Hexenjägers ab. Eine schnelle Handbewegung und ein darauf folgender Erdwall rettete ihn vor einem tödlichen Schwung mit dem Zweihänder. Eine weitere Handbewegung und ein Windstoß fegte den Jäger von den Beinen und warf ihn zurück, gegen die Hütte, nahm ihm den Atem. Er hatte ihn unterschätzt... Der Alte war ein wirklicher Meister der Elemente, das war ihm nun klar, als messerscharfe Fragmente aus Steinen in die Luft stiegen und auf ihn zuschossen, bereit sein Herz zu durchbohren. Blaues Leuchten vom Kristall an seinem Gürtel, heller als Tageslicht. Im Letzten Moment hob er sein Schwert wie zum Block, die Runen darauf begannen zu glühen und die Steinscherben zerfielen im Flug zu Staub. Er sprang auf, tauchte unter einem Felsen hindurch, zerschlug mit dem Schwert einen scharfen Windstoß und stand schließlich vor dem Magier, sein Gesicht wenige Fingerbreit von dessen Gesicht entfernt. Seine runenbesetzte Klinge steckte in der Brust des alten Mannes, Blut begann zu tropfen, dann zu fließen und schließlich zu strömen und das Leben in den alten Augen des Ketzers erlosch auf immer. Der Jäger ließ sich erschöpft fallen, begann sein Schwert zu reinigen, als die Wirkung des Gebräus nachließ spürte er stechend die Wunden. Jemand betrat die Lichtung, Überraschung in seinen Augen. Die Männer blickten sich an, man kannte sich. “Das war meine Beute.” merkte der Neuankömmling trocken an. Der Hexenjäger sprang auf die Beine, ignorierte den Schmerz in der Brust und hob sein Schwert. Sie begannen sich zu umkreisen, den toten Wildmagier zwischen ihnen. “Manchmal kommt man eben zu spät… So ist das Leben.” hörte er sich eine abgedroschene Phrase rezitieren. Sie umkreisten sich, überlegten wie man beginnt, wo man Lücken findet, beobachteten sich ganz genau. Lange ging das so, bis der Hexenjäger erneut das Wort ergriff. “Ich will diesen Streit nicht beginnen- Und du tätest gut daran es ebenfalls nicht zu wollen.” Der Häscher der Magiergilde überlegte kurz, blieb dann stehen und schaute seinem Gegenüber in die Augen. “Abgemacht. Was brauchst du um deine Obersten zu überzeugen ?” “Den Kopf, zumindest.” “Trifft sich, ich brauche nur das Siegel” Man zog die Dolche, trennte Körperteile ab und stand sich dann gegenüber. Der Häscher machte sich auf die Lichtung zu verlassen, stoppte dann genau neben dem Jäger. Er zögerte, sprach dann aber doch. “Was ist nur aus uns geworden, Perzival ?” Er kämpfte mit den Tränen. “Der eine wurde Jäger… Der andere Ratte… Bruder.” erwiderte Perzival von Isenhart und ließ eine Ratte entkommen.
  15. Rechtens Hauptmann - Verurteilt und gerichtet - Kapitel 2/2 Wir schreiben das Jahr 45 der IV. Epoche “Großmeister! Eine Nachricht vom Ordensviertel der Stadt hat uns ereilt!”, ruft der Bote Artorias Blackfallen, welcher gerade im Falkenturm der Burg Trelis die eingehenden Nachrichten entgegen nahm und nun im Eingang zum Burgfried steht. Er vernimmt ein schweres Rüstungsklappern welches aus dem Gang in seine Richtung kommt. Ein schwer gerüsteter Ordensritter mit einer rötlichen Gesichtsmaske tritt vor ihn und spricht mit ruhiger Stimme: “Der Großmeister ist nicht zugegen.”, und entnimmt im selben Atemzug dem Boten den Brief. Dieser wiederum kniet respektvoll nieder “Großkomtur von Waldenhof, der Brief stammt aus Khorinis.”, meint der Bote beiläufig. “Hab Dank Artorias, du kannst verfügen.”, bedankt sich Marius und winkt ihn fort. Normalen Schrittes, während er den Brief liest, begibt sich Marius ins Arbeitszimmer des Großmeisters. “Großmeister, Khorinis...wir müssen einschreiten!” und wirft den Brief auf den Tisch. Rhobar überfliegt diesen und stellt fest: “Ah… so schlimm ist die Lage…” “Ich dachte mir bereits, dass die Aufnahme der Arthosten, die Unruhen in der Stadt noch weiter anfachen könnten.”,behauptet der Großkomtur. “Marius, ich vertraue dir diese Angelegenheit an. Für Arthos! Möge er dein Schwert leiten!”, befiehlt Rhobar. “Sehrwohl Großmeister!”, bestätigt Marius während er sich vor Rhobar verbeugt. Eilig wendet Marius sich ab und sucht die besten Kämpfer. Spät abends begeben sich acht schwer gepanzerte Ordensritter geführt von Marius zur Stadt. Diese durchreiten das Stadttor im Dunkeln. Eine Wache hält sie an und fragt: “Wer seyt Ihr?” “Marius von Waldenhof”, erwidert der Großkomtur. Ehrfürchtig tritt der Wachsoldat mit gesenktem Haupt zur Seite. “Tretet ein min Herr.”, meint er noch mit zitternder Stimme. Der kleine Trupp reitet geradewegs Richtung Stadtwache. Die diffuse Beleuchtung der wenigen Straßenlaternen macht den Auftritt des Gefolges noch einschüchternder. Einige Fenster werden verschlossen und in den Vorgärten der Tavernen wird es still, als die Ritter vorbei reiten. Bei der Stadtwache angekommen steigen alle ab. “Wartet!” ,befiehlt Marius mit einer kleinen, kaum merkbaren Handgeste. Er begibt sich ins gegenüberliegende Gasthaus “Zum betrunkenen Biber”. Drinnen angekommen herrscht heiteres Treiben. Die betrunkenen Gäste scheinen den Großkomtur nicht zu bemerken. “Aah, Yshran mein Freund” meint Marius als er sich zu einer in dunklen Roben gekleideten Person setzt. “Hast du alles vorbereitet?” erkundigt sich Marius. Die vermummte Person nickt. “Es ist wahrlich der Hauptmann, welcher die Fäden führt. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen”, flüstert Yshran, während er sich über den Tisch beugt. “Gut, dann beginnt es..”, meint Marius zufrieden und haut mit der Handfläche auf den Tisch. Die beiden erheben sich sogleich. Marius legt dem Wirt einen Lederbeutel auf die Theke und ruft: "Eine Runde für alle!" Der Saal bricht in Jubel und Gegröle aus. “Deroves, sorge dafür das niemand den Saal verlässt!”, befiehlt Marius dem Wirt. Einige Augenblicke später öffnet sich die Tür und der Großkomtur schreitet mit einer, anscheinend wie ein Priester aussehender, Person zum restlichen Gefolge. “Zwei kommen mit!” befiehlt Marius leise “Der Rest bleibt hier und hält uns den Rücken frei.” Wieder eine kleine Handgeste aber diesmal zu Yshran, die eindeutig signalisiert, dass er Ihm folgen soll. Die kleine Gruppe schreitet durch den Haupteingang der Stadtwache und kann ohne Widerworte der Wachen passieren. “Gute Arbeit!” meint Marius zu Yshran. Währenddessen hören die oben gesellig versammelten Stadtwachen, etwa sechs an der Zahl, und der Hauptmann ein langsames stampfen und klappern scheinbar schwer gerüsteten Personen. Das gesellige Treiben verstummte und alle blickten zur Eingangstür. Der Hauptmann begann zu brüllen: “Warum können Ordensritter einfach dieses Gebäude betreten, ohne aufgehalten zu werden!” Daraufhin öffnete sich die Eingangstür, und zwei Ritter betraten gefolgt von Marius und Yshran den Saal. Keiner der dortigen Männer wagte sich auch nur zu bewegen. Alle starrten Marius an, welcher einen Ritter zur Seite schob und Richtung Hauptmann marschierte. Gregor schrie mit Furcht erfüllter Stimme: “Tötet sie! Macht se nieder!” Zwei der Wachen, beides Wachtmeister, erhoben sich. Jedoch noch bevor sie sich von ihrem Platz entfernen konnten wurde einer von einem Feuerball verkohlt und der Andere durch eine Klinge an den Tisch genagelt. Der Hauptmann, der gerade zwei seiner treuen Recken sterben sah, fühlte wie es ihm den Atem nahm. Ebenso fühlte sich sein Hals plötzlich kalt an. Er griff danach und erkannte sein eigen Blut an den Händen. Während Marius seelenruhig sein Schwert an Gregors Robe reinigte und wieder in die Scheide zurück steckte. Der Hauptmann griff verzweifelt nach Marius Waffenrock, um sich zu halten. Dieser jedoch fragte kalt in die Runde: “Sind noch Fragen offen?” und stieß den ohnehin sterbenden Hauptmann von sich, auf den Boden. Marius wendete sich ab und ging Richtung Tür. Er blickt Richtung seiner Gefolgsleute “Ihr wisst was zu tun ist.” Die beiden Antworten ruhig: “jawohl Großkomtur” Marius verlässt den Saal und schließt die Tür hinter sich ab. Man hört bereits die ersten Schreie aus der Tür hallen. Langsamen Schrittes begibt sich Marius die Treppe hinunter in den Empfangsbereich. Eine der Wachen kriecht auf Knien flehend zu Marius, hält sich an seinem Mantel und bettelt: “Großkomtur lasst sie leben! Mein Bruder ist da oben!” Marius blickt dem jungen Wachsoldaten, wohl kaum fünfzehn Jahre alt, ins Gesicht und bemerkt mit ruhiger Stimme: “Das hättet ihr euch früher überlegen sollen Junge.” Den Satz noch nicht zu Ende gesprochen tritt er den Jüngling von sich weg. Wenige Augenblicke später erschallt ein fünfmaliges Klopfen von der obigen Tür. Marius drückt dem Jüngling den Schlüssel in seine Hand und befiehlt mit lauter Stimme: “Mach die Tür auf! Such deinen Bruder wenn du ihn noch erkennst.” Der Wachsoldat rennt schluchzend hinauf und öffnet die Tür. Er erblickt ein wahres Gemetzel zwischen Yshran und den Rittern, welche blutverschmiert sind an der Tür stehen. Sie stoßen den Jüngling zur Seite und begeben sich zu Marius in den Empfangsbereich. Marius befiehlt den verbleibenden Unteroffizieren, sie sollen alle verfügbaren Wachen herbringen. Als nach einigen Minuten die Meisten Wachen versammelt sind, beginnt Marius: “Die Inquisition der schwarzen Rose hat euren Hauptmann und dessen Gefolge als Ketzer und Verräter eingestuft, und diese auch ihrer gerechten Strafe zugeführt.” Während der Ansage hört man den Jüngling mit Leib und Seele schluchzen. “Er hat ihn wohl gefunden.” bemerkt Marius kaum hörbar. “Wie dem auch sei. Frank Bayard wird von nun an der Hauptmann der Stadtwache sein. Ich fordere blinden Gehorsam, oder das Spektakel von heute Abend wird sich wiederholen. Habt ihr das alle verstanden?” Ein zögerliches und misstrauisches “Jawohl” ging durch die Menge. Frank wiederholte mit erzürnter Stimme: “Habt ihr das verstanden?” “Jawohl, Hauptmann!” schrie es zurück, jedoch konnte man den Missmut immer noch heraushören. “Hauptmann Bayard, Ich überlasse dir die Sicherheit der Stadt. Möge Arthos dich leiten!”, meint Marius. Er und Yshran verlassen das Gebäude. Draußen angekommen verlässt nun auch Yshran das Gefolge in die Dunkelheit. “Brüder, zwei tapfere Recken sollen Bayard für die nächsten Tage unterstützen.” erkundigt sich Marius. Sogleich marschieren zwei Ritterbrüder Richtung Stadtwache und in den Vorhof. “Das Werk ist vollbracht. Lasst uns heimkehren solange es noch dunkel ist.” befiehlt der Großkomtur den noch verbleibenden Ritterbrüdern.
