Thalizia

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    Tiriana

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About Thalizia

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    Novize
  • Birthday 01/29/1986
  • RP Name:Tiriana Arandur
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  1. Zur Bienenzucht möchte ich gerne was sagen. Unzwar : Bienen sind süß und putzig, aber neben der bescheidenen Chance von 3 % einen Baum mit einem Nest drin zu erhalten kenne ich als weg um an die Viecher ran zu kommen nur die M-Box für Lyra oder man spielt bis zum letzten Groschen Glücksspiel bei Alvin. Alles in allem nicht sehr effektiv. Hat man dann 2 Biene in einem Bienenstock untergebracht, dann lernt man ganz ganz schnell das die doofen Viecher abhauen nach dem ersten Paaren, sofern mann sie nicht eingebaut hat. Wenn sie dann schön eingebaut sind lernt man als nächstes das Bienenstöcke abbauen eine echte scheiß Idee ist, denn deine Biene sticht dich, lebt boch 700 Ticks und dann is sie tot. Hast du nun endlich deine Bienen eingebaut, vermehrt und schön in Bienenstöcken untergebracht kann es losgehen mit dem Warben! .... also in der Theorie... denn dann lernt man das allernervigste an der ganzen Bienenzucht. -> Bienen fliegen nur bei Tag und bei schönen Wetter! In jeder Nacht und immer wenn es Regnet oder Gewitter ist fliegen die dummen Viecher nicht! Sodass ich als 100er Bauer schon sagen muss 9 Warben für 1 craft is schon abfuck! Sodass die Änderung schon zu begrüßen ist, allerdings es nun auch schade ist, das die Warben garnicht mehr verwendet werden und nun die Anschaffung der Bienen (und ja es war sehr nervig) völlig umsonst war.
  2. Huhu, ich bin ein paar Tage nicht da, denke mal so bis Sonntag (19.07.20) oder so....
  3. *sing* Zum Geburtstag viel Glööööööööck! Du bist unser bestes Stööööööööck! Siehst aus wie ein Affeeee.... aber nur auf den ersten Bliiiiiiiiiick! Herzlichenes Beileid zum Altern! ;P
  4. Wütende Alphaberserkersau Model: Spinne, getarnt als Schwein, wenn möglich mit roten Augen oder Fähigkeiten: Erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit und erhöhter Nahkampfschaden „Los stürmen!“ Auslöser: visiert Spieler an Effekt: Chance von 5 % auf das Auslösen von Trank der Schnelligkeit II und Stärke II „Verstärkung rufen“ Auslöser: 90 % verbleibendes Leben: Effekt Sound (Schweinegrunzen wie beim Zombie-Pigman), Spawnt 3 x Wildes Berserkerferkel sowie 2 x Tollwütiges Berserkerferkel, Effekt Resistenz 5 auf sich selbst für 1,5 Minuten, Ebenfalls auf sich selbst Schwäche II (es soll während es nicht angreifbar ist nicht einfach die Spieler zerpflücken) „Verstärkung rufen“ Auslöser: 80 % verbleibendes Leben: Effekt Sound (Schweinegrunzen wie beim Zombie-Pigman), Spawnt 4 x Wildes Berserkerferkel sowie 3 x Tollwütiges Berserkerferkel, Effekt Resistenz für 1,5 Minuten, Ebenfalls auf sich selbst Schwäche II (es soll während es nicht angreifbar ist nicht einfach die Spieler zerpflücken) „Verstärkung rufen“ Auslöser: 70 % verbleibendes Leben: Effekt Sound (Schweinegrunzen wie beim Zombie-Pigman), Spawnt 5x Wildes Berserkerferkel sowie 4 x Tollwütiges Berserkerferkel Effekt Resistenz für 2 Minuten, Ebenfalls auf sich selbst Schwäche II (es soll während es nicht angreifbar ist nicht einfach die Spieler zerpflücken) Fortsetzung Verstärkung und Erhöhung des Spawn sinnvoll weiter führen bis zum 10 % verbleibendes Leben. Wildes Berserkerferkel Model: Spinne, getarnt als Schwein Fähigkeiten: „Kräftiger Biss“ „Auslöser: verursachter Nahkampfschaden, Effekt: Schwäche auf den Spieler sowie Hunger Tollwütiges Berserkerferkel Model: Spinne, getarnt als Schwein Fähigkeiten: „Infizierender Biss“ „Auslöser: erlittener Nahkampfschaden, Effekt: Ausdörren auf den Spieler sowie Übelkeit RP: Auszug aus dem Nachschlagewerk: „Wilde Kreaturen der Wälder“ von Anairit Rudnara Das gemeine Berserkerferkel, in der alten Sprache auch, Berserkerus Tibi Illoc Porco genannt, tritt, wie uns bekannt, in den Wäldern im Landesinnern von Lyria auf. Dort leben sie in Rotten von bis zu 20 Tieren. Geführt wird eine jede solche Rotte, von einem Alphatier, nämlich der sogenannte Alphaberserkersau. Bei diesen unberechenbaren und äußerst gefährlichen Wesen handelt es sich nicht um gewöhnliche Schweine, zwar sind sie Allesfresser wie ihre Zahmen Verwandten die Hausschweine. Aber sie sind sehr Kampfeslustig, um nicht gar zu sagen blutrünstige Bestien, wenn es um den Schutz ihrer Jungtiere geht! Zwar ist Land auf Land ab bekannt, das sich der Bestand dieser Tiere zur Plage entwickelt, trotzdem sollte ein Jäher er auf eine Rotte allein trieft, möglichst das Weite suchen!
  5. Ich weiß das wäre an einen einzelnen Feiertag angebunden, dennoch hatte ich die Idee für diesen Mob schon vor einer laaaaaaaaaaaaaaaaaaaangen Zeit: Der Kopflose Reiter Model: - Reiter: Zombie unsichtbar mit einer Eisenrüstung oder auch einer Wächterrüstung, Ausgerüstet mit einem Schwert (hübscher Goldstaubskin oder nee Wächter/Berserkerwaffe Oder aber auch die Klassenwaffe die wie eine Sense aussieht) oder Einem Kürbisgesicht, siehe Bild) - Reittier: Zombiepferd Fähigkeiten Reittier: „Verfluchte Schwäche“ Auslöser: erlittener Nahkampfschaden, Effekt: mit einer Wahrscheinlichkeit von 5% den Effekt Schwäche I auf Spieler wirken „Gunst der Stärke“ Auslöser: erlittener Fernkampfschaden, Effekt: mit einer Wahrscheinlichkeit von 3% den Effekt Stärke I auf Spieler wirken „Zerplatzen“ Auslöser: 5 - 3% verbliebenes Leben, Effekt: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Sound Pferde wiehern, Spawn 8 x Untotes Gewürm Untotes Gewürm Model: Endermite Fähigkeiten: „Vervielfältigung“ Auslöser: 5 % verbliebenes Leben, Effekt 20 % Chance das 2x Untotes Gewürm nach spawnt Fähigkeiten Reiter: Treffer des Reiters haben erhöhten Schaden sowie den Effekt Rückstoß II „Wutausbruch“ Auslöser: Erlittener Nahkampfschaden, Effekt: 5 % Chance Nachricht: „Ihr werdet niemals Siegen!“ Effekt Stärke I und Resistenz I auf sich selbst „Verschwinden“ Auslöser: Erlittener Fernkampfschaden, Effekt: 5 % Chance, Effekt: Teleport + den Verschwindeeffekt bei dem er sich auflöst in Fledermäuse „Herbeirufen“ Auslöser: 91% verbliebenes Leben, Effekt: Nachricht: „Erwacht ihr verlorenen Seelen!“ Auslöser: 90% verbliebenes Leben, Effekt: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Spawn: 2x Lebendiges Gerippe und 2 x Grausige Kürbiskrieger „Todeshauch“ Auslöser: 71% verbliebenes Leben, Effekt: Nachricht: „Spürt ihr wie der Tod nach euch greift?“ Auslöser: 70% verbliebenes Leben: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst den Effekt Ausdörren aus sowie Blindheit „Herbeirufen“ Auslöser: 51% verbliebenes Leben, Effekt: Nachricht: „Kämpft! Kämpft für euren Meister!“ Auslöser: 50% verbliebenes Leben, Effekt: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Spawn: 3x Lebendiges Gerippe und 3 x Grausige Kürbiskrieger „Todeshauch“ Auslöser: 31% verbliebenes Leben, Effekt: Nachricht: „Spürt den Hauch des Todes und vergeht!““ Auslöser: 30% verbliebenes Leben: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst den Effekt Ausdörren aus sowie Blindheit „Herbeirufen“ Auslöser: 11% verbliebenes Leben, Effekt: Nachricht: „Tötet sie Alle! Last niemanden am Leben!“ Auslöser: 10% verbliebenes Leben, Effekt: Partikeleffekt (Effekt: Portal Style: Thick), Spawn: 4x Lebendiges Gerippe und 4 x Grausige Kürbiskrieger Lebendiges Gerippe Model: Skelett Falls möglich hat der Bogen der Skelette die Verzauberung „Durchschuss“ Fähigkeiten: „Schwebegeschoss“ Auslöser: erlittener Nahkampf /Fernkampfschaden: Effekt Pfeile lösen beim Treffen den Effekt Schweben aus (ähnlich wie beim Shulker) Grausige Kürbiskrieger Model: Zombi in schwarzer Lederrüstung mit einem Kürbisgesicht-dekoblock auf dem Kopf, ausgerüstet mit einem Steinschwert Permanent: erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit, erhöhter Nahkampfschaden „Böser Treffer“ Auslöser: verursachter Nahkampfschaden, Effekt 20% Chance auf den getroffenen Spieler den Effekt Übelkeit zu wirken RP: Der Vollmond schien an diesem Samhain in seiner ganzen Pracht vom Himmel. Nebel zog auf und legte sich wie ein Schleier wabbernd in Schwaden über die Straßen. Ulf kann die Geschichten über diese Nacht… die Geschichte vom Reiter, der sich in dieser Nacht auf die Suche nach Seelen begab. Doch Wein und Weiber lockten ihn an diesem Abend mehr als die Furcht vor dem Unbekannten. Mitternacht war nicht mehr fern als er das Bordel verließ und die Straße hinab zu seinem Haus torkelte. „Reiter…. Samhain… al…. all..es dummmmnes Ge..wäsch...“ nuschelte er. Als er an einer der aufgestellten Kürbislaternen vorbeikam blieb er stehen und sah die Laterne an. „… n‘ Koffloser… auffen Pfeeerd… der Geister erbeirufffn kann… und der einnen mit nur einaaaaah Berührung dss Leben herauszieht…. Schwachsinnnnn! Nich wahr, Freun..nnd?“ Ulf grinste zufrieden und genehmigte sich noch einen Schluck Brandwein aus der Flasche in seiner Hand, als das Licht der Laterne aufflackerte und erlosch… nur wenige Sekunden später vernahm Ulf das Donnern von Hufen und roch den Geruch fauliger Leichen.
  6. Mechataurus Model: Verwüster Fähigkeiten: „Glut sähen“ Auslöser: ausgeteilter Nahkampfschaden →5 % Chance für 5 Sekunden beim getroffenen Ziel dem Zustand brennen aus zu lösen „Anstürmen“ Auslöser: visiert Spieler an → 10% Chance den Effekt Trank der Schnelligkeit „Mehr Dampf“ Auslöser: 71 % verbliebenes Leben: Soundeffekt (Gebrüll oder Tierschrei ähnlich) Auslöser: 70 % verbliebenes Leben: Partikeleffekt (Effekt: Lava Style: Twins), Effekt Resistenz Stufe 1 + Stärke 1 für X Sekunden „Lebendiger Funke“ Auslöser: 50 % verbliebenes Leben: Effekt Partikeleffekt (Effekt: Lava Style: Twins), Mob Spawn: 5x „Lebendiger Funke“ „Noch mehr Dampf“ Auslöser: 31 % verbliebenes Leben: Soundeffekt (Gebrüll oder Tierschrei ähnlich) Auslöser: 30 % verbliebenes Leben: Partikeleffekt (Effekt: Lava Style: Twins), Effekt Resistenz Stufe 2 + Stärke 3 für X Sekunden Lebendiger Funke Model: Lohe Fähigkeiten: Auslöser: erlittener Nahkampfschaden / Fernkampfschaden, Effekt: Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst dem Effekt Explosion aus Rp: Als der Herold die Hand hob wurde das Toben der Menge leiser. „Verehrtes Volk von Lyria… UND NUN eines der unglaublichen Geschöpfe, das Euer Auge je sahen!“ er macht eine bedächtige Pause, während ein aufgeregtes Raunen durch die Reihen der Arenabesucher geht. „Entdeckt in den Tiefen Mienen im Norden… ein Wesen aus Eisen, Fleisch und Feuer! Sein Atem ist feurig! Sein Geschrei markerschütternd! Seine Flammen tödlich!“ erneut macht er eine unheilgeschwängert Sprechpause. „Schmeckt den Geruch von Ruß und Flammen! Vernehmt das Rattern und Klackern… das Zischen und pfeifen… des wundervollen und furchterregenden… ungezähmten und wahrlich todbringenden Meeeeeeeeechataurus!"
  7. So, hier mein Vorschlag, ich hoffe meine Idee entspricht der Aufgabenstellung =) Jagd auf ein Arachnennest Schwarzer Arachne Aussehen: Model Spinne aussehen allerdings zu Kampfbeginn getarnt als hübsches Mädel (Random Skin) Fähigkeiten: „Herbeirufen“ Auslöser: erlittener Nahkampfschaden → mit einer 30 % Wahrscheinlichkeit: Effekt: Nachricht: „Kommt herbei meine Diener!“ Partikeleffekt: (Effekt: Dragon Breath Style: Pulse) Spawn Mob → 6 x „Bissiger Spinnling“ „Herbeirufen“ Auslöser: erlittener Fernkampfschaden → mit einer 30 % Wahrscheinlichkeit: Effekt: Nachricht: „Meine Brut schützt eure Königin!“ Partikeleffekt: (Effekt: Portal Style: Rings) Spawn Mob → 3 x „Blutiger Weber“ „Anspringen“ Auslöser: Erlittener Fernkampfschaden oder Nahkampfschaden → mit einer 20 % Wahrscheinlichkeit: Effekt Teleportation (Positionswechsel mit dem letzten anvisierten Ziel) „Giftiger Stich“ Auslöser: 81% verbleibendes Leben → Nachricht: „Kostet mein Gift ihr Narren!“ Auslöser: 80% verbleibendes Leben → Effekt: Partikeleffekt ( Effekt: Enchant Style: Sphere), Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst dem Effekt Vergiftung; Effekt Übelkeit „Giftiger Stich“ Auslöser: 61% verbleibendes Leben → Nachricht: „Mein Gift bringt euer Blut um kochen!“ Auslöser: 60% verbleibendes Leben → Effekt: Partikeleffekt ( Effekt: Enchant Style: Sphere), Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst dem Effekt Vergiftung, Effekt Übelkeit (Stärke des Gifteffekt ca. 1/3 stärker als bei 80%) „Giftiger Stich“ Auslöser: 41% verbleibendes Leben → Nachricht: „Vergeht im des Rausches des Todes!“ Auslöser: 40% verbleibendes Leben → Effekt: Partikeleffekt ( Effekt: Enchant Style: Sphere), Spieler Taggen, Geschoss auf alle getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss löst dem Effekt Vergiftung Effekt: Übelkeit (Stärke des Gifteffekt ca. 2/3 stärker als bei 80%) „Verwandlung“ Auslöser: 21% verbliebenes Leben → Nachricht: „Seht meine wahre Natur und sterbt!“ Auslöser : 20% Verbliebenes Leben → Partikeleffekt (Effekt: Entity Effect Style: Spirle) Aussehen verändert sich zu einer Spinne (Trankeffekt Unsichtbarkeit auf sich selber), Spieler Taggen. Geschoss auf alle Getaggten Spieler im Umkreis von 10 – Geschoss: Trank des Schadens Bissiger Spinnling Model: Höhlenspinne Fähigkeiten: „Raschheit“ Auslöser: Fernkampfschaden, Effekt: Trank der Schnelligkeit II auf den Mob „Lähmung“ Auslöser: Nahkampfschaden, Effekt: 60% Chance den Effekt von Trank des Schildkrötenmeisters IV auf den Spieler zu wirken Blutiger Weber Model: Spinne Fähigkeiten: „Blut lecken“ Auslöser: Nahkampfschaden / Fernkampfschaden, 70% Chance den Effekt: Verdorren auf Spieler zu wirken RP: Verehrte Jäger des Zenturioclan, Unsere Forschungsarbeiten stehen kurz vor dem entscheidenden Durchbruch! Das Arachnennest das wir vor einem Mondzyklus entdeckt haben beherbergt in der Tat eine Schwarze Arachne! … Und bei Asthal, alles… wahrlich alles, was wir vermutet haben ist wahr! Wie herrlich! Nicht nur, das es sich bei einer Schwarze Arachne um ein höchstintegriertes, magisches Wesen handelt, das in der Lage ist zu kommunizieren! Sie verfügen wie vermutet über die grandiose und einzigartige Gabe des Gestaltwandelns! Sie nutzen diese Gabe, wie uns schneint zur Paarung, gaukeln jungen Männern das Aussehen eines hübschen Mädchen vor und ziehen sie mit Hilfe von Pheromonen in ihren Bann, um sich begatten zu lassen. Wahrlich kein schöner Anblick, aber was tut man nicht alles, um mehr Wissen zu erlangen? Nun jedenfalls….Ähnlich wie andere Spinnenartigen Wesen töten sie im Anschluss ihr Opfer. Natürlich beten wir für alle die armen Opfer, sei Arthos ihrer armen, verwirrten Seelen gnädig! Wie uns, dank Freds grandiosem Geschick, gelungen ist zu beobachten, kann eine Arachne bis zu 7 mal begattet werden bis sie sich in die Wälder begibt um ihre Eier ab zu legen. Ferd ist ihr auf den Fersen, um eines der Eier zu stehlen! Sendet uns die besten Jäger, um das Nest und alle Spinnenwesen darin zu töten, für unsere Forschung bedarf es noch dringend viel mehr Proben, um diese Wesen weiter zu Untersuchen! Gez. Professorin Arachnophobia Weberknecht Mit besorgter und entsetzter Mine zugleich faltete der Wachhabende Fawal Barbachs das blutverschmierte, zerknittere Pergament, das er soeben aus der Hand der entstellten Leiche gelöst hatte und steckte es in seine Manteltasche. Er blickte noch einmal auf die Leiche herab. Ihr Kopf lag auf dem Schreibtisch in einer Lache von Erbrochenem, die Augen weit aufgerissen. Das Blut war bereits getrocknet und der Geruch von Verwesung lag in der Luft. Eilig verließ er den Gasthof „Zum seidenen Faden“. „Schickt mir einen Boten…. Wir müssen um die Hilfe des Zenturioclan, ersuchen!“ bluffte er einen seiner Wachleute an und stapfte dann zurück zum Gebäude der Stadtwache.
  8. Es war bereits sehr spät am Abend, als das Luftschiff aus Aramat sich dem Drachenbecken näherte und die Lichter Aspios am Himmel auftauchten und in der nächtlichen Dunkelheit glommen wie ein Schwarm Glühwürmchen. Tiriana Arandur lehnte an der Reling des Schiffes und betrachtete die Stadt. Fast ein gutes Jahr war vergangen… seit sie Terra angelogen hatte und sich im Morgennebel vom Haus der Rivaas de Mathis fort geschlichen hatte. Die Geschehnisse der letzten Monate zogen vor ihrem Geistigen Auge vorbei… und in diesem Moment, da ihre Heimat mit einem Mal so nahe vor ihr lag spürte sie erst, wie die Sehnsucht nach ihrem Leben in Aspio…. Ihrem Leben bei den Rivaas de Mathis sie einholte, umarmte und fest umklammerte. Tränen rollten der jungen Mittelländerin über die Wangen. Sie hatte all ihren Mut gebraucht. um nach der letzten Ratssitzung vor Rowen Rivaas de Mathis zu treten und ihn zu bitten sie mit Heim zu nehmen. Doch nun lag Aspio vor ihr… Auch wenn sie in den kommenden Tagen immer wieder würde so viel Mut aufbringen müssen, sie wollte heimkehren und wieder mit ihrer Familie vereint sein. Egal ob es ein Schwur war, der sie zusammengeführt hatte oder nicht. Sie würde sich mit Beatrice streiten, mit Terra und Joan zusammen lachen und Nelendra beim Schwertkampftraining schuften lassen und…. ihr Blick wanderte etwas verstohlen zu Rowen… Sie wollte ihm endlich sagen, was sie für ihn fühlte… Als das Luftschiff angelegte flatterte Tirianas Herz wie ein kleiner Vogel, der zum ersten Mal die Flügel ausgebreitete hatte und zum ersten mal flog. Als sie von Bord gingen sah Tiriana, das bereits eine Kutsche auf sie wartete. Mit ihr fuhren sie hinauf in Adelsviertel von Aspio. Rowen war, wie schon während des Fluges recht schweigsam gewesen. Doch das wunderte die junge Mittelländerin nicht. Geschwätzig war er noch nie gewesen und so angeschlagen wie er war, kostete es ihn sicher alles an Kraft was er noch hatte, sich vor den Mitgliedern der Eiskalten Garde, welche sie von Aramat aus begleitet hatten nichts anmerken zu lassen. Doch auch wenn sie Rowens Zustand immer noch sehr beunruhigte... auch wenn er nur still da saß, mit geschlossenen Augen und kein Wort sagte… sie genoss seine Anwesenheit in vollen Zügen… Sie konnte nicht beziffern wie oft sie sich im vergangen Jahr gewünscht hatte ihm so nah zu sein wie jetzt. Ein mattes Lächeln kräuselte sich um ihre Lippen… es war so eine Närrin gewesen, das sie geglaubt hatte, sie könnte ihre Gefühle für ihn vergessen, wenn sie nur lange genug fort blieb… Mit einen kleinen Ruck kam die Kutsche zum stehen und mit einem klopfen hab der Kutscher ihnen zu verstehen, das sie ihr Ziel erreicht hatten. „Komm, wir sollten leise sein. Es ist spät, sonst wecken wir das ganze Haus auf.“ sagte Rowen knapp und stieg aus der Kutsche. „Wie ihr wünscht, Herzog.“ antwortete Tiriana. Es fiel ihr fast etwas schwer die Worte aus zu sprechen. Sie wusste das Rowen schon immer darauf bestanden hatte in der Gegenwart Fremder die Etikette zu wahren. Trotzdem war es wie ein kleiner Stich in ihrem Herzen gewesen, als er sie in Aramat recht rau nur mit „Arandur“ angesprochen hatte… Auch wenn ihr völlig klar war, das sie die nächste Zeit wohl noch mit einer gewissen Distanz zu kämpfen haben würde… eine Distanz an der sie schließlich selbst die Schuld trug. Tiriana rutschte von der Bank und wollte grade aus der Kutsche steigen als Rowen ihr höflich seine Hand anbot. „Tiriana… wir sind zu Hause, ja?“ sagte er und ein Hauch von einem Lächeln zog sich um seine Lippen. „Ähm… ja...“ erwiderte sie verlegen und nahm seine Hand. Als sie das Tor des Anwesen passierten und auf das Haupthaus zu Schritten spürte Tiriana wie ihr Herz immer stärker und stärker pochte vor Aufregung. Als sie das Anwesen fast erreicht hatten, hörte Tiriana wie die Türe aufgestoßen wurde. Es war Terra. Sie rannte eilig auf Rowen zu. „Endlich bist du wieder da Rowen, wie fühlst du dich, du…“ begann sie, doch Rowen deutet ihr nur mit einem Blick hinter sich. Terra folgt Rowen blick. Terra blieb einen Moment wie vom Blitz getroffen stehen und starrte Tiriana an, die nervös an ihrer Kapuze zupfte und Terra mit einem schuldbewussten lächeln an blickte. „Du… du blöde Kuh du...“ Terra fiel Tiriana um den Hals und drückte sie ganz fest an sich. Tiriana spürte wie Terra zittere, hörte das Schluchzen und auch sie konnte nicht verhindern das ihr die Tränen über die Wangen liefen. „Tut mir leid, das es so lange gedauert hat….“ flüsterte sie Terra leise zu und legte ihre Arme um Terra.
  9. Als Tiriana die Augen aufschlug war ihr Blick verschwommen...sie sah etwas grünes neben sich, es flackerte, wirbelte und schwang sich elegant hin und her. Sie beobachtet es eine Weile und als ihr Blick etwas klarer wurde erkannte sie, das es ein Tuch war, mit dem man eins der Scheunenfenster verhangen hatte… der Morgenwind spielte darin. Die frische, kühle Luft hat gut… Auch wenn es ihr noch etwas schwer viel die Augen offen zu halten, blickte sie sich um. Niemand war zu sehen. Tiriana versuchte sich zu erinnern was passiert war, doch ihre Erinnerungen an die Tage nach ihrem Gespräch mit Tiren und „Ihm“ waren dunkel, lückenhaft und sehr verschwommen. Sie glaubt sich daran erinnern zu können, das Tiren sie vom Boden auf den Strohball zurück gehoben hatte… ... „Geh bitte nicht einfach weg… Lass mich nicht allein im Dunklen…“ flehte sie mit schwächlicher Stimme. Tiren ließ sich neben sie auf den Strohball nieder. „Warum hast du das alles für mich getan… nach allem was im Flohloch passiert ist…“ fragte sie und sah zu ihm hinüber. Auch er sah ziemlich mitgenommen aus. „Euer Anblick weckt vergessene Erinnerungen an eine uns einst verbundene Person...“ hatte er knapp geantwortet. Ein sanftes Lächeln legte sich um Tirianas Lippen und sie lehne ihren Kopf an seine Schulter an. „Hmm… ich bin so Müde… ich weiß es ist egoistisch, aber bist du noch hier, wenn ich wieder aufwache?“ fragte sie und dabei fielen ihr schon fast die Augen zu. „Ja...“ antwortete Tiren. Tiriana lachte müde… „Du hast mich grade an geflunkert… 2 Mal… aber das ist nicht schlimm...“ flüsterte sie und schlief ein. ... „Ihr seid endlich wach….“ es war Skalis Stimme, die Tiriana aus ihren Gedanken riss. Sie erblickte Skali Kopf, der durch einen der Vorhänge hervorlugte und sie anlächelte. Dann verschwand die Meeresalve und kehrte nur einen Moment später mit einer Schale in der Hand zurück. Als Tiriana den Schale erblickte kehrte die Erinnerung an das Gebräu zurück, das sie ihr verabreicht hatten, Sie blickte Skali finster an, versuchte sich hoch zu stemmen um sich eng an die Wand hinter dem Bett zu drücken, doch ihr Körper fühlte sich immer noch so schwer an, das es ihr kaum gelang. „Ich will das nicht...“ keuchte sie. Doch Skali lächelte und setzte sich zu ihr auf die Bettkante. „Keine Sorge… das ist nur Gemüsebrühe….