  16. Gier Buchenbachs Gesicht wurde bleich als er die Worte aus dem Mund des angeketteten, ausgehungerten Mannes vernahm. "Sag das noch mal !" verlangte er, Aufregung in der Stimme. Der dürre Gefangene, von Horrek sein Name, zitterte und schwieg, woraufhin ihn ein riesiger Nordmarer mit dem stahlbekappten Stiefel in die Seite trat und wie ein Ochse schrie: "Nochmal sagen sollst du`s !" "A... Aus einem alten Grab..." Ein Husten schüttelte den Mann. "Im Norden, bei denen die sich selbst Zwerge nennen... Ich.. Ich hab`s nur gefunden, einfach so... mehr weiß ich nicht, ich schwöre es, bei allem was mir heilig ist !" Der Mann war den Tränen nahe. "Lass ihn, Brán." Buchenbach kratzte sich am Bart, während der Hüne grunzte und zurücktrat. Der Patrizier lief im Kerker auf und ab und drehte dann ab in Richtung Tür. "Ich glaube dir, von Horrek. Dennoch bist du mit deiner Dummheit in eine verdammte Scheiße hineingerutscht..." Buchenbach durchwühlte die Unterlagen in seinem Büro und fand schließlich die Zeichnung die er angefertigt hatte, als das kostbare Kleinod in seinen Besitz kam. Sehr genau hatte er es damals getroffen, unverwechselbar beinahe. Einen unverschämt hohen Einstiegspreis hatte er beim Auktionshaus angegeben und dennoch wurde sein Stück von einem Unbekannten ersteigert. Der Wert des Stücks lag trotzdem weit über dem was gezahlt worden war, das war ihm nun klar geworden. "Schicke Kunde an den Seemann und den Schlächter, sie sollen alles was in ihrer Macht steht tun um den Ring wieder zu finden... Es gibt kein Versagen." "Herr, welche Befugnisse sollen ihnen eingeräumt werden ?" "Alle." Er atmete tief durch und schaute aus dem Fenster auf den nächtlichen Hafenmarkt. "Ich kümmere mich persönlich um jede Komplikation. Mach ihnen das klar: Der Ring wird gefunden, egal was kommt! Verstanden ?" "Ja Herr, sofort Herr." Der kleine Sekretär verließ flink den Raum und machte sich auf den Weg zurückzuholen was verloren ging...
  17. Eine erschwerliche Reise Der Wind, das Stampfen und die eisigen Winde in den Kristallebenen machten es Artorias nicht leicht sich durch den verschneiten Wald durch zu schlagen, tagelang reiste er nun schon und sein Proviant, wenn man was davon noch essen nennen kann, gingen ihm zur neige und er wusste wenn er keine bleibe finden würde, würde sein klägliches da sein enden. Als die Winde anfingen stärker zu werden sah Artorias in der nähe eine Höhle in der er schnell unterschlupf fand, jedoch konnte er kein Feuer entzünden da es viel zu kalt und windig ist, weshalb er sich mit seinen dicken Fellen die ihn bekleideten zufrieden geben musste. Weit genug hinten in der Höhle in der er noch was sehen konnte kauerte er sich zusammen und bildete eine art Schutzwall aus Schnee um noch gerade so seinen Körper vor dem Wind im liegen zu schützen. So viel er, völlig kraftlos, in einen tiefen Schlaf. Als Artorias seine Augen öffnete fiel ein greller Sonnenschein auf ihn, der Sturm war vorbei und das zwitschern der Vögel war zu hören. Nach einer kleinen Mahlzeit machte sich Artorias auf den Weg und zu seinem glück endete der Wald, als dann Artorias nach vorne blickte erstreckte sich eine Hütte vor ihm. Nun stand Artorias fraglos vor der Hütte, denn niemand öffnete als er anklopfte, durch die Fenster versuchte zu schauen und selbst als er schrie kam keine Antwort. Seine Freude über eine richtige Unterkunft, in der er sich hätte stärken können, war nun gänzlich vergangen. Ohne jegliche Möglichkeiten zog er völlig entmutigt weiter als ihm plötzlich jemand am Horizont auffiel. Als sich die besagte Person ihm näherte zog Artorias sein Schwert, doch die zwielichtige Person kam ihn unbekümmert näher. Als Artorias, der kampfbereit da stand, die Person genauer erblicken konnte, sank er sein Schwert, denn schnell war klar das die Person, welcher sich nun unmittelbar vor ihm befand, der Besitzer dieser bescheidenen Hütte war, er nannte sich Grieswald von Flieder, ein Mann mittleren Alters und eine Person welche wohl keine Angst davor hat wenn man mit gezogenem Schwert vor ihm steht. Beide wussten auch ohne Worte was sie wollten, so lud Grieswald Artorias zu sich auf eine warme Mahlzeit ein, welcher sofort dankend annahm.
  18. Aramater Herold - Extrablatt Mörderbande in Aramat! Die Zahl der Überlebenden des "Ratsfall" scheint weiter korrigiert werden zu müssen: respektierter Gildenmagier und geliebter Familienvater Raylon Sotaniel wurde vergangene Nacht in der Schwurgasse leblos auf dem Boden liegend aufgefunden. Schwere Kampfspuren und drei weitere Tote, allesamt dunkel gekleidet, lassen den Anschein eines nur schwerlich geglückten Attentates zu. Die Bewohner der umliegenden Gebäude berichteten, dass sie von großem Tumult und Schreien geweckt worden seien. So soll es insbesondere einen lauten Knall gegeben haben, der auch Straßenzüge weiter noch vernommen werden konnte und diverse Fensterscheiben zerspringen ließ. Bei ihrer Ankunft am Ort des Geschehens brannten noch einige nahe gelagerte Fässer, der Kampf selbst war allerdings bereits zu einem Ende gekommen. Neben der eingestürzten Rückwand des angrenzenden "Gebetshaus der Fünf" lag Sotaniel blutüberströmt - noch halb an diese gelehnt - in der verbrannten Erde. Zwischen den zerstrümmerten Fässern auf der gegenüberliegenden Seite fand man den ersten weiteren Toten, einen Mittelländer. Der zweite, ein Fahlländer, lag einige Meter weiter im Schlamm, sein Torso fast fein säuberlich diagonal durchtrennt, die Wundflächen verödet. Nach ausleuchten des Gebetshauses fand man schließlich den Dritten der vermeindlichen Mörder: inmitten von Sitzbänken und Wandtrümmern lag dessen größtenteils versengterund zerquetschter Körper, von dem man nur noch sagen kann, dass es kein Steingeborener war. Sotaniel wurde von der eintreffenden Stadtwache in die Gebäude der Magierakademie eingeliefert und soll laut dieser dort zur Zeit in Kryostase gesetzt worden sein. Von weiteren möglichen Tätern fehlt jede Spur. Erzählungen zufolge soll einer der versammelten Schaulustigen gemeint haben, den Mittelländer und Fahlländer als Teil einer Gruppe von Mietklingen, den "singenden Nesseln", wiedererkannt haben zu können. Bei Sichtung dieser, solle man sich unverzüglich an die Wache wenden. In Folge der starken Beschädigungen inner- und außerhalb des Gebetshauses wurde dies vorrübergehend abgestützt und bleibt bis auf weiteres geschlossen.