“ sagte Skali… Tiriana blickte skeptisch auf die Schüssel herab. Als ihr der Duft der Brühe in die Nase stieg, bemerkte sie erst wie hungrig sie war. ~~oOo~~ „Wollt ihr nicht lieber, das Maldur euch mit auf mein Pferd hebt, Herrin?“ fragte Denethor, nachdem Tiriana zum zweiten Mal erfolglos versucht hatte, sich am Sattel ihrer Stute Vallvar hoch zu ziehen, was das ehe schon recht scheue Tier scheinbar nervös werden ließ. „Nein ich will selbst reiten….“ antwortet Tiriana, und versuchte es erneut. Diesmal gelang es ihr. Schnaufend vor Anstrengung beugte sich die Mittelländerin vor und tätschelte das Tier liebevoll am Hals. „Valli ich weiß, ich war keine gute Reiterin in letzter Zeit… aber bitte wir müssen nun noch einmal nach Aramat reiten, meine Gute! Ich verspreche dir Heu und Möhren so viel zu willst! Aber bitte bring mich zur Stadt, Ja?“ Die Stute wieherte leise, schnaubte und schüttelte den Kopf, dann bewegte sie sich ganz behutsam vorwärts. Als sie am Nachmittag an den Toren der Stadt ankamen und absattelten, war Tiriana von dem Ritt deutlich erschöpft. Sie hatte nicht damit gerechnet, das es für sie immer noch so anstrengend sein würde, längere Strecken zu Fuß oder zu Pferde zu bewältigen, doch sie wollte an ihrem Vorhaben festhalten. Am heutigen Tag würde weitere Ratssitzung stattfinden, um dem Osten Lyrias Hilfe zukommen zu lassen. Zwar wusste sie schon jetzt, das sie so langsam vorwärts gekommen waren, das sie mit deutlicher Verspätung eintreffen würde, doch sie wollte um jeden Preis erscheinen. Als sie den Fluss überquerten, schlug Tiriana den Weg zum Tempel Aramats ein. „Herrin, geht es zum Ratssaal nicht unten entlang?“ fragte Denethor verwirrt. „Ja, aber ich muss zuvor noch was erledigen!“ antwortete Tiriana und lächelte sanft. Tiriana betrat den Tempel von Aramat und begab sich leise zum Schrein des Gottes der Nacht Arthos. Sie hatte Denethor gebeten vor dem Tempel auf sie zu warten. Sie hatte ihren Leuten in den letzten Tagen große Sorgen bereitet, das war ihr völlig klar. Sie war dankbar dafür das Skali, Ajali, Maldur und Denethor sich so aufopfernd um sie gekümmert hatten… und noch dankbarer war sie dafür, das sie sie nicht drängten offene Fragen zu beantworten. Tiriana blickte sich um. Niemand war zu sehen und so nutzte sie die Gunst des Momentes und kniete nieder. „Nun… ich habe keine Ahnung, ob ihr die Gebete, die hier im Tempel gesprochen werden an dem Ort an dem ihr seid vernehmen könnt!“… sagte sie leise und senkte ihren Blick auf eine der Opferkerzen herab. Sie zögerte eine Moment. „Ich danke euch für die Gnade, die ihr mir zu Teil werden ließt, doch………... das ist nicht der einzige Grund, aus dem ich hier bin…“ sprach sie leise weiter. Hinter sich vernahm sie ein leises Husten und als sie sich umblickte sah sie einige Meter hinter sich 2 Geistliche, die am Schein vorbei gingen. Als Tiriana sie nicht mehr sehen konnte richtet sie ihren Blick wieder auf die Opferkerze. Jetzt hier im Schrein des Nachtgottes kam die Furcht, die sie empfunden hatte vor ihm wieder zurück. Doch sie hatte in den letzten Tagen lange über ihre Worte nachgedacht. Sie raffte ihren Mut zusammen und sprach weiter. „Ich bin hier um Anzuklagen!“ sagte sie leise. „Ich werde euch niemals vergeben was ihr getan habt… es ist einfach unverzeihlich… einfach unentschuldbar… Euer Handel war mit mir!……Wie konntet ihr nur ihn dafür zahlen lassen!?... Ich weiß nicht mal wo er steckt und wie es ihm jetzt geht…“ Tränen schossen ihr in die Augen, die sie hastig mit ihrem Ärmel fortwischte. Doch noch in der Bewegung glaubte sie, eine Berührung auf ihrer Wange zu spüren, wie ein Streicheln… so wie Er es getan hatte in jener Nacht. Tiriana schauderte und spürte wie sie am ganzen Körper eine Gänsehaut bekam, während sich das Ungute Gefühl das seine Berührung in ihr auslöste sich in ihrer Magengegend in sie hinein fraß. Sie versuchte es ab zu schütteln. „Ihr gabt mir meinen Willen zurück…“ wisperte sie dann stemmte sie sich hoch, fest im Willen sich nicht klein kriegen zu lassen. „Das war ein Fehler….“ hauchte sie und verließ den Tempel. Vor dem Tempel atmete Tiriana einmal tief durch. „Ist alles in Ordnung, Herrin?“ fragte Denethor, als er sah wie sich Tiriana die letzten Tränen weg wischte. „Ja… keine Sorge…“ antwortete sie ihm und lächelte. „Lass uns nun zur Sitzung gehen und ehm… wenn es dir nichts ausmacht… würdest du die Augen offen halten, ob der Herzog heute hier ist?“ fragte sie und ihre Stimme wurde ein wenig kleinlaut. Denethor sah sie überrascht und fragend an. Als Tiriana seinen Blick bemerkte, spürte sie wie ihr eine leichte Röte in Wangen stieg. „Ich möchte nach Hause….“
  10. Als Skali Barthea zusammen mit ihrer Schwester Ajali Barthea und Maldur Tanbarun das Lager erreichte musste Mitternacht nicht mehr fern sein, so schätzte die Meeresalve. Schon aus einigen Metern Entfernung sah sie das fahle Fackellicht durch die Bäume schimmern. Alles wirkte auf den ersten Blick wie immer. Trotzdem wollte die leichte, innere Unruhe, die sie schon vor ihrem Ritt nach Aramat verspürt hatte nicht vergehen, denn ihr war ganz und gar nicht wohl bei dem Gedanken gewesen ihre Herrin in dem geistesabwesenden Zustand, in dem sie sich nun seit Tagen befand, ganz alleine mit Denethor im Lager zu lassen. So blickte sie sorgenvoll zu der Luke des Heubodens hinauf als sie das Tor erreichten. „Bitte, kümmerst du dich um mein Pferd, liebste Schwester?“ bat Skali. Ajali nickte mit einem süßlichen Lächeln. Skali stieg von ihrer Stute und leerte rasch die Satteltaschen. Sie stopfte die Fläschchen und Beutelchen mit Medizin in ihre Manteltaschen und eilte dann zum Scheunentor. „Denethor?! Wir sind zurück!“ rief sie als sie die Treppe hinaufstieg und sich durch die Kisten hindurchschlängelte. Doch keine Antwort. Sie stieg weiter nach oben, bis sie den Boden erreichte, der ihnen des schlechten Wetters wegen als Schlafplatz diente. „Denethor?!“ rief sie erneut, keine Antwort. Es war still in der Scheune, zu still, und nun wo sich Skali genauer umsah waren einige der Kerzen völlig heruntergebrannt. Das ungute Gefühl in ihr wuchs weiter. >> Warum hat sich dieser Tölpel bei Einbruch de Nacht nicht um die Lichter gekümmert?!<< dachte sie und schlüpfte durch den Vorhang zu den Schlafplätzen hindurch. Dort erblickte sie den Mittelländer in seinem Bett… er schlief. „Ist das zu fassen?! Denethor! Wach sofort auf!“ knurrte die Meeresalve und trat an das Bett heran. Doch Denethor rührte sich nicht. Sie packte ihn an der Schulter. „HEY! Wach auf du Fauler Sack! Du solltest Wache schieben und nicht pennen?!“ Doch auch das rütteln weckte ihn nicht auf. Er schnarchte einfach weiter ganz leise weiter. „Denethor verdammt…“ zischte sie leise, holte aus und verpasste dem Mittelländer eine saftige Backpfeife, doch auch das weckte ihn nicht auf. Skeptisch schaute sie noch einen Moment auf ihn herunter… dann entdeckte sie einen Becher, der neben dem Bett auf dem Boden lag. Sie hob in auf und als sie ihn genauer betrachtete schlug ihr der süßliche Geruch entgegen. >> Was bei Durae….<< schoss es ihr durch den Kopf. In diesem Augenblick trat Ajali durch den Vorhang. „Was ist den los Schwester?“ fragte sie. „Ich weiß es nicht…“ antwortet sie… doch dann eilte sie an ihrer Schwester vorbei. „Ich sehe nach der Herrin…..“ sagten sie knapp. Skali eilte zu der Leiter, die zum Heuboden hinaufführte und stieg die Sprossen hinauf. Ihr Herz pochte und ihre Hände zitterten, sie verfluchte sich, das sie ihrem Unguten Gefühl nicht mehr Beachtung geschenkt hatte am Nachmittag. Dann errichte die sie den Boden und sah ihre Herrin. Sie lag zusammengekrümmt auf einem der Strohballen und rührte sich nicht. Skali rannt zu ihr und strich ihr vorsichtig die langen Haare aus dem Gesicht… „Herrin, könnt ihr mich hören...“ Doch Tiriana reagierte nicht. Sie war noch blasser als sonst, kalter Schweiß stand ihr auf der Stirn und ihr Puls war schwach. Skali spürte wie die Panik nach ihr griff, doch sie schüttelte raschden Kopf, als könnte sie die Aufregung so vertreiben.… sie musste ruhig bleiben! In dem Moment entdeckte sie zwei Phiolen, die dort auch auf dem Strohball lagen. Skali griff danach und betrachtete sie genauer… ein winziger Rest einer grünlichen Flüssigkeit – kaum mehr als 3 oder 4 Tropfen – war darin. >> Jemand war hier...<< „Was habt ihr nur getan, Herrin….“ wisperte Skali… Grade als sie von dem Strohballen stieg, um Ajali und Maldur zu rufen bemerkte sie einen Zettel der mit einem Messer an einen der Dachbalken geheftet worden war, gleich neben ihrer Herrin. Am dem Messergriff war ein Beutel geknotet worden aus rotem Samt. Nervös griff Skali zu dem Messer zog es mit einem Ruck aus dem Holz, entfaltete den Zettel und las: „Gebt es an 6 Umläufen als Sud. Tut dies sicher, denn sie wird sich dem verweigern“ Sie öffnete den Beutel und griff hinein. 6 Portionen fein gemahlener, getrockneter Kräuter säuberlich eingeschlagen in feines Pergament befanden sich darin. Dies war keine Arbeit eines Stümpers… diese Arznei hatte eine geübte Hand vorbereitet. „Wer auch immer ihr seid… ich will darauf hoffen, das ihr wisst was zu tun ist...“ Skali sprang auf, lief zur Treppe und sah zu ihrer Schwester. „Hol Maldur her, er muss uns helfen sie herunter zu tragen…“ ~~oOo~~ „Denethor, hilf ihr sich auf zu setzen!“ wies Skali den Mittelländer an. Denethor hockte sich auf die Bettkante und hob Tiriana etwas unbeholfen in seinen Arm. Sie war wie in einem Dämmerzustand gleich einen Dilirium, weder schlafend noch richtig wach… immer wieder wispert sie unverständliches und bewegte sich unruhig. Skali füllte die Medizin mit zittrigen Händen in einen Becher. Das bräunliche Gebräu roch abscheulich. Bedacht darauf nichts zu verschütten eilte sie an Tirianas Bett. „Herrin, hört ihr mich? Ihr müsst das hier trinken...“ sie strich Tiriana die langen Haare aus dem Gesicht, und blickte ihr mit einem Lächeln in die Augen… Tiriana sah mit matten, halb geöffneten Augen zu Skali. Schweiß stand ihr auf der Stirn und atmete langsam. Als die Meeresalve ihr den Becher an die Lippen führte zog Tiriana den Kopf weg. „Herrin, bitte ich weiß die Medizin ist scheußlich… aber ihr müsst trinken...“ bat sie während ihre Hand Tirianas Kopfdrehungen folgte. Tiriana griff nach Skalis Arm und versuchte den Becher weg zu schieben, presste die Lippen zusammen und schüttelte den Kopf… „Das ist das vorletzte Mal, Herrin! Ich schwöre es! Bitte mach den Mund auf!“ Tiriana fehlte jede Körperliche Kraft um Skali daran zu hindern ihr den Becher erneut an die Lippen zu führen, doch sie wehrte sich weiter. Denethor und Skali tauschten stumm einen Blick aus. Dann nickte die Meeresalve und seufzte bekümmert. Unter dem Einsatz sanfter Gewalt flößten sie Tiriana die Medizin ein. Der Becher leer war, sank die Mittelländerin auf ihr Kissen zurück, hustete, röchelte und würgte… während sie die beiden mit einem matten, dennoch aber bösen Blicken strafte. „Es ist nur zu Eurem besten….“ hauchte Skali und verschwand. Ihre Hände zitterten immer noch als sie wieder an ihrem Kessel stand versuchte Ordnung zu schaffen. „Skali?“ es war Denethor der der Meeresalve gefolgt war. „Ja?“ antwortet sie und versucht selbstsicher zu klingen, was ihr jedoch deutlich misslang. „Es tut mir leid... was passiert ist, ist meine Schuld.“ stammelte er. „Es wäre falsch einem allein die Schuld zu zu weisen. Wir alle sollten sie beschützen nicht nur du allein...“ antwortet Skali und legte ihre Hand auf Denethors Schulter. „Glaubst du diese Medizin hilft? Sie wehrt sich so sehr dagegen…“ sagte er und blickte mit sorgenvollen Blick zu Tiriana, die wieder in einen Dämmerzustand zu verfallen schien. „Ich will es glauben, Denethor….“ sagte die Meerealve.