  19. Name: Marquise Myriell de Renquié Geschlecht: Weiblich Volk: Hochalve (Mischkind/ Mittelländer und Hochalve) Geburtsjahr: Jahr 359 der dritten Epoche Größe: 1,80 Haarfarbe: weißblond Augenfarbe: Grau Heimat: Dorf auf Auil Wohnort: Handelsmetropole Aldarith Stellung: Geschäftsfrau Handwerk: leichtes Gewerbe Geschwister: keine Eltern: Zerdali Palandes (Mutter/Hochalve) Phirion de Renquié (Vater/Mittelländer) Glaube: Fünfgötterglaube Aussehen Die weißblonden Haare rahmen das doch etwas kantige, trotzdem grazile Gesicht ein, während die grauen Augen mit den Erwartungen des Gegenüber spielen und ihre weichen und vollen Lippen so manchen den Verstand rauben. Der Körperbau ist einer, der sich durchaus sehen lässt: schlank und wohlgeformt. Jede Bewegung scheint lange einstudiert und jedes Lächeln hat ein Ziel: Die Männerwelt um den Finger zu wickeln. Dabei ist Myriell höchst professionell, subtil und unglaublich effektiv. Für eine Frau ist sie recht groß, was vom Blut ihrer Mutter herrührt, deren typisch alvische Körpergröße, Komplexion und Züge sie geerbt hat. Obwohl sie sehr stilgewand ist, trägt sie ihrem Alltag entsprechend eher praktische Kleidung. Ihr Baumwollhemd wird von einem Korsett aus Wildleder in Form gebracht und das Graufuchsfell wird von eng anliegenden Lederriemen am Körper gehalten, wobei diese auch noch einen anderen praktischen Sinn erfüllen. Ihre körpernah anliegende, graue Hose wird von einem Gürtel, mit einem kleinen Beutel an ihm, umschlungen und steckt immer sorgfältig in ihren kniehohen Stiefeln. Wenn Myriell ihrer Tätigkeit nachgeht trägt sie nur ein lockeres und doch betonendes Leinenkleid, welches sich im Arbeitsumfeld um einiges praktischer macht als ihr Alltagsgewand. Myriell trägt keinen Schmuck, ausgenommen einiger weniger, für sie sehr kostbarer Stücke, welche ihre Gewandung elegant abrunden. Charakter Myriell liebt es, mit den Männern zu spielen; und erfolgreich ist sie damit auch. Allerdings würde sie wahrscheinlich nie eine feste Beziehung eingehen - zu sehr hat die unglückliche Beziehung ihrer Eltern auf sie abgefärbt. Dementsprechend turbulent geht es in ihrem Inneren zu, in dem die Gefühle regelmäßig die Kontrolle des Verstandes abstreifen - ganz verliert sie ihre Zurückhaltung dann aber doch nicht, besonders dann, wenn sie sich beobachtet fühlt. Bei ihren Vertraulichkeiten hilft ihr ihre wendige Zunge, die bei unliebsamen Zusammenkünften aber auch einen wesentlich raueren Ton anschlagen kann. Dabei fallen die meisten Begegnungen mit anderen Frauen gewohnheitsmäßig in diese rauere Kategorie, ihre eigenen Mädchen ausgenommen, die sie wie eine Familie behandelt. Aber auch wenn sie sich um etwas betrogen sieht, was ihr zusteht, kann sie schnell ungemütlich werden. So mancher Zechpreller, der eines ihrer Häuser besucht hat, fand sich hinterher grün und blau geschlagen in der Gosse wieder, wobei ihm wie von Zauberhand auch Monate später noch immer wieder neue Prellungen erschienen, wenn in der Zwischenzeit nicht bezahlt worden war. Myriell selbst wurde aber nie mit solcherlei Abscheulichkeiten in Verbindung gebracht, da sie zu jenen Zeiten samt Entourage, abzüglich einiger finster dreinblickenden Gesellen, an belebten Orten gesehen wurde. Alles in allem führt Myriell ein fast tadelloses Leben - niemand tadelt es mehr als einmal. Geschichte Myriell lag nun schon seit einer guten Weile wach und betrachtete das Gesicht ihres schlafenden Bettnachbarns. “Man kennt mich in der Stadt unter vielen Namen und ebenso vielen Lebensgeschichten… Geschichten die ich Leuten auftischte um mir Vorteile zu erspielen und voran zu kommen- Willst auch du eine meiner Geschichten kennenlernen, Kiovar ?” Die weißen Zähne der schönen Alve blitzten kurz im Halbdunkel auf als sie lächelte. “Vielleicht ist es sogar die Wahrheit… Wie mein Vater mir erzählte, war er Entdecker und auf der Suche nach neuen, unerforschten Dingen über die er berichten könne. Dabei traf er auf eine Hochalvin, meine Mutter. Sie war die fröhlichste Person, die mein Vater jemals kennenlernen durfte. Doch dies veränderte sich schlagartig, als ich zur Welt kam- Muss wohl irgendetwas umgesprungen sein in ihrem Kopf. Sie schottete sich ab und verließ mich und meinen Vater als ich gerade einmal zwei Jahre alt war. Mein Vater war überfordert, aber wer kann es ihm schon verübeln... Da stand er, allein, mit einem Kleinkind, von seiner großen Liebe verlassen, einzig und allein seine Tochter als Sinn im Leben. Wir nutzten den letzten Notgroschen des Vaters um einem Gesuch im fernen Oredan zu folgen und ließen so Alles hinter uns. In der Fremde angekommen ging schief was nur konnte- Die versprochene Arbeit gab es nicht, die Überfahrt kostete viel mehr als gedacht und unser Geld war aufgebraucht. Alles was es gab, waren überfüllte Städte und grassierende Armut. Mein Vater verkaufte seine Wertsachen und wir machten uns mit dem Erlös auf die Suche nach einem Platz zum Leben und neuer Arbeit, aber dies gelang nicht so wie er sich es vorstellte. Er tat sein Bestes, um mich so gut wie möglich, so gut wie es seine Möglichkeiten zuließen, groß zu ziehen. Ich sollte von all unseren Problemen nichts mitbekommen, das war ihm immer das Wichtigste. Es gelang ihm nicht, wie denn auch? Auf der Straße blieb einem nichts anderes übrig, als zu lernen wie man Menschen bestiehlt und bettelt. So kamen wir eine Weile ganz gut über die Runden, wir hatten immerhin genug Geld um nicht zu verhungern. Wie ich an Alter und Größe zunahm, so tat es auch die Verzweiflung meines Vaters und gerade als wir etwas mehr als unser täglich Brot hatten, fand er seinen Trost in der Taverne. Wir lebten uns immer weiter auseinander, sahen uns oft Tage, dann Wochen lang nicht. Ich begann für mich selbst zu Sorgen, also zu betteln und zu stehlen, bis ich schlussendlich mit sechzehn Jahren meinen Vater ohne ein Wort zurück ließ und verschwand. Ich verließ die Stadt, reiste weiter übers Land, von Stadt zu Stadt, von Markt zu Markt- Um zu überleben tat ich alles… Auch Dinge, die ich heute bereue. Eines Tages, als ich gerade am Marktplatz einer dieser Städte bettelte, sprach mich eine Frau an- Eine Weggabelung in meinem Schicksal. Sie sagte, dass ich Potenzial hätte - wozu, das wusste ich in diesem Augenblick noch nicht. Sie brachte mich in ihrem Etablissement unter und lehrte mich “die Kunst der Sinnlichkeit”, so wie sie es nannte. Ich war gut, wenn nicht sogar sehr gut, in dem was ich tat. Dies blieb nicht lange unbemerkt, ich wurde immer beliebter bei den Männern, nicht nur durch mein Können, auch durch meine junge Schönheit. Auch wenn es am Anfang nichts für mich war, alte Männer zu beglücken, fing ich an Gefallen daran zu finden. Ich verdiente genug um mich über Wasser zu halten und wurde mit der Zeit immer abgestumpfter, ja, hatte sogar Spaß an der Arbeit, sowie eine Unterkunft. So ging es viele Jahre, bis unser Etablissement außergewöhnlichen Besuch bekam. Es war ein Mann mittleren Alters, einer der eigentlich nicht in unsere bescheidene Unterkunft gehörte. Einer der nicht dem gewöhnlichen Stand angehörte. Er fragte nach dem Besten was man ihm hier bieten könne und man verwies auf mich. Nach meiner getanen Arbeit musterte er mich mit einem kühlen Blick und gab mir Geld, um einiges mehr als er vermutlich hätte zahlen müssen. “Mit deinem Talent hast du Besseres verdient, mach was draus.”, sagte er stumpf und ging. Ich sah ihn nie wieder, doch bleiben mir seine Worte immer im Gedächtnis. Nach vier weiteren Monaten der Arbeit, da kam die Verderbnis auch ins sonst zu mit sich selbst beschäftigte Oredan, zerriss Königreiche und Herzogtümer. Flüchtlingsmassen von den anderen Kontinenten überschwemmten den Kontinent, Anarchie brach an vielen Orten aus. Mich hielt nichts, im Gegensatz zu so vielen die Alles verloren. So brachte ich mich günstig auf dem Schiff eines Kapitäns, er war einst mein Kunde, unter und folgte den Völkern der Welt in die neue gesegnete Welt, die die Götter uns gaben. In einer Welt in der so viele wieder vollkommen von vorn beginnen mussten war es für mich um einiges leichter Fuß zu fassen. Nach der Ankunft an der Küste schloss ich mich mehr instinktiv als mit Verstand einer großen Gruppe von Siedlern unter der Führung stolzer Seefahrer und Abenteurer zu denen viele auf blickten an und landete mit ihnen auf einer Insel wo man hart arbeiten wollte um den alten Wohlstand wieder herzustellen. Ich legte mich ins Zeug, knüpfte Kontakte, boxte mich durch, wendete alles an was meine Lehrmeisterin mir einst beigebracht hatte und wie auch immer ich es schaffte- Nach einigen der härtesten Monate meines Lebens besaß ich nun endlich mein eigenes Etablissement, den Grundstock für ein gutes Leben. Es lief großartig, sodass ich immer wohlhabender und bekannter wurde, bis ich, wie heutzutage, ein flächendeckendes Netz von den bekanntesten und erfolgreichsten Etablissements in Aldarith besaß.... Jetzt kennst du die Wahrheit… “ Die Alve lag inzwischen auf dem Rücken, die Hände ineinander verschränkt und blickte zur Decke. Etwas regte sich neben ihr. “Wovon kenn ich die Wahrheit”, fragte der soeben erwachte Kiovar neugierig und Myriell erwiderte seufzend: “Ach, nicht so wichtig.”