  11. ~~oOo~~ Audienz ~~oOo~~ [~vorrangegangen~) Die vergangenen Tage waren an Tiriana Arandur vorbeigezogen wie Schatten. Die Nachricht über den Angriff der Erwachten Flamme auf Aspio hatte Tirianas Gedanken in eine endlos erscheinende Leere gerissen… Das Rowen Rivaas de Mathis und seine Zwillingsschwester Terra, Tirianas liebste Menschen, dort… daheim in Aspio in Sicherheit wären war stets Tirianas Anker gewesen. Nun hatte man ihr diesen sicheren Anker ohne jede Vorwarnung weg gerissen… Doch noch während sie versucht hatte diese Nachrichten in ihrem vollen Umfang zu begreifen, war die nächste unheilvolle Botschaft über die junge Mittelländerin hereingebrochen. Kirios war zu ihr auf den Heuboden gestiegen, wo sie sich nun schon seit Tagen vor der Welt versteckte. Sie hatte seinen Worten aufmerksam lauschen wollen, sie hatte sich bemüht zu begreifen. Er hatte davon gesprochen, das eine Flutwelle im Osten Lyrias etliche Städte, Häfen und Inseln überschwemmt hatte… er erklärte das auch die Amicias und seine Heimat - der Handelshafen Laurea - betroffen war und das er und Amicia nun die Heimreise antreten würden, da man sie daheim dringlichst erwartete. Er hatte Tiriana gebeten mit ihnen zu kommen, nach Laurea. Doch Tiriana hatte nur mit ausdruckslosem Blick dagehockt, ihn angesehen und geschwiegen…. Sie hatte versucht zu verstehen… versucht einen Gedanken zu fassen… doch schließlich war er gegangen ohne noch ein weiteres Wort zu sagen und ließ sie allein. Tiriana saß einfach nur auf ihrem Strohballen und starrte hinaus in den Gewitterhimmel, lauschte dem Regen... Sie empfand weder Kälte noch Hunger… Müdigkeit wurde bald zu einem ständigen, stumpfen Begleiter… jegliches Gefühl für Zeit ging ihr verloren. Als sich an einem Nachmittag Skali zu ihr setzte und erzählte, das sie, Ajali und Maldur zur Stadt reiten würden um für Denethors verletztes Bein Medizin zu kaufen nickte sie stumpf. Sie beobachtete wie die drei auf ihren Pferden in Wald verschwanden und spürte förmlich wie sich die Stille eines verlassenen Ortes in der Scheue ausbreitete. Doch sie saß weiter nur da und starrte hinaus bis die Sonne unterging und sich Dunkelheit ihren Schleier über das Lager legt. Als Plötzlich eine bekannte Stimme gleich neben ihr sprach und sie aus ihren leeren Gedanken herausriss: „Tiriana Arandur, gesprochen die Löwin von Apsio, so spricht unser Geist.“ Tiriana fuhr vor Schreck zusammen und sprang auf. „Wer?!“ rief sie und erblickte Tiren Arthoras, der hinter einem der Dachbalken hervortrat. „Du?“ fragte sie und blickte in das Gesicht den Alben auf dem ein breites Grinsen lag. „Ein seltsames Bild. Eure Augen gen dunklen Horizont.“ Doch Tiriana konnte das Grinsen nicht erwidern. Die Enttäuschung und die Wut über seinen Egoismus, die sie bei ihrem letzten Zusammentreffen empfunden hatte stieg in ihr auf und ergriff sie. „Was…. Was willst du hier?….. Mir fällt nichts ein, was wir noch miteinander zu schaffen hätten… im der Taverne zum brütenden Eber zuletzt… wollte ich nichts sagen, wegen Terra...“ sagte sie ohne ihre Gefühle zu verbergen. Doch der Alb ging nicht auf das ein was sie sagte. „Über eurer Seele schwebt ein dunkler Schatten, nicht wahr?“ fragte er, trat einen Schritt näher an sie heran und blickte ihr in die Augen, ehe er fortfuhr: „Gedanken kreisen, sie festzuhalten… unmöglich und reißen einen mit….. So ist es doch?“ Tiriana erwiderte seinen Blick so emotionslos wie ihr nur möglich war. „Was kümmert dich meine Seele?“ gab sie zurück und klang spöttisch dabei… fast schon etwas zynisch. „…. „Diese Dinge betreffen uns nicht?“ Nicht wahr?“ schleuderte sie ihm seine eignen Worte entgegen. Sie schüttelte den Kopf. „Verschwinde… verschwinde einfach… von hier….“ sagte sie, blickt ihn noch einen Augenblick an und wandte sie sich ab. Sie kroch auf ihren Strohballen zurück und widmete sich wieder dem Blick hinaus in den Regen. Doch Tirens Blick blieb ernst. „Eure Seele wird zerbrechen. Leid, Trauer, Enttäuschung, Hass. Jeder Schnitt bedeutet Schmerz, jeder Schmerz bedeutet eine Narbe.“ sagte er. Tiriana senkte den Blick und zwang sich ganz ruhig zu sprechen: „Diese Dinge betreffen euch nicht!“ wiederholte sie und sah ihn dann wieder so emotionslos wie möglich an. „Und dennoch trugen uns unser Geist und unsere Füße an diesen Ort!“ sagte der Alb und breitete seine Arme aus während er sprach. „Ach ja? Dann hoffe ich für euch, das sie euch auch schnell wieder fort tagen!“ Die Stimme der Löwin klang biestig und gereizt zugleich. „Womöglich ist sie bereits gebrochen... Ich hörte von eurer Heimat, einige Vertraute verließen euch auch…..“ dann wurde seine Stimme leiser: „Die Distanz zu… ihm.“ Die Emotionslosigkeit auf Tirianas wich und an ihre stelle trat ein entsetzter Blick… die junge Mittelländer presste die Lippen zusammen, ehe sie schließlich ein: „Es ist alles in bester Ordnung... in allerbester Ordnung...“ mit zittriger Stimme hervorbrachte. Dann wich sie seinem Blick aus und sah sich unruhig um als suchten ihre Augen einen Punkt an dem sie halt finden konnten. „So straft euch selbst mit falschen Worten, doch unsere Ohren erkennen sie.“ sagte Tiren. Seine Stimme klang weiterhin ernst. Tiriana starrte einen Moment lang auf den Boden, ehe sie ihren Blick wieder hob und ihn verärgert ansah. „Eure Ohren erkennen sie?! Hältst du mich etwa für dumm?“ sie schüttelte wieder verständnislos den Kopf. „Ich kam mit einer Bitte zu dir... einer einfachen Herzensbitte… Und ihr, werter Geweihter Tiren Arthoras…. Ihr habe keinerlei Hehl darum gemacht, das euch dies einen Dreck geschert hat…. Und jetzt so viele….viele, viele Tage später kommt ihr hier her?!………… Verschafft euch Zutritt und wagt es von solcherlei Dingen zu sprechen?! … Was bezweckt ihr damit?…. Ihr sprecht von Narben…. Sagt, reicht diese eine, die ihr mit an jenem Abend zugefügt habt denn nicht?“ Sie sprach und während sie sprach verriet der Klang ihrer Stimme wie sehr sie sich gekränkt fühlte von ihm. „Eure Worte erbitteten die Hilfe eines Verwahrers. Nun bieten meine Worte mehr.“ sagte er und wich so ihrer Frage aus. „Ich verstehe nicht, von was du da sprichst...“ Tiren trat noch ein Stückchen näher an sie heran. Tiriana wich zurück und drückte sich gegen die Scheunenwand. „Komm mir nicht näher...“ zischte sie. „Eure Seele wird zerbrechen und euer Geist wird trüb.“ sagte her und hielt kurz inne. „Sprecht wahr, ihr spürt es!“ Tiriana verschränkte die Arme und sah zur Seite weg. „Ich weiß nicht was ihr da redet... habt wohl zu viel Wacholder im Blut...“ Sie wollte seine Worte nicht hören… tief in ihrem inneren wusste sie das er die Wahrheit sprach… doch sie war nicht in der Lage sich das einzugestehen. Oder es gar ihm gegenüber zu zu Geben… „Unser Geist ist klar, er muss es für diesen Abend sein….. Jeder Schnitt ein Schmerz, jeder Schmerz eine Narbe. Vernarbt die Seele, so wird sie brechen. Doch Seelennarben sind endlich.“ „Ich verstehe das nicht….“ wiederholte Tiriana und drückte sich weiter feste gegen die Scheuenwand. „Unsere Macht vermag sie nicht zu heilen doch...“ begann Tieren, griff an seinen Gürtel und zog sein Messer. Er blickte auf die Klinge heran und legte sie dann zwischen sich und Tiriana auf den Strohballen. „Eine Reise vermag dies womöglich.“ Tiriana spürte wie ihr Herz wild zu pochen begann… Ihr Blick klebte wie gebannt an dem Messer. War das wirklich sein Ernst? Verlangte er es erneut von ihr? Sollte sie sich wirklich selbst erstechen und sterben? …. Tiren blieb ruhig und hob seine Hand erneut an seinen Gürtel und zog aus einem kleinen Beutel zwei Phiolen hervor, die er neben das Messer legte. „Zwei Wege, der einer ohne Wiederkehr. Doch der andere…. Vermögen wir zu zweit zu gehen. Im Traum zum Schatten. Im Traum vermögt ihr Ihn zu sprechen und zurück zu kehren.“ Er wartete einen kurzen Moment ab. „Ihn könnt ihr bitten euch von den Narben zu reinigen. Euch euren Willen zurück zu geben.“ Tirianas Blick blieb jedoch fest auf das Messer gerichtet… Er wollte das sie sich umbrachte? Hatte er es auch schon wirklich gewollt unten im Flohloch? „Ist das dein Ernst? Is das… wirklich… dein verdammter Ernst, Tiren?!“ Sie war nicht fähig ihre Gefühle noch eine Sekunde länger im Zaum zu halten. Tränen stiegen in ihre Augen und sie zitterte am ganzen Körper. Doch Tiren blieb ganz ruhig und blickte sie an. „Wollt ihr träumen so trinkt. Wollt ihr den Schmerz besiegen so träumt. Doch fürchtet ihr den Schmerz so bleibt nur der Stahl….. Und fürchtet ihr den Tod... so bleibt nur Schmerz.“ sagte er. „Das war keine Antwort!“ schluchzte sie hervor. Doch Tirens Blick blieb ruhig und ernst. „Ach verdammter Alb!“ Tiriana kroch vor, griff das Messer und schleuderte es von sich weg, sodass es hinter Tiren in einem der Dachbalken stecken blieb. Dann fiel ihr Blick auf die Phiolen herab. Zwei kleine, verkorkte Fläschchen lagen dort vor ihr im Stroh, in denen eine grünliche Flüssigkeit waberte. „Dies sei meine Wahl….“ sagte sie schließlich. Tiren, der sie eindringlich angesehen hatte, streckte die Hand nach den Phiolen aus, hob sie aus dem Stroh und setzte sich langsam neben Tiriana. „Aber das ändert nichts daran, das ich eine Antwort von dir will….“ sagte sie leise als sich ihre Blicke trafen. „Zuerst der Traum….“ sagte er und hielt ihr eine Phiole hin, dann sprach er mit leiser Stimme weiter: „Es wird brennen, nicht nur im Hals.“ Tiriana holte tief Luft und versuchte so sich zur Ruhe zu zwingen. Sie war von sich selbst etwas überrascht… auch wenn er sie sehr verletzt hatte… Das Vertrauen, und die Freundschaftliche Zuneigung, die sie für ihn empfand, war nach der Begegnung im Flohloch nicht fort gewesen… sie war lediglich unter einem Scherbenhaufen begraben gewesen. „Ich habe keine Angst!“ sagte sie und klang dabei wenig überzeugt von ihren eigenen Worten. „Geht vor und schlaft. Ich werde euch folgen.“ sagte Tiren. Tiriana beäugte ein letztes Mal den Inhalt der Phiole, dann zog sie den Korken heraus, führte die Phiole mit zitternder Hand an die Lippen und leerte sie dann in einem Zug. Kaum, das sie getrunken hatte breitete sich ein entsetzliches Brennen in ihrer Kehle aus… Sie ließ das Fläschchen fallen… Hämmernder Schmerz ließ ihren Kopf explodieren…. sie spürte wie ihr Herz raste, wie sie hektisch Luft holte… Der Schmerz trieb ihr Tränen in die Augen und dann wurde ihr Schwarz vor Augen… das letzte was sie sah war Tiren, der neben ihr die Phiole an seine Lippen führte. ~~oOo~~ Als Tiriana langsam wieder zur Besinnung kam, war zuerst alles um sie herum in tiefe Dunkelheit gehüllt… ob stand oder am Boden lag oder kauerte… sie vermochte keine Antwort darauf zu finden. Sie versuchte etwas zu erkennen, doch sie war noch viel zu benommen… Dann sie vernahm eine Stimme: „Eine verirrte Seele….“ Ein tiefes Lachen erschallte. „Seltsam… Tiriana Arandur… nicht wahr…?“ Tiriana blinzelte und langsam wurde ihre Sicht etwas klarer… Sie drehte schwerfällig ihren Kopf, Sie fühlte sich schwer wie Blei… doch dann erblickte sie eine Gestalt vor sich. „Faszinierend dich zu sehen!“ Die Gestahlt schmunzelte. „Weshalb bist du hier sterbliches Wesen?“ Tiriana versuchte einen klaren Gedanken zu fassen… Worte zu formen, doch das Gefühl von Benommenheit wollte nicht vergehen. „Verstummt wie? ... Manchmal ist es schwer in einem Traum zu gehen oder gar zu sprechen…. Ich frage mich warum er es getan hat?“ Die Gestalt trat näher an sie heran und blickte ihr tief in die Augen… Ein Gefühl als würde sie in die Tiefe fallen ergriff sie und dominierte all ihre Gedanken… erst als die Gestalt zurücktrat, gelang es ihr sich los zu reißen. „Mhhh, wusstest du dass Seelen etwas wirklich wunderschönes sind?“ „Kunstwerke des Lebens. Von jeder Person und allen um ihn herum modelliert, gemalt und veredelt.“ „Ich sah sie schon oft, deine Seele. Jedes Mal ein Kunstwerk.“ Die Gestalt grinste sie weiterhin breit an. „Aber Kleines, dieses Leben hast du es wirklich geschafft!“ Die Gestalt trat wieder näher an sie heran und strich ihr sanft über die Wange. „Wahrlich wunderschön... Aber du bist nicht hier um sie mir zu geben, oder?“ Flüsterte die Gestalt ihr zu und drehte sich ruckartig herum. „Jetzt sprich und stelle deine Frage!“ Tirianas Augen wanderten umher, sie konnte nicht ausmachen wo sie sich befand… es war ein dunkler unwirklicher Ort… ein Ort den sie mit nichts vergleichen konnte, das sie je gesehen hatte. Dann blieben ihre Augen wieder an der Gestalt haften. „Welche Frage brennt dir mehr auf der Zunge? Wo? Wer? Wie? Warum?“ Voller Anstrengung begann Tiriana Worte zu formen. „Sprechen... eine Frage stellen...Was ist hier überhaupt los... wo ist Tiren... wer seid ihr... ihr seht ihm ähnlich aber...“ sie hob ihre Hand, die sich immer noch schwer wie Blei anfühlte und fasste sich an die Stirn als könnte es helfen ihre wirren Gedanken zu sortieren. „Aber…“ hauchte sie und ihre Stimme versagte… „Er steht vor euch, zumindest...auch. Doch wer mag ich wohl sein? Wer ist in der Lage dich bereits in mehreren Leben getroffen zu haben?