  20. Die Suche nach den Baumeistern Guten Abend werte Lyrianer! Wie ihr dem Titel schon entnehmen könnt suchen wir Baumeister die mit uns zusammen einen kleinen Festplatz außerhalb von Aramat entwerfen und bauen. Was wir uns vorgestellt haben: Zelte und Stände wie auf dem Weihnachtsmarkt (jedoch wird es keine Vermietung an Spieler geben) keine größeren Gebäude da es lediglich ein temporäres Fest sein wird kein Mittelaltermarkt, sprich kein Handwerk sondern nur Unterhaltung und Dienstleistung (Badezuber, Essensstände, etc.) Natürlich werden die Leute die am Ende mitbauen auch eine kleine Belohnung erhalten :) Solltet ihr Interesse haben, so meldet euch einfach im Forum bis zum 26.10. bei mir. (der Mittelpunkt des Festplatzes) Weiterhin wünsche ich euch noch einen angenehmen Abend :)
  21. Rechtens Hauptmann - Vom Weg abgekommen - Kapitel 1/2 Wir schreiben das Jahr 44 der IV. Epoche ___ In der Handelsstadt Khorinis lebt Gregor Weyber, Hauptmann der Stadtwache. Von Statur kräftig gebaut, und trotzdem einen kleinen Bierbauch angetrunken, brüstet sich Gregor als stärkster und schönster Mann in Khorinis. Seine Eitelkeit wird wohl nur durch seine Arroganz und Selbstüberschätzung übertroffen. Sein Auftreten ist stets gepflegt und aufgeblasen mit seinen treuen Leibeswachen. An welchem Ort er auch auftritt, so wird er begleitet von seinen treuen Wachtmeistern, welche ihn aufs Höchste verehren. Gregor ist nun seit vier Jahren Anführer der städtischen Miliz, und langsam steigt ihm seine Stellung zu Kopf. “Als mächtigste Person der Stadt, so solle man mich sehen!”, meint Gregor heroisch zu seinen treuen Anhängern. “Als mächtigste Person der Stadt vermag nur der Vogt sich zu bezeichnen”, meint ein Wachtmeister mit verschüchterter Stimme. “Es sei, lasset uns eben den Vogt einschüchtern. Wen sollte er denn Anklagen? Unsereins ist das Gesetz!”, erwidert Gregor mit lauter und bestimmter Stimme. “Herrschen wir den Vogt, so gehöret uns die Stadt”, bemerkt er noch beiläufig und aus dem Bauch heraus lachend. Jubelnd und auf den Beschluss anstoßend setzen die Stadtwachen ihr Saufgelage fort. Am nächsten Morgen begeben sich Gregor, seine beiden selbsternannten Leibeswachen und zwei weitere Offiziere zum Rathaus. Dort angekommen besetzen sie kurzerhand das Gebäude. Mit seinem gezogenen Schwert marschiert der Hauptmann voller Überzeugung ins Zimmer der Vogtes und bedroht diesen aufs Schärfste. “Deine Lebzeit für meine Macht!”, droht Gregor dem Vogt, während das Schwert des Vogtes Kehle berührt. Gelassen ruft der Vogt nach seinen Wachen, jedoch erscheint niemand. “Deine zum Schutze abgestellten gehörn mir. Ich bin Hauptmann! Ich bin das Gesetz! Und du fortan mein Eigen.” Verstört blickt der Vogt in Gregors Augen, dieser droht: “Erwäge es nicht die Stadt zu verlassen oder den Orden zur Hilf’ zu bitten. Mein’ Leute werden stets auf dich Acht gebn’.”, daraufhin steckt Gregor sein Schwert zurück in die Scheide und verlässt den Raum. Kurz darauf betritt ein Offizier der Stadtwache den Raum. Dieser durchsucht sämtlichen noch offenen Briefverkehr und wird diesen von nun an kontrollieren. Angefangen mit dem Vogt beherrscht Gregor nach einem halben Jahr die ganze Stadt Khorinis. Nach außen hin und für den Orden nicht sichtbar versucht er die gewöhnlichen Stadtwachen und Bürger unter sich zu vereinen. Jedoch gelingt dies nur sehr schleppend. Die meisten Bürger und somit auch die milizionäre Stadtwache von Khorinis sind strenge Arthosgläubige, welche den harschen Umgang der Offiziere mit den Bürgern nicht als rechtens betrachten. An einem verregneten Markttag sitzt Gregor wie gewöhnlich in seinem Arbeitszimmer in der Stadtwache und gönnt sich eine Flasche Wein. Angetrunken blickt er zum Fenster hinaus und ihm fährt die Wollust durch den Körper. ”Ein Weib, ich brauche ein Weib”, denkt er sich und macht sich hastig bereit um in der Stadt ein geeignetes Opfer zu finden. Im Aufenthaltsraum der Offiziere angekommen fordert er zwei bereits im Bier versunkene Wachtmeister auf: “Lasset uns ein paar Weiber holen.” Die beiden erheben sich torkelnd vom Tisch und grölen: “Jawooohl.” Vom Regen wenig gestört, begeben sich die drei zum naheliegenden Markt am Nordtor der Stadt. Es ist ein Bauernmarkt der umliegenden Gehöfte. Aufgrund des Regens ist nicht viel los auf den nassen Straßen. Dies kommt den versoffenen Wachen recht. Eine alte Bäuerin, welche gerade mit Ihrer Tochter den Marktstand abbauen möchte, erblickt die drei Gesellen, welche schnurstracks auf sie zu marschieren. Hastig greift sie nach ihrer Tochter und fleht sie mit hastigen Blicken Richtung Wachen an: “Verstecke dich Liebes! Rasch!” Und stößt Sie von sich, in Richtung eines anderen Standes. Bei der Bäuerin angekommen fragt Gregor dreist und unhöflich wie immer: “Wo magst du dein entzückendes Töchterlein zu verbergen, altes Weib. Wir habens schon erblicket.” Die alte Frau erwidert angewidert: “Ah! der versoffene Sauhaufen von Nichtsnutzen wolle wieder Unruhe stiften. Mein’ Tochter verweilet auf dem Hof.”, während Sie gerade ein Seil des Standes löst. Da greift Gregor sie mit seinen durchnässten Lederhandschuhen beim Hals und würgt bis ein Krächzen aus ihr fährt. Im selben Moment hört man beim Händler nebenan, welcher gerade möglichst ehrgeizig mit einem Laienbruder des Ritterordens der schwarzen Rose marktet, ein weibliches “Oh nein!”. Die beiden Wachtmeister begeben sich zum Stand nebenan und finden die junge Magd versteckt unter dem Tisch, hinter einem Leinentuch.“Lasst mich in Ruh’!”, schreit die von Angst erfüllte Magd, welche unter dem Tisch hervor gezerrt wird. Die Alte blickt Gregor verzweifelt in seine Augen. Dieser blickt selbstzufrieden und mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück. “Was habe mein’ Tochter getan, dass man sie mitnehmen müsse?”, fragt die Alte krächzend. Zappelnd und um Hilfe schreiend schleifen die beiden Wachtmeister die Magd zu Gregor. “Hier mein Hauptmann.”, und werfen sie zu Boden in den Dreck. “Das Gör habet’ mich nicht rechtens gegrüsset. Es solle bestraft werden.”, schnauzt er zur Alten. “Komm, ich werd’ dir Gehorsam beibringen!”, meint Gregor selbstzufrieden und packt die Magd am Schopf und schleift sie Richtung Stadtwache. “So tuet doch etwas!”, schreit die Alte und blickt in alle Gesichter auf dem Markt. Die Wachtmeister blicken zu den beiden Milizsoldaten, welche durch die Schreie zum Platz geeilt sind und rufen: “Anhier gibet’ es nichts zu erblicken. Alles ist rechtens!” Mit einer Handgeste verweisen sie die Beiden. Ein weiterer Milizionär, welcher am Torhaus steht, wagt es nicht auch nur einen Ton von sich zu geben. Der Laienbruder, wohl als einziger eilt zur alten Dame, welche zusammengebrochen ist und ruft den sich abgewandten Milizlern: “Das ist nicht Recht! Dafür möge Arthos euch richten!” Die Beiden von sich überzeugten Wachtmeister bekunden mit lediglichem Handheben ihr Desinteresse und gehen zur Stadtwache. Großmeister Rhobar von Ardea sitzt gerade in seinem Arbeitszimmer in der Ordensburg, vertieft in den Verwaltungsdokumenten der Burg. ...gezeichnet..Großmeister Rhobar von Ardea. Erfreut faltet er den Brief, stößt ihn in dem Umschlag und versiegelt diesen. Seine linke Hand greift den nächsten ungeöffneten Brief und die Rechte legt den Abgeschlossenen auf einen Stapel. “Ungehorsam in der Stadt Khorinis” Fast schon energisch öffnet Rhobar den Umschlag mit einem kleinen Messer, faltet hastig den Brief auf: “...Hauptmann Gregor Weyber ist…zudem ungehobelt...besoffene Offiziere...vermute Aufwiegelung der Stadt gegen den Orden...Verschleppung einer Magd...würgen einer hilflosen alten Dame...Gezeichnet Dorian Wagner, Laienbruder.” Fast schon fassungslos fällt Rhobar in seinen Stuhl zurück, den Brief noch in seiner rechten Hand haltend. Nach einigen Augenblicken erhebt er sich und eilt aus seinem Zimmer in den nahegelegenen Kapitelsaal, wo sich gerade einige Ritterbrüder am Tisch unterhalten. “Ich benötige drei von euch!” Pflichtbewusst erheben sich drei der Brüder und folgen Rhobar in den Versammlungssaal. “Ihr seid auserwählt um in der Stadt Khorinis einigen Ungereimtheiten nachzugehen.”, befiehlt Rhobar den Rittern und platziert den erhaltenen Brief auf dem Tisch. ”Jawohl Großmeister”, erwidern die Drei und beginnen ihr Unterfangen vorzubereiten. Am darauffolgenden Tag begeben sich die Ritterbrüder in voller Rüstung in die Stadt Khorinis. Als sie auf das verschlossene Tor zureiten ruft schon eine Stadtwache: “Verzieht euch! Ihr seid hier nid’ erwünscht!” Verdutzt blicken sich die Ritter an. “Du irrst! Wir sind Ritterbrüder des Ordens. Wir wollen nach dem Rechten sehn’! Öffne unverzüglich die Pforte du Narr! Es sei denn, du mögest den morgigen Tag nicht erblicken.”, ruft einer der Ritter. Murrend, der offensichtlichen Übermacht des Ordens wissend, lässt er das Tor öffnen. Im Schritt durchreitet das Unterfangen die Stadttore. Beim Ordensviertel der Stadt angekommen, bemerken sie diverse Bekanntmachungen an den Holztoren festgenagelt. Rasend reißt einer der drei die Schriften ab und wendet sich der Gasse zu. Plötzlich schlägt ein Kieselstein am Helm eines Bruders ein. Der Getroffene fällt vom Schock direkt zu Boden. Hastig helfen die Andern’ dem Getroffenen auf die Beine. “Wer wagt es sich gegen den Orden zu erheben!”, brüllt einer der Brüder. “Das Volke zu Khorinis”, ruft es aus den Reihen der Bevölkerung hervor, welche sich um die Ritter versammelt. Da fliegt schon der nächste Stein in Richtung der Ritter. Da packt einer von ihnen seinen Schild vom Pferd und wehrt den Wurf erfolgreich ab. Eilig ziehen sich die Ritterbrüder in das hinter ihnen liegende Ordensviertel zurück, bevor der Mob noch weiteres Unheil über sie bringt. Hastig verbarrikadieren sie das Tor hinter sich. “Was ist denn bloß in die gefahren? Hat Arthos sie denn verlassen?”, fragt einer. Zeitgleich eilen zwei Sariantbrüder des Ordens, welche sich gerade im Viertel befanden, zu den Rittern und leisten tatkräftige Unterstützung bei der Verriegelung des Tores. Wüste Beleidigungen schallen durch die Bretterverkleidung, während der Mob versucht das Tor aufzubrechen. Als das Tor stand zu halten scheint, begibt sich einer der Ritter zum Falkenturm und entsendet einen hastig geschriebenen Brief: “Wurden angegriffen, Arthos hat sie verlassen, Viertel wird belagert, schickt Hilfe”...