“ Tiriana blickte auf. „Mehrere Leben?“ hauchte sie verwirrt. „Fällt der Groschen?“ Ein Schmunzeln zog sich über seine Lippen das Tiriana erschauern ließ. „Der Gott der Nacht, der Seelen und der Wiedergeburt!“ Die Bedeutung dieser Wort sickerte nur ganz langsam in Tirianas Bewusstein. „Aber wie ist das möglich…? Ich dachte...“ „Doch bist du nun tot oder lebendig? Hat dich das Gift umgebracht? Fragst du dich das?“ Ein lautes Lachen entfuhr Arthos, dem Gott der Nacht. Tiriana schlug die Hände vors Gesicht und kniff die Augen fest zusammen. „Tiren würde mich nicht einfach mit Gift töten….“ wisperte sie ganz leise und hastig hervor. „Ach würde er das? Kennst du ihn denn nicht? Sein Geist ist von Wahnsinn zerfressen. Was bringt dich zu der Annahme er würde das nicht tun?“ Wieder begann Arthos zu lachen. Sein lachen war laut, hindurchflösse, grausig und drang in jeden Winkel von Tirianas Gedanken vor. „Doch... ich kann dich beruhigen meine Kleine. Dies ist nicht die nächste Welt, nur ein Traum.“ Ein Grinsen legte sich um Arthos Lippen. „Er hat dir von den Seelen erzählt, nicht wahr?“ „Ja… hat er...“ antwortete sie. „Jeder Schmerz zeichnet die Seele und am Ende hinterlässt es ein wunderschönes Muster. Und er will tatsächlich von mir, dass ich deine Leinwand wieder weiß mache?“ Arthos Stimme klang amüsiert während er sprach. „Wunderschöne Muster?“ fragte Tiriana verwirrt und sah ihn ängstlich an. „Findet ihr etwa Gefallen daran?“ ein widerliches, groteskes Gefühl breitete sich in ihr aus. „Natürlich! Jede Seele ist nach einem langen Leben ein Kunstwerk. Ob nun hell wie die Sonne oder dunkel wie Tinte. Jedes Leben ist wunderschön!" antwortete Arthos fasziniert. „Doch du! Du hast es geschafft in nicht einmal einem halben Leben ein Kunstwerk zu erschaffen!“ Wieder lachte er und trat dann wieder näher an Tiriana heran. „Willst du etwa auch, dass ich dieses Kunstwerk aller Kunstwerke zerstöre?“ In Tiriana regte sich ein Anflug von ärger. „Soll ich nun etwa stolz auf diesen Umstand sein?“ fragte sie und klang dabei wesentlich zynischer als sie es beabsichtigt hatte. „Stolz? Gewiss! Ein solches Kunstwerk wie du es erschaffen hast, kann zudem nur schöner werden.“ „Ihr meint... noch schwärzer?“ fragte Tiriana. „So schwarz wie Tinte. Und kurz bevor sie zerbricht hätte ich dich geholt. Sie bestaunt, bewundert, gereinigt. Auf dass dein Leben nie vergessen werde und es von neuem beginnen kann.“ Tiriana versuchte seinem Blick auszuweichen, doch es fiel ihr schwer… Sein Gesicht war so angsteinflößend… die tiefroten Augen fesselten sie… „Ein wunderschöner Kreislauf nicht wahr? Jede Seele, jedes Leben darf ich bestaunen. Tief in ihre Abgründe tauchen und ihre hellen als auch dunklen Farben bewundern.“ Wieder versuchte sie sich von seinem Blick los zu reißen. „Ich... will mich diesem Kreislauf nicht ergeben... noch nicht... Ich will die beschützen, die ich liebe... und wenn es von Nöten ist, das ihr meine Leinwand wieder weiß wascht... dann gehe ich gerne das Risiko ein, euch nicht länger so sehr zu Gefallen!“ Sie hob den Blick zu ihm mit aller Entschlossenheit die sie aufbringen konnte. Arthos strich ihr ein weiteres Mal über die Wange. Tiriana spürte wie ihr Körper unter der Berührung zusammenzucke und sich grausiges Unwohlsein in ihr ausbreitete. „Oh Kleines, du wirst mir immer gefallen. Hell oder dunkel. Schmerzen oder Liebe!“ Etwas melancholisches mischt sich in seinen Gesichtsausdruck. „Du bist sogar noch schöner als vor 300 Jahren. Wer weiß ob du dies nochmal übertreffen wirst?“ „Ich verstehe nicht von was ihr da sprecht...“ erwiderte Tiriana und versuchte das ungute Gefühl zu verdrängen. „Deine Seele Kleines! Ich hatte sie bereits etliche Male in den Händen.“ antwortete Arthos und klang erneut amüsiert. „Macht euch das so große Freude? Seelen wieder und wieder und wieder zu Kunstwerken werden zu lassen?“ Tiriana sah zu ihm, doch Arthos lachte nur. „Ich reinige, begutachte und bestrafe... wenn es sein muss. Aber prägen tut alleine ihr! Doch es ist das erste Mal, dass jemand von mir verlangt einem lebenden Wesen die Seele zu entreißen und heilen!“ er lachte noch lauter als zuvor. Tiriana raffte all ihren Mut zusammen. „Das war keine Antwort auf meine Frage.... Ist das der Grund warum so viel Schreckliches passiert in den Gassen und auf den Straßen.... weil es der Schönheit der Kunstwerke zuträglich ist?“ Sie konnte es nicht vermeiden, das ihre Stimme zitterte, während sie sprach. Doch die Wirkung ihrer Worte ließ das Grinsen von Arthos Gesicht weichen und Verärgerung machte sich darauf breit. „Das denkst du also von mir? Ich würde es verursachen? Oder gar alle hohen Wesen? Ich der sich um dich kümmerte seit dem Anbeginn deiner Existenz? Wir gaben unsere Freiheit für euch! Und dennoch kannst du mir so etwas vorwerfen?“ Mit jedem Satz hatte seine Stimme an Kraft und Ärger zugenommen und seine roten Augen blickten eindringlich und verärgert in die Ihren. Sie gab sich keine Mühe gegen die aufkommende Angst zu kämpfen, sie wusste, das sie nicht gewinnen konnte, sie wusste, das sie diesem Gott ausgeliefert war. Und doch… regte sich in ihr Widerstand. „Verursachen? Nein. Darüber mag ich kein Urteil fällen... doch habt ihr nicht selbst gesagt ihr hättet mich zu euch geholt...“ sprach sie. „Wenn du deinen bisherigen Weg weiter gehst werde ich das. Doch heute bist du zu 'mir' gekommen.“ sagte er. „Ja... weil ich Tiren vertraut habe... weil ihr der einzige seid, der verhindern kann das ich vergehe ohne etwas erreicht zu haben...Ich habe seinen Worten vertraut...“ antwortete Tiriana. Der Ärger wich und ein grinsen breitete sich wieder auf Arthos Gesicht aus. „Du willst es wirklich und zwar egal was es kostet? Deine Seele heraus reißen und sie mir darreichen? Auf dass ich sie in meine Obhut nehme und sie dir erneut schenke?“ „Ja…. Das will ich...“ brachte Tirianas hervor bevor ihr die Furcht die Stimme nahm. Arthos trat nahe an sie heran und flüsterte…. „Dann soll es so sein….“ Er griff mit seiner Rechten Hand in ihre Brust, ergriff etwas tief in ihrem Inneren… Tiriana hörte, sich selbst vor Schmerz schreien und kreischen, dann wurde ihr schwarz vor Augen. ~~oOo~~ Es war der Geruch von Stroh, den Tiriana zuerst wahrnahm… dann spürte sie wie Tiren neben ihr hoch schreckte und dem Geräusch nach zu Urteilen leerte sich sein Mageninhalt auf den Scheunenboden. Tiriana schaffte es matt die Augen zu schmalen schlitzen zu öffnen… dann blickte sie Tiren mit leicht grünlichem Gesichts an. „Wie geht es euch?“ fragte er. Tiriana bemerkte, das sie seitlich, zusammengekrümmt auf dem Strohballen lag… sie sah ihn an. Ihr ganzer Körper schmerzte… und war schwer wie Stein… die Benommenheit machte es ihr schwer die Augen offen zu halten. Langsam gelang es ihr, ihre Hand in seine Richtung zu stecken… Als Tiren sie ergriff und Tiriana seine wärme spürte wurde gleich alles etwas erträglicher… „War das echt?….“ sie sprach ganz langsam. „Warst du er? … Ist er du?…“ Tiren senkte seinen Blick. „Es war wahr und falsch. Er nahm sich mein Fleisch. Doch er war nicht ich.“ Tiriana versuchte zu lächeln. „Ich glaube ich verstehe nun, warum du es entsetzlich findest seine Stimme zu hören… ich hatte so schreckliche Angst vor ihm….“ Sie versuchte langsam und tief zu atmen und auch wenn sie es kaum wagte, senkte sie ihren Blick auf die Stelle an ihrer Brust herab, wo Arthos Hand in sie gefahren war. „Was ist mit mir passiert?“ fragte sie. „Der Schmerz der Vergangenheit ist getilgt. Die Narben fort.“ antwortete Tiren. „Was ist der Preis denn ich dafür geben musste?“ fragte sie und blicke wieder zu Tiren, entschlossen zu hören, was auch immer es war. Tiren wich ihrem Blick aus und starrte auf den Strohballen hinab. „Dein Preis wurde bereits bezahlt!“ sagte er knapp. Sie drückte sachte seine Hand. „Sag es mir… bitte….“ sie sah ihn so flehend an, das Tiren ihr die Antwort nicht verwehren konnte. „Gehorsam….“ antwortete er. Das Wort kam ihm nur sehr langsam und schwer über die Lippen. Als Tiriana die Bedeutung dessen klar wurde versuchte sie sich mit Gewalt hoch zu stemmen, und sich mit den Armen zu ihm vor zu ziehen, denn ihre Beine verweigerten ihr jeglichen Dienst. „Gehorsam... er lässt.... dich meinen Preis zahlen?“ sagte sie erschrocken und spürte wie der Wunsch sich ebenfalls zu Übergeben in ihrer Magengeben vergrub, wie ein gut platzierter Faustschlag. Tiren schien sich auch nicht mehr auf den Beinen halten zu können… „Einmal Gehorsam...“ sagt er… „Einmal…. Was… so das heißen?“ „Eure Augen sahen es im Traum…“ erwiderte er, sackte zusammen und fiel in Ohnmacht. Tiriana zog sich unter aufwand all ihrer verbliebenen Kräfte von dem Strohball herunter und krachte ohne sich ab zu federn auf den Holzboden wo Tiren lag. Sie streckte ihren Arm verzweifelt nach ihm aus… nach seiner Hand und als sie sie greifen konnte wich auch in ihr die Kraft und sie ergab sich der Ohnmacht…
  12. ~oOo~ Insel Hyalmire im Spitzenmeer ~ Handelshaven Laurea ~oOo~ „Schnell bringt Holz! Das Tor wird den Wassermassen nicht stand halten! Bretter! Stützbalken! Was auch immer ihr findet! Beeilung!“ Des Hafenmeister Targon Morgans Stimme donnerte durch das Hauptwarenlager des Handelshafen Laurea. „Aye!“ brüllte eine Hand voll Hafenarbeiter und eilig taten sie wie ihnen geheißen. Nur Sekunden später krachte eine weitere gewaltige Welle gegen das Tor des Hauptlagers und ließ das Holz bedrohlich knarzen. Das Wasser stand dem Hafenmeister bereits im Gang bis zu den Knien und er wusste, das die Sandsäcke, das Eindringen das Wasser nicht mehr lange würden verhindern können, wenn die Springflut nicht allmählich abflaute. „Meister Morgan, was ist mit Adept Delval? Kann er nicht mit seiner Erdmagie das Tor schließlich?“ rief einer der Matrosen dem Hafenmeister zu. „Nein! Er sichert die Behausungen der Gefallenen, wir sind auf uns gestellt!“ brüllte der Normarer zurück. Eine weitere Welle krachte gegen das Tor und die Hafenmauer. Doch diesmal hielten die Riegel des Tores dem Wasser nicht stand und ein gewaltiger Schwall Wasser drückte sich durch das Tor ins Hauptlager. Die Wucht der Welle riss Targon von den Füssen. Nur mühselig kam er wieder auf die Beine. „WO BLEIBEN DIE BALKEN?!“ brüllte er und versuchte sich zum Tor vor zu kämpfen, bevor die nächste Welle in den Gang hineinschlagen würde, dicht gefolgt von 3 seiner Männer. Mit vereinten Kräften versuchten sie das Tor wieder zu schließen, doch das Wasser stand ihnen nun weit bis über die Knie. Targon erhaschte einen kurzen Blick auf dem Himmel eher er das Tor zudrückte. Er war so schwarz wie in einer mondlosen Nacht, obwohl der Tag die Mittagszeit kaum überschritten hatte. Regen peitschte erbarmungslos auf das Land nieder und der Wind blies, als wollte er die gesamte Insel hinfort fegen. „Targon, wie sieht es aus hier bei euch?“ es war die Stimme des Herrn von Laurea Darion Arandur. Targon blickte sich um und sah seinen alten Freund auf sie zu warten. Gefolgt von 4 Männern, die 2 weitere Stützbalken brachten. „Wir müssen das Tor besser sichern, sonst hält es dem Wassermassen nicht stand! Was is mit den Bürgern?“ brüllte er durch das Tosen des Unwetters so laut er konnte zurück. „Aye! Borgard und Hendrik haben sie ins Innere des Berges geführt!“ rief Darion. Zusammen mit Targon warf er sich gegen das Tor, doch eine weitere Welle machte all ihre Mühe zunichte. Das Tor riss auf und ein weiterer Schwall Salzwasser riss sie von den Füßen und spülte sie ein Stück in den Gang hinein. „Das schaffen wir nicht! Gegen diese Wassermassen kommen wir nicht an!“ rief einer der Hafenarbeiter. Targon verzog das Gesicht, doch er kam nicht dazu etwas zu sagen denn plötzlich drang der Klang einer Glocke durch das Sturmgetöse an sein Ohr. Targon legte die Hände an die Ohren um das Signal zu verstehen. „Eine Flutwelle…“ sagte er und blickte Darion entgeistert an. „Wir müssen weg von hier… mit dem geborstenen Tor is das Lager verloren!“ sagt er. Darion nickte. Targon griff einen der Männer die ihm eben noch geholfen hatten das Tor zu zu stemmen beim Arm. „LOS RAUS HIER! Durch die Tunnel! ZUM BERG!!“ In dem Augenblick hechtet Darion Arandur an ihm vorbei zum Aufgang des Hafenhaupthauses. „Die Männer sind noch oben im Leuchtturm! Geht ihr vor! Ich hole sie!“ „Das ist WAHNSINN!“ brüllte Targon. Als Darion die Stufen hinaufrannte bot sich ihm ein Bild der Zerstörung. Die Fensterscheiben waren zersplittert, Mobiliar umgestürzt und allerlei Trümmer flogen durch die Luft. Er kämpfte sich vor bis zur Tür, als er sie erreichte sah er, die Überreste, die der Sturm und das Wasser von den Marktständen übrig gelassen hatte… kaum mehr ein paar Stofffetzen, an wenigen Holzsterben zeugten von den Ständen, an denen am Morgen noch Fisch und Muscheln zum Kauf angeboten worden waren. Gerade als er hinaus laufen wollte holte ihn Targon ein. „Darion bleib hier! Du kannst ihnen nicht helfen!“ brüllte er. „Doch!“ brüllte Darion zurück und warf sich hinaus gegen den Wind. „VERFLUCHTER ARANDUR!“ brüllte Targon. In diesem Moment erblickte Darion eine gigantische Wasserwand die vom Süden her auf die Insel zurollte… „Astal sei uns gnädig….“ wisperte er. In dem Moment packte in Targon und zog ihn zurück. Doch noch bevor er etwas dagegen tun konnte, spürte er einen entsetzlichen Schmerz. Das letzte Geräusch das er vernahm bevor ihm schwarz vor Augen wurde, war das widerliche Geräusch brechender Knochen…. Stunden später…. Als Darion Arandur wieder zu Bewusstsein kam lag er in einem Bett in einem kleinen Raum der nur von einer einzelnen kleinen Öllampe erhellt wurde. Sein Körper fühlte sich entsetzlich an. Man hatte ihm einen Verband um den Kopf angelegt und seinen rechten Arm an seiner Seite festgebunden… Er blickte zur Seite und erkannte matt die Silhouette von Targon. „Wie schlimm ist es...“ fragte er angestrengt. Targon beugte sich zu ihm rüber. „Hast ganz schön was abgekommen, aber das wird schon du alter Haudegen!“ antwortete er. „Nicht ich! Der Hafen? Du Eselskopf!“ Targons Blick wurde finster. „Den hast‘s schlimm erwischt, Aye… Die Schiffe sind an der Hafenmauer zerschellt… was mit der Eugenius passiert ist wissen wir nicht, sie ist einfach fort…“ „Habt ihr die Männer aus dem Turm geholt?“ fragte Darion. „Dazu blieb keine Zeit…. Als die Welle die Insel erreichte, hat sie den Turm, die Marktstände und alles was dort auf dem Plateau war fort gerissen… und überschwemmt…Wie viele Seelen wir verloren haben, lässt sich noch nicht erahnen...“