  22. Die Geschichte der Ellyn Winterblut CB Ellyn Winterblut ~ Der Weg ohne Ziel ~ Ich lief in die Kälte, in die weiße Einsamkeit. In die eisige Weite um mich selbst zu vergessen. Ich fühlte mich frei, lebendig; wusste, dass meine Taten durch nichts zu entschuldigen waren und doch breitete sich eine Wärme in mir aus bei dem Gedanken daran wie Leben zu Tod wurde. Irgendetwas hatte sich in mir verändert... Wie sorglos und still ihr Blut den Schnee färbte, ein Rinnsal wird zur Flut, eine Flut aus langsam sterbendem Leben versetzt mit dem süßen Duft der Angst. Es erregte mich, lockte und liebkoste mich. Die Abartigkeit befriedigte meine Seele. Sie hatten es verdient. Der Schnee umgab mich wie ein seidenes Tuch, er fing meine Gedanken, er fing mich. ___ ~ Was dein ist, wird mein ~ Ich suchte in einem kleinen Nadelwäldchen Schutz vor den eisigen Winden der Kristallebenen, als ein loderndes Feuer, nicht weit von mir, meine Neugierde weckte. Vorsichtig schlich ich mich näher heran um sehen zu können, dass dort drei Männer mit ihren Pferden ihr Lager aufgeschlagen hatten. Sie unterhielten sich ausgelassen, wärmten sich am Feuer, aßen und tranken. Ich war hungrig, und erschöpft und so beschloss ich kurzerhand meine Deckung aufzugeben. Die Männer erschraken zunächst, doch einen Moment später konnte ich ein kurzes Funkeln in ihren Augen erkennen. Sie boten mir an sich zu ihnen zu gesellen, so tat ich es schließlich auch... Was denkt ihr euch eigentlich wer ihr seid? Denkt ihr ich trage mein Schwert nur zum Spaß? Ich schneid euch die Kehlen auf, so wie ich es bei meinen Eltern auch getan habe. Wer seine dreckigen Hände nicht bei sich behalten kann soll dafür büßen. Ich lass euch ausbluten ihr widerlichen Bastarde... Ich packte meine Sachen zusammen, setzte mich auf mein Pferd und ließ den Tod hinter mir. ___ ~ Ein neuer Morgen ~ Aramat. Die Karten waren also richtig. Ich erreichte die Stadt in der Abenddämmerung. Was genau mich hierhin gezogen hatte – ich wusste es nicht. Ich wusste nicht genau was ich hier wollte, aber ob ich nun hier oder anderswo war, war schließlich egal. Vielleicht wollte ich einfach einmal wieder Leute um mich haben, vielleicht wollte ich in der Menge untergehen. Vielleicht wollte ich so wie ein jeder sein und alles was geschehen war vergessen. Für ein paar letzte Dukaten nahm ich mir also ein Zimmer in der nächstgelegenen Taverne. Nichts schönes, aber besser als draußen unter den Bäumen die Nacht zu verbringen. Als die Sonne aufging verließ ich die Unterkunft und begab mich nach draußen auf die Straßen. Es herrschte helle Aufregung - am Abend sollte eine Ratsversammlung stattfinden. Viele wollten daran teilnehmen. Ich wusste nicht genau was das ist und was das sollte, also beschloss ich mich ebenfalls dort einzufinden. Ein riesiger Saal aus Stein, in der Mitte ein Podest mit den Ratsmitgliedern. Beeindruckend - bis die Gespräche begannen. Man hörte sie über irgendein abgebranntes Kloster sprechen und darüber, dass man den Mönchen auf ihrem Weg nach Khorinis doch nicht helfen wolle weil sie Arthosgläubige wären. Im Grunde war es mir egal was ich dort noch an Informationen aufschnappte. Und eigentlich war es mir auch egal ob sie den Menschen nun halfen oder nicht. Irgendwie dachte ich nur, dass ein Rat, wenn es um solche Probleme geht, schneller zu einem Entschluss käme. Die Zeit verstrich und nach etlichen Diskussionen verging mir die Laune und ich kehrte, so unauffällig wie ich gekommen war, in meine Unterkunft zurück. Lächerliche Ratsversammlung, über so eine Hilfe sollte doch ein Rat der Völker nicht lange nachdenken. Ein riesiger Saal aus Stein, in der Mitte ein Podest mit den größten Witzfiguren die ich jemals gesehen hatte. ___ ~ Wieder auf Reisen ~ Bald wurde ich Aramat überdrüssig. Ich wollte wieder raus, ich fühlte mich eingeengt und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, dass die Leute mir auf die Schliche kamen und wussten was ich getan hatte. Woher sollten sie das wissen, das kann nicht sein. Der Gedanke ließ mich nicht los und so wurde es Zeit aufzubrechen. Kaum aus der Stadt, fiel mir ein Tross auf, dessen Ziel scheinbar in der selben Richtung lag wie die, in die ich ritt. Aus der Ferne konnte ich nicht allzu viel erkennen, doch schloss ich darauf, dass das wohl unter anderem die Mönche sein mussten, die nun doch Geleitschutz vom Rat auf ihrem Weg nach Khorinis erhalten hatten. Mit genügend Abstand ritt ich hinter ihnen her, ich wollte keine Auseinandersetzung mit irgendwem und auch wollte ich mich nicht für meinen Weg erklären. Ich wollte meines Weges gehen. Allein. Am Treenalsee vorbei, durch das Drachenbecken zurück in die Nordlandebene. Doch scheinbar war auch ihr Zwischenziel der See, denn als ich dort ankam hatten sie dort bereits ihre Zelte aufgeschlagen. Ich wartete bis die Lagerfeuer langsam erloschen und schlug meinen Schlafplatz still und heimlich in der Nähe der anderen Reisenden auf. Ein bisschen Schutz vor der Dunkelheit konnte ja nicht schaden. Ein schroffer Fußtritt weckte mich am nächsten Morgen. „Gehörst du auch zum Tross? Wir brechen auf.“ Ich schrak zusammen, blickte hastig um mich. Der in einer Rüstung gekleidete Mann stand vor mir und wartete auf eine Antwort meinerseits, während er skeptisch mein Schwert beäugte, welches unter meinem Fell hervorblitzte. Sein Waffenrock - er kam mir bekannt vor. Vielleicht von einem der vielen Turniere bei denen ich gekämpft hatte... Ritter... Ein kleiner Umweg kann ja nicht schaden. Ich nickte, stand auf und packte mein Zeug. Kurz darauf setzte sich der Tross unter neuer Führung in Bewegung. ___ ~ Herzblut ~ Wir stoppten. Vor uns eine Gruppe vermummter Männer. 15, vielleicht 20. Sie faselten irgendetwas von wegen Feuer zu uns herüber und sie werden es jetzt zu Ende bringen. Einer von ihnen, ihr Anführer wie ich annehme, zog sein Schwert. Die Ritter, die zu Fuß unterwegs waren, stellten sich sofort beschützend vor die Mönche und die restlichen Reisenden, die Reiter bildeten eine Reihe und stellten sich zwischen den Tross und die Angreifer. Ich spürte das Knistern in der Luft, die Schärfe und den Willen der Vernichtung. In ein paar Augenblicken würde ich wieder das vertraute Geräusch der aneinander schlagenden Klingen vernehmen. Mich juckte es in den Fingern. Ein kleiner Kampf, ein bisschen Abwechslung. Das könnte interessant werden. Ich stieg vom Pferd und lief langsam aber entschlossen mit der Hand am Schwertgriff zwischen den Reitern hindurch. Die Banditen schienen verdutzt. Oh wenn sie wüssten dass ihr Leben hier endet. Mit einem provozierenden, frechen „Na dann kommt doch!“ zog auch ich mein Schwert aus der Scheide. Sie werden sterben, alle. Jeder Einzelne von ihnen wird sehen, dass es falsch war mich zu unterschätzen. Noch bevor ich mir klar darüber war, was ich gerade gedacht hatte, stürmten wir schon aufeinander zu. Da war es wieder. Das Gefühl welches sich warm in meiner Brust ausbreitete, mir Sinnlichkeit und Erfüllung schenkte. Ich verlor mich in meinen Gedanken, meinen Wünschen, meiner Gier. Ich war ich selbst und doch spürte ich das Monster in mir. Die Bestie, die mich innerlich auffraß und mich stärkte; das Blut, von dem sie sich nährte. Ich ermordete sie, stieß ihnen mein Schwert in ihr Herz um meines und das meiner Bestie am Leben zu erhalten. Ihr Anführer sah, zu was ich fähig war und ihm war klar, dass er mich ausschalten musste. Seine Augen trugen den Wahnsinn in sich als er auf mich zu rannte. Ein gnadenloser Kampf entbrannte. Wir wollten beide, dass das rote Leben des jeweils Anderen unsere Klinge zierte. [...] Ich schlug ihm sein Schwert aus der Hand und nach einem gezielten Fußtritt krachte er auf den Boden. In der nächsten Sekunde stand ich über ihm und drückte die Klinge meines Schwertes in Richtung seiner Brust. Es ist vorbei; dein erbärmliches Leben ist vorbei. Er hielt die Schneide mit beiden Händen fest, doch als ich mich zusätzlich mit meinem Körpergewicht über meine Schwert lehnte drang die Klinge ganz sanft in seinen Brustkorb ein. „Du bist gar nichts.“ - Ich durchbohrte sein Herz und merkte, wie augenblicklich die Kraft aus seinen Händen schwand. Meine Bestie hatte gesiegt. Vor Erschöpfung sackte ich neben dem leblosen Körper zusammen, um mich herum hörte ich die Ritter noch immer kämpfen. Dann war alles schwarz. ___ ~ Die Ankunft ~ Ein heftiger Ruckler ließ mich erwachen. Ein Schlagloch. Ich befand mich in einem Karren. Immernoch erschöpft und müde blickte ich meine blutverschmierten Hände an. Der Kampf. Ein stechender Schmerz durchzog meinen linken Arm. Ich habe ihn getötet. Der Wagen hält und wir steigen aus. Zumindest die, die noch laufen können. Die anderen werden von herbeieilenden Männern aus dem Karren getragen und ins Lazarett gebracht. Ich bin irgendwie benommen, meine Gedanken sind nicht ganz klar, alles wirkt zu neblig. Wir stehen in einem weitläufigen Innenhof einer Burg. Wo ist mein Pferd? Meine Vorräte? Ich hatte zu lang nicht gekämpft. Ich war nicht in der besten Verfassung, das musste ich mir nun eingestehen. Irgendwie war es anders. Dieses Gefühl. Diese Gedanken... Er war ein guter Kämpfer, das hatte ich nicht erwartet. Und doch tat es unheimlich gut endlich wieder das zu tun, womit ich doch jahrelang tagtäglich meine Zeit verbracht hatte. Aber etwas war anders mit mir. Zwei Ritter kamen auf mich zu, sie sahen ebenfalls mitgenommen aus. Zusammen mit ihnen begab auch ich mich zur Krankenstation; auf dem Weg dorthin meinte einer von beiden noch, dass ich erst einmal gesunden solle und mir um mein Pferd und meine Sachen keine Sorgen machen müsste. ___ ~ Der Anfang ~ Vor mir stand ein breiter, hochgewachsener Mann mit braunem, kurzen Haar. Die beiden Ritter, eben noch zu meiner Rechten und Linken, hatten den Raum verlassen. „Ich bin Großkomtur Marius von Waldenhof und … Ihr seid also die tapfre' Kriegerin, die sich für die Arthosten in den Kampf stürzte. Sprecht, wie heißt Ihr?