  13. Als Skali vom Heuboden der Scheune zurückkehrte waren die Blicke aller Abwesenden auf sie gerichtet, doch sie blickte nur betrübt in die Runde und schüttelte wortlos den Kopf und setzte das Tablett mit der unberührt Mahlzeit auf einer Kiste ab. „Wieder nichts?!“ fragte Ajali. Besorgnis lag in ihrer Stimme. Skali schüttelte erneut den Kopf. „Nachdem das kleine Mädchen gestorben ist, hat sie ausreden gesucht, aber seid ihrem Zusammentreffen mit dem Alben Arthoras und der persönlichen Besprechung mit dem Ratsherrn Buchenbach hat sie garnichts mehr gesagt… sie sitzt dort oben auf einem Strohballen und schaut einfach nur mit starrem Blick in den Regen hinaus…“ „Gib mir das mal her!! Auch wenn sie die Löwin von Aspio ist, sie muss essen! Launisches Weib!“ knurrte Denethor und stützte sich mit den Armen auf die Oberschenkel um auf zu stehen. Doch Kirios der neben Skali gesessen hatte, war bereits aufgestanden und zur Treppe gegangen. „Lasst gut sein Meister Denethor, ich gehe zu ihr… Ich will euch nicht beleidigen, doch ihr besitzt so viel Empathie und Feingefühl wie eine Dose rostiger Nägel. Lasst mich mit ihr reden!“ Kirios lächelte charmant und stieg dann die Treppen hinauf. „Elender Halunke… will sich doch nur wieder ran schmeißen!“ knurrte Denethor leise, als Kirios am Treppenabsatz verschwunden war. Skali blickte Denethor nachdenklich an. „Er ist ihr gegenüber sehr fürsorglich und einfühlsam, ich glaube er fühlt sich ihr eher verbunden, wie es Geschwister tun… Schließlich sind die beiden ja auch Verwandte...“ Denethor stieß ein verächtliches Geräusch aus. „Mir is völlig egal, was er in ihr sieht… er soll seine Finger von ihr lassen!“ brummte er. Über die Gesichter der Zwillinge zog sich ein Grinsen. „Bist du etwa eifersüchtig auf Kirios?“ fragte Ajali mit gehässigen Unterton. „Vielleicht hättest du dann nicht so ruppig zu ihr sein sollen in Aramat zuletzt?! Frauen wollen umschmeichelt werden!“ fügte Skali hinzu und die Zwillinge lachten. Denethors Gesichtsausdruck wurde noch grimmiger. „Naja, verdenken kann ich es dir nicht, mein Freund… wenn du dich in sie verguckt hast?“ sagte Maldur und klopfte Denethor gönnerhaft auf die Schulter. „Sie ist hübsch und ihre…“ er formte die Hände rundlich vor seiner Brust… „Sehen ganz und gar entzückende aus!“ „Schluss mit dem Unfug! Wer hat euch denn solche Hirngespinste in die Köpfe gesetzt!“ bellte Denethor und sah mit vor Wut funkelnden Augen in die Runde. Er erhob sich von der Kiste, die ihm als Stuhl gedient hatte und griff nach seinem Mantel. „Wo willst denn nun hin?! Wir sind noch mitten inner Runde!“ fragte Maldur und deutete auf die Spielkarten, die auf einem Fass vor ihm lagen. „Pissen...“ knurrte Denethor zurück und verließ die Scheune. Draußen zog er sich die Kapuze seines Umhangs über den Kopf und ging an der Scheuenwand entlang bis zum Unterstand der Pferde. Die Luft draußen war zwar kühl, tat jedoch gut. Er trat ein seinen Rappen heran und strich dem Tier einmal am Hals entlang. „Braver Junge…“ sagte Denethor leise. Drinnen hörte er seine Gefährten lachen. „Dummes Volk, da drinnen! Eifersüchtig… verguckt in die Herrin?! Bei Durae! Was ein Quatsch!“ zischte er leise dem Rappen zu, während er noch eine Hand voll Karotten an das Tier verfütterte. „Es war damals ein kühler, verregneter Tag gewesen genauso wie heute… hab besoffen inner Gasse des Handwerksviertel gelegen und Prügel von Wirt der Taverne Duraes Einkehr bezogen, weil ich versucht hatte die Zeche zu prellen…. Ich sag dir Gaul, das waren noch Zeiten damals! Der alte Haudegen hat einen verdammt guten linken Haken!“ Er klopfte dem Tier sachte gegen die Seite. „Kann mich nicht mehr gut daran erinnern, aber Plötzlich war sie da, die Herrin… hat den Wirt angeschnauzt, das er mich noch zu Tode schlägt… Ich sags dir, wenns sein muss kann die Herrin wirklich brüllen wie ein Löwe!“ Ein leises Lachen entfuhr ihm. „Die Stadtwache hat mich dann inne Zelle gesteckt zum ausnüchtern…. Dort hin kam sie… meinte ich hätte mich im Kampf mit dem Wirt gut geschlagen… wollte, das ich in ihre Garde eintrete... Söldner im Dienste Aspios werde… ein verlauster Säufer wie ich…? Kannst du dir das vorstellen Gaul?“ er lehnte sich an den Zaun… „Beim ersten Auftrag hätte ich es fast versaut… aber auch da hat sie mich verteidigt…. hab sie da zum ersten Mal mit dem Herzog zusammen gesehen… und es verstanden…“ Denethors Blick wanderte zum Wolkenverhangenen Himmel… Der Rappe wieherte laut… Denethor warf dem Tier einen verächtlichen Blick zu. „Lach nicht so blöd Gaul, was is falsch an dem Wunsch dieses Mädchen zu beschützen?! Ich verdanke ihr alles, jeder der der Wilden Garde angehört tut das… hat das Herz am richtigen Fleck… will das sie Glücklich wird an seiner Seite… darum werd ich keinen anderen Kerl als den Herzog an ihrer Seite akzeptieren!“ Das Pferd trat ein paar Schritte auf ihn zu und stupste ihn an. „Ich werd auf sie aufpassen…. Egal, was ich dafür tun muss…“ er strich dem Tier noch einmal wohlwollend über den Nüstern und wollte sich grade wieder auf den Weg nach drinnen machen als er eine Gestalt im Dickicht erblickte. Wortlos blickten sie einander an. Dann sah er wie die Gestalt einen Bogen spannte! „Denethor pass auf!“ hörte er den schrei der Löwin durch das Lager schallen. In dem Moment sauste auch schon ein Pfeil an ihm vorbei und schlug in das an der Scheunenwand gestapelte Feuerholz ein. Aus dem Augenwinkel sah er wie die Gestalt zusammenfuhr und davon rannte, er blickte hoch und saß die Löwin, die das Seil des Lastenkrans ergriff, daran herunter sauste und wie eine Furie der Gestalt in den Wald folgte. Perplex sah der Mittelländer der Löwin noch einen Moment lang hinterher, doch dann realisierte sein Verstand was soeben geschehen war. „Bei allen Schattenwesen…“ knurrte er und rannte los. Die Löwin war schneller und durch ihre Zierlichkeit auch um einiges wendiger, sodass es ihm schwer fiel sie ein zu holen! „Löwin! Wartet! Kommt zurück! Halt!“ schrie Denethor so laut er konnte. Seine Schuhe rutschten auf dem weichen, regennassen Waldboden, Äste schlugen ihm entgegen, während er sich im Dickicht vorarbeitete, als er schließlich auf eine Waldlichtung hinausrannte und Tiriana mit gezogenen Waffen mitten auf der Lichtung stehen sah. „Herrin!“ rief er, zog sein Schwert und lief vor um zu ihr aufzuschließen, doch noch bevor er einen Schritt hatte tun können blickte sie über die Schulter zu ihm. „BLEIB ZURÜCK!“ brüllte sie. Doch er missachtet den Befehl und schloss zu ihr auf! „Verfluchter Idiot!“ keifte sie, in dem Moment hörte sie ein Rascheln vor sich, kurz entschlossen nahm sie ihren Dolch, wirbelte herum und versetzte Denethors rechtem Oberschenkel seitlich einen Schnitt. Er keuchte und stieß einen unterdrückten Schmerzenslaut aus, bevor sein Beim weg knickte und er mit Schmerzverzerrtem Gesicht auf die Knie ging. „Verzeih...“ haucht sie ihm zu und wollte in den Wald stürmen… um der Gestalt zu folgen. Denethor blickte auf, legte all seine Kraft in das linke Bein und sprang mit einem Hechtsprung nach vorn, sodass er grade noch Tirianas Bein zu fassen bekam. Die Löwin wurde von den Füße gerissen und stürzte auf dem vom Regen weichen Boden. Sie rappelte sich hoch und blickte mit funkelnden Augen Denethor an. „WAS SOLL DAS?!“ schrie sie. „Es flieht, Herrin… es hat niemandem geschadet… bei Nacht und diesem Wetter blind in die Wälder zu rennen ist Wahnsinn!?“ antwortete er und klammerte sich fest um ihr Bein. Tiriana schnaubte wild vor Wut. Ihr Blick fixierte Denethor. „NEIN! Ich befehle dir mich los zu lassen!“ keifte sie und versuchte sich aus Denethors Klammergriff zu befreien, doch was die Körperkraft betraf, war sie ihm schlicht unterlegen. „ES IST DOCH SCHON LANGE FORT!“ brüllte er, zog sich zu ihr hoch. „JA und das ist DEINE SCHULD!“ brüllte sie und versetzt ihm derartigen Faustschlag ins Gesicht, das ihr Fingerknöchel fies knacksten. Doch Denethor ließ sich nicht beirren und legte seine wuchtigen Arme um sie. „Ja es ist meine Schuld und meinetwegen prügelt mich zur Strafe grün und blau, aber lasst uns bitte… BITTE….. zu den anderen zurückkehrten.“ sagte er und drückte sie an sich. In dem Moment brachen die Dämme in Tiriana… die Schluchzte und klammerte sich an Denethor. „Warum hast du meine Befehl nicht befolgt, du dummer Kerl?!“ „Ich bin Denethor Tagal. Ich bin nicht verpflichtet den Gesetzen Aspios…. Ich beuge mich nicht dem Befehl des Herzogs Rivaas de Mathis! Ich bin Söldner er Wilden Garde von Aspio und nur verpflichtet meiner Herrin! Der Löwin von Aspio…“ er löste die Umarmung und grinste. „Auch wenn sie ein nörglerisches, launisches Weib ist! Auch wenn sie mir beflieht, ihr nicht weiter zu folgen und mir heimtückisch das halbe Bein aufschneidet… Ich schütze euch! So lange bis ihr zur Vernunft kommt!“ Tiriana berührten Denethors Worte. Denethor war ein rauer und oft ungehobelter Klotz, und was Launenhaftigkeit anbetraf, standen sich die beiden wohl in nicht nach. „Is ja gut, ich hab verstanden, und jetzt geh runter von mir du Wüstling!“ Sie gab ihm einen Schubs und Denethor kroch erschrocken ein Stück zurück. Als sie sich hochrappelten, verzog Denethor vor Schmerz das Gesicht und hielt sich das Bein. Tiriana trat an ihn heran. „Komm stütz dich auf mich...“ sagte sie. „Geht schon….“ brummte er und humpelte ein paar Schritte vorwärts bis er ein Ächzen ausstieß und sich gegen einen Baumstamm lehnte. „Oh ja, starker Mann… jetzt komm schon her!“ sie packte seinen Arm und zusammen machten sie sich auf den Weg in Richtung des Lagers. Tiriana fehlte jede Orientierung wie weit sie sich entfernt hatten zum Lager, doch sie war sich sicher in die richtige Richtung zu laufen. Nach einer Weile sah sie helle Punkte vor sich in der Dunkelheit und vernahm Rufe: „TIRIANA! DENETHOR! WO seid ihr?!“ Tiriana erkannte die Stimme. Es war Kirios. „Wir sind hier!“ antworte sie. Vor ihnen raschelte es und plötzlich stand der Fahlländer zusammen mit Maldur vor ihnen. „Durae sei Dank!“ stieß er aus. Sein Blick war besorgt und erleichtert zugleich. „Verzeiht mir…. Denethor is verletzt. Lasst uns schnell zurück gehen.“ sagte Tiriana. Auf dem Weg zum Lager berichtet Denethor den beiden in knappen Sätzen, was geschehen war. Als sie das Lager erreichten kamen auch schon Ajali und Skali herbeilaufen um sich um Denethors Wunde zu kümmern. Unwillkürlich fiel Tirianas Blick auf das gestapelte Feuerholz, wo noch immer der Pfeil stecke, an dem ihr Blick haften blieb… sie schritt darauf zu und zog den Pfeil aus dem Holz heraus… >> In diesem Winkel hätte der Pfeil ihn niemals treffen können… der Schuss ging mit Absicht vorbei….<< dachte sie…. Und drehte den Pfeil in der Hand. In den Pfeilschaft war etwas eingeritzt worden. Sie drehte sich in das Licht einer der Laternen und las: - Haben verstanden - Dann fiel ihr Blick auf das Wappen auf der Spitze des Pfeils…. Sie spürte wie der Zorn wieder in ihr hochstieg... Eilig schritt sie zum Scheunentor und riss es mit Wucht auf! Ihr Blick fixierte Denethor, der sich auf einer Kiste niederließ während Ajali sich neben ihn kniete um nach der Wunde zu sehen. „Ihr solltet euch was trockenes anziehen, Ajali kümmert sich sicher….“ sprach er während er den Blick zu ihr hob. Als er zu ihr sah verschlug es ihm die Sprache… Tirianas Blick war eiskalt. Unsicher grinste er. „Ich trag euch den Kratzer nicht nach, Löwin….“ sagte er. Doch an Tirianas Blick änderte sich nichts. Sie hob die Hand, die den Pfeil hielt und streckte ihn Denethor entgegen… „Erklär das!“ sagt sie. Ihre Stimme zittere vor Anspannung. Denethors Gesicht war förmlich anzusehen wie ihm das Herz in die Hose rutschte. „Nun… das ist… das…. Nun...“ stammelte er. „Das ist ein Pfeil mit dem Wappen Aspios…. Nur Mitglieder der Eiskalten Garde nutzen solche Pfeile...“ Tiriana zwang sich ruhig und langsam zu sprechen. Denethor holte Luft um etwas zu sagen, doch er brachte kein Wort heraus. Der erwartungsvolle Blick der Löwin lag auf ihm wie gewaltiger Felsbrocken. „Ich hab Rollo, Emilia und Björn bereits in Aramat durch die Gassen streifen sehen… Also sag mir was das hier zu bedeuten hat!!“ „Nun… ja… ich...“ begann Denethor. „NA LOS!“ brüllte sie. Denethor blickte grimmig auf den Boden vor sich. „Sie sind auf Befehl des Wolfes hier um auf euch acht zu geben… Ich habe ihnen Informationen gegeben über eure Pläne…“ antworte er. Betretenes Schweigen herrschte. Tiriana blickte zu Maldur, der unsicher ein grinsen versuchte und zu den Zwillingen die ihrem Blick auswichen. In dem Moment wurde Tiriana alles klar. „Ihr habt das alle gewusst?!“ sagte sie fassungslos und blickte von einem schuldbewussten Gesicht zum andern. „Ich war noch nie in meinem Leben so enttäuscht von Euch…“ sagte Tiriana. Denethor lachte. „Wieso?! Weil uns jedes Mittel recht ist, um unsere Herrin zu beschützen?! Jeder hier ist bereit alles dafür zu tun! Egal was es ist. Lügen, betrügen, Verrat? Jedem Mitglied der Wilden Garde ist jedes dreckige Mittel recht… jedes widerliche Verbrechen willkommen, solange es euch schützt! Diesen Willen wird nichts brechen! Egal wie lange und wie lautstark ihr dagegen rebelliert!“