“ Tz. Was ging es ihn an wer ich war. Ich werde gar nichts sagen. Ich blickte den auf meine Antwort wartenden Mann stumm und mit herausforderndem Blick an. Soll er doch warten bis er schwarz wird. Es vergingen einige Momente, dann umspielte ein feines Schmunzeln seine Lippen. Seine Augen funkelten vor Empörung. „Was denkt Ihr wer Ihr seid. Ihr genießt die Gutmütigkeit und die Großzügigkeit des Ordens. Legt euch nicht mit mir an. So sprecht oder ich werde Euch zeigen mit wem Ihr es zu tun habt.“ Dieser lächerliche Mensch. Denkt er könne mich einschüchtern. „Ich bin Ellyn Winterblut und von Euch lasse ich mir gar nichts sagen. Gebt mir mein Pferd und meine Sachen, ich werde aufbrechen.“ Er hatte nicht mit einer solch giftigen Antwort gerechnet, ich konnte es ihm ansehen. Schwächling. Er dachte ich würde klein beigeben. Langsam schritt er um den großen dunklen Holztisch hinter sich herum und drohte mir mit leiser Stimme: „Wählt Eure Worte weise, Ellyn Winterblut.“ Schließlich setzte er sich. Wie spricht dieser Bastard mit einer Ellyn Winterblut. Was fällt ihm ein. „Denkt gar nicht erst darüber nach Euch mit mir messen zu wollen. Ihr hättet das Nachsehen.“ Sein Blick wanderte zu meinem linken Arm. Er hatte Recht. Mein Arm hing schlaff herunter und schmerzte bei jeder Bewegung. Er hatte es gesehen. Ich hätte keine Chance gegen ihn. Zumindest jetzt nicht. „Woher kommt Ihr und wieso wart Ihr Teil des Trosses?“ Diese Fragen. Er soll aufhören so viel zu fragen. Er würde mich besiegen. „Aus dem Norden. Ich wollte über das Drachenbecken zurück dorthin.“ Waldenhof nickte mir zu, ich hatte mich ihm untergeordnet. Er wusste, dass er dieses Gespräch für sich entschieden hatte. „Ich war in Aramat. Hörte den Rat der Völker. Ich wollte wieder in die Kälte gehen und schloss mich zufällig Eurem Tross an, der den selben Weg nahm.“ „Mir wurde zugetragen Ihr wärt eine gute Kriegerin. Ihr wurdet ausgebildet?“ „Ja. Von meinem Vater. Dem Anführer eines Kriegerstammes in den Kristallebenen.“ Das war zu viel. Ellyn, hör auf all das preiszugeben. Du kannst noch nicht klar denken. Ich spürte wie mich augenblicklich die Kräfte verließen. Ich muss mich ausruhen. Und ich muss von hier weg. Er muss es mir angesehen haben, denn sogleich entgegnete er mir „Ihr solltet Euch noch etwas ausruhen. Eure Sachen erhaltet Ihr, wenn Ihr vollständig genesen seid, das Pferd wird versorgt. Ruht Euch aus.“ Ich nickte ihm zu, war erschöpft und müde. Er rief die beiden Ritter herbei, die mich zurück ins Lazarett brachten. ___ ~ Veränderung ~ Ich hatte mich entschieden zunächst nach Khorinis, in die goldene Stadt, zu reisen, bevor ich weiter nach Norden reiten wollte. Während meines Aufenthaltes im Lazarett und in der Burg hatte ich einiges über den Ort und die Menschen hier erfahren. Ich wollte alles mit eigenen Augen sehen. Hier gefiel es mir um einiges besser als in der großen Hauptstadt Aramat. Ich weiß nicht warum, aber Khorinis hatte etwas, was mich beeindruckte. Was mich neugierig machte - und ich konnte mir vorstellen, dass ich es hier ein wenig länger aushalten würde. Vielleicht auch wegen Demian ... Und vielleicht holen mich meine Gedanken hier nicht ein und die Bestie bleibt im Verborgenen. Ich schloss mich schließlich der Stadtwache an, ich brauchte eine Aufgabe. Etwas, das mich ablenkte. Frank Bayard, der Hauptmann, war ein durchaus fähiger Mann, der es mir ermöglichte innerhalb der Wache aufzusteigen. So ward ich rasch zu seiner rechten Hand. ___ ~ Hauptmann ~ "Hört, ihr Bewohner von Khorinis! Auf ausdrückliche Anordnung des ehrenwerten Großkomturs Waldenhof ergeht folgender Erlass. Ab sofort wird Hauptmann Winterblut den Oberbefehl für unsere Miliz übernehmen und ist angewiesen worden, jegliches Vergehen oder Widerstand gegen die Männer des Ordens aufs Schwerste zu bestrafen. Jeder Bewohner von Khorinis, der sich eines Verbrechens schuldig macht, hat sich umgehend bei Hauptmann Winterblut zu melden. Wir bedauern, dass Bayard auf Grund der Folgen des Antoniusfeuers seine Tätigkeit niederlegen musste. Desweiteren habe ich zu verkünden, dass der Wagenmacher Franz, der seine Frau Anna heimtückisch ermordet hat, im Namen Arthos' verurteilt worden ist. Das Urteil lautet Tod durch den Strick. Die Vollstreckung erfolgt in wenigen Tagen." - Herold ___ [diese Geschichte wird nach und nach ergänzt]
  23. Perfektionismus Niedomir war noch nicht lang Magister der Gilde und doch nahm er seine Tätigkeit bereits sehr ernst. Von der Organisation der Reise in den Norden, über die strikte Buchhaltung aller Ausgaben während der Unternehmung, der Koordination aller teilnehmenden Arbeiter und Matrosen, bis hin zum Essensplan den der Smutje verfolgen sollte hatte der junge, frisch gebackene Magister alles fest in seinen Händen. Am Morgen würde Niedomir van Brings Expedition im Hafen der größten Stadt des westlichen Meeres landen und sie alle würden von Bord gehen. Niedomir hatte den genauen Ablauf des Landganges genau geplant, die Positionen und Arbeiten aller Reisenden im Kopf und war so aufgewühlt, dass selbst zu solch später Stunde nicht an das zu Bett gehen zu denken war. Niedomir wollte Karriere machen, das war ihm schon immer klar. Wie sein Vater vor ihm und dessen Vater zuvor wollte er es zu etwas bringen in den Reihen der Gilde und daher musste alles perfekt laufen während seiner ersten Mission in Eigenverantwortung. Die Landung verlief alles in allem ruhig. Das zuvor per Schreiben angeforderte Dock war frei, die Träger standen am Steg bereit. Nachdem die Aufgaben vergeben waren und sich alles selbst weiter organisieren konnte atmete Niedomir tief durch und sah sich zum ersten Mal an diesem Morgen wirklich um. Die Stadt war groß, das musste man ihr lassen. Vor dem Auge des jungen Magiers erstreckte sich ein wahres Meer aus Marktständen, über den Dächern der umliegenden Stadthäuser türmte sich die riesenhafte, schneeweiße Kathedrale der Stadt über dem Hafenbezirk auf. Ja, die Größe musste man der Stadt lassen. „Magister ?...“ drang die krächtzige Stimme des Lehrlings an Niedomirs Ohr, in Gedanken versunken hatte er ihn anscheinend ignoriert. Niedomir schüttelte sich und erwiderte in gewohnt kühlem, professionellem Ton: „Dir ist bekannt warum wir hier sind, Lehrling ?“ „Ihr sagtet ein Auftrag der Gilde, jedoch nicht mehr, Magister.“ Niedomir lies den Blick über den Platz schweifen und erspähte zwei Wachen, welche mit zackigen Schritten auf ihn zu kamen. „Korrekt, ein Auftrag der Gilde. Du musst wissen, seit gut zwei Jahren schickt die Gilde Briefe an die zuständige Außenstelle hier in der Stadt und erhält keine zufriedenstellende Antwort mehr. Wir sind hier um zu prüfen warum.“ „Aber Magister, warum hat es denn zwei Jahre gedauert bis eine Mission zusammengestellt wurde ?“ Niedomir kratzte sich verlegen am Kopf. „Einen fähigen Magister der Gilde zu finden, der diese Aufgabe mit der nötigen Kompetenz bewältigen kann dauert eben seine Zeit, mein Junge und… Ach, moment, ich denke diese Herren wollen etwas von mir.“ Die Wachen standen mittlerweile vor dem Magister und seinem Lehrling, welcher sich seinen Teil zur Kompetenz des Magisters dachte. „Im Namen des Rates der Hafenstadt Aldarith bitte ich euch euch auszuweisen.“ ratterte einer der Wächter herunter und blickte die Beiden, aufgrund ihrer ausgefallenen Gewandungen, neugierig an. „Mein Name ist Niedomir van Bring, Magister der Magiergilde.“ Er kramte zwei Schreiben aus der Tasche. „Hier sind meine Landeerlaubnis und meine Beurkundung der Gilde.“ Der Wächter sah sich die Papiere irritiert an, bat um einen Moment Geduld und beriet sich mit seinem Kollegen, wobei er immer wieder den Kopf über die Schulter drehte und auf den Magister zeigte und dann zurück kam. „Mir ist das Protokoll in eurem Fall leider nicht bekannt, daher kann ich euch vorerst keine Zutrittsberechtigung in den Stadtbereich hinter den Docks erteilen. Bis auf weiteres wartet ihr hier, wir klären das.“ sagte der Wachmann gezwungen höflich und lief mit seinem Kollegen zackig zurück in die Stadt. Niedomir kochte innerlich, was fiel es diesem Wachtölpel ein seine Mission zu verzögern wegen ein wenig Papierkram. Nun, so dramatisch konnte es nicht sein wenn sie die Stadt dennoch betraten, ein wenig Bußgeld eventuell. Niedomir blickte seinen Lehrling an, rang mit sich selbst und bedeutete ihm ihm zu folgen. Sie liefen durch eine enge Gasse hindurch und hinein in die pulsierende Metropole. „Aber Magister, sagte der Wachmann nicht, dass wir warten sollen ?“ „Was dieser Knecht sagte interessiert die Oberen der Gilde nicht, wenn ich den Bericht vorlege, Lehrling. Ich habe eine Aufgabe hier in der Stadt...“ er schob ein paar Handtücher auf einer Wäscheleine aus dem Weg „…und diese werden wir erfüllen.“ Niedomir sortierte seine Gedanken, er zitterte leicht, diese Aufregung war er nicht gewohnt. Wo fand man in einer Stadt am besten jemanden der einem Auskunft über eine so wichtige Institution wie die Gilde geben konnte… Wohl am ehesten an einem großen Platz mit vielen Verwaltungsgebäuden… Ja, sie sollten zum Platz vor der Kathedrale gehen und sich in den dortigen Behörden nach der Magiergilde durchfragen. „Magiergilde !