  14. ~~oOo~~ Eine regnerische Nacht . . . ~~oOo~~ [~vorrangegangen~) Der Abend war noch recht jung als Tiriana Arandur und ihre beiden Begleiter Kirios Arandur und Denethor Tagal das Osttor Aramats stadteinwärts passierten. Denethor hob seinen Blick den tiefschwarzen Wolken entgegen, die den Himmel bedeckten…. „Regen...“ knurrte er… „Wieso, bei Durae, regnet es ständig in diesem Nest, das sich Hautstadt schimpft?!“ „Ich wusste gar nicht, das wir aus der Söldnerstadt Aspio Sonnenanbeter sind, die bei Regen den Schwanz einziehen?!“ Tiriana bedachte ihn mit einem höhnisch Blick. „Seid nicht grimmig, ich gebe Euch, wenn wir die Bastionstaverne erreichen auch einen Krug Bier aus!“ Kirios klopfte dem Schwertkämpfer aufmunternd auf die Schultern. „Es wird nicht gesoffen bei der Arbeit!“ raunzte Tiriana, die voran ging zu den beiden Männern. Denethors Blick wurde noch grimmiger, dann wandte er sich an Kirios. „Zu wem wollen wir überhaupt?!“ fragte er muffig, um keinen Hehl draus zu machen, das ihm dieser abendliche Ausflug im strömenden Regen gehörig stank. „Zu einem Freund.“ entgegnete Tiriana knapp bevor Kirios hatte antworten können. „Hat dieser Freund auch einen Namen?“ raunzte Denethor. „Ja!“ antworte die Löwin. Denethor wartet einen Moment ab, in dem glauben, sie würde den Namen nennen, doch sie ging einfach eilig weiter. „Interssant...“ gab er ihr schließlich zurück. „Und wo wohnt er?“ „Keine Ahnung?“ Denethor sah sie irritiert an. „Und wo finden wir ihn dann?“ Tiriana blickte ihn über die Schulter hinweg an: „Nun…. Ich hoffe in der Bastionstaverne...“ sagte sie. „… oder in einer der anderen Tavernen Aramats...“ fügte sie so leise hinzu, das Denethor sie nicht mehr verstand. Als die Gruppe die Bastionstaverne erreichte hob sich Denethors Laune für einen Moment. Wen auch immer die Löwin hier sprechen wollte… es würde sicher eine Weile dauern und er könnte sich aufwärmen. Doch als sie die Taverne beratet eile die Löwin nur kurz zum Wirt und sprach einige Worte mit ihm. Grade als Denethor seinen nassen Mantel ablegen wollte, sah er wie der Wirt den Kopf schüttelte. „Wir müssen weiter… er ist nicht mehr hier...“ sagte Tiriana knapp und eilte wieder in den Regen hinaus. So wanderten sie durch die Stadt… Stunde um Stunde verstrich und es regnete ohne Unterlass immer weiter… Schließlich lehnte sich Denethor an eine Hauswand. „Bei allem gebührenden Respekt Löwin…. Wir waren nun in der Bastionstaverne…. In der Taverne zur flutschigen Spitzhacke…. am Schluckspecht… in der Taverne zum heiteren Luftpiraten und in der Taverne zum brütenden Eber…. In der Turmtaverne….“ Er holte Luft und hob die Hand, um weiter aufzuzählen… „Dann noch in der Taverne in der Dunkelgasse, im Lustigen Lurch, in der Taverne zum flammenden Schinken und am Gasthaus zu den Bibliotheken….“ „Im Bordell zum scharfen Drachen und im Freudenhaus der Schwarzen Rose waren wir auch!“ warf Kirios mit einem breiten grinsen ein. Denethor errötet leicht und nickte… „Ja, da auch….“ raunzte er. „Aber in jeder Taverne hat man Euch gesagt, ihr hättet ihn leider schon verpasst?! Wo wollt Ihr denn noch suchen? Und in welcher Verfassung wollt Ihr ihn dann vorfinden?!“ Doch Tiriana antwortete nicht. Sie bog um eine Ecke und Denethor folgte ihr widerwillig. „Hört Ihr mir überhaupt zu?“ brummte er als sie abrupt stehen blieb. „Dort unten haben wir noch nicht gesucht….“ sagte sie und deutete auf das Tor zur Unterstadt das vor ihnen lag. „Ich kenne nur zwei Tavernen dort. Den Wilden Eber und die Taverne am Flohloch… Teilen wir uns auf? Denethor und du ihr fragt beim Wilden Eber… keine Sorge Kirios ist dem den ich suche schon begegnet. Und ich gehe zum Flohloch.“ Mit diesen Worten stieg sie die Stufen hinab in die Unterstadt. Als Tiriana die Taverne am Flohloch erreichte war sie froh drinnen noch Licht zu sehen. Sie betrat den Gastraum. Drinnen war es warm. Kerzen tauchten den Raum in einen Schummerlicht und es roch nach Alkohol, Pfeifenqualm, Tabak und Wachs. Sie blickte sich um. Schließlich blieb ihr Blick an einem Alben hängen, der seine Füße quer über den Tisch vor sich gestreckt hatte und den wenigen noch verbliebenen Gästen munter zuprostete. Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Gemächlich trat sie an den Stützbalken neben seinem Tisch heran und klopfte gegen das Holz. „Guten Abend…. Oder soll ich lieber sagen: Guten Morgen?“ Der Alb hob den Kopf und schenkte Tiriana ein breites Grinsen. „Dunkel oder Hell, was ist der Unterschied. Setzt Euch und lasst uns Eure trockene Kehle befeuchten!“ sagte er und rief dem Wirt zu, er möge noch ein Bier bringen. Tiriana nahm auf der Bank dem Alb gegenüber platz. „Ich hoffe Ihr hattet einen schönen Abend?“ fragte sie und klang dabei etwas ironisch. „Nun, in der Dunkelheit gibt es stets Freunden zu entdecken!“ entgegnete der Alb und machte eine nichtssagende Handbewegung währenddessen. „Ich habe heute Abend nicht wenig Leute kennen gelernt… Hauptsächlich waren es Wirte… manche die Euch mehr und manche die Euch weniger gut gesonnen sind.“ sagte sie und grinste. Der Alb hob eine Augenbraue und sah sie fragend an. „So so?“ Der Wirt tat zu ihnen an den Tisch und stellte wortlos einen Krug Bier vor Tiriana ab. „Aber immerhin habe ich Euch endlich gefunden!“ fuhr Tiriana fort, nachdem sich der Wirt wieder hinter seine Theke verzogen hatte. „Auf Euren Erfolg sollten unsere Gefäße gegeneinander schlagen!“ rief der Alb aus und prostete Tiriana so voller Elan zu, das er fast nach hinten über gefallen wäre. Tiriana spürte, wie ihr die Nervosität es schwer machte die richtigen Worte zu finden. „Es mag verwunderlich für Euch klingen, aber ich habe Euch gesucht, weil ich Euch um etwas bitten möchte.“ begann sie und schaute etwas verlegen zu dem Alb hinüber der sich grade noch einen Schluck aus seiner Flasche gönnte, nun aber inne hielt und sie fragend ansah. „Ich bin mir nicht sicher, ob Ihr wisst, was dieser Tage auf den Straßen geschieht…?“ sprach sie weiter und blickte dem Alb hoffnungsvoll entgegen. Der Alb senkte seinen Blick auf die Flasche in seiner Hand hinab, von der er noch eine tiefen Schluck nahm. „Diese Dinge betreffen uns nicht….“ antworte er schließlich. „Ich weiß…. aber…“ sie suchte nach Worten. „Dennoch, bin ich hergekommen um Euch um Hilfe zu bitten.“ Tiriana griff in die Innentasche ihres Mantel und zog einen Brief heraus, der zwar versiegelt war, auf dem jedoch nirgends der Name des Empfängers geschrieben stand. Sie blickte von dem Brief in ihrer Hand auf. Der Alb, der seine Füße vom Tisch genommen hatte blickte sie nun ernst an. Tiriana senkte ihre Stimme deutlich. „Diese Zeilen sind an den Herzog Rowen Rivaas de Mathis und seine Schwester Terra gerichtet… Was auch immer auf den Gassen geschieht… ich muss sicher gehen, das sie dieser Brief erreicht… Wenn… nun ja wenn….“ Doch bevor sie weiter reden konnte fiel ihr der Alb ins Wort: „Wir empfehlen einen Boten!“ Ein aufgesetztes lachen, kam der jungen Frau über die Lippen. Ihr Blick senkte sich wieder auf den Brief… Nervös strich sie mit den Fingerspitze über dem Umschlag des Briefes und fuhr mit dem Finger über das Siegel. „Dies ist keine Nachricht, die ich einem einfachen Boten anvertrauen kann… Ich hatte gehofft Ihr würdet mir helfen, diese Nachricht sicher zu überbringen, falls mir die Möglichkeit genommen wird....“ sie spürte wie ihre Stimme stockte… und sich ihr inneres dagegen sträubte, ihre Befürchtung laut auszusprechen. „Es wäre nur, im äußersten Notfall und ich... ich würde Euch, nicht bitten, wenn es mir nicht so wichtig wäre...“ und sie bemerkte, wie sich etwas flehendes in ihre Stimme schlich. „Unsere Worte sprachen bereits, diese Dinge betreffen uns nicht.“ entgegnete der Alb ernst und in Tiriana Ohren klangen seine Worte fast ein wenig schroff. Er lehnte sich wieder auf seiner Bank zurück und nahm noch einen Schluck von seiner Flasche. Tiriana sah ihn verblüfft an… so abweisend hatte sie den Alb noch nie erlebt. „Verzeiht… ich dachte zwischen Terra, Euch und mir wäre so etwas wie Freundschaft gewachsen an all den Abenden… hier in Aramat… Außerdem dachte ich Ihr als Geweihter... würdet meine Bitte nicht so abschmettern....“ stammelte sie hervor… Der Alb stellte die Flasche auf dem Tisch ab, lehnte sich von und sah die Mittelländerin finster an. „Freundschaft? Die hellen Schatten?!“ seine Stimme wurde lauter als er weitersprach: „Es ist einerlei! Eure Worte verlangen eine Tat, welche unsere Position in eine Lage bringt, welche uns zuwider ist! Wir werden uns nicht in das Schicksal der Welt ziehen lassen!“ Tiriana blickte entsetzt auf ihren Brief hinab…. „Einerlei? Ist das Euer Ernst?“ Sie konnte nicht glauben, was er da sprach… Sie spürte wie Wut in ihr hoch kochte… Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und versuchte die Wut herunter zu schlucken, doch es gelang ihr nicht. „Ihr seid der Geweihte Tiren Arthoras, ein Geweihter des Arthos, oder etwas nicht?!“ zischte sie wütend hervor. „Wie könnte einen Geweihten das Schicksal dieser Welt nicht betreffen?“ Ein ironisches Lachen brach aus Tiren heraus. „Unser Wunsch war es sicher nicht! Und darum fiel unsere Wahl auf den diesen Weg und nicht den Weg den man uns aufzwang!“ Er fuchtele mit der Flasche in der Hand herum und wies mit dem Finger nach oben. „Vor allem nicht von ihm! Habt ihr einmal seinen Worten lauschen dürfen?“ fragte er sie unverändert gereizt und blickte sie sehr eindringlich an. Tiriana erwiderte seinen Blick und atmete einmal tief durch bevor sie antworte: „Nein, ich kann sie nicht hören.... Aber an diesem Brief hängt eine Hand voll Seelen, die dringend Hilfe brauchen werden.... Wenn Ihr mir schon nicht helfe wollt... gebietet es Euch dann Eure Aufgabe als Geweihter nicht ihnen zu helfen? Tiren stand der Zorn ins Gesicht geschrieben. „Seelen!?“ rief er aufgebracht aus. „Seelen sind uns zuwider! Jedes Mal wieder! Und es ist seine Schuld!“ Er packte die Flasche erneut und warf sie vor Zorn an die Wand. Ein ersten Moment wollte Tiriana den Arm heben, um sich vor den herabregnenden Scherben zu schützen, doch sie krallte sich mit den Fingern an der Tischkante fest und blickte starr vor sich. Sie versuchte sich zu beruhigen, doch es wollte ihr nicht recht gelingen. „Glaubt Ihr etwa Ihr wärt der Einzige, der unzufrieden ist mit seinem Schicksal?“ zischte sie mit zusammengepressten Zähnen. „Wir spucken auf Vorhersehung! Wir spucken auf Pflichten! Wir spucken auf das Schicksal! Der uns bestimmte Weg ist von einem grausamen Schatten bestimmt. Und diesen werden wir nicht gehen! Also versucht nicht uns dahin zu bewegen!“ der Alb ließ seinem Zorn freien lauf während er sprach. Tiriana spürte wie Bitterkeit in ihr aufkam und sich mit ihrer Wut mischte. „Immerhin gibt es eine Macht die Euch einen Weg aufzeigt....“ erwiderte sie. „Ich würde zu keiner Sekunde zöger mit Euch zu tauschen, wenn ich dafür nicht länger im Dunkeln tappen würde... wenn ich wüsste was zu tun wäre, um an diesem Elend da draußen was zu verändern...“ sie spürte wie sie sich selbst in Rage redete, doch es war zu spät, um die Worte wieder herunter zu schlucken. „Ich habe Euch kennengelernt als jemand der höflich, freundlich und auf seine spezielle Art auch mitfühlend und einfühlsam ist.... Niemandem sonst würde ich das anvertrauen!