“ Der Ordensgardist lief hin und her in seiner Verwaltungskammer. Er war sehr aufgebracht. „War klar dass sie sich irgendwann nicht mehr mit bloßen gefälschten Briefen abwimmeln lassen… Warum musste dieser alte Quacksalber denn auch abkratzen ? Alles war einfacher mit ihm als Strohmann...“ Als oberster Ordensgardist war Zacharias Adalbrecht dafür zuständig, dass die Lehren des Ordens in der Stadt durchgesetzt wurden und somit auch zuständig für Probleme mit Magiern. „Wir können uns keine Ausschreitungen in diesem Fall leisten, ansonsten dreht der Stadtrat mir den Hals um…“ Adalbrecht lief immer schneller hin und her. „Versucht diesen Magister los zu werden und gebt das Kommando an alle Wachen im Hafen raus: Diesem Mann darf nichts geschehen. Sperrt ihn weg, haltet ihn fest, was auch immer- Aber keine Verletzten, ist das klar ?“ „Jawohl, mein Herr.“ Der Ritter salutierte und verließ die Kammer um die Befehle weiter zu geben. Es wurden immer mehr Leute auf den Straßen und somit nahm Magister Niedomir an, dass sie sich dem Platz vor der Kathedrale nähern mussten. Die unterschiedlichsten Leute in den unterschiedlichsten Roben waren das, die durch die Gassen huschten. Kleine Marktstände säumten die größeren Straßen, überall duftete und lärmte es, viele unbekannte Dinge, die der Magister nie zuvor gesehen hatte. Viele unbekannte Dinge die seine Nervosität noch weiter steigen ließen. Er musste alles richtig machen, trotz zitternder Hände und wirren Gedanken. Am Rande des Platzes angekommen, machten sich die beiden Magier einen Überblick. Der Platz war gesäumt von großen, sehr hohen Häusern, welche allesamt noch ein Mal überragt wurden von dem gewaltigen Prachtbau, den die Kathedrale darstellte. Der Lehrling war ein Tollpatsch, schon immer gewesen, und so erging es ihm auch heute nicht anders und trat in eine Schlammpfütze und bekam die Schönheit der Kathedrale gar nicht mit. Er formte seine Finger zu einem Zeichen und ein Rinnsal Wasser begann auf den schmutzigen Stiefel zu plätschern. Sein Meister der neben ihm noch weiter die Kathedrale und umstehenden Gebäude betrachtete bekam von der Säuberungsaktion dar nichts mit. “Magister ? Was machen wir j…” setzte der Lehrling an als ihn eine bellende Stimme die quer über den Platz schrie unterbrach: „Im Namen Asthals, hebt eure Hände über den Kopf und bewegt keinen Muskel, Magier !“ Ein Ritter in prächtiger Rüstung lief an der Spitze einer Patroullie direkt auf sie zu, in der Hand einen bläulich leuchtenden Kristall, der stärker zu glühen begann je näher er den beiden Magiern kam. Auf dem Kathedralenplatz war es plötzlich totenstill geworden als der Bote des Ordens auch der Wachabteilung vor dem Sakralbauwerk die Anordnungen des Oberkommandanten überbringen wollte. Magier der Gilde waren anscheinend in der Stadt. Warum ihnen nichts getan werden sollte hatte er zwar nicht ganz verstanden, aber das war auch egal, Befehl ist Befehl. Die Stille irritierte ihn, bis er sich zwischen den hartnäckig gaffenden Leuten hindurch gezwängt hatte und sehen konnte was die Aufmerksamkeit der Leute auf sich zog. Niedomir war noch nie in seinem Leben angespannter gewesen als an diesem Tag. Jetzt, wo der Ritter aggressiv und seines Erachtens nach grundlos auf ihn zu preschte und die Nervosität gipfelte verlor der junge Magier die Nerven und lies die Vernunft verhängnisvoll fallen. „Bleibt zurück !“ schrie er. „Ich bin Magister Niedomir van Bring und verlange sofort ein Gespräch mit der Stadtobrigkeit !“ Der Ritter lief weiter auf ihn zu. „Die Hände in die Luft und keine Bewegung“ schrie der Ordnungshüter und zog sein Schwert mit einem metallenen Reiben von Stahl an Stahl. Niedomir erzeugte eine kleine Flamme in seiner Rechten. „Haltet ein, diese Männer sin...“ setzte der Bote des Ordens schreiend an. „Bleibt zurück… I.. Ich verlange ein Treffen mit euren Vorgesetzten !“ schrie Niedamir noch lauter, seine Stimme brach, seine Hand zitterte wie Espenlaub und machte wie von selbst einen fatalen Fehler. Die Explosion des Pyrophaxios traf den Ritter, der sich blitzschnell eindrehte, an der Seite und riss den Lehrling von den Beinen, so dass er umfiel und kurz benommen war. Er hörte die Schreie der Menge und seines Meisters wie in Zeitlupe, dann ein dumpfer Aufschlag und ein Schmatzen als hätte jemand in einen faulen Apfel gebissen. Benommen rappelte er sich wieder auf und sah sich um. Die Menge und die Wachmänner starrten wie eingefroren in die Mitte des Platzes. Der Ordensritter atmete schwer und stützte sich auf seine blutige Klinge, seine linke Seite war zum Teil bis aufs Fleisch verkohlt. Niedamir van Bring, Magister der Magiergilde, lag auf dem Kathedralenplatz, drei Fuß entfernt von seinem abgetrennten Kopf. ------------------------------------------------------------------------------------------ Das Ganze ist im Rp vor nicht all zu langer Zeit passiert und weltweit recht herum gekommen, daher sind Reaktionen anderer Gruppen und insbesondere der Magiergilde mehr als erwünscht :)
  24. Name: Sigismund (vom) Buchenbach von Dursteyn Rasse: Halbalve Größe: 193 cm Alter: 78 Jahre alt, geboren im Jahr 368 der dritten Epoche Augenfarbe: blau-grau Haarfarbe: dunkelbraun Eltern: Vater: Aref al Mulim, nomadischer “Händler” Mutter: Ithlinne aep Gwenn, ehem. hochalvische Hochadelige Geschwister: Jovimir aep Gwenn „Alstros von Dursteyn“ Tätigkeit: Politiker, Antiquitätenhändler Stellung: Ratsmeister Heimat: Herzogtum Dursteyn Wohnort: Hafenmetropole Aldarith Glaube: Der heilige Adalbert, als Repräsentation Asthals Charakter: Sigismund Buchenbach, Erster Sohn eines Kaufmannes und Bandenoberhaupts, sowie einer verstoßenen Adeligen, hat schon in seiner Jugendzeit gelernt, dass manche Leute von Natur aus besser sind als Andere. Diesen Grundsatz sollte er auch in seinem gesamten Leben stets als Grundeinstellung beibehalten und ehren wie kaum ein zweiter. Er ist ein von Grund auf unangenehmer Mann, sollte man ihn besser kennen. Da das die meisten allerdings nicht tun (und aus einigen weniger präsentierbaren Gründen) hat der Ratsmeister Aldariths viele Freunde und nur wenige Feinde in der Stadt Aldarith. Buchenbach ist ein Geschäftsmann durch und durch: Persönliches hat im Geschäft und auch in vielen Teilen des restlichen Lebens nichts verloren. Einem anderen zum Aufschwung verhelfen, das tut er nie aus Freundschaft, sondern ausschließlich aus Kalkül und Berechnung, genau so steht es auch damit andere in den Ruin zu treiben- Es geht stets nur um ein gutes Geschäft. Reden, das ist neben dem wirtschaftlichen Geschick Buchenbachs zweites außergewöhnliches Talent. Wo man ihn auch sieht, hört man ihn meist doch zuerst. Gerade durch seine Position im Stadtrat der Patrizier und dem damit verbundenen Interesse an einer Wiederwahl, sieht der Halbalv sich oft in der Situation sich durch geschickte Redekunst Freunde machen und Vorteile verschaffen zu müssen. Persönlich macht er sich nicht viel aus dem Gebet und Gottesfürchtigkeit, auch die Magie interessiert ihn nicht wirklich. Stattdessen glaubt Buchenbach an eine Art von Schicksal und in gewisser Weise daran, dass Alles und Jeder in diesem Schicksal seinen vorherbestimmten Platz einnehmen muss. Öffentlich bekennt er sich trotzdem als großer Verfechter des Glaubens an die hohen Götter und den Stadtpatronen Adalbert und trifft häufig Aussagen gegen Magier- Ganz einfach aus dem Grund, dass man in Aldarith gerade als Politiker besser nach außen hin fromm und möglichst wenig magisch leben sollte, wenn man nicht früher oder später aufgespießt auf einem brennenden Holzstapel stehen will. Aussehen: Buchenbachs Äußeres unterscheidet sich nahezu gänzlich von seinem Inneren, da man gut ohne schlechtes Gewissen sagen kann er entspräche den meisten gängigen Schönheitsidealen, Reichtum inbegriffen. Sein Haar ist von einem dunklen Braun und reicht dem Patrizier bis zu den Schultern. Ab und an sieht man ihn mit teurem Hut und angesteckter Pfauenfeder- eine typische Kleidungsgewohnheit für die besser betuchten Bewohner der Stadt. Trotzdem er ein Halbalve ist, haben sich in puncto Gesichtsbehaarung die Nomadengene seines Vaters durchgesetzt und so trägt er einen kurzen, gepflegten Bart. Dieser ist dunkler als sein Haupthaar, jedoch auch noch nicht ganz schwarz, und beschränkt sich auf stark getrimmten Wuchs auf Oberlippe und Kinn. Über dem Bart findet man in Buchenbachs Gesicht eine herkömmliche, wenig aufsehen erregende Nase, welche von um so ungewöhnlicheren, stählern hellblauen, schon beinahe silbernen Augen eingeschlossen ist. Der Patrizier vertraut im Alltag wie auch bei Anlässen und Geschäftlichem stets auf sein fein verarbeitetes, blaues Wams, einen Gürtel aus einem undefinierbarem Leder mit vielen Taschen und Säckeln voller Bargeld und Schuldscheine, schlichte Hosen aus Leder und Leinen, sowie halbhohe Stiefel. Ab und an variiert seine Anzugsordnung ein wenig, doch in Sachen Farbe und Stil bleibt Buchenbach sich für gewöhnlich doch eher treu. Über Buchenbach: Die Abendsonne scheint auf die Ziegeldächer und der Häuser von Aldarith, bescheint das Wasser in der Hafenbucht und taucht diese so in einen rötlich, goldenen Schein. Trotz der späten Tageszeit herrscht noch reges Treiben in den Gassen der Stadt. Vor der alten Hafenmeisterei ist der tägliche Fischmarkt noch immer geschäftig im Gange und die Händler preisen unter lautem Krakelen ihre letzten Waren zu Spottpreisen an und unterbieten sich dabei stetig. Marktfrauen und Knechte wuseln zwischen den Ständen hindurch, schwere Kisten mit Waren in den schwitzigen, mit Schwielen bedeckten Armen. Die Luft ist erfüllt sowohl mit dem Gestank von altem und frischem Fisch, aber auch dem Duft von Gebäck, Pastete oder Duftstoffen. Hühner laufen aufgeregt gackernd zwischen den Beinen der Kunden hindurch, gejagt von einem überfordert dreinblickenden, kleinen Jungen, der wohl das Gatter des Stalls offen gelassen hat. Jetzt, zur späten Stunde, nach dem Abendmahl, flanieren die reichen Herrschaften der Stadt an der Hafenpromenade, halten die Nasen hoch in die Luft gereckt und betrachten das feilschende Volk missbilligend. Man bleibt unter sich in den ungeschriebenen, aber doch existenten Ständen in der Stadt: Großhändler, Bürger, Arbeiter, Bauern- Was sie trennt ist das Geld. Dort wo Geld ist, sind auch die nicht weit die selbst in der untersten Ebene der Ständehierarchie keinen Platz haben- Die Bettler. So sitzen eben diese zur genüge an den Wänden der mächtigen Stadthäuser und strecken ihre Becherchen in Richtung der flanierenden Bürger, zeigen ihre Armstümpfe und fehlenden Beine, ihre Blindheit oder Krankheit um Mitleid zu erwecken. Unter den Bettlern herrscht für gewöhnlich Frieden- Ein neidischer, missbilligender, aber trotzdem stets eingehaltener Frieden. Man lässt sich den jeweiligen Verdienst und die Unversehrtheit von Leib und Leben. So ist es um so verwunderlicher, dass einer von ihnen gerade von einer verlumpt aussehenden Truppe von Straßenschlägern grün und blau geprügelt wird. Ein Soldat der Hafenwache steht zwar auf dem Platz um für Recht und Ordnung zu sorgen, doch in diesem Fall scheint er zu schielen. "Pah.. Hat wohl vom Rest des Pöbels gestohlen, der Lump." kommentiert ein gut gekleideter Herr in Begleitung von ebenso gut gekleideter und aussehender Dame die Begebenheit süffisant. "Hier, nimm, Elender." sagt er und schmeißt eine funkelnde Dukate in den Becher eines der sitzenden Bettler und lässt sich anschließend von seiner Begleitung mit Komplimenten über seine Großzügigkeit überhäufen. "Möge euch der hohe Herr des Lichts schützen, edler Herr." krächzt der in Lumpen gekleidete einarmige Bettler und verneigt sich tief. Die Abendstunde schreitet fort und mit dem Schwinden des Sonnenlichts am Hafen setzt eine allgemeine Aufbruchsstimmung ein. Die Hafenarbeiter beginnen ihr Handwerkszeug zu packen und sich in Scharen zusammenzurotten und eine der zahlreichen Tavernen anzusteuern und den Feierabend gebührend zu feiern. Unten am Hafenmarkt, zwischen Fisch und Hölzern haben die Händler an den Ständen die Preise des Nutzviehs mittlerweile so weit nach unten getrieben, dass man für den selben Preis auch einen halben Laib Brot kaufen könnte und der Junge hat seine krakelenden Hühner noch immer nicht alle eingefangen… "Nein, Herr Buchenbach !", "NEIN !" brüllt ein glatzköpfiger Tiefländer mit Vollbart und hochrotem Kopf. "Ich werde nicht mehr als die 3 Dukaten und 80 pro Scheit zahlen die abgesprochen waren !" Ihm gegenüber sitzt ein Alve mittleren Alters lässig in einem Polsterstuhl und durchbohrt den Tiefländer regelrecht mit seinen hellen, stählernen Augen. "Aber, aber, Eberweld, nun reg dich doch nicht so auf, der Markt ist dynamisch, der Nachschub an Mahagoni gering und auch ich habe Mäuler zu stopfen.." erwidert er ruhig und beschwichtigend mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. "Ja, ja, der arme Mann spricht." murmelt Eberweld nebenbei missmutig. Buchenbach kneift die Augen zusammen "Sagen wir... 4 Dukaten und 40. Ein hervorragendes Angebot wenn du mich fragst, Eberweld." "Pah !" ruft der Andere aus. "Ein Aufschneider bist du Buchenbach, ein Gemeiner ! 3 und 90 sag ich." "4 und 10, mein letztes Wort." kontert Buchenbach. "Was hör ich ? Glatte 4 ?... Gemacht !" schreit der Tiefländer und hält die Hand hin. "Fein." kommentiert Buchenbach und schlägt schallend ein. Es klopft an der Tür und ein hühnenhafter Mensch in einem ledernem, mit Nieten beschlagenen Wams betritt die Verhandlungskammer des Großhändlers Buchenbach. "Meister, an der Untertür steht ein Bewerber." Die Sonne ist mittlerweile hinter dem Horizont verschwunden und hat die Stadt in Dunkelheit zurückgelassen. An den Häusern und in den Straßen werden Fackeln und Lampen entzündet, man bereitet sich vor auf das Nachtleben. Eine in Lumpen gehüllte Gestalt humpelt durch das gelbe Licht der Laternen in einer der kleineren Gassen. Besonders gut sieht sie nicht aus: abgemagert, von oben bis unten voller blauer Flecke, geronnenes Blut am Mundwinkel, ein breiter Riss im hölzernen Bein. Einer der selbst im schäbigsten Hafenbordell nicht willkommen wäre, ein Ausgestoßener der Gesellschaft- Ein Kriegsveteran oder Pirat dessen Glück ein jähes Ende fand allem Anschein nach. Doch trotz der schlechten Verfassung in der der Mann sich befindet brennt in den braunen Augen hinter filzigem Haar ein entschlossener, eiserner Wille, vermutlich der einzige Grund warum dieser Elende sich überhaupt noch weiter schleppt und sich nicht einfach entscheidet in der Gosse bei den Ratten zu krepieren. Sein Blick wandert über die Fassade des dunklen Hauses welches sich zu seiner Linken hoch auftürmt und ihn überschattet- Herrschaftlich und altehrwürdig wirkt es und auch in einer bestimmten Art und Weise bedrohlich. Sein humpelnder Gang kommt vor der Hintertür aus massiver, schwarzer Eiche zum stehen. "Hier..." Murmelt er vor sich hin. "Hier ist es, sagen sie." und klopft an das Holz der Pforte. *Pock*… *Pock*… *Pock* Buchenbach hat den tieflandgeborenen Lagerbesitzer Eberweld soeben abgewimmelt und rechnet sich schon frohlockend den Profit aus, das ihm dieses augenscheinlich gerechte Geschäft einbringen wird, während er durch einen langen Gang auf eine Tür aus schwarzem Eichenholz zuläuft. *Pock*…*Pock*…*Pock* "Nun mach doch die verschissene Tür auf, du Esel." gellt Buchenbachs Stimme gereizt durch den Gang in Richtung des Pförtners, der sich Mühe gibt nicht so zu wirken als hätte er bei der Arbeit geschlafen. *Pock*…*Pock*…*Knartz* Die Tür öffnet sich und Buchenbach sieht einen zerlumpten Mann mit Holzbein vor sich, welcher gerade zum nächsten Klopfen ansetzt. "Meinen.. Meinen Gruß, Herr. I.. Ich" stammelt der Bettler mit zitternder Stimme. "Ja, ja. Spar dir die Begrüßung. Ich weiß was du willst." antwortet Buchenbach unwirsch. "Mitkommen !" befiehlt er. Der Bettler folgt ohne Widerrede, noch immer mit gesenktem Kopf und leicht zitternd. An einem Schreibtisch am Ende des Ganges angekommen lässt Buchenbach sich in den Lehnstuhl hinter dem Schreibtisch fallen und beugt sich über ein Buch voller Tabellen. "Name ?" Der Bettler blickt kurz hinter sich und bemerkt, dass der Pförtner den Weg hinter ihm versperrt. Er schluckt und blickt wieder zu Buchenbach. "Ernfried, Herr". Die Stimme des Bettlers klingt als hätte seine Kehle seit Wochen kein Wasser mehr gesehen. "Ernfried..- Moment mal." Buchenbach schaut seinem Gegenüber in die Gesicht, dann an ihm herunter und wieder hinauf. "Bist du nicht der dem meine Jungs vorhin nahegelegt haben sich an die Spielregeln des Bettelns zu halten ?... Überaus vernünftig von dir ihren Vorschlägen nachzukommen" Buchenbach nickt scheinbar verständnisvoll und legt seinen Federkiel ab. "Hier unterschreiben. Der Vertrag beinhaltet die Abgabe von 90% der Einnahme und Schutz sowie Anleitung durch mich und meine Freunde im Gegenzug, Begräbnis im Todesfall während der Arbeit und so weiter und so weiter..." merkt Buchenbach sachlich an. "Aber das ist ohnehin egal, ist ja nicht so als hättest du eine Wahl, nicht wahr ? fügt er dann noch lächelnd hinzu. Der Bettler nickt eingeschüchtert und unterschreibt das Blatt Papier mit zitternder Feder. Kaum hat er den letzten Buchstaben geschrieben, schnappt Buchenbach das Papier schon unter der Hand des Mannes weg und steckt es in seine Manteltasche. Er steht auf und läuft in Richtung der Hintertür, mit der Hand dem Bettler winkend, dass er ihm folgen möge. "Die Kunst des Bettelns..." beginnt Buchenbach im laufen. "Ist wie das Theater, Ernfried. Wenn du auf der Straße sitzt und den edlen Herrschaften den Becher entgegenstreckst interessiert sie deine wahre Geschichte einen Dreck. Sie werden gerührt von den Geschichten die sie sehen wollen, haben Mitleid mit Gestalten die wie die Opfer der Gesellschaft wirken." Der Alve macht eine Kunstpause. "Niemand will einem Alkoholiker, der Haus und Besitz im Rausch verspielt hat, dem Glücksritter dem das Schicksal das Genick brach, dem Gauner und Vagabunden ohne Zuhause und Anstand Almosen geben. Aber dem Opfer von Krieg und Misshandlung dem geben sie. Dem Geschädigten durch Inzest, dem geben sie. Dem armen tattrigen Blinden, dem geben sie. Dem Soldaten, der für sein Vaterland kämpfte, nur um dann als Krüppel von der Gesellschaft vergessen zu werden, dem geben sie gern einen Groschen." Buchenbach kramt in einem Schrank in einer Nische kurz vor der Tür und zieht eine zerfledderte Uniformjacke und verrostete Orden hervor. "Hier, das sei dir deine neue Arbeitskleidung… Denk daran was ich dir gerade sagte und sei morgen Abend bei Sonnenuntergang hier an der Hintertür, dann wirst du deine Abgaben liefern... Und jetzt schleich dich." beendet Buchenbach seinen Monolog, schiebt den zitternden Bettler vor die Tür und knallt diese mit einem lauten Krachen zu. "Ein durch und durch profitabler Tag, ja." merkt er an und macht sich pfeifend auf den Weg in seine Kammern.