“ Sie nahm den Brief auf schob ihn Tiren entgegen. Sein Blick senkte sich auf den Brief, doch er sagte nichts… Tiriana biss wütend die Zähne aufeinander, gewann so grade noch den Kampf gegen die Wuttränen, die sich in ihr hoch kämpfen und knallte den Krug Bier, den der Wirt ihr gebracht hatte, vor Tirens Nase so hart auf den Tisch, das sich ein großzügiger Schwall davon über die Tischplatte verteilte. Ihrer beider Augen waren genau aufeinander gerichtet und Tiriana wusste, das die anderen Gäste, die ihr im Rücken saßen wohl alle mitbekamen, über was sie grade stritten, doch es störte sie nicht. „War das, das Einzige, was Euch an all den Abenden Interessierte? Was Euch überhaupt auf dieser Welt interessiert?“ Sie ließ ihrem Zorn Luft und konnte nicht vermeiden, ebenfalls laut zu werden. Tiren sah sie noch einen Augenblick lang an und fuhr sich dann mit er Hand durch sein Gesicht. „Ihr würdet also den unseren Platz tauschen wollen?“ fragte er und klang etwas ruhiger als zuvor. Tiriana nahm die Hand vom Griff des Bierkrugs und zwang sich auch ruhiger zu sprechen und schloss für einen Moment die Augen. „Ich vertraue auf die Götter.... Ich glaube und hoffe, das sie uns leiten das Richtige zu tun.“ Sie öffnete die Augen und sah Tiren voller Ehrlichkeit an. „Ich weiß nicht, wie es ist, sie tatsächlich hören zu können... und ich verstehe auch nicht, warum es Euch so zuwider ist... aber ja... wenn das das Mittel wäre um das Leid zu lindern...“ Sie zögerte einen Augenblick. „Ich kann mir nicht vorstellen, das die Götter gewollt haben, wie die Völker hier in der "neuen Welt" miteinander umgehen....Ich weiß nicht ob es mir helfen könnte mit Euch zu tauschen...“ Ihr Blick wanderte wieder auf den Bierkrug hinab. „Aber... das... hilft sicher nicht irgendwas besser zu machen! Egal was!“ Eine kleine Pause entstand, doch dann verzog Tiren angewidert das Gesicht. „Wenn es Euer Wunsch ist die Welt zu sehen wie wir...“ begann er, zog sein Messer und rammte es in den Tisch. „Opfert Euch, Eure Seele, bietet sie ihm dar. Und wenn Ihr Euch "glücklich" schätzt, dann "erwählt" er Euch...“ Tiriana packte das Messer, zog es aus der Tisch und betrachtete die Klinge mit kaltem Blick. Es war nicht die edelste Waffen, doch zum morden reichte es vollkommen aus. „Ist das alles?!“ erwiderte sie. „Geht hinab! Tretet vor ihn! Seht ihm in sein Angesicht und erkennt was er ist!“ blaffte ihr Tiren entgegen. Ihre Augen wander von dem Messer wieder zu dem Alb und sie spürte wie sich ein freudloses Lächeln um ihre Mundwinkel legte. „Und Euch? Wäre es Euch egal... wenn er mich nicht.... "erwählt"?“ fragte sie und ließ das Messer geübt über ihre Handfläche gleiten. „Sagt mir Tiren Arthoras… habe ich mich so schrecklich in Euch geirrt?“ Sie sah wie der Ärger sich wieder über sein Gesicht legte. „Eine Seele wie die andere... Jede tritt vor... Jede wird verurteilt... Ob der Tag schon nah, oder doch noch fern... Sei es Euer Wunsch, so trage ich die Eure hinab und werfe sie ihm zu Füßen. Doch dort wird Euch nur Enttäuschung erwarten.“ „Ist das so?!“ fragte sie herausfordernd und hob ihre linke Hand an die Lippen, während sie mit der rechten das Messer vor seiner Nase spielerisch durch ihre Finger gleiten ließ. Dann packte sie ihren Handschuh, mit den Zähnen, zog ihn sich von der Hand und spuckte ihn dann achtlos beiseite. „Dann gibt es wohl nur eine Möglichkeit das heraus zu finden!“ Sie legte ihren linken Arm mit er Innenseite ihres Handgelenks nach oben auf die Tischplatte vor Tiren und umfasste das Messer entschlossen. Er hob die Augenbrauch und blickte sie abwartend an. Tiriana suchte seinen Blick und sah ihm offen in die Augen. „Eure Entscheidung….“ sagte sie und hob den rechten Arm, um das Messer herunter rauschen zu lassen… Sie spürte wie der Mut sie einen Augenblick lang verließ, doch in dem Moment in dem sie zum Stich ansetzte griff Tiren nach dem Messer. Tiriana atmet durch, zog ihre Hand jedoch blitzartig zurück, um sich das Messer nicht wegnehmen zu lassen. Sie hatte nicht vor ihm die Erleichterung zu zeigen. „AH! AH! AH! So einfach nicht!“ stieß sie aus. „Ihr habt es doch so gewollt? Das ich die Welt so sehe wie Ihr!.... Ihr habt gesagt, es ist Euch Einerlei...Oder nicht? - Eine Seele wie die andere..... Ein Schicksal, das Ihr hasst.... ein Schicksal dem Ihr nicht folgen wollt....“ Sie schrie ihm die Worte mehr und mehr entgegen und ihre Tränen konnte sie nicht länger zurück halten… seine Worte… sein von Zorn erfüllter Blick… all das hatte entsetzlich weh getan. „Mich wollt Ihr nun abhalten…? Aber was….. was ist mit all den Anderen da draußen, verflucht?!“ sie hob die linke Hand an die Lippen und versuchte ein Schluchzen zu unterdrücken… doch Tiren begann im selben Augenblick manisch zu lachen. „Ihr Verdammte! Versteht Ihr langsam das Chaos? Das Schicksal, welches ich verachte. Die Aufgabe welche ich nicht mehr verrichte. Jede Seele, wie die andere und doch individuell....Diese Erkenntnis will ich Eurem Geist ersparen! Euch ersparen Euch selbst in diesem Chaos zu verlieren! Ein Chaos dem ich mich zu entziehen versuche und in das Ihr mich zurück drängen wollt!“ Wieder bedachte er sie mit einem finsteren Blick. Achtlos warf die das Messer vor ihn auf den Tisch, wo es mit einem klirrenden Geräusch gegen den Krug stieß. „Das ist wirklich alles? Aber Ihr habt Recht! Es wäre so viel leichter zu vergessen… alle Erinnerungen im Wein zu ertränken, nach Aspio zurück zu kehren… uu Terra… zu Rowen… ihm einfach sagen, was ich ihm schon seid über 10 Jahren sagen will….“ sie hielt kurz inne und wischte sich ihre Tränen weg. „Aber so einfach ist das alles einfach nicht!“ zischte sie. „Bei den Göttern, so verflucht einfach ist es eben einfach nicht!“ ihre Stimme wurde erneut lauter. „Was ihr tut ist FEIGE! Aber SCHÖN!! Wenn Euch ein Schicksal, in dem Ihr Euch in Feigheit und Bedauern suhlen könnt.... so viel lieber ist, dann tut es mir Leid, dass ich Euch in eurem Suff gestört habe....“ Sie gab sich keine Mühe die Enttäuschung, die in ihrer Stimme lang zu vertuschen. Sie griff nach dem Brief, entzündete das Pergament an einer der Kerzen auf dem Tisch und ließ es dann achtlos zu Boden fallen, wo es kurz aufflammte und dann verbrannte. Sie wendete sich dem Wirt zu. „Verzeiht, das ich die Ruhe Eures Hauses so rüde gestört habe, so spät in der Nacht...“ sagte sie. Doch der Wirt sah sie immer noch einfach nur verblüfft an und nickte stumm. Dann wandte sie sich wieder Tiren zu und warf ihm eine Münze zu. „Für das Bier…. Nicht das Ihr denkt, ich will Euch etwas schuldig bleiben!“ zischte sie ihm zu. Der Alb fing die Münze auf und fixierte sie mit zusammengepressten Lippe. „Kein Wort zum Abschied...?“ ein grinsen legte sich über ihre Lippen. „So lebt den wohl, Tiren Arthoras….“ Sie bedachte ihn mit einem gehässigen Lächeln und einer sehr übertrieben unterwürfigen Verneigung. Ohne sich noch einmal nach im umzuschauen verließ sie die Taverne zum Flohloch. Kaum war sie über die Brücke, die über das Rinnsal führte, das durch das Gefallenenviertel floss, kamen ihr Kirios und Denethor entgegen. „Im Wilden Eber war er nicht… habt ihr ihn gefunden? Wo is der Kerl?“ rief ihr Denethor schnaubend entgegen. „Ist schon gut… lass uns nach Hause gehen...“ sagte sie ohne die beiden an zu blicken… „NACH HAUSE?! Dieser Scherz ist kein Guter, Löwin!“ echauffierte sich Denethor, doch Kirios hob den Arm, um ihn zum Schweigen zu bringen… und schüttelte in Denethors Richtige den Kopf… „Also GUT! SCHÖN! Nach Hause!“ brummte Denethor. „Mögen die Aspionischen Söldner stets davor gewahrt, ein launisches Weibsbild ihren Herrn nennen zu müssen!“ knurrte er in sich hinein… Tiriana blieb kurz stehen… sparte sich jedoch eine Antwort darauf und lief einfach weiter. „Das hat sie gehört, du Tölpel!“ erwiderte Kirios, klappte den Kragen seines Mantel hoch und folgte ihr in die Nacht…
  15. Es war bereits weit nach Mitternacht und im Lager war bereits Ruhe eingekehrt. Doch Tiriana Arandur saß noch über einigen Pergamentrollen, Briefen und Dokumenten gebeugt in ihrer Schreibecke. Sie tauchte ihre Feder in das Tintenfass, kritzelte einige Worte auf das Pergament, strich wild Worte durch, schrieb neue hinzu bis sie die Feder beiseite legte, das Pergament dann zusammenknüllte und hinter sich warf. Dies wiederholte sich einige Male bis sie vor Wut einen Fluch aussprach und die Feder so achtlos auf den Schreibtisch klatschte, das sie ihr Tintenfass dabei umwarf. Doch da ihr Schreibtisch nichts weiter war, als eine leere Kiste, lief die Tinten durch die Ritzen des Holzes und tropfte ihr auf die Knie. Ein weiterer Fluch gellte durch die Scheune. Sie hob das Tintenfass wieder auf, und stellte es weg, wobei sich die Tinte über ihr Finger verschmierte. Tiriana hielt inne und betrachtete einen Moment lang im schummerigen Licht, der Laterne ihre Hand… >> Schwarz… wie geronnenes Blut….ihr Blut...<< Hecktisch griff sie nach einen Lappen und versuchte die Tinte von ihrer Hand zu wischen. „Du bist noch wach?!“ hörte sie da plötzlich hinter sich. Es war die Stimme von Kirios. Sie drehte sich um und sah in das Gesicht des Fahlländers. „Was ist passiert?“ fragte er und ein Hauch von Sorge schwang in seiner Stimme mit. „Nicht… nichts weiter…“ log sie rasch und verschränkte die Arme. Kirios sah sie abschätzend an. „Soso...“ sagte er und machte bei seinem Tonfall keinen Hehl draus, das er ihr kein Wort glaubte. „Ja…!“ entgegnete sie und ließ sich wieder an ihrem Schreibtisch nieder. „Was hat die Sitzung ergeben?“ fragte sie harsch. Kirios trat an sie heran und hockte sich auf ein Fass. „Nichts weiter, 2 neue Mitglieder. Ein Alb aus Eickelburg und ein Steingeborener aus Mirdain.“ antwortete er, zog einen Apfel aus einem der Fässer seitlich von sich und biss geräuschvoll davon ab. „Und weiter?“ harkte Tiriana nach und warf den von Tinte getränkten Lappen beiseite. Kirios hielt einen Moment inne, als würde er angestrengt überlegen. „Nichts weiter!“ antworte er schließlich. „Wo warst du dann die ganze Zeit, wenn “Nichts weiter“ war? Du stinkst nach billigem Parfum und Wein….“ Ein hämisches Grinsen legte sich über Kirios Gesicht. „Bist du etwa eifersüchtig Cousinchen? Oder hast du dich am Ende um mich gesorgt?“ Sie sah ihn böse an. „Weder.... noch….!“ sagte sie zickig… und drehte sich von ihm weg. „Ich bin auf dem Rückweg noch auf einen Krug Bier in die Bastionstaverne... Du weißt das Sonnenlicht… Nun… Ich habe mich dort mit einer Dame unterhalten, die mir schon im Ratsgebäude aufgefallen ist...“ Tiriana nahm den Lappen noch einmal zur Hand und begann das Holz der Kiste ab zu tupfen. „Ich will von deinen Eskapaden gar nicht hören!“ Kirios grinste. „Wieso nicht? Du kennst die holde Dame! Ihr Name lautet: Marquise Myriell de Renquié.“ Tiriana hielt inne und die Hand die den Lappen hielt, ballte sich unwillkürlich zu einer Faust, sodass ihr Fingerknochen leise knackten. „Wie schöööön…. für dich… ich hoffe du hattest mit dieser Hure deinen Spaß!“ zischte sie biestig und tupfte dann weiter auf dem Holz herum. „Hmm bei Durae, Nein! Wir haben uns nur Unterhalten. Sie war wohl mit oder wegen Buchenbach in Aramat… ich habe es nicht richtig aus ihr herausbekommen… Aber hast du nicht erzählt das da was zwischen ihr und Thehedir ist?“ fragte er. „Möglich...“ zischte sie und klang noch gereizter als zuvor. „Willst du ihm denn nicht sagen, das seine Liebste mit andern Männern unterwegs ist? Ich dachte ihr seid Freunde...“ Tiriana sprang wütend auf und warf den Lappen beiseite. „Alles was Avalon Thehedir betrifft ist mir völlig egal!" Sie baute sich vor ihm auf und stämte die Hände in die Hüfte. "Und es ist mir ebenso egal von wem seine Angebetete Geld nimmt und für was sie sie bezahlen…..“ Kirios stand auf und legte seine Arme um Tirianas Schultern und beugte sich an ihr Ohr. „Siehst du… mit so einem blöden Kerl wie mir als Cousin, ist der Schreck über jede bösere Erinnerung ganz schnell überwunden! Du solltest schlafen… du siehst so Müde aus in letzter Zeit… Denethor und Maldur sorgen sich auch. Und ich denke sowohl Airi als auch Terra würden mit uns schimpfen, weil wir nicht richtig auf dich aufpassen.“ Seine Stimme klang sanft und beruhigend wie immer. „Ja gleich...“ antworte sie schließlich. Ein kurzes schaudern ging ihr über den Rücken als er Terra und Airi erwähnte, was ihm nicht entging. Doch er wollte nicht weiter nach bohren. Kirios löstze die Umarmung wieder und schickte sich an zu gehen. Als er die Nische verließ blieb er noch einmal stehen. „Ach ja… Herr Buchenbach hat mich gebeten dir eine Einladung zu einer privaten Unterhaltung zu überbringen. Er war es doch, der den Herzog und auch Terra bedroht hat… Du wirst das ausschlagen... oder? sagt er zögerlich. Einen Moment herrschte Stille… er war sich nicht sicher, ob er sich noch einmal zu ihr umdrehen sollte, als er ihre Stimme hörte: „Ich… nehme die Einladung an…… doch zuvor, werden wir noch jemand anderen besuchen...“